Freund will mich durch Hausanmietung zum Zusammenziehen zwingen

    • (1) 06.08.14 - 13:10
      Häusle2014

      Halllo,

      ich erwarte in Kürze ein Kind von meinem Freund, mit dem ich allerdings nicht zusammenlebe (knapp 100 km entfernte Wohnorte). Bedingt durch eine psychische Erkankung, Traumatisierung meinerseits und belastender Umstände tun wir uns momentan bzw. schon seit längerem überhaupt nicht gut. Er wird durch mein Verhalten zunehmend wütend, aggressiv und verzweifelt und zeigt mir diese Gefühle deutlich wodurch ich Angst bekomme, mich unter Druck gesetzt fühle und eigentlich nur noch vor ihm flüchten möchte...wenn ich nicht noch schwanger wäre weiß ich nicht ob ich nicht irgendwann schon mal vor lauter Angst und Verzweiflung mit Absicht gegen einen Baum gefahren wäre nur um ihm zu entkommen..

      Er meint ich müsse nur über meinen Schatten springen, meine doofen Ängste beiseite schieben und endlich mit ihm zusammenziehen, dann würde quasi alles von selber gut. Ich sehe das meiner Meinung nach realsistischer oder zumindest anders, nämlich daß wir momentan überhaupt keine Basis haben um so zusammenzuleben daß nicht jeder noch mehr Schaden abbekommt sozusagen...zusätzlich hängen bei mir auch noch zwei Kinder die ich mit in die Beziehung gebracht habe dran...

      Er hat jetzt (nach einem Paartherapeuten-Gespräch gestern - die Therapeutin ist sowieso seiner meinung nach parteiisch für mich und das ganze wäre für ihn ja nichts) entschieden, daß er ein Haus welches ihm zur Miete angeboten würde auf jeden Fall mieten würde, ob ich mit einziehen würde oder nicht. Letztendlich will er mich dadurch dazu zwingen mit ihm zusammenziehen, da er ja dann leider kaum mehr Geld für Unterhalt übrig hätte (er ist in Insolvenz und kann sich das Haus eigentlich nur durch Anhebung seines Freibetrags durch Unterhaltspflichtigkeit leisten). Natürlich weiß ich daß ich dann ALG II beantragen kann und muß, allerdings - und das weiß er auch ganz genau - fühle ich mich momentan aufgrund meiner Erkrankung und schlechter Erfahrung mit dem Amt in der Vergangenheit (deswegen habe ich auch auf ergänzendes ALG II verzichtet die letzten Jahre, genauso wie auf andere finanzielle Hilfen von Behörden/Ämtern die mir theoretisch zustünden und versucht von meinem Erwerbseinkommen plus Kindergeld und Unterhalt zu leben) kaum in der Lage den Antrag durchzuziehen....ich weiß, daß ich da eben shcauen muß, daß ich ggfs. Hilfe bekomme bei diesem oder anderen Anträgen zB von der Caritas, momentan schaffe ich das aber nicht, das einzige was ich bisher organisiert habe ist eine Familienhebamme, da habe ich morgen ein Kennenlern-Gespräch.

      Mein "Freund" hat mir jedenfalls gestern ein Ultimatum gestellt bis Samstag, daß ich dem Zusammenzug zustimme, ansonsten wird er mich weder finanziell noch sonstiwie unterstützen, weder mich noch sein Kind besuchen, den Kontakt komplett abbrechen.
      Dieses We soll ich aber noch mit ihm zusammen verbringen sofern ich mich zusammenreißen und ihm gegenüber freundlich und aufmerksam begegnen könnte - außerdem wolle er dann das Haus nochmal zusammen mit den Kindern (die noch gar nichts von diesem Haus wissen) besichtigen....heute sollte ich ihn eigentlich auch anrufen wenn ich noch eine Chance bei ihm haben will, ich kann mich aber nicht dazu aufraffen, weil ich weiß daß das in Streit und Stress ausarten wird...
      Danke fürs lesen bzw. zuhören...

      • Trenn Dich und lass den Rest Anwälte bzw. Behörden regeln.

        Er hätte eventuell weniger Geld für Unterhalt übrig, jedoch kann man ihn zwingen sichgegebenenfalls einen Zweitjob zu suchen-so einfach wie er sich das vorstellt ist es also nicht.
        DU jedoch solltest alles was mit Amt und Gericht zu tun hat regeln, wenn du das nicht alleine kannst nimm dir zur Unterstützung eine Freundin mit.
        Lass dich keinesfalls erpressen denn dann wird er dich immer in der Hand haben und dir vielleicht irgendwann mit Rausschmiss drohen wenn du nicht nach seiner Pfeife tanzt, dir drohen wenn du ihn nicht heiratest ect. pp. das ist ne Endlosspirale.
        Die Beziehung weiterführen solltest du nicht denn er scheint dir nicht sehr gut zu tun.

        • (4) 06.08.14 - 13:31

          Danke...aber er will nicht mehr sondern weniger arbeiten und dadurch auch sein Einkommen reduzieren, weil er nicht einsieht sich aufzuarbeiten wenn er nichts davon hat (sprich ich bzw. wir nicht bei ihm sind)....
          Eine wirkliche Freundin habe ich leider nicht, mein einziger Freund ist eigentlich der vater meiner Kinder und diese Freundschaft kann der er natürlich nicht akzeptieren, da er ja - wenn auch die Trennung schon ein Jahrzehnt her ist) mein Ex ist.
          Ja, er war jetzt auch beleidigt bzw. verletzt weil ich letztes WE keinen Ring von ihm haben wollte und er hat mir gestern auch gesagt, daß er quasi heiraten muß um dadurch an gewisse (finanzielle9 Vorteile zu kommen. Angeblich liebt er mich aber auhc, versteht aber nicht, daß ich davon nicht viel spüren kann und deswegen nihts entsprechendes von mir zurückkommt....

      >>er ist in Insolvenz und kann sich das Haus eigentlich nur durch Anhebung seines Freibetrags durch Unterhaltspflichtigkeit leisten<<
      was jetzt? Haus leisten können = Unterhalt zahlen. Oder kein Haus, kein Unterhalt oder wie ist das zu verstehen?
      Wobei egal. Mit so einem Mann, dem sein Kind egal ist, würde ich nicht zusammen sein wollen. Laß dich da auf nichts mehr ein.

      Alles Gute

      • (7) 06.08.14 - 13:44

        Nein, wenn er das Haus mietet steigen seine Ausgaben um über € 700 monatlich. das ist eigentlich ungefähr der betrag den er sonst wohl für Unterhaltszwecke weniger an den Insolvenzverwalter zahlen müsste bei Unterhaltspflichtigkeit (seinen Angaben zufolge würden ihm dann € 400 pro unterhaltspflichtiger Person/Monat erlassen, dürfte er dann mehr behalten). Davon würde er dann die Miete bezahlen und mir dadurch ja schon mal ein dach überm Kopf ermöglichen so daß ich meine Wohnung aufgeben könnte und müsste....
        Wenn er in seiner jetzigen Wohnung bliebe und zB € 800 weiger an Insolvenzgeld oder wie sich das nennt zahlen würde und dies als Unterhalt für mich und das Kind an mich weitergeben würde, hätte er quasi das gleiche Einkommen wie bisher, aber keinen zusätzlichen Profit bzw. sein ersehntes Familienidyll.

        Ihm ist ja sein Kind angeblich nicht egal, aber er will oder kann nicht länger warten mit dem zusammenziehen udn wenn ich es jetzt nicht tue, dann muß er isch quasi von mir trennen und sieht sich dann auch nicht in der Lage für das Kind als Vater dazusein. Für ihn gibt es nur schwarz oder weiß, nichts dazwischen.

        • Erpressung aus purer Verzweiflung und wenn du dich nicht drauf ein läßt, bist du die Böse und du dran schuld, dass das Kind keinen Vater hat, der sich kümmert.

          So denkt er sich das wohl. Als ob sich kümmern was mit Geld zu tun hätte.

          Hol dir Hilfe und laß dich nicht erpressen, wie schon jemand geschrieben hat, das ist eine Endlosschleife.

          Ich denke nicht, dass er sich so ohne weiteres vor Unterhalt fürs Kind drücken kann.
          Alles Gute!

    <<<Er meint ich müsse nur über meinen Schatten springen, .......... Ich sehe das meiner Meinung nach realistischer oder zumindest anders......>>>

    Da niemand in einen anderen Menschen hinein sehen kann, Du selbst aber durchaus beurteilen kannst was Dir gut tut und was nicht, würde ich an Deiner Stelle Deine Bedenken sehr ernst nehmen, und weit über das stellen, was andere Dir einreden wollen.

    <<<Mein "Freund" hat mir jedenfalls gestern ein Ultimatum gestellt ....>>>

    Wenn man jemanden liebt, stellt man kein Ultimatum.....wenn man jemanden kontrollieren-, und dieser Person den eigenen Willen aufzwingen will aber schon.

    Lass Dich bitte nicht manipulieren und unter Druck setzen, oder zu etwas drängen, dass Du sehr wahrscheinlich bereuen wirst .... was Du ja selbst schon sagst, dass es Dir bei dem Gedanken daran gar nicht gut geht !

    Um die Dir zustehende Hilfe von Seitens der Ämter zu bekommen, kannst Du einen Anwalt konsultieren, der Dir das meiste von den Schultern nimmt....oft auch recht kurzfristig wenn die Dringlichkeit der Situation ersichtlich ist.

    Evtl. kannst Du auch speziell diese Thematik betreffend noch einen separaten Beitrag hier im Forum erstellen....einige Leute kennen sich da, obwohl sie selbst nur Laien sind, trotzdem recht gut aus....weil sie selbst schon in einer ähnlichen Situation waren.

    In meinen Augen musst nicht Du beweisen, dass Du "würdig" (herrjeh) bist noch "eine Chance bei ihm zu erhalten"....sondern er wäre am Zug zu zeigen, ob er Dich überhaupt noch liebt, oder einfach nur sein Ding durchziehen will.....ohne Rücksicht auf Verluste !

    Im schlimmsten Fall gilt: Den Krümel bekommst Du auch alleine gross ..... und ein Kerl, der nicht zu Dir steht, macht Dich nur kaputt !

    Für Dich und Mini alles Gute
    Tomm

    (10) 06.08.14 - 15:21

    Kleiner Tipp: Unterhalt kommt vor Miete, die Miete zahlt er von seinem Selbstbehalt. Und Unterhalt muss geltend gemacht werden, vorrangig vor Sozialleistungen.

    Sonst hätte ja jeder Unterhaltsschuldner ein Haus :-)

    LG

    • (11) 06.08.14 - 15:33

      Danke...aber von was soll er dann seine Miete bezahlen bzw. seine sonstigen Lebenshaltungskosten? Und wie sollte er gezwungen werden Unterhalt zu zahlen wenn er das nicht will?

      • wieso? sein Selbstbehalt bleibt ihm doch. Wenn er was teures mieten will, ist das halt sein Problem, nicht deins.

        Gezwungen werden Unterhalt zu zahlen, kann er, in dem Du die Unterhaltszahlungen einklagst und ggfs. den Gerichtsvollzieher los schickst.

        (13) 06.08.14 - 16:20

        Wenn er nach Unterhaltsabzug noch 1000 € Selbstbehalt übrig hat und dann für 900 Euro ein Haus mieten will, ist das seine Entscheidung.
        Lass Dich nicht einschüchtern, er kann auf keinen Fall tun und lassen, was er will, um sich arm zu machen.

        Unterhalt eintreiben kann man übrigens auf zwei Arten, entweder über das Jugendamt durch eine Beistandschaft für das Baby (damit habe ich persönlich super Erfahrungen gemacht) oder auch durch einen Anwalt per (notfalls) Klage.

        (14) 06.08.14 - 19:38

        Dann muss er seine Lebenshaltungskosten anpassen. Den Ämtern ist mit Recht schietegal, womit er seinen Selbstbehalt verballert. Keines wird ihn schonen, nur weil er meint, er müsse in einem großen Haus wohnen. Im Selbstbehalt sind rechnerisch 360 Euro für Miete vorgesehen.

        Mach ihm klar, dass du nicht einziehen wirst und er innerhalb kürzester Zeit ein Problem mit der Miete bekommt, wenn die Unterhaltspflicht beginnt. So doof kann keiner sein, es trotzdem zu machen. Kannst ja dem potentiellen Vermieter einen Tipp geben. Solche Mieter braucht er sicher auch nicht.

        LG

(15) 06.08.14 - 16:20

Dein "Freund" macht Dich als psychisch bereits angeschlagenen Menschen noch so fertig. Das ist ja wohl nicht zu fassen. #schock

Hallo,

wegen den Behörden - vor was hast Du Angst? Anträge stellen, erforderliche Unterlagen kopieren und abgeben. Wenn Du Fragen hast, helfen Dir Vereine weite, auch welche, die psychisch kranken Menschen zur Seite stehen und begleiten. Zu den Ämtern darfst Du eine Begleitperson mitnehmen, am besten jemand, der sich auskennt. Im Elo-Forum bieten sich einige Menschen an.
Zu der Beziehung kann ich so viel sagen: wenn Dein Freund sich mit Absicht arm macht und rechnet, wird er trotzdem zahlen müssen. Das Gericht erkennt nämlich, ob jemand mit Absich weniger arbeitet oder sich eine teure Wohnung leistet. Im Gegenteil - der Freund ist verpflichtet alles für ihn Mögliche zu tun, damit er den Unterhalt zahlen kann.
Ich rate Dir zu einem Therapeuten und Anwalt zu gehen.

LG
Carmen

(17) 06.08.14 - 16:55

Hallo

ich würde jetzt sofort sämtliche Beratungsstellen in deiner Nähe googlen ( Caritas, Frauenberatung, Gemeinde, Familienhilfe ) vielleicht kann dir auch die Hebamme einen Tipp geben, wohin du dich wenden kannst.
Du brauchst fachliche Hilfe.

#klee

L.G.

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