Werden Freunde immer unwichtiger und Familie & Partner immer wichtiger?

    • (1) 19.03.14 - 17:00
      FamilyAndFriends

      Hallo,

      ich bin Mitte 20, seit 4 Jahren in einer Beziehung und soweit läuft alles rund - bis auf die Tatsache, dass sich ein paar meiner Freundinnen sehr zu verändern scheinen.

      Ein stabiler, aktiver Freundeskreis ist und war mir immer sehr wichtig und zu guten Freunden habe ich ein enges Verhältnis.

      Besonders bei drei Freundinnen ist mir aber aufgefallen, dass sie sich sehr von jeglichen Freunden zurückgezogen haben, jede Verabredung absagen oder ablehnen und eigentlich ausschließlich etwas mit dem Partner oder ihren Müttern unternehmen.

      Ist das normal, geht es euch auch so?

      Natürlich nehmen Familie und Job Zeit in Anspruch, aber gerade deshalb sind mir persönlich die wenigen Stunden, die ich mit Freunden verbringen kann heilig.

      Gibt es unter euch auch welche, die komplett das Interesse an Freunden verloren haben sobald Mann, Haus und Kinder in den Vordergrund gerückt sind?

      vlg

      • Ja, hier. so doof es klingt - ich habe da kein Nerv mehr dafür.

        Wir gehen beide arbeiten - nach der Arbeit stehen dann Haushalt (240qm), Einkaufe, Arzt- und Frisörtermine an oder schulische Veranstaltungen. Im Sommer will noch der Garten versorgt werden und Oma braucht Getränke oder muss auch zum Arzt.

        Meistens hab ich abends erst gegen 19 Uhr Feierabend, wo ich sage, alles und jeder inkl. Tiere sind versorgt, jetzt kann ich tun was ich will.

        Und da ich den ganzen Tag auf Arbeit praktisch nur am Telefon hänge, hab ich abends auch keinen Bock mehr irgendwen anzurufen oder angerufen zu werden. Geschweige denn irgendwo hinzugehen oder Gäste zu bewirten.

        Am Wochende schlafen wir meistens aus und geniessen es einfach das zu tun, was wir wollen und wann wir es wollen, ohne auf die Terminplanung von anderen Rücksicht nehmen zu müssen :-)

        Hallo,
        >> twas mit dem Partner oder ihren MÜTTERN unternehmen<<
        ähm, da muss ich mal nachfragen: ist das ein Schreibfehler oder ist das tatsächlich so??#gruebel

        Bezogen auf die Mütter: nein, das habe ich nicht erlebt ;-)

        Ansonsten finde ich das, was du beschreibst, völlig normal und ganz natürlich, dass sich der Freundeskreis mit den Lebensphasen neu sortiert. Mit manchen früheren guten Freundinnen schlief der Kontakt gänzlich ein, wenn die Kinder kamen, mit anderen besteht aber auch noch regelmäßig Kontakt.

        Aber klar, obwohl ich kinderlos bin, kann ich das nachvollziehen und bin darüber nicht enttäuscht, sondern verstehe das sehr gut. Kinder kosten enorm viel Zeit und Nerven, da wird es halt schwieriger, sich Freiräume zu schaffen. Und ich denke, in jeder Mutter schlummert ein - mehr oder weniger stark ausgeprägtes - Bedürfnis, gaaaanz viel zeit mit den Kindern zu verbringen. Da verschieben sich die Interessen und die Prioritäten, neue freunde kommen hinzu und ältere verlieren an Bedeutung.

        Ich habe aber festgestellt, dass auch bei den Kinderlosen weniger Zeit übrig bleibt, wenn Karriere ansteht - und damit meine ich gerade nicht den Job von 8 - 17 Uhr. In deinem Alter geht oft ein Studium zu Ende, neue Chancen tun sich auf, und dann dauern Arbeitstage halt manchmal bis 20 oder 21 Uhr.
        Ist doch klar, dass man dann die Zeit anders einplant, aber wiederum ebenfalls der Freundeskreis sich verändert.

        Ich muss gerade an ein paar frühere Kolleginnen denken, mit denen ich mit Mitte zwanzig gut befreundet war: die einen sind immer noch genau dort, wo sie damals gearbeitet haben, und rundum zufrieden - andere haben (nebenberuflich) studiert, den AG gewechselt, Führungsverantwortung übernommen, manchmal richtig dick Karriere gemacht und natürlich dabei ganz neue Leute kennengelernt, teilweise auch den Partner ausgewechselt, weil sie plötzlich sozusagen in einer anderen Liga spielten.

        Panta rhei - alles fließt - und du schreibst ja selber, dass es konkret um drei Freundinnen geht, ich gehe aber davon aus, dass du doch noch andere hast, mit denen die Freundschaft nach wie vor stabil ist :-D

        Hallo,

        finde, dass es bei uns so war, sobald eine oder einer einen neuen Partner gefunden hatte.

        Diese schotteten sich erstmal ab um die neue Liebe zu geniessen. Ist eigentlich auch klar.
        Doch nach ein paar Monaten hatte sich alles wieder zwischen uns normalisiert.

        Heute haben wir zu vielen wieder eine enge Freundschaft und jetzt, wo unsere Kinder flügge werden, treffen wir uns oft. Wir fanden auch neue Freunde.

        Mir fällt bloß auf, dass alte Freunde, die keine Kinder haben, eine ganz andere Auffassung über die Gestaltung der Freizeit haben und wir leider keinen so engen Draht mehr zueinander finden.

        Lotta

      • Ja klar, ist doch völlig normal.#gruebel

        Die Freizeit neben Familie, Arbeit, Haushalt....ist so knapp bemessen, da überlegt man gut, wen man in dieser Zeit treffen möchte. Da hat man keine 10 ...Freunde mehr sondern ein paar wenige, weil man gar nicht die Zeit hat, diese regelmäßig zu treffen.

        Das Leben ist anders getacktet und die Prioritäten verändern sich. Und Freunde ohne Kinder können dann schnell anstrengend sein, weil sie es nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, das man einfach wenig Zeit hat.

        lisa

        Ja, bei mir ist das auch so.

        Ich gehe arbeiten, ein sehr in anspruchnehmender Job, bin schwanger, führe eine wundervolle Beziehung die trotzdem sehr einnehmend ist und bin auch gerne (besser gesagt lieber mit meiner Familie) als mit "anderen" Leuten zusammen, die nach dem Cocktail wieder weg sind.
        Weiß ja nicht wie das bei dir ist, aber wenn man seine eigene Familie hat, ändert sich einiges. Man hat sein eigenes Leben und Pflichten, die man 24/7 wahrnimmt. Da geht die Energie für anderes drauf.

        Ich find es einfach anstrengend. Natürlich treffe ich mich noch. Aber weniger. Natürlich bin ich immer für meine besten Freunde da, das wissen sie auch. Aber ich bin nicht mehr so präsent wie vorher.

        Habe sehr gut "aussortiert" und habe nur noch die Freunde, die ich wirklich möchte.

        Vielleicht liegt das auch an meiner Altersgruppe, wer hat mit 17/18/19 schon ein "eigenes" Leben? Job und Familie? Niemand von den anderen. Habe da auch keinen mehr zum Austausch.

      • Hallo,

        ja, das ist völlig normal, glaube ich.

        Seit dem ich persönlich Haus, Hof, Tiere usw. habe, habe ich unter der Woche keine Zeit und Energie mehr, mich abends noch mit Freunden zu treffen. Mein Mann arbeitet Vollzeit im vollkontinuierlichen Schichtsystem (ein Wochenende im Monat frei), ich Vollzeit (muss um 4:15 Uhr aufstehen).
        Ich bin abends echt erschossen und froh, wenn ich noch eine halbe Stunde fernsehen kann ohne einzuschlafen.

        Die Aktivitäten mit Freunden finden dann wirklich meist am Wochenende statt, wobei der Mann meiner besten Freundin auf Montage ist und sie auch am Wochenende arbeiten muss. Ist also immer schwierig, einen gemeinsamen Termin zu finden, wo alle können. Eine andere gute Freundin arbeitet Vollzeit, 2 Schulkinder, Mann beruflich sehr eingespannt... Die sagen offen und ehrlich, dass sie froh sind, am Wochenende einfach mal ihre Ruhe zu haben. Kann ich dann auch irgendwie verstehen. Wenns hoch kommt, sehen wir uns mit dieser Freundin und ihrem Mann im Jahr vielleicht 3 - 4 mal.

        Und ja, wenn ein Paar ein Kind bekommt, könnte ich mir vorstellen (hab selbst keines), dass sich die Prioritäten verschieben. Da rücken dann Weiberabende/feiern gehen erst mal in weite Ferne, weil das Baby erst einmal die volle Aufmerksamkeit braucht. Bei meinen Freundinnen habe ich beobachtet, dass die auch nicht wirklich rausgehen und ihre Babys abgeben wollten.Allerdings habe ich sie immer besucht, Treffen fanden vornehmlich bei ihnen zu Hause bzw. in Cafés, Eisdielen statt. Eben kleinkindgerecht. Die paar Mal, die wir dann noch als Truppe um die Häuser gezogen sind, kann ich an einer Hand abzählen.

        Um mal wieder richtig auf Party zu machen (habe ich aber selbst kein Interesse dran), müsste ich mir wohl eine kinderlose Singlefreundin ohne große Verpflichtungen zulegen.

        LG

        Nici

        (8) 20.03.14 - 08:55

        Hallo,
        ich stelle dir jetzt mal ein paar ganz spitze Fragen:
        - Was machst DU nach einer durchfeierten Nacht? Richtig, ausschlafen. Und was macht DEINE Freundin mit einem Kind?

        - Was soll eine Mutter bei einem DVD-Abend mit Sektchen wenn sie vor Müdigkeit kaum noch stehen kann?
        - Meinst du wirklich das man einen Cocktail in einer überteuerten Bar geniessen kann, wenn man weiß, das sein Kind die letzten Nächte nur gebrüllt hat weil die Zähne kommen und diese Nacht bestimmt genauso ist?
        - Denkst du wirklich, das eine Mutter noch Lust hat stundenlang zu telefonieren, wenn das Kind im Hintergrund die Bude auseinander nimmt?

        - Was glaubst du wieviel reale Freizeit eine Familie zusammen hat, neben Job, Kinder, Haus?
        Das worüber du enttäuscht bist, ist einfach der ganz normale Weg als Erwachsener, Feiern, Mode, Spaß rücken erst einmal in den Hintergrund.
        So und jetzt beantworte ich deine letzte Frage:
        Ja, ich habe generell an den Leuten das Interesse verloren, die nicht mal versuchen sich in meine Lage zu versetzen. Die nicht verstehen können, das sich der Lebensinhalt ändert, das sich einfach die Prioritäten verschieben. Ja, ich verbringe unsere knappe Freizeit lieber mit meiner Familie als mit Leuten, für die Parties immer noch Lebensinhalt Nummer1 ist.

        Ich scheine die eimzige zu sein, bei der das anders ist...

        ich habe viele Freundinnen (bis auf 1 alle Kinderlos), die waren und sind mir enorm wichtig. Ich arbeite voll und habe ein kleines Kind, treibe Sport und treffe mich mit Freundinnen. Ist meiner Meinung nach alles eine Frage der Organisation und der eigenen Bedürfnisse!
        Ich genieße die Zeit mit meinen Mädels unendlich und freue mich über sämtliche Gespräche jenseits von Kindererziehung! Natürlich geht meine Kind immer vor...aber es ist immer machbar sich mit Freundinnen zu treffen, WENN es einem wichtig ist!

        Ich bin von Herzen gerne Mutter...und Partnerin...aber auch Freundin! Meine Freundinnen schätzen es sehr an mir, dass ich nicht verschluckt wurde! (Das 1.Babyjahr war natürlich etwas weniger Zeit Allein mit Freundinnen...dann geht man halt Zusammen spazieren oder so...)

        Also Es geht auch anders...

        Wenn ich die Antworten so lese, wird mir klar, warum so viele hier schreiben müssen, wenn sie Probleme haben. Wer seine Freunde vernachlässigt, muss sich nicht wundern, wenn er alleine dasteht.

        (11) 20.03.14 - 10:54

        Also diese Antworten hier machen mich schon traurig - einige scheinen ja wirklich gar kein soziales Umfeld, dass über die eigene Familie hinausgeht zu haben :-(

        Die Vorstellung daran finde ich erschreckend und schlimm und sie wirft einige Fragen auf:

        Was macht ihr denn, wenn es Probleme mit dem Partner gibt? Mit wem sprecht ihr? Wo wollt ihr im Falle eine Trennung hin? Fehlt es euch nocht, auch mal andere Menschen um euch zu haben?

        LG

        • Hallo,

          "Wo wollt ihr im Falle eine Trennung hin?"

          Wie meinst du denn die Frage? Mir würde es nicht einfallen, im Falle einer Trennung von meinem Mann zu meiner besten Freundin, ihrem Mann und ihrer 6-jährigen Tochter zu ziehen - und wenn auch nur vorübergehend. Sie würde mich sicherlich mal eine Nacht bei sich schlafen lassen - im Notfall. So wie ich sie im Notfall aufnehmen würde. Aber letzten Endes finde ich, würde ich die Freundschaft überstrapazieren, wenn ich mich dort einnisten würde.

          Im Übrigen weiß ich - auch wenn ich meine Freundinnen nicht wöchentlich sehe - dass unsere Freundschaft Bestand hat. Beide kenne ich nun schon über 20 Jahre, wobei ich mit der einen deutlich mehr Kontakt habe. Außerdem gibt es auch noch Telefone..., da kann man auch viel bequatschen.

          "Fehlt es euch nocht, auch mal andere Menschen um euch zu haben?"
          Nun ja, ich schrieb ja, dass ich Treffen am Wochenende habe. Dazu kommt, dass ich beruflich täglich viele nette Kollegen um mich habe und eine große Familie. Nein, ich vermisse es manchmal, einfach mal die Türe zumachen zu können und für mich zu sein.

          LG

          Nici

          Ich habe täglich viele andere Menschen um mich, aber bei Problemen in der Partnerschaft spreche ich eigentlich nur mit meiner Mutter drüber und evtl. meiner besten Freundin.

          Wir haben inzwischen aber alle Kinder und da ist es nun mal normal, dass sie fast alles nur noch um die Familie dreht, zu der ich meinen Partner mit zähle. Kontakte hat man dann meist im Alltag auch nur zu Leuten, die auch Kinder haben, Treffen mit kinderlosen oder partnerlosen Freundinnen habe ich auch, aber seltener (alle paar Wochen mal), es fehlt mir aber auch nicht, man hat mit Kindern genug Rennerei, ich habe keine Zeit mehr wie früher.

          Denke, das wird sich irgendwann, wenn die Kinder älter werden und einen nicht mehr so brauchen, auch wieder ändern, aber momentan ist es nun mal so, jedes Alter und jede Lebensphase ist anders. Ich habe trotzdem die Hoffnung, im Alter ein paar meiner besten Freundschaften noch immer zu haben, denke, wenn man alt ist und die eigenen Kinder auch keine Zeit mehr haben, treten Freundschaften auch wieder mehr in den Vordergrund.

          Wo willst du denn im Falle einer Trennung hin?

          ich habe 3 sehr gute Freundinnen, wir sind also ein Vierer-Gespannt, seit vielen Jahren. Wir treffen uns aber vielleicht alle 2 Monate zum Essen Abends. Ansonsten eher Kontakt per email.

          Das liegt daran, dass alle berufstätig sind, alle Kinder haben, da bleibt eben nicht die Zeit sich jede Woche zu treffen. Trotzdem stehen wir uns sehr nah und wenn eine Probleme hat, kann sie jederzeit anrufen, die anderen haben ein offenes Ohr. Und wir wissen auch trotz der seltenen Treffen immer Bescheid was im Leben der anderen vor sich geht.

          Und im Falle von Problemen mit dem Mann, dann bespreche ich es eher mit meiner Mutter zu der ich einen guten Draht habe oder mit meiner Schwester, der ich ebenfalls sehr nahe stehe. Danach kommen meine Freundinnen.

          Meine ehemals beste Freundin hat selbst keine Kinder und ist Single, wir treffen uns nicht mehr so oft, weil wir uns einfach in unteschiedliche Richtungen entwickelt haben.

          Ansonsten sind noch mehrere lockere Freundinnen/Bekannte da, die ich durch die Kinder kennengelernt habe, mit denen unternehmen wir unter der Woche etwas mit den kids zusammen, da entstehen aber eher oberflächliche Gespräche.

          Also ich kann nicht behaupten mir würde es an sozialen Kontakten fehlen.

          Wo will ich in Falle einer Trennung hin? Wo soll ich schon hin?!

          Ich regel alles alleine! Und die Nummer eins ist da ganz klar: MEINE FAMILIE#augen

          Nö, es fehlt mir nicht, mit besoffenen Jugendlichen abzuhängen.

          Ich rede mit meinen besten Freunden oder meinen Eltern #kratz

      Also ich hätte neben Familie, Halbtagsjob und Haus(halt) eigentlich fast täglich Zeit für Freunde, aber die arbeiten fast alle länger und haben daher nur am WE Zeit. Mein Freundeskreis besteht aus einer (Haupt-)Clique und noch 2 Familien, die sich alle zwar kennen, aber nicht alle was gemeinsam machen. So muss man dann eben immer einzelne Termine finden, da sieht man sich dann auch mal nur alle 3 Wochen...

      Vielleicht geht es deinen Freundinnen inzwischen auch so und wollen dich nicht verletzen mit ihren Absagen!? Frag sie doch einfach mal.

      jepp,

      Freundschaften sind sehr wichtig.

      Nach einer durchfeierten Nacht, stehe ich trotzdem früh auf und bediene Kinder, Viecher, Haushalt und dergleichen. Lösbare Aufgabe.

      Man zieht nicht jedes WoE los, der Freundeskreis ändert sich auch ein wenig, wenn man Familie hat. Wir z. B. haben fast alle Kinder, aber die und wir haben den gleichen Sport, oder zumindest die gleichen Interessen. Meistens ist der Nachwuchs mit von der Partie, geht aber auch ohne, falls man die Brut wegorganisiert bekommt.

      Nur Haus-Hof-Kinder-Küche-Kirche wäre mir schlicht zu öde. Ich brauche etwas "Äktschen" oder Sit-Ins mit guten Freunden.

      GzG
      Irmi

      Freunde haben sich geändert man hat jetzt halt mehr mit Kindern aber es ist halt auch nicht immer leicht alles zu planen. Und manchmal ist es leichter mit den Kindern spontan irgendwo hin zu gehen. Also noch vorher 1 -2 Mama´s einzuladen mir ist dafür heilig das ich alle 2 Monate einen Mädelsabend ohne Kinder mache.

      Als ich schwanger wurde damals, haben sich super viele Freundinnen von mir distanziert. Ich war mehr als enttäuscht. Stand plötzlich alleine da. Allerdings konnte ich aber auch nicht mehr so einfach mit in die Disco, habe nur noch von dem Baby erzählt usw. (hatte eine schwere Schwangerschaft mit häufigen Krankenhausaufenthalten und vielleicht waren sie davon genervt). Im Geburtsvorbereitungskurs habe ich dann endlich ein Mädel in meinem Alter kennen gelernt, wo sich eine Freundschaft entwickelt hat und die ich ganz selten mal treffe (ich habe schlichtweg die Zeit nicht. Bin viel bei Ärzten und Therapien, da unsere Kleine behindert ist, verbringe dann tatsächlich viel Zeit mit meinem Mann oder auch bei meiner Mutter und muss häufig abwägen, wo ich dann lieber bin... Während Mann und Mutter immer ein Hafen der Ruhe sind, ist es doch eher stressig sich mit Freundinnen oder Bekannten zu treffen).

      Natürlich lerne ich auch viele Frauen kennen, die nicht Mama sind. Das bleibt aber meist bei Bekanntschaften... Die Lebensumstände sind zu verschieden. Gute Freundinnen aus der Schule habe ich seit Jahren nicht gesehen, oftmals hat sich der Kontakt erledigt (eine macht Party auf Teufel komm raus und hat dann noch behinderte Menschen beleidigt, was ich nicht akzeptieren konnte, wo meine kleine Maus die tollste der Welt ist, obwohl sie eine Behinderung hat). Mit den anderen schreibe ich wenn mal über facebook...

      Ich kann bestätigen, dass für mich persönlich Familie (also Eltern, Geschwister, Ehemann) wichtiger sind als Freundschaften. Es sind so viele Freundschaften kaputt gegangen seit der SS und im Verlauf der schweren Phase mit unserer Maus, dass ich einfach gelernt habe, dass auf Familie immer Verlass ist. Meine Familie ist nicht nur Familie, sondern allesamt sind sie auch Freunde.. Natürlich sind mir außerfamiliäre Freunde auch wichtig und ich treffe sie. Aber es ist viel, viel weniger geworden. Ich bin froh, wenn ich es nun noch alle 4 bis 6 Wochen mal schaffe.

      Sicherlich ist es bei jedem Menschen anders... Aber ich lege meine Prioritäten tatsächlich auf meinen Ehemann und meine Familie... Es gab eine Zeit (Jugend), da war das genau das Gegenteil. Ich schäme mich heute sehr dafür, dass ich lieber immer mit Freunden weg war, als mal mit meiner Mama einen Fernsehabend zu machen, den sie sich so gewünscht hat usw. Aber so ist das Leben. Wie es jetzt ist, so ist es gut. :) Ich habe mich und meine Stellung gefunden. Ich bemühe mich, auch meinen Freunden und Bekannten gerecht zu werden. Aber es ist ganz anders seitdem ich einen Partner habe und noch viel anders ist es geworden, seitdem ich Mama bin... ^^

      Liebe Grüße

      Nö.

      Gerade weil Kind, Arbeit und Beziehung einen schon so in Anspruch nehmen, ist die Zeit mit Freunden mir zum Abschalten besonders wertvoll.

      Klar trifft man sich nicht mehr dreimal die Woche wie zu Schulzeiten, aber abgebrochen ist den Kontakt nicht. Inzwischen spielen dann eben die Kinder zusammen. Die Unbekindeten kommen auch super klar. Mit denen unternimmt man dann auch mal was anderes ohne Kind. Das ist auch schön. Durch meine Arbeit und die Freizeitaktivitäten vom Kind hab ich sogar noch Freunde dazugewonnen.

      Ich sehe aber das es bei einigen deutlich schwieriger ist sie zu treffen oder das von Ihnen quasi nie die Initiative ausgeht. Aber meine Güte...ich brech mir ja keinen ab, wenn ich mal anrufe. Wenn ich jemanden sehen will meld ich mich halt.

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