Wieso darf ich mich nicht selbst töten?

    • (1) 05.05.14 - 20:02
      Radieschenvonunten

      Hallo,

      Weil Tabu-Thema heute in Schwarz. (Kann verschoben werden)

      Hypothetisch:
      Im Vollbesitz meiner geistigen Fähigkeiten entschließe ich mich, aus diversen Gründen, mein Ableben vorzeitig selbst zu beschleunigen. Wohl gemerkt: ein ernsthafter Versuch, kein Hilferuf.

      Warum "darf" ich das nicht? Warum darf ich, als mündiger, erwachsener Bürger, meinem Leben nicht dann ein Ende setzen wenn ich es für Richtig halte? Wenn ich finde, der Moment sei gekommen, aus Todessehnsucht heraus, wegen unheilbarer Krankheit... Oder was auch immer!
      Abgesehen von religiösen Begründungen (Selbstmord=Todsünde), fehlt es mir an schlüssigen Argumenten warum nicht ein Jeder von uns das Recht hat einen selbst bestimmten Tod / Todeszeitpunkt zu wählen. Warum wir als Krank gelten, von uns selbst "geschützt" und therapiert werden wenn ein Selbstmordversuch schief geht, warum wir zum Leben quasi gezwungen werden wenn es uns selbst nicht mehr Lebenswert erscheint.

      Es gibt etliche Beispiele von Prominenten, die ihrem Leben bewusst ein Ende setzten, aus freien Stücken heraus. Das Entsetzen und die Empörung der Öffentlichkeit ist aber groß. SELBSTMORD geht gar nicht!

      Ich jedoch empfinde Bewunderung für diesem Mut und Respekt wegen der Selbstbestimmung des eigenen Lebensendes, verwerflich finde ich es nicht...

      Freue mich eure Meinungen zu lesen.

      Da antworte ich dir ganz emotionslos! Natürlich kannst du deinem Leben ein Ende setzen! Möglichkeiten gibt es genug. Aber verurteile nicht die Menschen, die dann traurig wären, weil du nicht mehr da bist.

    • (5) 05.05.14 - 20:15

      Ich finde es verständlich wenn man wegen unheilbarer Krankheit die unweigerlich zum Tod führt den Freitod wählt und würde dies persönlich auch so machen-wenn ich keine Kinder hätte! Denn diese würden sich sicher immer fragen warum ich sie nicht so sehr geliebt hab das ich die letzte zeit nicht mit ihnen verbracht hab-Das ist mein Gedanke dazu!

      Natürlich darfst du.

      Brich die Reaktionen aber nicht nur auf "Entsetzen und Empörung" herunter.

      da spielt sicher mehr eine Rolle. Auch in den Reaktionen der Öffentlichkeit. Von Fassungslosigkeit, Mitgefühl und Trauer bis zu Angst wird da wohl alles eine Rolle spielen (in Medien kommt sicher auch die Frage nach dem passenden Aufmacher etc dazu). Wohl auch dass einigen trotz schwerster Krise wohl auch geholfen werden kann - oder man das zumindest hofft.

    >>wenn ein Selbstmordversuch schief geht<<

    Wenn man es wirklich will klappt es auch ;-) Ein Grossteil der Suizidversuche wird aber gar nicht ausgeführt, um dem Leben ein Ende zu setzten sondern um Hilfe zu bekommen. bzw Menschen im Umfeld aufzurütteln.

    Passt jetzt nicht ganz zum Thema aber ich bin überzeugt davon, dass man den eigenen Tod auch ohne Hilfsmittelchen herbeiführen kann, wenn man zu 100 Prozent mit dem Leben abgeschlossen hat. Aber wirklich komplett loszulassen und sich vom Leben zu verabschieden. ist schwierig, ich habe das dennoch gleich bei zwei Personen miterlebt.

    Hallo,

    du solltest nicht Sterbehilfe mit Selbstmord im herkömmlichen Sinne verwechseln. Ein gesunder Mensch der im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte ist würde seinem Leben wohl kaum freiwillig ein Ende setzen. Und die meisten Suizide werden von Menschen mit schwerwiegenden psychischen Erkrankungen begangen, oder Menschen die keinen anderen Ausweg aus einer temporären Krise sehen. Diese sind aber wiederum nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind. Deswegen müssen sie vor sich selbst geschützt werden.

    Sterbehilfe von unheilbar Kranken und alten Menschen die wie du sagts nicht dahinvegetieren wollen ist eine ganz andere Sache. Diese Grauzone hat viele Befürworter und Gegner. Da könnte man lange darüber diskutieren ob es erlaubt sein sollte oder nicht. Es gibt ja Länder wie die Schweiz wo das erlaubt ist und die Ärzte es auch durchführen (allerdings nach mehrfacher Prüfung, Begutachtung des Patienten und vielen Untersuchungen)

    FG
    Tom

    • (10) 05.05.14 - 21:11
      Radieschenvonunten

      Hallo,

      Ich kenne den Unterschied. Ich rede von Selbsttötung, nicht von (fremdbetreuter) Sterbehilfe wenn ich geistig bereits weggetreten bin.

      Sondern von einem gut durchdachten, selbst bestimmten und akkurat ausgeführten Freitod, dann, wenn es m i r passt.

      Grüsse

      • Ich glaube, du bist mit diesem Thema einfach falsch in diesem Forum, wo es doch um LEBEN geht.

        Das Leben ist ein Geschenk...PUNKT!

        Ansonsten könnte ich nichts wohlwollendes mehr schreiben, als dass es so viele Menschen gibt, die gerne leben würden und nicht können. Dann machen solche Aussagen, wie du sie machst, einfach nur wütend.

        Stell doch diese Frage deinem Therapeut bitte, dagehört sowas auch hin.

        • wieso machst du die userin für das glück anderer ihr fremder menschen verantwortlich?
          zwischen ihr und anderen menschen, die eventuell leider zu früh sterben müssen, besteht doch gar kein zusammenhang!

          jeder muss das eigene glück im leben finden. und eben auch entscheiden, was das eigene unglück ist udn inwieweit man dies ertragen kann udn will.
          wer bist du jemanden so derart emotional zu erpressen?

          (13) 05.05.14 - 21:29
          Radieschenvonunten

          Hallo,

          "Ich glaube, du bist mit diesem Thema einfach falsch in diesem Forum, wo es doch um LEBEN geht."
          -> leider kann man nicht in allen Bereichen des Forums anonym schreiben. Ich bat bereits um Verschiebung wenn du aufmerksam gelesen hast.

          Im übrigen: der Tod gehört zum LEBEN, mal so nebenbei.

          "Das Leben ist ein Geschenk...PUNKT!"
          -> stimmt. Doch jeder Erwachsene darf mit seinem Geschenk "Leben" selbst bestimmt umgehen. Wieso nicht auch mit seinem Ende?

          "Ansonsten könnte ich nichts wohlwollendes mehr schreiben, als dass es so viele Menschen gibt, die gerne leben würden und nicht können. Dann machen solche Aussagen, wie du sie machst, einfach nur wütend."
          -> Ja, dafür kann ich doch als Individuum nichts! Ich wäre auch gerne hübscher, reicher, toller...was weiß ich. Bin ich aber nicht. Soll ich jetzt denjenigen, die es sind, einen Vorwurf daraus machen?

          "Stell doch diese Frage deinem Therapeut bitte, dagehört sowas auch hin."
          -> Danke für deine wenig sachliche Beleidigung zu meiner sachlich interessierten Frage. Du hast nichts verstanden.

          • Guten Morgen,

            ich befürchte nur, wenn nur einer hier der user dir hier ein wenig Mut und Verständnis für dein Anliegen zeigt, wirst du dich vielleicht bestätigt fühlen, deswegen wäre ein persönliches Gespräch, mit wem auch immer, und notfalls auch einem Therapeuten, der weitaus Erfahrung mti diesem Thema hat, sinnvoller.

            Sich mit einem Therapeuten zu unterhalten ist meiner Ansicht nach keine Beleidigung, aber das Thema ist viel zu sensibel, als das man es hier munter schwarz diskutieren sollte.

            Dir alles Gute und Mut, dir Hilfe zu holen.

            Joana

            • Woraus schliesst du eigentlich, dass der/die TE sich wirklich umbringen will?
              Es geht um die Diskussion um das Thema an sich: Warum ist der Suizid bei uns so tabuisiert, so verteufelt?
              Leben, das schliesst in meinen Augen den Tod mit ein. Der gehört ganz klar zum Leben dazu.

              Und jetzt?
              Auch ich finde es vermessen, hier zum Therapeuten zu raten.
              Über den Tod, wie er auch immer geartet sein mag, sollte man durchaus reden können, AUCH in einem Forum, in welchem es ums Leben geht. Oder GERADE DA.

              Punkt.

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