neue Chance für alkoholiker

    • (1) 12.04.14 - 19:03

      Hallo ihr lieben,

      Ich brauche mal euren Rat.

      Ich habe mich vor vier Wochen von meinem partner getrennt, weil er ein Alkoholproblem hat. Jetzt beteuert er trocken zu sein und das ich ihm die Augen geöffnet habe.

      Kann ich ihm das glauben? Ich liebe ihn aber ich muss auch an meine Tochter denken.. Hat jemand einen Rat...

      • Hat er denn einenEntzug gemacht?

        Ich kenne mich da nicht aus.. aber so ein Entzug in der Klinik dauert doch auch seine Zeit und dann gibt es doch anschließend noch eine Therapie?

        Es liest sich so, als würde er nur sagen, dass er trocken ist.

        Gruß

        Hallo,

        Normalerweise muss er einen Entzug machen und dann zu den anonymen Alkoholikern gehen.
        Und das kann er unmöglich alles in 4 Wochen geschafft haben, man bleibt wird nicht so schnell und vor allem einfach trocken und wenn er es mal geworden ist muss er es auch erstmal bleiben.
        Nimm ihn nicht einfach so zurück und selbst wenn du ihn mal wieder zurück nehmen würdest dann in weiter Zukunft und nicht sofort.
        Ich wünsche dir viel Glück und kraft.
        Lg

        • Vielen Dank für eure antworten.

          Nein er hat keinen entzug gemacht, angeblich hat er es alleine geschafft.

          Aber icb kann ihm das einfach nicht glauben.

          Ich danke euch wirklich, das ihr so schnell geantwortet habt.
          Eure zeilen machen mir mut, das die Trennung die richtige Entscheidung war und ich den weiteren weg mit meiner Tochter alleine gehen werde.
          Egal wie schwer es mir im Moment tut..

          Danke und euch einen schönen Abend

          • Ohne laufende Therapie und Rücksprache mit dem Therapeuten, hätte er bei mir keine Chance mehr!

            Das wird auch mit Sicherheit ein paar Monate dauern bis er einigermaßen als "trocken" gelten kann!

            LG

            • ....finde es echt schade, jeder oder fast jeder von euch schreibt, er hätte keine Chance verdient usw...heißt eine Beziehung und ehe nicht wie in guten so auch in schlechten Zeiten?? Oder habe ich da was falsch verstanden? denkt mal an die sucht kranken, für die ist es auch nicht leicht, wenn mein freund ein Alkohol Problem hätte, klar würde ich stressen, meckern usw, aber ich würde für ihn da sein versuchen das er eine Therapie macht, und wenn er sie nicht machen will sagen ok dann hat es keinen Wert, aber nicht gleich loslassen und die Beziehung aufgeben, sondern gemeinsam füreinander da sein,

              • Weisst du was es für ein Kind bedeutet mit einem Alkoholkranken aufzuwachsen?

                Natürlich hat ein Suchtkranker eine zweite Chance verdient! ABER erst nach ABGESCHLOSSENER Therapie!!!

                Alles andere führt höchstens in die Co-Abhängigkeit!

                • Klar ist es für ein Kind nicht gut, aber ich finde wenn man den Partner liebt dann sollte man ihn doch unterstützen und nicht einfach ihn fallen lassen, die meisten von euch kommen immer mit trenne dich von ihm... Das finde ich nicht gut, Man sollte es doch erst mal probieren und nicht gleich aufgeben

                  Entschuldige aber man sieht das du NULL Ahnung von Suchtkranken hast! Solange man diese unterstützt werden Sie nämlich überhaupt keinen Sinn darin sehen ihre Sucht zu erkennen und behandeln zu lassen. Bei einer ausgeprägten Sucht ist es doch so, das der Suchtkranke erstmal ganz am Boden sein muss bevor er überhaupt erkennt das ein Problem besteht und es behandelt werden muss.

                  Anders sieht es natürlich aus bei Suchtkranken die erkannt haben das sie ein Problem haben und damit aufhören wollen. Aber selbst in diesem Stadium würde ich nur unter gewissen Voraussetzungen mit so einem Partner weiter zusammenleben.

                  Ich für meinen Teil rede hier übrigens nur von einer Trennung auf Zeit bis derjenige eben sein Problem einigermaßen im Griff hat!

                  Oft ist Trennung die beste Therapie!;-)

            Ein Alkoholiker/Suchtkranker wacht aber in der Regel erst auf, wenn man ihn vor vollendete Tatsachen stellt (in diesem Fall die Trennung), er selber bereit ist, eine Therapie zu machen und diese dann auch durchzieht.
            Alles andere ist blauäugig und naiv.

            Mein Vater ist trocken seit über 25 Jahren.
            Seine Therapie ging 6 Monate, die ersten 4 Wochen komplett ohne Kontakt zu uns.

            Leider wurden auch im Bereich der Suchthilfe die Gelder (noch mehr) gekürzt und Therapien gehen i.d.R. nur noch 3 Monate und das ist deutlich zuwenig.

            "In guten wie in schlechten Tagen..."
            Ja, das ist ein Spruch, der in einer Partnerschaft gelten sollte. Aber eine Co-Abhängigkeit ist psychisch eine totale Belastung. Von Kindern, die so etwas miterleben ganz zu schweigen.

Ich spreche mal aus Erfahrung!!!

Kein Alkoholiker schafft es von allein trocken zu werden. Mein ex. Habe ihn 2011 verlassen, hat ein Entzug gemacht und letzten Monate hatte er den dritten Rückfall.
Ich sage nur,wenn ein Kind involviert, sofort räumlich Trennung herstellen!! Leider sagen ich (subjektiv) einmal Alkoholiker immer Alkoholiker, ich weiß es gibt eine handvoll die es schaffen trocken zu bleiben. Mein ex.ist in eine neue Beziehung, die Frau hat Kinder und er trennt wieder! Ich halte seine neue für dumm,nach 6monate Beziehung ist sie bei ihn eingezogen, obwohl sie wusste das er eine Alkoholproblem hat!!! Nur trinkt er nur noch und dir hocken aufeinander, die kinder dazwischen!!! Du kannst ihn nicht helfen, er braucht professionelle Hilfe!!

  • (16) 12.04.14 - 23:03

    Es gibt aber auch eine handvoll Alkoholiker die es von sich aus schaffen ohne jegliche Hilfe von aussen und trocken bleiben. Ich habe ein solches Exemplar hier, 16 JAHRE trocken und er war mindestens ebensolange starker Alkoholiker. Auslöser zum Trockenwerden war meine Schwangerschaft und das Ultimatum entweder-oder.
    Es war hart keine Frage die Synthome waren heftig aber er wollte es von sich aus er sagte es ist Kopfsache, entweder man will von sich aus und schafft es oder eben nicht.
    Therapien die ihm aufgebrummt wurden von Amtswegen (5) schlugen alle fehl weil er dazu nicht bereit war.

    Lg

Die Behandlung dauert einige Monate und selbst dann gibt es keine Garantie.

Bei 4 Wochen hat er vllt gerade mal eine Trinpause. Trocken ist er noch lange nicht...

(18) 12.04.14 - 21:18
kein.Alkohol.mehr

Ich bin selbst betroffen. Mein Mann ist trockener Alkoholiker. Wir sind seit 2002 zusammen, haben 2005 geheiratet, 2008 kam unsere Tochter zur Welt. 2010 habe ich bemerkt, dass mein Mann trinkt. Davor war es ein normales Trinkverhalten, selten Zuhause, hauptsächlich beim Weggehen. Das hat sich dann leider durch private Probleme (nicht wg mir, sondern mit seinen Eltern und durch eine Depression) zur Sucht gesteigert.

Ich hab es nach einem Jahr bemerkt und mir dann 1 1/2 Jahre den Mund fusselig geredet, hab ihn kontrolliert, war verzweifelt, hab aber nie daran gedacht, mich zu trennen. Ende 2012 dann endlich die Erkenntnis - "Ich bin süchtig und brauche Hilfe." Er machte einen Entzug, anschließend folgte eine stationäre Therapie (3 Monate, in denen wir uns nur 3 mal gesehen haben, u.a. zu einem Angehörigenseminar).

Seit Februar 2013 ist er wieder Zuhause, seitdem geht er zu einer ambulanten Therapie.

Ich bin wahnsinnig stolz auf meinen Mann und ein kleines bisschen auch auf mich. Wir sind heute glücklicher denn je, haben letztes Jahr ein Haus gekauft und unser zweites Kind bekommen. Es geht uns richtig gut und ich bin überzeugt von einer "trockenen Zukunft".

Manchmal ist eine Trennung der richtige und notwendige Weg, aber eben nicht immer. Wir haben diese schwere und teilweise schlichtweg beschissene Zeit gemeinsam durchgestanden und das hat uns noch enger zusammen geschweißt.

VG

Hallo,

mach es wie bei einer frischen Beziehung, ihr lernt euch ganz neu kennen. Macht Dates aus, ohne deine Tochter und dann wirst du sehen, ob er wirklich aufgehört hat zu trinken. Feste Sachen könnt ihr immer noch machen, wenn du wieder vertrauen hast.

LG Ella

Ich würde als Mutter keinen Alkoholiker als Partner wollen. Dein Partner ist auf keinen Fall bereits trocken. Selbst bei einem trockenen Alkoholiger hätte ich Bedenken.

Und ich würde vermutlich den Weg der Therapie nicht mitgehen wollen. Das klingt hart, aber als alleinerziehende Mutter brauchst du deine Kräfte für deine Tochter. Ich würde mich und indirekt meine Tochter mit so etwas nicht belasten wollen.

Nicht nach vier Wochen...#nanana

Denk doch mal nach.... #liebdrueck

(25) 13.04.14 - 08:11

Es gibt Alkoholiker, die schaffen es locker, 2-3 Monate nichts oder recht wenig zu trinken. Deswegen sind sie aber nicht trocken. Es geht anschließend einfach weiter.

Ich habe das leider jahrelang bei meinem Vater miterleben müssen.

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