Muster durchbrechen

    • (1) 14.03.14 - 21:08

      Hallo liebe Urbia Gemeinde,

      ich stolpere hier immer wieder über Beiträge, die einem dazu Raten das Muster durchzubrechen, das Beuteschema zu ändern.

      Ich glaube das habe ich ein wenig auch, das falsche Beuteschema. Irgendwie treffe ich oft auf die falschen Männer, die aber untereinander ähnliche Charakterzüge haben.

      Es ist jetzt nicht ganz schlimm und ich bin nicht unglücklich, hab eine tolle "Beziehung light" und ziemlich zufrieden mit dem Rest. Dennoch möchte ich irgendwann was ernstes und scheine ich immer den "falschen" auszusuchen.

      Nun meine Frage: wie sollte genau dieses "Muster durchbrechen" funktionieren...?

      Denn ich mag einen bestimmten Typ Mann. Optisch aber auch was den Charakter angeht. Wenn der Mann nicht so ist, empfinde ich keine Anziehung. Also Körperlich nicht.

      So. Angenommen, ich treffe morgen einen Mann, nett, sympatisch und überhaupt nicht mein Typ. Soll ich mir dann aufzwingen, den weiter zu treffen? Bis... ja bis wann? Fängt mann (Frau) dann irgendwann an, den "gut" zu finden? Wie passiert das denn?

      Versteht ihr was ich meine?

      Wie gesagt, nichts dringendes, interessiert mich aber dennoch ;-)

      K

      Es gibt da so einen Spruch der sagt: nicht das Aussehen entscheidet wen wir lieben, sondern die Liebe entscheidet wen wir schön finden. Klingt schnulzig ja, aber ich hatte die besten und längsten Beziehungen mit Männern die keine "Schönheit" waren sondern eher Charakterköpfe.;-) Die, die ich lieben GELERNT hab' und nicht die, die ich sah und dachte: #schwitz
      Natürlich waren das keine Männer die mich auf den ersten Blick abgeschreckt haben :-p- Sympathie und evtl eine Anziehungskraft waren schon immer von Anfang an vorhanden... Aber hauptsächlich entwickelte sich das erst nach vielen Geprächen, Unternehmungen usw. Ich habe mehrere Freundinnen die haben ihren Typ und es geht immer schief. Wirklich immer. Die gehen immer in die gleichen Discotheken in denen immer der gleiche Typ Mann unterwegs (Südländer, Muckis, Glitzerohrring, Rosenkranz um den Hals...#rofl) ich wünsche vor allem dieser einen Freundin, dass sie eines Tages endlich mal ihr Muster durchbricht und bin selbst froh dass ich niemals so auf Äußeres bedacht war.

      • "aufs Äußere bedacht" bei Südländer, Muckis, Glitzerohrring und Rosenkranz um den Hals? Gerade WEIL ich aufs Äußerre bedacht bin, würde ich bei so einem Typen schreiend weglaufen! #schock

    (6) 14.03.14 - 22:26

    Ja, ich weiß genau, was du meinst und ich frage mich das auch immer wieder... einfach mal so "Beuteschema ändern", klar, kein Problem. Bin mal gespannt, was hier für Tipps kommen. ;-)

    Ich hab da immer so ein kleines Horrorszenario vor Augen. Ich lerne einen wie von dir beschriebenen Mann kennen und sage mir, dass der es jetzt sein muss, schließlich ist der sehr nett und so schlecht sieht der auch nicht aus, also stell dich nicht so an, und verlieb dich! Sicherlich kann man sich irgendwie selber was vormachen, aber wie lange denn? Irgendwann heiratet man - schließlich ist der Mann ja sehr nett und zuverlässig - und bekommt Kinder - er wäre ein toller Vater, so liebevoll und bodenständig - und im Endeffekt sitze ich da mit meiner kleinen Familie und langweile mich zu Tode und flüchte dann aus dieser heilen Welt und dann bin ICH das Arschloch.

    Was bestimmt sinnvoll ist : nicht zu oberflächlich sein. Also nicht denken "der hat 20kg zu viel, der ist raus" oder "blonde Haare mag ich gar nicht, will ich nicht" oder "Versicherungsvertreter? Langweilig, next!". Wenn man so eingestellt ist, entgeht einem sicherlich einiges, denn viele Menschen sind ja bekanntlich nicht so, wie man anfangs meint. Vielleicht wird keine Beziehung draus, aber eine gute Freundschaft? Und vielleicht merkt man ja tatsächlich irgendwann, wie toll der andere ist, obwohl man es sich zuerst nicht vorstellen konnte, dass da auch nur iiiiiirgendwas laufen könnte; ist mir mal passiert (allerdings war ich da 16, ich weiß nicht ob das zählt #schwitz).

    • - ..., also stell dich nicht so an, und verlieb dich! -

      Nein natürlich funktioniert das so nicht :-p aber man kann den Dingen auch einfach seine Zeit lassen, den Menschen hinter der Fassade kennenlernen. Und entweder verändert sich dann was, oder auch nicht.

Hallo

im Idealfall erkennst du irgendwann das Muster, das ja nicht an Äußerlichkeiten festgemacht sein muss.Bei mir war das früher z.B. der Typ einsamer Wolf, ziemlich schweigsam, mysteriös und ( wie ich es heute sehe) eher wenig kommunikativ.Kein Wunder das es nicht klappte.Außerdem gab es noch gewisse Oberflächlichkeiten im Charakter, mit denen ich eigentlich nicht zurechtkam auf Dauer.Natürlich gibt es wirklich sehr attraktive Mr. Arschlochs, die in jungen Jahren irrsinnigerweise magisch anziehend erscheinen.
Irgendwann ist aber auch mal gut und man hat aus seinen Erfahrungen gelernt.
Sicherlich wird man sich nicht zwangsläufig in den netten, treusorgenden, alltagstauglichen Mann verlieben.Das gewisse Etwas muss er schon haben.
Aber es gibt gute Typen, die auch optisch gefallen..
Kommt halt nur sehr selten vor.#rofl;-)
Das Aussortieren auf Grund charakterlicher Unzulänglichkeiten erfolgt (hoffentlich)irgendwann automatisch.

L.G.

  • (9) 15.03.14 - 07:41

    Für mich kommt es aufs Gesamtpaket an. Klar darf er nicht zum Weglaufen aussehen, aber ich muss mich auch nicht auf den ersten Blick verlieben, denn solche Typen überleben den genaueren Blick meist eh nicht. Habe das so oft schon erlebt, dass ich Menschen - Männer wie Frauen - kennenlernte, wo ich beim ersten Sehen dachte "Wow! Was für ein schöner Mensch!", und dann beim näheren Kennenlernen hatte man sich an der Optik nach 2-3x sehen sattgesehen, und wenn dann nicht noch MEHR rüberkommt (nennen wir es Charisma), dann gibts nix langweiligeres, als einen schönen Menschen, der sich auf seiner Optik, ausruht.

    Andersrum habe ich schon viele Menschen kennengelernt, wo es genau andersrum, war, auf den ersten Blick sieht man nur irgendeinen Makel (zu dick, zu klein, die Augen zu eng zusammenstehend oder oder oder), lernt denjenigen dann aber näher kennen und dann merkt man, er/sie ist witzig, intelligent, empathisch, und den Makel, ja, hmm, komisch, der fällt einem nach 2-3x treffen gar nicht mehr auf, und dafür sieht man plötzlich, was der für ein schönes Lachen hat etc. ...

    Von daher: Muster durchbrechen kann man nur, wenn man jedem Menschen, den man kennenlernt, sofern man ihn nicht gleich auf Anhieb zum weglaufen findet, auch die Chance gibt, ihn kennenzulernen. Und vielleicht auch mal einfach z.B. in der Disco nicht dem Supertypen nachschmachten, der schon 10 Andere am Hals hängen hat, sondern dem schüchternen Freund von ihm ne Chance geben, IHN mal kennenzulernen, auch wenn er neben seinem Freund nicht auffällt - aber vielleicht blüht der ja auf, wenn er NICHt im Schatten des omnipräsenten Kumpels steht. ;-)

(10) 15.03.14 - 09:04

Guten morgen!

Ich glaube ihr habt mich nicht ganz verstanden- es geht mir nicht unbedingt um das äußere Muster, sondern um das Charakter der Männer...

Klar habe ich meine Vorlieben, was das aussehen angeht, sie sind aber ganz sicher von dem Mode-Katalog-Hübschling-Mit-Waschbrettbauch entfernt. Groß und kräftig, bevorzugt blond oder rothaarig, gerne ein paar Kilo zu viel, sehr dünn mag ich nicht. Gepflegt. Viel mehr ausseh Vorlieben hab ich nicht.

Nein, es geht mehr um den inneren Muster. Ein paar Postings unter mir gibt es "wer vertraut ist doof", da wird auch oft zum Muster durchbrechen geraten. Sowas meinte ich.

Ich tendiere zum Typ großkotziger Arschloch mit kleinem Selbstwertgefühl. Den schlimmsten hatte ich damals geheiratet. Hinterher weiß ich es, vorher nicht, irgendwe erscheinen sie mir cool, intelligent, offen. Am Anfang bin ich begeistert, das großkotzige merke ich nicht. Bei meinem ex mann habe ich es sogar geschaft, es ewige Jahre nicht zu merken, nicht merken zu wollen.... Danach gab es 2 die auch in die Richtung gingen, einer davon auch recht schlimm. War keine Beziehung, ich hielt es für Freundschaft mit kleinem +, am Ende war es ein richtiger Arsch, zum Glück habe ich es gemerkt und die Freundschaft gekündigt...

Ja, es scheint also hier ein Muster zu geben. Und nu???

LG

  • (11) 15.03.14 - 09:12

    Hm, komisch, wenn du schon mehrfach das hattest und eigentlich nicht magst, müsstest du ja eigentlich aus der Erfahrung inzwischen gelernt haben und die "Schweine" zukünftig schon am Gang erkennen, wie man so schön sagt.

    Da hilft wohl nichts, als einfach auf die Warnzeichen BEWUSST zu achten. Großkotzigkeit fällt ja meist ziemlich schnell durch eine große Klappe auf, da musst du dann einfach bewusst drauf achten, wenn einer schon anfängt mit "mein Auto, mein Haus, mein Boot", ich hab... ich kann... ich bin... dann weißt du es doch schon, dass du wieder so einen Typen an der Angel hast.

    Kann ich ehrlich nicht ganz verstehen, wenn man das an einem Menschen im Grunde gar nicht MAG, warum man an solche dann immer wieder gerät?! Ich falle wohl aus dem Muster, ich habe aus jedem meine Ex-Freunde gelernt, was ich NICHT will, und mir beim nächsten Mal ganz bewusst das ziemliche Gegenteil davon gesucht! z.B. war mein erster Freund auch ein ziemlicher Blender und Großmaul, der 2. war total schüchtern und zurückhaltend, der 3. ein Knacki und Schlägertyp, der 4. die Sanftmut in Person, der 5. der totale Draufgänger, und der 6. Mr. Obertreu - den hab ich geheiratet! ;-)

    (12) 15.03.14 - 09:41

    Hallo,

    ich habe durchaus verstanden, dass es nicht das Äußere ist, wo du "Muster" durchbrechen möchtest. :-)

    In meinen Beziehungen gab es zum Glück kein durchgängiges Muster bei den Männern. Allerdings hatte ich, so im Nachhinein betrachtet, ganz oft eine Fehlentscheidung getroffen. Meine erste Ehe war eine der größten Fehlentscheidungen. Und ich stand vor dem Standesbeamten und wollte tatsächlich "Nein" sagen. Ich wusste, ich mache einen Fehler ( es war KEINE Angst vor der Ehe).

    Ich habe manchen Männern keine Chance gegeben, wenn ich der Meinung war, dass sie mich eigentlich nur als gute Freundin betrachten und ich ihr Verhalten nur als kleine Schwärmerei für mich gedeutet habe. Das war ein großer Fehler. Manche Komplimente anderer, neuer Bekanntschaften, schienen mir wichtiger. Vielleicht war ich nicht mutig genug, eine Freundschaft für tiefere Gefühle zu riskieren.

    Mittlerweile, dem "hohen" Alter (Ü40) geschuldet, sehe ich vieles klarer, was mich und meine Bedürfnisse angeht. Und bei einer erneuten Partnersuche würde ich mich nicht mehr vom ersten Eindruck blenden lassen. Ich würde mir das Umfeld, die Freunde und Familie des Mannes anschauen. Seine Hobbies und die Art, wie er sich anderen gegenüber verhält. Sollte es etwas geben, was mich irritiert und mir nicht gefällt, dann rechtzeitig den Schlussstrich ziehen. Manchmal wissen wir schon vom Bauch her, was gut für uns ist oder nicht.

    Guten Morgen,

    ich habe damals meine Muster durchbrochen, als ich mir klar gemacht habe, was ich nicht mehr wollte... und plötzlich hab ich mein Muster durchbrochen. Wenn mein sein Muster erkennt und sich bewusst macht, was einen nicht glücklich macht, ist es eigentlich fast schon einfach.

    Heute sind es die Menschen, ob Frau oder Mann, die mich faszinieren, die etwas ausstrahlen, Tiefgang haben, verläßlich sind... da spielen Äußerlichkeiten eine untergeordnetet Rolle.

    Es ist schon ein guter Anfang, wenn man anfängt, sein Muster zu hinterfragen. Ach ja, und für mich absolut noch immer wichtig und richtig: Gefallen macht schön :-)

    LG Joana

    Ich glaube es ist nicht damit getan zu erkennen, wie dein typisches Beuteschema aussieht, sondern warum du so auf solche Männer abfährst.

    Anscheinend wirkt ein cooler, intelligenter und offener Mann besonders attraktiv auf dich. Vielleicht aber auch, dass du in diesen vermeintlich starken Männern die Schwächen entdeckst?

    Wie auch immer die Hintergründe sind, wichtig ist, dass du herausfindet, was deinem beuteschema zugrunde liegt und dann kannst du schauen, wie du diese Bedürfnisse auch anders befriedigt bekommst, was du vielleicht aufarbeiten musst.

    Ich hatte zum Beispiel mal eine Affäre mit einem gebundenen Mann ohne es zu wissen, dass er eine Freundin hatte. Als es dann rauskam war es zu spät, ich war heillos verknallt. Die ganze Sache war kurz danach aber zuende, ich kam da einfach nicht mit klar.

    Trotzdem habe ich mich zwei Monate später wieder auf einen gebundenen Mann eingelassen und mittlerweile glaube ich, dass es mir nur darum ging in diesem Fall zu "gewinnen" und diesmal die zu sein, die den Mann für sich gewinnt.

    Damals war mir das überhaupt nicht klar, ich fand ihn ganz großartig.

    Guten Morgen,

    Ich denke, Muster durchbrechen ist schwer, aber machbar. Dir muss klar werden, WARUM du dieses Muster hast. Was für eine Aufgabe (klingt doof, ist aber so) soll der Kerl in eurer Beziehung und in deinem Leben übernehmen, und warum? Warum "muss" der Mann so sein? Was macht das mit dir, was gibt dir das?
    Das ist na klar alles sehr verkopft, aber so ist das eben, wenn man "Gewohnheiten" erkennen und ändern möchte.

    Weisst du, es gibt ja (auch wenn das bei einigen Usern so klingen mag) nicht nur (coole) Arschlöcher und (langweilige) Softies auf der Welt. Es gibt auch noch tolle Menschen, die zufälligerweise dann noch MANN sind (wow, für eine Frau der Sechser im Lotto).

    Und es geht beim Muster durchbrechen nicht darum, generell das Gegenteil von dem zu "nehmen", was man vorher hatte und jetzt nicht mehr will.

    Ich denke, es geht eher darum, den Gegenüber erst einmal mit anderen Augen zu sehen, es geht darum, seine eigenen Beziehungsmuster zu hinterfragen, seine Rolle in der Beziehung.

    Warum will Frau X einen Angeber, immer wieder? Weil er stark erscheint? Weil er die Blicke der anderen auf sich zieht? Weil er eine Wunschvorstellung "wir haben etwas, schaut her, wir haben" verkörpert?

    Ich mache nicht in "Beziehungsmuster", es ist aber eine spannende Geschichte.

    Beziehungsarbeit, Arbeit an der eigenen Psyche.

    Kulka, ich sage es dir jetzt: Vielen Menschen, die eines ihrer Muster durchbrechen wollen (manche Muster sind ja ganz okay, die kann man, wenn man will, erkennen und so lassen), gehen erst einmal in Therapie, um zu erkennen:
    Was, warum, weshalb, wieso (und so weiter)?
    Und dann gehen sie bewusster an die Sache Beziehung, und denken vielleicht "warum nehme ich immer den grosskotzigen Mann und nicht auch einmal den ruhigen, selbstkritischen? Ich mache es jetzt mal anders, wir werden sehen was passiert. Bei dem einen Typ Mann WEISS ich ja im Prinzip, wie die Beziehung da läuft, jetzt soll es mal anders sein."
    Du sagst, nur dieser eine Typ zieht dich auch sexuell an. Ist das wirklich so? Und wenn ja, WARUM? Hinterfrag das mal, denn es kann durchaus sein, dass das nur vorgeschoben ist, wenn auch unbewusst.

    Vielleicht hilft es dir, wenn du dazu ein wenig liest? Ich mag ja diese BestsellerRatgeber nicht so sehr, aber im Netz finden sich auch fachlich ausgearbeitete Artikel zur Thematik. Therapeuten, die aus dem Nähkästchen plaudern. Manchmal hilft ja schon das Lesen, sein eigenes Verhalten etwas zu ändern.

    So viel dazu, viel Erfolg dir!

    White

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