SiloPo: Habt ihr auch so schwarze Schafe in der Familie ?

    • (1) 20.04.14 - 20:34
      eineschwarzefrau

      Hallo,

      eigentlich gehört das in die Kategorie Familienleben, aber hier schreibt es sich einfacher mal unerkannt.

      Habt ihr auch so "schwarze Schafe" in der Familie ? Wie äußert sich das? Wie wird damit umgegangen?

      Ich habe da auch so jemanden (so um die 50, eine Generation über mir). Sie hatte seit über 10 Jahren keinen Partner mehr (hat aber Kinder von verschiedenen Männern), ist unheimlich laut (achtet nicht auf ihre Lautstärke), eher ungepflegt, läuft komplett unmodern rum (gerne Sweatjacken aus Nici mit Hochwasserschlaghosen und Turnschuhen), erwartet, dass Familienmitglieder, die mehr Geld haben sie unterstützen (mit einer arroganten Selbstverständlichkeit), hat (wenn man sie gut kennt) eigentlich kein Selbstbewusstsein. Hat ein Haufen Dinge aus der Jugend, die sich nicht aufgearbeitet hat. (Ich weiß, eigtl nicht mein Ding).

      Aber ich kann mit ihr nicht umgehen. Ich habe auch momentan weder Zeit noch Lust mich mit ihr auseinanderzusetzen. (Habe es gerade endlich nach Ewigkeiten geschafft mit Therapie mich aus den Fäden einer langjährigen Depression zu befreien). Ich habe momentan weder Zeit noch Kraft, mich mit ihr auseinanderzusetzten, muss es aber trotzdem hin und wieder tun, wenn ich mit meiner Familie zu tun haben möchte.

      Es musste einfach mal raus. Auch wenn es ein SiloPo wurde :)

      • Also ich finde nicht das hier jemand von euch für diese Person verantwortlich ist. Wenn sie wieder meinen sollten das jemand ihre Sachen zahlen soll, dann sagt ihr doch einfach sie hat selbst Geld! Und wenn es euch nicht passt wie sie rumläuft, lasst sie einfach. ISt schließlich ihr Problem oder nicht? Das sie seit 10 Jahren keinen Kerl hatte oder eben Kinder von mehreren Männern ist auch ihr Problem. Ich würde mir sowas nicht ans Bein binden weil es mich eigentlich nichts angeht und sonst den Kontakt einfach soweit vermeiden, wie es geht.

        Gruß Ela

        (3) 20.04.14 - 21:01

        Ja, mich.

        Ich bin die einzige in der Familie, die nur Hauptschule hat.

        Ich bin 2 mal geschieden und ich habe die Kinder bei meinem Ex gelassen.

        20 Kilo Übergewicht habe ich auch. Die anderen sind alle schlank.

        Reicht das? #winke

        ja ich.....

        bin nach der Susbildung 800 km vom Dorf in die Großstadt gezogen, zweite Ausbildung, guter Job, viel umgezogen, studiert....
        Schwarze Scharfe kann man so oder so umschreiben;-)

        Bei uns bleibt man auf dem Dorf und wird nix....
        lisa

        • (5) 20.04.14 - 22:32

          Bin der Meinung, bevor wir hier weitere kommentare schreiben,sollten wir doch mal eine Definition für"schwarzes Schaf" festhalten!!

          Bin der Meinung ,es kommt auf die Perspektive an!! Ich bin von meine subjektive Perspektive, das schwarze schaf meine Familie und das hat nichts mit versagen im leben zu tun!!

          Der Beitrag offenbart mir,dass sie ein bestimmtes Lebensstil pflegt und eckt etwas an damit!!!

      Hier ich! Ich wurde von meinen Eltern schon direkt als das schwarze Schaf der Familie bezeichnet. Ich sei anders, abstrakt, sie verstünden mich nicht.

      Die Sache mit dem Geld ist das einzige was eurer Familie 'schaden' könnte. Jemanden aufgrund seines Kleidungsstils (!), Singlelebens, Probleme in der Vergangenheit als schwarzes Schaf zu titulieren finde ich etwas anmaßend. Du musst diese Person ja nicht heiraten, warum hat ie einen so großen Einfluss auf dein Seelenheil?

    • Hi!
      Wer weiß, was andere Familienmitglieder oder die besagte Frau über Dich denken...vielleicht sehen sie in Dir das schwarze Schaf ;-).

      Viele Grüße!

      Ich oute mich auch mal als schwarzes Schaf.:-D

      Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und habe schon den "Fehler" gemacht, einen Realschule besucht zu haben anstatt die Hauptschule. Als ich dann noch mein Fachabitur gemacht habe, hat mein Vater gar nicht mehr mit mir gesprochen. Meine Banklehre war in den Augen unserer Bekannten und Verwandten ein wahres Rätsel.

      Ein schwarzes Schaf ist anders als die vielen weißen Schafen auf der Weide. Ob im guten oder schlechtem Sinn. Das liegt im Auge des Betrachters.

      Du machst deine Familienangehörige unnötig nieder. Niemals trägst du soviel Verantwortung für sie, als das es dein Leben nachhaltig beeinträchtigen müsste. Außer du wärst als ihre Tochter oder Mutter verantwortlich für sie. Und auch dann kannst du dich abgrenzen, wenn du nicht ihr ausdrücklicher Betreuer bist.

      Viele Grüße

      rabe0510

      #rofl

      Ja, ich denke man könnte mich als schwarzes Schaf bezeichnen und es stört mich sowas von überhaupt nicht #cool
      Früher wollte ich unbedingt so sein wie meine Eltern und Geschwister, perfekt in allem was sie tun, normal, spießig, angepasst. Aber ich muss sagen, inwzischen finde ich es gut so wie es ist. Ich bin einfach anders, ich mache alles anders und es ist ok so. Ich denke die anderen haben sich inzwischen dran gewöhnt, es bleibt ihnen ja auch nichts anderes übrig #rofl
      Man muss nicht immer mit der Masse mitschwimmen, ich finde es ok Individualität zu besitzen #schein.

      Ich wusste ja gar nicht, dass schwarzes Schaf neuerdings ein Modewort für "rebellische Individualität" ist.

      Sachen gibt's...

      • wie definierst du denn schwarzes Schaf? Für mich ist ein schwarzes Schaf jemand der ganz anders ist als der Rest der Familie. Das kann sowohl äußerlich zutreffen, als auch charakterlich oder eben vom Lebensstil, Einstellungen oder sonstwas.

        • Ganz einfach, ein schwarzes Schaf definiert sich nicht selber, sondern wird von der Gruppe definiert.

          Dementsprechend müssten die Familien hier die User als schwarzes Schaf ausweisen und möglicherweise begründen.

          Weiterhin wird gerne als Sündenbock missbraucht und konsequent ausgegrenzt.

          Ein schwarzes Schaf in der Familie zu sein hat also nichts mit cooler Individualität zu tun - was im gleichen Zug ja allen weissen Schafen abgesprochen wird, sondern mit Ausschluss und Schande aus dem Blickwinkel der Familie.

          Ich finde es dementsprechend befremdlich, wenn man das "schwarze Schaf zu sein" mit "Individualität" und "Lichtkegel" übersetzt.

          • natürlich wird das von der Familie definiert. Wenn man immer zu hören bekommt warum kannst du nicht so ruhig, brav, gut, wohlgeraten sein wie deine Geschwister, dann denke ich wird man sehr wohl ausgegrenzt. Woher hat das Kind das bloß? Also von meiner Seite aus nicht, nee, von meiner auch nicht, ich war immer ein braves Kind. #augen
            Man bemüht sich dazuzupassen und auch so zu sein, aber irgendwann sieht man es als etwas positives an seine eigene Persönlichkeit und seinen eigenen Lebensstil zu haben. Trotzdem ist man anders als der Rest dern Familie und bekommt es offen oder auch subtil immer wieder gesagt oder zumindest zu spüren, dass man ja so anders ist. Die Frage ist nur wie man damit umgeht. Ich für meinen Teil habe mich damit abgefunden und versuche nichtmal mehr genauso zu sein.

            • Ganz ehrlich, solange du dich auf deine Eltern verlassen kannst - sie dein Kind aufziehen und du dort wohnen kannst, gut mit deinen Nichten und Neffen auskommst - was auch impliziert, dass du von deinen Geschwistern nicht halb so ausgeschlossen bist, wie du dir vorstellst... solange hast du offensichtlich nicht begriffen, wie sich ein echtes "schwarzes Schaf" anfühlt.

              Das hat nichts mit Persönlichkeit zu tun, die übrigens alle um dich herum auch haben und ich wette 100 Euro, dass auch schon deine Eltern eine eigene Meinung zu einem Thema hatten. Da bist du nicht die erste.

              • (15) 21.04.14 - 18:16

                Nachtrag: Und das ist eine gute Sache!

                Ein schwarzes Schaf zu sein ist in meinen Augen keine erstrebenswerte Sache, auch wenn man nicht in allem konform geht, was die Familie angeht und solange es sich nicht um eine missbrauchende, kriminelle Familie handelt, ist eine solide, loyale, liebende Familie über den Rand von Vater-Mutter-Kind hinaus ein wirklich schönes soziales Gefüge.

    (16) 21.04.14 - 15:33

    Hallo,

    ich sollte immer das schwarze Schaf sein. Alle waren Älter und erfahrener und wussten alles besser und wollten mir ihr Leben aufzwingen. Wenn ich nicht gesprungen bin wurde hinter meinem Rücken gelästert.
    Tja also einfach mal den Kontakt abgebrochen und mir geht es seitdem Bestens #huepf

    (17) 21.04.14 - 15:42

    ich bin wohl eher das schwarze schaf.
    habe mit meinem mann (seit fast 9 jahren verheiratet) schon mit unter 30 5 kinder, aber wir sind glücklich.
    ok meine mutter ist eher das schwarze schaf in den augen von meinem opa (ihrem vater). sie ist geschieden, den freund danach hat mein opa nie akzeptiert, ihren neuen jetzt eher. und mit über 30 nochmal eine ausbildung gemacht. dazu ist sie nicht so sparsam wie eher und kauft sich vieles...
    mein opa hatte kinderlähmung und geht am stock (inzwischen nur noch an zwei), er hat aber immer gearbeitet. erst als drucker und als das nicht mehr ging als pförtner dort. jetzt lebt er im eigenheim mit meiner oma (hat übrigends fast nie gearbeitet, nur so putzjobs) von einer sehr kleinen rente. daher hat er immer sehr sparsam gelebt.

    In den Augen meiner Familie väterlicherseits bin ich das schwarze Schaf: widerspenstig, frech, dreist, dumm und einfach ganz und gar verdorben. Nachvollziehbar aus ihrer Sicht. Vor 15 Jahren hatte man doch all seine Hoffnung in mich als Repräsentantin der Familie gelegt, ich sollte die Firma irgendwann mal leiten und mit meiner Schönheit und Intelligenz den Clan vertreten. Dummerweise wurde ich dann älter und wurde immer mehr "wie die Mutter", das heißt: ich hatte plötzlich eine eigene Meinung. Geld und Macht und der schöne Schein waren mir nicht so wichtig, ich hatte durch meine Mutter und meinen Stiefvater und meine restliche Familie andere Werte gelernt, wurde trotz gutem Abitur nur Krankenschwester, und wollte da nicht mehr mitmachen. Ich trug Kleidung, die mir gefiel, und ließ mich sogar tätowieren! Und ihre Meinung war mir egal! Das Geld zum 18.Geburtstag hatte ich dreist angenommen, habe mich zwar bedankt, hatte danach aber immer noch eine eigene Meinung. Sehr ärgerlich. Mittlerweile bin ich adoptiert und habe gar keinen Kontakt mehr zu denen, weiß aber, dass ich in ihren Augen ganz klar das schwarze Schaf bin, das bestimmt irgendwann reumütig zurückkommen wird.

    Weißt du, ich fühle mich ziemlich "weiß" und es freut mich, dass diese oberflächlichen, machtgeilen und nicht zu Liebe fähigen Leute mich verachten. Es ist halt immer eine Sache der Respektive. Deine Familienangehörige mag vielleicht speziell sein, aber was macht sie zum schwarzen Schaf? Dass sie Geld haben will? Vielleicht braucht sie es wirklich? Du musst es ihr ja nicht geben. Vielleicht hat sie sich ihr Leben auch anders vorgestellt? So oder so: leben und leben lassen.

    Ähnlich wie twins bin ich das "schwarze" Schaf wenn man es so betrachten will.

    Statt mich dem Suff hinzugeben (naja, zumindest nicht komplett#schein), staatliche Gelder abzugreifen und ohne Schulabschluss vor dem Fernseher zu versacken habe ich mich durchs Gymnasium gekämpft, mein Studium selbst finanziert, einen ordentlichen Job bekommen und zahle meine Rechnungen von selbst verdientem Geld.

    Können weite Teile meiner Verwandtschaft nicht verstehen...wie man mit schwarzen Schafen, insbesondere deinem umgeht...ich würde sagen: ignorieren. Sie erwartet Unterstützung? Kann sie ja gerne aber wenn nichts gegeben wird, dann wird sich die Erwartungshaltung auch irgendwann legen. Also einfach...aussitzen.

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