Partner sieht Ex-Frau jede Woche und traegt noch Ehering. Normal?

    • (1) 06.07.14 - 21:28

      Guten Abend,

      mein Partner (60, ich 40) hatte in den letzten 10 Jahren eine Affaire, die beendet ist. Wir haben uns Anfang des Jahres kennengelernt und er hat sich wegen mir (und der fehlenden Liebe zu seiner Frau -25 Jahre verheiratet-) von seiner Frau getrennt, eine Wohnung genommen. Er hat ihr dann auch von der Affaire erzaehlt. Er ist wegen der Kinder und einem bestimmten Musikschueler (mein Partner ist Musiklehrer) wegen Instrument und Lautstaerke samstags im ehelichen Haus, wo er dann auch gemeinsam mit ihnen Kaffee trinkt. Seine Frau liebt ihn immernoch und es scheint ein sehr kontrolliertes, den Umstaenden entsprechendes Miteinander zu sein. Sie ist sehr selbstlos und er neigt auch dazu, keine harten Fronten zu bilden, ist sanftmuetig. Er traegt auch noch seinen Ehering.

      Er liebt mich, das glaube ich ihm auch. Wir leben in getrennten Wohnungen, da ich 3 kleine Kinder habe und im Trennungsjahr bin.

      Wie beurteilt ihr die Situation? Also hinsichtlich Hintertuer, zu seiner Frau ,zurueckzukehren, falls es wegen Altersunterschied und der kleinen Kinder nicht klappt .

      Danke Euch!!

      Rose

      Hmmm, irritieren würde mich noch mehr die 10jährige Affäre.

      Für mich besteht die realistische Möglichkeit, dass er mit einem Arrangement in Form einer Affäre einmal durchgekommen ist und nun mit dir an seiner Seite alles neu regeln muss.

      Aber offensichtlich will er keinen Bruch seiner Ehe zu Ende führen. Dass er da noch, wegen gemeinsamer Schüler ein und aus geht und dann auch noch einen Kaffe dort trinkt, würde ich jetzt nicht überbewerten. Mit 60 wird man sicher einige gemeinsame Jahre zusammen haben, in denen man vieles miteinander aufgebaut hat. Dass er aber weiterhin den Ehering trägt, das würde mich doch stören.

      Insgesamt habe ich den Eindruck, dass er nun mit fortschreitenden Alter sein Leben neu regeln will, dabei aber seine Frau auch nicht aufgeben will.

      Vielleicht müsste man mal ein Gespräch mit ihm führen, was ihm denn am liebsten wäre und ob er sich im Grunde eine geduldete Affäre wünscht.

    Wie war denn das mit seiner anderen Affaire? Hat er sich da auch von seiner Frau getrennt, sich eine Wohnung genommen und die Samstage bei Frau und Kindern verbracht?

    Und wie alt sind denn die Kinder des 60-jährigen Herren überhaupt, zu denen er jeden Samstag geht?

    Bist Du denn sicher, dass sich die einzige Möglichkeit zu unterrichten, im ehelichen Haus findet? Oder ist er nicht doch eher so, dass er diese Umgebung sucht?!

    So, wie Du das alles beschreibst, klingt das für mich nach einem Mann, der sich eine zeitlich begrenzte Abwechslung gesucht hat. Sorry.

  • (7) 06.07.14 - 23:59

    Hast Du ihn denn mal darauf angesprochen?

    Ich habe auch Affären - allerdings rein zum sexuellen Spaß. Die Herren sind zumindest so "diskret", dass sie ihren Ehering ablegen, wenn sie zu mir bzw uns zum "spielen" kommen...
    Und das obwohl die Ehefrauen eingeweiht sind (offene Beziehungen).

    Da fänd ichs schon auch irgendwie seltsam, wenn es bei Euch tatsächlich eine Geschichte "mit Liebe und so" ist.

    (8) 07.07.14 - 08:05

    Na ja, Schuld ist vielleicht der falsche Ausdruck. Aber moralisch in Ordnung finde ich es auch nicht.

    Wenn beim Nachbarn eingebrochen wird kann ich nix dafür. Aber den Einbrechern noch Vesper zu bringen ist irgendwie auch nicht so in Ordnung. Irgendwie gibt man doch als Geliebte dem Mann noch ne Belohnung dafür dass er gerade Frau und Kinder betrügt.

    Ich arbeite in einer Männerdomäne. Gerade wenn 2 kleine Kinder zu Hause rumtoben und Frau momentan eben ständig übermüdet ist und der Göttergatte sich mal wieder ungerecht behandelt fühlt, da hat man doch als Außenstehende kinderlose ziemlich leichtes Spiel. Vor allem wenn man genau ins Beuteschema passt. Also ich hab schon immer bei manchem Kollegen gemerkt. wie ihnen mit mir in der Pause unbedarft rumalbern mehr Spaß gemacht hat als es sollte. Leider hab ich da auch mal nicht den Riegel davor geschoben und bin weiter gegangen als man sollte. Im Endeffekt ist das so ein Fleck in meinem Spiegelbild den ich nicht gerne sehe. Die Schuld seh ich auch nicht direkt bei mir, aber so richtig stolz bin ich auf mich auch nicht.

    Wenn ich heute daran denke wie der feine Herr sich damals von mir hat nen schönen Nachmittag machen lassen und dann Heim ist um seiner Frau zu erzählen wie fertig er von seinen vielen Überstunden ist, da fehlt mir mal wieder der Kotzurbini. Jetzt wo ich selber mit zwei kleinen Kindern zu Hause sitze seh ich so manches anders.

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