Partner mit PTBS

    • (1) 01.03.14 - 15:04
      PTBS_Partner

      Hallo Zusammen,

      mein Mann war lange im Rettungsdienst beschäftigt. Aufgrund der vielen schlimmen Dinge die er gesehen und erlebt hat ist er inzwischen an PTBS erkrankt und kann in seinem Beruf auch nicht mehr arbeiten. Die Erkrankung hat sich massiv auf unsere Ehe ausgewirkt. Er ist manchmal zurückgezogen, abweisend, kalt, depressiv, agressiv.... Reha, ambulante Therapie, EMDR, Eheberatung, Kommunikationsseminar, ... wir versuchen alles, damit die Ehe überlebt. Ich habe meine Hoffnung an jede Maßnahme geklammert und ein paar Dinge sind auch besser geworden. Ich habe das Gefühl emotional zu verhungern, an Sexualität ist schon lange gar nicht mehr zu denken. Ich habe ein WG-Gefühl, dass macht mich unendlich traurig, teilweise schon selbst depressiv.
      Der einst liebevolle zärtliche Mann, den ich geheiratet habe ist nicht mehr da. Die Eheberatung sagt, ich muss für mich entscheiden, ob mir das reicht. An manchen Tagen ja, an manchen Tagen eben nicht und niemand kann sagen, ob bzw. wie weit es sich noch verbessern kann. Ich hab für die "guten und schlechten Zeiten" unterschrieben. Ich finde es nicht richtig, einen Partner zu verlassen, weil er krank wird. Ich habe aber auch noch nicht den Schlüssel gefunden "gut damit leben zu können". Freue ich über Tipps oder Erfahrungen.

      • (2) 01.03.14 - 16:05

        Ist er noch in Therapie? Nimmt er Medikamente?

        • (3) 01.03.14 - 16:34
          PTBS_Partner

          Hallo, ja er ist noch in Therapie, Medikamente hat der Therapeut nicht verordnet... EMDR läuft zusätzlich zur Therapie, spezielle Traumabewältigung....wir gehen auch noch immer zur Eheberatung, dass ist eher eine Qual für ihn bzw. wird ihm zu viel. Er nimmt sehr viele Medikamente wegen weiterer Erkrankungen, aber nicht psychisch. An den guten Tagen ist alles "normal" und wir lachen auch, an den schlechten Tagen könnte ich nur weinen.

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