Ist es normal sich zwischendurch zu vergucken?

    • (1) 15.03.14 - 12:06
      Mal_so_

      Hallo Ihr Lieben

      Hatte gestern eine Unterhaltung mit meiner liebsten Freundin und sie meinte das es in langjährigen Beziehungen normal wäre sich zwischendurch mal zu vergucken. Zb. Netter Arbeitskollege, Kunde, oder Patient, man träumt ein paar Tage Wochen Monate vor sich hin, wird beachtet und fühlt sich beschwingt.

      Ich weiß nicht, aber ich hab mir an so einem Punkt meist entweder die Finger verbrannt oder alles in Frage gestellt. War ich zu dumm zu verstehen das sowas vorbeigeht oder am Ende normal ist? Bin ich naiv, wenn ich finde meine Gedanken sollten Hauptsächlich meinem Partner gewidmet sein? Sie sagte zur Bestätigung, doch die bekomme ich Zuhause ja.

      Wo läuft der Hase lang?
      Wie ist das denn bei Euch Männern?

      • (2) 15.03.14 - 13:21

        Also, mir geht es auch wie dir, ich kann das nicht, unverbindlich flirten - entweder ich habe eine glückliche Beziehung, dann ist mir jede Flirtattacke anderer Männer fast schon zuwider, ich lasse jeden Flirtversuch gnadenlos abblitzen und zeige zur Not stolz Fotos von Mann und Kindern, damit auch der letzte Honk versteht, dass ich kein Interesse habe. ;-)

        Oder es ist nicht alles im Lack, dann bin ich vielleicht offen fürs Flirten, aber im Grunde, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, WILL man es gar nicht bei Flirten dann belassen und verbrennt sich dann entweder die Finger, wenn der Flirtpartner (auch) mehr will, oder man wird kreuzunglücklich, weil man das, was man da bekommt, ja eigentlich viel lieber beim EIGENEN Mann finden würde. #gruebel

        Ich habe auch so eine flirtmäßig sehr offene Freundin. Sie sagt auch immer, sie will ja nur flirten, sich ein bisschen kribbeln holen etc. pp., und was war? Schon 2x hat sie durch so einen anfangs angeblich harmlosen Flirt am Ende "Bäumchen wechsel dich" betrieben und den aktuellen Mann für den Flirt verlassen. Dann ist sie wieder eine ganze Weile treu, bis es wieder losgeht, dass ihr das Kribbeln fehlt, und dann sucht sie sich wieder ihre Flirts.

        Das habe ich bei ihr schon 2x jetzt mitbekommen in 20 Jahren, die wir uns schon kennen, und aktuell ist sie seit einigen Monaten wieder im Flirtmodus, also, mir tut der aktuelle Mann jetzt schon Leid, weil ich denke, über kurz oder lang wird aus einem Flirt wieder was Ernstes bei ihr.

        Ich denke daher nicht, dass WIR was falsch machen, sondern dass wir uns nur selbst nichts vormachen! Wer ständig dafür offen ist und das Bedürfnis hat, mit anderen zu flirten, bei dem fehlt was in der eigenen Beziehung, ist meine Meinung. Mag sein, dass manche sich damit arrangieren können zu sagen, Appetit hol ich mir woanders, aber gegessen wird zu Hause. Für MICH ist das nichts, ich geh ja auch nicht ins Gourmet-Restaurant, schnupper am leckeren Lachsfilet, um dann nach Hause zu gehen und mir einen Heringstip aufzumachen! ;-)

        • Ich musste ein wenig Schmunzeln über deinen letzten Satz.

          Also ein Flirt außerhalb der Beziehung wäre dann das schnuppern am Lachs, und das machst du lieber nicht, da du weißt, dass dich Zuhause nur heringsstip erwartet und du so gar nicht erst in Versuchung kommst bzw. Dir gar nicht erst bewusst wird, was du an zweiter Wahl Zuhause sitzen hast?

          Oder geht es dir wie mir, dass ich heringsstip wirklich sehr sehr gerne esse?

          • LOL, ich meinte das so, dass ich zusehe, dass ich den Lachs zu Hause habe und mir den Appetit drauf nicht draußen holen muss... Wobei ich den Heringstip auch manchmal dem Lachs vorziehen würde, je nach Laune. ;-)

        (5) 15.03.14 - 19:34

        Die TE hat nichts von "unverbindich flirten" geschrieben, sondern nur davon, sich mal zu vergucken. Das kann man auch, ohne großartig viel mit der Person zu sprechen, geschweige denn zu flirten.

        >>>Wer ständig dafür offen ist und das Bedürfnis hat, mit anderen zu flirten, bei dem fehlt was in der eigenen Beziehung, ist meine Meinung.<<<

        Meiner Meinung nach interpretierst du den Beitrag der TE vollkommen falsch.

        • (6) 15.03.14 - 20:12

          "Sie sagte zur Bestätigung, doch die bekomme ich Zuhause ja."

          Wie bekommt man denn Bestätigung durch flirtloses Anschmachten eines Arbeitskollegen o.ä.? Bestätigung setzt flirten voraus, und ein Gegenüber, das auf den Flirt eingeht, oder? Ich denke daher nicht, dass ich das vollkommen falsch interpretiert habe. Ich habe scheinbar nur ALLES gelesen! ;-)

        • (7) 15.03.14 - 20:51

          Richtig!
          Ich rede nicht von dem Flirt im Sinne von schreiben, FB, etc oder sich treffen.
          Ich rede davon sich zu sehen, weil man im Alltag an diesem Ort sein MUSS. Bahn, Bäcker morgens, Kind zur Schule. Und es dann bei beiden total britzelt. Man kann es garnicht übersehen.

          • (8) 15.03.14 - 21:15

            Wenn es bei beiden total britzelt, ist es doch ein Flirt. Anschmachten ist, wenn ich jemanden anhimmel, der davon weder was weiß noch groß was davon merkt.

            • (9) 15.03.14 - 21:39

              Es wird sich sogar nacheinander umgedreht und beide schauen ob der andere noch schaut. Laut Knigge ja nicht das wahre.

    (10) 15.03.14 - 13:46

    Was du schreibst gibt es auch bei Männern klar.
    Ich denke sogar das es bei Männern noch weiter verbreitet ist als bei Frauen.
    Es gibt aber bei beiden Geschlechtern solche und soche.
    Ich denke oftmals ist flirten eine Macht der Gewohnheit mit der Sucht nach
    dem Kick. Und wer einen Partner hat mit dem man rundum glücklich ist
    und den täglich kick einfach mit dem Partner lebt , der braucht kein
    flirten oder fremdgehen mit anderen Partnern , wozu auch ??
    Ich sehe das zumindest aus meiner Erfahrung so heraus.
    Ich würde es auch als unangenehm empfinden von anderen Frauen angeflirtet
    zu werden wenn ich in einer Beziehung bin die mir alles gibt was ich mir wünsche
    Ich denke schon das das da Lebensgewohnheiten und Suchtverhalten
    der Hauptgrund für Seitensprüng sind sofern natürlich keine
    Unzufriedenheiten mit dem festen Partner da sind.

    (11) 15.03.14 - 14:06

    Ich finde es ok auch in einer langjährigen Beziehung mal einen kleinen Flirt zu haben, solange man nicht mehr daraus macht als es ist.
    Ich kann nur von mir sagen das ich das ein oder andere mal durchaus schon geflirtet habe in den über 10 Jahren in denen ich und mein Mann zusammen sind.
    Deswegen bin ich Zuhause weder unglücklich noch potenzielle fremdgängerin, ich laufe bloß nicht mit Scheuklappen durch die Gegend.
    Umgekehrt macht es mir auch nichts aus wenn mein Mann mal der einen oder anderen hinter her schaut, solange es dabei bleibt.

    LG

    Hallo,

    man kann sich doch auch in jemanden vergucken ohne mit ihm geflirtet zu haben und man kann mit jemanden flirten und sich keineswegs in ihn vergucken.

    Ich denke es ist ganz normal, dass einem Männer (oder auch Frauen) begegnen, die man attraktiv findet. Und ein kleiner Flirt ist für mich auch völlig normal. Dazu gehört aber für mich schon ein kleines Kompliment, ein Lächeln, eine nette Bemerkung.

    Für mich persönlich ist da Schluss, wenn es plötzlich in eine eindeutige Richtung geht, wenn der nette Kollege plötzlich mit Sprüchen rüberkommt a la "Mit Dir könnte ich mir ja auch mehr vorstellen" oder ähnliches oder wenn man merkt, dass man, obwohl alles völlig unverfänglich und ohne Unterton mit dem anderen Menschen verläuft, stärkere Gefühle entwickelt, die Einfluss auf die eigene Beziehung haben.

    Diese Grenzen muss aber jeder für sich finden.

    Naja, jetzt ist ja die Frage was du mit "vergucken" meinst.

    Ich war während meienr Ehe nie in eine andere Frau verliebt. Ich habe mich durchaus mit Frauen unterhalten und es gab Frauen die ich nett fand. Oft genau die Frauen mit denen auch meine (Ex-) Frau gut klarkam.
    Geflirtet habe ich nie.

    Meine (Ex-)Frau hat mich immer mal damit aufgezogen, dass sie mich nach Feiern oder bei anderen Gelegenheiten darauf hinwies, dass da durchaus Frauen waren die versucht haben mit mir zu flirten aber offensichtlich waren meine Antennen während der Partnerschaft ausgeschaltet.

    Ich habe während unserer Ehe aber auch nichts vermisst, hatte also eigentlich keinen Grund, mich zu vergucken.

    • (14) 16.03.14 - 00:03

      Wenn Du das so schreibst erinnert mich das an das was mein Partner immer sagt, der sagt er denkt garnicht drüber nach, ob ihn jemand anflirtet oder nicht. Er braucht das nicht und denkt das er das deshalb garnicht wahrnimmt, ob da was ist. Er scheint auch zufrieden.

      • (15) 16.03.14 - 08:19

        Ja, das scheint er wirklich zu sein, da seid Ihr dann genau wie mein Mann und ich auch - wir brauchen und suchen das nicht, weil wir zufrieden sind, und wenn wir anfangen, es zu brauchen und zu suchen, wäre es ein Warnsignal, dass was in der Beziehung fehlt. Was soll daran verkehrt sein? ;-)

        • (16) 16.03.14 - 20:01

          Auf euch und eure Beziehung mag das zutreffen, aber es ist ja nun nicht allgemeingültig.

          Es gibt Menschen, die flirten einfach gerne. Ohne Hintergedanken und auch ohne, dass ihnen etwas in ihrer Beziehung fehlt.

          Also bitte keine Pauschalisierungen.

(17) 15.03.14 - 23:39
blackisbeautyful

Hey,

ach ja ich hatte das hier und da auch hin und wieder mal.
Es ist nie was gelaufen aber mein Gott wenn man dann gerne zur Arbeit geht weil der Arbeitskollege immer sehr nett ist.

  • Also, ich rede mal von mir.
    Ich habe eine 16-jährige Beziehung hinter mir. In dieser habe ich mich öfter mal verguckt (eigentlich auch schon nach 2 Jahren).
    Dann kam eine 10-jährige Beziehung. In dieser habe ich mich nicht verguckt.
    Ich weiß jetzt für mich, wann ich jemanden wirklich liebe.

(19) 15.03.14 - 23:46

Es kann mal passieren, dass man für jemanden ein wenig schwärmt oder sich verguckt.

Nur sollte man sich soweit im Griff haben, dass man für das bisschen Gefühlschaos nicht gleich seine Beziehung, Familie usw aufs Spiel setzt.
Ein bisschen mal schwärmen oder umschwärmt werden ist mal schön und auch ein netter Egostreichler.

Wenn es in der Beziehung auf allen Ebenen stimmt..........kommt sowas nicht vor.

(21) 16.03.14 - 10:07

Ich bin mit meinem Mann seit 35 Jahren zusammen - laufe aber deswegen doch nicht mit Scheuklappen durchs Leben.
Da ich lebenslang nur mit Männern arbeite, waren da durchaus welche dabei, bei denen man ins Sinnieren (oder auch Träumen) kam. Warum auch nicht ? Das ist doch erst das Salz in der Suppe des Lebens.
Bißchen lachen, bißchen flirten - na und ? Deswegen bin ich mit keinem einzigen nicht mal ausgegangen oder ähnliches. Dafür war nur mein Mann zuständig :-D
Ich gehe zwar nun straff auf die 60 zu - aber ich bin doch nicht tot - oder blind.
Auch heute gefallen mir noch gepflegte humorvolle Männer und ich unterhalte mich sehr gerne mit ihnen. Warum auch nicht ?
Das gleiche Recht hatte mein Mann übrigens lebenslang auch ! Und auch er hat es wahrgenommen.
Wichtig ist doch, dass man weiß, dass man verheiratet ist.
Ich finde es sogar ziemlich bedenklich, wenn ein Partner beansprucht, dass der andere nur noch lebenslang Augen für ihn hat - und nicht auch noch mit anderen Menschen Spaß haben darf. Solche landen doch unweigerlich frustriert bei urbia #rofl (Ironie off) #freu
LG Moni

  • "Ich finde es sogar ziemlich bedenklich, wenn ein Partner beansprucht, dass der andere nur noch lebenslang Augen für ihn hat - und nicht auch noch mit anderen Menschen Spaß haben darf"

    Das Interessante daran ist, dass manche Partnerin oder Partner genau dieses für sich beansprucht und sich selber auch daran hält. Aber, leider, sich der andere seine/Ihre eigenen Freiräume in diesem Bereich sucht. Nicht nur beim Schwärmen oder Flirten bleibt.

    Meine Lebenserfahrung und gewisse Erlebnisse haben mir schon sehr deutlich gezeigt, dass dieser Wunschgedanke nicht immer mit dem Partner geteilt wird. Das wirkliche Traurige daran, der "betrogene" Partner weiß es nicht und erzählt in netter Runde, wie sehr man sich doch liebt.

    Viele Grüße

    rabe0510

(23) 16.03.14 - 11:31

Hallo,

ich finde es nicht schlimm, dass man ab und an für jemanden außerhalb der eigenen Partnerschaft schwärmt. Ich habe das auch schon getan und es hat mir nicht geschadet. Ganz im Gegenteil. Schwärmerei löst einen vom Alltagstrott los und ich finde, man achtet wieder mehr auf sich und fühlt sich (noch ;-)) attraktiver. Sei es, dass man neue Impulse für die eigene Partnerschaft bekommt oder sich (ganz banal) was Schickes zum Anziehen gönnt.

Wenn die eigene Partnerschaft aber bereits aus anderen Gründen gefährdet sein sollte, dann ist die "Schwärmerei" anders zu bewerten. Dann ist das eine Flucht vor dem Alltag und die Angst sich mit den wahren Problemen auseinanderzusetzen. Ich denke, dass ist hier aber nicht die Frage.

Flirten und schwärmen können das Leben bereichern. Ich suche es nicht zwanghaft. Wenn es dazu kommt, dann genieße ich die Situation. Manchmal haben die Menschen Angst oder Zweifel in einer Partnerschaft dabei, die sich selber unsicher fühlen. Wer die Moral am höchsten hebt, hat die meiste Angst davor, dass der eigene Partner solchen Versuchungen und dem "Mehr" nicht widerstehen kann. Ein gesundes Selbstbewusstsein wirft eine Schwärmerei nicht aus der Bahn.

Viele Grüße

rabe0510

(25) 16.03.14 - 15:51

Hallo

interessanterweise war ich ,wenn ich verheiratet war/bin nie anderweitig interessiert oder habe mich verguckt.Das ist sicher nicht meiner Moral geschuldet, sondern u.a. dem fortschreitenden Alter.Es gefallen mir einfach immer weniger Männer, auch nur zum anschauen.Anscheinend fehlt mir nichts.
Kurzes flirten ( Blickkontakt und ein Lächeln) auf Veranstaltungen u.ä.gibt es schon noch, aber selten.Blind macht auch die beste Partnerschaft nicht.
Wenn das Ganze sich über Wochen hinzieht und man sich immer wieder begegnet und hineinsteigert, sollte man anfangen nachzudenken.Manches mal habe ich mir gedacht, wer sich in Gefahr begibt kommt darin um.#schein

L.G.

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