Offene Ehe?

    • (1) 28.03.14 - 14:25

      Ich weiss nicht mehr so richtig weiter.
      Vielleicht kann mir jemand helfen.
      Beim wem funktioniert eine offene Ehe?
      Und was waren die Gründe?
      Also ich meine wollten es dann beide Partner oder hat es einer vorgeschlagen.
      Wäre sehr dankbar für Erfahrungen
      LG

      • Meinungen nur von Praktizierenden erwünscht? Dann kann ich nicht helfen.

        Meine Meinung dazu:
        Trotz der Tatsache, dass meine Frau und ich zur Zeit fast kein Sexualleben haben, könnte und wollte ich das nicht. Mich interessiert keine andere Frau. Wenn überhaupt, dann will ich meine Frau. Wenn es nur zur Triebabreaktion dient, dann sind meine Hände viel unkomplizierter...

        Auch der Gedanke, meine Frau mit einem anderen Mann... Lässt mich schaudern. Das würde ich meiner Partnerin dann doch ersparen wollen...

        Aber, zum Glück sind alle Menschen verschieden...

        (3) 28.03.14 - 15:17

        Mein Ex hatte es mir damals vorgeschlagen, statt einer Trennung. Er war tatsächlich der Meinung, es läge nur am mangelnden Sex und wollte mir so die Möglichkeit geben, mir sexuelle Befriedigung außerhalb der Ehe zu holen. Er wollte keinen Sex mehr, dafür konnte ich ja nichts. Er war sogar bereit, eine kleine Wohnung für mich zu zahlen, damit ich einen Ort hätte. Das alles aus dem Wunsch heraus, nach außen hin heile Familienwelt zu spielen. Ich habe abgelehnt und mich getrennt

        Eine offene Ehe liest sich recht modern, wenn man überlegt, welche Formen einer Partnerschaft es heute gibt. Ich war ja erstaunt über den Begriff "Mingles", den ich hier kürzlich zum ersten Mal gelesen habe.

        Aber eine offene Ehe zu führen, bedeutet für mich, dass die Gefühle untereinander erloschen sind. Freundschaft vielleicht macht die Ehe noch aus. Oder die Angst davor ganz alleine zu sein, wenn ich meinem Partner/Partnerin die sexuellen Freiheiten nicht zugestehen will. Aber Liebe? Kann ich nicht glauben. Ich möchte nichts teilen, was mir ganz alleine gehörten sollte. Wie sieht die gegenseitige Hingabe noch aus? Reicht man dem Partner oder ist man jetzt eine/einer von vielen? Und würde man es selber aushalten den Partner zu verletzten, wenn dieser einer offenen Ehe ohne eigener Überzeugung zugestimmt hat?

        Eine Ausnahme sehe ich bei bestimmten Krankheiten, die ein normales Sexualleben in der Partnerschaft ausschließen. Aber welcher konkrete Fall wäre das? Und wie sieht es da mit den Gefühlen in der Beziehung aus. Finde ich schwierig.

        Manchmal sehnt man sich vielleicht nach der Freiheit aus einer Beziehung zeitweise auszubrechen. Aber wenn mein Mann mir das erlauben würde, wäre ich sicher nicht glücklich darüber. Und wenn ich es meinem Mann erlauben würde, dann wäre er mir schlichtweg egal geworden. Dieser Ruf nach Freiheit ist in meinen Augen der Wunsch, dass der andere mir bestätigt, wie sehr er mich liebt und das es unvorstellbar wäre, mich teilen zu müssen.

        Aber das geht sicher meine Romantik mit mir durch.

        Viele Grüße

        rabe0510

      • (5) 28.03.14 - 16:09

        Hallo!

        Ich bin nicht abgeneigt mir Gedanken über diverse Lebensformen zu machen. Auch Gedanken, wie man eine offene Ehe prakltizieren kann ist mir nicht fremd.
        Ich kenne aus dem bekanntekries 2 solcher offenen Ehen.
        Paar 1. Die haben das sehr ernst gemeint mit "bis dass der Tod Euch scheidet" und denen war das Versprechen heilger als alles andere, was eine Ehe so ausmacht. Ich glaube (weiß es aber letztlich nicht), dass die Ehe eher eine Vernunftsehe war (Kind unterwegs und beide sich der Pflicht und Verantwortung sehr bewußt).
        Ich weiß dass sich die beiden Ehepatner im Dunkeln gelassen haben was die außerehelichen Beziehungen angehen und haben streng darauf geachtet sich ausserehelich nicht in die Quere zu kommen. Hat knappe 40 Jahre funktioniert. Ob der eine wußte mit wem der andere in teilweise auch langjährigen ausserehelichen Beziehungen war, weiß ich nicht, jedenfalls hat weder der eine erzählt noch der andere geschnüffelt.
        Paar 2. Sind ohne jegliche Verpflichtung (gegenseitige Versorgung, oder Kinder, oder etc.) zusammen, teilen zeitweise zu dritt das eheliche Bett. Ich glaube da ist eher ein Fetisch des Paares im Spiel. So eine Mischung aus "ich gucke gerne zu lasse mich damit gerne seelisch verletzen" und das gefällt beiden.

        Ich denke Paar 1 ist gar nicht sooo selten, zumindest war es in den 60ern vor der Pille oft so. Meine Eltern und meine Schwiegereltern können da listenweise Beispiele bringen. Heutzutzage kennt man Verhütung und Scheidung ist nicht gleich der komplette Ruin, auch haben Frauen heute öfters einen Beruf, man wird auch gesellschaftlich nicht mehr geächtet bei Scheidung und die Kinder werden deswegen nicht verspottet. Das waren so die klassischen Gründe für "offene Ehen", die aber so nicht benannt wurden. Es waren letztlich Vernunftehen mit doppelter Lebensführung.

        Für mich mit den heutigen Möglichkeiten käme nichts davon in Frage.

        Wieso hält man an EINER Ehe mit einer Person fest, wenn man ungebunden täglich wechselnde Tapeten haben könnte??? Ganz "schmierig" finde ich "Trennungen auf Zeit".

        LG, xxx

        Mir ist der Vorschlag der "offenen Ehe" immer dann begegnet, wenn einer der Partner bereits jemanden im Auge hatte, sich bereits eine Liebschaft NEBEN der Ehe ankündigte.

        In dem Sinne war es kein allgemeiner Vorschlag, sondern eine Art "Erlaubnis", den anderen zu betrügen.

        Es gibt bestimmt Leute, die das hinkriegen...für mich wäre das nichts. Klingt emotional sehr anstrengend.

      • (7) 28.03.14 - 16:19

        Du hättest auch schreiben können, wer von Euch den Wunsch geäußert hat.

        Aber ich (M) würde dem nicht zustimmen.

        Wir hatten vor Jahren eine sehr liebe Freundschaft (die meinerseits) noch immer besteht, mit diesem Ehepaar hatten wir Partnertausch.

        Es war für alle hocherotisch und Eifersüchteleien kamen nicht vor.

        Wäre dass nicht eine Möglichkeit für Euch?

        FG

        Ich glaube nicht, dass das ohne jede Eifersucht klappen kann, wenn man sich wirklich liebt.

        Selbst wenn einem die sexuelle Untreue egal wäre - was ist mit der gemeinsamen Zeit, die man eben nicht hat, wenn einer sich mit seiner Liebschaft trifft? Soll dann einer daheim die Kinder hüten, der andere geht poppen, und am nächsten Abend wird getauscht? Fühlt sich da derjenige der "Babysitten" muss nicht schon automatisch zurück gesetzt?

        Wenn man jetzt wenigstens gemeinsam Partnertausch macht oder in einen Swingerclub geht (auch in getrennten Zimmern), dann hockt wenigstens nicht einer doof alleine vor der Glotze.

        (9) 28.03.14 - 17:10

        swingerclub/partnertausch wäre für mich in ordnung, dann aber auch ohne eingrenzungen.denn sex mit eingrenzungen wie z.b. nicht küssen dürfen, macht mir keinen spaß.
        ansonsten halte ich von einer offenen ehe nicht sehr viel, da habe ich kein vertrauen darin das sich nicht jemand doch ernsthaft verliebt.klar, kann auch sonst passieren, aber ich muss es ja nicht unbedingt noch fördern ;-)

        (10) 28.03.14 - 21:05

        Hi,

        ich denke, dieser Wunsch muss wachsen, evtl. von Swinger, Partnertausch etc....bis hin zur offenen Beziehung.

        Kannte selber ein Paar die so gelebt haben....naja, eher er, sie hat dem zusgestimmt, um ihn zu halten. Keine Ahnung was aus den beiden geworden ist....war einfach nicht meine Ebene, da SIE total verletzt wurde mit dieser Art von Beziehung,

        Lisa

        (11) 29.03.14 - 09:25

        Die Frage vorab wäre erstmal für mich: Was versteht ihr beide unter diesem Begriff???

        Manche würden unsere Ehe als offen bezeichnen, wir sind Swinger. Unsere Beziehung zueinander hat das gemeinsame Erleben gestärkt.
        Jedoch machen wir keine Alleingänge, nur im Bezug auf Sex können wir diesen auch mit anderen haben im Beisein des Partners, heisst unsere Liebe haben wir gefunden und behüten auch diese.
        Wenn dieses Thema für euch ansteht, müsst ihr offen und ehrlich zunächst erstmal reden. Wünsche und Vorstellungen, Grenzen........

        Bei meinen Eltern hat das sehr gut funktioniert.

        Mir persönlich wird übel, wenn ich daran denke. Ich sehe Lügen, Betrügen, Unehrlichkeit.

        Wenn die Liebe nicht ausreicht, um keinen anderen Partner zu wollen, sollte man sich trennen. Das ist ehrlicher.

        (13) 30.03.14 - 14:21

        Ich wundere mich, was manche so für Vorstellungen haben...

        "Offene Ehe" hat doch nichts mit mangelnder Liebe oder mit "kurz vorm Absprung" zu tun.
        Eine offene Ehe/Partnerschaft funktioniert nur mit sehr sehr viel Vertrauen und der Erkenntnis, dass einem ein Partner niemals "gehört" sowie der Ansicht, dass Sex und Liebe nichts miteinander zu tun haben müssen. Dann kann das auch ohne Eifersucht funktionieren und für die eigene Ehe sogar Vorteile bringen. Man wächst noch enger zusammen, hat neue Anregungen etc.

        Bei uns funktioniert das seit vielen Jahren so und ich würds nie wieder anders wollen.

        Gründe? Es macht Spaß und bringt uns eine Menge Positives für unsere Ehe.

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