Ich muss mal Frust rauspusten... Entschuldigt bitte...

    • (1) 21.02.14 - 22:39

      Ihr lieben... Ich muss ein wenig ausholen...

      Ich bin im Januar/Februar 2013 nach drei Jahren und Trennung von meinem Ex wieder in meine Heimat gezogen. Ich bin Zahntechnikerin und damit eine ausgebildete Fachkraft. Trotz akuten Stellenmangels habe ich glücklicherweise gleich eine Anstellung bekommen, da eben jener Chef, bei dem ich noch immer Angestellt bin, gerade jemanden entlassen hatte. Mein Einstiegsgehalt war tief genug dass ich meinen Lebensunterhalt nur durch zusätzliches ALG II bestreiten konnte. Mein Nettogehalt betrug rund 850 Euro. Abzüglich den üblichen Kosten wie Miete, Versicherungen, Tanken, Autounterhalt, Handyvertrag und Lebensmittel war ich froh am Ende eines Monats nicht auf rote Zahlen zu schauen.

      Dann erkämpfte ich mir nach einem halben Jahr eine Nettolohnerhöhung von 100 Euro.
      Dennoch ist es unbestreitbar dass 950 Euro nicht wirklich einen annähernd angemessenen Lebensstandart bieten können. Ich kaufte lieber meiner Hundedame ein neues Spielzeug als ein T-Shrt für mich.
      Dann lernte ich recht schnell meinen jetzigen Partner (und Liebe meines Lebens #verliebt ) kennen. Noch schneller zogen wir zusammen. Er hat einen Nettolohn von etwa 1200-1300 Euro, je nach Monat.

      Da wir die Miete natürlich 50/50 aufteilen kommen wir natürlich insgesamt finanziell besser. Dennoch...
      Ein Jahresurlaub?
      Ich war mit meinem Ex 7 Jahre zusammen. Wir waren einmal im Urlaub - im Bayerischen Wald.
      Mit meinem Liebsten war ich letztes Jahr für fünf Tage an der Ostsee. Mehr war einfach nicht drin. Ich fahre eine 18 Jahre alte Schrottmühle die nun langsam auseinander fällt, ein neues musste her. Mein Hase gibt mir sein 16 Jahre altes Auto. Da ich mir kein Auto kaufen kann, konnte nur er eines besorgen, da er einige wenige Rücklagen hat. Also haben wir nun ein neues 20 Jahre altes Auto, weil wir was anderes nicht stemmen können. #aerger
      Wir brauchen Flurmöbel. Wir rechnen damit dass wir das Geld dafür in vier Monaten zusammen haben. Ein Auto braucht dieses Jahr TÜV. Wir brauchen einem Schreibtisch, auf den wir auch wieder sparen müssen...
      Es ist einfach so frustrierend...
      Mein Freund arbeitet auch ständig noch nebenher um Geld ran zu bringen. Das kann ich mit meinem Job schon mal gar nicht... Er steht vor allem in den Spätschichtwochen morgens früh auf um bei einem Kumpel zu arbeiten, geht dann auf seine richtige Arbeit und ist frühestens 23.05 Uhr daheim. Und das fünf Tage die Woche. Samstag muss er auch früh raus und auf seine Arbeit. Er versucht schon immer in den Frühschichtwochen, in denen er gegen vier daheim ist, nicht nebenbei zu arbeiten. Wir haben ja sonst gar nichts von einander... Aber jetzt muss er auch dann noch ran, da die Zeit knapp wird. Er geht sogar Sonntag arbeiten. Ich versuche ihn zu unterstützen indem ich komplett die Hausarbeiten übernehme und ihm gutes Essen koche und für ihn da bin wenn er mich braucht. Ich weiß ja warum ich gerade ein wenig zu kurz komme und dass er das alles für uns macht.

      Wir wollen gern eine Familie gründen. Fürs erste haben wir beschlossen erstmal alle anderen Anschaffungen zu erledigen und angefangenes zu beenden.

      Ich hatte überlegt einen neue Lehre zu machen, aber das würde finanziell einfach absolut nicht funktionieren.
      Abgesehen davon müsste die Familiengründung wieder weit nach hinten geschoben werden, sodass ich MINDESTENS 29 wäre. Und das will ich absolut nicht!

      Ich meine, ich beschränke mich nicht auf materielle Dinge.

      Ich habe einen wunderbaren, fantastischen Mann, der Partner und bester Freund gleichermaßen ist. Wir haben uns mit dem was wir haben gut eingerichtet und haben eine gemütliche Wohnatmosphäre geschaffen. Wir haben (aus meiner vergangenen Beziehung) eine wunderbare Hundedame, die uns gleichzeitig wahnsinnig und glücklich macht. Unsere Familien sind wunderbar. Wir haben viele wertvolle Dinge und wissen diese auch zu schätzen.

      Aber immerzu jeden Cent drehen zu müssen und nicht zu wissen ob ich oder wir irgendeine Ausnahmesituation gestemmt kriegen macht mich wahnsinnig. #heul
      Wir möchten gern ein Baby haben. Nicht sofort, aber wir würden gern noch in diesem Jahr anfangen zu hibbeln.
      Und immer im Hinterkopf diese Gedanken, ob wir das überhaupt schaffen...

      Ach es macht mich einfach wahnsinnig...

      Ich weiß nicht ob oder welche Kommentare ich erwarte... Aber ich musste es einfach mal los werden...

      Vielen Dank die Damen!

      • (2) 21.02.14 - 23:19

        Ihr habt also zusammen ca. 2000 € + das, was Dein Freund noch nebenbei "pfuscht".

        Abzügl. Wohnen, Autos und Einkaufen sollten da eigentlich 800 € übrig sein.

        Ihr habt irgendwelche Kosten, die man minimieren bzw. streichen könnte.

        Handyverträge z.B. braucht kein normal sterblicher, ne ALDI oder LIDL-Karte mit 300-400 Freieinheiten und Internetflat für 7,99 im Monat tut es auch. Also schau mal, wo das Geld wirklich bleibt.

        Hier im "schönen Sachsenländle" gibt es sogar Familien, die mit Eurem Einkommen Häuser finanzieren. Das soll kein Maßstab sein, aber man muss entweder sein Einkommen erhöhen oder die Ausgaben senken.

        Dein Thread gehört eigentlich in Finanzen und Beruf, viell. kann es die Polizei ja verschieben?

        • (3) 22.02.14 - 08:05

          Naja...sie bekommt von ihrem beruf 850 euro raus, er 1200. davon muss die miete gezahlt werden. Lass es mal 600 euro sein. Sind also nur noch 1450. versicherungen für wohnung und autos, bleiben monatlich 1000 euro.
          Wissen wir, ob er oder sie noch schulden abzuzahlen haben? Getankt werden muss auch, und essen gekauft werden auch. Es bleibt zwar nicht die welt über, aber ich denke monatlich werden sie zum zurücklegen 400-500 euro haben. Wenn man davon monatlich 200 euro weglegt, wäre ein urlaub, pro jahr drin, sofern es nicht die seychellen sein müssen.
          Lg conny

          (4) 22.02.14 - 09:37
          Bitte nicht verschieben..

          Nein bitte nicht verschieben, dann kann sie nicht mehr Antworten und das finde ich immer sehr schade.

        • (5) 22.02.14 - 10:02
          Bitte nicht ver....

          Sorry sehe gerade sie hat ja gar nicht in schwarz gepostet, dann natürlich doch gerne verschieben ;-)

      (6) 21.02.14 - 23:34

      Hallo

      Ich frag mich eben auch wo euer Geld steckt?

      Mein Fteund und ich wir wohnen in einer 430 Euro Wohnung + Stellplatz fürs Auto 15 Euro. Dazu kommen noch zwei Handyverträge von 35 Euro und Einkauf, Sprit, für mich eine Monatskarte für Bus, Strom all die Ausgaben die ihr wahrscheinlich auch habt.

      Und jetzt kommt es. Wir sind in der Ausbildung und haben zusammen 500 Euro weniger als ihr und es springt immer noch 300 Euro zum ausgeben aus.

      Da müsst ihr euch einmal Gedanken machen wo die unnötigen Kosten entstehen und wie ihr die beheben könnt. Denn es ist machbar mit dem Geld zu leben was ihr habt.

      Kündigt Verträge die ihr nicht braucht, fahrt spritschonend und kauft vor allem nicht so teuer ein. Die kleinen Beträge kommen immer zusammen.

      Den Kinderwunsch würde ich erstmal nur im Hintergrund behalten und wie gesagt schauen wo das Problem liegt. Spart doch erstmal auf ein Kind bevor ihr ans Üben geht. Denn eine Einrichtung ist nicht ganz ohne.

      Viel Glück

    • (7) 21.02.14 - 23:44

      Du bist noch recht jung und kannst dir noch Zeit lassen mit Nachwuchs. Außerdem bist du noch nicht mal ein Jahr mit deinem Freund zusammen, warum die Eile, wenn es zudem finanziell jetzt noch nicht passt?

      (8) 21.02.14 - 23:44

      Ich finde eure Einnahmen gar nicht so wenig oder wohnt ihr in einer völlig überteuerten Wohnung? Die hat uns finanziell eine Zeit lang echt Schwierigkeiten gemacht...

      Unsere Einnahmen liegen auch etwa so hoch wie eure. Mein Mann und ich studieren noch (mein Mann hat nebenbei eine Festanstellung fuer 25 Stunden) und wir haben schon 2011 eine Tochter bekommen. Da lag unser monatliches Einkommen sogar nur bei 1200 Euro. Hat fuer 3 Personen völlig gereicht. Von den 2000 Euro, die wir nun monatlich haben, leisten wir uns neue Möbel, die man in 100 Euro Raten zahlen kann, wir zahlen spezielle Spielsachen für unsere Kleine, die sie braucht auf Grund von Behinderung und haben seit der günstigeren Wohnung sogar noch Geld zun Sparen über...

      Ich frage mich, wie euer Haushaltsplan aussieht und wo euer Geld bleibt *neugierig bin*

      Also mit 2000 Euro steht meines Erachtens eurem Kinderwunsch nichts im Wege. Ihr muesst nur schauen, wo ihr sparen könnt. :-)

      Liebe Grüße

      PS: wir wohnen auch in einer Stadt, in der man locker fuer 3 Zimmer 700 Euro aufwärts zahlt...

      (9) 22.02.14 - 02:51

      Du bist auf einem guten Weg und machst vieles richtig. Überstürze es nicht mit dem Kinderwunsch, ihr seid noch nicht lange zusammen.

      (10) 22.02.14 - 06:23

      Hallo,

      ich würde den Kinderwunsch auch erstmal ein wenig nach hinten schieben, wenn Dir jetzt schon bei euren Einnahmen der Verzicht schwer vorkommt. 29 ist doch eigentlich ein sehr schönes Alter, um Mutter zu werden.

      Schöne gebrauchte Möbel gibt es bei ebay... da kann man auch mal Glück haben oder wir haben auch schon einiges bei kaleidoo gekauft, muss man sich mal etwas Zeit dafür nehmen.

      Langfristig gesehen ist es doch besser, dass Du dich weiterbildest, damit ihr irgendwann nicht jeden Cent umdrehen müßt.

      Das ist eben so und ich denke, auch nicht unbegründet, dass man am Anfang des Berufslebens weniger verdient. Das ändert sich auch irgendwann. Und nach einem Jahr Familie zu planen in so jungen Jahren, halte ich auch für naiv. Sorry...!

      Genießt doch einfach, was ihr zusammen habt, lebt, bildet euch eventuell weiter und lernt euch als Partner doch erstmal richtig kennen.

      Lieben Gruß
      ***

      (11) 22.02.14 - 08:33

      Sooo wenig finde ich eure Einnahmen für zwei Leute jetzt nicht?

      Müssen zwei Autos sein?

      Und was die Flurmöbel angeht - in unserem Flur steht ne Uralt-Kommode vom Dachboden, ein Ikea-Schuhregal, an der Wand Ikea-Garderoben - sicher keine 50 Euro zusammen, und es fehlt uns nix ...

      Auch ein Schreibtisch sollte drin sein, ohne lange sparen zu müssen, es muß ja nicht das Designerteil für 600 Euro sein ...

      • (12) 23.02.14 - 21:38

        Aus Erfahrung kann ich sagen das es manchmal wirklich 2 Autos sein müssen.
        Um meine Ausbildung damals beenden zu können mussten wir uns eins 2 Auto kaufen.
        Warum? Weil es mir unmöglich war mit dem öffentlichem Verkehr pünktlich bei der Arbeit zu sein. Mein Chef hätte sicher nichts dagegen, wenn es 15 min wären. Aber bei 2 Stunden ...? #nanana

        Wir wollen bald umziehen (in max. 3 Jahren) + Hausbau und schaffen damit das 2 Auto ab. Kindergarten, Grundschule, Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden von daher beruhigt es mich schon, das Geld nicht in ein Auto stecken zu müssen.

    (13) 22.02.14 - 10:04

    Es gibt bei den Sparkassen kostenlose Haushalts-/Budgetplaner. Die sind sehr einfach, logisch und strukturiert aufgebaut. Geht in die nächste Filiale und besort euch die Hefte.
    Zahlt ihr bar oder mit Karte?
    Viele die mit Karte zahlen haben am Ende eines Tages gar nicht mehr so den Überblick wieviel sie insgesamt ausgegeben haben ... für lauter Kleinkram der gar nicht auffällt.
    Minimiert die Spritkosten. Holt euch einen Einkaufstrolley (alternativ Rucksäcke) und geht zu Fuß Lebensmittel einkaufen. Und dann die Frage: Braucht es wirklich 2 Autos oder ist das nur aus der Bequemlichkeit heraus begründet?
    Überlegt euch ernsthaft welche Versicherungen Sinn machen und welche man kündigen kann. Manch einer ist wirklich überversichert.

    Wenn ihr wirklich einen ganz konkreten Überblick über eure Einnahmen und Fixkosten habt, dann könnt ihr allen anderen Dingen des tgl Lebens einen finanziellen Rahmen geben.

    LG, Lena

    (14) 22.02.14 - 10:15

    Bist du Zahntechnikerin mit Abschluss? Und dann nur 850 Euro netto? Das finde ich sehr frustrierend an der ganzen finanziellen Misere. Die Zahnärzte haben von
    allen Ärzten das höchste Einkommen, besonders an Zahnersatz verdienen sie gut und zahlen den Technikern einen Hartz4 Satz. Das regt mich am meisten auf.

    Kannst du nicht versuchen einen besser bezahlten Job zu bekommen?

    • (15) 22.02.14 - 11:45

      beauftragen zunehmend "Zahntechniker" die den Zahnersatz lediglich am PC "konstruieren" und diesen dann z.B. in Ungarn anfertigen lassen. Die Kosten liegen dementsprechend deutlich niedriger als hierzulande. Daher ist dieser Berufszweig im Umbruch und die Löhne fallen ins Bodenlose.

      • Das ist leider sehr war... Ungarn, China, Rumänien...

        Das, was wir leisten, wird nicht mehr geschätzt. Und in Zeiten von CAD/CAM und 3D-Druckern wird es umso schlimmer, weil immer mehr ungelernte Billigkräfte eingestellt werden können und für den Rest, der (noch) nicht über eine Maschine gefertigt werden kann werden nur noch eine Hand voll Techniker gebraucht.

        Sehr frustrierend... #heul

    (18) 22.02.14 - 11:50

    Hallo baerlin,

    dazu muss ich zuerst einmal aufklären, dass wir von den Zahnärzten überhaupt kein Geld bekommen. Zahnärzte sind unsere Kunden. Unser Chef ist in der Regel ein Zahntechnikermeister. Wenn der Chef keiner ist, dann muss er wenigstens einen einstellen, sonst darf er kein Labor führen.

    Sprich auch, an den Einnahmen des Arztes sind wir weder beteiligt, noch haben wir etwas davon.
    Auch bekommt er nur das Geld für die Leistung, die er am Patienten erbracht hat. Also das Beschleifen von Zähnen für Kronen und Brücken, Kariesbehandlungen, etc.

    Ich habe schon sehr oft versucht in ein anderes Labor zu kommen. Das Problem daran ist, dass alle die, die ,ebenso wie bei mir, mit etwa drei Technikern zurecht kommen nur unwesentlich mehr bezahlen. Und da lohnt sich der Aufwand nicht zu wechseln.
    Große oder größere Labore gibt es hier vier. Zwei lehnten mich ab, da sie derzeit eher Stellen abbauen. In einem anderen habe ich damals gelernt und werde niemals wieder dahin zurück gehen!! Und das vierte ist mit meinem Lehrlabor sehr gut befreundet, da bin ich auch nicht rein gekommen.

    Der Gedanke des Quereinsteigers bleibt also noch übrig. Doch wie stehen da meine finanzielle Chancen? Ich bezweifle, dass diese besser bezahlt werden als ich im Moment...

    • (19) 22.02.14 - 22:39

      Hi,

      also Deinen vorherigen Antworten nach zu urteilen wirst Du in dem Beruf weder kurz noch langfristig finanziell besser gestellt sein.

      Da bleibt doch eigentlich nur die Variante sich weiter- oder ganz umzuqualifizieren?

      Parallel solltest Ihr vielleicht wirklich nochmal Eure Kosten prüfen! Am besten über einen längeren Zeitraum alles notieren.

      Vielleicht kannst Du einen Termin beim Berufsberater (Jobcenter oder ähnliches) ausmachen? Die haben schließlich den Überblick.

(20) 22.02.14 - 10:32

http://www.gehalt-tipps.de/Gehaltsvergleich/Gehalt/Zahntechniker/8902.html

Schau mal nach, dann siehst du ob sich vielleicht doch ein Umzug lohnen würde.

Heimat ist ja schön und gut. Aber in einigen Bundesländern werden Fachkräfte dringend gesucht und somit auch viel besser bezahlt. Das gleiche gilt für Deinen Partner.

Wenn man also mit der Einkommenssituation nicht zufrieden ist, muss man sie aktiv ändern.

Dein Chef wird Dir nicht mehr bezahlen. Du kannst höchstens eine günstigere Wohnung suchen. Und wie die Vorschreiber schon sagten, schauen, wo Du unnötige Ausgaben vermeiden kannst, aber das ändert ja nichts an dem eigentlichen Problem. Du möchtest mehr Geld, was Dir mehr Sicherheit gibt, gerade im Hinblick wenn ein Kind kommt.

Und Deine Überlegungen sind auch gar nicht so verkehrt.

Man muss ja auch an seine Zukunft denken. Wenn Du jetzt schon kaum mit dem Geld auskommst, wie wird es erst viel später sein? Rente? Bei Deinem geringen Bruttoeinkommen ist die Altersarmut schon vorprogrammiert.

Also überleg gemeinsam mit Deinem Partner, ob ein Umzug in ein anderes Bundesland nicht die vernünftigere Lösung wäre.

Sucht Euch dann erstmal neue Jobs.

Alles Gute!

  • (21) 22.02.14 - 12:33

    Also.... vielen Dank für den Link.... aber ich finde diese Seiten äußerst schwachsinnig.

    Schon allein wenn von einer Stadt zur anderen das DURCHSCHNITTSgehalt von 800 € auf 4000 € (!!!) steigt. Ähm... 4000 €?? Vielleicht das Gehalt vom Laboreigentümer. Das würde ich glauben.

    Ich meine, wenn das der Durchschnitt ist müssen ja einige viel auch noch mehr verdienen... Das ist absolut unrealistisch.

    Ich habe drei Jahre lang in in zwei verschiedenen Bundesländern gelebt und gearbeitet, weg von der Heimat. In Brandenburg war mein Gehalt unwesentlich besser als hier, das Labor nur um zwei Angestellte größer als jetzt., also 6 Leute.
    In Sachsen-Anhalt war ich in einem 40-Mann-Labor und bekam leistungsorientierten Lohn.
    Vom Grundgehalt muss je nach Abteilung das zwei- bis vierfache umgesetzt werden. Von dem was man mehr umsetzt bekommt man je nach Abteilung etwa 20-35% zum Lohn dazu.
    Ich habe dort im Durchschnitt 1200 € pro Monat verdient. Ist halt Abhängig von der Auftragslage. Aber ich habe auch geschuftet wie ein Schwein (sorry), habe Überstunden in Mengen gearbeitet, sodass mein Ex damals alles alleine gemeistert hat: Einkaufen, Haushalt und sogar Kochen. In der Regel war das Essen schon wieder kalt ehe ich nach Hause kam. Dazu kam noch ein Fahrtweg von einer Stunde.

    Klar war das gutes Geld. Aber was hatte ich denn davon? Keine Freizeit und damit auch wenig Gelegenheit es auszugeben. Und wenn dann über Internetshopping, da ich ja dann doch auch mal froh war nicht noch was unternehmen zu müssen sondern einfach mal zu bewundern wie bequem eigentlich so eine Couch sein kann...

    Und dennoch stand stets eines im Raum:
    mein Heimweh...
    Ich hatte gutes Geld, viele Bekannte und ein paar richtig gute Freunde. Doch ich wollte einfach wieder nach Hause.
    Jetzt bin ich wieder hier. Und ja ich musste einiges dafür in Kauf nehmen, auf Dinge verzichten. Doch es müsste sehr viel passieren dass ich meine Heimat wieder verlasse. Und schon gar nicht "nur" weil ich woanders mehr Kohle habe.
    Was ich hier habe ist unersetzlich, begonnen bei meiner Familie. Ich habe nur meine Eltern und die Eltern meiner Mutter. Mehr Mitglieder gibt es nicht. Wir sind alle Einzelkinder. Ich habe hier meine Liebe gefunden. Durch ihn ist meine Familie noch größer geworden.
    Um nichts würde ich das alles je wieder eintauschen wollen!
    Es geht leider nicht immer nur um Vernunft. Gänge es darum wäre ich bei meinem Ex geblieben. Wäre lieber unglücklich mit ihm zusammen aber hätte für mein Leben finanziell Ausgesorgt und nie Probleme gehabt.

    An eine spätere Rente hab ich auch schon gedacht. Aber wer weiß ob meine Generation überhaupt noch Rente bekommt... Nee, wir wollen mal nicht ganz so schwarz malen.

(22) 22.02.14 - 12:53

Hallo Sahne!
Die Frage ist, wo deine/eure Reise hinführen soll. Damit meine ich insbesondere deinen persönlichen Lebensplan. Ihr seid grade mal 1 Jahr zusammen! Es bedeutet aber nicht, dass ich dir deine Träume madig schreiben möchte, sondern dass du etwas "vom Gas" gehen- und vorerst - vielleicht nur - die gute gemeinsame Zeit mit deinem neuen Freund genießen solltest. Der #hund sieht im Übrigen klasse aus!

Dass in einer Lebensgemeinschaft auch das Finanzielle eine Rolle spielt, steht außer Zweifel. Mit 2000 Euro müsstet ihr eigentlich auf den ersten Blick gut klar kommen.
Die sog. Lebenskostenpauschale beträgt bei euch ca. 1100 Euro - Hauptverdiener 650, du 350 Euronen. Hierbei sind die Kosten für 1 Fahrzeug inbegriffen. Ob ihr noch Kreditraten zu bezahlen habt oder ob weitere regelmäßige Kosten anfallen, wie z.B. Zigaretten und/oder Abos für Zeitschriften, usw., hast du in deinem Beitrag nicht erwähnt.

Fakt ist jedoch, wer mehr am Monatsende im Portemonnaie haben will, der muss entweder mehr leisten, oder die Kosten reduzieren. Dein Freund arbeitet noch nebenberuflich. Warum du nicht? Geht mich zwar nichts an, kann mir auch diesbezüglich die Überlegung vorstellen, dass du dann um den Verlust der staatlichen Zuwendung fürchtest.

Letztendlich geht es drum, eine Entscheidung zu treffen. Möchtest du weiterhin den Mangel verwalten, oder dich der Herausforderung - manche nennen es auch: "Problem" - stellen? Dich z.B. weiter beruflich zu qualifizieren ist eine großartige Idee!
Du könntest diesbezüglich vorab prüfen, ob die von dir in Erwägung gezogene Fortbildung staatlich gefördert wird.

Meine Frau hat 5 Jahre lang studiert, 6 Tage die Woche gejobbt und ein Kind versorgt. Zeitgleich baute ich meine erste Firma auf. Geld hatten wir kaum, anderweitige finanzielle Hilfen keine! Dafür aber gemeinsame Ziele und... unseren kleinen Sonnenschein sowie uns selbst. Den ersten "richtigen" Familienurlaub machten wir mit 36!

Daher: Bleib locker, vergiss aber nicht dafür was zu tun!
Alles Gute!#winke#klee

(23) 22.02.14 - 16:48

Wir sind mit ähnlich viel Geld super klar gekommen!

Ich 600 Euro, mein Mann 1500 in Wechselschicht, zwei Autos (habe das von meinem Vater "geerbt" als der ins Altenheim musste und brauche es auch um ihn da zu besuchen), 570 Euro Warmmiete.

Ohne uns dafür groß krummlegen zu müssen können wir 150 Euro im Monat sparen, ich denke, wenn wir uns ein wenig Mühe geben würden wären auch 250 Euro möglich.

Wir leisten uns oft kleinen Luxus wie Essen gehen oder Ausflüge, nen Tag in einer Therme etc. und müssen rein gar nicht sparsam sein.

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