Alkoholproblem oder bin ich zu empfindlich?

    • (1) 20.06.14 - 15:37

      Hallo!
      Frage steht ja schon oben, jetzt noch n bisschen Hintergrundinfo:
      Mein Mann hat in meinen Augen ein Alkoholproblem. Er trinkt JEDEN Abend sein Bier nicht viel und nicht bis zum Rausch aber schon so weit das er nimmer weiss was er mir erzählt hat. Dann ist er auch sehr streitlustig.
      Früher war es noch so das er immer wieder ne Woche darauf verzichtet hat, von sich aus. Als er das letzte Mal den guten Vorsatz hatte, hat er es genau ein Tag geschafft! Und als wir jetzt das Wochenende campen waren hat er für zwei Tage 10 Liter Bier #augen gebraucht.
      Normal hat er auch vor der Schicht nix getrunken, weil er ja auch fahren muss, aber da sind es auch schon 1 oder 2.

      Ich finde es nicht mehr normal? Oder bin ich einfach zu empfindlich weil ich von meinem Vater weiss wie es läuft.

      Ich hab nichts gegen Alkohol, hab jahrelang in der Kneipe gearbeitet. Wenn mir danach ist dann kann es auch mal n bisschen mehr sein als gut ist ;-) mich stört das regelmässige.

      Mich beschäftigt das Ganze und auch unser Liebesleben leidet darunter.

      Ich hab auch versucht ihn darauf anzusprechen, was nur im Streit geendet hat, weil er sagte ich würd genau so klingen wie seine Ex.

      Was meint ihr? Was soll und was kann ich tun?

      lg emilene

      • So gnaz normal hört es sich nicht an, wenn er schon vor der Arbeit trinkt. und wirklich jeden Tag etwas trinkt. Wie ist er denn drauf wenn er nichts trinkt?

        Wenn er es nicht schafft, mal darauf zu verzichten. Ja dann hat er meiner Meinung nach ein problem.

        Was du amchen kannst?

        NICHTS! Er weiß hoffentlich wie du denkst. Wenn es für ihn kein Problem gibt, dann kannst du machen was du willst, es wird alles nichts nutzen.

        Wo kein Problem, da keine Lösung notwendig!

        Das klingt definitiv nicht mehr normal.

        Ganz schlimm ist, dass er bereits vor der Arbeit Alkohol "braucht".

        Suche mal in deiner Nähe nach Selbsthilfegruppen für Co-Abhängige oder eine Suchtberatungsstelle auf. Denen erklärst du die Situation und sie werden dir dann weiterhelfen, wie du weiter verfahren kannst.

        Appeliere auch an deinen Mann. Mach ihm klar, das Alkohol und Autofahren absolut nicht gehen. Er kann mit dem Alkoholmißbrauch alles verlieren. (Sein Leben, seine Arbeit, seine Familie - im schlimmsten Fall auch Unschuldige)

        Hallo emilene,

        also für mich hört es sich schon nach einem Alkoholproblem an, vor allem wenn er so viel trinkt, dass er sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern kann was er dir erzählt hat. Das ist schon heftig und geht weit über das normale Feierabendbier hinaus. Wobei man das aus der Ferne nicht so gut beurteilen kann.

        Ich würde ihm vorschlagen einmal zwei Wochen komplett auf Alkohol zu verzichten und dann siehst du ja wie es ist. Wenn es gut klappt, dann versprichst du ihm, ihn nicht mehr zu nerven, da er es scheinbar gut unter Kontrolle hat. Wenn er es aber nicht schafft, dann sollte er merken, dass er ein Problem hat und sich Hilfe suchen.

        FG
        Tom

      • Hallo

        dein Mann trinkt regelmäßig und zeigt Wesensveränderungen, er hat ein Alkoholproblem.
        Informiere dich bei den anonymen Alkoholikern ( Selbsthilfegruppen für Angehörige )

        L.G.

        Dein Mann hat definitiv ein Alkoholproblem. DU kannst garnicht viel machen, leider.
        Er weiß es wohl selber auch, denn er benutzt das unfairste Argument, welches es gibt....Du würdest wie seine Ex "klingen".....da er davon ausgeht, dass Du nicht wie seine Ex sein willst, möchte er Dich damit mundtot machen.
        Sag ihm, wie unfair das ist und wenn das seine Ex auch schon gesagt hat, tja, dann säuft er wohl wirklich.
        Genau DAS ist das Schlimme, die regelmäßige Trinkerei. Ab und an ein Bier, gerne auch nun beim Fußballkucken - warum nicht. Aber was er macht, ist saufen - fertig.
        Du musst wissen, wie und ob Du damit leben kannst.
        Sag es ihm unverblümt, wenn er nüchtern ist.
        2 Tage 10 Liter, da wäre mein Mann wohl tot #schock Das ist ganz schön hardcore.
        Alles Gute

        LG Moni

      • also ich finde auch das klingt nach einem Problem. Ich bin zwar dem Alkohol auch nicht abgeneigt und könnte mir ein Wochenende beim Feiern ohne Alkohol nicht vorstellen, aber ich brauche es nicht unbedingt. Schon längst nicht jeden Tag.

        Ich denke das ist das größte Problem, dass er jeden Tag trinkt. Ich würde mich an deiner Stelle selbst beraten lassen wie ich am besten vorgehe, denn wenn er nicht merkt, dass er ein Problem hat, dann wird es schwer sein ihn dazu zu bringen etwas zu ändern.

        Besorgniserregend finde ich, dass er den Alkohol inzwischen auch braucht, wenn er zur Arbeit muss. Das ist ein Warnsignal, dass bereits eine körperliche und/oder psychische Abhängigkeit vorliegt und es längst über das reine Genusstrinken hinausgegangen ist.

        Mein Mann hat bis vor einem Jahr auch regelmäßig Bier getrunken abends, auch gern mal einen über den Durst, aber 1-2 Flaschen waren es minimum pro Abend. Da er aber wirklich nur abends trank und nicht auch tagsüber oder gar vor/während der Arbeit, fand ich es noch OK, denn das spricht dafür, dass (noch) keine körperliche Abhängigkeit vorliegt. Dies sieht ja bei deinem Mann völlig anders aus.

        Dass Euer Liebesleben darunter leidet, glaube ich dir. Dies war auch mit ein Grund, warum mein Mann dann vor einem Jahr das Trinken von einem Tag auf den anderen aufgegeben hat und seitdem GAR nicht mehr trinkt! Ferner hatte er auch gesundheitliche Beschwerden bekommen (Bluthochdruck, Gewichtszunahme, Herzbeschwerden), die alle wieder von allein verschwanden, als er das Trinken aufgab. Darum trinkt er jetzt auch GAR nichts mehr.

        Naja, aber da muss es bei demjenigen selbst "Klick" machen im Kopf. Wenn dein Man nicht einsieht, dass der Alkohol ein Problem ist für ihn und auch für EUCH / Eure Beziehung, bleiben dir nur 2 Optionen: Ausharren und warten/hoffen, dass es vielleicht doch irgendwann "klick" macht bei ihm. Oder gehen! Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine Co.-Abhängigkeit deinerseits!

        Wenn du nicht klarkommst mit der Situation, hol dir Hilfe bei der Selbsthilfegruppe der AA für Angehörige!

        Mein näheres Umfeld hat mit mehreren Süchten zu Kämpfen gehabt, darunter auch Alkohol.
        Während des Entzuges habe ich mehrfach mit den Ärzten meiner Angehörigen gesprochen und dort wurde mir gesagt jeder Mensch der Regelmäßigen Alkoholkonsum hat (also täglich nach Feierabend 1-2oder gar mehr Biere,Schnäpse, weine etc. ) trinken würde wäre Hochgradig Sucht gefährdet, wer deren meinung nach vor der Arbeit Alkohom konsumiert und es in Kauf nimmt berauscht Auto zu fahren, der ist schon in der Sucht....

        Bei uns war es so, das sich alle freiwillig in den Entzug begeben haben. Und sind bislang 8 und 5 Jahre Trockene Alkoholiker....
        Deswegen kann ich nur Raten mit ihm zu Sprechen und ihn zu Raten sich Hilfe zu suchen...

        Da er nicht darauf verzichten kann, er Erinnerungslücken hat, bei seiner Exfreundin offensichtlich auch schon die Alarmglocken schrillten und er mittlerweile vor der Arbeit schon anfängt - ja, er hat ein Alkoholproblem.

        Du musst sehen, ob und wie Du damit umgehen möchtest - reden wird nichts bringen.

        Wer vor der Arbeit trinken muss und nur mit Mühe einen Tag ohne auskommen kann, der hat wirklich ein Problem.

        Ganz ehrlich, der Suffkopf trinkt vor der Arbeit schon 1 bis 2, danach noch täglich abends und im Urlaub schon 10 Liter in 2 Tagen!!! Hey das trink ich in 2 Tagen nicht mal an Wasser was dein Mann sich reinschüttet. Der ist schon Alki, was er aber sicherlich nicht so sieht. Also ist die gute Frage: WAS TUN???

        Ela

        Deshalb ist die Ex vermutlich die ex!

        Und ja, der Kerl ist ein Säufer.

        Gruß

        Manavgat

        In deiner VK schreibst du, dass "den Mann fürs Leben gefunden hast" und ein Baby von ihm willst. Überleg es dir sehr gut, denn noch kannst du den Absprung ohne größere Probleme schaffen bevor du selbst co-abhängig wirst und deine Kinder mit einem Alkoholiker aufwachsen müssen. Tu das deiner älteren Tochter und vielleicht einem zukünftigen Kind nicht an. Nicht bevor er was gegen seine definitv vorhandene Sucht unternimmt. Und wenn seine Ex sich auch deswegen mit ihm gestritten hat, dann liegt sein Alkoholproblem wohl schon Jahre zurück und er sieht das nicht ein.

        alles Gute

        Hey,

        mein Vater ist Alkoholiker und ich kann dir sagen, dein Mann ist es auch. Das ist durchaus auch aus der Ferne zu beurteilen, denn es kommen mehrere Faktoren zusammen:

        1. Er trinkt JEDEN Abend.
        2. Er trinkt, bis er nicht mehr weiß, was er sagt (btw.: Wie definierst du dann Rausch? Wenn er bewusstlos ist?)
        3. Er trinkt auch dann, wenn es aus Vernunftsgründen eigentlich verboten wäre (vor der Arbeit, ..)
        4. Er kann 5 Liter Bier trinken - mein Mann ist nach 2-3 Mass nicht mehr ansprechbar - da muss eine Gewöhnung da sein.
        5. Er wird streitlustig.
        6. Euer Sexualleben leidet (Alkohol ist ja Gift für die Potenz).
        7. Es gibt Streit wegen Alkohol und es gab auch schon in einer früheren Beziehung Streit deshalb.

        Mein Mann z.B. ist jemand, der absolut nicht alkoholsuchtgefährdet ist. Da gibt es keinen Streit wegen Alkohol, NIE, auch wenn ich familiär vorbelastet bin. Selbst wenn mein Mann einen "Fetzen-Rausch" heimschleppen würd - was in den 15 Jahren unserer Beziehung natürlich auch schon vorkam, zumal wir uns mit 17 kennengelernt haben, heute kommt das eigentlich garnicht mehr vor - ich würd drüber lachen, vielleicht wär ich sauer, wenn er irgendwo hinkotzen würd, aber das wärs dann auch. STREIT gäbe es nicht. Er trinkt genau wie ich wochenlang GARNICHTS, im Sommer gibts hin und wieder Radler zum Grillen, im Urlaub gern auch täglich mal nen Aperol an der Strandbar oder Wein, hin und wieder auf ner Party oder so mal etwas mehr. DAS halte ich für ein normales Trinkverhalten. Aber das, was dein Mann betreibt, ist Alkoholismus, ist eine Krankheit, eine Sucht.

        Süchtige werden erst gegen die Sucht kämpfen, wenn sie merken, dass ihre Felle am davonschwimmen sind. Trenn dich oder drohe zumindest damit. Vielleicht hilfst du ihm dadurch.

        (16) 23.06.14 - 08:48

        Dein Mann HAT ein Alkoholproblem. Alle Merkmale haben meine Vorschreiberinnen aufgezählt.

        Es gibt nichts, absolut gar nichts was DU tun kannst. So lange er das Problem nicht sieht oder sehen will wirst Du ihm nicht helfen können, auch mit Reden wirst Du nichts erreichen.

        Ich finde es sehr wichtig, dass Du Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholkranken aufnimmst. Das hilft Dir und wird Dir in vielen Bereichen die Augen öffnen.

        Alles Gute! Und bitte: Leg den Kinderwunsch auf Eis.

        • Hallo!
          Vielen lieben Dank für eure vielen Antworten.

          Ich bin immer noch überzeugt den Mann fürs Leben gefunden zu haben wenn das mit dem Alkohol nicht wäre. Was den Kinderwunsch betrifft, den haben wir nach mehreren erfolglosen IUI s und IVF s eh abgehakt! Aber so wie es im Moment ist hätte ich das so oder so getan!

          Viel wichtiger ich hab noch mal in Ruhe mit ihm geredet. Er hat nichts dazu gesagt aber seither trinkt er Wasser (schon 2 Tage #pro ) Und das sogar zum Deutschland Spiel. Ich finde es so toll das er sich Mühe gibt #herzlich
          Ich werte das einfach mal als gutes Zeichen, zumindest hat er den Willen und er hat es eingesehen, ob er durchhält ist ne andere Frage.

          Aber wenn dann mach ich es wie empfohlen, dann nerv ich ihn nicht mehr damit. Wenn nicht weiß ich noch nicht, ich will ihn nicht verlieren

          lg emilene

          P.S. zu nem Rausch gehören für mich auch motorische Ausfälle aber genau überlegt stimmt schon ist irgendwie doch n kleiner Rausch den er hat bzw hatte!

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