neue Chance für alkoholiker

Hallo ihr lieben,

Ich brauche mal euren Rat.

Ich habe mich vor vier Wochen von meinem partner getrennt, weil er ein Alkoholproblem hat. Jetzt beteuert er trocken zu sein und das ich ihm die Augen geöffnet habe.

Kann ich ihm das glauben? Ich liebe ihn aber ich muss auch an meine Tochter denken.. Hat jemand einen Rat...

Hat er denn einenEntzug gemacht?

Ich kenne mich da nicht aus.. aber so ein Entzug in der Klinik dauert doch auch seine Zeit und dann gibt es doch anschließend noch eine Therapie?

Es liest sich so, als würde er nur sagen, dass er trocken ist.

Gruß

Hallo,

Normalerweise muss er einen Entzug machen und dann zu den anonymen Alkoholikern gehen.
Und das kann er unmöglich alles in 4 Wochen geschafft haben, man bleibt wird nicht so schnell und vor allem einfach trocken und wenn er es mal geworden ist muss er es auch erstmal bleiben.
Nimm ihn nicht einfach so zurück und selbst wenn du ihn mal wieder zurück nehmen würdest dann in weiter Zukunft und nicht sofort.
Ich wünsche dir viel Glück und kraft.
Lg

Vielen Dank für eure antworten.

Nein er hat keinen entzug gemacht, angeblich hat er es alleine geschafft.

Aber icb kann ihm das einfach nicht glauben.

Ich danke euch wirklich, das ihr so schnell geantwortet habt.
Eure zeilen machen mir mut, das die Trennung die richtige Entscheidung war und ich den weiteren weg mit meiner Tochter alleine gehen werde.
Egal wie schwer es mir im Moment tut..

Danke und euch einen schönen Abend

Ohne laufende Therapie und Rücksprache mit dem Therapeuten, hätte er bei mir keine Chance mehr!

Das wird auch mit Sicherheit ein paar Monate dauern bis er einigermaßen als "trocken" gelten kann!

LG

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Ich spreche mal aus Erfahrung!!!

Kein Alkoholiker schafft es von allein trocken zu werden. Mein ex. Habe ihn 2011 verlassen, hat ein Entzug gemacht und letzten Monate hatte er den dritten Rückfall.
Ich sage nur,wenn ein Kind involviert, sofort räumlich Trennung herstellen!! Leider sagen ich (subjektiv) einmal Alkoholiker immer Alkoholiker, ich weiß es gibt eine handvoll die es schaffen trocken zu bleiben. Mein ex.ist in eine neue Beziehung, die Frau hat Kinder und er trennt wieder! Ich halte seine neue für dumm,nach 6monate Beziehung ist sie bei ihn eingezogen, obwohl sie wusste das er eine Alkoholproblem hat!!! Nur trinkt er nur noch und dir hocken aufeinander, die kinder dazwischen!!! Du kannst ihn nicht helfen, er braucht professionelle Hilfe!!

Es gibt aber auch eine handvoll Alkoholiker die es von sich aus schaffen ohne jegliche Hilfe von aussen und trocken bleiben. Ich habe ein solches Exemplar hier, 16 JAHRE trocken und er war mindestens ebensolange starker Alkoholiker. Auslöser zum Trockenwerden war meine Schwangerschaft und das Ultimatum entweder-oder.
Es war hart keine Frage die Synthome waren heftig aber er wollte es von sich aus er sagte es ist Kopfsache, entweder man will von sich aus und schafft es oder eben nicht.
Therapien die ihm aufgebrummt wurden von Amtswegen (5) schlugen alle fehl weil er dazu nicht bereit war.

Lg

Die Behandlung dauert einige Monate und selbst dann gibt es keine Garantie.

Bei 4 Wochen hat er vllt gerade mal eine Trinpause. Trocken ist er noch lange nicht...

Ich bin selbst betroffen. Mein Mann ist trockener Alkoholiker. Wir sind seit 2002 zusammen, haben 2005 geheiratet, 2008 kam unsere Tochter zur Welt. 2010 habe ich bemerkt, dass mein Mann trinkt. Davor war es ein normales Trinkverhalten, selten Zuhause, hauptsächlich beim Weggehen. Das hat sich dann leider durch private Probleme (nicht wg mir, sondern mit seinen Eltern und durch eine Depression) zur Sucht gesteigert.

Ich hab es nach einem Jahr bemerkt und mir dann 1 1/2 Jahre den Mund fusselig geredet, hab ihn kontrolliert, war verzweifelt, hab aber nie daran gedacht, mich zu trennen. Ende 2012 dann endlich die Erkenntnis - "Ich bin süchtig und brauche Hilfe." Er machte einen Entzug, anschließend folgte eine stationäre Therapie (3 Monate, in denen wir uns nur 3 mal gesehen haben, u.a. zu einem Angehörigenseminar).

Seit Februar 2013 ist er wieder Zuhause, seitdem geht er zu einer ambulanten Therapie.

Ich bin wahnsinnig stolz auf meinen Mann und ein kleines bisschen auch auf mich. Wir sind heute glücklicher denn je, haben letztes Jahr ein Haus gekauft und unser zweites Kind bekommen. Es geht uns richtig gut und ich bin überzeugt von einer "trockenen Zukunft".

Manchmal ist eine Trennung der richtige und notwendige Weg, aber eben nicht immer. Wir haben diese schwere und teilweise schlichtweg beschissene Zeit gemeinsam durchgestanden und das hat uns noch enger zusammen geschweißt.

VG

Deine Geschichte finde ich sehr gut, du hast deine Beziehung nicht gleich aufgeben auch wenn es eine schwere Zeit war, finde ich super, LG

Den Vater des Kindes zu unterstützen, so lange die Kinder nicht zu sehr leiden, ist eine ganz andere Sache als einen Lebensabschnittsgefährten.

Hallo,

mach es wie bei einer frischen Beziehung, ihr lernt euch ganz neu kennen. Macht Dates aus, ohne deine Tochter und dann wirst du sehen, ob er wirklich aufgehört hat zu trinken. Feste Sachen könnt ihr immer noch machen, wenn du wieder vertrauen hast.

LG Ella

Ich würde als Mutter keinen Alkoholiker als Partner wollen. Dein Partner ist auf keinen Fall bereits trocken. Selbst bei einem trockenen Alkoholiger hätte ich Bedenken.

Und ich würde vermutlich den Weg der Therapie nicht mitgehen wollen. Das klingt hart, aber als alleinerziehende Mutter brauchst du deine Kräfte für deine Tochter. Ich würde mich und indirekt meine Tochter mit so etwas nicht belasten wollen.

Das soll natürlich zweimal Alkoholiker heißen......

Nicht nach vier Wochen...#nanana

Denk doch mal nach.... #liebdrueck

Es gibt Alkoholiker, die schaffen es locker, 2-3 Monate nichts oder recht wenig zu trinken. Deswegen sind sie aber nicht trocken. Es geht anschließend einfach weiter.

Ich habe das leider jahrelang bei meinem Vater miterleben müssen.

Niemals würde ich ihm noch eine Chance geben, niemals. Da muss er schon länger beweisen dass er es lässt mit dem Alkohol, denn versprechen kann man viel.

JUHU,
hier wird immer nett pauschalisiert einmal Alki immer Alki, ich bin der Meinung und habe auch eine dementsprechende Ausbildung nicht jeder der regelmässig trink ist Alkoholiker da gehört oft etwas mehr dazu um also zu beurteilen ob er süchtig ist oder nicht bin ich hier nicht in der Lage.

Ein Entzug dauert im KH 14 Tage und wenn man will kann man anschließend in Therapie gehen Stationär oder Ambulant.

Viele Trinken aber auch regelmässig und sind nicht süchtig sondern Gewohnheitstrinker und die können schon das trinken lassen gerade nach solchen Änderungen im Leben wie Frau und Kind weg. Wie gesagt kann nicht beurteilen wie es bei Euch ist finde aber es ist immer so leicht zu sagen jeder der Trinkt ist ein Alki.

Ich finde es nicht schlecht wie jemand schrieb dich halt wieder ran zu tasten mit Treffen wenn Du ihn noch Liebst dann wirst Du ja sehen wie es ist.

Dann wird es sich zeigen wie weit er drin hängt.
LG Pedy

Hallo,

ich denken nicht, dass dein Mann/Freund es mal ebenso geschafft hat trocken zu werden.

Ich bin selbst Kind einer Alkoholkranken Mutter. Ich hatte Gott sei Dank in meiner Kindheit eine liebevolle Oma die ganz viel von mir und meiner Schwester ferngehalten hat. Eigentlich kann ich mich bis ich 13 war nicht beschweren, da ich bis dahin bei meiner Oma war. Leider starb sie als ich 13 war und da kam alles mit voller Wucht auf mich zu. Dadurch das mein Vater nur am We zu Hause war arbeitsbedingt und meine Schwester schon ausgezogen war (11 Jahre älter) war ich von da an völlig allein. Die nächtlichen Ausraster mit Beschimpfungen meiner Mutter waren die Hölle. Wenn ich morgens zur Schule bin hab ich mein Frühstück selber gemacht, da meine "Mutter" noch vollgedröhnt im Bett lag. Kam ich mittags heim lag sie immer noch da. Meist stand sie gegen Nachmittag auf und gegen Abend war sie wieder weg saufen.

Ich kann dir nicht sagen wie oft ich meinen Vater angerufen habe, er kam dann die 200 km nach Hause gefahren um sie aus der Kneipe zu holen. Sie versprach Besserung die dann ganze 2 Wochen hielt. Da trank sie heimlich zu Hause. Dann gings von vorne los. Wie oft hat sie versprochen eine Therapie zu machen, hat sie bis heute nicht.

Ich kann nur sagen, mein Vater hat irgendwann aufgegeben. Ich hab Gott sei Dank durch die Erziehung meiner Oma mein Leben mit 13 alleine hinbekommen. Ich lebe ein Glückliches Leben ohne Alkohol mit bald 4 Kindern, Mann Hund und Kegel.

Mein geliebter Papa ist vor 4 Jahren gestorben leider und meine Mutter trinkt immer noch. Ich habe Kontakt zu ihr aber sehr oberflächlich da ich ihr bis heute nicht verzeihen kann was sie uns als Familie angetan hat. Wir haben ihr alle erdenkliche Hilfe zugesagt aber davon will sie nichts hören. Ach ja nach außen hin wurde immer heile Familie vorgegaukelt. Mein Dad war Manager einer großen Firma tja wie das nun mal so ist...Happy Familiy...

Denk an dein Kind!!!