Wie kann ich meinem Mann das Nörgeln abgewöhnen? - achtung, lang.

    • (1) 22.05.14 - 10:08
      das*bisschen*Haushalt

      Hallo an alle Leidensgenossinnen,

      in letzter Zeit ist mein Mann zu einer echten Nöle mutiert.
      Man könnte gerade meinen, dass an ihm eine typische Schwiegermutter verloren gegangen ist.

      Zur Situation:

      Im Moment bin ich im Mutterschutz, wir haben ein Kindergartenkind.
      Mein Mann ist unter der Woche viel im Büro, kann aber auch im Moment von Zuhause aus arbeiten, falls es bei mir losgeht.

      In den letzten Wochen gerieten wir immer wieder aneinander, weil er sich an Kleinigkeiten im Haushalt aufhängt.

      Es ist bei uns wirklich nicht schmutzig, es wird täglich gesaugt, die Küche, Bäder sind sauber, ich räume auch den verstreuten Kram von unserem Kind auf.
      Wir kennen andere Familien mit 1-2 Kindern, bei denen sieht es wirklich chaotisch aus, Spielkram ist im ganzen Haus verstreut, die Küche dort ist ein Chaos, usw.

      Das weiß er selber, aber er vergleicht uns immer mit befreundeten kinderlosen Paaren oder mit Paaren, die bereits erwachsene Kinder haben, bei denen immer alles wie geleckt aussieht.

      Und andauernd meint er, wenn er zuhause ist, mich herumbelehren zu müssen, wie man was besser machen kann.
      Im gleichen Atemzug aber betont er immer wieder, wie viel Arbeit er vom Büro her hätte, dass er damit kaum noch nachkommt.
      Und ich gebe wirklich alles, um ihm den Rücken freizuhalten, nehme ihm das Kind ab.
      Trotzdem wundert es mich, dass er andauernd unten im Wohnraum rumläuft und dann irgendwelche Hausarbeiten macht oder Zeit hat, mich herumzubelehren.

      Hier mal ein Beispiel:

      Er kam neulich schon um 11 Uhr mittags heim.
      Ich habe zuvor das Kind in den Kindergarten gebracht, war noch einkaufen, in der Apotheke, auf der Post und tanken.
      Danach habe ich Wäsche gemacht, die Küche aufgeräumt, oben das Bad und das Kinderzimmer sauber gemacht.
      Unten im Wohnzimmer lag noch Spielkram rum, unten war noch nicht gesaugt und die Couch war noch etwas zerdrückt (von unserem Kind).
      Das wäre mein nächster To-Do gewesen.

      Mein Mann kommt heim und fängt prompt unten an zu saugen und alles zu richten.
      Ich sage noch, dass ich es gleich machen würde, er kann sich um seine Büroarbeit kümmern.
      Nein, nein, er hilft mir schnell.
      Das war ja ok, ich habe mich erst gefreut.
      Kaum war er fertig, zieht er ein Gesicht und meint, dass es hier aussah wie Sau und dass er nun alles hat machen MÜSSEN.

      Nein, hat er nicht.
      Ich hätte das auch selber gemacht. Es ging ihm scheinbar nur nicht schnell genug.

      Es ist schwer zu beschreiben, aber es muss bei ihm immer alles immer sofort und jetzt gleich passieren.

      Er sieht dass ich gerade mit Arbeit A beschäftigt bin und fragt schon, wann ich Arbeit B anfangen will. :-[

      Und dann seine dauernden Belehrungen

      Wie man die Spülmaschine noch besser einräumt.
      Gestern räumte ich die Spülmaschine aus und er kam dazu und räumte mit aus.
      Dabei nahm er eine Auflaufschale raus, die nicht ganz sauber geworden ist und hielt sie mir anklagend entgegen.
      Ich meinte nur, dass doch davon die Welt nicht untergeht.

      Auch war gestern für mich ein stressiger Tag.
      Ich (hochschwanger) verbrachte den halben Tag mit unserem Kind beim Arzt, danach habe ich sauber gemacht, dann wollte das Kind noch auf den Spielplatz.
      Nicht mal 5 Minuten Zeit für eine Tasse Kaffee.
      Abends dann verkleckerte unser Kind Saft auf dem Teppich, den ich sofort weggereinigt habe, damit es keine Flecken gibt.

      Währenddessen kochte bereits das Essen und für das Kind wollte ich noch ein paar Nudeln vom Vortag wärmen.
      Kommt mein Mann in die Küche, bringt eine Pflanze mit und fragt wann ich diese umtopfen will oder ob er sie lieber gleich wegschmeißen soll.
      Und fragt als nächstes:

      "Soll ich die Nudeln warmmachen?"
      Ich antwortete: "Oh bitte, das wäre toll. ich bin hier auch gleich fertig!"
      Er: "Das war ironisch gemeint!"
      Ich: "wie meinst Du das?"
      Er: "Ja, weil nun alles wieder an mir hängen bleibt!"

      Ich dachte, dem geht es zu gut.
      Ich halte ihm den ganzen Tag den Rücken frei, damit er seine Büroarbeit erledigen kann, dass er Telefonate und Skype führen kann und dann mokiert er sich, wenn es um das Aufwärmen einer Pfanne Nudeln geht?
      Und was bitte heißt hier "alles" und "wieder".

      Er ging dann nochmal kurz raus, weil sein Handy klingelte, ich habe die Nudeln selber warmgemacht und dann das Abendessen aufgedeckt.
      Er kommt zurück und meint: "Komm, ich mache das schon!"

      Nicht nötig, bin schon fertig! :-[

      Ich habe ihm auch daraufhin gesagt, dass ich diesen Spruch eben gar nicht okay fand.

      Ich liebe meinen Mann wirklich sehr und wir verstehen uns auch in sehr vielen Bereichen bestens und unterstützen uns gegenseitig.
      Nur seine ewige Besserwisserei im Haushalt und sein Genörgel gehen mir gewaltig auf den Keks.

      Hinzufügend muss ich sagen, dass auch er selber oft ein Schlamper ist, der seine Sachen herumliegen lässt, auf seinem Schreibtisch türmen sich geöffnete Briefumschläge, in der Küche liegen offene Verpackungen von ihm herum, usw.
      Kurz, es ist nicht so, als ob er immer alles wie geleckt hinterlässt.
      Aber ich darf ihm nichts sagen.
      Sein Hauptargument ist immer, dass er einen "Allerwertesten voll Arbeit hat, früh aufstehen muss und spät wieder da ist!"

      Und zu mir - ich bin auch berufstätig (aktuell im MuSchu) aber arbeite auch Vollzeit.
      Und von daher kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich auch über Gebühr genug im Haushalt mache, dass es bei uns immer gut aussieht.

      Ich rechne meinem Mann nicht vor, was ich wie lange macht oder ob ich den Hauptanteil der Hausarbeit mache.

      Er hilft durchaus mit an den Wochenenden oder hilft mir abends mal beim Küche säubern.

      Aber er versteht nicht, dass ich mit Vollzeitjob und KiGa-Kind auch einen sehr strammen Tagesplan habe.
      Und dass besonders mit einem KiGa-Kind auch immer wieder unvorhergesehenes passieren kann.
      Zum Beispiel ist das Wohnzimmer sauber, und dann zerrt das Kind wieder Spielzeug ins Treppenhaus an dem er sich stört, wenn er heimkommt.

      Wie würdet ihr in dieser Situation umgehen?
      Ich bin es echt leid, mich hier dauernd belehren zu lassen, da ich den ganzen Tag herumrotiere und nicht mal 5 Minuten für mich zur Ruhe komme.

      Danke für das Durchlesen und Eure Ratschläge

      • Ich habe mir jetzt nicht deinen ganzen Text durchgelesen, aber ich frage mich, warum du dich so hetzen lässt.

        Mach dein Ding so wie du es willst und wenn ihm etwas nicht schnell genug gehen kann, soll er es doch selbst machen.

        Sein Genörgel würde ich mit einem lächeln überhören und mir stattdessen meine Ruhepausen gönnen.

        Ich weiß wie es ist, wenn man von morgens bis Abends nur am arbeiten ist und nicht zur Ruhe kommt.

        Mein Mann würde allerdings niemals auf die Idee kommen, mir vorzuschreiben, wann ich etwas zu tun habe. Im Gegenteil... wenn er sieht, dass ich 10 Dinge auf einmal mache, packt er mit an. Und er sitzt nicht gemütlich zu Hause im Büro, sondern arbeitet in Schichten und hat Verantwortung in seinem Job.

        • (3) 22.05.14 - 10:54
          das*bisschen*haushalt

          Danke für Deinen Beitrag.
          Es ist schon richtig, ich lasse ich zu sehr hetzen, hier bin ich zu sehr Hamornie-Tier.

          "Und er sitzt nicht gemütlich zu Hause im Büro, sondern arbeitet in Schichten und hat Verantwortung in seinem Job."

          Das hat mein Mann ja auch.
          ich meine mit dem obigen Text keinesfalls, dass er "nur gemütlich herumhockt".
          Er hat sogar einen sehr verantwortungsvollen Job, muss viel organisieren und regeln.
          Im Moment ist er wegen meiner baldigen Geburt zuhause im Büro, damit er mich ins KH fahren kann, falls es losgeht.

          Nur stört mich immens, dass er immer klagt, wieviel Arbeit er hat.
          Dann aber im Haushalt mitwerkelt, weil es ihm nicht schnell genug geht, an mir rummeckert, statt mal wirklich im Büro zu bleiben und alles abzuarbeiten.

          Ich verlange nicht, dass er mir hilft, sondern ich bin diejenige, die immer sagt, dass er doch seiner Arbeit nachgehen soll statt hier unten irgendwas zu putzen.
          Es wird ja noch geputzt.

          Und abends beim TV sitzt er dann da mit dem Laptop oder iPad und tappelt noch irgendwelche ExcelTabellen oder schreibt e-mails und mault, dass er mit seiner Arbeit nicht hinterherkommt.

          • Dann macht er sich also selbst den Stress und versucht es auf dich abzuwälzen.

            Ich lese heraus, das er nicht immer so wahr!?

            Versuche doch mal Abends mit ihm in Ruhe darüber zu sprechen, was genau momentan sein eigentliches(!) Problem ist und wie ihr beide daran arbeiten könnt, das sich der Druck löst.

            • Falls das nich helfen sollte besorg Dir gute Kopfhörer und mach Dir nette Musik an, wenn er herumnörgelt. Manche Leute nerven echt so dermaßen!

          Hi
          Ich kenn das. Hab zuhause so ein ähnliches Exemplar.

          Ich im hochschwangeren Zustand am werkeln damit er nichts zu meckern hat. Weil er immer wie deiner irrgendwas findet.
          Dann bin ich stolz rechtzeitig alles geschafft zu haben. In der Hoffnung er muss nicht s tun und alles ist gut.

          Dann kommt er begrüßt mich kurz. Und findet was zum nörgeln . Letztes mal war es ob ich nicht die Pflanzen gegossen hätte. Das müsste ich bei der Hitze machen.

          Vorallem die auf dem Balkon. Ich sagte das ich das mach wenn die sonne nicht mehr so scheint.

          Er meinte nur:"ach was schatz das musst doch gleich machen das geht so nicht"!

          Ja und das war nur ein Beispiel. Ich komme mir manchmal richtig bevormundet vor.
          Vor der Schwangerschaft war das noch nicht so. Oder nicht so krass.
          Frag mich auch wie man das ändern kann.

    (7) 22.05.14 - 10:34

    Ich kann dir da leider keine Antwort auf deine Frage geben, denn ich wüsste sie selbst gern! ;-)

    Habe auch so ein Exemplar hier Zuhause. Wir haben 2 Kinder, arbeiten beide, ich aber nur Teilzeit, bin also ab mittags mit den Kids dann hier Zuhause, bis er abends heim kommt.

    Auch ich mache und tu hier, aber renn mal ständig mit 2 Kids zu Vereinen, lade Freunde ein und besuch welche, hab Haushalt und Garten an der Backe, den Job dazu, mittags trotzdem das gekochte Essen auf dem Tisch und dann renn noch dauernd den Kids nach, um alles wegzufegen und zu wischen, was sie wieder gedreckelt und gekrümelt haben. Geht nicht! Man macht und tut den ganzen Tag, und abends sieht es trotzdem nicht besser aus als morgens!

    Ja, und dann, wenn die Kids schon ihr Abendbrot essen, die Termine abgeklappert sind, die Besuche gegangen sind, die Hausaufgaben gemacht sind, dann kommt ER nach Hause, der "Herr des Hauses"... und dann geht es los: Was ist das hier für ein Fleck? Wer hat da gekrümmelt? Wieso ist die Sofadecke so verwühlt? Wie sieht es hier aus? Warum ist da oben im Zimmer Licht an , obwohl Ihr alle hier unten seid?

    Echt, es nervt so. Die Kinder rennen den ganzen Tag rauf und runter, ich kann doch nicht STÄNDIG auf Schritt und Tritt gucken, haben sie jetzt auch wieder das Licht oben ausgemacht? Hat evtl. jemand mit dreckigen Fingern wieder irgendwas angefasst und einen Fleck an der Wand o.ä. hinterlassen? Zumal die Kinder auf das dauernde Gemecker schon entsprechend reagieren und diverse Missgeschicke dann verheimlichen! Er erwartet, dass ich das alles merke, dass ich ständig alles mitbekomme, denn ich bin doch da! "Wo warst du denn da wieder, als sie das gemacht haben?" Keine Ahnung, Wäsche aus dem Keller holen, im Garten Unkraut zupfen, Essen machen, sowas wahrscheinlich?

    Aber wehe, er kommt heim, die Kids sitzen brav vorm Sandmännchen und Mama hat sich seit Mittag das erste Mal wieder hinsetzen und am PC was machen können - DAS ist dann sein Bild: Er kommt heim, die Kinder sitzen vorm TV, ich vorm PC und da brennt wieder da Licht, da ist wieder ein Fleck... :-[

    So, du siehst, ich kann dir nichts raten, aber du bist wenigstens nicht allein! :-p Nur im Gegensatz zu DEINEM Mann würde meiner NIE auf die Idee kommen, es dann SELBST wegzumachen! ICH werde dann hinzitiert wie ein Schulmädchen und aufgefordert, das zu beseitigen! Und da wundert es sich dann noch, dass sich keiner freut, wenn er heimkommt, und wir direkt wieder am Streiten sind... #augen

    Suche Dir einen Tag aus an dem er wirklich lange weg ist.....und mach an dem Tag mal wirklich nüscht´ im Haushalt.

    Wenn er sich dann erwartungsgemäß darüber aufregt, sage ihm lächelnd, dass es SO aussieht, wenn Du wirklich mal GAR NICHTS machst.

    Alternativ mach es mal so wie er es immer macht.......kritisiere ihn bei allem was er tut, und weise ihn auf den allerkleinsten "Fehler" hin, und zieh das mal konsequent wirklich einen kompletten Tag durch....am besten an einem, wo er die meiste Zeit zu Hause ist.

    Kläre das hinterher aber bitte auch auf, und ertrage sein Schmollen und lass ihn darüber nachdenken.

    Die dritte Möglichkeit: Leg Dir ein dickes Fell zu und schalte auf Durchzug......nach dem gleichen Motto wie die Pinguine aus Madagaskar: "Stur lächeln und winken Männer !" Ist aber in meinen Augen eine eher blöde Idee, und auf Dauer wohl mehr als unbefriedigend.

    Und die vierte Idee: Schreib ihm einen Brief, und solange er den liest geh ein Eis essen, oder zu einer Freundin einen Prosecco (ok....schwanger....dann eben einen Tomatensaft) trinken, und lass ihr darüber in Ruhe nachdenken.

    Das wird schon werden ..... im Moment liegen wohl sowohl bei ihm die Nerven ein wenig "blanker" als sonst....also: Köpfchen hoch !

    LG
    Tomm

    • (9) 22.05.14 - 11:10
      das*bisschen*haushalt

      Danke für den Tip.
      An den Brief dachte ich auch schon, vielleicht wenn ich auch gerade im KH bin.

      Ich verstehe es ja, dass vielleicht auch bei ihm gerade etwas die Nerven blank liegen, auch wegen der Geburt.
      Auch ärgert er sich öfters mal über Kunden oder Kollegen, denen er nachrennen muss.
      Auch mit seinen Eltern liegt er gerade etwas im Clinch, aber da geht es um eine Eigentumsgeschichte.

      Das kann alles an den Nerven zehren.

      Aber ich bin scheinbar leider das Ventil für alles.

      Man merkt es auch bei unserem Sexleben.
      Im Moment bin ich nur abgekämpft.
      Und von ihm kommt dann oft noch abends ein Klaps auf den Hintern mit dem markigen Spruch "So, und nachher wird noch gepoppt!"
      Das ich in SSW38 und nach einem harten Tag dann nicht auch noch scharf aufs poppen bin, versteht er nicht.
      Und wenn, dann bitte nicht auf eine solche Art.
      Ich bin kein Roboter.

      • Gruselig. Ja schreib ihm einen langen Brief.
        Ich fürchte sein Verhalten killt über kurz oder lang deine Gefühle für ihn.Das würde ich mir nicht gefallen lassen.
        Ich WAR auch mal mit einem Pedanten verheiratet.Stress wurde immer schön zu Hause abgelassen.

        L.G.

Hallo,

Ich habe mir jetzt den ganzen Text durchgelesen .... #schwitz

Ich glaube, bei Euch ist mehr im Argen, als ein nicht aufgeräumtes Zimmer. Er hat bestimmte Vorstellungen, wie es bei Euch zu funktionieren hat, und Du sollst entsprechend agieren. Aber Du solltest Dir nicht die Spielregeln eures Zusammenlebens aufdrücken lassen. Dreh den Spieß um und wehr Dich , sag ihm, dass es Dich nicht interessiert, wie es bei anderen läuft, Du hast Deine eigenen Vorstellungen, er hat das zu respektieren. Legt gemeinsame Spielregeln fest, wie Ihr euch beide das Zusammenleben vorstellen könnt, und richtet euch danach.

Wenn Du jetzt kleinbei gibt's, des lieben Friedens Willen, kommt irgendwann der Punkt, wo es knallt. Dann packt einer die Koffer und das wars. Soweit muss es nicht kommen.

LG

Laß ihn mal den Laden alleine schmeißen (Wochenbett ist ne gute Gelegenheit) und schau, wie perfekt der Haushalt dann aussieht ...:-p

Hallo,

sag mal, führt dein Mann im Büro Mitarbeiter, ist also in leitender Position tätig?

Irgendwie hört es sich für mich so an, als ob dein Mann niemals Feierabend macht und denkt, er müsse dir als seine "Mitarbeiterin";-) noch erzählen, wann du dies und jenes zu machen hast. Also für mich lässt er das Chefchen raushängen.

Allerdings finde ich es auch nicht schlimm, wenn dein Mann dir im Haushalt zur Hand geht, da du ja hochschwanger bist und dir sicherlich einige Dinge schwerer fallen als ohne Kugel.
Allerdings soll er das dann machen ohne gereizten Gesichtsausdruck und Ironie.

Habt ihr denn schon mal über die Sache ganz in Ruhe gesprochen?
Also eine andere Idee als reden habe ich nicht.

LG

Nici

  • (14) 22.05.14 - 11:55
    das*bisschen*Haushalt

    Hallo,

    ja, er hat Angestellte, ist quasi der 2. Chef wenn man es so betrachtet.

    Ich habe versucht mit ihm zu sprechen.
    Letzte Woche hatten wir auch mal richtig Streit.

    Ich hatte Schmerzen wegen der Senkwehen und obwohl ich mich nicht wirklich anstelle was Schmerzen betrifft, musste ich mich am frühen Abend mal kurz auf die Couch setzen.
    Natürlich kam er prompt heim und motzte auch wieder los, warum das Sofa so verwühlt ist warm noch nicht gesaugt ist und dass im Bad noch das Fenster auf ist.
    Und unser Kind hat sich die Hände gewaschen und rund ums Waschbecken war der Boden nass. Nichts tragisches, aber er hat sich halt dran gestört.
    Die Krönung war dann, dass es hier aussieht wie Sau und ich ja mit dem A*** auf der Couch rumsitze.

    Als ich ihn dezent darauf hinwies, dass ich schwanger bin, meinte er, dass er mich versteht aber dass ich es ja nun auch bald geschafft hätte.

    Ich war so sauer. Ich kenne andere schwangere Frauen, die kurz vor der Geburt sogar noch etwas Wellnessurlaub spendiert bekommen.
    Sogar am Muttertag habe ich den Tag über das Kind bespaßt und bin rausgegangen, damit er im Büro seinen Kram aufarbeiten kann.
    Ich habe das Frühstück gemacht, das Essen gekocht und es gab nicht mal eine gammlige Gartenprimel.

    Sein Kommentar dazu: ja, er kennt das halt nicht von daheim. :-[

    es geht mir nicht um den Muttertag oder so ein Wellnesswochenende aber im Moment komme ich mir vor, als sei ich hier nur die angeheiratete Putzfrau und Vergnügungsopjekt für's Bett, das zu springen hat.

    Und das nervt mich.

Da kann dein mann froh sein nicht eine Frau wie mich zu haben ;-)
Würde er jetzz heim kommen würde er folgendes vorfinden: im Flur liegt Jacke und Mütze meines Sohnes auf der Garderobe, 5 paar Schuhe stehen Kreuz und quer (die brauchen wir heute wirklich noch!) Dann geht's weiter ins Wohnzimmer, auf unserem bis Sofa türmen sich Kissen, Fernbedienung und, es sieht aus wie ein lego teil. Am Tisch stehen eine Spielzeug Bohrmaschine (braucht der Herr ganz unbedingt wenn er erwacht) und ein LKW. Die decke liegt irgendwo dazwischen, sie dient nämlich als Höhle. Etwas weiter hinten steht das Bügelbrett mit der gebügelt Wäsche drauf (ich liebe bügeln aber Räume es nie weg. Ich hasse es. Schwachsinn, wenn ich ins Bad will komm ich so an der frischem Wäsche vorbei und nehm mir was ich brauch :-) mein mann erledigt das wegräumen meist) in der Küche ist es noch sauber, steht nur hier und da ein Rucksack und Getränke rum. Bad sauber. Erster Stock sauber.
Ich putze vormittag alles, mittag kommt mein Sohn und dann geht's schon los :-) ich sehs einfach nicht ein den selben Handgriff 100 x zu machen. Ein Fleck? Schön für ihn. Der ist morgen vormittag garantiert noch da. Und bringt noch viele kleine Freunde mit :-)
Mein mann meint ich hab nen putzwahn. Der ist nämlich noch chaotischer.

Aber ich versuche wirklich die Wohnung human aussehen zu lassen. Im Winter fällt mir das leicht weil man doch lieber drinnen ist. Im Sommer will ich raus! Und da ist es mir piepegal wie die decke daliegt. Ich brauch sie doch abend sowieso wieder!

Ich wohne nicht in einem musterhaus, wie wohnen da wirklich! Mit fussel aufm Boden und unaufgeschüttelten Kissen und gespielt darf überall werden. Mein Sohn wohnt nämlich aucg hier.

Mit deinem Mann solltest du mal lange reden. So würde er, für mich gesehen, die Beziehung kaputt machen. Was ich dir nicht wünsche! !

Ich hoffe er kriegt den Stress den er scheinbar hat gut runter und kann wieder für dich da sein!

Könnte es sein, dass das Problem ganz woanders liegt als du denkst?
Vielleicht fühlt er sich mit seiner Arbeit unzufrieden/ überfordert/ gemobbt und reagiert sich durch nörgeln ab?

Insbesondere, wenn er nicht immer schon so pedantisch war, würde ich das vermuten.
Ansonsten würde ich mir für den Akutfall einen Spruch auf die Lippe nehmen (z.B. ihn freundlich anlächeln und summen, "das bisschen Haushalt…"): dann könnt ihr vermutlich gemeinsam drüber lachen ;-)

Gute Besserung, doremi

  • (17) 22.05.14 - 13:15
    das*bisschen*Haushalt

    Danke für den Tip.

    Ich habe ihm gestern auch schon einen Spruch gedrückt, dass er sich dann bitte im nächsten Leben eine Japanerin zulegen soll. :-p
    Das habe ich erst kürzlich hier in einem anderen Haushaltsthread gelesen.

    Er war früher nicht so pedantisch.
    Wie ich ihn kennengelernt habe, sah seine Wohnung einmal aus wie Tier.
    Staub, Seifenreste in der Wanne, Flusen unterm Sofa, verstaubte Fensterbretter.

    Ich vermute auch schwer, dass es mit seiner Anspannung im Job zusammenhängt.
    Aber dann soll er bitteschön dort die Verantwortlichen ranziehen oder soll mit seinen Eltern wegen dieser Immobiliensache Tacheles reden.
    denn ich sehe nicht ein, dass ich hier für alles sein Prellbock bin. #aerger

Hallo,

ich vermute auch, dass Dein Mann hier persönlichen Stress und Anspannung auf Dich abwälzt.

Ich kenne das zum Teil von meinem Mann, der meckert auch manchmal an Dingen herum
(zum Beispiel, wenn ich geduscht habe und mich gerade anziehe - warum mein Handtuch noch nicht versorgt ist.

Aber gleichzeitig flacken SEINE Socken noch im Bad am Boden rum, hängen Klamotten über der Badewanne, etc.

Aber ich habe dem vor kurzem mal einen Einlauf vom Feinsten verpasst.

- von ihm lagen auch Dinge herum (Gartenhandschuhe im Flur, leere Red Bull Dosen am Gartentisch, Bohrer auf der Kochinsel, Grillzange auf der Waschmaschine, Briefe auf der Anrichte, Klamotten über der Wanne....)
Ich habe alles von seinem Kram auf SEINEM Schreibtisch hingelegt und einen Post-It an dem Haufen fixiert: BITTE AUFRÄUMEN!!!

Auch hat er einmal rumgemasselt, als ich die Spülmaschine eingeräumt habe.
Ich habe den Besteckkorb genommen, mit Getöse ins Spülbecken geschüttet, ihm in die Hand gedrückt mit den Worten "Okay, dann mach Du es besser!"

Natürlich war der dann manchmal bockig.

Aber ich bin hier nicht sein Butler, sondern seine Frau.

Und wenn ich merke, dass er seinen Frust wegen seiner Kunden (erst letzte Woche war er wieder zickig zu mir) an mir auslässt, dann spreche ich das auch deutlich an.
Letzte Woche hatte einer seiner Kunden ein wichtiges Dokument für einen Beratungstermin nicht fertig - er motzte rum, ärgerte sich und maulte mich dann an, warum ich abends zum Spargel keine Sauce Hollandaise gemacht habe.

Erst kam von mir der dezente Hinweis, dass ich generell diese Sauce nicht mag und er ja erst vor Kurzem entschieden hat, abends nicht mehr so fett zu essen, weil er Gewicht reduzieren will.
Also, wenn er diese Sauce haben will, dann bitte Bescheid geben, alles andere ist kein Drama.
Und dann schnappte ich mir sein iPhone und drohte ihm "So, und wenn Du jetzt nicht mit Deinem Geschnassel und Gemaule mit gegenüber aufhörst, dann rufe ICH mal deinen Herrn XY an und werde ihm mal derart die Leviten lesen, dass er bitte mit seinen Papieren beikommt, damit ich es hier nicht immer dicke kriege, nur weil bei Dir was nicht läuft!!! Mir reicht's!!!"

An diesem Abend war mein Mann sehr klein mit Hut. ;-)
Und ich bin wirklich mal wie die Königin von Saba mit meiner Vogue in die Couchecke und habe ihn keines Blickes mehr gewürdigt.

LG

Ehrlich gesagt würde ich mir das nicht mehr länger bieten lassen. Ich würde dem Herrn deutlich sagen das er das schließlich machen wollte und es nicht musste. Dann würde ich ihm den Lappen in die Hand drücken und gehen. -Denn sein Verhalten ist auf Dauer mehr als nur nervig und würdigt dich deutlich herab. Wäre nicht meins mir das dauerhaft bieten zu lassen.

Gruß ELa

Hi,
ich vermute auch eher, dass das "Problem" an anderer Stelle liegt.

Vermutlich lenkt er sich bei dir von seinem eigentlichen Thema ab (was auch immer sein Thema ist), alles andere ist ihm willkommener als sich in sein Thema (seine Arbeit?) zu stürzen, jede Ablenkung ist willkommen.

D.h. er tritt wahrscheinlich bei seinem Thema auf der Stelle, es ist ihm irgendwas übe den Kopf gewachsen, er weiß nicht, wo er anfangen soll, kommt sich nicht gewertschätzt / überflüssig vor etc.

Ggf. hilft es, wenn ihr eure Aufgaben mal in Ruhe besprecht. Wenn er rumnörgelt, frag ihn mal bitte, ob du ihm einfach nur zuhören sollst oder ob er das mit dir besprechen und von dir ne Antwort haben möchte, was er von dir erwartet, wenn er nörgelt und warum er Dinge macht, die er ja eigentlich gar nicht erledigen möchte, die sich ihm anscheinend jedoch so aufdrängen, dass er an diesen nicht vorbei kann und sie "mal eben" erledigt.

Was wäre, wenn du ihn nicht kritisierst, sondern einfach mal lobst, wenn er diese Dinge erledigt? Und wenn er dann rumnörgelt, du einfach nicht drauf reagierst, sondern dich nochmal freudestrahlend bei ihm bedankst?

ich würde hier nicht nochmal die "Keule" rausholen und ihn kritisieren. Ich vermute eher, dass er mit seiner "Baustelle" schon genug Ärger am Hals hat, da braucht er von dir nicht auch noch einen drauf.
Vielleicht hilft aber der nette Hinweis, dass doch seine Arbeit aus der Wohnung fern bleiben soll, er also auch seine Sorgen im Büro lassen soll und nur, wenn er ernsthaft mit dir über etwas reden möchte (Unterteilung in: zuhören oder Ratschlag geben), damit in eure Wohnung kommt - oder ihr vereinbart, dass solche Sachen nur in seinem Büro / Arbeitszimmer besprochen werden und er ansonsten das Thema bei sich behält.

vG
ficus

Also mein erster Impuls wäre ja, zurückzunörgeln, bis er von selber drauf kommt, dass das kacke ist.

Da ich aber weiß, dass das kontraproduktiv ist, würde ich versuchen, diesem Impuls zu widerstehen und das bleiben zu lassen.

Stattdessen würde ich ihm deutlich sagen, dass ich ab heute keine Lust mehr auf sein Nörgeln habe und das nicht mehr akzeptieren werde. Und dann würde ich jedes Mal den Raum verlassen, wenn er damit anfängt. Ich räume gerade die Spülmaschine aus, er kommt dazu und hält mir ein nicht ganz sauberes Teil unter die Nase? Gehe ich in einen anderen Raum z.B. Wäsche waschen und er kann gucken, was er nun mit der halb ausgeräumten Geschirrspülmaschine anfängt.

schau mal:

https://www.youtube.com/watch?v=oZ-A91U6xxc&feature=player_embedded

HALLO,Kleines!!
Es geht mir genauso,wie dir.Ich kann dich SEHR gut verstehen!!
Unser Problem ist es, dass wir uns nicht abgrenzen können und perfekt sein wollen.
Hier die gute Nachricht:das müssen wir nicht!!!!
Du bist bereit richtige überfordert und müsstest erst einmal alle 5 gerade sein lassen.
Dein Schatz hat scheinbar nicht erkannt,wie sehr du gerade in dieser Phase seine Hilfe brauchst.
Ihr solltet euch zusammen setzen und ehrlich!!!miteinander sein.
Ggf.eine Haushaltshilfe in Anspruch nehmen(wird steuerlich unterstützt wenn man Kindee hat)
Ich sage z.B....meine Haushaltshilfe kostet 70 Euro im Monat...er raucht für das Geld..ist doch nicht teuer..in diesem Sinne!
Euer Vertrauen scheint irgendwie auf der Strecke geblieben zu sein...prüft,an welcher Stelle das war!!!
Ich kann klug reden..aber auch ich prüfe Gleiches gerade in meiner Beziehung nach absoluten Überforderubgen von Weihnachten bis jetzt...
VIEL ERFOLG EUCH BEIDEN!!!!!!

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