Als Arbeitslose findet man doch keinen Partner, oder?

    • (1) 03.02.14 - 10:34
      fragmichdas

      Hi, mir drängt sich da so eine Frage auf: Ich arbeite zwar, aber da es nicht zum Leben reicht, bekomme ich noch ergänzend Arbeitslosengeld II (Umgangssprachlich "liebevoll" als Hartz IV bezeichnet). Bitte keine Beleidigungen oder Ähnliches diesbezüglich.

      Außerdem habe ich noch ein Kind im Schulalter. Meine bisherigen Erfahrungen: Es ist eh sehr schwer einen passenden Partner zu finden und dann kommt die oben erwähnte Tatsache noch dazu... Bin jetzt auch nicht direkt auf Partnersuche, momentan nicht mal in einer Partnerbörse angemeldet, gehe auch nie, wirklich nie aus... Und dennoch als ich kurz angemeldet war, kam nahezu als Erstes von den Männern die Frage mit dem Beruf, Job... Klar, der Mann will auch nicht der "Geldanschaffer" sein. (Wobei bei einer neuen Partnerschaft nehme ich doch eh nichts an, Mann müsste keine Angst haben.) Und dennoch trotzt immer in mir was, wenn ich die Frage lese. Ich weiche mit der Antwort aus. Alleine schon deswegen, weil ich nicht ausschließlich von meinem Gehalt leben kann. Ich schäme mich auch, klar.

      Meine Schlußfolgerung: Erst finde ich einen Vollzeitjob, von dem ich völlig unabhängig vom Staat (Ja, von den Steuerzahlern) leben kann und dann klappt es irgendwann, wohlbemerkt vielleicht, mit einer Partnerschaft... Sehe ich das richtig? Vermutlich ja. Frustrierend.

      • Hallo.

        Jetzt nicht angegriffen fühlen, wäre es eh nicht das Denken, was man haben sollte. Man möchte auf eigenen Beinen stehen, gerade finanziell. Dann braucht man sich diese Frage nicht stellen. Weiß ja nicht, ob es ein 450 Euro Job ist oder eine Teiltzeitstelle. Vielleicht könnte man da ja mal ansetzen.

        Alles Gute.

        LG

        • (3) 03.02.14 - 17:03

          Ich weiß, es ist ein nett gemeinter Tipp. Und im Grunde genommen ist es doch das Erste, was man sich dabei denkt: ob man die jetztige Stelle ausbauen könnte. Nein, das geht leider nicht. Der Arbeitgeber schreibt rote Zahlen und eher am Kündigen als am Einstellen/Aufstocken...

      Irgendwie vermischst du hier zwei Baustellen.
      Einen Partner kennen zu lernen etc. hat erst einmal nichts damit zu tun, ob du in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung stehst.
      Du gehst nie aus, deine Bemühungen diesbezüglich sind nicht groß, daher kann der Erfolg auch nur minimal sein oder gänzlich ausbleiben.

      Dass bei Singleportalen die Grunddaten abgefragt werden, halte ich für normal, in der Anonymität des Netzes, sucht man eben so Anhaltspunkte für mögliche Gemeinsamkeiten, gleiche Interessen, gleiche Hobbies, gleicher Intellekt usw.
      Die Frage nach dem Beruf ist aber erst mal nicht abwertend.

      Wichtig ist, wie du damit umgehst und mit deiner momentanen Situation.
      Willst du es verbessern, kannst du es jetzt schon verbessern oder erst, wenn dein Kind älter ist.
      Dies sind alles Dinge, die mit einfließen in die Antwort, warum du jetzt nicht Vollzeit arbeiten gehst.
      Hierfür werden sicher auch potenzielle Kandidaten Verständnis haben.
      Einzig die Fraktion Arbeit nein danke, wird sicher ungeprüft abgelehnt.

      LG

      • (6) 03.02.14 - 17:06

        "Wichtig ist, wie du damit umgehst und mit deiner momentanen Situation."

        Ja, damit hast du es wohl auf den Punkt gebracht. Die Frage nach dem Beruf/Job hat nichts Negatives/Abwertendes, die ist neutral. Aber meine Antwort (wenn ich die denn dann komplett offen und ehrlich beantworten würde) gefällt mir nicht.

        Und es erscheint mir nicht absurd diese zwei Baustellen zu verbinden. Irgendwie sehe ich darin einen Zusammenhang.

    Als ich meinen Freund kennenlernte, verdiente er - obwohl Akademiker - sehr wenig (in einigen Berufen wird eben schlecht bezahlt. Hinzu kamen Unterhaltsverpflichtungen und eine Privatinsolvenz durch Altlasten, die primär durch die Ex-Frau verursacht wurden (ist aber eine andere Geschichte).

    Hat mich nicht wirklich gestört, denn ich habe selbst ein gutes Auskommen und brauche keinen Versorger. Wichtig war mir der Mensch, nicht sein Konto. Allerdings hätte ich auch niemanden an meiner Seite haben wollen, der es sich in der sozialstaatlichen Hängematte bequem gemacht hätte.

    Ich finde es erschreckend, dass man in einigen Berufen (z. B. im sozialen Bereich) so erschreckend wenig verdient, dass man aufstocken muss.

    Das mit dem Aufstocken würde ich einfach nicht erwähnen, geht doch niemanden etwas an. Wichtig ist, dass Du überhaupt einen Job hast. Vielleicht kannst Du über kurz oder lang Deine Stunden aufstocken, oder eine Weiterbildung machen um bessere Jobchancen zu haben.

    Mein Freund ist mittlerweile (besser bezahlter) Lehrer und die Privatinsolvenz ist in einigen Jahren auch abgearbeitet.

    Mach Dich nicht kleiner als Du bist!

    Claudia

    (8) 03.02.14 - 10:49

    Hallo,

    für mich käme niemand als Partner in Frage, dessen Karriere in den Kinderschuhen steckengeblieben ist oder dessen mangelhafte Bildung oder fehlerhaftes soziales Verhalten die Ursache dafür ist, dass er keine gut bezahlte Position, die ihn auch befriedigt bekommt.

    Das liegt nichtdaran, dann ich auf sein Einkommen spekuliere, denn ich komme mit meinem mehr als klar, sondern daran, dass ich schon meine Erfarhungen mit ewig frustrierten, dauernörgelnden, politisch-, kulturell-, und sozial vollkommen desinteressierten Schichtarbeitern oder Handwerkern auf niedrigsten Verantwortungslevel gemacht habe und da ist keine Beziehung auf Augenhöhe möglich.

    Natürlich habe ich auch einen Hintergrund, vor dem ich mir das leisten kann.

    Generell würde ich dir empfehlen, an dir selbst zu arbeiten und dich in allen Bereichen in eine Position zu stellen, die dich zufriedenstellt und dann die Partnersuche anzugehen.

    Es scheint nämlich, als wärst du selbst (nicht nur jobtechnisch)unzufrieden und das, in Kombination mit der dringenden Partnersuche, ist die beste Vorraussetzung dafür, in eine Beziehung zu geraten die nicht guttun und dich nur weiter runterzieht.

    LG

    • (9) 03.02.14 - 10:56

      Ähm... von dringender Partnersuche stand gar nichts in meinem Thread! Im Gegenteil: Ich erkläre die Partnersuche NICHT zu meiner allerobersten Priorität - die liegen bei mir nämlich woanders. Aber danke.

      • (10) 03.02.14 - 11:07

        Hallo,

        alleine deine Frage zeigt aber, dass du zumindest auf Partnersuche bist und dich gedanklich mit dem Thema beschäftigst.

        Viele Grüße

    Du bist ein "Single mit Nieau",einem deutlich ausgeprägtem Selbstbewustsein, hast aber möglicherweise eine leichte Schieflage in der Wahrnehmung.

    Deine absichtlich provokative Darstellung von z. B. Schichtarbeitern irritiert mich doch etwas. Dass hin und wieder ein Klempner, der in der Lage ist Deine sanitäre Anlage wieder auf Vordermann zu bringen, Dir auch bei einer Vernissage oder bei der Beurteilung der politschen Lage im Sudan durchaus das Wasser reichen könnte sehe ich als sicher an.

    Aber möglicherweise habe ich Deinen Beitrag auch vollkommen fehlinterpretiert....#cool.

    GzG
    Irmi

    • (12) 03.02.14 - 11:47

      Hallo,

      macht ja nichts, dass du meinen Beitrag vollkommen fehlinterpretiert hast.

      Natürlich prägen der soziokulturelle Hintergrund und die (auch dadurch bedingte) Bildung und Erfahrung einer Person diese rein gar nicht und es gibt natürlich auch keine statistisch Belegten Untersuchungen, dass ein Zusammenhang zwischen Karriereweg und Persönlichkeit besteht.

      Es ist auch nicht besonders wahrscheinlich, dass ein engagierter Handwerker, Akademiker, führender Angestellter o.ä. mit Zielen, klaren Vorstellungen und Motivation auch im Privatleben erfolgreicher ist und Werte und Zukunftsvisionen eher mit Menschen mit ähnlichem Hintergrund teilt.

      So, ich muss Regenbogensplitter sammeln gehen, um mein Einhorn zu füttern.

      lg

      • Ja, besser Du fütterst damit Dein Einhorn, anstatt das Zeuchs zu rauchen. Viel Erfolg dabei. #klee

        • Kompliment für Deinen freundlich-sarkastischen Beitrag, der mich überaus amüsiert. Die Kunst, dem geneigten Leser einen Bruchteil seiner Gedanken zu offenbaren und dabei höfliche Floskeln von sich zu geben, die in eine andere Richtung weisen, ist bei Dir auf höchstem Niveau!

          Mit anderen Worten: Grööööhllllll

      <<<und es gibt natürlich auch keine statistisch Belegten Untersuchungen, dass ein Zusammenhang zwischen Karriereweg und Persönlichkeit besteht>>>

      Was Dich betrifft bedeutet das also übersetzt: Arsch bleibt Arsch !

      (16) 03.02.14 - 16:47
      Jetzt frage ich mich

      warum hast Du Dich hier in das Forum Partnerschaft verirrt, wo doch i.d.R. Beziehungsprobleme diskutiert werden?

      Zum gute Ratschläge verteilen?

      • (17) 04.02.14 - 12:04

        #winke
        Ich würd dir gern noch ein paar mehr Sternchen geben #pro

        Manche brauchen es anscheinend, sich über andere zu erheben, um ihr eigenes Elend nicht anschauen und drüber nachdenken zu müssen

Grauer Nick und der Text dazu.

Reine Provokation, zu mehr hat es nicht gereicht.

Oh je!
Definiere mal Niveau.

Also ich arbeite mit sehr vielen Akademikern zusammen und so manchesmal schämt man sich echt fremd für die Blödheit und Weltfremdheit.

Und Oh je, da kenne ich auch noch Handwerker, welche studieren und tatsächlich Selbstständig sind und um einiges mehr verdienen als so " fähige soziale Menschen"(ja vllt auch als du ????)

Und es soll auch Menschen in ehrenamtlichen Tätigkeiten geben, die, wie du so schön sagst, durch ihr tun befriedigt sind!

In diesem Sinne.....#winke

  • (20) 03.02.14 - 17:41

    Ich kopiere mal eine andere Antwort von mir:

    "Natürlich prägen der soziokulturelle Hintergrund und die (auch dadurch bedingte) Bildung und Erfahrung einer Person diese rein gar nicht und es gibt natürlich auch keine statistisch Belegten Untersuchungen, dass ein Zusammenhang zwischen Karriereweg und Persönlichkeit besteht.

    Es ist auch nicht besonders wahrscheinlich, dass ein engagierter Handwerker, Akademiker, führender Angestellter o.ä. mit Zielen, klaren Vorstellungen und Motivation auch im Privatleben erfolgreicher ist und Werte und Zukunftsvisionen eher mit Menschen mit ähnlichem Hintergrund teilt."

    Vielleicht kann man da besser verstehen, was ich meine.

    Definitiv übrigens keine 'strikte' Trennung von Akademikern und Handwerkern.

    • Hallo!

      Dein erstes Statement zu der Frage der Te las sich für mich wirklich ziemlich abwertend " normalen" oder "durchschnittlichen" Menschen gegenüber.

      So kann ich deine Meinung gut nachvollziehen und akzeptieren! ;-)

      Gruß und eine gute Woche

Ich könnte schwören, Du bist die Seelenverwandte von Hedda.....

(25) 03.02.14 - 17:14

Habe jetzt erst jetzt auf deine Formulierung geachtet: Ich bewarb mich ja auct nicht bei dir als Herzensdame. Für mich käme auch nie ein Partner in Frage, der fast ausschließlich Gehirn besitzt und nur wenig Herz - habe da so meine Erfahrung... Der Mann stand soweit über mir, dass ich mich immer fragte, was er wohl mit seiner Bildung, seinem Aussehen, seinem Einkommen von mir möchte... Und jetzt, da ich wieder Single bin, beschränke ich meine Partnersuche keineswegs auf ähnliche Kandidaten, aber sein Niveau (deins meine ich nicht :-) ) fehlt mir definitiv bei den potenziellen Kandidaten. Allerdings erinnere ich mich immer wieder an mein neues obligatorisches Kriterium: Herzlichkeit...

Bilden kann ich mich auch selbst, auch durch Bücher, Kurse etc., Herzlichkeit bekomme ich nur von einem herzensguten Menschen. Vielleicht auch Handwerker! :-)

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