Warum geht ihr arbeiten?

    • (1) 12.07.14 - 14:01
      Wochenendumfrage

      Umfrage steht ja schon Oben.

      Müsst ihr arbeiten gehen für den reinen Lebensunterhalt, da ihr sonst viel zu wenig Geld zum Leben hättet?

      Oder habt ihr Schulden und das Geld, das ihr als Frau verdient, geht umgerechnet genau für die Abtragungsrate drauf?

      Oder verdienen eure Männer gut, ihr hättet aber sonst daheim Langeweile bzw. wollt ihr eine steile Karriere machen?

      Warum geht ihr arbeiten?

      Anmelden und Abstimmen
      • Ich gehe arbeiten, weil ich sonst langweile hätte, und das ich sagen kann, das habe ich mir von meinem Geld gekauft, und auch stolz drauf sein kann, und weil mir mein Job Spaß macht

        LG

        Damit ich im Falle das mein Mann sich in der Midlifecrisis etwas jüngeres und ansehnlicheres sucht abgesichert bin.
        Männer sind Schweine und Frauen sind blöd, sagte meine Urgroßmutter immer.

        • (4) 12.07.14 - 14:39

          Hallo!
          Gerne würde ich Dir widersprechen.....kann es aber leider nicht:-(.
          Würde es nicht ganz so krass ausdrücken,aber wo Deine Uroma Recht hat ,hat sie Recht!
          Liebe Grüße Iris

          • (5) 12.07.14 - 14:54

            Ja ich weiß das es sehr krass klingt, aber so war meine Oma und die hat mit ihrem Mann einiges mitgemacht.

            Erst vor zwei, drei Jahren gab es so einen Fall im Bekanntenkreis meiner Eltern. Immer die Vorzeige Ehe. Vatti geht arbeiten, Mutti schmeißt Haushalt und Kind. Ja, Kind erwachsen aus dem Haus und beide Eltern so um die 50. Da greift sich Vatti was jüngeres, 15 Jahre, und sie steht da ohne Einkommen ohne alles. In den Ehen greifen ja noch die alten Unterhaltszahlungen. Die gelten ja aber ab einem bestimmten Jahr nicht mehr.
            Ist ja auch im Prinzip gut und ok. warum soll Frau nicht arbeiten.
            Aber viele Frauen der Generation haben sich ja auf diese Verlässlichkeit noch verlassen.

            Meine Mutter hat nach dem Tot meines Vaters auch ein paar unschöne Sachen rausgefunden, was ich als Kind von meinem Vater nie gedacht hätte.

            Aber wäre es bei den beiden zum Bruch gekommen hätte meine Mutter sich mit mir alleine behaupten können. Sie hat bis auf 6 Monate nach meiner Geburt immer voll gearbeitet.

            War nicht immer schön und toll aber halt sicherer.

            • (6) 12.07.14 - 19:57

              Hallo!
              Ja,das hat es meinem Bekanntenkreis auch mehrfach gegeben und ich war echt fassungslos wie gearscht Du als Frau bist!!
              Ich habe mich von meinem Mann getrennt und habe mir diesen Schritt nicht leicht gemacht mit knapp 50Jahren. Dann habe ich eine neue Ausbildung angefangen,als Altenpflegerin und oft habe ich das Gefühl ich bin am Limit....Drei Jahre,Zähne zusammenbeißen,aber alles besser als irgendwann vom Amt leben zu müssen!

      Lustig hab ich mir grad für mich selber überlegt bevor die Umfrage kam. Ich geh arbeiten weil mir "nur" Hausfrau sein nicht reicht. Bitte nicht missverstehen. Und damit ich mir/uns mal was extra leisten können. Der angenehme Nebeneffekt dabei ist auch meine eigene Unabhängigkeit. Noch dazu hab ich n Job der mir Spass macht.

      Ich bin zwar momentan im MuSchu, werde aber nach der Elternzeit auf alle Fälle wieder arbeiten, in TZ.
      Sagen wir mal so, wir hätten zwar genug zum leben, aber wir haben uns einen gewissen Standard erarbeitet, den ich nicht missen möchte: Auto, Wohnung / bald Haus, Urlaube, Wochenendunternehmungen, eine sorglose Zukunft für unsere Kinder.

      Dazu kommt, dass ich nicht jahrelang studiert hab um alles dann an den Nagel zu hängen. Ich ziehe sehr viel Sinn und Erfüllung aus meinem Beruf.

      Also: bei mirists wohl ne Mischung aus allem! ;-)

      LG! Maja

      Momentan 1. Wobei wir auch Schulden haben (2), und ich auch arbeiten will! (3)

      Kann ich leider nicht abstimmen.

      Wir brauchen mein Gehalt allerdings nicht so nötig das wir ohne nicht über die Runden kämen. Aber ich arbeite auch wirklich gerne und möchte da auch gewisse Ziele erreichen.

      Lg

      (11) 12.07.14 - 15:50

      Was für eine selten dumme Umfrage, die eigentlich nur einem geistig recht tief fliegenden und unausgelasteten so genannten "Nur Hausfrau"-Hirn entsprungen sein kann.

      Es gibt neben diesem Stuss, der da als Antwortmöglichkeiten steht, auch noch etwas anderes: Dass es unserer Gesellschaft normal ist, dass ein erwachsener, gesunder Mensch, der kein Kinderbetreuungs- oder Angehörigenpflegeproblem hat, einer Arbeit außerhalb der eigenen vier Wände nachgeht. Ohne dass der- oder diejenige Langeweile hat, immer eine "steile Karriere" anstrebt, Schulden bezahlen müsste oder keinen Kerl abbekommen hätte, der sie mit durchfüttern kann.

      • Sehr schön auf den Punkt gebracht.

        (13) 12.07.14 - 21:06

        Ganz deiner Meinung.

        (14) 13.07.14 - 10:38

        Danke!!! Ich dachte schon, ich wäre allein mit meiner Meinung! :-D

        (15) 13.07.14 - 10:57

        Ganz genau so ist es!

        Ich erlebe aber immer wieder wie viele Menschen in diesen maximal 3 Kategorien denken. Wie oft werde ich gefragt warum ich trotz unserer 4 Kinder arbeiten gehe. #kratz
        Nein, finanziell gesehen müsste ich sicher nicht, mein Mann verdient genug, gibt mir aber (im Gegensatz zu meinem ersten Mann) die Gelegenheit trotzdem arbeiten zu gehen indem er mich zu Hause bei allem unterstützt. Und ich strebe auch ganz sicher keine Karriere an (wäre an meinem Arbeitsplatz eh nicht groß gegeben). Aber ich bin Ende 30, gesund, Kinder sind zu meinen Arbeitszeiten versorgt, ich mag meinen Job und meine Kollegen, warum sollte ich da immer zu Hause hocken? So spannend ist der Haushalt nun auch nicht. Und ich hab auch nicht Jahre in der Schule und an der Uni und in Anerkennungs- und Assistenzzeiten verbracht um jetzt bis zum Rentenalter nur noch Wäsche zu waschen und meiner Familie hinterher zu putzen. Komischerweise ist mein Mann noch nie gefragt worden warum er trotz 4 Kindern arbeiten geht ... ;-)

        (16) 13.07.14 - 12:00

        Danke.

        (17) 13.07.14 - 14:32

        Hi!

        Das ist deine Antwort auf die Frage "Warum gehst du arbeiten?"?

        "Weil es normal ist" ?

        Ernsthaft?

        Keine weiteren Überlegungen dazu?

        Einfach nur "Weil es normal ist"?

        Nicht etwa, weil es dir Freude bereitet, es dich befriedigt, es dir Sinn vermittelt, es in dein Lebenskonzept passt?

        Es scheint auch einen ganzen Pool an Menschen zu geben, denen diese Antwortmöglichkeit tatsächlich fehlt. Da regnet es Sterne, man bedankt sich bei dir, lobt dich, wie wunderschön du das auf den Punkt gebracht hast.

        "Ich tue etwas, weil es normal ist".

        Wow. Welch ein Punkt.

        Ich habe mal darüber nachgedacht, was ich alles so mache, w e i l (!) es normal ist.

        Bisher ist mir noch nichts eingefallen. Selbst bei kleinen Handlungen in meinem Leben, habe ich weiterreichende Begründungen, als "weil es normal ist".

        Normalität als Grund für ein bestimmtes Verhalten anzugeben.......das ist........

        .....das ist irgendwie auch unglaublich ehrlich von dir, eigentlich bewundernswert. Aber gleichzeitig ist es auch so entlarvend. Ich gebe zu....ich bin fasziniert.

        Die Gesellschaft sagt "dies ist Normalität" und du folgst. Weil es normal ist. Keine weitere Begründung notwendig.

        Wow.

        Grüsse

        serdes

        • (18) 13.07.14 - 15:17

          Süß.

          Schon mal überlegt, dass viele Dinge "normal" im gesellschaftlichen Konsens sind, eben weil sie unter anderem für viele Menschen Freude bereitend (sich selbst und anderen) und Sinn stiftend sind?

          Nein, erspar dir und mir die Antwort, deine ignorante Süffisanz ist mir schlicht: Zu blöd.

          Ende der Durchsage.

          • (19) 13.07.14 - 15:45

            Du kannst dir deine Aggressivität sparen. Du hast nicht nachgedacht und einfach drauflosgeschrieben ohne zu merken, was du damit tatsächlich aussagst.

            Dazu kann man stehen.

            Grüsse

            serdes

        (20) 13.07.14 - 19:04

        Also jetzt muss ich dir aber auch mal danken und dich loben, dass du das so schön auf den Punkt gebracht hast. ;-)

        Viele Menschen denken und handeln ihr Leben lang so "normal", dass keinerlei Platz für eigene Gedanken oder gar die eigene Erfüllung mehr übrigt bleibt, und werden dadurch unzufrieden.

        Ging mir früher auch so, erst als ich aufgehört habe Gesellschaftskonform zu denken habe ich mein Lebensglück gefunden.

        (21) 13.07.14 - 19:44

        Ich finde darkness´ Antwort aber absolut richtig.

        Ja, es ist "normal". Na und?
        Es ist normal, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. Es ist normal, damit sein Geld zu verdienen. Es nicht normal, seine Arbeit und mögen und sie erfüllend zu finden.

        Darüber denken manche Menschen vorher sehr gründlich und lange nach- im Sinne von (Weiter-)Bildung, Schule und Studium -und nehmen dadurch nicht alles, was sie sehen und kennen alles gegeben und "normal" hin.

        Das gilt für Mann UND Frau.
        Ich finde die Fragestellung "Warum geht Ihr arbeiten?" auch deshalb extrem ungesund. Solch eine Frage würde sich kein Mann stellen- und kein anderer ihn so etwas fragen!

        • "Solch eine Frage würde sich kein Mann stellen- und kein anderer ihn so etwas fragen!"

          Er könnte noch antworten: Weil EINER es ja tun MUSS, damit man als Paar/Familie überhaupt einen gewissen Lebensstandard halten kann.:-)

          Die Diskussion ist müßig.

          Die Fragestellung war durchaus auch o_d's knappe und unfreundliche Antwort wert.

          Die Umfragepunkte kann man schon gar nicht ernst nehmen.

          Und auch wenn man bei urbia manchmal meinen könnte, es sei NICHT normal, arbeiten zu gehen, so ist es doch die Wahrheit.

          Das bedeutet ausserdem nicht, dass der Rest des Lebens eines arbeitenden Menschen "normal" verlaufen muss. Auch ist ein wenig Normalität im Leben eines Menschen nicht immer gleich verwerflich. Und wenn sie darauf beruht, dass derjenige arbeiten geht.

          Wenn wir uns alle gegen die "Normalität" auflehnen wollen, können wir ja alle Hausfrauen werden. Die sind dann aber plötzlich wieder normal und dann ist es auch doof, irgendwie. Dann ist es plötzlich aussergewöhnlich, arbeiten zu gehen.

          Ach, moment, da waren wir ja schon mal in unserer Gesellschaft.

          Oma, ich komme.

          L G und dir einen schönen Tag,

          White

          (23) 14.07.14 - 07:59

          "Ja, es ist "normal". Na und?
          Es ist normal, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. Es ist normal, damit sein Geld zu verdienen."

          Es ging mir nicht darum, ob es "normal" ist oder nicht. Die Frage nach der aktuellen Normalität ist eine völlig andere. Es geht mir darum, dass man Dinge hinterfragt und nicht einfach das macht, was normal ist, weil es als normal gilt.

          Denn viele Dinge dieser Welt gelten als normal und nicht alle davon sind "gut" für den Menschen.....oder die Menschen....oder andere Lebewesen.....oder den Planeten.

          Die Frauen in unserer Gesellschaft haben lange Zeit eine andere Normalität gelebt, was wäre wenn sie nie hinterfragt hätten, ob das gut ist und warum sie tun, was sie tun, warum sie leben, wie sie leben. Dann könnten wir uns die errungene Emanzipation ans Bein streichen.

          Gegebenes zu hinterfragen ist nicht ungesund, es ist ein wichtiger Teil der Entwicklung.

          Eine "Warum"-Frage zu beantworten mit "weil es normal ist" ohne darauf einzugehen, warum es als normal gilt, ohne darauf einzugehen, welche Überlegungen und Gründe dahinterstecken, ist meiner Meinung nach sehr kurz gedacht.

          "Solch eine Frage würde sich kein Mann stellen-"

          Ich habe meinen Mann gefragt, ob er sich diese Frage schon gestellt hat und er meinte
          "Natürlich, wieso?"

          Ich fragte ihn dann, ob er nicht einfach nur arbeiten gehe, weil es eben normal sei.

          Er meinte, er sei doch kein Gehorchtrottel (sorry, seine Worte). Es ginge hier um einen grossen Teil seines Lebens, da bräuchte er schon eine bessere Begründung als das und die hat er. Die hätte er nicht, hätte er nicht darüber nachgedacht, hätte er sich die Frage nach dem "Warum" nie gestellt.

          Es geht nicht darum die aktuelle Normalität prinzipiell abzulehnen, oder verändern zu wollen. Es geht darum, zu prüfen, nachzudenken, zu hinterfragen. Das darf auch vor der Normalität nicht halt machen.

          Grüsse

          serdes

          • (24) 14.07.14 - 11:22

            Vergiss es, sobald man solche Aussagen trifft, gibt es ein paar, die auf ihrer Meinung beharren (am besten im barschen Ton) und viele, die dann Sterne verteilen, weil sie Grad gar nicht verstehen worum es eigentlich geht, aber die Art und Weise der barschen Antwort einfach toll finden (oooooh genau, das ist ja so eine ehrliche Antwort und so engagiert ausgedrückt .... suuuuper)
            So kommt es mir zumindest vor.

            Jetzt meinen Senf dazu: Wer Norm oder Normalität als Begründung für egal was angibt, der ist zwar wahrscheinlich sehr ehrlich, wird die Art und Weise der Normalität aber nicht hinterfragen und es als gegeben hinnehmen.

            Was übrigens sehr gemütlich ist, weil man sich nicht den Kopf über Dinge zerbrechen muss.

            Wer normt denn im übrigen was? Und warum ist es normal arbeiten zu gehen? Ich habe mir schon oft die Frage gestellt, ob es nicht einfacher wäre komplett Selbstversorger zu sein. Das wäre toll. Aber dafür bin ich zu konsumorientiert und zu unbequem. Deswegen gehe ich wie alle anderen arbeiten um mir eine tolle Wohnung und ein Auto und viele Dinge für meine Tochter leisten zu können.

            Aber wie schön wäre das Leben ohne Arbeit Bitte? Also ich hätte genug zu tun, mir würde nicht langweilig und statt netten Kollegen kann ich meine Freundschaften noch besser pflegen .....

    Sehr gut! #rofl;-)

Top Diskussionen anzeigen