Mann ist gegen Taufe

    • (1) 13.05.14 - 17:52

      Hallo,

      Kurz zu meiner Situation :
      Mein Mann hat mich in der Schwangerschaft für eine andere verlassen, seit kurz vor der Geburt sind wir aber wieder zusammen und führen jetzt eine Fernbeziehung über 150 km...
      Meine Familie ist katholisch und in der Schwangerschaft habe ich schon die Paten ausgesucht und wir alle freuten uns auf die Taufe. Als ich das meinem Mann( der sich übrigens 0 für uns interessiert hat in der Schwangerschaft) erzählt habe, ist er fast ausgerastet und will das ich es mit den Paten sofort rückgängig mache und das Kind nicht taufen lasse... Ich wusste garnicht was ich sagen sollte vor Schock. Er ist gegen die Kirche und auch gegen meine Familie, was auch auf Gegenseitigkeit beruht. ...
      Meine Familie kann es kaum fassen, dass er jetzt versucht mitzubestimmen, da er uns ja schließlich damals verlassen hat und mich so unendlich damit verletzt hat...
      Alleine dass ich ihm verziehen habe, grenzt an Wunder.(Es ist noch viel schlimmeres vorgefallen.)

      Meine Mutter meint ich soll das Kind heimlich taufen lassen, mitbekommen wird er es wenn überhaupt später.

      Es ist auch sein Kind, klar darf er mitbestimmen, aber das finde ich nicht fair, dass er es verbieten möchte. Wie würdet hier handeln? Das tun was der Partner in dem Fall möchte oder eher nicht??

      Liebe Grüße Lana mit Leona (6 Wochen)

      • (2) 13.05.14 - 18:24

        Rein rechtlich müssen einer Taufe beide Elternteile zustimmen.
        Aber die Praxis sieht wohl oft anders aus. Ist das Kind erstmal getauft, kann dein Mann daran nichts mehr ändern.
        Ob du das mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, musst du entscheiden.
        Und eins ist sicher, wenn er es erfährt, ist er sicherlich weg.
        Da deine Schilderung von eurer Beziehung in meinen Ohren nicht besonders erfolgversprechend klingt, würde ich wohl tun, was ich möchte.

        #winke
        Saskia

        • (3) 13.05.14 - 19:14

          Wenn du katholisch bist und immer noch in der Kirche, dann würde ich das Kind gegen seinen Willen taufen lassen.

          Das rät dir Eine, die nicht in der Kirche ist und mit ihr auch nix am Hut hat.

          (4) 13.05.14 - 20:31
          funktioniert ohne..

          ..einverständnis.

          Mein Mann war auch dagegen, der Kirche reichte es wenn einer unterschreibt, hab ich und zack war sie getauft

      (5) 13.05.14 - 19:13

      Nicht fair, dass er es verbieten möchte? War es fair, Dich für eine andere in der SS sitzen zu lassen? Ich würde die Taufe durchziehen. Anderes Datum als ursprünglich angedacht. Hinterher würde ich ihm ein Taufbild schicken und den Kerl in die Wüste!

      Alles Gute für Dich und die kleine Maus! #klee

      • (6) 13.05.14 - 20:33

        Das ist die klassische Reaktion eines verlassenen Menschen, der die Paarproblematik nicht von der Elternebene trennen kann.

        Er hat SIE belogen und betrogen und das ist mies. Es rechtfertigt aber in keiner Weise so ein Hintergehen in Kindesbelangen.

        Oder gestehst du das gleiche auch einem betrogenen Vater zu?

        LG

        • (7) 13.05.14 - 21:23

          Also hat er einen Freifahrtschein, der ihn zum Ausrasten berechtigt, weil er sie belogen und betrogen hat? Ach nee, das muss man ja trennen. Mit welchem Recht rastet er denn dann aus, als die TE von der Taufe berichtet hat?

          • (8) 13.05.14 - 21:34

            Ausrasten ist auch nicht korrekt. Keine Frage. Aber berechtigt das zu unberechtigten Alleingängen bei gemeinsamen Sorgerecht?

            Versuch es doch mal sachlich zu sehen: Er hat sie betrogen, er ist ausgeflippt (wie auch immer). Was genau hat das mit einer Entscheidung zu tun, die das Kind betrifft?

            Und noch mal die Frage: räumst du einem Vater auch das Recht ein, das Fehlverhalten der Partnerin mit Eigenmächtigkeiten bei den wenigen Entscheidungen von Belang im Leben eines Kindes zu bestrafen?

            Und ja, ich hätte ein gewaltiges Problem, wenn der Vater meines Kindes es beim Umgang plötzlich taufen ließe, auch wenn er weiß, dass ich das nicht will. Also ist doch selbstverständlich, genau sowas auch nicht selbst zu tun. Es sei denn natürlich, man hält sich selbst für den wertvolleren Elternteil und den Vater als Sorgeberechtigten 2. Klasse.

            LG

            • (9) 13.05.14 - 21:50

              Sie hat gefragt und so wie ich die Situation einschätze, hätte ich wahrscheinlich genau so reagiert, ja.

              Sie ist noch sehr jung und wird im Falle einer Trennung dann doch wohl eher von ihrer Familie unterstützt, als von einem ausrastenden Ex-Mann.

              Natürlich kennt keine von uns die genauen Umstände und keine von uns weiß, was da noch alles vorgefallen ist. Keine von uns kann in ihre Seele schauen, wie tief verletzt sie wirklich ist. Keine von uns kann oraklen, warum er ausgerastet ist.
              Und ich mag eigentlich auch gar nicht darüber diskutieren, welcher der 180 möglichen Szenarien welche Reaktion rechtfertigen und welche eine gewisse Reaktion eben nicht rechtfertigen. Das würde in einen unendlichen Wust und zu neuen Streitigkeiten hier im Forum führen, die mit dem Posting nichts mehr zu tun haben und keinem helfen. Weder mir, noch Dir und am allerwenigsten dem armen Menschenkind, die gerade vor einem - für sie - horrenden Problem steht.

              • (10) 13.05.14 - 21:59

                Seelischen Kummer und Verletzungen diskutiere ich nicht weg und die Details will ich auch gar nicht wissen.

                Ich will nur darauf hinaus, dass geschlechtsneutral formuliert kein Elternteil das Recht hat, aus persönlicher Verletzung / Wut / Verbitterung - die noch so berechtigt sein mögen!!!- das Kind und die Entscheidungen darüber an sich zu reißen.

                Weder IN noch nach einer gescheiterten Beziehung.

                LG

                • (11) 13.05.14 - 22:16

                  Und ich will nur sagen, dass sie aus ihren Erfahrungen vielleicht mit einer heimlichen Taufe zum Kindeswohl entscheiden KÖNNTE...

                  Manchmal ist das gemeinsame Sorgerecht nicht gleichzusetzen mit zwei vernünftig denkenden Menschen, die trotz Verletzungen und negativen Erfahrungen mit dem Partner im Stande sind, ihre Beziehung außen vor zu lassen. Dazu gehören zwei. Und wer schon so ausrastet, bei dem KÖNNTE ich mir evtl vorstellen, dass er nicht in der Lage ist, ein vernünftiges Gespräch zu führen. Der Charakter ändert sich nicht plötzlich aus Wohlwollen dem Kind gegenüber von aggressiv in *klick* Vernunftsbolzen....

                  • (12) 14.05.14 - 21:04

                    Inwiefern dient eine Taufe denn dem Kindeswohl? Vorallem wenn es nicht einvernehmlich geschieht. Soviel ich weiß landen Ungetaufte Kinder auch nicht mehr im Fegefeuer :-p

                    • (13) 15.05.14 - 08:35

                      Vernünftige Diskussion unmöglich. Fegefeuer... Schonmal pragmatisch an Kindergartenplätze ich einer Einrichtung eines kirchlichen Trägers gedacht? Sie wird drauf angewiesen sein, alles auszuschöpfen, wenn sie sich doch trennen sollte und plötzlich auch auf die Hilfe ihrer Familie angewiesen ist. Und in manchen Gegenden oder Familien ist es nunmal Tradition, ob nun aus Glaubensgründen oder nicht. Niemand hat das Recht, zu urteilen oder zu verurteilen, weil jemand ein Kind im Babyalter taufen lassen möchte! Was hilft dem Kind Wasser auf dem Kopf? Anders herum, was schadet es? Gut, wenn wir jetzt alles auf die Goldwaage legen, dient es eher dem mütterlichen Wohl. Aber sie muss sehen, wo sie bleibt.

                      Sein "Ansinnen" ist nicht taufen. Das hat man jetzt hier ausfühlrich diskutiert, dass das gefälligst zu respektieren ist. Und wo bleibt der Respekt gegenüber ihrem Wunsch? Sie muss sich anbrüllen lassen und das ist ok so. Das hat sie gefälligst zu respektieren. Komische Argumentation...

                      • (14) 15.05.14 - 09:22

                        Man darf sehr wohl auch ungetauft die Kinder in kirchliche Einrichtungen geben, sowas wird heutzutage nicht mehr so genau genommen.
                        Und nein, sie muss sich natürlich nicht anbrüllen lassen.
                        Es ist völlig unerheblich was Tradition ist und was die übriege Familie will. Nur die beiden müssen das unter sich aus machen, es geht sonst niemanden etwas an.
                        Geh einen Schritte weiter, wie ist das mit der Beschneidung bei den Judenbabys? Das ist auch vollkommen ok nur weil es Tradition ist? Egal ob das Kind und einer der Elternteile das nicht will?

                        Wieso soll die Mutter hier vorrecht haben das zu entscheiden?

                (15) 14.05.14 - 09:19

                Das Problem ist dass es da keinen Kompromiss gibt-ein Elternteil wird zurückstecken müssen und ehrlich: Ich würde in ihrem Fall nicht zurückstecken denn SIE ist es doch die sich um das Kind kümmert er ist ja 150km weit weg.

(16) 13.05.14 - 19:15

Wie lange besteht Eure Beziehung denn jetzt wieder, also wie alt ist das Kind?

  • (17) 13.05.14 - 20:07

    Wir sind seit 5 Jahren zusammen, seit 2 verheirate und Leona ist 6 Wochen alt

    • (18) 13.05.14 - 20:15

      Also seit etwas mehr als 6 Wochen wieder in Beziehung. Da würde ich Dir raten, zunächst wirklich abzuwarten, wie diese Geschichte sich entwickelt.
      Du hast geschrieben, dass richtig schlimme Dinge vorgefallen sind. Was wäre wenn Eure Beziehung bald wieder einen Knacks bekommt, weil wieder etwas ist?

(19) 13.05.14 - 19:26

Meine Familie kann es kaum fassen, dass er jetzt versucht mitzubestimmen, da er uns ja schließlich damals verlassen hat und mich so unendlich damit verletzt hat...
Alleine dass ich ihm verziehen habe, grenzt an Wunder.(Es ist noch viel schlimmeres vorgefallen.)
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Allein den Absatz finde ich extrem befremdlich. Dass deine Familie ihn nicht besonders mag angesichts der Eskapaden, kann man verstehen. Müssen sie auch nicht.

Aber.....du hast dich nun wieder für deinen Mann entschieden - mit eurer gemeinsamen Vergangenheit - die jetzt für immer zu euch gehört. Für mich klingt es so, als müsse er als Buße für seinen Abgang möglichst Ja und Amen sagen und hat jegliche Rechte an einer Mitbestimmung verwirkt. Verzeihen und vergessen hört sich anders an, finde ich.

Ihr habt beide das Sorgerecht und da müsste es doch möglich sein, sich zu einigen. Bei euch scheint einiges im Argen zu liegen, wenn es wegen solcher, im Grunde Lappalien, so verhärtete Fronten gibt. Er will Recht haben und sich durchsetzen, vermutlich weil er deine Familie ablehnt. Du und die Familie sind der Ansicht, er habe sich mies verhalten und soll jetzt möglichst ruhig sein. Denkt auch jemand mal an das Kind? Eigenmächtiges Handeln trägt nicht dazu bei, eure Partnerschaft zu festigen.

Wenn ihr euch jetzt nicht einigen könnt, dann wartet bis das Kind älter ist und selbst mitbestimmen kann.

(20) 13.05.14 - 19:43

hallo,
dein zwergi ist ende märz geboren, die Schwangerschaft war in partnerschaftlicher hinsicht der super gau und dann heiratest du ihn mitte April????
sorry, aber da ist die taufe sicher das kleinste Problem.

liebe grüße
anja

  • #zitter

    Ach du große Güte. Ich habs jetzt erst in der VK gelesen.....Das Mädel ist ja erst 20 und probiert seit 2 Jahren krampfhaft, ein Kind zu bekommen inkl. 2 Fehlgeburten. Fernbeziehung, Trennung, jetzt wieder Fernbeziehung..... Da kommt es wahrlich nicht mehr darauf an, wie und ob das Kind getauft wird. Bis zur Kommunion wird die Ehe unter den Umständen wahrscheinlich sowieso nicht halten.

    • (22) 13.05.14 - 20:11

      #aerger

      • (23) 14.05.14 - 14:50

        Naja, es gibt Leute , die sind sich halt schon ganz früh sicher, dass sie eine Familie möchten. Und nicht erst in 10-20 Jahren. Was ist falsch daran? Ob man sich jetzt den richtigen Partner dazu ausgesucht hat, weiß man NIE wirklich vorher. In Ausnahme Situationen reagieren manche Leute komisch.

        Lg Tommys und Anna Lias Mama #blume

        • (24) 14.05.14 - 19:33

          . In Ausnahme Situationen reagieren manche Leute komisch....
          ------

          Wenn die Frage nach Taufe JA oder NEIN in der Ehe schon eine Ausnahmesituation darstellt, dann Gute Nacht.

          Die beiden hatten m. E. schon ganz andere Ausnahmesituationen. Fernbeziehung als Teenager bis zur Hochzeit, mehrere Fehlgeburten, eine Trennung und jetzt wieder Fernbeziehung, ihre Familie lehnt den Mann ab und umgekehrt. Und das nicht als gestandene Erwachsene, die in einer langjährigen, gefestigten Partnerschaft leben, was dort sogar zu der einen oder anderen Krise führen kann. Wenn das gute Prognosen für eine gelungene Ehe sind, dann weiß ich auch nicht.

Entweder verstehe ich jetzt etwas falsch oder du... Wie haben im April 2012 geheiratet - unsere Tochter ist März 2014 geboren..

#kratz

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