Essensplan wird belächelt, inakzeptiert, kantinencharakter?!

    • (1) 01.04.14 - 14:23
      traurige hoch 10

      hallo liebe urbiagemeinde,
      ich muß euch mal um rat fragen.
      um besser im haushalt planen zu können, habe ich einen essensplan eingeführt. ich gab mir ganz besonders große mühe und habe sogar essen für 14 tage vorgeplant!!

      abwechslungsreiche menüs, ausgewogene kost. ich beachte saisonale angebote wie obst und gemüse und bereite alles frisch zu. maggi und knorr - produkte kommen mir nicht ins haus! das wäre dann kein kochen mehr und außderdem habe ich neulich gelesen, es verkürzt die lebenszeit und fördert die bildung von kalkablagerungen in den gelenken.

      ich bin abgeschwiffen.

      jetzt habe ich stolz meinen entworfenen essensplan in die küche gehangen.

      mein mann war begeistert und voll des lobes für mich#hicks

      gestern kam meine freundin vorbei und sah den essensplan. anstatt gar nichts zu sagen oder mich nach den rezepten zu fragen - lachte sie mich aus!
      das sei ja wie in einer kantine, sie müsse sich jetzt ausschütten vor lachen.

      gut, akzeptiert. sie ist eher die fertiggerichte - köchin, ich kann verstehen, daß sie das nicht nachvollziehen kann.

      aber jetzt kommt`s: kurz drauf betrat mein mann die küche, sah meine freundin, die giggelnd an der anrichte lehnte...auf seine frage, was so lustig sei, wies sie auf meinen essensplan (sie konnte vor lachen gar nicht sprechen#augen) - und was macht mein mann?! er rollt die augen! und dann?!
      sagt er zur ihr - in meinem beisein!! - ich sei halt ein wenig ÜBEREIFRIG! ÜBEREIFRGI!

      geht`s noch?! ich reibe mich auf, plane, mache und tu - und er fällt mir so dermaßen in den rücken!

      ich habe den plan abgerissen und gesagt, er kann sich eine dose linsen aufmachen.

      ich bin so unglücklich :-(

      traurige

    Huhu,

    das mache ich schon seit 1 Jahr. Ich plane sogar im 3 Wochen Plan. Jeden Samstag gehen wie einkaufen und holen die Sachen die wir für die Woche brauchen. Obst, Fleisch, Gemüse etc. wird frisch geholt.

    Ich teile auch unser Haushaltsgeld in Tagesration auf. So habe ich einen Überblick und gebe nicht Geld zum Fenster raus aus. Das hat sich in dem Jahr überaus bewährt. Wir sind bald zu sechst und da muss man Planen. Wir müssen nicht jeden Cent umdrehen aber so kann ich ruhigen Gewissens wenn z. B. Schuhe anstehen für alle auch mal 500 Euro ausgeben (2 Paar für alle) weil ich so ganz viel einspare. Früher haben wir meist mit ec bezahlt und am ende des Monats wussten wir oft nicht wo das Geld geblieben ist.

    LG Diana

    • Du teilst Euer Geld in Tagesrationen auf?
      Wie funktioniert das denn in der Praxis? Gehst Du täglich dann für 10 Euro einkaufen oder kaufst Du nur für die bereits vergangenen Tage anteilig ein?

      LG,

      W

      • Ne :-) Wir haben ein Budget im Monat von xy so dann rechne ich das durch 30 Tage so hab ich mein "Tagesgeld" Wir gehen Samstag einkaufen für die Woche so hab ich dann das Geld von Freitag, Samstag, Sonntag das reicht dicke für den Wocheneinkauf. Da ich nicht jeden Tag einkaufe oder sonst Geld ausgebe klappt das immer das am Ende des Monats mind.100 -150 Euro übrig sind. Das funktioniert seit 1 Jahr super. Und ich bin nicht knauserig, Eis mal ne Kinderzeitung etc bekommen die Kinder immer zwischendurch.

        • Das nenn ich mal ne Logik #rofl aber wichtig ist ja, dass es bei Euch funktioniert.

          • Was ist denn daran witzig?

            Immerhin hab ich/wir keine Probleme am Ende des Monats und mit bald 6 Personen gibt man halt nicht einfach so Geld aus.

            Das Konzept hab ich von meinem Vater übernommen und uns fehlte es an nichts im Gegenteil. Wir sind immer 2x in Jahr in Urlaub gefahren. Wenn ich ne bestimmte Jeans haben wollte bekam ich die. Heute ist meine Mutter dadurch gut abgesichert und kann sich trotz Witwenrente einiges erlauben.

            Ich finde es immer gemein direkt alles ins lächerliche zu ziehen.

            • Ich sag doch, es ist wichtig, dass IHR damit klar kommt.
              Rechnerisch betrachtet, ist es Augenwischerei, sich ein Tagesbudget zu errechnen für Lebensmittel usw. und dann nur die Hälfte davon auszugeben, um es für andere Dinge zu sparen.

              • Du hast mich glaube ich missverstanden ich bezahle von dem Geld im Monat alles nicht nur Lebensmittel sondern alles was anfällt. Ich geh quasi nur noch ans Konto bei außerplanmäßigen Dingen oder größeren Anschaffungen.

                Ist aber auch egal. Für uns ist es ok so. :-)

                • ICh glaub, ich hab es gar nicht verstanden.
                  Wozu teilst Du denn tageweise ein, wenn Du nicht vor hast, das Geld auch entsprechend auszugeben?

                  • Hä? Natürlich gebe ich das Geld aus. Aber gehst du jeden Tag etwas kaufen? Wenn ich z.B. Mittwochs kein Geld brauche, hab ich doch Donnerstags das Doppelte zur Verfügung. Manchmal ist es doch so, das du an einem Tag mehr ausgibst als an dem anderen. Wenn ich das Geld aber nicht brauche für irgendwas. Leg ich es beiseite bis ich es brauche.

                    Aber ich denke es ist müßig mit dir darüber zu diskutieren, jeder fährt sein eigenes Ding und kommt da mit klar oder auch nicht. Früher hab ich es auch nicht so gemacht und hatte irgendwann keinen Überblick mehr für was ich Geld ausgegeben habe so weiß ich nun wo mein Geld geblieben ist. Und vor allem kaufe ich nun bewusster.

                    • Hi!

                      Ich handhabe das genauso wie Du, habe 10 Euro am Tag zur Verfügung und mache mir Umschläge.
                      Ich habe das mal eine Zeitlang jetzt nicht gemacht, weder die Umschläge noch HH-Buch geführt und meine so mühsam angesparten Rücklagen sind fast weg, weil...hier ein Kaffee...dort dies...da jenes...Kleckerkram, der sich aber summiert hat.
                      Nun ist wieder Disziplin angesagt mit den Umschlägen, so mache ich mir jeden Einkauf bewußter und frage mich vorher: brauche ich das wirklich? Denn brauchen tut man ja nicht viel.

                      Und wenn etwas über bleibt, freue ich mich total!
                      Also, gerade in Hinblick auf die Verantwortung als Eltern finde ich das toll, auch den Kindern diesen bewußten Konsum vorzuleben.

                      Viele Grüße und nicht beirren lassen hier!
                      #winke

                      Ich verstehe es wirklich nicht aber das ist nicht schlimm.
                      Mir genügt ein Monatsbudget bzw. nicht mal das halte ich irgendwo schriftlich fest aber wenn man dabei den Überblick verlieren würde, macht es natürlich Sinn, sich selbst engere Grenzen zu stecken.

                      LG

                  Hö?

                  Man muss das Geld doch nicht ausgeben! Sie teil es sich ja ein um zu wissen, was sie MAXIMAL ausgeben kann. Wenn sie mit weniger auskommt und etwas für außerplanmäßige Dinge sparen kann - umso besser!

                  • Schon klar, aber warum setze ich mir ein Budget für irgendwas, das das Doppelte dessen beträgt, was ich regelmäßig benötige?
                    Es macht doch keinen Sinn, mit z. B. 7 x 30 Euro zu rechnen, wenn man immer nur 3 x 30 Euro ausgibt.

                    • Hm... wenn man regelmäßig weniger ausgibt macht das wenig Sinn, das stimmt. Oder sie spart trotzdem noch genug und das, was sie sich zuteilt ist das, was sie ausgeben KÖNNTE wenn sie denn MÖCHTE ;-). Ich denke es geht nur darum, einen besseren Überblick über die Finanzen zu haben und einen bestimmten Betrag nicht zu überschreiten.

                Ich glaube ihr redet irgendwie aneinander vorbei.

                Sie hat eine gewisse Summe an Haushlatsgeld im Monat zur Verfügung,d er Rest wird gespart.

                Dieses Geld teilt sie sich in tagesrationen ein, so hat sie jeden Tag ein gewisses Maß, was sie ausgeben kann. Wenn sie also einen Tag mehr als die XYEuro ausgibt ist das für sie ein kleines Warnsignal, halt bis hierher und jetzt nachdenken, was du kaufst.

                Beim wocheneinkauf weiß sie, dass das Tagesleistung überschritten wird, das sind dann die Tage Fr., Sa, So. Montag gibt sie dann halt mal nichts aus und hat dann di einen Puffer.

                So hat halt jeder seine Kontrollmechanismen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das funktioniert.
                Gut daran ist doch, dass man gewisse Freiheiten hat und nicht wie bei einem starren einkaufsplan keine Luft für Extras hat.

                • Ich denke, Du hast Recht!
                  Das diese Lösung sonderlich flexibel ist, würde ich aber nicht sagen. Mir wäre es auch zuviel Aufwand, ständig diese Tageslimits zu verrechnen, wenn ich heute ewas kaufe, was erst übermorgen im Budget gelegen hätte oder anders herum.
                  Das ist wohl eher was für Lebensmodelle mit mehr Zeit und Priorität für Haushalt und sowas :)

                  LG,

                  W

(23) 01.04.14 - 14:35

Deine Freundin ist doof.

Ich mache das ganz genau so und wüsste nicht, was daran zum lachen ist.

ich plane für 14 Tage, kaufe dementsprechend ein ...... nur Frisches kaufe ich zwischendurch nach...... und koche dann die 14 Gerichte nach Lust und Laune. Der Plan hängt allerdings nirgends, der liegt auf meinem Arbeitstisch.

Also um ehrlich zu sein, lese ich aus deinem Post sehr viele kleine Probleme, die sich hier zu einem großen ergeben haben...

1. DU hast einen Essensplan aufgestellt, weil DU dann besser planen kannst und DU dann ein besseres Gefühl hast. Das ist schön. Aber warum machst DU denn das? Natürlich auch, um für deine Familie ausgewogen zu kochen. Aber in erster Linie solltest DU solche Dinge für DICH machen! Die kehrseite der Medaille ist nämlich: Es hat dich keiner darum gebeten. Wieso sollte man dir per se also dankbar sein, dass DU entschieden hast, diesen Plan aufzustellen.

2. Wenn man eine Skala aufstellt, bei der eine Person, die 3 Minuten vor dem Essen entscheidet, was sie will und sich das vom Tiefkühler in die Mikrowelle schiebt, eine 0 ist und ein durchgeplanter Koch eine 10 ist, dann bist du nun mal eine 10,5. Denn selbst eine Kantine plant nur eine Woche vor. Besonders spontan ist das nicht. Mal eben auf was anderes Appetit haben oder ein total tolles Angebot nutzen, geht ja dann leider nicht.

3. Du scheinst nicht besonders kritikfähig zu sein. Dein Mann scheint das zu wissen und hat dich für deine tolle Idee gelobt. Dir ins Gesicht sagen: Hey Schatz, ist das nicht ein wenig übertrieben? geht ja scheinbar nicht, ohne dass du in die Luft gehst. Kurzum: Du WILLST von deinem Mann "belogen" werden.

4. Durch deine Freundin hat sich dein Mann in falscher Sicherheit gewogen und dachte, es ist eine gute Gelegenheit, dir die Wahrheit zu sagen. Schonend. Er hat ja nicht gesagt, dass er das alles total Kacke findet, er hat ja nur gesagt, du seist etwas "übereifrig". Und das würden zu deinem 2-Wochen-Master-Plan wahrscheinlich 85% aller Menschen sagen. Der arme Kerl ist also in die Fall getappt!

5. Du solltest bei ALL DIESEN DINGEN etwas entspannen. Du klingst nach einem sehr verplanten Kopfmenschen. War ich auch mal und hab festgestellt: Das ist nicht gesund. Und es verkürzt das Leben. SO gesund kannst du gar nicht kochen, dass du die Lebenszeit durch gesundes Essen wieder reinholst!

Ich muss mich den beiden anschließen, Du wirkst in der Tat übereifrig.
Für wen machst Du denn diesen Plan? Eigentlich dient er dazu, Dir die Planung zu erleichtern, das genügt doch. Ihn aufzuhängen, finde ich schon bisschen eigenartig (ist in unserer Kantine auch so) aber dass Du jetzt große Anerkennung dafür erwartest, Dich für eine Liste mit 14 Gerichten "aufgerieben" zu haben, finde ich total überzogen.

LG

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