nach 6monaten immer noch traurig:-/.normal?

    • (1) 18.07.14 - 21:31
      wannwirdsbesser

      mein Anliegen steht ja schon oben. Ich verstehe es nicht. Die Trennung ist nun schon so lang her und ich bin immer noch so traurig. Ich denke das es daran liegt wie gut mir dieser Mensch und diese Beziehung tat. Endlich ein Mann der mich so genommen hat wie ich bin. Der mir gezeigt hat das auch ich etwas wert bin. Der mein Kind akzeptiert hat und sich super mit ihm verstanden hat. Er war einfach nur toll und ich habe jeden Augenblick genossen. Umso härter hat mich dann die Trennung und alles was danach kam getroffen. Ich frage mich wann dieser Schmerz und das ständige an ihn denken und die damit verbundene Traurigkeit endlich aufhört. Wielange habt ihr gelitten? Ich hab das gefühl nie wieder einen Menschen/Mann zu treffen der so liebevoll und verständnisvoll ist wie er:'(.

      • Was war denn der Grund der Trennung?
        Seid ihr im Guten auseinander?
        Kannst du die Gründe begreifen, die zur Trennung geführt haben?
        Du hast das alles noch nicht verarbeitet!
        Gibst du dir die Schuld?
        Wurdest du betrogen?
        Ein bissl mehr Info für uns wär schon super #bitte

        (3) 18.07.14 - 22:35

        Danke für deine Antwort. Ich hab mit absicht nicht soviel geschrieben da ich nicht weiß ob er oder seine neue hier liest. Laut seiner aussage wurde ich nicht betrogen und das glaub ich ihm auch. Es sind danach ein paar Sachen passiert die mir sehr weh taten und auch immer noch tun. Wir sind im guten ausseinander,ja. Aber das ändert nichts daran das ich daran noch total zu knabbern habe. Ständig muss ich daran denken wie es ihm geht,wie glücklich er ist und wie er das jetzt alles mit seiner neuen geniesst. Ok ich will nicht sagen das ich ihm das nicht gönne,schwer ist es aber trotzdem. Es gab mehrere Gründe die zur trennung geführt haben,zum teil nachvollziehbar und zum teil nicht so wirklich.

        (4) 18.07.14 - 23:29

        Hallo!

        Ich glaube auch, dass du die Trennung noch nicht verarbeitet hast, daran wirst du bestimmt noch arbeiten müssen.

        Wie lange der Prozess dauert, wird dir hier leider aber auch keiner sagen können, dass ist ja doch sehr individuell und hängt auch davon ab, wie tief die Liebe war, was für ein Mensch du bist etc. Ein introvertierter Mensch, der sonst auch schon wenig raus geht, wird daran vielleicht länger knabbern als ein vor Selbstbewußtsein strotzender extrovertierter, der jedes Wochenende unter Leute geht.

        Ich habe nach meiner letzten Beziehung, die 4 Jahre dauerte, auch sehr sehr lange gebraucht, bis ich wieder auf den Füßen war. Er war zu der Zeit die Liebe meines Lebens und ich verstehe bis heute nicht, warum er sich getrennt hat, konnte er mir auch nie erklären. Ich habe 6 Jahre lang als Single gelebt, weil ich jeden Mann, der Interesse an mir gezeigt hat, gleich vergrauelt habe. Das hatte System ;-)
        Wenn man dann aber DEN RICHTIGEN findet, verblasst der Kummer doch recht schnell, zumindest bei mir. Ich bin jetzt seit 8 Jahre mit meinem Mann zusammen, seit 4 Jahren verheiratet, wir haben 2 wundervolle Kinder und ich bin glücklich wie nie. Das heißt aber nicht, dass ich nicht doch noch hin & wieder an meinen Ex denke und sogar manchmal von ihm träume. Es piekst eben immer noch ein kleines bisschen, in einem dunklen Winkel irgendwo ganz tief in mir.
        6 Monate ist noch nicht lang, gib dir Zeit, alles zu verdauen, aber geh gleichzeitig unter Leute und verkrümel dich nicht! Es wird besser, wirklich!

      • (5) 20.07.14 - 22:27

        Hallo,

        ein halbes Jahr ist nicht lang, v.a., weil du ja nicht mit der Trennung gerechnet hast.

        Ich war von 16 -23 mit einem Mann liiert, meine Eltern (dörfliches Umland) haben zur Hochzeit gedrängt und wir haben standesamtlich geheiratet. Vier (!) Wochen nach der Hochzeit hat er mich mit einer Frau betrogen, die auf unserer Hochzeit eingeladen war. War aber wohl nicht das erste Mal.

        Ich war ja damals total jung und doof .... ich wollte mir absolut die Schmach nicht geben, nach vier Wochen Schluss zu machen und habe es geschluckt. Wir kamen nie mehr auf einen grünen Zweig und wir haben uns ein Jahr später getrennt. Bzw. er hat sich von mir getrennt. Die neue war schwanger und hat ihn so gezwungen, Nägeln mit Köpfen zu machen.

        An dieser Trennung hatte ich weit über drei Jahre zu knapsen. Kurz nach der Scheidung (und ich hatte mich noch überreden lassen, das Trennungsjahr vorzuverlegen) kam dann ihr erstes Kind und er hat sofort wieder geheiratet. Mit mir wollte er nie Kinder ... all das tat weh. Ich habe auch nie verstanden, warum er solche Dinge fertig brachte und wie gnadenlos er mich belügen konnte.

        All das ist nun über ein Jahrzehnt her. Aber an manchen Tagen denke ich noch daran, wie es war ... wie ich dann, nach der Trennung (die sehr plötzlich kam), wieder in mein Dorf zu meinen Eltern ziehen musste - der Dorfklatsch - wie sehr ich mich geschämt habe. Wie die Leute mitleidig geschaut haben. Wie getuschelt wurde. All das mag sehr oberflächlich klingen ...

        Über die Verletzung, dass er mich derart hintergangen hat, dass er mich geheiratet hat, obwohl er wusste, er wollte nicht wirklich, dass er es nicht mal versucht hat, sondern sofort eine Affäre begonnen hat, dass er mich angelogen hat .... über die bin ich nie so 100% weg gekommen. Es tut heute lange nicht mehr so weh. Ich habe nun eine gute neue Beziehung, selbst Kinder ... aber etwas von dem Vertrauen, was ich mal hatte, ist unwiderruflich kaputt gegangen.

        Lass dir Zeit. Was bei mir noch schlimmer war als die Trennung war meine Panik. Ich saß da, verlassen und hatte auf einmal eine wahnsinnige Panik, dass ich es nicht wert war, dass mich jemand liebt. Meine Eltern (bei denen ich ja wieder gelebt habe) haben mich auch gleich so behandelt, als ob ich nun immer bei ihnen bleibe (sie haben so die katholische Eheidee - man heiratet einmal und wenn es nicht klappt, dann bleibt man allein ...). Ich habe die Schuld sehr bei mir gesucht. Ich hatte solche Angst vor der Einsamkeit (heute bin ich echt erschrocken, wenn ich Tagebucheinträge von damals lese).

        Ich habe mich dann auf ein - zwei Übergangsbeziehungen eingelassen, die völlig unüberlegt waren. Und dumm. Richtig dumm. Das resultierte daraus, dass ich das Gefühl hatte, ich dürfte nicht wählerisch sein, sondern müsste jeden nehmen, der mich wollte ... das war eine total kranke Denke damals. Es war so "jeder ist besser, als alleine zu sein ...".

        Ich kam erst wieder aus dem Teufelskreis heraus, als ich begonnen habe, mich selbst wieder gern zu haben. Ehrlich, ich habe so oft über meinen Anteil an dem Bruch nachgedacht, dass ich mich selbst total schuldig fühlte. Als ich dann wieder Hobbys hatte, Freunde, ein ausgeglichenes Leben, dann hatte ich endlich auch wieder eine gute Beziehung.

        Hallöchen an alle,

        also um auf Deine Frage einzugehen: das kann man leider nicht so pauschal beantworten, denn das hängt natürlich von Person zu Person und von Trennung zu Trennung ab.

        Ein halbes Jahr ist wirklich nicht viel, setz Dir keinen Druck oder frage Dich nicht, wieso es nach einem halben Jahr immer noch zu Niederschlägen kommt. Es kann auch bis zu 8,9,10 Monaten dauern (das soll Dich jetzt nicht abschrecken, Du hast das Schlimmste überstanden, da bin ich mir sehr sicher!!) bis man wieder sagen kann, der Gedanke an ihn versetzt mir weniger Stiche.
        Dass die Trennung unerwartet war, macht die Sache natürlich für Dich schlimmer, das ist doch absolut normal.

        Auch mir ging es damals mit meiner ersten Liebe ähnlich. Es gab nach der Trennung Höhen und Tiefen, mal ging es mir besser und plötzlich kam wieder eine Zeit, während der ich viel an ihn dachte und es mich in meinem Prozess wieder ein wenig zurück warf. Aber ich hab mich davon nicht unterkriegen lassen und habe weiter gekämpft.

        Und es ging auch wieder bergauf.. ich würde Dir raten, all die Dinge, die in der Wohnung sind und Dich an ihn erinnern, zu eliminieren. Entferne all das, was Dich an ihn erinnert und automatisch wirst Du nicht durch Zufall an ihn oder gemeinsame Erlebnisse erinnert.

        Umgebe Dich mit Leuten, die Dir gut tun. Und das sollte in aller erster Linie Dein Kind sein. Verbringe viel Zeit mit Deinem Kind, unternehmt gemeinsam Dinge und gib ihm nicht das Gefühl, dass Mama am Boden zerstört ist. Das tut Kindern im Herzen weh, glaub mir...

        Auch Deine Freunde und Familie sollten ein Teil Deiner Umwelt sein, denn sie kennen Dich gut, werden ihr Bestes geben, um Dich abzulenken und sind wohl die Personen, die Dir gut tun werden.

        Such Dir auch evtl. ein neues Hobby - irgend etwas wobei Du Spaß empfindest und Erfolge verzeichnen kannst. Sei es zeichnen, schwimmen, eine Sprache lernen oder auch nur stricken. Egal was, Hauptsache Du beschäftigst Dich damit und entwickelst Dich darin weiter. Das wird Dir helfen, Dir zu zeigen, wozu Du in der Lage bist und Dir generell einfach weitere Erfolgserlebnisse verspricht, die in Deiner Situation förderlich sind.

        Alles in allem würde ich mir an Deiner Stelle keinen Druck machen, allen Gefühlen freien Lauf lassen und einfach weinen, wenn Dir danach ist. Es bringt nichts, sich unter Druck zu setzen, den Gefühlen keinen Freilauf zu geben - das führt zu nix Gutem, glaub mir.
        Lass Dir Zeit!

        Und ob Du es glaubst oder nicht, aber es wird der Tag kommen, an dem Du dich wieder besser fühlen wirst und sehen wirst, wieso nun alles so kam wie es kam und dass das alles seinen Grund hatte.

        Ich wünsche Dir und Deinem Kind bis dahin alles Gute!

        LG,
        meli

Top Diskussionen anzeigen