Ex hat die Zügel in der Hand...?

Blöde Überschrift, ich weiß.

Ich weiß nicht, ob ich in diesem Forum richtig bin. Und was ich nun schreibe, gefällt auch vielleicht nicht jede/m/r.
Mein Mann hat eine knapp 10jährige Tochter, die entstanden ist, als er eigentlich von seiner Ex schon getrennt war.

Naja, nicht grad ne Meisterleistung, aber ist nun mal so. Er liebt sie und leidet unter der ganzen Situation richtig schlimm.

Von Anfang an hat die Ex den Kontakt nicht gefördert, da ja schon -noch während sie schwanger war- ein neuer Mann am Start war.

Mit dem sie dann noch ein Kind bekommen hat. Und noch eins.
Da hat mein Freund wohl das "heile" Familienbild gestört.

Der Kontakt wurde zwar nicht direkt untersagt o. ä., aber ich merke, dass sie da relativ subtil agiert: wenn die Kleine von uns 5 Minuten zu spät gebracht wird, gibt es Streit & Augenrollen, wenn "schon wieder Papa" anruft & nur negatives suggerieren...
Sie ist halt nun alt genug, uns sowas zu erzählen.

Das harte an der ganzen Geschichte ist, dass dort ohne den Unterhalt meines Mannes (der sehr sehr gut verdient) dort gar nichts möglich wäre. Und ich meine wirklich nichts!
Und anstatt darüber nachzudenken, selber ein wenig zu arbeiten (die Kinder sind alle im Kindergarten, bzw. Schule), wendet sich sich an meinen Mann, natürlich übers Judendamt, da er ja nun 30 Euro im Monat mehr bezahlen muss, laut Düsseldorfer Tabelle.

Das ist für uns kein Problem, finanziell. Und er hat auch zeitnah alles ausgefüllt und eingeschickt, aber wohl nicht schnell genug.

Es kam tatsächlich eine WhatsApp (!), warum er das noch nicht gemacht hätte. Anrufen geht sowieso nie! Selbst persönlichste Dinge wickelt sie per WhatsApp ab.

Er hat in den 10 Jahren nicht einmal zu spät überwiesen und wenn sie bei uns ist, oder überhaupt irgendwas braucht, kann sie alles haben, was sie will!

Ich versteh die Welt nicht mehr.

Seine Tochter sehen ist jedes Mal problembehaftet und mittlerweile echt selten, aber den letzten Cent irgendwo raus quetschen, statt selber zum Familienunterhalt was beizutragen, ist legitim? Ist ja dann "fürs Kind"?

Ich würde so gerne was tun, das mein Mann nur nur als Zahler fungiert, aber mit der Frau ist nicht zu reden. Sie müsste ja "sehen, wo sie bleibt" waren die letzten Worte zu dem Thema.

Sorry und danke, wer bis hierher gelesen hat.
Wollte mich irgendwie nur mal auskotzen...

11

kotz dich aus. Manche Frauen sind zum abgewöhnen!

Letzlich ist es doch scheißegal warum es zur Trennung kam. Das Kind hat das recht seinen Vater zu sehen, und mütter müssen den umgang fördern.

Es gibt auf beiden Seiten Rechte und Pflichten. Manche Mütter scheinen aber wirklich zu glauben, dass wenn der Vater zahlt, er seine Schuldigkeit getan hat und für mehr nicht zu gebrauchen ist! Dass sie aber die Pflicht haben, den umgang zu fördern, und positiv darauf einzuwirken, scheinen auch einige Mütter hier gerne zu vergessen.

16

Hey, vielen Dank für die aufbauende Antwort. #pro
So sehe ich das eben auch.
Ich hab ein bißchen das Gefühl, ich hab in ein Alleinerziehende-Geschiedene-Mütter-Patchwork-Familien-Wespennest gestochen bei den teilweise verständnislosen Antworten.

Klar, es gibt genug sogenannte Väter (also Erzeuger), die sich JEDER Verantwortung entziehen, finanziell und sozial. Da kann ich verstehen, dass einem bei dem Wort Unterhalt die Galle hoch kommt.

Aber in umserem Fall entzieht sich aber die Kindsmutter ihrer Verantwortung. Nämlich die, Vater und Tochter eine Beziehung zueinander aufbauen zu lassen!

1

Deine Abneigung kannst Du nicht verbergen und ich empfinde die Beschreibung als sehr biestig und überheblich.

DU kannst gar nichts machen und solltest Dich komplett raus halten.

2

Ja, gebe ich zu. Natürlich bin ich ihr nicht zugeneigt! Wie könnte ich?

Komplett raus halten? Ja, da mache ich seit langer Zeit. Ich find die Situation trotzdem nicht toll.

3

Hat sie dir je erzählt, warum es damals zur Trennung kam?
Hast du denn je mit ihr ein Wort gewechselt?
Bist du in der Lage dir eine objektive Meinung zu bilden? Gerade in der Hinsicht, dass du auch mit ihrem Kind zu tun hast.

Ein lieb gemeinter Tipp: halte dich da raus. Es geht hier um Zwistigkeiten zwischen deinem Mann und seiner Ex. Du weißt nicht, was er alles falsch gemacht hat. (Oder sie) Es geht dich aber auch nichts an.

An deiner Stelle würde ich (fernab der Diskussion deines Mannes mit seiner Ex) versuchen ein einigermaßen gute Verhältnis zu ihr aufzubauen. Denn dadurch, dass ihr Kind regelmäßig bei euch ist bist du auch eine Bezugsperson für das Kind.

Ein letzter Tipp: stell dir mal vor, wie es dir gehen würde, wenn du ein Kind hättest und es regelmäßig bei deinem Ex und seiner "Neuen" wäre. Welches Verhalten würdest du dir von ihr wünschen?

lg

4

Ja, ich weiß, wie es zur Trennung kam und die Geschicht danach.
Ja, auch habe ich schon mehrfach mit ihr ein Wort gewechselt.

Und: ich habe ein wirklich gutes Verhältnis zur Kleinen, was soweit geht, dass sie jedes Mal fragt, ob ich auch dabei bin, wenn er etwas mit ihr / uns unternehmen will- darum geht es nicht.

Die Ex weiß auch, das ihre Tochter mich sehr mag und umgekehrt. Ich versuche weder, Ersatzmama zu sein, noch sie mit irgendwelchen Sachen in Kontakt kommen zu lassen, die einen Keil in irgendwas treiben könnten.

Ich bin für sie eine Art nette Freundin.

Auch mische ich mich nirgendwo ein, werde ich auch ganz sicher nicht.

Es geht schon nur so lange so... :(

5

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wo dein Problem genau liegt? Es klingt für mich, als ob du dem Kind den Unterhalt nicht gönnst, den dein Mann zahlen muss, so wie du betonst, dass ohne sein gutes Geld da gar nichts möglich wäre und die Ex nichts zum eigenen Lebensunterhalt beisteuert finanziell. Bitte mache dir bewusst, dass das Geld dem KIND zusteht und nicht der EX! Hast du eine Ahnung, was der Lebensunterhalt eines Kindes WIRKLICH kostet insgesamt mit Unterkunft, Verpflegung, Spielzeug, Kleidung, Schulausflügen, Hobbys / Mitgliedschaften etc. pp.? Da kommst du nicht aus mit dem Unterhalt, da kannst du noch mal soviel selbst drauflegen, dann kommt es vielleicht hin.

Die Frau hat inzwischen 3 noch relativ kleine Kinder. Und du erwartest, dass sie arbeiten geht? Wie kommst du dazu? Hast du eine Ahnung, wieviel Arbeit 3 Kinder machen? Wie oft sie krank sind oder schulfrei haben, wie schwer es ist, daneben noch einem Job nachzugehen? Ob oder ob sie nicht ohne den Unterhalt auskommen, geht dich doch gar nichts an! Und davon, dass die Kleine (EIN Kind) ab und zu bei Euch zu Besuch ist, machst du dir KEINE Vorstellung, wieviel Arbeit es ist, eine 5-köpfige Familie zu organisieren als Mutter! Eine Freundin von mir hat 3 Kids und MUSS arbeiten gehen - sie hat jetzt zum 2. Mal in 3 Jahren ein Burn-Out und ist nervlich mal wieder am Ende und seit Monaten krankgeschrieben (beim ersten Mal war sie 1 Jahr krankgeschrieben). Es ist so viel Rennerei mit Kindern, nicht nur der Haushalt, der eine muss zum Fußball, der andere zum Ballett, der nächste hat Musikschule, dann wollen sie sich verabreden etc. pp., man ist NUR unterwegs! Und man macht so gut wie NICHTS mehr für SICH! Echt, dann soll sie noch sich einen Job suchen deiner Meinung nach? Ist wohl IHRE Entscheidung, er muss ja nicht für SIE zahlen, oder?! Wenn sie so hinkommen, dann kann ich gut verstehen, dass sie sich das nicht auch noch antut!

Gewöhn dich lieber dran, dass dein Mann noch sehr lange zahlen wird! Mein Mann hat einen inzwischen 23-jährigen Sohn, der gerade die 3. Ausbildung anfängt, wir zahlen noch ein paar Jahre. Früher hat mich das auch gefuchst. Inzwischen bin ich selbst 2-fache Mama und sehe alles deutlich Anders als früher. Mir lag aber immer dran, dass mein Mann gut mit seiner Ex auskam dem Kind zuliebe, ich habe da oft vermittelt zwischen den Beiden und nicht noch zusätzlich Stunk gemacht! Die Einzigen, die drunter leiden, sind die, die an allem VÖLLIG unschuldig sind: Die Kinder!

Du regst dich auf, dass sie ihn drauf aufmerksam macht, dass er mehr Unterhalt zahlen muss laut Tabelle? Und ich finde es traurig, dass sie ihrem Geld, das der Tochter zusteht, nachrennen muss, statt dass dein Mann es OHNE Aufforderung freiwillig zahlt, wo Ihr doch so viel habt und die so wenig! Sind das Machtspielchen Eurerseits?

weitere Kommentare laden
12

Hi,

dein Mann ist für den Unterhalt des Kindes zuständig und nicht dafür, dass es der Ex oder der Exxenfamilie gut geht. Wenn der Unterhalt korrekt berechnet ist und fließt, würde ich solche blöden Kommentare ignorieren.

Wieso soll er plötzlich mehr bezahlen? Mit 10 Jahren gibt es keinen Alterssprung. Und Auskunft geben braucht er nur alle zwei Jahre.

Schon traurig, wenn es wirklich so wäre, wenn der KU die Familie mitfinanziert und nicht nur das betreffende Kind. Und ja, dann muss sie eben den Hintern hoch kriegen, egal wieviele Kinder sie hat. Kinder sind nur in Ausnahmefällen Grund nicht arbeiten zu können.

LG

15

Danke für die Antwort.

Ich sehe das ähnlich wie Du, und wie ich einer anderen hier schon geantwortet hatte: aus meinem Umfeld kennen ich eigentlich nur Frauen, die arbeiten, egal wieviele Kinder sie haben.

Schon allein aus dem Grund nicht so abhängig zu sein und/oder eine Anregung außerhalb von "Kinder /Küche/Kammer" zu haben.

Ja, tatsächlich hat sich sei Gehalt nicht verändert und auch die Tabelle ist wie von 2013. Das lässt sie natürlich pünktlich alle zwei Jahre prüfen, obwohl sie weiß, dass sich nichts verändert hat.

Sie kann ja auch alles haben, was sie will. Müsste halt nur sagen, was. Das geht halt nicht, wenn wir sie nie sehen...

20

Vor Gericht gehen und das Besuchsrecht genauer einklagen. Dann muss er die Kleine jedes zweite Wochenende bekommen. So habens wir gemacht.