Meine Ehe ist am Ende

    • (1) 22.07.14 - 19:49
      nicht aufgeben

      Guten Abend liebe Community,

      ich bin Mitte 30, mit meinem Mann seit 10 Jahren verheiratet, haben 2 Kinder.

      Wir hatten es nie einfach, uns wurden immer Steine in den Weg gelegt, von den eigenen Familien, immer haben wir gekämpft.

      Irgendwann brachen wir den Kontakt zu unseren Widersachern ab und hoffte, es würde ruhiger werden. Dann begann mein Mann zu trinken an, er trinkt täglich nach Feierabend bis zu 5 Flaschen 0,5l Bier. Es häuften sich Streitereien, die immer mehr eskalierten, er wird dann verbal sehr ausfallend, beschimpft mich auf ganz fiese Art, am nächsten Tag tut es immer dann immer wieder leid.

      Ich habe ihm auch immer wieder verziehen, getan als wäre nichts gewesen.

      Aber genau das kann ich jetzt einfach nicht mehr. Die Auseinandersetzungen wurden in den letzten Wochen so extrem, dass er es nicht nur beim verbalen beließ, sondern mich auch einmal geohrfeigt hat. Er hat sich hinterher ehrlich bei mir entschuldigt und versprochen das so etwas nie mehr vorkommen wird. Er ist seitdem auch wirklich sehr bemüht, es gab keinen Streit mehr, er tut wirklich alles für mich, liest mir jeden wünsch von den Augen an. Und wie reagiere ich darauf, ich fühle mich nur noch angeekelt, als er mit mir schlafen wollte, ließ ich es zu, ich habe die ganze Zeit nur gehofft, dass er endlich fertig ist. Hinterher musste ich weinen, weil ich es so schrecklich fand. Er hat es zum Glück nicht gemerkt.

      Vor einer Woche waren wir mit Freunden unterwegs, da wollte mein Mann Arm in Arm mit mir laufen, ich musste mich dieser Situation sofort entziehen, ich habe seine Nähe einfach nicht ertragen. So ist das seit dem letzten Streit immer, ich ertrage seine Nähe nicht und das tut mir so leid, weil er sich wirklich geändert hat und sich so sehr bemüht.

      Eigentlich müsste ich mich trennen, nur das wäre uns beiden gegenüber fair, aber das möchte ich auf keinen Fall. Irgendwie liebe ich ihn ja noch, aber was beim letzten Streit passiert ist, diese schrecklichen Beleidigungen und diese Ohrfeige, haben so viel in mir kaputt gemacht.

      Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich tun soll, ich möchte gerne an unserer Ehe festhalten, daran arbeiten, aber diese Erinnerungen verhindern das irgendwie total.

      Hatte hier jemand schon eine ähnliche Situation und gab es bei euch dann doch noch einen Weg die Ehe zu retten?
      Ich würde mich sehr über Antworten freuen

      • Dein Mann braucht eine Therapie und ihr beide braucht eine Eheberatung.

        Ich glaube nicht, dass ihr beide da ohne Hilfe wieder raus kommt. UND ich glaube auch nicht, dass dein Mann, mit seinem jahrelanger Alkohol(miss)brauch sich einfach mal so, von heute auf morgen ändern KANN.

        Im Moment wird es für ihn ein tiefer Schock sein, da er sämtliche rote Ampeln überfahren hat, die man nur überfahren kann, aber ohne Therapie wird das nicht anhalten.

        Dass er soviel getrunken hat und dann aggresiv wurde, hat ja einen Grund. Und diesen Grund gilt es aufzuarbeiten.

        • (3) 22.07.14 - 20:43
          nicht aufgeben

          Vielen Dank für deine Antwort.

          Eine Therapie hatte er einmal begonnen, ging dann aber nicht mehr hin. Eine Eheberatung wird er auch nicht mitmachen, dass hat er vor Monaten schon gesagt, dagegen stellt er sich komplett.

          Aufgehört zu trinken hat er nicht, aber er ist ruhiger, geht ins Bett, bevor er etwas böses sagt.

          Ich traue dieser Ruhe aber irgendwie auch nicht so recht. Und dann kommt eben auch immer wieder mein Kopf ins Spiel, ich kann das alles einfach nicht vergessen :-/

          • Da sendet er gleich dreimal richtig deutliche Signale aus, dass er sich eben nicht AENDERT, sondern sich VERSTELLT.

            Er bricht die Therapie ab.
            Er trinkt weiter.
            Er lehnt eine Eheberatung ab.

            Und er schleicht sich lieber ins Bett, bevor er doch was boeses sagt (oder gar tut!).
            Und Du?

            Du ekelst Dich vor dem Mann, den Du liebst... Das ist gelinde gesagt totaler Unsinn.

            Du bist abhaengig von diesem Mann. Mehr nicht.
            DU brauchst eine Therapie, um Dich selbst aufzuarbeiten, Deinen eigenen Wert zu erkennen und dann die einzig richtige Folgerung zu ziehen...

            Sorry, aber das hier ist aussichtslos. Er verstellt sich, bis er spuert, dass er Dich wieder in der Spur hat. Bis dahin lebt er seine ignoranz einfach mal etwas abgeschwaecht, bleibt aber seinen oben angefuehrten drei Prinzipien treu...

            Zeit, dass Du aufwachst, denn gut tut Dir das auf Dauer nicht...

            • Auf den Punkt getroffen!

              Barrik

              (6) 23.07.14 - 09:13

              Ja, leider alles völlig richtig, was Falkster schreibt. Und so schrecklich vorhersehbar für jemanden, der außen steht - für die, die in der Situation stecken leider gar nicht so klar.

              An die TE: suche dir eine Gruppe für Angehörige von Alkoholikern, da gehst du alleine hin und dein Mann braucht das auch erst mal nicht zu wissen.

              Du wirst es nicht schaffen, diese Situation alleine zu verlassen, auch das ist leider eine Tatsache. Aber du musst da nicht alleine durch, es gibt Menschen, die dir helfen können!

          Hey. Ich denke auch, dass professionelle Begleitung der einzige Weg wäre. Dass er sich so dagegen sträubt finde ich sehr schade für Euch und zweifele dadurch auch etwas an seinem unbedingten Willen, Eure Ehe zu retten.

          Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die "Ruhe" anhalten wird. Entweder er verfällt wieder in alte Muster oder er rastet aufgrund deiner Abweisung mal aus.
          Ich möchte dir keinesfalls Angst machen oder deinen Mann (vor-)verurteilen, aber ich finde du solltest dich schützen und auf deine Gefühle hören.

          Ich wünsche dir viel Kraft!
          Alles Gute,
          Maja

          Unter diesen Voraussetzungen wird hier nichts mehr zu retten sein.

          Über kurz oder lang wird er wieder ausrasten und auch wieder zuschlagen. Da kann ich dir jetzt schon Brief und Siegel darauf geben.

          Wie Falkster schon richtig geschrieben hat. Er hat sich nicht geändert sondern er verstellt sich, und zwar so lange, bis sich die Wogen etwas geglättet haben bzw. er sich einigermassen unter Kontrolle hat.

          Aber ohne Therapie, ohne seine Einsicht und den Willen etwas zu ändern, ohne eine Eheberatung - und zwar nicht nur 1 oder 2 Besuche, ist die nächste Eskalation vorprogrammiert.
          Das nächste mal ist es dann nicht nur eine Ohrfeige - denn die Hemmschwelle wird von Mal zu Mal sinken - sondern vielleicht schon ein Faustschlag ins Gesicht, und irgendwann schlägt er dich krankenhausreif.

          Ist es das, was du dir für dein Leben vorstellst?

          Ganz klar, Ultimatum stellen - Therapie oder Trennung.

    Wenn du tatsächlich so blauäugig bist und denkst, dass er sich geändert hat und sich nicht nur verstellt weil er merkt, daß die Kacke jetzt grad echt (mal kurz) am Dampfen ist... tja dann... Die nächste Ohrfeige kommt bestimmt. Oder gleich ein Schlag ins Gesicht. Das verspreche ich dir.

    En Mann, der dich ständig aufs übelste beleidigt, säuft wie ein Loch und dir dann auch noch eine knallt hat nur eins verdient: einen kräftigen und endgültigen Tritt in den Allerwertesten und dann ein deutliches auf nimmer Wiedersehen!!!'

    Also ich bin auch fest der Meinung auf Dauer wird dein Mann das nicht durchalten mit seinem positiven VErhalten er doch schon zu tief in seinem Verhalten und der Sucht drin steckte. Nur was passiert dann? Du hoffst noch immer das es vielleicht auf Dauer sein könnte. ABer wenn deine Gefühle wirklich weg sind, wie lange willst du das dann so weiterspielen wenn er dich aneekelt. Männer sind ja bekannt dafür das sie gerne mal jemanden wie Mist behandeln und erst am Ende kapieren das sie wirklich was ändern müssten. Dann aber isses zu spät. Nur mal ehrlich er hatte seine Chance und wenn er sie nicht nutze sorry selbst schuld. Doch wenn du meinst du könntest nochmal was empfinden dann geht zusammen zu einer Beratung aber deinem Mann würde ich zu einem gescheiten Entzug und einer Therapie verdonnern.

    Alles andere käme mir nicht in die Tüte.

    Alles Gute.

    Ela

    (11) 22.07.14 - 21:52

    Hallo,

    das zentrale Porblem bei Euch ist, dass dein Mann alkoholkrank ist. Alkoholismus ist eine sehr ernsthafte Krankheit, die zu einem schmerzhaften und langsamen Tod führt. Die meisten Alkoholiker schaffen es leider nicht trocken zu werden.

    Euer Weg wird grundsätzlich nur auf zwei Wegen gelöst werden.

    Wenn Dein Mann sich weigert einzusehen, dass er krank ist, bzw. wenn die Therapieversuche fehlschlagen, wird er immer burtaler zu Dir und später auch zu den Kindern werden. Es kann sogar für Euch lebensbedrohlich sein. (es gibt zwar Alkoholiker, die es schaffen einigermassen im Rahmen zu bleiben aber von dem was du schreibst zählt dein Mann eher nicht zu dieser Sorte).

    Ich kenne aber auch Familien, wo der Mann es geschafft hat mir der Therapie trocken zu werden. Es hat aber erst dann geklappt als ihn seine Frau aus dem Haus rausgeschmissen hat und er alles verloren hat. Dann hat er eingesehen, dass er ein Problem hat. Jetzt leben sie wieder zusammen als Familie.

    Wende Dich an die Familienberatung oder an eine Organisation, die den Alkoholikern hilft. Denn alleine schafft ihr es wohl nicht.

    Alles Gute.

    Hallo,

    eigentlich will ich das hier nicht schreiben, man wird hier leider sehr schnell angegriffen und gleich als blöd und verantwortungslos dargestellt. ...

    Ich verstehe dich, kann nachfüllen was in dir vorgeht. Man hat sich zusammen was aufgebaut, einander was versprochen (in Guten wie in schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit...), es ist nicht einfach alles aufzugeben und von vorne anfangen zu müssen. Am schwersten ist es die Entscheidung, egal wie diese aussieht, zu treffen. Ich wünsche dir viel Kraft um diese DEINE Entscheidung treffen zu können.

    Ich bin in einer ähnlichen Situation, wie du. Ich bin verheiratet habe zwei Kinder und mein Mann trink, ich werde regelmäßig unaussprechlichen beleidigt, handgreiflich ist mein mann noch nicht geworden aber psycho- Terror gehört bei uns leider zur Tagesordnung. Es ist wie Achterbahn fahren, eine zeitlang ist mein mann einfach perfekt liebevoll, rücksichtsvoll, gibt sei bestes und dann... kommt wieder die tiefphase Ich werde aufs übelste beschimpf...

    Ich kann dir gerne mehr erzählen, aber bitte per PN.

    • (13) 22.07.14 - 23:37

      Hallo,
      ich will dich nicht angreifen, nur gerne verstehen, warum du noch mit deinem Mann zusammenlebst? Das ist mir beim Lesen deines Textes nicht klar geworden.

      • (14) 23.07.14 - 07:44

        Als Außenstehende wird man das nie verstehen, wenn man es nicht selbst miterlebt hat.

        Ich kann jetzt aus Abstand sagen, ich habe den richtigen Schritt getan, war aber auch gute 18 Jahre in diesem Teufelskreis gefangen. Es braucht gewisse Kraft und auch dann Verstand, um da den Bogen raus zu bekommen. Ich kann die TE und auch die Vorschreiberin verstehen, kann aber nur den Tipp geben, den Schritt zu wagen. Es wird auf jeden Fall wieder besser und irgendwann sagt man sich, Ich hab es geschafft und bin so glücklich und stolz drauf.

        • (15) 23.07.14 - 20:27

          Ich habe es miterlebt, ich war Kind in einer solchen Familie. Aber du hast recht, verstanden habe ich es nie so richtig.

      (16) 23.07.14 - 17:48

      Als wir vor acht Jahren geheiratet haben, stand für mich fest, dass ich mit diesem Mann mein Leben verbringen möchte. Wir haben uns zusammen was aufgebaut und er war ja nicht immer so.Ich möchte meinen Kindern nicht den Vater "rauben", die Ehe nicht einfach aufgeben.Wir fahren so zu sagen Ahterbahn; mal ist alles supper, es hält sich eine Zeit lang und dann wieder ein Tief. Ich hoffe...hoffe dass es besser wird, dass mein Mann seine Fehler endlich einsieht uns sich besinnt. Und schlißlich mache ich mir auch Gedanken, ob nicht ich an dieser Situation Schuld bin (ich weiß er hat sich für Alkohol entschieden, ich nicht! ich trinke nicht auch nicht wenn wir feiern, aber trotzdem 0,0001% Unsicherheit bleibt) schlißlich höre ich das täglich.

      Ich denke es ist mittlerweile mehr aus Pflichtgefühl, schließlich haben wir uns was versprochen als wir geheiratet haben.

      • (17) 23.07.14 - 20:33

        Ah, okay... weißt du, ich war an der Stelle deiner Kinder. Was du schreibst, das habe ich so ähnlich von meiner Mutter auch gehört. Aber begriffen habe ich das bis heute nicht. Die Sache mit dem Vater rauben... es gab sehr, sehr viele Momente, da hab ich mir gewünscht, sie würde das tun. Weil keinen Vater zu haben in diesen Momenten besser gewesen wäre als dieser Vater. Auch wenn ich ihn natürlich sehr geliebt habe, da habe ich mir einen dosierten Vater gewünscht, mal ein paar Stunden, einen Tag am Wochenende. Mit einem sicheren Zuhause, in das ich gehen kann, wenn ich ihn nicht mehr aushalte.
        Ich wünsche deinen Kindern sehr, dass sie ihren Vater anders erleben. Und dass deine Hoffnungen sich erfüllen.

        • (18) 24.07.14 - 07:50

          Das ist wieder ein wichtiger Punkt. Ich weiß nicht, was meine Kinder abbekommen, die sind noch sehr klein. Habe deswegen Kontakt zur einer Kinderpsychologin. Meine große weint wenn der Papa weg ist, sie hängt an ihrem Papa sehr. Der kleine er ist gerade mal 6 Monate. Und was tue ich der großen an, Umzug, Freundinnen weg, sie geht in einen tollen Kindergarten solchen finde ich nicht mehr...Mein mann schafft immer spätschicht weswegen er morgens noch schläft, um spätestens 13 Uhr ist er weg und kommt erst wieder wenn die Kinder schon schlafen. Ich möchte mich trennen, weil ich mir erhoffe dass er dadurch ein besserer Vater wird und vielleicht zur Besinnung kommt. Aber es ist für mich nicht einfach, wäre eine Freundin an meiner Stelle hätte ich ihr gesagt "Packe die Koffer und nix wie weg!" aber ich stecke da drin und habe irgendwie keine Kraft. Ich arbeite dran glaube mir, was daraus wird und wie lange ich brauche weiß ich nicht.

          • (19) 24.07.14 - 20:13

            Hallo.

            <<<eine große weint wenn der Papa weg ist, sie hängt an ihrem Papa sehr>>>

            Zu dem möchte ich was sagen. Mag sein, das sie an ihrem Papa hängt. Aber zum größten Teil nur aus Verlustangst. Sie möchte euch beide als Eltern nicht verlieren. Aber das wird passieren, wenn du nicht den Schritt wagst. Manchmal ist die Trennung ein besserer Schritt, um sich wieder zu verstehen. Oder zumindest für die Kinder, damit sie eine klare Linie kriegen. Deine große wird sicher schon viel mitbekommen, sie kann es aber noch nicht zeigen, da sie es nicht einordnen kann. Also wenn du schon selbst dran gedacht hast, dann tu es. Für dich, deine Kinder und auch für deinen Mann. Er gibt sich keine Mühe, nur mal etwas für seine Kinder zu tun und deine Große gibt all ihre Liebe und bekommt eigentlich nichts zurück, da er es nicht zu schätzen weiß. Ich glaube und hoffe, er wird es kapieren, wenn du diesen großen Schritt gemacht hast.

            Alles Gute und viel Kraft.

            LG

Deine Überschrift ist: Meine Ehe ist am Ende

Dein Nick ist aber "nicht aufgeben".

WAS würdest du denn aufgeben, wenn du dich aus dieser unwürdigen Position befreist?
Hast du Angst, es finanziell nicht zu schaffen ohne diesen Gefühlskrüppel?
In Deutschland verhungert keine Frau, die sich von ihrem Mann trennt.
Für dich ist die Ehe am Ende, also handele entsprechend. Du bist noch so jung, das ganze Leben liegt noch vor dir.

Morgen.

"Ich denke mal, dir sitzt der Nichtkontakt zu deinen Eltern mehr im Nacken als über diese Trennung nachzudenken. Du hast innerlich schon so viel Abstand gewonnen, dass du eigentlich eine Trennung nicht mehr umgehen kannst. Deine Gefühle zu ihm werden immer weniger bzw. immer mehr in Gegenwehr gehen. Aber da ist die Sache noch mit deinen Eltern. Wenn du nämlich jetzt drüber nachdenkst, hatten sie doch in manchen Sachen mit Sicherheit Recht behalten. Aber diese Blöße willst du dir nicht geben, da du denkst, dass du sonst niemanden hast in deiner Trennungszeit. Dann sind da noch die Kinder, denen du dann den Vater nimmst. Und was sollen die Nachbarn denken. Und überhaupt, wie soll es weitergehen. Dir wird der Boden unter den Füßen weggerissen. Hast Angst vor der Umstellung. Schaffst du das alles alleine mit den Kindern. Hast keine Lust mehr, nachhause zu kommen, da ja der Streit vorprogrammiert ist. Deine Kinder leiden auch schon unter diesen Umständen."

So, nun kennst du meine Geschicht bzw. meine Gefühle damals zu meinem Ex. So ging es in mir vor und auch ich war in der Zwickmühle der Gefühlen. Wenn du dich in diesem Text wiedererkennst, dann ist die Trennung das Beste, was du machen kannst. Auch wenn es schwer ist, da ja die Kinder noch da sind. Aber meinen Kindern geht es jetzt super, da es mir super geht. Mit meinem Ex habe ich nicht wirklich mehr zutun. Er ist mir so was von egal und was er macht. Und ich denke mal, dass auch der Grund seines Trinkens der Abstand zu den Eltern ist. Dass das vielleicht gar nicht so gewollt ist, wie es gekommen ist.

Mein Tipp wäre. Wenn du meinst, dass eure Ehe noch eine Chance hat, dann setz dich mit deinem Mann zusammen und redet darüber, ob ihr nicht vielleicht doch wieder langsam Kontakt zu euren Eltern aufnehmt. Woran es liegt, dass er angefangen ha zu trinken. Ob er bereit wäre, daran zu arbeiten. Oder geht in eine Eheberatung. Aber wenn du meinst, deine Gefühle reichen nicht mehr zu kämpfen, dann lass es. Zieh die Konsequenz daraus und geh. Es ist ein harter Weg der sich aber lohnt.

Alles alles Gute.

LG Hermina

PS: Wenn du dich ausko... willst, kannst du mich ja über PN schreiben.

Hallo,
nur kurz:

In vino veritas - Im Wein liegt die Wahrheit

Dein Mann zeigt unter Alkoholeinfluss sein wahres Ich. Aggressiv, übergriffig, respektlos. Das Gegenteil von Liebe. Er liebt Dich nicht. Und sich auch nicht.

Er ist suchtkrank.

Und das Schlimme: er hat bereits eine Schwelle überschritten, indem aus verbalen Attacken körperliche wurden. Beim nächsten Mal ist es vielleicht keine Ohrfeige mehr.

Wenn Du es Dir selbst nicht wert bist zu gehen, denke bitte an Deine Kinder. Sie musst Du schützen, das ist in Deiner Verantwortung als Mutter. Sie können nicht alleine gehen, sie müssen sonst diese unerträgliche Familiensituation erleiden und nehmen schweren seelischen Schaden.

Ob er nach einer Trennung einen Entzug und Therapie macht, liegt nicht in Deiner Hand.

Viele Grüße!

Meine Liebe,

das ist grenzgängig und ich weiß worüber ich schreibe.

Kann sein das die Veränderung seiner Persönlichkeitsstruktur mit dem Alkohol zusammen hängt. 2,5 Ltr am Tag und das täglich über eine Zeit X, da musst du dir klar drüber sein, er ist ein Alkoholiker.

Und wie es mit Alkhol so ist, er macht den Weg frei für Emotionen. Und die müssen nicht immer lustig und beschwingt sein, sondern kommen durchaus auch aggressiv daher. Ob es nun Verbalattacken oder Schläge ist egal, es sind Entgleisungen die nicht zu tolerieren sind.

Und was soll er auch anders tun als sich zu entschuldigen um wenigstens einigermassen die Ruhe wieder herzustellen, und vor allem dich wieder ruhig zu stellen.

Und dann kommt das eine zum anderen. Die Abstände der Attacken werden kürzer, deine Unlust und Ablehnung gegenüber ihm wird sich verstärken und früher oder später begräbst du auch die letzte Hoffnung von dem was du heute "irgendwie liebe ich ihn ja doch noch" bezeichnest.

Überlege mal genau was du noch "irgendwie" liebst. Ist die Erinnerung oder ist es die Gegenwart die zu liebst. Und da zwischen solltest du klar unterscheiden. Du klammerst dich an einen Gedanken der Liebe.... wie es sein könnte oder sollte.

Gib dich nicht einer Illusion hin. Solange er mit einer "sehr ehrlichen Entschuldigung" bei dir durch kommt gibt es keinen Grund für ihn sich zu ändern, nicht einen einzigen Grund. Darüber hinaus wirst du dir noch latent selbst Vorwürfe machen an der Situation schuld zu sein. (auch diesen Zahn solltest du dir ganz schnell ziehen)

Was also tun?

Ehrenwert das du dein Ehe retten möchtest.

Wen willst du genau retten, oder was willst du davon retten?
Warum?
Wie lange willst du retten?
Was erwartest du nach dem die Rettung erfolgt ist?
Und will es sich überhaupt retten lassen?

Du kannst nur Nägel mit Köpfen machen und dich frei machen von ihm. Alle Abhängigkeiten durchbrechen und keinen Sex mehr solange du dich ekelst. Also gib ihm eine Zeit, 48 Stunden, um sich äussern wie er sich denn seine Zukunft ohne dich so vorstellt. Und dann kannst du immer noch entscheiden ihn nicht zu verlassen. Aber wenn keine Taten folgen, begrabe deine Hoffnungen.

1. Ihr schafft das kaum alleine
2. Hilfe muss gewollt und angenommen werden

Und ja, du hast recht, da ist viel kaputt gegangen, und mit Verdrängung bekommt man eben nicht jedes Problem in den Griff und Männer sind da gross drin. Und es ist dein Recht das anzuprangern. Manchmal muss es eben mal knallen bevor der andere begreift das es 2 vor 12 ist.

blueH6

Versuche es nicht alleine, da kannst du auch versuchen das Meer leer zu trinken.

Ich denke da ganz knapp:

ein Alkoholiker gehört nicht in einen Haushalt mit Kindern.

Egal, was ihr für Paarprobleme habt

Gruß

Manavgat

He hab grad so n ähnliches Problem. Mein Mann trinkt zuhause JEDEN Abend seine 3-4 Bier und wir dann allerdings "nur" verbal aggressiv. Hatte hier im Forum au schon gepostet. Hab jetzt nächste Woche n Termin bei der Caritas Beratungsstelle alleine! Um mir erst mal darüber klar zu werden ob ich diese Ehe noch retten will und ob ich das überhaupt kann mit dem Alkoholproblem. Den das ist seine Aufgabe da kann ich nix tun und du auch nicht. Aber wenn er seine Trink- gewohnheit nicht ändert und nur die Auswirkung begrenzt (ins Bett gehen bevor. ..) würd ich sagen hast du da schlechte Karten lg emilene

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