Beziehung so nicht mehr möglich?!

Hallo ihr Lieben,

ich muss mich mal ein wenig ausheulen und vielleicht habt ihr ja auch Tipps oder Meinungen für mich, irgendetwas, was mir hilft. Bin sauer, traurig, enttäuscht, alles auf einmal.

Ich bin mit meinem Freund jetzt seit über einem Jahr zusammen und so langsam wurde es ernst. Wir sind im November zusammengezogen und haben uns Gedanken über Kinder gemacht...könnte gerade heulen, das ist jetzt so weit weg.

Seit ein paar Wochen haben wir immer wieder Streit wegen einem Thema: ich beschäftige mich gerade mit "Straight edge" und möchte das für mich auch umsetzen und er findet das total scheiße. Muss dazu sagen, dass ich noch nie besonders viel Fleisch gegessen habe, ich rauche nicht und trinke nur sehr selten. So hat er mich kennengelernt. Er selber ist Partyraucher, trinkt gerne auch mal in der Woche ein "Feierabendbierchen" oder ein "Weinchen zum Essen" (allein diese Verniedlichung!) und liebt Fleisch. Seine Sache, ich zwinge ihn ja nicht, darauf zu verzichten! Aber ich kann doch für mich entscheiden, dass ich vegan und ohne Drogen jeglicher Art leben möchte! Nein, ständig diskutieren wir deswegen. Er provoziert mich auch, indem er sich Currywurst oder Döner holt und laut schmatzend: "Mmmh, lecker Fleisch" sagt. Boah, da könnte ich ja! Wenn ich vegan koche, probiert er "den Körnerfraß" nicht mal und sagt, dass es ekelig riecht oder aussieht, und holt sich dann was oder macht sich ein Brot...mit Wurst natürlich!
Hab ihn natürlich gefragt, warum er mich so ärgert und wieso er dagegen ist, und jetzt kommt's: unter solchen Umständen wäre unsere Beziehung zum scheitern verurteilt. Er möchte keine "spröde Veganer-Zicke" als Partnerin, die nicht mehr weiß, was Genuss ist. Hab dann gesagt, wenn ich schwanger werde, müsste ich doch eh auf Alkohol etc verzichten, da kramte er dann irgendwelche Studien hervor, wie schädlich vergane Ernährung in der Schwangerschaft für ein Kind wäre und das wäre ja eh so ein Thema: wie erzieht man dann ein Kind, Papa Fleischfresser, Mama vegan? Außerdem meinte er, ich würd mich damit profilieren, würde ihn abschätzig angucken, wenn er Fleisch isst (ja, weil er mich ja provoziert!) und wie wir das denn überhaupt mit dem Essen machen sollen, er sieht da nur Probleme. Er sagte dann, er hätte da keinen Bock drauf und ich soll es mir überlegen: Straight edge oder er.

Bin immer noch geschockt, auch wenn ich das jetzt so schreibe, schon hart...vielleicht macht das wirklich keinen Sinn mehr mit uns...aber jetzt muss ich heulen, ich liebe ihn und dachte wirklich, er wäre DER Mann, er hat so viele tolle Eigenschaften und eigentlich ist er sehr tolerant, keine Ahnung, warum er bei dem Thema so dicht macht. Nur werd ich jetzt bestimmt keine Tierprodukte essen und Kaffee und Bier trinken, damit er glücklich ist. Ich verstehe sowieso nicht, wieso man so darauf besteht, sich selber zu schaden, aber das muss jeder für sich selber wissen, da mische ich mich ja nicht ein. Ach, Mann, so viel Stress wegen so nem Quatsch. Ich dachte immer, Liebe und Vertrauen und Respekt und Interesse und, ach von mir aus auch Finanzen und Bildung etc sind wichtig für eine Beziehung, aber ESSEN?

Entschuldigt, dass ich so viel geschrieben habe, musste mir mal Luft machen. Hab die halbe Nacht nicht geschlafen und mir Gedanken gemacht, aber ich weiß wirklich nicht, wie das funktionieren soll, wenn er so knallhart ist. Bleibt uns nur die Trennung? Ich bin dankbar für jede Antwort, egal in welche Richtung...

Gruß und danke, Veggie

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Ganz ehrlich?
Ich hasse Dogmen jeglicher Art.
Klar kann man Prinzipien haben, aber man muss auch in der Lage sein ggfs davon abzuweichen oder die Prinzipien gar zu hinterfragen, wenn es die Situation erfordert.

Du schilderst hier Deine Sichtweise und versuchst es im positiven Licht darzustellen und als Ding Deiner freien Entscheidung. Und da liegt genau die Krux. Du gestehst Deinem Partner diese Entscheidung unbewusst nicht zu.

>>... Ich verstehe sowieso nicht, wieso man so darauf besteht, sich selber zu schaden, aber das muss jeder für sich selber wissen, da mische ich mich ja nicht ein...<<
Mit diesem Satz belügst Du Dich selber und das ist eben das Kernproblem aller Dogmatiker (das wird leider auch teilweise in den sympathisierenden Antworten deutlich). Ein Dogmatiker wird IMMER auch zu einem Teil intolerant gegenüber anders denkenden sein. Das liegt in der Natur der Sache. Wenn ich etwas für mich ablehne, weil es eben "einem Schadet", wie kann ich diese Eigenschaft dann bei jemand anderem gutheissen? Anders ausgedrückt, wenn ich für mich entschieden habe, dass Fleisch essen mit Tierquälerei einhergeht, wie kann ich dann mit einem Tierquäler und Mörder leben, um es mal überspitzt auszudrücken?

Der Punkt ist, dass Du gar nicht zu reden brauchst. Dein Freund merkt auch so, wie die Stimmung im Alltag kippt. Du magst seine Verniedlichungen alkoholischer Getränke nicht, redest genauso schlecht über seine Döner und Currywürste, wie er über Deinen Körnerfraß. Kurz: Du bist keinen Deut besser, als das, was Du an Deinem Freund kritisierst.

Und obendrein hat Dein Freund nicht ganz unrecht. Wenn es Richtung Schwangerschaft geht, braucht Dein Körper zB haufenweise Eisen und wird extrem gestresst. Fleisch ist de facto ein gute Eisenlieferant, aber eine mindestens eine ausgewogene Ernährung ist essentiell, wenn der Körper so eine Leistung vollbringen muss.

Und was die Erziehung der Kinder anbelangt stimmt auch, was er sagt. Was würdest Du den Kindern beibringen wollen? Man liest hier immer wieder Diskussionen, das Kinder irgendwann erwachsen selbst entscheiden sollen, welche Religion sie haben möchten. Entsprechend religionsneutral wird dann erzogen. Oder kürzlich eine Diskussion über Fotos bei facebook. Die Kids sollen später selbst entscheiden, wie präsent sie im Internet sein möchten.
Wie sieht das bei einer dogmatischen Ernährung aus? Welche Wahl haben die Kinder dann? Du würdest ihnen sicher kein Fleisch kochen, wenn Du es für Dich selbst so strikt ablehnst. Wäre das fair den Kindern gegenüber? Hätten sie so die Grundlage später eine freie Entscheidung zu treffen?

Sorry. Ich sehe mich gerade wieder parademässig in meiner Ablehnung jeglicher Dogmen bestätigt. Ich sympathisiere eher mit Deinem Freund, schon allein, weil mir solche Dogmatiker zu unflexibel und intolerant sind. Mehr aber noch, weil er absolut recht hat seine Bedenken so zu äussern.

Denn das, was er da tut, ist eigentlich genau die Fakten auf den Tisch zu legen, die EUCH BEIDEN tatsächlich eine klare und freie Entscheidung ermöglicht. ER legt seine Bedenken klar auf den Tisch. DU stehst nur da und erwartest von Deinem Freund, dass er Dich gefälligst in Deiner Entscheidung so zu leben wie Du willst zu akzeptieren hat. Nö. muss er nicht. Er hat immer noch die Wahl zu gehen... Und genau die Chance DAS zu diskutieren gibt er Dir gerade.
Hat diese Beziehung noch eine Chance?
Wäre ich Dein Freund wäre die Antwort recht deutlich. Und von Deinem Ausgangspost ausgehend vermute ich für euch nicht das Beste.
Sorry.

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Ahhh, danke dafür!

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Weise Worte.

>> Ich sehe mich gerade wieder parademässig in meiner Ablehnung jeglicher Dogmen bestätigt.

Ist das dein Dogma - "keine Dogmen"? ;-)

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Hi!
Hmm..ich lebe selbst straight edge, ein Partner, der raucht, Fleisch in Unmengen ißt und sein Bierchen braucht wäre für mich unmöglich...

Es gibt doch dieses wunderbare Zitat :
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.

Bei Euch klingt es nach Kampf, nach Machtspielchen, gerade von seiner Seite. Und das hat nichts mit Liebe und gegenseitigem Respekt zu tun.

Klar hat er seinen eigenen Weg, in dem Fall eben nicht XXX, aber er provoziert Dich und macht Dich klein, indem er Deine Einstellung ins Lächerliche zieht. Da geht es um viel mehr als um vegan leben oder nicht. Es hätte auch ein anderer Punkt sein können.

Hat sich die Situation durch das Zusammenwohnen verschärft?
An Kinder würde ich mit diesem Mann nicht (mehr) denken.

Liebe Grüße!

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Hallo!

Für mich klingt das sehr Respektlos von ihm. Aber er scheint auch verzweifelt zu sein weil es ihm anscheinend wichtig ist das du 'normal' isst und so bist wie er.
Jeder sollte doch so leben dürfen wie er möchte.
Wenn es wegen dem Essen ist, habe ich hier wesentlich mehr Probleme als dein Freund.
Ich habe hier 2 Selektivesser sitzen (Kind wie Mann) und DAS ist Ätzend.

Ich würde mit ihm reden und ihm sagen das du dich nicht entscheiden möchtest. Du liebst ihn, möchtest dir aber von ihm nicht vorschreiben lassen was du essen und nicht essen darfst. Er lässt sich da ja auch nichts vorschreiben.

Wenn du kochst würde ich Beides kochen. Also zum veganen Essen eben auch Fleisch. Ich sehe da so kein Problem das Beide Seiten ihren Willen bekommen. Ist vielleicht etwas umständlicher, aber machbar.

Sollte er dann immernoch so hart reagieren bleibt dir da nicht viel Auswahl, aber es sagt mir auch, das er dich nicht so liebt um das zu akzeptieren.

LG Sonja

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Mmh, nee, wenn er meint, dass er auf Fleisch nicht verzichten kann, darf er sich das selber kochen, das mach ich nicht. Und eigentlich fänd ich es auch besser, wenn meine zukünftigen Kinder auch länger was von ihrem Vater hätten, weil der gesund lebt. Klar, es kann immer was passieren, aber man minimiert ja die Risiken doch extrem. Sieht er nicht so, er meinte sogar "lieber kurz und gut als lang und langweilig leben". Zudem meint er ja, ich wolle ihn "bekehren" - ja, nur weil ich ihm die Vorzüge erklärt habe, die ja wissenschaftlich bewiesen sind. Irgendwie können wir über das Thema nicht normal reden, er fühlt sich dann direkt angegriffen.

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Es ist nicht wissenschaftich bewiesen,dass eine vegane Lebensweise "besser" ist. Es gibt "Studien" (die meist jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehren) die das suggerieren.
Aber siehst du, du bist überzeugt davon, das DEINE Ansicht die Wahrheit ist, und dadurch deklarierst du alle anderen Ansichten als falsch.

Abgesehen davon ist gesundes Leben, egal was jeder einzelne darunter versteht, absolut keine Garantie für ein langes Leben, ebensowenig ist eine "ungesunde" Lebensweise ein Garant für ein kürzeres Lebven, oft sogar ganz im Gegenteil.

Was das Leben jedem Einzelnen bringt, wohin sein Weg ihn führt, wie lange es dauert, das ist die Summe unzähliger Faktoren.

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Das scheint mir nur ein Symptom für einen Machtkampf in der Beziehung zu sein. Und ich würde mich fragen, welche Kämpfe ich dann später noch auszufechten habe, wenn es bei so einer elementaren Sache wie Ernährung schon keinerlei Toleranz zu geben scheint?
Was ist mit Kindererziehung, was wenn einer von Euch eine harte und strenge Erziehung möchte und der Andere viel laissez-faire leben möchte? Was ist wenn er in der Wohnung rauchen möchte wenn Ihr eine Party gebt? Was ist wenn er bei finanziellen Dingen eine völlig andere Haltung einschlägt?

Das wäre ja alles kein Problem sofern man den Anderen toleriert, respektiert und zu einem Kompromiss fähig ist. Das scheint mir zunächst aber bei diesem Thema überhaupt nicht der Fall zu sein. Zudem stellt er Dich vor die Wahl: Du lebst so wie ER das möchte oder Du lebst ohne ihn.

Ich hätte mich schon entschieden. Du jedoch solltest einfach nochmal ein liebevolles Gespräch mit ihm führen, dass Du weder auf Deine Lebensweise noch auf ihn verzichten willst.

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"Ich verstehe sowieso nicht, wieso man so darauf besteht, sich selber zu schaden."

Das ist dieses blöde Veganer-Geschwafel. Ich kann das nicht mehr hören. Sicherlich fördern zu viel tierische Fette Herzinfarkt und Co. Aber da dieses Veganertum erst seid einigen Jahren auf dem Vormarsch ist, ist noch gar nicht abzuschätzen, wie diese Ernährungsweise den Körper schaden kann.

Die meisten alten Leute von heute haben sich mit Fleisch und anderen tierischen Produkten ernährt, waren zum größten Teil Alkohol und Tabak nicht abgeneigt. Diese Mischung aus Leben genießen und einer ausgewogenen Ernährung, vielleicht auch ausreichend Bewegung hat sie nicht davon abgehalten, alt zu werden.

Tierische Produkte essen und Alkohol trinken bedeutet nicht gleich Untergang. Wenn man alles in ausgewogenen Maßen zu sich nimmt, kann man auch gesund sehr alt werden.

Zu deiner Beziehung: eure unterschiedlichen Ernähungsweisen werden immer ein Thema bleiben. Und ja, Essen ist auch wichtig in einer Beziehung. Mein Mann und ich lieben gutes Essen, lieben es, gemeinsam zu kochen und ein Weinchen dazu zu trinken. Wir sagen selbst, dass diese Beziehung nicht so harmonisch funktionieren würde, wenn wir komplett unterschiedliche Ernähungsweisen hätten oder der andere total mäklig wäre. Bei uns geht Liebe auch durch den Magen.

Und Essen ist nun mal lebenswichtig. Mit dem Thema ist man jeden Tag konfrontiert. Ich hätte keine Lust auf eine Beziehung, wo ich mich jeden Tag neu mit diesem Thema auseinander setzen müsste. Ich habe das Gefühl, dein Freund hat schon einen gewissen Respekt dir gegenüber verloren.

Dein Freund ist knallhart, DU bist es aber auch. Denke mal darüber nach und finde einen Mann, der mehr Respekt für deine Lebensweise hat. Dann kann dein Freund eine Frau finden, mit der er sein Leben genießen kann so wie er es gerne will. Mit dir kann er es (leider) nicht. Bleibt ihr zusammen und rauft euch in diesem Thema nicht zusammen, dann werdet ihr beide auf lange Sicht unglücklich.

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Hallo,
ich kann dich verstehen, dass du so leben willst. Ich lebe selber seit Jahren Veggie, aber ich bin mit einem "Fleischfresser" verheiratet. ER ist nicht ICH!!!

Ihr seit 2 Menschen!! Er soll dich verstehn und du solltest ihn aber auch verstehen!! Du kann ihm nicht deine Einstellung oder deinen Willen aufdrücken!! Ihr müsst einen Kompromiss finden.

Natürlich ist es nicht schön von ihm, dass er dich provoziert und scheinbar deinen Willen auch noch nicht akzeptiert hat, aber du wirst ihn nicht ändern können.Ich würde mich an deiner Stelle mit ihm zusammen setzen und vernünftig reden.

Ich finde es immer ganz schlimm, wenn ich mich vor anderen Menschen für meine Einstellung rechtfertigen muss und deshalb will ich auch nicht, dass sich andere für Ihren Essensstil rechtfertigen müssen. Jeder muss seinen Weg finden und das andere Tollerieren!! Dafür sind wir alle unterschiedlich!!
Open your Mind!!!

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Da gebe ich Dir Recht. Ich missioniere gar nicht in meinem Umfeld. Meine Kinder bekommen von mir auch tierische Lebensmittel. Und wenn ich zum Grillen eingeladen bin, sage ich nichts zu den Würstchen auf den anderen Tellern. Das ist anmaßend.

Aber bei den beiden liegt scheinbar mehr im Argen und das Thema Ernährung ist nur ein Symptom, nicht die Ursache für die Spannungen.

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Ja da kannst du recht haben. Ich denke in einer glücklichen BEziehung kommt es wahrscheinlich nicht so weit.

Ich finde es nur immer schlimm, wenn man sich für was rechtfertigen muss und auf nen "Ignoranten" trifft. Wie du isst kein Fleisch... OH wie schafft man denn das??? Was isst du denn dann??? #schock
Ich hasse sowas!!!
Und drum würde ich nie zu jemandem sagen, wie du isst Fleisch?? Weißt du eigentlich....
Jeder muss sich selbst treu sein!!

Mein Mann akzeptiert mich und ich ihn! Das klappt seit Jahren!! Er versucht mich nicht umzupolen und ich ihn nicht!!

LG

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Morgen.

So wird das dauerhaft nichts mit euch wenn ihr euch nicht soweit gegenseitig respektieren könnt und ständig versucht dem anderen die jeweils eigene Lebensphilosophie aufzudrücken.

Er muss deine Einstellung zum "Körnerfutter" respektieren und seine spitzen Kommentare dazu unterdrücken und du darfst ihn dabei nicht geringschätzig "von oben" anschauen wenn er lieber "Fleisch frisst".

Ihr demütigt euch mit diesen Machtspielchen doch nur gegenseitig. Das kann nicht gut gehen.

Penny

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Hallo.

Schwierige Situation - für beide Seiten.

Ich für meinen Teil finde Genuss/Lust in Form von Essen & Trinken sehr wichtig - auch als Gemeinschaftserlebnis in einer Beziehung (zusammen kochen, zusammen tafeln etc.) ... und fände es total unsexy, wenn man da plötzlich nicht mehr zusammenkommt.

Ein veganes und vegetarisches Leben schließt Genuss/Lust natürlich nicht aus (ich selbst beschäftige mich seit 2 Jahren mit dem Thema und bin da auf meinem Weg in ein Leben ohne tierischen Produkte - ich breche es allerdings auch nicht übers Knie, da ein erster radikaler Versuch gründlich schief ging) ... nur wenn nicht beide Seiten offen für den anderen sind, wird es, wie gesagt, extrem unsexy.

Ich hätte wenig Lust, dass aus dem Thema "Essen" ein großes Thema, um das es sich nur noch dreht, wird - das assoziiere ich irgendwie gleich mit Essstörung. Da würde ich mir in der Tat bei einer relativ frischen Beziehung (und das ist sie bei etwas über einem Jahr) lieber jemanden suchen, der zu mir und meinen Vorstellungen passt.

Ich kann Dir folgendes Buch empfehlen:
http://www.amazon.de/Mami-ist-das-vegan-Erfahrungsbericht/dp/3899017188/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395217310&sr=1-1&keywords=mami+ist+das+vegan

Die Autorin beschreibt sehr schön den Weg ihrer ganzen Familie, was eine Ernährungsumstellung anbelangt ... und selbst ihr Mann, der durchaus erwachsen/reif ist und mit einem intellektuellen Background ausgestattet zu sein scheint, hat zunächst große Schwierigkeiten mit dem Thema (da werden schon mal genervt die Augen gerollt und es kommt der eine oder andere Kommentar), da die Autorin es schon zu einem sehr großen Thema macht - was auch in der Natur der Sache liegt, wenn man sich für etwas Neues so begeistert und vor allem überzeugt ist. Die Autorin gibt zu, dass sie anfänglich gar nicht gemerkt hat, wie sehr sie ihrem Mann auf die Nerven gegangen ist und wie überspannt sie rüberkam.

Andersherum beschreibt sie allerdings auch, wie sie einige Hürden im Familienalltag nehmen musste ... und gezwungen war, gelassener zu werden.
Die Autorin hat natürlich den Vorteil, dass sie schon Familie hat, die Kinder größer sind und sie mit ihrem Mann schon lange zusammen ist ... und alle einen gemeinsamen Weg finden wollten ...

LG

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Hm.

Meine Exfrau ist Vegetarierin, trinkt so gut wie nie Alkohol und hat noch nie geraucht, sie ist zudem ausgesprochen "öko"...ich bin ein normaler, fleischessender, rauchender und Alkohol trinkender Mann...es gab durchaus Diskussionen in denen sie der Meinung war, ich könne ohne Fluppe und Alkohol auskommen und Momente in denen ich fand, ihr Genussleben sei etwas spaßbefreit...aber grundsätzlich haben wir die Einstellung und Meinung des anderen respektiert und ich glaube bei euch liegt der Knackpunkt in der Akzeptanz des grundsätzlich anderen Lebensstils.

Akzeptierst du denn wirklcih dass er Fleisch essen will und wird? Könnt ihr darüber sprechen warum er meint, dich so provozieren zu müssen?

Meine Ex hat übrigens vegetarisch gekocht, ich war (und bin) mit den Kindern durchaus mal bei den Golden Arches oder an der Currywurstbude wobei mein Goßer freiwillig und selbstständig erklärt hat, er werde ebenfalls vegetarisch leben und meine Mittlere ist genauso eine Fleischvernichterin wie ich. Der Kleinste isst noch genauso gerne Tofu wie Bratwurst...noch keine Tendenz erkennbar ;)