Bin ich eine schlechte Mutter?

    • (1) 15.07.14 - 02:07
      Löwenzahn

      Hallo.

      Ich weiß, nicht das richtige forum.

      Ich habe ein 10 jähriges kind und wir wünschen uns ein 2. Kind.

      Bei der Geburt meines ersten Kindes war ich sehr jung. 16 Jahre.

      Ich hatte große angst vor der Geburt und konnte mir irgendwie nie vorstellen dass das Kind "da unten" raus kommen kann.

      Ich wurde 3 mal eingeleitet und bin 16 tage über ET gegangen. Ich hatte furchtbar angst und habe immer gedacht das mein kind Gründe haben wird wieso es nicht raus will. Ich habe im Krankenhaus gebettelt einen Kaiserschnitt zu bekommen, ich wollte mein kind nicht normal bekommen. Ich hatte so angst und einfach gespürt das es nicht funktioniert. Aber es war kein Weg drin, man sagte mir das ein KS nur bei medizinischer Indikation gemacht wird. Ich fühlte mich hilflos.

      Ich musste mein Kind also normal entbinden, es war der reinste Horror! Ich glaube ich habe alles zusammen geschriehen. Mein Kind ist im Geburtskanal stecken geblieben, die Herztöne fielen ab, der Narkosearzt kam und hielt mir einen wisch unter die Nase den ich unterschreiben sollte, ich wusste nicht mal mehr noch meinen Namen. Ich bekam Narkose, wurde tief geschnitten und mein Kind mit Zange geholt.

      Als ich wieder aufwachte war ich alleine und ich habe überlegt wieso ich im Krankenhaus liege, langsam kamen die Erinnerungen und ich habe gerufen wo mein kind ist. Die Hebamme brachte es mir dann und da war es... Mein Kind.

      Ich habe es sehr bereut das ich Ihre Geburt verschlafen habe.

      Die ganze Geburt empfande ich so als Horror das Ich mir geschworen habe niemals wieder ein kind normal zur Welt zu bringen. Ich hatte ein halbes Jahr nach der Geburt noch so Schmerzen durch die Dammnaht das ich nur auf einem scheimmring sitzen konnte, nicht lange gehen, nicht lange sitzen. Ich hatte über ein Jahr Albträume von der Geburt.

      Das stillen hat auch überhaupt nicht geklappt, einfach alles Horror. Vielleicht bin ich auch keine Frau die dazu "geeignet" ist. Für mich war am stillen nichts schön und ich konnte mich vom kopf her nicht darauf einlassen.

      Nun möchte ich beim 2. Kind in jedem Fall einen Wunschkaiserschnitt und auch nicht stillen!

      Aber irgendwie klingt es so "gemein"! Mache ich es mir einfach zu einfach? Andere Mütter freuen sich darauf normal zu entbinden und gehen beim stillen total auf! Nur ich nicht???

      Kann man ein Kind wollen und dann den einfachsten weg gehen? Bin ich deswegen schlecht? Man kann ja garnicht erzählen das man einen KS will und nicht stillen. Man bekommt sofort ein schlechtes Gewissen.

      • (2) 15.07.14 - 03:15

        Wo ist der Vater des 1. Kindes?

        Wenn du aktuell einen anderen Mann hast, wie ist sein Verhältnis zu dem Kind?

        Wie ist dein Verhältnis zum 10-jährigenn? Wie war es nach der Geburt bis jetzt?

        Hast du (innige) Muttergefühle? Auch damals mit 16?

        Ich fand Stillen auch nicht schön, habe es aber trotzdem bei beiden Kindern getan. Alles andere hätte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können.

        Die 1. Geburt war auch Horror, aus Sicht des Personals war sie aber "normal" und "reibungslos".

        Beim 2. habe ich mir eine PDA geben lassen. So ist man wach und hat trotzdem keine Schmerzen. Es war eine Traumgeburt!!!!

        Vielleicht ist PDA auch eine Option für dich?

        • (3) 15.07.14 - 07:30

          Hallo.

          Der Vater des ersten Kindes war ein Versager!

          Ich hatte von anfang an Muttergefühle und mein Kind ist mein ein und alles. Natürlich kann man auch mit 16 Muttergefühle haben. Meine 10 jährige ist ein tolles Mädchen und wir eine normale Familie. Mein Partner kennt sie seitdem sie ein Jahr ist, er hat sie adoptiert und es ist uneingeschränkt sein Kind und ihr Papa.

          (4) 15.07.14 - 07:46

          Ich möchte nur mal deutlich machen das ich mittlerweile 27 bin und mein Partner 31, meine große ist ein tolles, wohl erzogenes Mädchen die jetzt aufs Gymnasium kommt und wir haben genug Geld für ein 2. Kind.

          Nur um evtl. vorurteile raus zu nehmen weil ich mein Kind sehr früh bekommen habe.

          Wir wünschen uns ein 2. Kind aber wenn ich an eine normale Geburt und ans stillen denke, dann sind das für mich Horrorvorstellungen die ich nicht möchte.

          • Hallo!
            Muß erstmal überlegen, wie ich anfangen soll. Ich erzäh mal, wie es bei mir war.dass ich komischer Weise beim ersten Kind überhaupt keine Angst hatte, mich aber bis kurz vor Presswehen geweigert habe ins KH zu gehen. Hatte Schiß, dass sie mich ans "Bettfesseln" usw. leider ist es dann genauso gekommen. Erstmal hinlegen, Herztöne messen, Muttermund ansehen usw und das bei Wehen jede Minute. Gut um es abzukürzen, mußte (sollte) liegenbleiben und habe dann mein erstes Kind so bekommen, wie ich nicht wollte. In Rückenlage. Ich hatte in der Situation keine Chance mich dagegen zu wehren. War auch "erst 23".
            Bin auch überall gerissen, Damm-Scheide , war blau bis zu den Oberschenkel. Kind aber gesund und munter. Bin dann nach 2 Stunden auch mit Mann und Kind sofort nach Hause.
            NIE wieder Klinikgeburt. Stillen war auch überhaupt nicht meins. Es tat weh, ich hatte unmengen Milch, Busen wie Luftballons. Habe dann Borreliose gehabt direkt nach paar Tagen und damit konnte ich abstillen (wegen den Medis). Ich habe dann meine Kinder 2-4 zu Hause bekommen. Hatte dann aber jedes Mal tierische Angst vor der Geburt. Zum Glück super Hebamme. Geburten waren jedes mal vollkommen anders. Nr. 2 bis 3 habe ich auch nur ca. 10 Tage gestillt, damit wenigstens die gute Vormilch in die Kids kommt und Nr.4 stille ich immer noch (obwohl es jetzt Schluß sein soll, ich will nicht mehr) Der kleine konnte es einfach, es hat nie weh getan und ich bin sehr froh über die Erfahrung, dass stillen auch schön sein kann.
            Ich würde mir eine gute Hebamme suchen, mit der kannst du sprechen und mit dem stillen einfach abwarten. Wenns nicht klappt, kannst du immer noch abstillen. Die ersten Tage hilfts ja auch für die Rückbildung.Übrigens hatte ich bei Nr. 2 laut Hebi eine Schwere Geburt, die im KH eine Zangengeburt geworden wäre,Nr.3 eine problemlose und Nr. 4 hatte ich 24Stunden eine geplatzte Fruchtblase, lange keine Wehen, vor Angst keine Presswehen.#zitter Meine Hebamme war aber so ruhig und hat mich machen lassen, wie ich wollte und mich dabei unterstützt. Ohne hektik.
            Du schaffst das.Nicht die "normale" Geburt ist das Problem.
            Alles Gute,

            Sportskanone

            (6) 15.07.14 - 15:28

            Du kannst einen Wunsch-Kaiserschnitt machen lassen gerade nach deinem Erlebnis würde das kein Arzt verwehren. Das kannst du schon während der Schwangerschaft alles mit dem Krankenhaus vorher vereinbaren bei der Voranmeldung für die Geburt. Und auch Stillen musst du nicht, natürlich nicht.

            Mach dir nicht so viele Sorgen schon vorher, dein Körper ist jetzt der einer erwachsenen Frau, du hast schon ein Kind geboren, und ich bin 100% sicher, dass selbst bei einer natürlichen Geburt dir keine weitere Szene dieser Art geschehen würde. Vielleicht würde es diesmal sogar mit dem Stillen klappen - du warst damals traumatisiert, vielleicht wäre es nach einer sanften Entbindung völlig anders? Du kannst es dann ja immer noch probieren, wenn du willst, mach es nach Gefühl, ein Kind zu bekommen ist reine Gefühlssache und da musst du auf DEIN Gefühl hören, nicht auf das, was Andere dir sagen!

            Ich wollte beim 1. Kind auch einen Kaiserschnitt, meine Mutter hatte mit mir auch so ne Horrorgeburt wie du sie erlebt hast und ich hatte Angst, dass es mir auch blüht, da wir anatomisch ähnlich gebaut sind. Als ich dann schwanger war, habe ich mich irgendwann mitten in der Schwangerschaft entschlossen, es doch erst Mal natürlich zu versuchen, allerdings mit einer PDA. Das hat super geklappt, habe beide Kinder natürlich entbunden mit PDA, die beide Male super vom Anästhesisten gelegt wurde und deshalb habe ich NICHTS gespürt, keinen Schmerz, war entsprechend locker und die Geburten verliefen spontan und problemlos (bis auf Dammschnitt beide Male, aber beim Kaiserschnitt hat man danach auch eine Wunde/Naht).

            Mach dir jetzt nicht so viele Sorgen schon vorher, lass es einfach auf dich zukommen und vertrau auf dich und deinen Körper!! Diesmal wirst du ein Wunschkind bekommen unter ganz anderen Voraussetzungen, ich bin mir sicher, es wird auch eine völlig andere Schwangerschaft und Geburt! Von ganzem Herzen wünsche ich dir, dass es so wird, und dass du das Trauma von damals mit einem wundervollen Geburtserlebnis verbinden wirst!

            Und ich bin mir nach dem, was ich gelesen habe, bei dir 100% sicher, dass du eine SUPERMAMA bist und garantiert keine schlechte Mutter, denn dann hättest du jetzt nicht so eine tolle Tochter, und dann würdest du dir auch gar nicht solche Gedanken jetzt machen! Du schaffst das, und du schaffst das GUT, davon bin ich überzeugt!!!

        (7) 15.07.14 - 15:03

        Was ist denn dein Auftrag?

        Deine Antwort fängt ja Granate an:

        "Wo ist der Vater des 1. Kindes?

        Wenn du aktuell einen anderen Mann hast, wie ist sein Verhältnis zu dem Kind?"

        Ist das ausschlaggebend und die Antworten auf deine Fragen, für ihre Horrorgeburt?

        Du bist die Heldin des Tages #ole

    Nein, deswegen bist du noch lang keine schlechte Mutter. Du solltest mit jemandem über dieses Geburtstrauma reden - diese unwahrscheinliche Angst. Dein Körper hat sich damals schon dagegen gewehrt und hat blockiert weil du diese Angst hattest... Wie soll so eine "schöne" Geburt statt finden. Hm, an wen könntest du dich wenden... Hebammen... Ich würde mich an deiner Stelle im Internet schlau machen. Es gibt bestimmt etwas wo man dir hilft dieses Trauma zu verarbeiten, rausfinden kann woher es kommt und wie du diese Angst bekämpfen kannst.

    Ich wünsche dir alles Liebe und viel Glück #klee#blume
    Liebe Grüße

    Claudi,

    die nächste Woche zum zweiten mal per Kaiserschnitt Mama einer Tochter wird und sich nichts sehnlicher als eine normale Geburt wünschen würde. #baby

    Hallo,

    Du bist keine schlechte Mutter. Du warst gerade mal 16 und selbst noch ein Kind.
    Vor ein paar Jahren habe ich auch gesagt, ich bekomme niemals Kinder und das muss doch höllisch wehtun ;-) mit 18 schlug es schlagartig um und mein Kinderwunsch war kaum noch zu bremsen.

    Du hast ein Trauma und bei vielen "schlimmen" Geburten ist das die Folge. Ob die Geburt faktisch wirklich schlimm war oder nicht, spielt da keine Rolle. Das liegt im Empfinden der Frau.

    Wie gesagt, so jung hätte ich wohl auch große Angst gehabt, wäre ich (un)geplant schwanger geworden. Und auch heute hätte ich totale Angst. Jeder weiß, man wird schmerzen haben. Gerade ich bin alles andere als schmerzfrei.

    Ich denke, du solltest das Thema vor einem 2. Kind aufarbeiten. Wie willst du entspannt durch deine Schwangerschaft gehen, wenn du genau weißt, "was dir am Ende blüht"? Du kannst natürlich auch eine PDA legen lassen, das hilft oft schon.

    Und auch musst du wissen, dass nicht jede Geburt gleich verläuft und sie auch besser werden kann als die erste. Ich würde sagen, Geh einfach mal zum Frauenarzt und schildere deine Ängste und Sorgen. Die wird dir sicher weiterhelfen.

    Auch nur weil du nicht stillen möchtest, bist du keine schlechte Mutter. Manche möchten es eben nicht und das sollte akzeptiert werden. Anderen bereitet das große Freude. Aber dir nicht, also darfst du das auch lassen.

    Ich wünsche dir auf dem weg alles gute #klee

    Für eine schlechte Mutter halte ich dich ganz sicher nicht. Wieso auch? Nur wegen dem Ablauf der Geburt nicht.

    Ela

    (11) 15.07.14 - 10:30

    Hallo Löwenzahn ,

    sich dir eine Hebamme die dich bereits in der Schwangerschaft unterstützt .

    Erzähle ihr all deine ängste und von dem Geburtstrauma .
    Du hast es bisher verdrängt und nun stürzt es auf dich ein

    Eine Geburt ist schmerzhaft muss aber nicht traumatisch sein

    Ich bin der Meinung , daß eine gute Hebamme Gold Wert ist

    Alles Liebe

    (12) 15.07.14 - 10:39

    natürlich bist du keine schlechte mutter! ich erzähl dir mal von mir: ich war mit zwillingen schwanger und hatte ne super schwangerschaft. es war von anfang an klar, dass ich einen ks bekommen musste und zum glück nur mit pda. der ks war okay, aber ich hatte so hohen blutdruck, dass ich die beiden erst zwei stunden später gesehen habe. in der nacht hat sich dann rausgestellt, dass mein erstgeborener einen schweren herzfehler hat, der operiert werden musste. am nächsten morgen wurden wir informiert und zwei stunden später war mein würmchen weg in einem anderen krankenhaus! ich lag mit dem amderen bohni im geburtskrankenhaus und war total hilflos. die nächsten tage waren horror, aber alles ging gut. nach 1,5 wochen war er wach und drei wochen nach geburt hatte ich mein wunder das erste mal (!) auf dem arm. als er nach fünf wochen mach hause kam, war ich alleine mit den beiden, weil mein mann arbeiten musste. es war für mich ein fremdes baby und es dauerte wochen, bis ich ihn genauso kannte wie seinen bruder. ich hatte solche schuldgefühle! es hat lange gedauert, bis ich das überwunden habe. heute möchte ich keine kinder mehr aufgrund dieses erlebnisses. ich liebe beide gleich, aber es war ein harter start und ich brauch das nicht nochmal.

    aber es gibt für dich vielleicht die möglichkeit dir sehr.früh eine hebamme zu suchen, die sich mit geburtstraumata auskennt. du hast heute die möglichkeit eine geburt selbst mitzugestalten. such dir schon früh ein entsprechendes krankenhaus und erzähle deine erfahrungen. besprich dort ganz genau, was du willst und was nicht! du schaffst das schon ...
    lg, ninfab

    Hallo,

    ohje das hört sich ja schlimm an was du erleben musstest.

    Eine schlechte Mutter bist du deswegen auf gar keinen Fall.

    Ich würde dir auch raten mit jemanden über dieses Trauma zu sprechen.

    Ein Wunschkaiserschnitt ist nicht "gemein".

    Ich hatte auch einen, allerdings erst nach platzen der Fruchtblase und einsetzten der ersten Wehen. Mein Kind war "fertig" und bereit auf die Welt zu kommen.

    Wir hatten keinerlei Schwierigkeiten wie Anpassungsstörungen oder sonstiges.

    Ich würde immer warten bis mein Kind sich selbst auf den Weg macht.

    Was du aber nicht vergessen darfst, es ist eine große OP. Für die Schmerzen bekommst du natürlich mittel, dadurch wird das ganze erträglich. Aufgestanden bin ich am zweiten Tag.

    Ich hatte/habe keinerlei Probleme mit meiner Narbe oder mit Empfindungsstörungen etc.

    Zum Thema stillen: In der Schwangerschaft fand ich die Vorstellung zu stillen auch mehr als gruselig, zum Wohle meiner Tochter wollte ich es aber trotzdem versuchen. Meine Tochter war von Anfang an ein Naturtalent, Milcheinschuss am zweiten Tag, trotzt Kaiserschnitt.

    Am Anfang kämpft man natürlich mit wunden Brustwarzen, mit Stillhütchen habe ich das aber gut in den Griff bekommen.

    Wie gesagt am Anfang wollte ich auch nicht stillen, jetzt wird meine Tochter in vier Tagen ein Jahr alt und wir stillen immer noch, wann ein Ende ist- keine Ahnung.

    Also wie du siehst man kann durchaus seine Meinung auch ändern. ;-)

    Liebe Grüße Tinkerbell

    (14) 15.07.14 - 11:14

    Hallo.

    Die Überschrift stimmt überhaupt nicht. Dein Geburtserlebnis hat mit Muttersein nichts zu tun, schon gar nicht bei dir. Dein Kind ist ein tolles Mädchen und geht auf eine gute Schule und dein jetziger Partner hat sie adoptiert, was kann daran falsch sein. Alles super wie du es machst.

    Wenn ihr noch ein zweites Kind plant, dann sprecht mit deiner FA um alle Möglichkeiten auszunutzen, die für dich zum schönen Geburtserlebnis führen. Wie machen es die meisten Promis. Die haben eine "Traumentbindung" ohne Schmerzen etc. inklusive Terminplanung. Auch kann ich mir schlecht vorstellen, dass die meisten Promis stillen. Haben gar keine Zeit dafür. Der kleine Unterschied den Promis gegenüber ist, dass du dein Kind selber großziehst mit all deiner Liebe. Wenn diese "Probleme" geregelt sind für dich, dann steht dein Wunsch zum zweiten Kind nichts mehr im Wege. Es gibt heute so viel Möglichkeiten. Lass dich beraten. Es wird immer geraten, zu stillen. Aber man darf für sich auch selber entscheiden. Also mach das, was für dich am besten ist und wovor du keine Angst haben brauchst.

    Alles Gute.

    LG

    PS: Ich habe vier Kinder, alle "normal" entbunden ohne große Problem und ich habe alle gestillt und das auch noch gerne. Aber es war meine Entscheidung.

    (15) 15.07.14 - 12:04

    Stimmt---#rofl... nicht das richtige Forum ;-).

    Jeder sollte seine eigenen Entscheidungen treffen. Manchmal hilft es, mit einer fachlich versierten Kraft eine Geburt aufzuarbeiten. Manchmal nicht. Wenn Du einen Kaiserschnitt wünscht, dann zum Henker setze das durch. Nur weil Du nicht auf akut fiese Schmerzen stehst, sagt dies nichts über Deine Mutterqualitäten aus. Auch Stillen ist nicht jederfraus Sache. Konnte ich mir auch sowas von nicht vorstellen - im nachhinein war ich ein sentimentales Häufchen als ich abstillte #klatsch.

    Ich kenne übrigens die eine oder andere Mutter, die das Komplettprogramm (meint Spontangeburt nebst ultralanger Stillzeit) hatte. Nicht jede von ihnen halte ich für eine kompetente Mutter. Das eine bedingt nicht das andere

    Gzg
    Irmi

    Du kannst aufgrund der traumatischen ersten Geburt einen Wunschkaiserschnitt vornehmen lassen.
    Das hab ich auch beim zweiten Kind machen lassen.
    Ich hatte ebenso wie du furchtbare Angst davor, mein 1. Kind blieb damals auch im Geburtskanal stecken.
    Aus dem Grund war der Kaiserschnitt von vorn herein klar.
    Meine Hebamme hat das alles in die Wege geleitet , den Termin durften wir uns dann aussuchen.

    Und mich hat keiner dumm angesehen oder als schlechte Mutter beschimpft.

    Zum stillen würde ich dir gerne noch was sagen.
    Du warst damals noch sehr jung ......heute siehst du alles anders .
    Ich wollte beim ertsen Kind nicht stillen , fand das doof #augen
    Beim zweiten wollte ich unbedingt, leider klappte es dann nicht wirklich.
    Aber ich bin froh, es versucht zu haben .
    Abstillen kannst du immer noch

    LG

    (17) 15.07.14 - 12:20

    Hallo Löwenzahn!

    Eines vorweg: NEIN, du bist keine schlechte Mutter!!

    Ich weiß nicht warum es sich so hartnäckig hält, dass es sich Mütter einfach machen wenn sie per geplantem Kaiserschnitt entbinden... Ich bin überzeugt, dass jede Mutter einen Grund für diese Entscheidung hat. Im übrigen ist ein KS auch nicht einfach....

    Vielleicht magst du ja meine Geschichte hören:
    Unsere erste Tochter habe ich natürlich entbunden - leider waren meine Erlebnisse bei der Geburt alles andere als schön. Siebzehn Stunden Wehen, am Ende lag die Ärztin auf meinem Bauch um unsere Tochter schnell zu entbinden, Dammschnitt inklusive. Die Herztöne unsere Tochter waren während der Wehen immer wieder schlechter, aber wohl mit spontaner Erholung. Dumm nur, dass uns keiner informiert hat - weder über die Herztöne, noch den Dammschnitt (hab ich erst erfahren als sie geschnitten haben), noch warum sie auf meinem Bauch lagen. Unsere Tochter war da und auch gleich wieder weg in der ReA-Einheit... APGAR 5, später dann 7 / 8

    Heute haben wir ein behindertes Kind... Sie ist nun auf einem guten Weg (8 J.) in ein hoffentlich selbstständiges Leben. Wir lieben sie über alles und ich habe sehr viel aufgegeben um für sie da sein zu können.

    Ich selbst habe relativ viel Blut verloren und die PDA war auch schlecht gesetzt (einmal zu tief gestochen), so dass ein 2x ein sog. Blutpatch nötig war. an Aufstehen war erst nach Tagen so richtig zu denken. Schon beim Gang zur Toilette wurde mir schwindelig und ich hatte rasende Kopfschmerzen.

    Die Entscheidung zu einem zweiten Kind hat lange gedauert. Niemand konnte uns SICHER sagen, ob die Schwierigkeiten unserer Tochter WIRKLICH von der Geburt kommen. Ihr ph-Wert war nämlich genau auf der Grenze. Vermutet wurde es häufig... Irgendwann sagten wir uns, dass wir auch ein zweites Kind mit einer Behinderung "schaffen" - dass wir es lieben stand außer Frage. Nur war ich mir lange nicht sicher, ob ich die Kraft hätte zwei Kinder gerecht zu werden, die beide Einschränkungen haben und entsprechende Förderung benötigen...

    Als ich mit unserer zweiten Tochter schwanger war, war ich sicher, dass ich nicht noch einmal natürlich entbinden werde. Ich habe sehr früh mit den Ärzten gesprochen und das GO für einen KS auch bekommen. Niemand wollte sich so weit aus dem Fenster lehnen und mir abraten bei DER Vorgeschichte.

    Der Termin wurde geplant und was soll ich sagen: eine Traumgeburt! Ich durfte meine Tochter sofort nach der Entbindung und einem kurzen Checkup durch den Kinderarzt noch im OP begrüßen und streicheln (APGAR 10 / 10!!). Ein kerngesundes Mädchen :-)
    Ich bin ungelogen vier Stunden nach der OP (Spinalanästhesie) duschen gegangen und konnte mich um meine Tochter kümmern. Ich hatte darauf bestanden keine Schmerz- oder Beruhigungsmittel IV zu bekommen. Diesmal wollte ich einfach so schnell wie möglich fit sein und selbst entscheiden was und wieviel ich brauche. Die Ärzte und Schwestern haben sich daran gehalten wofür ich sehr dankbar bin.

    Ich will hier nichts verharmlosen, natürlich hatte ich Schmerzen und klar ist mir einiges schwerer gefallen. Allerdings bin ich sehr willensstark und diesmal hatte ich die Chance die Zähne zusammenzubeißen. Dazu kommt wohl auch Glück, dass alles so unkompliziert war.

    Beim ersten Mal ist mir der Kreislauf einfach weggebrochen, da kam ich nicht gegen an.

    Gestillt habe ich bei beiden Kindern nicht. Ich habe sehr flache Brustwarzen und die Große hatte eine Saugschwäche. Wir haben damals alles versucht und gefühlt jeder hat mir an den Brüsten herumgedrückt. Furchtbar. Ich habe wochenlang elektrisch abgepumpt und kam mir vor wie die Milchkuh schlechthin.

    Bei der Kleinen habe ich mich vor der Geburt bereits dagegen entschieden und bekam nach dem KS zwei Tabletten wodurch der Milcheinschuss gar nicht erst kam...

    Ich hatte und habe zu beiden Kindern eine starke Bindung!

    Ob du eine gute oder schlechte Mutter ist wird nicht durch die Geburt und das Stillen bestimmt, sondern durch das Leben das die Kindern mit dir führen. Eine liebevolle Mutter bist du mit Fläschchen in der Hand genauso wie beim Stillen.

    Lass dich nicht beirren und gehe den Weg der für dich richtig ist.

    LG

    (18) 15.07.14 - 13:15

    Hallo,
    nein, du bist keine schlechte Mutter!
    Lass dich nicht gleich von deinen Gefühlen so verunsichern. Erstmal musst du ja schwanger werden und dann suchst du dir eine kompetente Hebamme, mit der du über dein dramatisches Erlebnis reden kannst.

    Dann kannst du immer noch entscheiden, was du möchtest. Du kannst in deinem Wunschkrankenhaus angeben, was du möchtest z.B. eine sehr frühe PDA und dass du einen Kaiserschnitt haben möchtest, sobald es Komplikationen gibt.
    Das mit dem Stillen musst du mit dir ausmachen. Da musst du einfach drüber stehen. wen geht es denn etwas an? Ich habe es bei beiden probiert und es hat nicht funktioniert. Und jedes Mal ging es uns allen mit der Flasche besser. Dein Kind kann genauso oft krank werden oder auch nicht, egal ob gestillt oder geflascht ;-). Ich habe zu beiden eine tiefe Bindung, obwohl nur wenige wochen gestillt.
    Beim zweiten hatte ich auch erst über einen KS nachgedacht, da mein erster so schwer war und die Geburt dementsprechend schrecklich. Im Nachhinein bin ich so froh dass ich meine Tochter "normal" entbinden durfte, es hat für alles entschädigt!

    Also egal was du machst, hauptsache DU bist damit Glücklich. Eine schlechte Mutter wärst du nur, wenn du dir über all das keine Gedanken machen würdest.

    Alles Gute wünsch ich dir!

    Wunschkaiserschnitt und Flasche geben statt stillen entscheiden doch nicht darüber, ob man eine gute Mutter ist !

    hi,

    ich finde, du bist keine schlechte mutter!

    die geburt deines kindes war für dich sehr traumatisch und das ganze mit 16. vermutlich hat es sich deswegen besonders negativ bei dir festgebrannt.

    ich möchte dir raten, deine geburt von damals mit proffessioneller hilfe aufzuarbeiten, damit du bei einer neuen geburt entspannter sein kannst.

    ich kann dich gut verstehen, das du nach deinem jugendlichem trauma nicht dazu in der lage fühlst, spontan zu entbinden und zu stillen. deswegen bist du sicherlich keine schlechte mutter.
    für eine spontane entbindung musst du die vergangenheit aufarbeiten.
    fürs stillen musst du entspannt sein, deine sorge/unruhe übersträgt sich sonst und das drama beginnt von vorne.

    bekomme dein kind so, wie du es für richtig hällst und versorge es so, wie du es kannst. alles andere ist schnuppe ;-).

    lg, bettina

    "Kann man ein Kind wollen und dann den einfachsten weg gehen?"

    wenn du schon ein 10jähriges kind hast solltest du wissen, dass die geburt und stillzeit nur ein kleiner teil der "mutterschaft" sind. ob gute oder schlechte mutter… das entscheidet sich jeden tag neu. manchmal sind wir schlechte mütter, manchmal gute. oft mittelmässige.

    und ob man einen kaiserschnitt als "einfachsten weg" bezeichnen kann, wage ich zu bezweifeln.
    als ich meinen grossen bekommen habe, fragte mich die ärztin: "möchten sie eine spontane geburt oder einen kaiserschnitt?" ich hatte furchtbare angst vor der geburt. sie meinte zudem: "bei einer spontangeburt haben sie die schmerzen während der geburt, bei einem kaiserschnitt danach." ich fand das wie die wahl zwischen pest und cholera… aber irgendwie müssen die kinder raus. wenn du horror hast vor einer natürlichen geburt, dann mach einen kaiserschnitt und fertig. du bist niemandem rechenschaft schuldig. und wenn du nicht stillen willst, dann lass es. auch hier: du bist niemandem rechenschaft schuldig.

    wenn du dein kind nur vor die glotze setzt, ihm ständig ungesundes zeugs zu essen gibts, dich nicht mit ihm beschäftigst, dich nicht mit dem kind ausenandersetzt, ihm keine grenzen setzt und ihm um der ruhe willen alle seine wünsche erfüllst, wenn du es schlägst und emotional erpresst… ja, DANN bist du eine schlechte mutter.

    grüsse, ks

    Hallo,

    Weder Geburtsart noch Stillen machen dich zu einer besseren oder schlechteren Mutter. Stillen sollte man auch nur, wenn man sich dabei wohl fühlt. Alles andere ist weder für die Mutter noch dann indirekt für das Kind gut.
    Es ist legitim, wenn du lieber einen Wunschkaiserschnitt willst. Halbnarkose, alles mitbekommen. Ist doch ok.
    Meine zwei kamen natürlich zur Welt. Denke mal es waren allgemein gesehen normale Geburten. Mein erstes Kind musste beatmet werden. Also sah ich sie eine Sekunde lang. Danach über 1-2 Stunden nicht. Der Narkosearzt (pda) kam immer zu mir und beruhigte mich und informierte mich. Danach war sie fast eine Woche auf Intensiv wegen Pneumothorax, zur Beobachtung. Sie kam im OP Saal, natürlich und mit der Saugglocke. Dank PDA und Einleitung hatte ich entweder eine einseitige Dauerwehe und am Ende kein Gefühl. Und konnte keine einzelne Wehen auseinander halten. Als ich pressen sollte, musste ich raten. Der Wehenschreiber zeigte auch nichts an...

    Das zweite Kind kam von selbst, im OP Saal. Wo auch sonst. Kurz vor Notkaiserschnitt fluppte es dann doch. PDA konnte nicht gesetzt werden, da ich Muskelzuckungen hatte. Dafür wurde ich von der Ärztin angeschissen und sie zerstach den Nervenwasserkanal. 24 h wurde ich kotzenderweise entlassen, 48 h nach Geburt lag ich alleine in einem anderen Krankenhaus in der Neurologie. Es ist alles gut, aber mir fehlen jeweils eine Woche. Nach drei Jahren habe ich noch gelegentlich Schmerzen wegen der Geburt.

    Gestillt habe ich dennoch bei beiden lange. Die haben das mit dem Stillen gut hinbekommen. Was ich merkte, am besten die babys machen lassen. Die können es gut. Ich will dich nicht vom Stillen überzeugen. Versuche es ohne Druck und habe die ganzen Sachen schon zuhause, wenn es halt nicht klappt. Ist kein Beinbruch.

    Gruss

    (23) 16.07.14 - 10:27

    hallo,

    wenn du an deine eigene Mutter denkst ... überlegst du ob euer Verhältnis so gut/ weniger gut ist weil sie dich gestillt hat oder eben nicht?
    Glaubst du, es wäre heute anders zwischen euch wenn du per Wunschkaiserschnitt gekommen wärst?
    Denkst du häufig darüber nach ob du zB zu früh Fertignahrung (Pulvermilch, Brei, Gläschen) bekommen hast und deshalb heute Nachteile hast?

    ...merkst du was?

    Gruß
    Kuckuk

    Hallo,

    ich hab ein ähnliches Geburtstrauma beim ersten Kind erlitten. Hab auch über zwei Wochen übertragen, wurde mehrfach mit Einleitungen gequält und die Geburt im Krankenhaus glich eher einer Gruppenvergewaltigung als einer Geburt. Ich wünsche den Ärzten und der Hebamme auch heute noch alles Schlechte. Mir ging es danach so dreckig, ich war völlig am Ende und hab wochenlang geweint. Gestillt habe ich meine erste Tochter auch nicht, weil ich mich nach diesem Erlebnis nicht mehr darauf einlassen konnte (dabei wollte ich vor der Geburt unbedingt stillen).

    Aber: bei den anderen beiden war alles besser. Ich habe ein anderes Krankenhaus ausgesucht und habe dem Personal klar gemacht dass ich keine Eingriffe ohne vorherige Absprache dulde (teilweise wurde das während des Geburtsvorgangs wieder übergangen und ich musste mir unter Wehen meine Rechte erkämpfen weil Ärzte und Hebammen einfach dazu neigen gebärende Frauen zu entmündigen). Schmerzhaft waren die Geburten natürlich trotzdem, keine Frage. Aber es war anders. Und gestillt hab ich die beiden Kleinen auch und habe die Zeit total genossen.

    Also meine Meinung: es ist dein Körper, entscheide du. Aber niemand sagt dass es beim zweiten wieder so schlimm wird wie beim ersten. Und was das Stillen angeht - probiers einfach aus wenn du Lust hast. Aufhören kann man jederzeit, aber ich fand es echt sehr schön bei den Kleinen.

    (25) 16.07.14 - 12:08

    Hallo Löwenzahn,

    Nein, Du bist keine schlechte Mutter, nur weil Du KS möchtest und nicht stillen möchtest!!

    Ich hatte bei beiden Kindern einen KS (zwar medizinische Indikation, aber ich war auch froh darüber, denn ich hatte Höllenrespekt vor einer "normalen" Geburt).
    Ich fand beide KS sehr schön und auch sehr bewegend. Die Bindung zu beiden Kindern war von der ersten Minute da#verliebt

    Gestillt habe ich nicht, bzw beim ersten Kind habe ich es versucht, kam aber keine Milch, trotz warmer Windel auf der Brust, trotz Abpumpen, und so habe ich ihr nach 6 Wochen frustierter Versuche, die Flasche gegeben.

    Beim zweiten habe ich genau einen Tag versucht, ging wieder nicht und da habe ich eine Tablette zum Abstillen bekommen.

    Beide Kinder sind pumperlgsund :-p und ich bin mal ein sehr gute Mutter, und mal mache ich Fehler, aber ich bin authentisch und meine Kinder klasse.

    Also, gut Glück, auf dass Du Dir den Wunsch nach dem zweiten Baby bald erfüllen kannst!

    Liebe Grüße

    Kaaskop

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