Liebe, Hass, tiefe Traurigkeit und trotzdem diese unendliche Leere

    • (1) 11.05.14 - 02:26
      wachbisindenmorgen

      Huhu

      eigentlich sollt ich schlafen. Is nur ne Frage der Zeit, bis mich der Kleine weckt und nachher muss ich früh raus. Aber es geht nicht...

      Kurz unsere Geschichte:
      Zusammen seit 12 Jahren, 2 kleine Kinder und eigentlich verliebt und ein Team in jeder Lebenslage.. eigentlich..
      Seit unser Großer vor 3 Jahren zu uns kam.. wartete ich geduldig darauf, heiraten zu dürfen.. dass es nicht so schnell ginge, war mir klar. Aber ich hatte immer gehofft. Naja, mittlerweile hatte ich das warten satt und unternahm mehrere Dinge, um wenigstens zu erfahren, warum er nicht heiraten will..... heut kams Thema wieder drauf und nu sitz ich hier uns weiß nicht, wie es weitergehen soll !!

      Meine Schwiegermutter hat uns zum Anfang unserer Beziehung das Leben zur Hölle gemacht! Es hat uns wirklich viel Kraft gekostet, das durchzustehen und eigentlich dachte ich, unser Verhältnis hätte sich seit Geburt meines Großen geändert (dass das nur war, um den zu sehen, war mir auch klar, aber ich wollte ja lieb sein #augen).

      Zuerst ewig rumgestammelt von wegen, er mag das Große nicht usw.. war es irgendwie immer klar.. sie ist schuld. Ich weiß nicht, was sie ihm alles einredet und ich weiß auch nicht warum. Seit 12 Jahren ertrage ich das. Seit einigen Jahren tue ich alles mögliche für die ganze Familie! Keiner außenrum kanns verstehen und ich empfinde mich jetzt selbst eigentlich eher als liebe und gute Freundin und tue auch als Mutter mein Bestes, was mir zwar nicht immer gelingt, aber ich liebe meine Kinder!
      Wie gesagt, eigentlich dachte ich mittlerweile, das Thema wäre gegessen.. bis vorhin. Ich hab gedrängelt, wollte einfach nur wissen, warum nicht. Wie ich das gebacken kriege, niemals heiraten zu dürfen, wusste ich noch nicht, aber ich wusste, ich müsste es dann irgendwie hinkriegen, weil ich diesen Mann liebe!!

      Er meinte nur, er wolle nicht, er könne mir keinen Grund sagen, weil er käme mit sich selbst nicht klar und dann würden jetzt wohl schwierige Zeiten auf uns zukommen..
      das alleine war schon verletztend genug!! Ich dachte eigentlich, es wäre bei uns möglich, sich alles zu erzählen, noch dazu, wenns um so wesentliche Dinge geht. Dachte, er würde mir vertrauen, mit mir reden können. Wenn er schon nicht heiraten will, versuchen, mir zu erklären, warum. Versuchen, die schwierige Zeit dann mit mir durchzustehen.. aber nein. Er resignierte total, schmeißt schon alles hin..

      Ab da war für mich klar, was Sache ist. Habs dann gesagt, dass ich weiß, dass es wegen IHR ist. Da flippte er total aus, von wegen, alle sagen ihm, was er machen solle und er hätte alles schon viel früher beenden sollen... ?!?!
      War alles recht wirr, aber ich hatte wohl Recht..!!!!

      So.. und nun? Sitz ich hier mit Tränen in den Augen und frag mich, wie ich damit umgehen soll.. ich liebe ihn und werde versuchen, es aufzufangen und zu vergessen..
      wobei ich mich frage, warum er nicht auf sie scheißt (sorry) und einfach auch schlussendlich zu uns - seiner neuen kleinen Familie - steht (dachte, er täte das schon lange) .. das tut schon scheiße weh.
      Aber, was für mich noch viel schlimmer ist im Moment..

      WIE SOLL ICH DIESER FRAU DIE NÄCHSTE ZEIT NOCH ERNSTHAFT GEGENÜBERTRETEN??????????
      (Sie wohnt 5min von hier und bisher hatten wir recht viel Kontakt, meist auch notwendig)

      WIE soll ich ihr noch in die Augen schaun, ohne ihr meinen Hass zu zeigen?
      WIE soll ich ihr meine Kinder da lassen, ohne ihr meinen Hass zu zeigen?
      Wir waren regelmäßig gemeinsam Essen.. ich kann das nicht mehr.
      Ich kann so nicht mit dieser Person am Tisch sitzen und einen auf heile Welt machen!

      Meine erste Konsequenz.. morgen werde ich garantiert NICHT mitkommen und IHREN Muttertag feiern!!! Das kann ich nicht und ich gönne ihn ihr nicht!!!!

      Wie es dann allerdings weitergehen soll? Ich weiß es nicht! Ich weiß es momentan wirklich nicht .. und dann kommt diese unendliche Leere...
      vorhin lag ich noch wach im Bett. Er hielt meine Hand.. und es passierte das erste Mal in 12 Jahren, dass ich seine Hand nicht spüren konnte.. er hielt sie fest, aber ich spürte einfach NICHTS ....

      • Hallo.

        Ja manchmal geht einfach etwas in einem kaputt. Es ist doch klar das das Verhalten Deines Mannes in Dir Konsequenzen hat und haben wird.

        Gerade söhne stehen irgendwie ihrer Mutter sehr nah, vielleicht will er einfach keinen Stress.

        Glaub mir heiraten wird auch überbewertet. Ich war es zweimal und die glücklichste Beziehung ist die freiwillige- ohne Vertrag.

        Viel Glück und morgen schönen Muttertag

        • (3) 11.05.14 - 08:56
          wachbisindenmorgen

          Klar.. heiraten ist kein Muss.. darf ich mir auch immer anhören - von ihm!

          Ich hab halt immer davon geträumt! Was soll ich dazu sagen?

          Aber wie gesagt.. dass er nicht will, damit könnte ich mich im Endeffekt arrangieren, wenn er mit mir reden würde, mir die WAHREN Gründe sagt und mit mir gemeinsam dann meine "Trauerzeit" durchsteht.
          Mich aber so komplett ohne irgendeinen wirklichen Grund im Regen stehen zu lassen, bzw jetzt der Grund Schwiegermutter, macht es mir schon sehr sehr schwer!

          und danke :-)

      Hallo!

      Meinst du wirklich, seine Mutter redet ihm ein, dass er dich nicht heiraten soll?
      Direkt zugegeben hat er es ja nicht, so weit ich das verstanden habe.

      Selbst wenn es so wäre, ist er immerhin ein erwachsener Mann und Familienvater und kann seine Entscheidungen selbst treffen!

      Du schreibst, du wartest seit der Geburt eures Sohnes geduldig darauf, heiraten ``zu dürfen``.
      Habt ihr damals nie darüber gesprochen? Hat er dir irgendwann einmal versprochen, dich zu heiraten oder wollte er das von Anfang nicht?

      Wenn es dir so sehr am Herzen liegt, müsst ihr nochmals in Ruhe miteinander reden!
      Und lass' am besten deine Schwiegermutter aus dem Spiel dabei, das kann wieder nach hinten los gehen!

      Ich weiß, wovon ich spreche... meine Schwiegermutter war damals nicht bei unserer Hochzeit dabei und hat vorher auch alles dafür getan, dass es erst gar nicht so weit kommt...!

      Mittlerweile sind wir über 20 J. verheiratet, sie starb vor einigen Jahren und es war nicht immer leicht mit und wegen ihr...

      LG, k.

      • (5) 11.05.14 - 09:06
        wachbisindenmorgen

        JA ich meine das wirklich!
        Nein, direkt zugegeben hat ers nicht, aber auch nicht direkt abgestritten.

        Seine Reaktion zeigt mir einiges. Das was er dann so gesagt hat auch.
        Und ich weiß, dass sie sowas kann und macht! (Er ist kein Einzelkind.. und nicht das einzige Kind, bei dem sie mit dem Partner nicht zufrieden ist!)

        "Selbst wenn es so wäre, ist er immerhin ein erwachsener Mann und Familienvater und kann seine Entscheidungen selbst treffen!"
        Tja, das dachte ich auch. Und wenn ich dir jetzt noch sage, dass er beruflich ein sehr "selbstständiger" Mann ist, dann ist das wohl noch unglaublicher. Ich denke, er wurde etwas zu früh von seiner Familie in das ganze harte Geschäftsleben mit reingezogen, und da holt er alles, was Schwäche zeigen würde daheim, bei mir nach!!!

        "Du schreibst, du wartest seit der Geburt eures Sohnes geduldig darauf, heiraten ``zu dürfen``.
        Habt ihr damals nie darüber gesprochen? Hat er dir irgendwann einmal versprochen, dich zu heiraten oder wollte er das von Anfang nicht?"

        Nunja, am Anfang der Beziehung waren wir 16/17. Dass wir da nicht über Hochzeit gesprochen haben, ist denke ich normal. Irgendwann fing es an, dass er meinte, er würde mich irgendwann heiraten. Als das Kind kam, hab ich ihm durchaus klar gemacht, dass es für mich jetzt dann die richtige Zeit ist. Aber seitdem wurde er sofort sauer und abweisend, als ich das Wort Hochzeit auch nur in den Mund nahm. Und derweil hab ich nur ma gefragt, was er dazu für nen Plan hat.

        Jetzt darauf gedrängt, das Thema zu klären, habe ich, weil ich erstens keine Lust habe, zu warten, bis ich 45 bin und zweitens wollen wir nächstes Jahr ein Haus baun. Und ich habe keine Lust darauf, mein ganzes Geld da mit reinzustecken und meine komplette Arbeitszeit, wenn ich später auf die Straße gesetzt werde und dann nichts davon habe. Bin also zu ihm und meinte, entweder Hochzeit, oder vertraglich etwas, damit ich abgesichert bin.... das hat ausgelöst, dass er sich wohl oder über mit dem Thema endlich wirklich auseinandersetzen MUSSTE.

    >>... von wegen, alle sagen ihm, was er machen solle...<<

    DAS ist der Schlüsselsatz.

    Dein Freund fühlt sich in die Enge getrieben. Von seiner Mutter, genauso wie von Dir.

    ER hat offenbar ein Problem, dass er nicht kommunizieren kann, da wohl niemand zuhört oder zuhören möchte. Er hat es vermutlich nie anders gelernt und leider suchen sich Männer oft Partnerinnen, die der eigenen Mutter irgendwie ähneln.

    Wie kann man das Problem jetzt lösen?
    Zunächst muss man das Problem mal herausstellen. Aus Deinem Post heraus lese ich erstmal nicht, dass die Mutter Deines Freundes irgendwas Konkretes gesagt hat. Du äusserst aber einen Haufen Vermutungen...
    Wenn Du so sehr daran interessiert bist, Deinen Freund zu heiraten, dann ist Hass gegenüber seiner Schwiegermutter ein denkbar schlechter Weg, speziell, wenn man merkt, welche Rolle sie in seinem Leben spielt. Hast Du Dich mal mit ihr direkt zu dem Thema auseinandergesetzt?

    Persönlich verstehe ich immer nicht so recht, warum Frauen meinen verlangen zu können "er hat jetzt seine eigene kleine Familie, warum kapselt er sich nicht von der alten ab?"
    Das ist erstens eine Typfrage und zweitens eine Sache, die man schlicht nicht einfordert. Das kommt von selbst, oder gar nicht. Und als Partner muss man sich darauf einstellen. Das gilt übrigens auch andersrum, obwohl es anscheinend eher normal ist, dass Frauen eben aus ihrer Familie "herausgeheiratet" werden.

    Ich würde dir dringend raten, nun nicht wieter auf Konfrontation zu gehen, sondern exakt den Gegenweg einzuschlagen und lieber versuchen die Sache freundschaftlich zu regeln.
    Zumindest nimmst Du damit jegliche Angriffsfläche raus und niemand kann Dir irgendwann Vorwürfe machen.

    Ich hoffe Du findest die notwendige Gelassenheit, sowohl Deinem Freund gegenüber, als auch seiner Mutter.

    Viel Erfolg!

    Und natürlich alles Gute zum Muttertag!

    • (7) 11.05.14 - 09:25
      wachbisindenmorgen

      >>und leider suchen sich Männer oft Partnerinnen, die der eigenen Mutter irgendwie ähneln.<<

      Ja, in irgendeiner Weise hat du da wohl Recht. Sie managet, ich manage. Sie will etwas und ist recht stur und hartnäckig. Ich bin da genauso.
      ABER sie ist grenzenlos fies und hinterhältig bei Leuten, die sie nicht mag. Und mir würde es im Leben nicht in den Sinn kommen, irgendjemandem die Beziehung so zu versaun, selbst wenn ich die Person noch so wenig leiden kann!

      >>Wenn Du so sehr daran interessiert bist, Deinen Freund zu heiraten, dann ist Hass gegenüber seiner Schwiegermutter ein denkbar schlechter Weg<<

      Das ist ja genau das, worüber ich die ganze Nacht nachgedacht hab! Wie ich ihr gegenübertreten kann, OHNE ihr mein Gefühlswelt zu offenbaren..

      >>Hast Du Dich mal mit ihr direkt zu dem Thema auseinandergesetzt?<<
      Zum Thema Hochzeit? Nein. Wir kannten uns schon vorher und sie war immer sehr freundlich zu mir. Von dem Tag an, an dem wir zusammen kamen, brachte sie kein "Hallo" mehr mir gegenüber raus!!!! Damals hab ich sie darauf angesprochen und sie nannte mir diverse mehr oder weniger lächerliche Gründe, warum sie mich nicht mag, und meinte, dass sich das wörtlich "niemals ändern wird". Nun, das ist lange her. Aber ich hab nicht das Gefühl, als hätte sich an ihrer Einstellung tatsächlich irgendwann mal EHRLICH etwas geändert...

      >>Persönlich verstehe ich immer nicht so recht, warum Frauen meinen verlangen zu können "er hat jetzt seine eigene kleine Familie, warum kapselt er sich nicht von der alten ab?"<<
      Das hast du definitiv komplett falsch verstanden! Ich bin so erzogen worden, und es ist meine ehrliche Einstellung, dass man durch eine Hochzeit ein "Kind" dazu kriegt. Man heiratet REIN NICHT RAUS! Mein Bedürfnis seit 12 Jahren ist es, zu seiner Familie dazuzugehören!!!! Wenn ich das aber nach 12 Jahren nicht geschafft habe, denk ich, ist es bei 2 gemeinsamen Kindern und einer langen glücklichen gemeinsamen Zeit durchaus erlaubt, Forderungen dahingehend zu stellen, dass er sich zumindest in gewisser Hinsicht abkapselt!!

      >>Ich würde dir dringend raten, nun nicht wieter auf Konfrontation zu gehen, sondern exakt den Gegenweg einzuschlagen und lieber versuchen die Sache freundschaftlich zu regeln.
      Zumindest nimmst Du damit jegliche Angriffsfläche raus und niemand kann Dir irgendwann Vorwürfe machen.<<
      Hm, ich soll so weitermachen, wie die letzten 12 Jahre? Alles hinnehmen, was sie für ihn und somit auch für uns entscheidet? Wie schon gesagt, sie hat früher kein Wort mit mir geredet. Hat sich zwischen uns gestellt. Ihm deutlich gezeigt, was sie davon hält, wenn er zu mir fährt oder ich bei ihm übernachte! Freunde, die das ganze nicht wussten, haben nach gemeinsamen Besuch bei ihr von sich aus gefragt, was da los ist!!! Nach all den Jahren, die beinahe zur Trennung geführt hätten, und wir es aber durchstanden haben, habe ich IMMER versucht, ihr gegenüber freundlich aufzutreten. Ich habe IMMER versucht, die Enkel genau so oft zu ihr zu bringen, wie zu meinen Eltern. Ich habe wirklich alles getan, um das Thema damals einfach in Vergessenheit zu bringen. Und ich sage dir, alle um mich rum, die es wissen, meinten zu mir, dass es nur verständlich wäre, wenn ich ihr gegenüber genau das Gegenteil täte!
      Ich sage dir ehrlich - ich weiß nicht, ob ich noch weiter die dumme spielen will, die sich ihr Leben von ihrer Schwiegermutter mitbestimmen lässt!!

      >>Ich hoffe Du findest die notwendige Gelassenheit, sowohl Deinem Freund gegenüber, als auch seiner Mutter.<<
      DANKE :-)

      • Das, as ich im Prinzip sagen will ist, dass Du mit Deinem Ärger alleine bleibst.
        Du ärgerst Dich (sicherlich auch zurecht) über das Verhalten Deiner Schwiegermutter (ich behalte den Begriff der Einfachheit halber einfach mal bei), ABER...

        Der Ärger kommt bei ihr nicht an. Niemand nimmt Dir Deinen Ärger ab, also musst Du alleine sehen, wie Du damit klar kommst.
        Bringt es also überhaupt etwas, sich zu ärgern, wenn nur DU Dich damit selbst belastest?

        Und in diesem Sinne meine ich eben nicht, dass Du Dein Verhalten dahingehend verändern sollst, weiter "die Dumme" zu spielen (das ist DEINE negativ belegte Interpretation, die in Deinem Ärger begründet liegt), sondern anfängst über der Sache zu stehen.
        Im Grunde kannsz Du für Deine Schwiegermutter nur Mitleid empfinden, da sie offensichtlich unfähig ist, mit der Situation erwachsen umzugehen.

        Ein weiterer Nebeneffekt wäre vermutlich, dass sich Dein Freund nicht mehr so fühlen würde, als sässe er zwischen zwei Stühlen. Persönlich bin ich ein Gegner davon, dass man in Beziehungen Forderungen an den Partner stellt. Das ist prinzipiell Gift, weil es das "Gemeinsame" schwächt.
        Du kannst Deinem Freund sagen, wie Du Dich fühlst und was Du empfindest, aber Du musst gleichzeitig offen dafür sein, was er draus macht. Wenn Du ihn von vornherein mit Negativem belastest, kann er keine Entscheidungen treffen, die nicht schon vorher von Dir bestimmt wären.

        Will sagen, wenn Di Dich ihm gegenüber konfrontativ im Bezug auf seine Mutter äusserst, dann hat er, so scheint es, das Gefühl er müsse sie verteidigen.
        Wenn Du nun aber die Sache eher so rüberbringst, dass die bestehende Situation auf DICH einen negativen Einfluss hat und DU Dich dabei schlecht fühlst (ohne gleichzeitig die Schwiegermutter zu kritisieren, da das wieder in Sohns Psyche den Verteidiger weckt), dann besteht ein gute Chance, dass er fühlt, als müsse er Dich verteidigen. Und damit hättest Du ihn da, wo Du ihn haben willst, ohne direkt Forderungen an ihn zu stellen.

        Sicher, das bedeutet Arbeit, ist aber vermutlich nachhaltiger, als irgendwelche Auseinandersetzungen und Ärger, der letzten Endes nur bei Dir verbleibt...

Hallo,

Ich kann dich gut verstehen.

Ich kann auch die Antwort von falbster verstehen, allerdings fehlt mir hier ein Aspekt, nämlich du.

Ich hatte auch einmal einen Freund, der mir immer nur erzählte, dass er nicht könnte, er mir aber nicht sagen kann, warum, da schämt er sich...
Ich bin daran schier verzweifelt, weil das schlicht und ergreifend nicht partnerschaftlich ist.
Gut, bei mir waren es keine zwölf Jahre und keine Kinder, aber als mir jemand dann mal die Frage stellte, ob er mich so liebt, wie ich das brauche, wusste ich für mich die Antwort. Das muss natürlich bei euch nicht so sein. Ich würde nach zwölf Jahren auch nicht einfach alles über Bord werfen.

Allerdings würde ich meinem Partner sehr wohl noch einmal deutlich machen, dass mir sein Verhalten sehr weh tut und dass sein Verhalten auch Konsequenzen hat. Ich habe es mit dem Verständnis, dass falbster beschrieb, versucht und habe mich selbst damit sehr verletzt.
Wenn du jetzt etwas Distanz brauchst, dann nimm sie. Wenn du nicht mehr bei seiner Mutter gut Wetter machen möchtest, dann lass es.
Dieses, ich habe Verständnis für alles, bedeutet ja auch nur, dass nie jemand etwas ändern muss. Die Dumme hält schon den Mund und nimmt es hin.

Bitte versteh mich nicht falsch. Ich würde damit keine Heirat erpressen wollen, aber zumindest reden sollte drin sein.

Ansonsten, wenn ihr das geklärt habt. Vielleicht könntet ihr ja etwas inoffizielles machen? Nur für euch beide.

  • (10) 11.05.14 - 09:31
    wachbisindenmorgen

    Danke für dein Verständnis! Es tut gut :-)

    Dachte auch, dass zumindest reden drin sein sollte. Ist es aber wohl nicht. Und das verletzt mich sehr...

    Er meinte schon mal, dass was inoffizielles kein Thema sei. Ich wollte halt nun wissen, ob ich nen Termin beim Standesamt oder beim Anwalt machen soll (wegen Vertrag).
    Wir werden sehen, was nun mit dem Vertrag rauskommt. Denn irgendwie hatte ich gestern nicht mal mehr das Gefühl, er würde dem zustimmen.... und dann gerät einiges ins Wanken!!

(11) 11.05.14 - 08:45

Hallo, ich kann dich gut verstehen. Wenn es für dich wichtig ist zu heiraten, wirst du unverheiratet auf Dauer nicht glücklich mit dem Mann werden.

Mein jetziger Mann konnte nichts mit dem Thema Heirat anfangen, meinte immer, dass wir das nicht brauchen würden. Ich habe ihm mal in einer ruhigen Minute (nachdem wir vorher immer darüber gestritten hatten) genau erklärt, was das für mich bedeutet (religiöse und gesellschaftliche Gründe) und dass ich mich trennen werde, weil ich nicht so weitermachen möchte. Das hat er dann verstanden und ich habe einen Antrag bekommen.

Du bist leider in einer schwachen Position mit 2 Kindern, dass ich das vorher gemacht hätte, hilft dir jetzt nichts mehr, ich weiß. Rede noch einmal mit deinem Freund und erkläre ihm deine Gründe. Und sag ihm, dass ihn dir alles kaputt geht und du so nicht mehr weiterleben wirst.

Wenn er dich liebt und du ihm wichtiger bist als seine Mutter, wird er dich heiraten. Wenn nicht, sei froh, dass du ihn los bist, du findest schon einen Mann, der dich heiratet. Aber überlege dir wirklich, ob du mit einem Mann alt werden willst, der nicht hundertprozentig zu dir steht.

  • (12) 11.05.14 - 09:37

    Danke, dass du mich verstehst #herzlich

    Das schlimme an der Situation ist, dass ich das Gefühl habe, er nimmt die Situation jetzt einfach hin. Und dass er schon damit rechnet, dass es nun wohl eh zur Trennung kommt ?!?!?! Das ist nach so langer Zeit schon sehr harter Tobak für mich..

    Die Kinder ohne Hochzeit zu bekommen .. nunja, ich wollte "früh" Mama werden und zwar von diesem Mann! :-p Mein größter Fehler war es, den Kindern auch noch seinen Nachnamen zu geben!!! Ich habe ihm vertraut. Er hat ja immer gesagt, dass wir mal heiraten werden. Aber nun hat er es leicht und wie es mir damit geht ist denen wohl egal.
    Ich habe ihm vertraut.. ich wusste ja, dass es passieren kann, dass wir uns trennen. Aber irgendwie macht es mir mehr aus, zusammen zu sein, und wegen so nem Schwachsinn nicht zu heiraten, als ein einfaches "wir haben uns auseinander gelebt"..

    >>Wenn er dich liebt und du ihm wichtiger bist als seine Mutter, wird er dich heiraten. Wenn nicht, sei froh, dass du ihn los bist, du findest schon einen Mann, der dich heiratet. Aber überlege dir wirklich, ob du mit einem Mann alt werden willst, der nicht hundertprozentig zu dir steht. <<

    Es tut so unendlich weh.....

    aber ist es das wert, alleinerziehend eine Partnerschaft wegen einer Hochzeit aufzugeben, obwohl eigentlich alles passt???

    • (13) 11.05.14 - 16:52

      Na ja, für dich passt ja etwas ganz gewaltig nicht an deiner Beziehung. Ich habe mit unserer Pfarrerin geredet, was ich machen soll (vor dem Antrag), weil ich es total bereut hatte, unverheiratet überhaupt mit dem Mann zusammengezogen zu sein.

      Sie meinte, dass ich es wert bin, geheiratet zu werden. Und du auch! Jede Frau.

      Verkauf dich nicht unter Wert!

      Allerdings haben wir keine gemeinsamen Kinder. Das ist echt der Hammer, dass er dich trotzdem nicht heiraten will. Was braucht er denn noch? Spricht eigentlich Bände, er will dich nicht....

      • >>... Spricht eigentlich Bände, er will dich nicht.... <<

        Das Problem ist mit Sicherheit etwas vielschichtiger. Ich verstehe nicht, wie Du zu diesem Schluss kommst.

        Und mit so einer Aussage tust Du der TE in ihrer jetzigen Situation keinen Gefallen.

        Sie hat es schon richtig ausgedrückt. Ihre Beziehung funktioniert eigentlich, soll man die jetzt einfach wegen eines "Hochzeitsnotstands" aufgeben? Ich denke , das kann sich die TE nur selbst beantworten. Ihr Partner will sie offenbar schon. Nur heiraten eben jetzt nicht...

(15) 11.05.14 - 10:07

ER will dich nicht heiraten, warum lenkst du deinen Frust und deinen Hass auf die Schwiegermutter?
Ist ER nicht erwachsen und kann seine Entscheidungen treffen?
Du hast dich verrechnet mit deiner Lebensplanung was heiraten angeht, dafür ist aber nicht deine Schwiegermutter verantwortlich, sondern zum großen Teil du selber, also laste deinen Frust nicht deiner Schwiegermutter an.
Du bist für deine Situation selbst verantwortlich.

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