Neuem Partner Abtreibung erzählen?

    • (1) 11.08.14 - 01:56
      lieber in schwarz

      Hallo!

      Ich habe seit kurzem einen neuen Partner. Wir kennen uns seit ein paar Monaten und es entwickelt sich wirklich gut, mit ihm kann ich mir eine gemeinsame Zukunft gut vorstellen und er sich scheinbar auch mit mir. Es gibt da für mich nur ein Problem...
      Vor ca 4Jahren hatte ich eine Abtreibung. Ich bereue es nicht und es war für mich die richtige Entscheidung. Hätte ich jetzt ein 3jähriges Kind, wäre mein Leben anders verlaufen. Zudem müsste ich dann ja jetzt noch Kontakt zu dem Vater haben und alles wäre viel schwieriger... also für mich war das richtig so.

      Jetzt weiß ich aber nicht, ob ich meinem neuen Freund das erzählen soll. Er mag Kinder sehr und möchte irgendwann selber welche, das weiß ich und das möchte ich auch. Ich weiß nicht, wie er zum Thema Abtreibung steht, er scheint eher konservativ zu sein. Ich hab bisher nicht darüber nachgedacht, aber gestern meinte er, dass er froh ist, dass ich noch kein Kind habe, weil das ja schwieriger wäre...lachte dann und sagte, ich wäre so toll, mich hätte er wahrscheinlich auch mit Kind genommen. Da musste ich echt schlucken.

      Wie würdet ihr das handhaben? An sich ist das ja nix, was man direkt beim ersten Date sagt. Würdet ihr es "beichten"? Oder für euch behalten? Generell und in meinem Fall? Ich bin wirklich überfordert und dankbar für jede Antwort.

      Grüße... lieber in schwarz

      • Wieso willst du ihm das erzählen?
        Nur weil er dein neuer Partner ist, heißt es nicht das er deine GANZE Vergangenheit und so etwas "intimes" wissen muss.

        Außerdem geht es dir ja gut und du bist psychisch so weit stabil, dass du sagst du bereust es nicht und gut ist.
        ich könnte es verstehen wenn du sagst es belastet dich und dein Partner möchte wissen was los ist usw..
        Vielleicht werdet ihr irgendwann das Thema ansprechen aber jetzt und gerade von dir sollte es nicht kommen. Wieso auch. Es War und ist jetzt Vergangenheit.

        Alles Gute

        (3) 11.08.14 - 02:34

        Deine Abtreibung hat mit deiner neuen Beziehung nichts zu tun. Warum solltest du das in dem frühen Stadium erzählen? Das Wort "beichten" halte ich in diesem Zusammenhang für gänzlich falsch. Du hast nichts getan, was du "beichten" müsstest.

        (4) 11.08.14 - 07:07

        Hallo,

        irgendwann seid ihr sicher an dem Punkt, an dem das Thema Familienplanung, Kinderkriegen und Co zur Sprache kommt. Dann darfst du es ihm nicht verschweigen.

        (Und ich kann mir auch vorstellen, dass es tatsächlich einige wenige gibt, die sich dann trennen würden. Das am nur am Rande).

        Aufdrängen würde ich mich nicht. Aber lügen ebenso nicht. Es kommt bestimmt die Zeit, in der du es erzählen wirst. Aber das merkst du dann sicher selbst. :)

        lg

        • (5) 11.08.14 - 14:41
          Verstehe ich nicht...

          "irgendwann seid ihr sicher an dem Punkt, an dem das Thema Familienplanung, Kinderkriegen und Co zur Sprache kommt. Dann darfst du es ihm nicht verschweigen"

          Was hat deren beider Familienplanung, mit ihrer damaligen Abtreibung zu tun? Warum darf sie ihm dies nicht verschweigen?
          Die Abtreibung war komplett vor seiner Zeit, sie hatte ihre Gründe und er hat absolut nichts damit zu tun.

          Wenn sie das erste mal Sex haben, muss sie ihm dann auch erzählen, wie es mit ihren Ex Freunden so lief, oder das sie sich selbstbefriedigt, das sie beim Ex nie einen Orgasmus hatte?

          Muss sie ihm, wenn das Thema einkaufen auf kommt erzählen, dass sie damals als Kind einen Lutscher geklaut hat, oder das sie sich den Einkauf mit dem Ex immer geteilt hat?

          Die Abtreibung geht nur sie und ihrem Ex etwas an!

          "Aufdrängen würde ich mich nicht. Aber lügen ebenso nicht."

          Wo lügt sie denn? Mich hat noch nie ein Partner gefragt, wenn es um Familienplanung ging, ob ich schon mal abgetrieben habe #kratz und auch meine Freundinnen wurden dies noch nie gefragt.

          (6) 11.08.14 - 16:25

          wieso sollte sie es dann nicht verschweigen dürfen?
          ich habe mit meinem neuen Mann 2 Kinder und er weiss sicher nichts davon, dass ich lang vor seiner Zeit einen Abtreibung habe vornehmen lassen! Geht ihn auch überhaupt nichts an, denn wir leben hier und jetzt, und nicht in alten Beziehungen/Fehlern #kratz

        • (7) 12.08.14 - 17:55

          irgendwann seid ihr sicher an dem Punkt, an dem das Thema Familienplanung, Kinderkriegen und Co zur Sprache kommt. Dann darfst du es ihm nicht verschweigen.

          Wieso?

          Gruß

          Manavgat

      Jetzt würde ich es ihm noch nicht erzählen. Wenn das Thema nochmal aufkommt bzw konkret wird dann schon, aber nicht "beichten" sondern normal erzählen, geh selbstbewusst damit um, du musst dich dafür nicht rechtfertigen. Es war deine Entscheidung und dir gehört zu deinem Leben.

      Hallo,

      das ist ein Teil deines Lebens, der vergangen ist.
      Der einzige, der es wissen sollte, ist ev der Kindesvater...aber das ist eine andere Geschichte...
      Dein neuer Partner hat dich kennengelernt so wie du jetzt bist und will mit dir eine Zukunft und nicht mit dir deine Vergangenheit aufarbeiten.
      Das einzige, was ev mal Schwierigkeiten bereiten könnte, ist, dass du nicht schwanger wirst und ein Arzt dann im Beisein deines jetztigen Partners meint, dass der Grund dafür auch an der früheren Abtreibung liegt....DAS würd ich im Bedarfsfall jedoch mal mit dem Arzt besprechen....
      Ansonsten glaube ich, dass du selbst noch sehr viel aufarbeiten musst, denn das Thema ist für dich sehr wohl noch present und beschäftigt dich....

      He? Warum solltest du ihm das sagen MÜSSEN? Erzählst du ihm alles was vor seiner Zeit war? Muss man 100% seines Lebens vor dem Partner offenlegen? #kratz
      Ich finde nicht. Du startest ein Leben mit ihm und ich denke nicht, dass das was vor 4 Jahren war ihn etwas angeht. Klar kannst du es ihm sagen wenn du möchtest, aber MÜSSEN tust du garnichts.

      Hallo,

      das würde ich ihm nicht erzählen. Die Entscheidung hat mit ihm ja nichts zu tun. Außerdem wäre das Thema für mich viel zu intim, um es in den ersten Monaten zu erzählen.

      "lachte dann und sagte, ich wäre so toll, mich hätte er wahrscheinlich auch mit Kind genommen. Da musste ich echt schlucken."
      ...haderst Du letztlich doch mit der Entscheidung. Der Satz hat Dich ins Wanken gebracht.

      LG

      Hallo,

      Nein ich würde sowas nicht grundlos zur Sprache bringen.
      Sollte es mal konkret um dieses Thema gehen bei euch, dann eventuell...
      Aber von sich selbst aus so etwas anzusprechen klingt merkwürdig und hat doch etwas an sich das man mit sich selbst nicht im reinen ist und über seine Entscheidung nach denkt.
      Für dich war es richtig so und somit sollte das Thema soweit der Vergangenheit angehören das es nichts in der neuen Beziehung zu suchen hat.
      Grad am Anfang einer Beziehung könnte es mehr belasten als es nützt, vielleicht denkt er dann du möchtest grundsätzlich keine Kinder und bist doch die falsche etc.
      Solche Themen sind für Außenstehende manchmal doch schwer nachvollziehbar.

      LG

      Es gibt Dinge die sollte man mit sich selber abmachen.
      Nur weil du ein Mitteilunfsbeduerfnis hast,ist das kein Grund mit solchen persönlichen Angelegenheiten eine frische Beziehung zu belasten.

      Mein Mann weiß bis heute nichts von meiner Abtreibung vor über 20 Jahren.
      Und das wird auch so bleiben.

      • (14) 11.08.14 - 13:02

        Liebe maibowle und andere. Als Mann sehe ich es aus einer anderen Perspektive. Ich lebe eine glückliche Ehe. Schon vor der Heirat hatten wir einen Kinderwunsch und es hat auf Anhieb nicht geklappt. Ich wurde aber dennoch glücklicher Vater. Meine damalige Freundin und heutige Ehefrau hat mir nie etwas über ihre Abtreibung erzählt, obwohl das gerade wenn man versucht schwanger zu werden, auch eine Rolle spielen könnte. Warum hat sie es mir nicht erzählt? Es verletzt mich schon, denn es gehört in eine Beziehung, was im Leben war. Sicher keine Details über die Exen, aber ich glaube nicht, dass meine Frau wirklich absolut ohne jegliche Regung abgetrieben hat. Warum hat sie mir nicht davon erzählt, einmal im Vertrauen als Partner, einmal weil es wirklich sachdienlich gewesen wäre was den Kinderwunsch angeht.
        Mich hat dann enorm enttäuscht, dass ich auf einem ganz anderen Kanal davon erfahren habe. Ich erfahre als Ehemann auf Umweg über Dritte dass meine Freu vor Jahren eine Abtreibung hatte. Also derart eingeigelt mit ihrer Entscheidung ist sie nicht. Warum hat sie es mir verschwiegen? Und die Situation, dass sie von ihrer Abtreibung mir nichts gesagt hat, ich aber vorläufig ihr nicht sage, dass ich auf Umwegen davon erfahren habe, ist nicht gerade prickelnd.

        • (15) 11.08.14 - 14:55

          Weil selbst der neue Partner/Ehemann nicht alles über mich Wissen muss.

          Auch mein Mann weiß nicht von meiner Abtreibung vor 10 Jahren, weil ich es nicht möchte! Nur mein Ex und eine gute Freundin wissen davon und so soll es auch bleiben.

          Ich habe mit dem Thema abgeschlossen und kann mittlerweile fast emotionslos mit meiner Freundin darüber sprechen (hört sich jetzt mies an, aber es war eine schwierige Zeit und Selbstzweifel gab es zu Anfang sehr häufig und es war ein langer Weg, bis ich so "emotionslos" damit umgehen konnte).
          Diese Abtreibung gehört nur zu uns drei und mein Mann hat damit absolut nichts zu tun, warum sollte er es wissen.
          Ich weiß auch nicht, ob eine seiner Exen jemals abgetrieben haben, oder ob sie mal eine Familie/Heirat etc geplant haben.
          Würde er es mir erzählen wollen, ok, obwohl ich mir nicht sicher bin, es überhaupt wissen zu wollen?

          Es geht mich nichts an, ich finde das sind private Sachen vor meiner / seiner Zeit.

          Das Kind das ich abgetrieben hab, war nicht von meinem jetzigen Mann.
          Es weiß niemand, da auch bis heute niemand weiß dass ich damals schwanger war.
          Nur ich alleine weiß davon. Die Gefahr dass er davon erfährt ist gleich null.
          Und ich kenne meinen Mann.... ihn interessiert nicht was vor ihm war.
          Er will eh nicht zu viel wissen und fragt auch nicht weiter nach.
          Es geht nur mich was an und sicher nicht meinen Partner, wenn er nicht mal der Vater war. Auch meine Drogenvergangenheit geht ihn nichts an.
          ich verstehe dass du meinst es hätte was mit dem Nicht schwanger werden deiner Frau zu tun... ist aber unwahrscheinlich.... und sorry, aber es geht dich nichts an, auch wenn du das anders siehst.
          Ein Partner muss nicht alles wissen.
          Ich hatte Viele Männer und Frauen im Bett und habe das noch... auch das geht meinen Mann nichts an. Es ist meine Privatsache.
          Ich mache und habe viele Dinge gemacht, die mein Partner nicht weiß und auch nie erfahren wird.
          Meine Intimsphäre weiß ich zu schützen.

          • (17) 11.08.14 - 22:12

            Hm, unterschätz nicht, was Leute so erzählen. Gut möglich, dass in deinem Fall es absolut geheim bleiben konnte. Aber jeder Mensch hinterlässt im Leben spuren, auf die andere aufmerksam machen. Und wenn noch viele Männer und Frauen im Bett hast, geht das deinen Mann sehr wohl etwas an. Wir diskutieren hier wohl aneinander vorbei, weil wir eine andere Lebenseinstellung haben.

            • Ich lehne Monogamie von Grund auf ab, mein Mann auch.
              Meine Schwangerschaft war niemandem bekannt noch nicht mal der Erzeuger wusste es.
              Es wusste nur der Arzt, der bei mir die Abtreibung vorgenommen hat und das war nicht in Deutschland. Keine Beratung, kein Mutterpass, nichts.
              Ich kann Geheimnisse bewahren.
              Wie gesagt, es weiß niemand... keine Freundin, kein Kerl, nicht der Erzeuger, meine Mutter oder Schwester... diese Schwangerschaft hab ich fünf Tage nachdem ich es wusste beendet.
              und wenn mein Mann es wüsste, es würde ihn nicht stören, geschweige denn interessieren.
              Da gibt s andere Dinge die er weiß, die viel heikler sind, als ein simpler Schwangerschaftsabbruch.
              Mein Mann ist kein besonders moralischer Mensch.. im Gegenteil.
              Daher klappt es ja seit 16 Jahren so gut mit uns.

    Wenn bei euch das Thema Kinderwunsch aufkommt und es dich dann doch belastet, dann würde ich es ihm erzählen. Wenn du zurecht kommst, gibt es keinen Anlass.

    Aber da du ja schon darüber nachzudenken scheinst, scheint es dich zu beschäftigen.

    Ich würde damit trotzdem etwas warten.

    Ich erzähle meinem Partner auch alles was mich beschäftigt, das sind ganz unterschiedliche Dinge. Vielleicht habe ich ihm eine Story schon zwei mal erzählt und eine andere, die evtl aufwühlender ist noch gar nicht und umgekehrt. Bei ihm ist das auch so.

    Und ich find es wunderbar mit meinem Mann bis spät nachts auf der Terasse zu sitzen und über diese Dinge zu quatschen. Das ist ein Teil, der eine Beziehung ausmacht, wie ich finde. Deswegen würd ich da nach Gefühl gehen was du erzählst und was nicht.

    Ich würde es ihm nicht direkt aufs Auge drücken. Klar wenn es zur Sprache kommt, würde ich nicht lügen. Aber man muss nicht gleich mit solchen Dingen ins Haus fallen - auch wenn er da konservativ eingestellt ist.

    Es war deine Enteshceidung, du hast nichts unrechtes getan und gut ist.

    Wechselbalg die #tasse und #torte und #blume Verteilt :)

    JEtzt würde ich das vermutlich auch nicht tun. Und was sich später ergibt wenn ihr euch länger und besser kennt, steht auf einem anderen Blatt.

    Ela

    (23) 11.08.14 - 11:35

    in diesem sinn würde ich es ihm erzählen.

    wenn ihr eine gemeinsame zukunft seht, dann kann sie durch gegenseites vertrauen wachsen.

    du schreibst: es gibt für dich ein problem

    das kannst du aus der welt schaffen.
    wie er damit umgeht, umgehen kann oder nicht, wird etwas bedeuten für eure beziehung.

    wenn du weiterhin "schlucken" willst (und kannst) ...

    bei so einer "vorlage": er würde dich auch mit kind nehmen - also beser kann die situation nicht vorbereitet werden.

    die frage: "nimmst du mich auch mit einer abtreibung?" liegt doch nahe.

    es ist nicht euer erstes date. du sagst es hier. bestimmte menschen wissen es wohl und du bist mit dir im reinen. also, warum nicht dem mann sagen, mit dem du dir eine zukunft vorstellen kannst und er mit dir?

    alles, was eine herzliche umarmung hemmt - aus der welt schaffen, oder?

    und statt schlucken wäre doch eine weitere zusage (ja, auch "damit" mag ich dich ..) und eine dicke umarmung wohltuender.
    vielleicht muss er erst mal schlucken.
    aber es geht um ehrlichkeit und vertrauen.

    wenn du das möchtest in eurer beziehung. dann sag´s ihm. wächst eure beziehung dran, ist das ein gutes zeichen. gibt es einen schatten, dann ist es auch ein zeichen. aber besser jetzt, als später.

    liebe grüße und eine schöne zukunft!!!

    Dumme Frage, aber steht das nicht später mal im Mutterpass drin?

    bisherige Schwangerschaften: 1 Geburten: 0

    Wenn Du da nicht eine Lüge aufrecht erhalten kannst und willst wie eine Fehlgeburt, dann solltest Du besser beizeiten drüber reden. Ich würde das nicht unendlich lange raus schieben.

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