Partner will viel mehr in Beziehung als ich

    • (1) 18.08.14 - 18:44
      wenigeristmehr?

      Hallo zusammen,

      meine Bitte ist, von Euch eine Eischätzung zu bekommen, ob so etwas sich einpendeln kann:
      Ich bin noch in Scheidung, die sich wegen Renten-Klärung und fehlenden Unterlagen auch noch etwas hinziehen wird. Ich habe Kinder und wohne an deren Wohnort. Kontakt zu Kindern und Ex ist gut, bzw. friedlich.
      Seit einem Jahr habe ich 650 km entfernt jemanden kennengelernt und wir führen eine Fernbeziehung. Für mich war von Anfang an klar, dass die Zeit zusammen beschränkt ist, dass beide im Alltag viel allein sein werden. Ganz ehrlich: eine Freundschaft "Plus" wäre mir genauso recht gewesen. Ich habe ja doch viele Verpflichtungen gegenüber meinen Kindern, mein Alltag ist gut gefüllt.

      Er hätte gerne, dass ich den Job wechsle. Das würde bedeuten, dass die Kinder auch umziehen müssen. Ich wäre gar nicht komplett abgeneigt, mein Ex arbeitetet freischaffend und hat sogar zugesagt, dass er sich auch örtlich verändern würde, so dass der Kindes-Umgang für beide weiter funktioniert. Vielleicht sollte ich hinzufügen, dass ich die Unterhalts-Pflichtige bin und Vollzeit arbeite.

      Dass mein Partner an meinen jetzigen Wohnort wechselt, ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich, das mag ich hier nicht erläutern.
      Und ich finde in seiner Nähe keinen Job, der annähernd so gut bezahlt ist, wie das, was ich jetzt habe.

      Ich könnte die Fernbeziehung so weiter führen, aber mein Partner leidet.
      Schon seit recht bald am Anfang besteht er darauf, dass wir uns jedes 2. Wochenende sehen. Das heißt für mich, jedes Papa-Wochenende der Kinder bin ich entweder auf Achse, oder er kommt her. Ich hätte gerne mal ein Wochenende nur für mich...
      Im Alltag chatten wir in der Früh, in Mittags- und Kaffeepause werden Mails geschickt, abends muss telefoniert werden (jeden Abend).
      Es ist mir zuviel, was ich auch schon x-mal angesprochen habe. Dauerhaft ändern mag er aber nichts. Was ich unheimlich finde: er hat wirklich nur seine Arbeit und mich - keine Hobbies, kein Sport.

      Ich verstehe ihn und dass er solche Sehnsucht hat. Aber manchmal denke ich auch, ihm ist schlicht langweilig. Andererseits ist er ein toller Mann, ich bin sehr verliebt. Aber ich habe doch auch meine Pflichten und kann nicht alles über den Haufen schmeißen.
      Gerade hatten wir 10 Tage Urlaub zusammen, die waren traumhaft, und nun ist eben wieder Alltag, was für ihn extrem schwer ist.

      Kann man, soll man so eine Beziehung aufrecht erhalten?

      • >>>Schon seit recht bald am Anfang besteht er darauf, dass wir uns jedes 2. Wochenende sehen.<<<

        >>>Es ist mir zuviel, was ich auch schon x-mal angesprochen habe. Dauerhaft ändern mag er aber nichts. <<<

        Geht es nur darum, was ER will?

        Mir wäre das - trotz Fernbeziehung - zu eng und zu fordernd.

        Du bist noch nicht mal geschieden und hängst in einer Beziehung, in der du dich verbiegen sollst.

        Um es direkt zu sagen:

        Dir werden seine Forderungen jetzt schon zuviel, nur wenn ihr zusammen wohnt oder näher beieinander seid, dann wirst ihn ja gar nicht mehr los. Und du schreibst selbst du würdest eine Beziehung + auch aushalten ohne mehr zu haben offenbar.

        Von daher wieso machst du dir überhaupt Gedanken dahin zu ziehen? Das fiele dann für mich erst recht flach! Und wenn du auch mal ein Wochenende für dich willst und er fordert und fordert, hmmm dann isses 1. nicht der Richtige und 2. dann schaffst du es auch nicht NEIN zu sagen. Denn das kannst du sehr wohl. Du schreibst er leidet dann aber wenn du nicht mehr willst und dann leidest wenn er dir zu nahe auf die Pelle rückt ist das eine Basis für eine Beziehung?

        Ela

        • (4) 19.08.14 - 12:15

          Mit ihm zu wohnen ist definitiv keine Option, das weiß er auch und akzeptiert es.

          Meine Kinder haben ihren Papa und da soll erst mal kein neuer Mann in Spiel kommen.
          Die Kinder kennen meinen jetzigen Partner, aber Alltag mit ihm und Kindern wäre für alle Seiten mehr Belastung als Bereicherung.

          Aber nicht mehr diese Fahrerei an den Wochenenden wäre schon gut

          • Und wenn ihr euch in der Mitte trefft? In einer Stadt, in der ihr auch etwas gemeinsam unternehmen könnt?

            • (6) 19.08.14 - 12:55

              Das klingt zwar erst mal vernünftig, aber die Zugtickets für 300km sind nicht so viel billiger als für die ganze Strecke, und das dann zweimal. Plus die Kosten für eine Pension. Hin und wieder machen wir das, aber dauerhaft ist das keine Lösung.

          Na ja wenigstens akzeptiert er das du nicht zu ihm ziehen willst. Doch trotzdem finde ich führt ihr eine komische Beziehung wenn du keine so richtigen Gefühle hast. Aber tu scheinst dich scher zu tun klare Fakten zu schaffen.

          Gruß Ela

    Verliebt hin oder her - Ihr passt nicht zusammen! Damit ist alles gesagt.

    Wenn du dafür deinen guten Job und alles aufgibst und evtl. sogar noch veranlasst, dass den Ex und die Kinder dir hinterherziehen, nur um dann total unglücklich zusammen zu leben mit einem Mann, der dich dann erst RECHT total vereinnahmen wird, und das nicht nur alle 2 Wochen am Wochenende sondern Tag für Tag für Tag - was meinst du, wie lang es dauert, bis du diesen Schritt bereust.

    Wenn es dir mit der Beziehung so wie es ist, JETZT schon zu viel ist, und IHM zu wenig, dann würde ich es eher abbrechen als über ein "noch mehr" nachdenken. Noch mehr würde nämlich für dich auch "noch mehr Enge" bedeuten, also genau das, was du gar nicht willst.

    Kommt mir sehr bekannt vor. Ebenfalls Fernbeziehung, allerdings nur 200 km. Was bei uns ähnlich ist, ist die Kontaktfrequenz:

    "Im Alltag chatten wir in der Früh, in Mittags- und Kaffeepause werden Mails geschickt, abends muss telefoniert werden (jeden Abend)."

    Hier wird am Morgen eine Mail geschrieben, dann geht es locker per WhatsApp durch den Tag und am Abend telefonieren wir.

    ABER niemals würde ich mit ihm aus Mitleid kommunizieren, weil ihm langweilig ist. Sorry, aber ich habe auch noch ein eigenes Leben, Familie, Beruf und manchmal bin ich am Abend so fertig mit der Welt, dass ich keine Lust auf Gerede habe. Entweder sage ich dann nur noch kurz "gute Nacht" oder ich lehne in ganz seltenen Fällen ganz ab.

    "Dauerhaft ändern mag er aber nichts."

    Nett von ihm, dass er dabei so an Dich denkt. Ist ihm das echt wurscht, wie Du Dich fühlst? Dass er nicht wenigstens einmal sagen kann: "Okay, verstehe, heute dann nicht oder eben nur kurz".
    Was passiert denn, wenn Du das mal durchsetzen würdest? Einen Abend nur kurz sprechen, dann beschäftigt sich jeder alleine? Wäre er dann sauer?

    • (10) 19.08.14 - 11:58
      wenigeristmehr?

      Es ist so, dass ich es jedesmal wirklich einfordern muss, dass wir mal am Morgen keinen Chat oder am Abend nur ein kurzes Telefonat haben. Und hinterher habe ich immer ein schlechtes Gewissen...
      Er ist nicht sauer, eher enttäuscht, er begreift nicht, dass das ja nicht gegen ihn läuft, sondern dass ich einfach auch noch andere Dinge am Abend machen möchte.
      Ich denke, ich werde einzelne Tage komplett ausklammern: Montag- und Mittwochabend bin ich beim Sport, da gibt es nur ein kurzes Telefonat, Ende. Dann kann er sich vielleicht besser drauf einstellen.

(11) 18.08.14 - 22:44

Hallo!

Komisch, ich seh es total anders als die anderen! Hattest Du ähnliche Verhältnisse auch bei Deinem EX? Ich meine, dass er mehr wollte als Du, ist das Dein Muster? Wenn ja, würde ich an Deiner Stelle eher überlegen, warum es für Dich schwierig ist, so viel Nähe zu akzeptieren.
Wenn nicht: klar, Du steckst jetzt noch in einer etwas ungeklärten Lebenssituation, aber das wird sich doch sicher bald legen und dann kannst Du die neue Partnerschaft auch genießen! Ich wundere mich immer, wenn ich solche negativ-Antworten lese. Was haben denn alle hier für Traum-Männer? Es gibt doch immer irgendetwas, was nicht gut passt und ich finde die Tatsache, dass er viel für Dich empfindet und Nähe und Beziehung möchte einen wunderbaren "Fehler"! Sobald Du aus dem Gröbsten raus bist, wirst Du Dich bestimmt darüber freuen.
Du hast nach einer Scheidung nochmal einen neuen Mann gefunden, bist verliebt und er ist es auch, das ist doch toll!!! 10 Tage Urlaub waren traumhaft? Dann ist er bestimmt der Richtige!!!
Räumliche Veränderung würde ich abhängig vom Alter der Kinder noch ein bisschen rauszögern, bis alles geklärt ist und ihr euch besser kennt. Das kannst Du ihm ja auch sagen. Sicher, wenn er keine Kinder hat, kann er das nicht gut nachvollziehen, aber das wird sicherlich immer so sein.
ich wünsche Dir viel Glück mit Deinem Traummann!!!

febe (die, wenn sie frisch verliebt ist auch jeden abend anrufen würde!!!)

  • (12) 19.08.14 - 12:02
    wenigeristmehr?

    Danke für Deine Antwort. Da ist was dran: in meiner Ehe war ich immer die, die um Aufmerksamkeit gebettelt hat, das ist wohl schon eine Ursache, dass ich jetzt so schwer "nein" sagen kann.

    Der Ort, an dem er wohnt, ist mir vertraut, und mein bald-Exmann hat dort einen Teil seiner Ausbildung gemacht. Dort hin zu ziehen ist für alle Seiten schon früher mal Thema gewesen, zumal wir an unserem jetzigen Wohnort nicht so ganz glücklich sind (sehr konservative Ecke Deutschlands....)

Hallo,

ich denke das wird auf Dauer schwierig werden. Wenn du der Typ Mensch bist der seinen Freiraum braucht und noch andere Verpflichtungen hat und Interessen, dann kannst du mit jemanden der nur auf dich fixiert ist und so extrem klammert nicht glücklich werden.

Du fühlst dich irgendwann von ihm erdrückt und er wird unglücklich sein, weil er das Gefühl haben wird, er sei dir nicht wichtig genug. Oder zumnindest nicht so wichtig wie du ihm.

Ich kenne das auch, ich bin auch ein Mensch der viel Freiraum braucht und kann nicht 24/7 mit jemandem zusammen hängen oder jede freie Minute kommunizieren. Das wird mir auch schnell zu viel. Daran ist schon mehr als eine Beziehung gescheitert, da die jeweiligen Frauen immer das Gefühl hatten sie seien mir nicht wichtig genug.
Ich brauche eine Partnerin die noch ein eigenes Leben, Interessen und Freunde hat und ich denke du brauchst auch so jemanden.
FG
Tom

Hallo,

Sich in einer Fernbeziehung eingeengt fühlen, klingt erstmal seltsam. Aber ich würde an deiner Stelle platzen!

Morgens, Mittags und in den Pausen chatet ihr #zitter, dann noch tägl. telefonieren??!

Oh je, wenn ihr keine Fernbeziehung hättet, würde er dich quasi erdrücken!

Ein Mann ohne eigene Interessen stelle ich mir sehr sehr langweilig vor, was hat er dir dann ständig zu erzählen, wenn ihr permanent "Funkkontakt" habt??!

Wäre nix für mich #zitter

MfG

Hallo,
da ihr eine Fernbeziehung führt kennst du ihn doch nicht richtig. Erst im Alltag lernt man jemanden kennen und bei einer Fernbeziehung ist das kaum möglich.
Du solltest erstmal abwarten meiner Meinung nach bis die Scheidung durch ist und ihn wirklich kennen lernen.

Auch wegen der Kinder würde ich da nicht so schnell reagieren und umziehen.
Wenn dir dein Job Spass macht und du nun am Wohnort der Kinder wohnst ist alles doch super. Ein Mann der nun erwartet nach so kurzer Zeit wegen der Fernbeziehung das du alles über den Haufen wirfst ist ja wohl mehr als egoistisch.
Ich kenne jemanden, der auch weit weg wohnt. Wegen der Kinder ist für mich klar das ich nicht umziehe. Der Mann wollte auch sein Leben verändern und sich hier einen Job suchen und dann hier herziehen. Ja nee ist klar#zitter. Bin gerade geschieden und nun will hier einer einziehen? Diesen Mann kenne ich zwar aber wir hatten nichts miteinander. Nein ich denke erstmal wieder zu sich kommen und dann wenn man bereit ist für eine neue Beziehung geht das auch und so lange bleibt es wie es ist.

Ich kann dich gut verstehen, denn mein Bekannter ist auch so einer. Der hat nur Job und null Sozialkontakte und keine Hobbies. Somit wartet der auch ständig bei mir auf.

Irgendwie hat man aber auch Verpflichtungen und genug zu tun und man will auch mal endlich Zeit für sich. Genau das habe ich ihm gesagt und nun geht es viel besser. Jeder hat nun Zeit für sich.

Mach es nicht für jemanden den du eigentlich noch nicht genug kennst.

Warte doch ab.

  • (16) 19.08.14 - 12:12

    Zusammen zu wohnen ist für mich auch keine Option in den nächsten Jahren, das weiß er auch. Er hat keine Kinder-Erfahrung, aber sehr romantische Vorstellungen vom Leben mit Kindern. Meine Sprösslinge kennen ihn von Ausflügen, sie mögen ihn und benehmen sich zuckersüß, wenn er dabei ist. Aber der Alltag mit Kindern würde ihn komplett überfordern, das braucht niemand.
    Aber nicht mehr 650 km einfache Strecke wäre gut, das verschlingt ja auch Mengen an Zeit und Geld.

    Schon während meiner Ehe gab es den Gedanken, dorthin zu ziehen, wo mein Fernbeziehungs-Partner wohnt. Ich habe dort Freunde, und so habe ich ihn auch kennengelernt. Mein Ex hat dort einen Teil seiner Ausbildung gemacht, ihm ist die Gegend also auch nicht fremd. Allerdings war damals schon der Job das Problem und so bleib es beim Planen.

    Ich denke, ich werde mit ihm reden und die kommenden Monate einfach weiter laufen lassen und parallel mit mittlerer Intensität nach Jobs suchen.

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