Umzug/Veränderungen in depresiver Phase in Schwangerschaft

    • (1) 23.05.14 - 23:43
      Veränderung

      Hallo,

      ich leide seit der Pubertät unter wiederkehrenden depressiven Phasen (begonnen nach einem Umzug vom Ausland in die alte "Heimat"). Momentan bin ich schwanger und mein partner und ich wollten eigentlich zusammenziehen - also ich müsste in diesem Fall an seinen ca. 1 Autostunde entfernten Wohnort ziehen.

      Ich habe gerade - laut meinem Partner seit Monaten eine depresive Phase ( er hätte angeblich seit Monaten keine Lebensfreude mehr in meinem gesicht gesehen)- begündtigt/verursacht durch vielfältige Belastungsfaktoren wie Fehlgeburt kurz davor, unvorhersehbare finanzielle Probleme, belastende Situation am Arbeitsplatz, etc. Mein Freund meint ich hätte solche Angst vor Veränderungen, das würde ihn so ankotzen...ich solle jetzt einfach endlich sagen: "Ja, ich will zu Dir ziehen." und fertig. Ich fühle mich gerade jetzt dazu überhaupt nicht in der Lage - Veränderungen bedeuten für mich seelischen Stress und ich heule jetzt schon nur noch und alles was vorhersehbar/gleichbleibend ist gibt mir noch einen gewissen kleinen Halt. An seinem Wohnort kenne ich nur seine Familie, zu denen ich noch nicht wirklich eine Beziehung aufgebaut habe - im Prinzip spielt sich da das Familienleben in der familieneigenen Betrieb ab (Hotel u. Gaststätte, mein Freund ist da aber beruflich nicht involviert), es gibt eigentlich nur an Weihnachten private Zusammentreffen, ansonsten trifft man sich im Restaurant z.B zum frühstücken, sofern die Gäste das zulassen...mein Freund ist das ja seit Geburt quasi gewohnt, ich vermisse da jegliches Gefühl von Geborgenheit, Wohlgefühl...weiß nicht wie ich das ausdrücken soll, ich kenne das halt anders, es ist nicht gemütlich, ich fühle mich kaum wahrgenommen, kann mir mein geschirr und Essen (möglichst die Reste die man den Gästen nicht mehr anbieten kann) in der restaurantküche zusammensuchen, am Tisch jammert oder schimpft meist jemand über das unfähige Personal, blöde Gäste, kaputte Sachen..für mich halt alles so stressgeladen/ungemütlich, dabei bin ich selber schon gestresst/überlastet/nervlich am Ende...
      Entschuldigung..ich bin etwas abgedriftet...jedenfalls ist die Woche bei mir irgendwie nervlich die Situation eskaliert, beginnend mit einem Frauenarzttermin, wo der FA mich mit einer möglichen sofortigen notoperation (weil erst irgendein Wert falsch gemessen wurde) erschrocken hatte War ja dann alles nicht so, aber ich habe diesen Schrecken einfach aufgrund meiner nervlichen Situation momentan nicht wegstecken können und heule und/oder schreie seitdem nur noch rum, heute habe ich sogar angefangen sachen wütend/verzweifelt an die wand zu schmeissen, das mache ich normalerweisen icht, bin eher der ruhige, sanftmütige Typ)..da war einfach das Gefühl überhaupt nicht mehr zu können weder psychisch noch physisch und nicht zu wissen woher ich in irgendeiner weise unterstützung bekommen könnte die ich eigentlich sofort bräuchte.. Ich hatte dann heute auch ein mehrstündiges Telefonat mit meinem Freund wo eben u.a. auch das Thema Umzug zur Sprache kam..er will dazu endlich ein klares "ja" sonst wird er sich wohl von mir trennen, er meint ich sioll das alte loslassen und das schon alles gut wird, ich fühle mich zu solche iener großen veränderung momentan nicht in der lage und halte es für einen äußerst ungünstigen Zeitpunkt einen Umzug zu planen.

      Stell ich mich jetzt wirklich so blöd und unmöglich an, sollte etwa das Zusammenziehen die Lösung meienr Probleme sein?

      • Wenn es bedeutet, zusammenziehen oder trennen, würde ich es darauf ankommen lassen. Ich finde dein Verhalten seltsam, aber so unter Druck würde ich mich nicht setzen lassen.

        (3) 24.05.14 - 01:16

        Du solltest dich nicht auf deinen depressiven Verstimmungen ausruhen, sondern etwas dagegen tun.

        • (4) 24.05.14 - 07:15

          Ich ruh mich doch nicht darauf aus, ich habe nur gehofft dass es von wieder etwas besser wird. Ich habe schon seit über 20 Jahren Depressionen, mal mehr mal weniger. Da konnten keine Therapeuten, Medikamente, krisenintervention, Klinik oder momentan gruppentherapie etwas daran ändern. Und nebenbei muss ich mich aber trotzdem noch um mein ganz normales alltägliches Leben kümmern.

      Hallo!

      Vielleicht wäre es klüger gewesen, schon vor der Schwangerschaft zusammen zu ziehen... #gruebel
      Aber das ging ja vermutlich nicht wegen deiner Arbeit, oder?

      Wie lange ist es denn noch hin bis zur Geburt?

      Dein Baby bekommt ja deine Stimmungen auch schon mit, deshalb würde ich mich an deiner Stelle sofort um einen Termin bei einem Psychotherapeuten bemühen!

      Und auch den Umzug würde ich jetzt nicht über's Knie brechen.

      Rede mit deinem Freund nochmals in Ruhe und gehe deine Depressionen an!

      LG, k.

      Hallo!

      Ich denke auch Du solltest Dir einen Therapeuten oder Therapeutin suchen. Denn wenn das Baby erst einmal da ist erfährst Du ja auch wieder eine Veränderung und bestimmt auch viele Stressmomente.

      Die Wartelisten sind lang, aber wenn Du sagst Du bist schwanger wirst Du, so wurde mir gesagt, auch mal vorgezogen.

      Ich bin auch psychisch vorbelastet und habe jetzt eine Familienhebamme, die mir sehr gut tut. Mit ihr kann ich alles rund um Geburt und Schwangerschaft besprechen, aber auch Dinge, die meine Seele betreffen und im weitesten Sinne auch Einfluss auf die Beziehung zu meinem Kind und unser Familienleben haben könnten.

      Außerdem gibt es bei uns jetzt demnächst eine Selbsthilfegruppe für Schwangere mit schwierigem psychischen Hingergrund.

      Ich denke Du solltest zu einem Arzt/einer Ärztin Deines Vertrauens gehen und Dir Rat holen!

      Wie lange seid Ihr denn schon zusammen und in welcher Woche bist Du und wie lange steht das Thema "Zusammenzug" denn schon im Raum?

      Ich denke es ist falsch von Deinem Freund, Dir mit Trennung zu drohen. Aber vielleicht hühnert Ihr schon so lange damit herum dass er auch mit den Nerven fertig ist?

      Er sollte Dich eher unterstützen, eine Therapie zu beginnen - und vielleicht auch selbst daran teilhaben.

      Eine Stunde Entfernung ist lang, aber auch keine Weltreise! Du solltest Dir klar werden ob Du wirklich mit ihm zusammenziehen möchtest.

      Auf jeden Fall aber sollte Dich Dein nächster Weg zu einem Arzt führen!

      Alles Gute!

      • (7) 24.05.14 - 08:17

        Danke Dir.

        An eine Familienhebamme hatte ich auch schon gedacht (ich werde nicht zum ersten mal mutter9, ich kenne die einzige die hier in der Gegend tätig ist (hatte Kurse bei ihr und kann mir mir gar nicht vorstellen mit ihr warm zu werden.
        Ja, mein Freund ist auch mit den Nerven ziemlich fertig, das liegt bei ihm ie an mir aber an dieversen Belastungen (Arbeit etc.) und das macht das ganze nicht gerade einfacher. Deswegen will ich ja auch nicht mit ihm zusammenziehen weil ich ich das Gefühl hbe ich werde durch ihn noch mehr belastet, ich muß mich ihm gegenüber zusammenreissen, kann nichts von ihm erwarten etc. weil er doch selber so kaputt ist. das mag kein "netter" Gedanke von mir sein, aber ich sehe das einfach so, daß uns beiden damit kein Gefallen getan ist und das ich erst mal auf mich schuaen muß (und dann das baby).
        Ich war vor 3 Wochen shcon bei meinem quartalsanfallenden Arztgespräch in der Klinik in der ich schon länger eine gruppentherapie mache. ich weiß auch ehrlich gesagt nicht was der gute Mann für mich tun soll/kann.
        Für meinen Freund ist die Stunde zu mir auf die dauer zu weit, kostet ja auch Geld und Zeit und er sieht es schlichtweg nicht ein zu mir zu fahren (momentan fahre ich noch meistens, hab das aber mit baby erst mal nicht mehr vor) wenn es doch auch anders ginge wenn ich mich nur nicht mehr so anstellen würde. ich glaube er hat keine Ahnung und vor allem keinen Respekt vor meiner Situation, er wurde noch nie vorher vater, lebt seit seiner Geburt am gleichen Fleck , im gleichen Haus und Depressionen hate er auch noch nie.
        Vor der Geburt (voraussichtlich noch 2,5-max. 3 Monate bis dahin) würden wir eh nicht zusammenziehen können und ich schliess4e das ganze weder aus noch möchte ich mich jetzt zu irgendwelchen defintiven "Zusagen" nötigen lassen.

        • (8) 24.05.14 - 11:40

          Na da hast du doch nen klaren Standpunkt was den Umzug angeht, und dein Gefühl tendiert eher zu nein und dein Freund meint doch unbedingt und macht Druck. ich denke du solltest auf dein Gefühl hören und standhaft bleiben.

          So wie du ihn beschreibst, wird er dir keine Hilfe sein können. Sondern von dir fordern. Höre ich da ein schlechtes Gwissen deinem Freund gegenüber heraus? (" das mag kein netter Gedanke von mir sein").

          Hallo?! Es geht um dich und das Kind, er sollte für dich da sein, denn du bist schwanger. Ob er Stress hat und total kaputt ist, da solltest du aufgrund deiner Situation jetz kein Mitleid haben, da du die Kraft für dich brauchst, okay?

          Genau du musst auf dich un ddas Baby schauen, er ist da nunmal hintangestellt, ob er mag oder nicht. Mit Trennung drohen und so genervt reagieren geht in meinen Augen mal gar nicht. Trau dich und steh zu dir!

          Hm... also so wie sich das anhört wäre es vielleicht zuerst wirklich besser wenn Ihr erst nach der Geburt zusammenzieht. Ich bin jetzt in der 24. Woche und wenn ich mir überlege, ich müsste jetzt Sachen packen und umziehen... würde zur Not gehen, aber ich denke das muss nicht sein. Und wenn ihr das schon so besprochen habt dass es vor der Geburt nicht geht... nach der Geburt bist Du ja erst einmal mindestens 6-8 Wochen im Wochenbett, wo man ja grade während der ersten ein, zwei Wochen noch recht viel liegen soll. Und richtig Tragen und Kartons soll man ja erst wieder... keine Ahnung, ich denke FRÜHSTENS nach vier Monaten!!! Ich denke da kann Dich Deine Hebamme unterstützen und Euch eine Empfehlung geben, wann ein Umzug frühstens in Betracht gezogen werden kann. Und mit der Planung würde ich auch bis nach dem frühen Wochenbett (10 Tage nach der Geburt) warten. Da hat man dann ja schon einen ersten Eindruck wie es Dir körperlich und vielleicht auch seelisch geht.

          Ist die Klinik denn bei Dir in der NÄhe? Das wäre noch ein Grund, mit dem Umzug zu warten. Vielleicht solltest Du überlegen, bis zur GEburt in die Tagesklinik zu gehen? Da ist die Therapie ja viel intensiver als wenn man nur einmal in der Woche hingeht. Man wird abgelenkt, trifft mehr Gleichgesinnte, ist nicht alleine...

          Auf der einen Seite kann ich verstehen dass Dein Freund bei all dem Stress nicht auch noch ständig fahren mag. Arbeitest Du denn auch? Dann wäre es ja nur gerecht wenn ihr beide fahrt. Aber wenn Du mit dickem Bauch nicht mehr fahren magst sollte er das auch akzeptieren denke ich. Du bist ja bisher immer gefahren, also... Wenn er kein Verständnis für Deinen Gemütszustand hat sollte er sich vielleicht mit dem Psychologen Deiner Gruppe unterhalten!? Vielleicht müsstet Ihr auch mal ein, zwei Paargespräche haben wo Du ihm mit Hilfe eines Profis erklären kannst wie es Dir geht und dass es nicht bedeutet dass Du ihn nicht mehr liebst usw.

          Wäre denn Deine Wohnung so groß dass er ohne Probleme die ersten zwei, drei Wochen nach der Geburt bei Dir wohnen und Dich unterstützen könnte? Ich denke, den Urlaub wird er sich bei allem Stress doch gönnen, oder? Hast Du denn Leute vor Ort die sich um Dich kümmern wenn er wieder arbeitet? Ich denke nämlich (genau wie bei mir) an die Wochenbettdepressionen. Ein erstes Tief soll man ja schon nach 3-5 Tagen haben wenn die Glückshormone und das Adrenalin abflauen (so wurde mir erzählt), aber bei einigen Frauen wird es halt nicht besser. Das solltest Du auch in der Klinik, in der Du entbindest an sprechen und bei Deinem Psychologen. Bei uns in der Stadt gibt es in der stationären psychischen Klinik sogar extra zwei Zimmer für Mama mit Baby, falls die Wochenbettdepressionen überhand nehmen. Weiß Dein Frauenarzt schon bescheid?

          Ich kann Deinen Freund verstehen wenn er enttäuscht und wütend ist dass Du mit Eurem Baby nicht bei ihm wohnst, aber letztendlich soll es Dir ja gutgehen, oder? Oder Du sagst ja nicht NIE...

          Ich würde mal im Internet schauen ob es weitere Familienhebammen gibt. Du kannst nach dem deutschen Hebammenverband googeln, bei der Caritas oder im nächsten Krankenhaus nachfragen. Und wenn die Hebamme Dich dann zum zweiten oder dritten mal besucht kann Dein Freund ja auch dabei sein. Schön wäre es ja auch, wenn die gleiche Hebamme auch die Nachsorge machen kann. Bei mir zahlt die Zusatzleistungen, die über die normale Hebammentätigkeit hinausgehen, unsere Stadt und die Hebamme kommt vom Deutschen Roten Kreuz. Du könntest auch bei Deiner Krankenkasse fragen ob sie die Zusatzleistungen übernehmen (sie werden ja Deine Diagnose kennen). Ich glaube, dann kann die Familienhebamme auch länger nach der Geburt kommen als eine "normale" Hebamme. Im Idealfall ist es natürlich auch eine Beleghebamme, welche Dich zur Geburt begleitet, aber das ist wohl zu schön um wahr zu sein...

          Wenn es Dir schwer fällt aktiv zu werden... kennst Du in Deiner Klinik vielleicht eine Sozialarbeiterin? Die meisten Kliniken haben ja so etwas. Die kann Dir sicherlich helfen, hat vielleicht schon Erfahrung und kann Dir das eine oder andere Telefonat auch abnehmen.

          #klee

          • (10) 24.05.14 - 13:30

            Hallo,
            Ich hab bis jetzt kein Problem damit mit dickem Bauch zu ihm zu fahren, obwohl es in seinem Apartment nicht gerade gemütlich ist und ich meinen Haushalt allein unter der Woche neben Arbeit und Kindern machen muss. Nach der Entbindung will er sich eine Woche Urlaub nehmen, obwohl ich da schon befürchte dass er das kaum so lange mit uns aushalten wird und mir Dann im Nachhinein vorwürfe machen wird das er extra für mich sich frei genommen hätte und ich mich dann zB zu wenig ihm gewidmet hätte ( so ähnlich war das als er sich von sich aus freigenommen hat um mit zur feindiagnostik zu gehen.. Ob ich überhaupt wisse wie schwierig das gewesen wäre hinzukriegen...ich hatte auch nach einem geburtsvorbereitungskurs am we gesucht wo wir zusammen hätten hingehen können, da war seine reaktion nur, wie er das denn noch unterbringen solle.. Außerdem hat er schon seit fast nem Jahr immer wieder davon geredet dass wir ja Ostern oder Pfingsten heuer zusammen Urlaub machen könnten, ich müsste nur schauen dass ich da freibekäme er würde sich da schon kümmern um den Rest.. Da hat ich mich drauf gefreut, müsst aber wenn mit den Kindern alleine fahren weil er es anstandslos fände seiner Familie gegenüber - die ihm zum wiederholten mal finanziell unter die Arme gegriffen hatte Anfang des Jahres einfach ne Woche wegzufahren...ich muss halt immer verständnis haben, Rücksicht nehmen, verzichten ( weihnachten war ich auch die einzige seiner Familie - zu der halt er mich ja angeblich - die kein Geschenk bekommen hatte...er hätte weder zeit noch Geld momentan das müsse ich verstehen...
            Die Klinik in der ich die Therapie mache hat verschiedene Standorte. Die gruppentherapie wird nur in der nächsten Großstadt, ne Stunde entfernt, angeboten. In der Tagesklinik, die es wiederum nur 10km entfernt von mir gibt war ich vor 2 Jahren.. Das einzige was mir da wirklich was gebracht hat waren die Gespräche mit der Ärztin und die gabs nur einmal die Woche. Die Ärztin arbeitet leider nur auf der Station, ambulant gibt es keine termine bei ihr. Wenn dann müsste ich wirklich woanders Hilfe suchen, ich denke am schnellsten ginge das noch bei der Caritas, die haben eine Stelle die eben zB da ist wenn jemand zeit Bis zu einem therapiebeginn überbrücken muss. Danke jedenfalls nochmal dass du mir erneut geantwortet hast.

            • Hm... #kratz. Irgendwie klingt es so als wenn das Baby von ihm gar nicht gewollt war. Oder später gewollt weil es jetzt nicht in seinen Terminplan passt.

              Ach so, Du hast noch mehr Kinder... dann ist das ja alles noch stressiger für Dich. Eine Woche Urlaub finde ich persönlich ein bischen wenig, aber wenn Du eh nicht weißt ob Dir seine Anwesenheit so gut tut... dann solltest Du aber dafür sorgen dass sich jemand um Deine Kinder kümmert. Es gibt ja Haushaltshilfen, die von der Krankenkasse bezahlt werden. Soweit ich weiß auch schon in der Schwangerschaft. Und für die Zeit nach der Geburt gibt es, so weit ich hier im Forum laß, das Wellcome-Projekt. Da gehen wohl Erwachsene (ehrenamtlich?) in die Familien mit kleinen Kindern und helfen in der Zeit nach der Entbindung im Haushalt und bei den Geschwistern. Die Info bekommst Du bestimmt auch bei der Caritas.

              Wenn er meckert solltest Du vielleicht mal versuchen, ein bischen mehr für Dich einzustehen. So nach dem Motto: "Ich weiß dass ich wenig Zeit habe für Dich, ich finde das auch schade, aber ich habe ja grade entbunden, da muss ich mich in erster Linie um das Baby kümmern und darum dass ich wieder fit werde."

              Wenn er noch mehr meckert dann kommst Du einfach mit: "Du wolltest das Kind doch auch. Und so ein Baby kostet nun einmal Zeit." Wenn er nicht aufhört einfach auf Schallplatte schalten: Du sagst dann praktisch immer das selbe, nur mit etwas abgeänderter Formulierung: "Ja, aber wollten beide das Baby, und das bedeutet nun einmal Zeitaufwand." So vermeidet man so manches Streitgespräch. Und wenn er dann noch immer nicht aufhört kannst Du einfach sagen: "Ach, darüber haben wir doch schon gesprochen."

              Generell solltest Du aber, wie gesagt, mehr für Dich einstehen und Deinen Standpunkt nett aber bestimmt vertreten.

              Irgendwie hört sich das für mich so an als wäre er beruflich sehr im Stress?! Vielleicht reagiert er deshalb so merkwürdig weil das Baby ja nur noch mehr Stress und finanzielle Sorgen bedeutet? Was mich dann wieder fragen lässt ob er das Kind zu diesem Zeitpunkt überhaupt wollte...

    Uff, klingt nach einer Menge gerade. Klar ist es einfach zu sagen "reiß Dich zusammen, wird schon alles gut", aber das ist eher dann sinnvoll, wenn es nicht um depressive Stimmungen geht. Warst Du deswegen denn schon mal beim Arzt?

    Hast Du Dir vielleicht mal eine Pro/Kontra Liste zum Umzug gemacht, so als Überlegungsstart?

    Gab es einen Auslöser, den Du vermuten würdest, für die schon länger andauernder depressive Phase seit dem Umzug? Ist die "alte Heimat" vielleicht nicht das Richtige? In dem Falle hätte Dein Freund vielleicht zumindest im Ansatz Recht.

    Übrigens: es ist total normal, sich vor einem Umzug Sorgen zu machen, wenn man am neuen Ort niemanden kennt. Du hast aber immerhin den Vorteil, nicht ganz allein zu sein. Außerdem wäre es sicherlich auch möglich, ein anderen Frühstücksritual für Euch zwei zu finden als das Plündern der Reste vom Gästebuffet am Morgen, oder meinst Du nicht?

    • (13) 24.05.14 - 07:57

      Hallo und danke erst mal,
      Ich gehe ja nicht jeden Sonntag zum frühstücken dahin, deswegen durfte ich mir gestern am Telefon auch wieder was anhören von meinem freund, dass das doch erwünscht und angebracht wäre. Die würden ja alle Interesse an mir haben und wies mir ging ... Ich hab es ja auch schon öfter gemacht, auch wenn dann so gut wie keiner mit mir redet und eigentlich nur die Gäste und die Probleme in der Wirtschaft wichtig sind und ich mir wie der letztwichtigste Dreck vorkomme.

      Meine Heimat von damals war in meiner Kindheit vor über 20 Jahren im Ausland ( ich bin soldatenkind, Umzüge sind da normal), wo ich quasi alles was mich glücklich gemacht hat ( und damals war ich vollkommen glücklich und zufrieden) verloren habe, ich war seitdem auch nie mehr da - das war wie gesagt der Auslöser aber nicht der einzige Grund für meine depressivität. Wie bei jedem Menschen waren vorher schon und besonders danach einige belastende Ereignisse bzw. Dauerbelastungen die für sich schon eine Depression bei einem bislang davon verschonten Menschen eine Depression hervorrufen könnten.

      Ich habe in den letzten 20 Jahren schon viel Erfahrung mit Ärzten, Therapeuten, Medikamenten und Klinik gemacht und mache aktuell ( schon über einem Jahr) eine gruppentherapie verbunden mit Quartalsmässigen arztgesprächen.

      • Hilft Dir die Gruppentherapie denn?
        Du schreibst ja, dass Du schon viel Erfahrung mit Ärzten, Therapeuten usw. gemacht hast. War da irgendjemand oder irgendeine Therapieform dabei, wo Du sagen würdest, sie habe Dir was gebracht oder Du hast Dich da gut aufgehoben gefühlt?
        Für mich, so ganz von außen betrachtet, sieht es ein bissel so aus, als habest Du noch nicht den ganz richtigen Ansatz für Dich gefunden. Aber ich kann mich irren.

        Würdest Du Dir denn vorstellen können, dass Dein Freund zu Dir zieht? Oder ist das genauso eine gruselige Vorstellung? Jetzt mal ganz unabhängig davon, was Dein Freund dazu sagt.

(15) 24.05.14 - 07:21

Für mich liegt die Priorität nicht im Zusammenzug, sondern in Deinem angeschlagenen Zustand. Du solltest zunächst über Frauenarzt und/oder Hebamme Unterstützung anfordern, allein Gespräche über Dein Gefühlschaos werden sicher schon etwas bringen. Wichtig ist, dass Du nichts beschönigst, sondern ehrlich bist und klar machst, dass Du das Gefühl hast, Du brauchst schnellstmöglich Hilfe.

Wie gesagt, sprich dazu Deinen Frauenarzt an oder nimm Kontakt zu einer Hebamme auf, die Dir da weiter helfen kann.

(16) 24.05.14 - 08:39

Ich mache mir gerade ehrlich gesagt eher Sorgen um dein Kind, das in diese Situation geboren wird. #zitter

Ein Kind zu bekommen bedeutet die wohl einschneidendste Veränderung im Leben überhaupt, und wenn du schon VORHER absolut nicht klarkommst und sogar wegen eines bevorstehenden Umzugs durchdrehst, weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie du klarkommen sollst, wenn du mit dem Kind aus dem Krankenhaus entlassen wirst und dann allein bist mit ihm, da du nicht mit dem Kindsvater zusammenlebst! Zumal bei deiner psychologischen Vorgeschichte eine postnatale Depression wohl mehr als wahrscheinlich dann AUCH noch auftreten wird. Was machst du denn dann, wenn du dann allein in deiner Wohnung sitzt in Zutodebetrübtstimmung mit einem ständig fordernden und schreienden Kind, für das du in dem Moment vielleicht nicht mal Liebe empfinden kannst???

Es ist übrigens nachgewiesen, dass Kinder, die schon während der Schwangerschaft solchen Gemütsschwankungen der Mutter ausgesetzt sind, sehr oft anstrengende Babys/Kinder sind, das Kind bekommt ja über das Blut deine ganzen negativ polenden Hormone auch mit und ist dadurch ebenfalls unruhig, ängstlich, depressiv. Heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass du ein Schreibaby haben wirst, ist sehr sehr groß unter diesen Umständen.

Sorry, aber ich kann dir nur einen ganz ganz dringenden Rat geben, dass du dich um Hilfe bemühst, professionell (Psychologe, Caritas) aber auch im eigenen sozialen Umfeld (Familie, Freunde). Du darfst keinesfalls allein sein, wenn das Kind da ist, das schaffst du in dieser Gemütslage keinesfalls.

Einen Umzug WEG von allem, was dir irgendwie noch Halt geben kann, würde ich unter den Umständen auch nicht machen! Wenn dein Freund jetzt schon mit Trennung droht, erst Recht nicht. Er ist dir ja keine Unterstützung in deiner Situation, sondern nur eine zusätzliche Belastung, das wird sich im Zusammenleben garantiert nur verstärken, und dann sitzt du da und kannst nicht mehr einfach so weg, wenn du deine Selbständigkeit erst Mal aufgegeben hast.

Bleib wo du bist, rechne damit, dass du alleinerziehend sein wirst und hol dir deshalb um Himmelswillen Hilfe!!! Vielleicht bist du ja auch so durch den Wind seit Monaten, weil du seit der Schwangerschaft innerlich spürst, dass er eigentlich nicht der Richtige ist. In dem Fall geht es dir nach einer Trennung und dem nicht mehr nötigen Gedanken auf einen Umzug dann ja vielleicht sogar BESSER!?

Alles Gute für dich und das Kind!! Red auf jeden Fall mit deinem Frauenarzt über deine Situation, er weiß, wo du Hilfe bekommen kannst!!!

  • (17) 24.05.14 - 12:20

    "Es ist übrigens nachgewiesen, dass Kinder, die schon während der Schwangerschaft solchen Gemütsschwankungen der Mutter ausgesetzt sind, sehr oft anstrengende Babys/Kinder sind, das Kind bekommt ja über das Blut deine ganzen negativ polenden Hormone auch mit und ist dadurch ebenfalls unruhig, ängstlich, depressiv. Heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass du ein Schreibaby haben wirst, ist sehr sehr groß unter diesen Umständen."

    Echt? #schmoll Ich meine, ich habe das auch schon gelesen, es wohl aber nicht wahrhaben wollen oder es unterschätzt. Mir ging es in den ersten drei Monaten nicht gut und auch zwischendrin hatte ich Stress mit meinem Arbeitgeber wegen Beschäftigungsverbot. Und meine Chefin hat mir auch schon dreimal gesagt, ich solle mich nicht so aufregen, ich bekäme sonst ein Schreibaby. Ich fand das eigentlich unerhört zumal ich mich teilweise auch gar nicht wirklich aufgeregt habe (meine Chefin ist eigentlich die, welche sich ständig aufregt). Aber traurig war ich schon sehr oft... :-(. Jetzt geht es mir wieder besser und wenn mein Freund aus dem Ausland zurück ist hoffentlich auch. Ich hoffe das Baby bekommt dann noch genug Glückshormone mit...#zitter.

    • (18) 24.05.14 - 17:17

      Ach, mach dir mal keine Sorgen, welche Frau ist den neun Monate am Stück non-stop glücklich? Normale wechselnde Gemütsregungen und -schwankungen machen dein Kind nicht zum Schreibaby, da müsstest du schon monatelang depri oder megagestresst sein, dass es entsprechend negative Auswirkungen haben kann. Oft haben die Mütter auch ne belastete Schwangerschaft oder freuen sich nicht aufs Kind, haben keine emotionale Bindung zum Ungeborenen, das Kind spürt dann die Überforderung der Mutter mit allem und schreit deshalb, weil im das natürliche Sicherheitsgefühl, dass eine Mutter ihrem Kind vermittelt, fehlt. Was soll das Kind dann auch sonst machen als schreien, es kann sich ja noch nicht anders mitteilen.

      Wird bei dir schon alles gut werden, ich hatte in der ersten SS auch viel Ärger und Stress, mein Sohn war trotzdem kein Schreikind. Bei meiner Tochter war ich noch in Elternzeit und voll entspannt, die hat 3 Monate non-stop geschrien, also, das MUSS auch nicht immer nach Studie dann auch kommen. ;-)

Top Diskussionen anzeigen