Geld abheben...

    • (1) 04.04.14 - 22:11
      geldsache

      Schönen Abend an alle

      Ich würde gerne einmal eure Meinungen hören:

      Also:
      Mein Mann (30) und ich (25) sind momentan voneinander getrennt da er in einer anderen Stadt eine Umschulung macht.
      Ich muss also hier mit unserem Sohn (4) alles alleine managen etc..

      Er wird dort von Mo-Fr komplett versorgt und bekommt zum Wochenende ein Lunch-Paket. Zahlen muss er nur fürs Wäsche waschen oder wenn er mal am Automaten etwas zu trinken holen möchte.
      Nun ist es so, dass er natürlich ab und an etwas Geld braucht um zb einkaufen zu gehen (im Zimmer gibts einen Kühlschrank also holt er mal Joghurt, Obst etc)

      Problem: Er gibt mir so gut wie nie Bescheid dass er Geld vom Konto abgehoben hat. Egal ob es 20€, 30€ oder 60€ sind.. Ich erfahre es erst durch den Kontoauszug.
      Mir ist es egal wofür er das Geld braucht.. Ob er einkaufen geht oder mal mit seinen Klassenkameraden etwas trinken geht. Ich vertraue ihm da voll und ganz - fertig.

      Ich würde einfach nur gerne wissen wann und wieviel er abhebt damit ich nicht jedesmal kurz in (übertrieben gesagt) Schockstarre verfalle weil mehr fehlt als ich dachte.

      Er findet natürlich dass ich total übertreibe, ich hingegen finde das nicht schließlich brauchen mein Sohn und ich das Geld hier eher da er ja ordentlich versorgt wird.
      Sehe ich das wirklich zu eng oder ist es mein gutes Recht zu wissen wann er abhebt und wieviel?

      Eure Meinung?
      Gruß geldsache

      • Bitte? Du erwartest, dass dein Mann jedes Mal Bescheid gibt, wenn er ein bisschen Geld abhebt, weil er ein bisschen Obst kauft oder anderen Kleinkram? Wie alt ist dein Mann, fünf?

        Bei großen Anschaffungen sollte man sich sicherlich absprechen, aber wenn mein Mann unterwegs Hunger hat, dann soll er sich halt was kaufen, ich bitte ja auch nicht um Erlaubnis, ob ich beim Einkauf etwas für mich mitbringen "darf".

        lg

        Hmm, ich finde das man ja nicht für jeden einzelnen Zehner anrufen muss den man ausgeben will... Solange es im Rahmen der gemeinsam festgesteckten finanziellen Möglichkeiten ist.

        Man könnte sich doch auch einigen auf einen festen Betrag den jeder von euch für zusätzliches Zeugs (also Zubehör und Genusslebensmittel, Hobby, Interessen) pro Woche einen bestimmten Betrag (gemeinsam festgelegt) zur Verfügung hat.

        So muss niemand Angst bekommen das am Ende des Geldes noch die Hälfte des Monats übrig ist.

        Diese (unbestimmte und indirekte) Angst bemerke ich auch oft an mir. Keine Ahnung weshalb, manchmal liegt der Grund in der eigenen Kindheit und Jugend.

        (4) 04.04.14 - 22:28

        Habe ich mich doch glatt im Alter vertippt.. Sohnemann ist 3 Jahre alt..

        Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass Sohnemann noch nicht in den Kindergarten geht und ich dieses Jahr eine neue Ausbildung anfange.. Geld ist also immer wieder ein Sorgenkind..

      • Hmm, bei der Beantwortung der Frage kann man nicht nur von der eigenen finanziellen Situation ausgehen.

        Nicht jeder verdient netto sehr sehr gut, mancher hat durch eine Ausbildung oder durch einen Unfall noch Schulden abzuzuzahlen, etc...

        Deshalb mein einziger Rat (wie oben schon mal geschrieben): Stellt gemeinsam einen monatlichen Finanzplan auf. Schaut was wofür ausgegeben werden muss, schaut wieviel Euro ihr beiseite legen wollt, schaut wieviel Restgeld "zur freien Verfügung" da ist. Legt gemeinsam fest wieviel ihr beide jeweils pro Monat zur persönlichen freien Verfügung hat.

        So kommt ihr euch nicht in die Quere, könnt eigenverantwortlich handeln ohne Gewissensbisse oder Panik.

        Bis dahin: Stell doch einfach mal einen Plan auf wieviel Geld du reinen Gewissens pro Woche ausgeben kannst für Lebensmittel (ich denke fast das das die allergrößte Sorge ist, oder?). Erstelle einen Essensplan (Männe juckts derzeit nicht, euer Kind auch nicht), koche abwechslungsreich aber wirtschaftlich. Ein paar Vorräte der üblicherweise gebrauchten Lebensmittel (Milch, Mehl, Zucker, Öl, Haferflocken, Nudeln, Reis, Kartoffelbreipulver, Tomatenpampe in Tetrapacks, Tiefkühlgemüse, Teebeutel) schaden auch nicht. Ein solcher Vorrat beruhigt innerlich. Ansonsten, Preise vergleichen (hatte ich erst vor 2 Tagen: knapp 2 Euro ausgeben für 1 Kilo Biomöhren oder den selben Preis für 2 Kilo Standardmöhren), Schleckerkram einschränken und einteilen.... etc. Wie auch immer, das hilft enorm. Es beruhigt dich und entspannt dich dadurch, du behältst den Überblick und weißt deine Familie trotzdem gut versorgt.

        • (8) 04.04.14 - 23:29

          Ich danke dir für deine sachliche Antwort und deine Tipps
          Vorallem dafür, dass du mich ernst nimmst und es nicht als "Larifari-Problem" abstempelst #blume

      Hallo!
      Ich kann Dich verstehen, ich habe auch immer so eine unterschwellige Angst, kein Geld zu haben.

      Daher hebe ich am 1. des Monats mein gesamtes Haushaltsgeld in kleinen Scheinen ab und teile es in Wochenumschläge ein. So weiss ich, wenn es "hart auf hart" kommt, habe ich genug Geld da für Lebensmittel für die Kids und mich.

      ich würde an Deiner Stelle schauen, wieviel Du am Tag brauchst mit Deinem Sohn, zB 10 Euro, dann 300 Euro am 1. abheben.

      Wenn Dein Mann dann - was er ja auch "darf", ist ja auch sein Geld und sein Konto - Geld abhebt, brauchst Du nicht zu zittern, dass Du das nächste Mal nichts bekommst am Automaten. Das entspannt ungemein!

      Liebe Grüße!

      Hallo,

      Ich verstehe das Problem, aber die Lösung ist doch mehr als einfach...

      Ihr kennt eure Ausgaben und macht daher einen Plan über euer verfügbares, monatliches Budget.
      Dann schaut ihr eben was du davon wöchentlich brauchst und was er davon abzwacken kann.
      So macht man das ja für gewöhnlich auch wenn man dauerhaft zusammen lebt.

      Klar,wenn das Geld knapp ist dann kann es schon fatal sein wenn da plötzlich 50€ fehlen, aber wenn man sich das Geld einteilt sollte das funktionieren.
      Was er eventuell nicht braucht an Geld kann er sich dann ja sparen.
      Jetzt jedes mal anzurufen fänd ich auch blöde.

      LG

      Hallo!

      Ich denke es kommt wirklich darauf an, wieviel Geld man zur Verfügung hat. Bei uns wären diese Beträge auch nicht Ausschlaggebend und deswegen würden wir uns jetzt nicht absprechen. Geld ist so bei uns immer Genug drauf. Größere Anschaffungen werden bei uns aber besprochen.

      Wenn man aber nur einen bestimmten Betrag zur Verfügung hat, ist das schon etwas anderes. Da muss man ja schon enger Planen.
      Somit würde ich Vorschlagen das auch dein Mann einen festen Betrag hat, den er Abbuchen kann, ohne das die Frau Zuhause gleich in Geldsorgen rutscht. Beträge die dann größer werden, sollte er dann schon kurz Mitteilen damit man umplanen kann.
      Das sehe ich dann als optimale Lösung an, wenn das Geld doch nicht sooo locker sitzt.

      LG Sonja

      Genau aus diesem Grund haben wir unsere getrennten Konten behalten. Ich würde aber wegen solch kleine Beträge kein Aufhebens machen. Dein Mann ist alt genug und ihr habt nun mal ein gemeinsames Konto. Sagst du deinem Mann immer wenn du Geld vom Konto holst? Wenn es größere Beträge wären, dann würde ich mir erst Sorgen machen. Also bleib ruhig und vertrau deinem Mann.

      LG Jeanette #winke

      Hallo,

      bei einem gemeinsamen Konto sollte in einer Partnerschaft so weit eine Vertrauensbasis sein, daß sich nicht jeder für kleine Abhebungen rechtfertigen oder sie gar ankündigen soll. Bei größeren Geldbeträgen spricht man sich ab.
      In Eurem Fall wäre ein Zweitkonto für ihn und seine Versorgung eine Variante. Ein bestimmter Betrag X kommt rauf, den Dein Freund für die Umschulung dort benötigt. Natürlich sprecht Euch vorher ab, führt einen Haushaltsplan, welcher Posten wieviel kostet. Evenuell weiß Dein Freund auch nicht, wieviel Du und Euer Kind in der Woche benötigt.
      Oder er läßt die Geldkarte stecken und nimmt nur Bargeld nimmt, was er benötigt.

      LG
      Karla

      (14) 05.04.14 - 21:51

      Lieben Dank für all die Antworten.
      Ich werde einige Tipps auf jeden Fall umsetzen damit ich nicht Bammel habe zu wenig Geld für uns hier zu haben
      #blume

      Hallo,
      die meisten tönen hier, dass du übertreibst, weil es sich um solch kleine Beträge handelt, aber genau diese Beträge summieren sich am Ende des Monats ganz gewaltig.

      Ich nehme an, dass ihr ein gemeinsames Konto habt, weil jeder für sich wahrscheinlich auch nicht die "Millionen" heim schleppt. Ich würde vorschlagen ihr rechnet mal aus, was ihr an Hauswirtschaftsgeld monatlich ungefähr braucht bzw. ausgeben könnt und teilt das auf die Woche runter. Wir haben da bei uns z.B. ein Budget von 1000€ im Monat festgelegt, also 250€ in der Woche. Das beinhaltet allerdings jetzt nicht nur den Einkauf sondern auch Restaurantbesuche, hier und da mal ein Eis, Snack an der Imbissbude, sowas eben. Hättet ihr also pro Woche evtl. 100€ zur Verfügung, wäre es fair, denke ich, wenn du ca. 70€ bekämest und er 30€, einfach weil du für dich und Kind komplett einkaufen gehen musst, während er versorgt ist und nur zwischendrin mal ne Kleinigkeit kauft.
      Ich finde es super, dass du die Finanzen im Blick haben willst, denn auch Kleinvieh macht Mist. Speziell, wenn man nicht viel hat, müssen die Käufe zwischendrin gut überlegt sein.

      Lg Dean :)

      • (16) 06.04.14 - 21:31

        Hallo

        Ich danke dir für deine Antwort. Genau das mit den kleineren Beträgen abheben macht mir Sorgen.. Grad weil man sich denkt "Ja da nochmal 20€ oder 15€ etc"

        Über Ostern ist er hier dann werde ich mit ihm darüber reden und es genau so machen, dass wir in der Woche soundsoviel Geld zur Verfügung haben

        Gruß

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