Würdet ihr mit jemandem eine Beziehung eingehen, wenn...

    • (1) 15.02.14 - 22:42
      Negativ ist Positiv

      ...ihr euch die HIV Infektion des anderen bekann wäre?

      Angelehnt an den Beitrag im Liebesleben. Die Frage steht schon oben.
      Ich bin ehrlich, ich würde mich nicht darauf einlassen. Die Beziehung wäre für mich von Anfang an irgendwie belastet.

      Wie ist es bei euch? Würdet ihr?

      Würdet ihr euch darauf einlassen?

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      • (2) 15.02.14 - 23:32

        Hallo,

        mein Onkel ist schwul und seit Beginn der 90er HIV Positiv. Auch er nimmt Medikamente die die Viruslast extrem herabsetzen. Er ist 56 und lebt seit mehr alt 10 Jahren in einer neuen Partnerschaft. Sein Partner ist HIV negativ und die Beiden führen eine ganz normale Beziehung. Ich weiß von meinem Onkel, dass beide vor einigen Jahren entschieden haben auf Kondome zu verzichten. Mein Onkel lässt sich regelmäßig Blut abnehmen und wird kontrolliert und sein Partner macht 2 x im Jahr einen HIV Test. Es ist bisher immer gutgegangen. Ich würde mich vermutlich auf einen Partner mit HIV einlassen. Das liegt aber daran, dass ich damit einfach keine Berührungsängste habe. Vorsichtsmaßnahmen würde ich aber so gut es geht treffen.

        Wenn wirklich Gefühle vorhanden wären, dann sehe ich darin kein Problem.

        Viele HIV-Positive Menschen haben wesentlich weniger körperliche Probleme als jemand der etwa an Diabetes leidet oder einen Bandscheibenvorfall hat. Daher habe ich auch keine arge Angst vor einer Infektion, man hat das wirklich gut im Griff mit den modernen Medikamenten und hat trotzdem gute Chancen alt zu werden.

        Ich habe jetzt den Beitrag nicht gelesen, aber ja, ich würde ,so allgemein gefragt eine Beziehung eingehen, wenn es für mich DER Mann wäre.

        Vor zwanzig Jahren hätte das vielleicht anders ausgesehen, weil da die Prognose sehr viel schlechter war. Aber da stellt sich ja eher die Frage, würde man eine Beziehung mit einem Menschen eingehen, der wahrscheinlich die nächsten Jahre nicht überleben wird.

        Heutzutage ist das nicht mehr so für einen HIV Patienten.

        Da würde sich für mich mehr die Frage stellen , ob ich damit umgehen könnte, dass sexuell nicht alles ohne Kondom oder einige Einschränkungen möglich ist und ein Kinderwunsch nur mit Unterstützung erfüllbar ist.

        Aber was die Erkrankung und die Prognose an sich angeht, ist es eher die Frage ob man mit einem chronisch kranken Menschen leben kann.

        Grüße

        Was das Thema schlechte Lebensprognose angeht:

        Die Liebe von Schlingensief zu seiner Frau war sicher auch irgendwie von der Krankheit geprägt....

      • Nein, das Risiko würde ich nicht für einen mir noch Unbekannten eingehen.

        Nein, ich könnte es nicht. So leid es mir tut, aber ich hätte zu große Angst mich anzustecken #zitter

        Ich würde mich erst informieren wollen. Für manche vielleicht unwichtig, aber ich würde auch gerne wissen, wie es zu der Krankheit gekommen ist. Also zu der Ansteckung. HIV Infektion bedeutet ja nicht automatisch eine unbedachte oder ausschweifende Lebensführung. Welches letztendlich auch keine so große Rolle spielt, da ich mich für jemanden aus der momentanen Situation heraus entscheiden würde. Aber zum Gesamteindruck gehört es für mich dazu.

        Dazu kommt wie schwer die Krankheit fortgeschritten und wie hoch die Ansteckungsgefahr ist. Da erwarte ich von einem möglichen Partner schon klare Auskünfte. Und zwar am Anfang der Beziehung. Nicht beim ersten Treffen aber bevor es "weiter" geht.

        Und auch mein Partner oder ich selber könnten uns anstecken, wenn z.B. im Krankenhaus etwas schief läuft. Fremdgehen schließe ich mal wohlwollend aus. Was erwarten wir dann voneinander? Abwenden und die Beziehung beenden? Oder wenn es den eigenen Kindern passiert?

        Glücklicherweise ist es zur Zeit kein Thema bei mir. Aber HIV oder andere Erkrankungen können jeden von uns treffen. Welche Toleranz würden wir dann erwarten? Informieren ist besser als ignorieren.

        (10) 16.02.14 - 14:23

        Hi,

        nein. Ich würde trotz des geringen Ansteckungsrisiko keine entsprechende Beziehung eingehen solange ich (kleine) Kinder habe.

        VG

        Wenn es meinen jetzigen Partner betreffen würde, würde ich die Beziehung nicht beenden, vermutlich aber auf Geschlechtsverkehr verzichten.

        Lernte ich jemanden neu kennen.... die Wahrscheinlichkeit dass ich keine Beziehung führen würde wäre wohl sehr hoch. Mein Onkel starb an Aids. Es ist schon lange her, seit dem hat sich medizinisch sicher viel verändert. Trotzdem wäre ich misstrauisch und hätte Angst, mich durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle trotzdem zu infizieren.

        Jemand schreib dass es ihn auch interessieren würde, wie derjenige sich infiziert hat. Das stimmt. Jemandem der durch eine Blutkonserve infiziert wurde würde ich anders gegenübertreten als einem der durch ständige ONSs ohne Kondom infiziert wurde.

        Mein schwuler Cousin hat HIV und ich hab daher keine Berührungsängste mit Menschen, die den HI- Virus tragen.

        Aber ob ich nun eine Beziehung eingehen würde, könnte ich schlichtweg nicht sagen.
        Ich denke eher nicht.

        Sollte es aber dazu kommen, dass mein langjähriger Partner sich ansteckt, würde ich mich niemals trennen. Außer dies geschieht durch einen Seitensprung, dann wäre allerdings der Vertrauensbruch der Trennungsgrund.

        (13) 16.02.14 - 16:27

        Ja, würde ich. Wenn jemand für mich in Frage kommt, dann ist er so zuverlässig, dass er medizinisch gut betreut ist und da ist die Virenlast idealerweise so, dass man sich nicht anstecken kann.
        Heute werden Kinder in solchen Beziehungen auf natürlichem Weg gezeugt. Und über das Ansteckungsrisiko bei Oralverkehr sollten viele User auch nochmal nachlesen. HIV scheint immernoch häufig unter Stammtischparolen abgehandelt zu werden.

        Vor längerer Zeit wurde hier mal eine Schwangere niedergemacht, weil sie von ihrem HIV positiven Ehemann ein Kind erwartet hat. Da konnte man sich nur noch fremdschämen bei den Kommentaren. Anscheinend ist Deutschland eben noch nicht ausreichend über HIV aufgeklärt.

        Berührungsängste so bei Freundschaften hab ich ganz sicher nicht kenne selbst jemanden. Aber nen Partner mit HIV weiß ich nicht ob ich damit leben könnte. Und na ja nicht böse gemeint aber ohne Kondom mit jemanden schlafen der HIV hat halte ich trotz der Medis die vieles in Schach halten für leichtsinnig.

        Gruß Ela

        hallo,

        ich glaube, ich kann das nicht beantworten. wenn man in so einer situation steckt, ist ja im endeffekt doch alles anders. es kommt sicherlich auf die umstände an, auf den menschen. wenn ich in jemandem wirklich das potential zu einer großen beziehung sehe, dann eher. als nicht sichere beziehung eher nicht.
        kommt hinzu: hat man schon kinder, da trägt man ja weitere verantwortung.

        was ich weiß ist, dass die hiv infektion heutzutage so gut behandelt wird, dass der virustiter (ist sicherlich nicht der korrekte begriff, aber der kommt mir gerade nicht ind en sinn)minimal bis gen 0 geht. somit ist eine ansteckung sehr unwahrscheinlich.
        ich denke, je besser die aufklärung, desto einfacher eine entscheidung auch für so eien beziehung.
        auch lebt der großteil der hiv infizierten heute ja mit den medikamenten ein nahezu normales leben un vor allem auch ein weitaus längeres leben als noch vor wenigen jahrzehnten. dementsprechend verringert sich vielleicht auch die zukunftsangst.

        lg

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