Mein Mann hat Depressionen und sagt er liebt mich nicht mehr

    • (1) 14.08.14 - 12:42
      Fruchtus

      Gute Tag liebe Urbia Gemeinde,

      Um unser Problem zu beschreiben, muss ich etwas ausholen. Mein Mann und Ich sind seit 5 Jahren zusammen 3 Jahre Verheiratet er ist 28 ich 24 haben 2 Kinder. 2011 ist sein Vater an Leukämie leider viel zu Jung gestorben, Getrauert hat er nie! 3 Monate später wurde ich dann mit Kind nr 2 schwanger. 2 Monate später ist seine Oma gestoren keine Trauer. Und ende 2011 haben wir dann geheiratet.

      In Unserer 5 Jährigen Beziehung hat er oft gelogen mir Kleinigkeiten die für mich jetzt nicht mehr so wichtig sind verheimlicht! Ich habe ihn jedesmal eine neue Chance gegeben und jedesmal wenn es zum streit kam wegen Sachen die eigentlich nie dramatisch waren meinte er dann immer "Ich glaube, ich brauche einen Arzt". Ich habe dann immer gesagt das, dass nicht nötig ist weil ich ihm ja die Chance wieder gegeben habe sich zu ändern.

      So jetzt vor kurzem wieder Verheimlichung. Getextet mit einer Arbeitskollegin. Ich bin dann dahinter gekommen und dachte, das er was mit ihr hat. Umsonst speichert man Frauen nicht unter Männernamen.#wolke. Er sagte das er Angst vor Konflikten hatte. ich gebe zu, ich bin eifersüchtig ohne ende.

      Durch mein Misstrauen habe ich ihn immer und immer wieder Vorwürfe gemacht, das das ein Fehler war weiss ich mittlerweile. Er hat nie über seine Gefühle gesprochen. Dann kam eine Zeit wo er oft zum Friedhof wollte. Einfach raus und weg von mir und den Kindern. Immer noch dachte ich das muss was mit dieser Frau zutun haben. Er hat sich so verändert von jetzt auf gleich.

      Ich habe versucht mit ihm zu reden habe mich entschuldigt. Er sagt das sein verhalten nichts mit mir Zutun hat. In den einen Moment liebt er mich in dem anderen wieder nicht.

      Wir waren 3 Wochen Räumlich getrennt. Er hatte den Kopf so voll. Konnte beim Autofahren den kopf frei bekommen so wie er sagt. Aber ich glaubte dem nicht das er einfach nur rumfährt.

      Seit Sonntag sind wir getrennt. Er ist so anders so kenne ich ihn nicht! Ihm ist alles egal. Er will seine Freiheit sagt er. Aufeinmal! In dem einen Moment sagt er er liebt mich im anderen wieder er weiss nicht, ob das mit uns noch passt. Er sagt im MOMENT kann er nicht mit mir Zusammen sein. Er beginnt bald eine Therapie. Er sagt das er nicht weiss was in 2 3 Monaten ist aber im Moment ist es für ihn das beste! Und er lässt mich wirklich links liegen. Seine Mutter sagt er guckt kein TV liegt am Tag nur rum nur Abend fährt er dann angeeeeeeblich durch die gegend! Früher bevor er so war waren wir sein ein und alles und aufeinmal ist alles anders. Ich weiss überhaupt nicht was ich denken und fühlen soll ich liebe ihn und möchte für ihn dasein. Aber er lässt mich nicht er gibt mir einfach keine chance mehr! Ich habe ihn gefragt ob die Trennung für ihn wirklich entgültig ist da sagte er dann nur ERSTMAL schon! Wer bin ich denn? Eine Puppe die man einfach so in die Ecke stellen kann?

      Meint ihr das das wirklich Depressionen sind? Den Job hat er auch verloren! Ich weiss nicht wie ich mich verhalten soll. Vielleicht kennt ihr fälle oder habt es selber durchgemacht.

      Lg Jenny

      • Hey Jenny,

        könnte fast meine Geschichte sein. Mein Ex-Mann und ich waren 6 Jahre zusammen, davon 3 verheiratet. Er war 27 und ich 29. Er hat viel mit seiner Arbeitskollegin geschrieben, war aber REIN FREUNDSCHAFTLICH etc.

        Einen Tag nach der Schlüsselübergabe unserer neuen Wohnung hat er sich von heute auf morgen getrennt. Es kamen dieselben Sätze wie bei dir: "Ich liebe dich schon, aber wenn du etwas tust oder sagst, was mir nicht passt, dann ist die Liebe weg" (mit anderen Worten: "In einem Moment liebt er mich, im anderen nicht mehr). Leider ist das die falsche Definition von "Liebe". Schließlich lässt sich liebe nicht ausknipsen, wie man gerade lustig ist.

        Ich war fertig nach der Trennung, weil ich es einfach nicht erwartet habe. Es hat mir den Boden unter den Füßen gerissen. Nach der Trennung kamen auch Sprüche wie "Jetzt möchte ich erstmal schauen, wie es mir mit der Trennung geht und dann sehen wir weiter!" Genauso wie bei dir: "Erstmal schon... Danach sehen wir weiter!" Er wollte einfach mehr Freiheiten, etwas "was sich nicht nach Beziehung anfühlt" bla bla bla... Letztendlich hat er nach 2-3 Monaten eine neue Partnerin gefunden und genießt seine "neue Freiheiten".

        Das Ende vom Lied: Wir sind seit 14 Tagen geschieden und ich bin gott froh!!! Diese Trennung hat mich 30 kg und unzählige schlaflose Nächte gekostet. Ich habe eine Therapie angefangen, weil ich nicht wusste wohin mit meinem Schmerz. Rückblickend gesehen, kann ich nur sagen: Es war die beste Entscheidung von ihm und er hat mir einen großen Gefallen getan! Ich hätte alles für ihn gemacht und habe auch viel aufgegeben, habe viel nachgegeben, mich entschuldig, wo ich mich nicht hätte entschuldigen brauchen, ihn in Schutz genommen usw. Letztendlich hat er das nur ausgenutzt und wollte nicht mal wirklich an der Beziehung arbeiten. Es war einfacher sich zu trennen, als an der Beziehung zu arbeiten.

        Ich glaube, er war noch zu jung. Wir sind zusammengekommen, da war er gerade mal 20. Geheiratet, als er 23 war. Ich habe mich in der Zeit weiterentwickelt, er nicht. Er wollte nicht "in die Zukunft planen" (Kinder, Haus, etc.). Er hatte das Gefühl, er wird eingesperrt und muss sich noch ausleben...

        Und ich könnte mir vorstellen, dass es bei deinem Mann auch so ist. Mein Ex-Mann hat auch immer davon gesprochen, dass wohl was nicht mit ihm stimmt. Dass er wohl nicht glücklich sein kann. Hat von depressiven Verstimmungen gesprochen und das er wohl zu einer Therapie müsste. War oft antriebslos etc. Das Problem: Solchen Menschen kann man nicht helfen, wenn sie sich nicht helfen lassen möchten. Und so war es bei mir. Ich hätte nichts tun können und konnte nur zusehen, dass ich mein Leben auf die Reihe bekomme...

        Heute bin ich mit einem wundervollen Mann zusammen und wir erwarten bald unser erstes Kind. Rückblickend kann ich nur sagen (im Vergleich zu meinem jetztigen Partner): "Mensch, was habe ich nur für schöne Sachen verpasst!"

        Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. Gerne kannst du mir auch ne PN schreiben, wenn du noch fragen hast.

        #liebdrueck

        Hallo,

        Ich schreibe dir mal aus der gegenteiligen Perspektive.

        Mir ging es mal so wie deinem Mann, Depressionen die keiner richtig ernst genommen hat, immer nur zu hören bekommen das ich nicht so anstellen solle usw.
        Dann kam da noch jemand anderes zwischen der mich durcheinander brachte (Es ist allerdings nie was ernsthaftes gelaufen) und dazu noch einen Trauerfall der mir dann den Rest zum Unglück gab.

        Ich war innerlich so tot und abgestumpft, mir war alles egal und wäre mein Sohn nicht gewesen, wäre ich es wohl auch nicht mehr.
        Und das einzige was geholfen hat war mich inruhe zu lassen, mich auf mich selbst besinnen zu können, um zu sortieren was mir wirklich wichtig ist und wie und mit was ich weiter machen kann.

        Darum, egal ob bei deinem Mann da nun irgendeine andere zwischen steckt oder nicht, lass ihn erstmal.
        Lass ihn seine Therapie angehen, so wie er jetzt vermutlich drauf ist kann er überhaupt nicht klar sagen wie es jetzt bei euch weiter gehen soll.
        Die Depression kann ganz klar kein Freibrief zum fremdgehen für ihn sein, sowas will ich damit gar nicht sagen und ich kann verstehen das du verunsichert bis und es die natürlich auch nicht leicht fällt.

        Vielleicht solltet ihr erstmal auf Distanz gehen und wenn er schlau genug ist wird er sich nicht gleich auf die nächstbeste einlassen und erstmal sehen das er selbst mit sich klar kommt.
        Ich würde mich erstmal ganz von ihm feenhaften und abwarten ob er von selbst wieder kommt.
        Er sucht sich selbst Hilfe das ist schon sehr viel Wert, es gibt so viele Menschen die das nicht tun und warten bis sie vollkommen am Ende sind und schon alles verloren haben.

        Es ist unglaublich schwer für einen völlig gesunden Menschen dieses abweisenden, schreckliche Verhalten nachzuvollziehen und wenn ich an meine schlimmste zeit zurück denke, dann kann ich über mich selbst nur den Kopf schütteln.
        Aber mir geht es heute wieder gut und ich bin noch immer mit meinem Mann zusammen, wir haben noch 2 weitere Kinder bekommen.
        Ich habe zwar hin und wieder Rückfälle (Depressionen sind eben nicht gänzlich heilbar), aber ich erkenne wann ich mich ein wenig zurückziehen muss und abschalten muss.
        Ich denke für deinen Mann sollte jetzt seine Therapie die oberste Priorität haben und danach muss man weiter schauen.
        Wenn du das alles nicht so mitmachen kannst (was auch völlig verständlich wäre) dann würde ich dir dazu raten das ganze völlig zu beenden, es ist für keinen für euch hilfreich wenn ihr euch nur noch gegenseitig runterzieht und euch noch mehr fertig macht, auch für die Kinder nicht.

        LG

        (4) 14.08.14 - 15:52
        Hier immer so...

        Darf ich fragen, wieso du auf Depressionen kommst?
        Welche Anzeichen, außer das er auf dem Sofa lümmelt, gibt es dafür? Nur weil er sich von dir trennt und sich nicht ganz sicher ist, heißt das dich nicht, dass Depressionen hat.

        Ihr seid sehr früh zusammen gekommen, habt Kinder bekommen und geheiratet, vielleicht wird ihm jetzt alles zuviel, fühlt sich zu jung um so "festgefahren" zu sein?
        Er will erstmal alleine sein, seine Freiheiten haben, für mich hört sich das nicht nach einer Depression an, sondern eher danach, dass er denkt etwas zu verpassen, im schlimmsten Fall sogar, dass es schon eine andere für ihn gibt.
        Ich glaube nämlich auch nicht, dass er abends (ständig) nur durch die Gegend fährt. Dies könnte er auch mal nachmittags tun. Abends allerdings haben die meisten Feierabend, sodass ich eher davon ausgehe, dass er sich mit einer anderen trifft. Was auch zu dem Satz passen würde, dass er dich mal liebt, mal nicht.

        Ich habe selber sehr jung geheiratet und Kinder bekommen und auch bei mir war mit Ende zwanzig plötzlich alles anders, Trennung vom Mann (mehr oder weniger gab es da dann auch schon einen anderen den ich toll fand, mit dem zwar noch nichts lief, mit dem ich mir aber gesimst habe und den ich auch mal abends, getroffen habe,übrigens auch ein Arbeitskollege), wollte meine Freiheit (nur vom Mann, nicht von den Kindern) und "alleine" sein. Mit Mann war mir plötzlich alles zu viel, ohne war alles besser. Aber auch ich wusste nicht, ob ich ihn noch liebe. Im Nachhinein kann ich sagen, es war keine Liebe mehr da, sondern eher hatte ich Angst es ihm so knallhart und direkt zu sagen und hatte auch sicher Angst vor der Veränderung.

        Auch fühlte ich mich an manchen Tagen schlapp und lustlos, abends wenn die Kinder im Bett lagen.
        Aber mit Depressionen hatte das (jedenfalls bei mir) absolut nichts zu tun.

      • Die Dinge, die du beschreibst, können schon auf eine Depression hindeuten.

        Fakt ist, wenn es eine ist, dann kann er dir nichts anderes sagen, als das, was er getan hat. Und das hat dann auch nichts mit aufs Abstellgleis stellen zu tun.

        Wenn er Depressionen hat, dann kann er diese Art von Entscheidungen momentan einfach nicht treffen. Und er kann wahrscheinlich wirklich nicht klar sagen, ob er dich noch liebt, weil er momentan nur mit sich selbst beschäftigt ist.

        DU musst wissen, ob du bereit bist, abzuwarten, aber eine klärende Antwort wirst du wahrscheinlich erst bekommen, wenn er einige Monate bereits in Behandlung und wieder einigermaßen gefestigt ist.

        (6) 15.08.14 - 01:27

        *"Ich glaube, ich brauche einen Arzt". Ich habe dann immer gesagt das, dass nicht nötig ist weil ich ihm ja die Chance wieder gegeben habe sich zu ändern.*
        Lass dir das mal auf der Zunge zergehen, vielleicht merkst du, was du für einen Unsinn von dir gegeben hast.
        Dein Mann meint, er braucht einen Arzt und du meinst (immer), du bist die graue Eminenz, ihm zu sagen, dass er keinen Arzt braucht, weil du ihm die Möglichkeit gibst, sich zu ändern.

        So einen Unfug habe ich selten gelesen.
        Zum Rest, er ist zu früh und zu schnell Vater geworden.

        • Hallo,

          da stimme ich Dir völlig zu. In diesen Sätzen wirkt die TE sehr überheblich und ignorant.

          Gruß

          (8) 15.08.14 - 15:24

          Hallo

          Danke für deine ehrliche Antwort. Mit diesem Satz wollte ich bloß sagen, dass ich sein Problem nie ernst genommen habe und mir jetzt Vorwürfe mache! Ich bin mit 19 Mutter geworden und bereue es keine Sekunde. Ich kann deshalb deinen Satz er ist zu früh Vater geworden nicht verstehen bis vor kurzem waren wir alles für ihn.

      Für eine Depression spricht,

      ... dass er Ruhe sucht und der Familienalltag ihn offenbar überfordert.

      .... dass er tagsüber durchhängt, abends/nachts allerdings mobil wird.

      .... keine Entscheidung treffen kann.

      Lass ihn doch einfach mal in Ruhe, damit hast Du die meisten Chancen, dass Ihr irgendwann wieder von vorne anfangen könnt.

      In der Zeit kannst Du ja mal an Deiner Eifersucht & Co. arbeiten.

      • (10) 15.08.14 - 19:21

        Ja was anderes wird mir eh nicht übrig bleiben. Ich könnte mir halt selbst auf Deutsch gesagt in den Arsch beissen das ich das alles nicht so ernst genommen habe. Das man abends Mobil wird das wusste ich nicht! Hast du Erfahrungen mit Depressionen?

        Und ja du hast recht ich muss an meiner Eifersucht arbeiten, ich gebe mir sehr Mühe. Ich melde mich seit der Trennung nicht mehr.

        Lg

        • (11) 12.05.18 - 23:35

          Hi... bist du hier noch aktiv ? Es würde mich wirklich sehr interessieren wie es bei euch ausgegangen ist, ich stehe vor einem extrem ähnlichen Problem mit meinem Partner..
          Freundliche Grüße:)

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