Ständig Streit im Babyjahr mit Ehemann

    • (1) 09.08.14 - 23:35
      Einfach kraftlos

      Ihr Lieben heute mal in schwarz :(
      Ich muss mich mal etwas ausheulen, mein Mann und ich befinden und im Babyjahr und es kracht gewaltig.

      Ich will gar nicht ins Detail gehen, wahrscheinlich sind es die Diskussionen, die alle führen. Nur als Beispiel: ich bin daran schuld, wenn der Haushalt nicht tip Top ist. Es liegt auch nicht am Baby (knapp 9 Monate) sondern an mir, ich lass halt alles liegen. Ich bin Kräfte mäßig echt am Ende und räume in jeder freien Sekunde auf oder hole Schlaf nach. Jede Mutter weiß bestimmt wovon ich spreche! alle haben Verständnis, nur mein eigener Mann nicht.

      Dann erzählt er mir noch, dass ich ihm abgewöhnt hätte mich aufzumuntern, weil mir am Anfang unserer Beziehung seine Worte nicht weitergeholfen hätten. Selbst wenn ich das damals gesagt habe, das ist ewig her und seine Worte und eine liebe Umarmung bedeuten mir verdammt viel! Das habe ich ihm auch gerade gesagt. Ich liebe ihn wirklich so sehr und ich weiß, dass auch er mit Baby an seine Grenzen geht.

      Was mich wirklich stört, ist die Art wie wir streiten. Es ist als gäbe es keine Grenzen. Ich denke diese Art wird uns auf kurz oder lang trennen. Ich würde mir wünschen, dass wir unsere Differenzen hinter uns lassen könnten und eine Art zu diskutieren entwickeln , die gewisse Grenzen nicht überschreitet.

      Ein Leben ohne ihn kann ich mir einfach nicht vorstellen, ein Leben mit ständigem Streit aber auch nicht :(

      Kann mir wer helfen?

      Danke schonmal fürs lesen!

      • (2) 09.08.14 - 23:43

        Ihr braucht dringend eine Paarberatung.
        Es wird einfacher, wenn das Kind älter wird.
        Nur bis dahin braucht ihr Hilfe.

        Nicht ohne Grund wird die Geburt des ersten Kindes in der Psychologie als Lebenskrise bewertet.
        Du bist am Ende deiner Kräfte, was dazu führt, dass auch mehr von deinem Partner abverlangt wird, so dass er wiederum auch kämpft. Sei es um den alten Status quo wieder herzustellen, oder was ich für wahrscheinlicher halte, ebenso für ein wenig mehr Kraft, Zeit oder Freiraum.

        Versucht euch zusammen zu setzen, sprecht über eure jeweiligen Belastungen, und was ihr euch wünscht oder braucht.
        Euer Kind ist 9 Monate, die Zeiten werden auch wieder besser. Wichtig ist dabei nicht zu vergessen, dass ihr Partner seid.

        Du bist in Elternzeit, nicht in Haushälterinnenzeit deshalb darf auch mal was liegen bleiben, stralende Kinderaugen sind wichtiger als glänzende Fenster. Versucht nur zusammen einen Weg zu finden euch gegenseitig zu unterstützen.

        Alles Gute

        • (4) 10.08.14 - 10:46
          Einfach kraftlos

          Danke für deine Antwort! Ich denke auch, dass wir uns noch neu definieren müssen, als Mama und Papa, was mit gewissen Einschnitten einhergeht.

          Das mit dem Haushalt ist ein altes Lied. Er kann genauso Dinge rumstehen lassen, das sieht er dann halt nicht so eng.
          Wir werden weiter kämpfen, dafür lieben wir uns und unsere Familie viel zu sehr. Es müssen Auszeiten her, momentan ist es noch nicht wirklich möglich, der Kleine lässt sich nur von mir beruhigen und stillt noch so viel. Ich weiß dafür ganz sicher, dass wir erstmal zu dritt bleiben und hoffe auf eine Zeit, wo mein Kind auch mal ohne mich kann.

          Lg

      (5) 10.08.14 - 01:12

      Ich kann dir auch nur raten mit deinem Mann zu reden.

      Mein Freund und ich haben jetzt beschlossen, das für uns die Trennung besser ist. Unser Sohn ist 7 Monate. Wir haben wirklich viel geredet und versucht aber es hat auf beiden Seiten nichts mehr gebracht. Jetzt haben wir eine "Probe trennungswoche" versucht und beide gesagt das es und so viel besser geht. An sich sind noch auf beiden Seiten Gefühle da,.aber einfach nicht genug, sodass die Trennung einfach besser ist.
      Das ist jetzt vielleicht nicht wirklich das was du hören willst, aber manchmal klappt es einfach nicht mehr denke ich.

      Versucht noch alles um die Beziehung zu retten, aber wenn es gar nicht mehr geht finde ich ist manchmal auch das aus für alle besser. Aber wirklich erst wenn man ALLES versucht hat. Glaub mir das haben wir auch, weil einfach so sollte man eine Familie nicht aufgeben.

      Also ich würde auch versuchen, wenn ihr euch beide noch liebt über eine Therapie wieder zueinander zu finden. ABer das dein Mann so lieblos ist und meint das alles nicht so schlimm ist und dir ständig Vorwürfe macht finde ich total daneben! Denn ich weiß auch das man mit einem kleinen Baby nicht immer alles top machen kann.

      Ela

    • hi,

      ihr klingt beide sehr ausgebrannt.

      habt ihr beide die möglichkeit, auch mal was alleine zu unternehmen und zusammen als paar?

      mir hat es geholfen, mal für 30 minuten zu spazieren & habe meine kraft aufgetankt.

      du weißt ja, wie lange dein baby mittags schläft. die erste hälfte räumst du auf und in der zweiten liest du ein buch, oder gehst schön in die wanne.

      begrüße deinen mann doch einfach mal mit einem fetten lächeln, nach der arbeit. koche was schönes und sei einfach "gut drauf".
      gute laune steckt auch an :-p.

      du schreibst, das du deinen mann liebst, das liest man auch deutlich heraus, aber spürt & hört er es auch?

      wenn ihr es schafft, beide ungestresster zu sein, wird vermutlich auch eure streitkultur wieder angenehmer.

      als eltern sollte man nicht vergessen, das jeder noch mann oder frau ist und auch ehemann und ehefrau.

      du schreibst, das du deinen mann liebst, das liest man auch deutlich heraus, aber spürt & hört er es auch?

    Hallo! Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Und bin jetzt getrennt. Meine Tochter ist jetzt 1 1/2 Jahre. Mein Partner hat mir auch das Gefühl gegeben, ich pack Garnichts. Ich glaube zurück blickend, ist es ganz wichtig den Mann mit einzubeziehen. Ruhig mal zugeben das es jetzt in dieser Zeit nicht so laufen kann, wie ohne Kind. Die Beziehung pflegen! Ich weiß es ist schwer, weil man schon so k.o. ist. Aber wir Frauen haben leider diesen Part. Versuche mit Ihm zu reden, vielleicht nach einem gemeinsamen Essen (nur Ihr beide). Männer sind ganz einfach gestrickt. Dann wird er bestimmt Verständnis entwickeln. Glaub mir. Mit den Waffen einer Frau!!;-)

    Bleib stark!

    (10) 10.08.14 - 10:53

    Damit ich nicht den ganzen Mittagsschlaf mit schreiben verbringe: danke an alle für eure aufbauenden Worte!

    Wir kämpfen für unsere Familie . Mein Mann kam heute morgen auch zu uns ins Schlafzimmer und hat sich zu mir und unserem Sohn gelegt. Das hat mir schon sehr viel bedeutet. Den ganzen Vormittag war er wie ausgewechselt und wir haben an einem Strang gezogen. Ich liebe ihn wirklich so sehr, wir werden das schaffen!

    Vielleicht sollten wir in Momenten wo wir ausgebrannt sind einfach gar nicht streiten und erstmal eine Nacht drüber schlafen.

    Ich denke, dass der kleine zähne kriegt, hat auch viel mit der Stimmung zu tun, wir schlafen einfach zu wenig zur Zeit :(

    Paartherapie stand auch schon mal im Raum, wir versuchen es erstmal so. Aber klar, bevor wir uns trennen, würden wir das auch probieren.
    Wie gesagt, danke an alle, das gibt einem Kraft zum weiterkämpfen!

    Lg

    • >>>Aber klar, bevor wir uns trennen, würden wir das auch probieren.<<<
      Dann macht einfach einen Termin, absagen könnt ihr immer noch rechtzeitig. Die Wartezeiten sind recht lang.

      Übernimmt er einen Teil der Elternzeit?

      Wenn nicht, dann plant so, dass er noch die letzten 2 Monate nimmt! Und das sollte er ALLEINE tun.

      Ich glaube, die beste Lehrstunde für solche Männer ist, dass sie selbst versuchen müssen, die Aufgaben, die sie für selbstverständlich halten, zu übernehmen.

      Das Problem ist, dass Männer nach der Geburt i. d. R. weiter arbeiten und sich an "ihrem" Leben nicht so viel ändert. Außer eben, dass die Bude chaotischer aussieht und das Essen nicht auf dem Tisch steht. Meist vor allem in Beziehungen, in denen schon vor der Geburt eines Kindes schon viel klassisches Rollendenken vorhanden war (beteiligt sich wenig im Haushalt, übernimmt keine "Putzaufgaben", kocht nicht, macht lieber die "Männeraufgaben").

      Ich denke, da muss man irgendwie anknüpfen.

      LG

      • (13) 13.08.14 - 14:43
        Einfach kraftlos

        Elternzeit kann er nicht nehmen, da er studiert. So wie ich auch, das mach ich dann zwischen Butter und Kartoffeln.

        Aber witzig ist, dass wir vorher halbe/halbe gemacht haben, was den Haushalt betrifft.

        Wird schon irgendwie werden, ich mach ihm keine vorwürfe, er tut auch was er kann.

        Wir haben jetzt allerdings besprochen, dass sollte ich nächstes Jahr arbeiten gehen wir neben Kita noch einen festen Babysitter einplanen, der uns entlastet. Sollte es finanziell machbar sein auch noch jemand der uns im Haushalt unterstützt.

        Unsere Basis ist wirklich solide, wir laufen halt seit 9 Monaten übertourig.

Hallo ihr zwei Kämpfer,

mein Post ist an euch beide gerichtet. Denn ich kann eure Situation sooo nachvollziehen.

Auch wir sind noch im Babyjahr und obwohl wir wirklich ne ganz liebe Maus haben, hatten wir uns vor kurzem in der Wolle. Allerdings ging der Stress ein wenig von mir aus. :-( Irgendwie hab ich nicht so gecheckt, dass das Jahr auch bei meinem Mann an den Kräften zerrt.

Wir schlafen seit 10 Monaten getrennt, da ich in der Nacht stille und ich bin der Meinung, dass er sich das nicht auch noch antun muss teilweise stündlich geweckt zu werden.

Allerdings arbeitet er voll und hilft im Haushalt so gut es geht. UND er stellt sich JEDEN TAG den Wecker 6:15 Uhr.

Von daher sind es nur die Nächte, die an mir hängen bleiben und dennoch war mein Blick für seine Kräfte für den einen Abend verklärt.

Was wir jedoch machen (und vielleicht ist ja auch was für euch dabei)
- abendliches Familienkuscheln (mit stillen, anschließend vorlesen und danach Lied singen)
- am WE oder Urlaub schicke ich die beiden während der Stillpause raus und wirbel hier, die gute Stunde die mir bleibt, im Haushalt rum. (Da ist Papa mal an der frischen Luft und ich muss beim Sauber machen nicht auf die Maus aufpassen)
- jeden Tag eine gemeinsame Runde und über Gott und die Welt quatschen (auch unangenehme Dinge werden angesprochen)

Als ich deinen letzten Eintrag gelesen habe, habe ich mich richtig für EUCH gefreut! Ich kann mir schon vorstellen, dass auch dein Mann ausgebrannt ist und dann solche "Lappalien" wie der Haushalt zum Streit führt. Aber wenn dein Mann auf dich drauf zukommt, ist es ja schon toll!
Ihr werdet es schaffen!!!

Alles Gute euch!

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