Mein Albtraum... von der Seele geschrieben

    • (1) 24.06.14 - 18:47
      Unglücklich...

      Hallo,

      mein Freund und ich sind nun seit 2,5 Jahren zusammen. Wir haben eine gemeinsame Tochter mit einem Jahr. Sie war nicht geplant. Als wir von der Schwangerschaft erfuhren war es ein riesen Schock. Mein Freund fing an auf die zuerst "Liebe Tour" mich von einer Abtreibung zu überzeugen. Als er merkte das ich nicht wollte schlug seine Stimmung gewaltig um, es folgten Drohungen, Bestechungen, Beschimpfungen, richtiger Psychoterror. Es war schrecklich.
      Ich beschloss mich unser Kind zu behalten und er trennte sich von mir. Nachdem ich die ersten Wochen deprimiert war, begann ich mich auf mein Leben als alleinerziehende zu freuen. Ich wollte immer Kinder und war mir sicher das ich es auch alleine schaffe.

      Als ich im dritten Monat war fing mein Freund wieder an den Kontakt zu mir zu suchen, fragte nach dem Baby usw. Zuerst habe ich abgeblockt und wollte von ihm nichts wissen. Er flehte mich fast um ein Gespräch an, also stimmte ich zu. Er entschuldigte sich für sein Verhalten, er hätte mit seiner Mutter gesprochen (Er ist 36 Jahre alt:-[) usw und so fort... Kurz um, er wollte uns zurück. Er wollte Vater sein, er wollte eine Familie sein.

      Das ich ziemlich verletzt war glaube ich muss ich nich extra erwähnen. Nun ist es allerdings so, das ich selber keine Familie habe, somit wäre meine Tochter nur mit mir als Mutter aufgewachsen, das wollte ich ihr eigentllich nicht antun. Die Eltern meines Freundes sind Türken und somit ist die Familie dementsprechend groß.
      Ich lies mich also für unsere Tochter wieder auf eine Beziehung mit ihm ein. Wir kündigten meine Wohnung, verschenkten alle meine Sachen und ich zog zu Ihm, 60km von meiner Heimatstadt entfernt.

      Kurz vor der Geburt, fragte er mich ob er nicht seine Mutter für die Zeit nach der Geburt zu uns einladen soll!? Ich sagte ihm nein und das ich das nicht möchte. Auch wollte ich die ersten Tage nach der Geburt niemanden im Krankenhaus sehen.

      Was war natürlich, ich war eine Stunde aus dem Kreissaal draußen da war auch schon mein ganzen Zimmer voll mit seiner Familie und jeder grapschte natürlich an der Kleinen rum. Meine eigene Tochter hatte ich selbst erst einige Stunden später für mich alleine.

      Doch das sollte nicht alles gewesen sein, als die Kleine anfing zu schreien dachte ich okay vielleicht hat sie Hunger, mein Freund meinte dann ob wir nicht versuchen sollten sie anzulegen, die Idee fand ich gut und er schickte alle aus dem Zimmer, seine Mutter ging aber nicht- sie stellte sich dreist mit ans Bett und fummelte an meiner Brust rum und drückte meinem Kind am Kopf rum:-[ Ich ärgere mich heute noch so dermassen über diesen Übergriff. Es war mir so peinlich und so unangenehm.

      Nach drei Tagen wurde ich entlassen und oh welche Überraschung, gegen meinen Willen hatte er doch tatsächlich seine Mutter bei uns einquatiert. Dazu muss ich sagen wir haben eine kleine zwei Zimmer Wohnung, der Platz ist also eh schon begrenzt. Ich war so wütend. Die ersten Tage zuhause mit meinem Baby fühlte ich mich wie in einem Gefägniss, die ganze Zeit sass ich stillend im Schlafzimmer, im Wohnzimmer war ja seine Mutter. Ich konnte mich nicht einmal frei bewegen. Wir konnten uns als kleine Familie nicht einmal kennen lernen,da er ja seine Mutter den ganzen Tag bewirtet hat.

      Seine Meinung war, er tue mir damit einen gefallen, sie könnte mir ja helfen. #zitter Die gute Frau ist fast 75, kann ohne Stock nicht laufen und spricht nach 50 Jahren in Deutschland ganze fünf Sätze deutsch. Ich spreche natürlich kein türkisch, was der nächste Streitpunkt ist. Er ist nämlich der Meinung ich müsse türkisch lernen damit er mich lieben kann.
      Er sagte erst vorgestern noch, wenn ich türkisch lerne dann wird alles gut etc, dann hätte ich liebe verdient. :-(
      Er drängt und zwängt mir dauernd seine Mutter auf, es ist wirklich schon penterant.

      Kurzes Beispiel, wir sind bei Ikea und wollen eine Teppich kaufen, ich sehe noch ein Blume oder ähnliches, frage ihn ob wir die noch mitnehmen wollen, seine Antwort "Nein da du auch kein Türkisch lernst und meine Mutter nicht liebst"!!!#klatsch Vollkommen zusammenhanglos, und das passiert sooo oft.

      Kurzum, seine Mutter war mir hier keine Hilfe, ganz im Gegenteil.

      Das ganze letzte Jahr war verbunden mit täglichem Streit und das meine ich wirklich so. Es geht los damit das der Herr meint er müsse sich um nichts kümmern, kein Haushalt, keine Windelwechseln etc. vorhin meinte er wörtlich zu mir "Er habe ja einen Idioten der das alles für ihn eledigt"#schock

      Das ich den größten Teil des HH übernehme ist keine Problem, ich bin auch schliesslich zu Hause, aber mit absicht den Müll auf den Eimer statt rein zu legen, weil ich ja der Idiot bin der es schon wegräumt, da hört der Spaß einfach auf. Und genauso sagt er es mir ins Gesicht.

      So häufen sich seine Respektlosigkeiten weiter, die Worte dumm und faul sind noch nettigkeiten.

      Es wird über alles gestritten, sei es ums Thema Essen, welche Windeln werden benutzt usw. teilweise werden hier aus Kleinigkeiten riesige Streits.

      Er will der Mann sein und ich habe zu gehorchen, das hat er mir am Samstag erst noch gesagt. Sorry aber ich habe mittlerweile null Respekt mehr vor ihm, seine Beleidigungen, seine Art und sein Verhalten, dass alles zeichnet für mich keinen Mann aus.

      Am Freitag hatte ich ihn rausgeworfen, am Samstag kam er mit seiner Mutter zurück da sie mit mir sprechen wollte. Dazu sei zu sagen, seine Mutter ist eben eine typische Türkin die der Meinung ist als Frau muss man den Mann bedienen und hat zu gehorchen. Wenn ihr Mann ihr früher eine Ohrfeige gegeben hat, dann hat sie sich noch bedankt dafür- so muss man sich das vorstellen.

      Sie bat uns es doch zum Wohle unserer Tochter noch einmal miteinander zu versuchen. Gesagt getan, er gelobte Besserung- das ganze hielt keinen Tag. Heute ist es wieder total eskaliert und er hat die Beziehung beendet. ER teilte mir mit das er auch schon beim Jungendamt war und sie wegen einem Umgangsrecht erkundigt habe.

      Er betitelte mich wieder mit sämtlichen Nettigkeiten die ihm gerade einfielen, erklärte das er sowieso nur noch wegen seiner Tochter hier wäre, ich gehe ihm schon lange am Arsch vorbei usw.

      Gestern stand er noch vor mir und meinte wie lieb er mich doch hat. Auch sprach er immer von Hochzeit, wir waren sogar schon verlobt, ich habe diese Verlobung allerdings aufgrund der STreitigkeiten wieder gelöst. Laut islamischen Recht sind wir aber verheiratet aber das gilt hier ja sowieso nicht.

      Streitauslöser war wie des öfteren seine Mutter#zitter Der Punkt ist nämlich das ich nicht will das er alleine mit unserer Tochter zu Ihr fährt. Sehe ich auch keine Notwendigkeit zu, wir müssen sowieso mindestens einmal die Woche hin. Als die Kleine ein paar Wochen alt war, meinte seine Mutter das es jetzt dann Zeit wäre für das Salzbad. Auf mein Fragen hin was das sein soll, antwortete man mir das dass Baby mit Salz gepeelt wird um den GEburtstdreck zu entfernen, und das wäre ja sooo lustig weil die Babys dabei scheinbar schreien wie am Spieß#schock Ehrlich, ich dachte ich rede mit Neandertalern! Das wäre schliesslich türkischer Brauch.#klatsch
      Nicht mit meinem Baby!!!!!! Das war schon der erste Punkt wo ich als Schwiegertochter negativ aufgefallen bin. Dazu kommt noch das mir geraten wurde ab der sechsten Woche Brei zu geben und sowieso ja nicht die Kleine gleich nehmen wenn sie schreit usw. Dauernd wurde sie hingesetzt obwohl sie nicht sitzen konnte, am Anfang wurde der Kopf nicht gestützt, das sind jetzt nur Kleinigkeiten aber alles in allem summiert sich das. Dann kam hinzu das meinem Kind ständig irgendwas in den Mund geschoben werden soll, sei es das sie meinem schreienden Kind den Kiefer auseinander drückt weil sie Zähne sucht und lauter solche dinge :-[

      Alles Dinge wo ich jedesmal eingeschritten bin und somit die Böse Schwiegertochter bin. Thema essen ist sowieso schwierig denn wie gesagt Brei mit sechs Wochen und Zucker Milchreis und schwarzer Tee haben ihren Kindern allen nicht geschadet... Sieht mein Freund ja auch so, "Wir leben alle noch"...#kratz

      Wie gesagt traue ich ihr einfach nicht meine Tochter an. Noch dazu wo sie fremdelt und den Lärm dort einfach nicht mag. In der Familie wird sehr sehr laut gesprochen und alle fallen am liebsten über sie her, dadurch bekommt sie regelmässig Angst, versteht aber keiner. Dort ist man der Meinung das muss das Kind abkönnen. Ich sehe das anders, auch wenn sie bei jemanden auf dem Arm war und wenn sie geweint hat habe ich sie immer zu mir genommen oder meinen Freund gebeten sie zu nehmen, auch dafür wurde ich doof angesehen.

      Ich glaube ich schreibe total durcheiander, es hat sich nur soviel aufgestaut und ich habe niemanden mit dem ich reden kann.

      Wie gesagt ich habe selber keine Familie.

      Er hat sich jetzt auf alle Fälle getrennt und ich denke auch das es auf der einen seite besser ist, denn glücklich bin ich schon kange nicht mehr. Wie gesagt er ist egoistisch, rücksichtslos, rspektlos und lieblos. Für meine Tochter tut es mir furchtbar leid, ich wollte ihr nämlich schon eine heile Familie bieten. #schmoll

      Ich frage mich nur was ich machen soll. Ich selber bin momentan ja zu Hause und habe nur den Mindestsatz an Elterngeld und das auf zwei Jahre splitten lassen und das Kindergeld, alles andere bezahlt er. Wie fange ich an wenn die Trennung entgültig ist?? Dadurch das mich ein früherer Arbeitgeber lange nicht bezahlt hat, stehe ich negativ in der SCHUFA, niemand vermietet doch an mich eine Wohnung und selbst wenn, wovon soll ich diese bezahlen??
      Ich habe nicht einmal mehr Möbel, hier gehört alles ihm.

      Ich ärgere mich so dermassen über mich selbst mich in diese Abhängigkeit begeben zu haben. Welche wahl habe ich, bleibe ich für meine Tochter oder gehe ich...

      Jetzt wo ich mir den Text durchgelesen habe musste ich das erste Mal seit langem wieder weinen, so abgestumpft bin ich mittlerweile schon geworden. Ich war einmal so ein fröhlicher und positiver Mensch, alles ist weg.

      Danke fürs Lesen

      Die Unglückliche

      • (2) 24.06.14 - 19:10

        Hey,
        Ich drück dich mal ganz doll!
        Wenn es so schlecht zischen euch läuft, ist das auch nicht gut für euer Kind. Also ist eine Trennung wahrscheinlich am besten.

        Es gibt Wohnungen wo sie keine Schufa Auskunft fordern und vielleicht kannst du Wohngeld oder ähnliches beantragen.

        Versuche dich nicht wieder einwickeln zu lassen, denn glücklich seit ihr alle dabei nicht.

        Ich wünsche dir viel Glück! #klee

      Hallo,

      also erstmal: Nicht den Kopf in den Sand stecken und hoffen, das einem der Wind nicht so stark um den Allerwertesten pustet, sondern: Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein und WEG!

      Ich kann verstehen, dass du deiner Tochter eine heile Familie bieten möchtest, aber: Wirklich zu diesem Preis? Wohl eher nicht, oder?

      Ich weiß nicht wo du wohnst, aber gibt es bei euch so etwas wie Cartias? Dann wende dich dort hin, die können dir weiter helfen und evtl auch Adressen nennen.

      Auch wenn er sich getrennt hat, läuft die Wohnung auf euch beide, hat er noch Zugang?

      LG

      • (5) 24.06.14 - 19:19

        Hallo,

        danke für deine lieben Worte.

        Es ist natürlich seine Wohnung. Momentan ist er nicht da, er hat noch ein Geschäftsessen.

        Zudem droht er, er habe vor Gericht bessere Chancen da er ja Familie hat, sprich die Kleine hat dann Oma und Tanten, Onkels etc und bei mir eben nur mich...

    Hallo du "Unglückliche",

    so ein langer Text mit so viel Kummer. Aber sei froh, dass er sich jetzt getrennt hat. :-)

    Du hast eine neue Chance dir dein Leben mit deiner Tochter schön einzurichten. Am besten du gehst erst mal zum sozialen Dienst deiner Stadt und erkundigst dich nach deinen Möglichkeiten. Dort wird man dir helfen und entsprechende Stellen nennen, wo du Gelder beantragen kannst oder für deine Tochter eine Betreuung findest, wenn du arbeiten möchtest. Und du bekommst auch Unterstützung, wenn du mit anderen Ämter (Jugendamt) in Kontakt treten musst.

    Am Anfang ist es sicher schwierig alleine zurecht zu kommen, aber das wird besser werden. Hast du die Möglichkeit wieder an deinen alten Wohnort zu ziehen. Sind dort noch Freunde von dir? Nehm jede Hilfe an, die du bekommen kannst.

    Viele Grüße

    rabe0510

    • (8) 24.06.14 - 19:22
      Unglücklich...

      Hallo,

      vielen Dank für deine Tipps. Ich sitze wirklich gerade auf der Couch und heule weil für mich die Situation total ausichtlos ist und ich hier gerade wirklich gute Ratschläge bekomme.

      Freunde habe ich hier in dieser Stadt leider keine.

Du kannst ALG2 beantragen und dir langfristig eine Kinderbetreuung sowie einen Job suchen. Außerdem steht eurer Tochter Unterhalt zu. Dir auch, zumindest bis sie 3 ist.

In deiner Stadt gibt es doch bestimmt auch Beratungsstellen. In Unterhaltsfragen kann auch das Jugendamt helfen.

Vielleicht gibt es bei euch auch Wohnungsbaugesellschaften, die (teilweise) der Stadt gehören. Dort sollte es etwas leichter sein, eine Wohnung z bekommen.

Lass nicht zu, dass deine Tochter mit einem respektlosen Pascha als Vater und einer unterdrückten, deprimierten Mutter aufwachsen muss.

Ich wünsche dir viel Kraft.

LG Heike

Hallo.......
Oh man, das hört sich ja an wie die Hölle......#zitter
Du hast meinen Respekt, das du das sooooooo lange durchgehalten hast.
Mit dem fröhlich und so, ist mir leider in meiner Beziehung auch abhanden gekommen.
Aber bei mir ist das noch lange nicht so schlimm wie bei dir .
Ich drücke dir die Daumen das du dein glück findest und das du so wirst wie früher #pro
Liebe Grüße
anonymius #liebdrueck

Kopf hoch! Das Finanzielle lässt sich regeln. Dafür gibt es ALG II. Geh zum Amt und erkundige Dich. Du kannst auch zur Caritas, Pro Familia etc. gehen. Die helfen auch weiter.

Alles Gute für Dich,

ballroomy

Hallo.wenn du jemanden zum reden brauchst wende dich per Pn an mich. Bin selbst in einer Mischehe! Vielleicht kann ich dir ein wenig Mut machen.

Hallo.

Es ist doch ganz "einfach" ...

... genauso schnell wie Du sehenden Auges in Dein Unglück gerannt bist, rennst Du jetzt sehenden Auges in einen neuen glücklichen selbstbestimmten Lebensabschnitt.

- JobCenter: Schildere die Situation, lass Dich dort beraten ... nicht nur was Alg II anbelangt, sondern auch Wohnung und deren Ausstattung (im Trennungsfall, und da Du nichts mehr hast, gibt es Möglichkeiten)

- Jugendamt: Richte eine Beistandschaft ein, die Dich beim Thema Kindesunterhalt unterstützt. Auch können sie Dich bei Umgangsfragen unterstützen.

- Eventuell Anwalt: Wenn Dein Freund leistungsfähig ist, muss er auch Dir Unterhalt bezahlen ... bei Deiner gegenwärtigen Einkommenslage bekommst Du sicher einen Beratungsschein beim Gericht, bzw. für weitere Verfahren Prozesskostenhilfe.

- Beratungsstellen: Google mal nach solchen Stellen in Deiner Umgebung, z. B. Sozialdienst Katholischer Frauen (dafür muss man nicht alleinerziehend sein), Caritas und ähnliches ... die können Dich in der Trennungszeit unterstützen

- Gruppen: Vielleicht gibt es bei Dir in der Gegend auch Alleinerziehenden-Gruppen/-Treffen ... das kann Dich in der nächsten Zeit stärken.

Ich weiß nicht, wie alt Du bist ... so oder so ist das Leben zu kurz für ein andauerndes Unglück.

Das wird Dich in nächster Zeit viel Kraft (und Tränen) kosten ... aber Du weißt ja, wofür Du es tust ... für Dich und Dein Kind.

Alles Gute.
LG

Top Diskussionen anzeigen