Trennung - ich fühle mich wie gelähmt...

    • (1) 14.05.14 - 17:09
      nonamexxx

      Hallo, nach 17 Jahren möchte ich mich von meinem Mann trennen, aus vielen verschiedenen Gründen. Allerdings fühle ich mich wie gelähmt, ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Es geht los mit ganz pragmatischen Überlegungen. Ich weiß nicht, wie ich mir aus meiner Honorartätigkeit eine eigene Wohnung finanzieren soll. Verdiene gerade mal, wenn es hochkommt, 1000 Euro monatlich, Sozialversicherung muß davon bezahlt werden, für Freiberufler teuer. Eine anderer Auftraggeber ist erst einmal nicht in Sicht. Ich muß ein Auto finanzieren, sonst komme ich nicht zur Arbeit. Ich weiß einfach nicht, was der erste Schritt bei einer Trennung ist. Zum Anwalt gehen? Ich bin nicht im Streit mit meinem Mann. Möchte eine friedliche Regelung, nicht direkt schießen.

      Fühle mich seit Wochen wie gelähmt und in einem Dämmerzustand weil ich einfach keine Ahnung habe, was zu tun ist.
      Hat jemand Tips?

      • (2) 14.05.14 - 17:15

        Geh doch mal zur Beratung bei der Caritas o.ä., die kennen sich damit gut aus und können Dir helfen.

        Ehetherapie hilft nicht mehr?
        Habt ihr Kinder?

        Viel Kraft und alles Gute!

        • (3) 14.05.14 - 17:24

          Ich wohne ländlich, die nächste Beratungsstelle ist 40 km entfernt, die Wartezeit auf einen Termin dort beträgt 8 Monate mindestens.:-(
          Wir haben eine 15jährige Tochter, der ich weder das Heim noch den geliebten Vater nehmen möchte. Sie wird nicht mitkommen wollen, weil sie hier Zuhause ist. Ich möchte eine Wohnung im Ort finden, um sie zumindest täglich sehen zu können.
          Ich weiß auch nicht, wie mein Mann das finanziell stemmen wird. Das Haus ist nur angemietet.

          Paarberatung hatten wir gemacht. Erfolglos.

          Ich bin am Ende meiner Kraft, ich kann nicht mehr.
          Danke für deine lieben Worte, ich habe keinen, mit dem ich darüber sprechen kann.

      Hast du die Möglichkeit, irgendwo eine Festanstellung zu bekommen? Das würde dir und auch deinem Mann mehr Spielraum geben.
      Ansonsten: Was denkst du, wie dein Mann dazu stehen wird? Sieht er es möglicherweise ähnlich wie du, euch beide in einer Sackgasse angekommen? Wenn dem so wäre, hilft es vielleicht, mit ihm darüber zu reden.

      Denn wenn ihr euch einig seid, dass die Trennung das einzige ist, was ihr jetzt noch tun könnt, dann könnt ihr auch gemeinsam einen Weg finden, wie das so schonend wie möglich abläuft.
      Aber ich weiss, das ist der Idealfall, dass beide miteinander nach Lösungen suchen.

      Mir persönlich hat allerdings auch aus der Lähmung herausgeholfen, es in Worte zu fassen, ihm gegenüber. Das war nicht schön, das war im Grunde schrecklich, aber als es raus war, wussten wir beide, wohin die Reise geht. Immerhin.

      Ich dränge dich jetzt nicht, es ihm zu sagen. Aber früher oder später muss er es doch erfahren, denn er ist derjenige, den du verlassen wirst.

      Ich wünsche dir viel Kraft und Mut für die nächste Zeit, aber es ist zu schaffen. Manchmal ist das "wie" nur zunächst schwer zu erkennen.

      L G

      White

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