" Es ist wie es ist sagt die Liebe"?

    • (1) 22.03.14 - 14:48

      Wie interpretiert ihr diesen Satz, für Euch?

      • http://www.erichfried.de/Was%20es%20ist.htm

        Da fehlt aber noch was:

        Was es ist

        Es ist Unsinn
        sagt die Vernunft
        Es ist was es ist
        sagt die Liebe

        Es ist Unglück
        sagt die Berechnung
        Es ist nichts als Schmerz
        sagt die Angst
        Es ist aussichtslos
        sagt die Einsicht
        Es ist was es ist
        sagt die Liebe

        Es ist lächerlich
        sagt der Stolz
        Es ist leichtsinnig
        sagt die Vorsicht
        Es ist unmöglich
        sagt die Erfahrung
        Es ist was es ist
        sagt die Liebe

        Liebe läßt sich nicht erklären...sie ist einfach wie sie ist, egal was Vernunft, Angst, Erfahrung etc zu sagen haben, Du kannst nichts dagegen tun...denke nicht drüber nach oder zweifle, nimm sie so wie sie ist.

        (4) 22.03.14 - 21:35

        Ich freu mich auf mein Leben

        Mache frische Spuren im weißen Sand... *träller*

        Jetzt habe ich einen ohrwurm ;)

        Ich habe es so interpretiert, dass man Liebe nicht "fassen" kann. Jede Liebe ist anders, einzigartig. Und egal wie es ist, es ist immer Liebe, egal was der Kopf, das Umfeld etc sagt - wenn das Herz entscheidet das es Liebe ist, dann ist das so! ;)

        Trotzdem habe ich nun einen ohrwurm! ;)

      • Echt gruselig, wenn falsch zitiert wird. :-(

        Ich denke, das Gedicht (von Erich Fried, wie oben schon zitiert wird und nicht von Mia) ist ein Plädoyer dafür, dem Gefühl zu folgen oder soll ausdrücken, dass allen widrigen Umständen zum Trotz sich das Gefühl der Liebe Bahn bricht, auch, wenn Kopf und Herz in ständigem Kampf miteinander sind (bei einer unerreichbaren Liebe bzw. Liebe mit vielen Widerständen)..man kann gegen das Gefühl nicht ankämpfen...so in die Richtung interpretiere ich das Gedicht

    Ja, der Satz ist schön, romantisch, träumerisch. Aber mal ehrlich, das Gedicht find ich übertrieben. Für mich ist es keine Liebe, wenn so viel Negatives dabei ist. Ich bin mit meinem Mann fast 16 Jahre - ein halbes Leben - zusammen und ich brauchte keine "rosa Brille", damit ich dem ganzen was positives abgewinne. Es war nie Angst, aussichtslos und was da noch alles vorkommt. Liebe kann auch einfach sein, schön, erfüllend. Es muss kein Kampf sein, keine Angst, ... oder wie ein anderes Zitat besagt: "Wenn es schmerzt, ist es keine Liebe." DAS würd ich eher sagen.

    Ach übrigens, wir haben ein gemeinsames Kind, sind im 7. Jahr (tatsächlich ;-)) verheiratet, haben gemeinsam ein Haus selber gebaut, haben verschiedenste Lebensphasen gemeinsam erlebt, unser Leben ist kein rosaroter Ponyhof, sicher nicht. Aber dass wir zusammengehören, das sieht jeder ;-).

    • >>>Aber mal ehrlich, das Gedicht find ich übertrieben. Für mich ist es keine Liebe, wenn so viel Negatives dabei ist.<<<

      Du hast das Gedicht nicht verstanden.

      • Ah, das ging mir schon in der Schule so, dass die Interpretation immer die eine richtige war, die der Lehrer vorschlug und ich habs anders verstanden. Deshalb les und interpretiere ich Gedichte höchstens für mich selber, meist lass ich sie aber einfach auf mich wirken. Kennst du den Autor persönlich, weißt du, wie ers gemeint hat? Oder warum schreibst du, meine Interpretation wär falsch bzw. - noch schlimmer - ich hätt das ganze Gedicht nicht verstanden?

        Ich weiß schon, man kanns auch so interpretieren, wenn der Geliebte etwas macht, dass man jeder glaubt, es wär unsinnig, gefährlich, sonstwas, aber wenn die Liebe dabei ist, dann nimmt man es eben so wie es ist. Mag auch sein. Aber mir ist selbst das zu negativ. Ich finde, das wichtigste an der "Liebe" ist, dass man mit einem Menschen zusammen eine gemeinsame Lebensperspektive hat, gemeinsame Ziele und ähnliche Anschauungen in den Grunddingen des Lebens. Das möcht ich nicht diskutieren, das ist allein MEINE Meinung, mein Lebensentwurf. Und wenn mein Partner ständig Dinge machen würde, die in mir - ohne Liebe - die beschriebenen negativen Gefühle auslösen würden, dann wär die Beziehung nicht von Dauer.

        • >>>Ich weiß schon, man kanns auch so interpretieren, wenn der Geliebte etwas macht, dass man jeder glaubt, es wär unsinnig, gefährlich, sonstwas, aber wenn die Liebe dabei ist, dann nimmt man es eben so wie es ist.<<<

          >>>Und wenn mein Partner ständig Dinge machen würde, die in mir - ohne Liebe - die beschriebenen negativen Gefühle auslösen würden, dann wär die Beziehung nicht von Dauer.<<<

          Davon ist nichts in dem Gedicht zu finden. Falscher kann man das kaum interpretieren.

          • Also, jetzt erzähls mir: Wie muss ichs denn verstehen? Ich bin jetzt schon gespannt auf die richtige Variante. Sicher hat dir der Dichter das ja irgendwie persönlich gesteckt. Komisch nur, dass es dieser Herr dann nicht einfach so geschrieben hat, dass es jeder Mensch versteht. Ich dacht mir ja immer, Gedichte könnte man so und so interpretieren und dafür wären sie auch da, aber das ist dann wohl schon wieder total falsch. Also, wenns so ist, dann ist mir ein Prosatext, idealerweise ein Sachtext am liebsten, da kann nichts schiefgehen.

            Ansonsten, erzähl mir jetzt einfach deine richtige Interpretation (oder ist das Wort auch schon wieder falsch, da du ja WEIßT, wie es gehört) und dann lass mich mit meiner Unwissenheit und Dummheit einfach in Frieden. Ich bin gern blöd, denn wenigstens "weiß ich, dass ich nichts weiß." Ist ja auch schon mal was, oder?

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