Kann mit meiner Frau nichts mehr anfangen

    • (1) 29.08.14 - 10:32
      -sibeling-

      Guten Morgen

      ich habe vor 7 Jahren meine damalige Freundin geheiratet. Die ersten Jahren waren sehr schön. Gemeinsame Wohnung und dann wurde sie schwanger. Wir haben 2 Kinder im Kleinkindalter.

      Wir haben uns vor 10 Jahren während des Studiums kennen gelernt. Sie Architektur, ich BWL. Sie hat nach dem Studium 2 Jahre in einem Architekturbüro gearbeitet und hatte auch gute Chancen auf beruflichen Aufstieg. In ihrem Bereich läuft das viel über Projekte. Als die Kinder kamen, hat sie Elternzeit genommen. Sei dem hat sie sich verändert. Nur noch Mutter, tierisch zugenommen, kaum noch Sport, zuhause sieht es oft aus, als wäre die Wehrmacht durchmarschiert (dabei hat sie früher viel Wert auf Einrichtung und Design gegeben).

      Seit zwei Jahren geht es massiv bergab. Wenn ich nach Hause komme, steht da schon lange kein Essen mehr für mich. Sie sagt, sie hat keinen Bock, zweimal zu kochen oder aufzuwärmen. Aufgeräumt ist nur wenn ihre Eltern zu Besuch kommen. Ich arbeite viel, komme manchmal erst um 7 nach Hause. Ich bringe meine Hemden mittlerweile in die Reinigung weil Madame es ohnehin nicht gepeilt kriegt. Die Kindersachen allerdings, die werden alle 3 mal täglich gewaschen. Da kann es nicht sauber genug sein.

      Alle meine Versuche, mit ihr über unsere Situation zu reden scheitern. Sie ist müde, sie hat keine Lust zu reden, jetzt nicht bla bla. Ich weiß dass sie selbst unglücklich ist. Lachen kann sie nur noch mit den Kindern. Ansonsten sieht sie aus wie das Leiden des Herrn. Abgesehen von der Tatsache, dass sie sich äußerlich total gehen lässt, Gewicht wäre mir noch egal, habe ich das Gefühl, sie verblödet auch im Kopf.

      Ich habe ihr Bücher geholt. Bücher über Kunst, Bildhauerei (hat sie früher verschlungen), jetzt heißt es: keinen Bock.

      Ich betrachte manchmal meine Kinder und denke mir, Was habt ihr kleinen Monster nur aus dieser Frau gemacht, die mal wirklich schön war, die ich geliebt habe, die mir alles bedeutet hat.
      ich liebe meine Kinder natürlich aber diese Veränderungen sind so enorm, dass ich nicht weiter weiß. Ihre und meine Eltern versuchen immer zu beschwichtigen. das legt sich, das wird wieder usw bla bla.

      Trennen fällst mir total schwer. Ich käme mir ja vor wie ein Verräter. Andererseits macht sie mich mit ihrer Lethargie und Ablehnung auch mittlerweile so wütend, dass ich ihr letztens fast eine geklebt habe. Bin auch total laut geworden. Dann sackte sie zusammen und sie tat mir total leid.

      Ratschläge hinsichtlich Depression lehnt sie ab, Arzt will sie nicht. Vorschläge für gemeinsames Wochenende ohne Kinder will sie nicht. Therapeuten hinzuziehen will sie nicht. Wenn ich helfen will im Haushalt, ist das nie gut genug. Garten darf ich aber sie meint, im Haushalt mit Kindern bin ich zu nichts zu gebrauchen. Egal was ich sage, es ist immer Bullshit.

      Manchmal habe ich Angst nach Hause zu kommen in diese Trostlosigkeit. Wenn meine Kinder nicht wären, wäre ich vielleicht schon lange abgehauen, einfach weg. Aber wenn meine Kinder nicht wären, wäre sie vielleicht auch gar nicht so.

      Sie ist eine gute Mutter, das rechne ich ihr sehr an. Aber ansonsten ist sie einfach nur noch ein Schatten von früher und nicht mal mehr der.

      Ich frage mich immer, wie andere das aushalten, wenn es so was noch woanders gibt.

      Ich komme nicht mehr klar und ich merke wie ich manchmal immer wütender werde. Habe Angst mich eines Tages zu vergessen.

      • Hallo,

        Gib deiner Frau deinen Text zu lesen. Und dann besprecht, was da jetzt zu tun ist.
        Das schafft ihr nur zusammen oder gar nicht.

        Viel Glück,

        Simone

        (3) 29.08.14 - 11:26

        Ausdrucken und hinlegen.

        alles Gute, thyme, die nach 5 Jahren 3-5mal nächtlichem Aufstehen auch weder sonderliche energiegeladen noch gertenschlank ist.

        (4) 29.08.14 - 11:39

        hat deine frau auch mal zeit für sich? was unternimmst du allein mit den kindern?

        zwei kinder im kleinkindalter sind kein spaziergang. mein sohn ist mit 2 in die kita gegangen, wäre ich länger mit ihm zuhause geblieben, würde ich vielleicht auch bis heute eine einheit mit meiner jogginghose bilden. erst gestern hab ich mit einer kollegin darüber gesprochen, die eine 1,5-jährige tochter hat und gerade aus der elternzeit zurückgekehrt ist. sie meinte, es war die härteste zeit ihres lebens. es hört sich vielleicht komisch an, aber wir hatten beide in dieser zeit mit den kids zuhause das gefühl einer art identitätskrise. alles, worüber man sich vorher definierte (job, freundeskreis, hobbies, was auch immer) fiel ja nun mal weg, weil man zumindest im ersten lebensjahr des kindes zu kaum etwas anderem als der brutpflege kommt. wenn man dann recht zeitnah ein zweites kind bekommt, ist der weg vom muttertier zurück zum ich vermutlich noch viel schwieriger. es ist gut und richtig, dass du ansprichst, was du vermisst und was du dir wünschst, aber ich halte es auch für wichtig, deinen eigenen anteil zu sehen. wo kannst du ihr helfen, was kannst du ihr abnehmen, wie kannst du sie unterstützen? und damit meine ich nicht, bücher ranzuschleppen zu themen, für die sie im moment überhaupt keinen kopf hat, auch wenn das gewiss gut gemeint war.

        insgesamt liest sich dein text für mich ziemlich abwertend und respektlos deiner frau gegenüber, wenn sie diesen eindruck ebenfalls hat, kann ich ihre resignation durchaus nachvollziehen. ihr selbstwertgefühl scheint ohnehin komplett im keller zu sein, da musst du ihr ihre aktuell mutmaßlich empfundenen unzulänglichkeiten nicht noch als geschenk auf dem silbertablett servieren.

        dass du deine hemden selbst in die reinigung bringst und in der lage bist, dir selbst abends etwas aufzuwärmen oder ein brot zu schmieren, halte ich aber übrigens für selbstverständlich. dass deine frau mit den kindern zuhause ist, sollte nicht heissen, dass sie deshalb automatisch für alles zuständig ist. dein job findet außer haus statt, ihr job ist aktuell die versorgung der kinder, darüber hinaus sollte jeder die belange seines eigenen lebens auf die reihe kriegen und die gemeinsamen dinge wie den haushalt auch (nach gerechter verteilung) gemeinsam erledigen.

        • (5) 29.08.14 - 11:56

          Hallo,

          ich bin auch Mutter von zwei Kleinkindern, arbeite VOLLZEIT, und schaffe es dennoch meinem Partner jeden Abend etwas zu essen zu kochen. Verstehe nicht ganz was daran so schwierig ist#kratz.... Und wenn ich zuhause und eh den ganzen Tag "nur" daheim bin, ist das dann wohl noch logischer und kann/darf man als Mann finde ich auch erwarten....

          Verstehe nicht dass manche Frauen das anders sehen...ich mache das gerne, kümmere mich gerne um meinen Partner und umsorge ihn.....er macht dafür die ganzen technischen und handwerklichen Dinge im Haushalt, und er arbeitet auch 40 Stunden. Das ist für mich eine ganz normale Aufteilung...es ist für mich absolut unverständlich warum einige Frauen das als Affront verstehen, wenn sie was kochen müssen#schock....

          Lg

          • (6) 29.08.14 - 12:07

            das kochen an sich ist nicht das problem, insbesondere, wenn jemand gerne kocht wie z.b. ich. für mich ist das nicht lästig, sondern entspannung, aber das ist ja nicht bei jeder frau naturgemäß so.

            es sollte halt unterm strich ausgeglichen sein. du sagst ja selbst, dein mann übernimmt dafür andere aufgaben. dass die frau zuhause ist, heisst ja nicht, dass sie freizeit hat, insbesondere nicht mit zwei kleinen kindern. der mann kommt nach der arbeit nach hause und hat dann feierabend, wann hat die frau denn mal feierabend? DAS war meine frage.

            in meiner ehe war es so, dass ich vollzeit gearbeitet habe UND haus und garten UND die versorgung des kindes an der sprichwörtlichen backe hatte. mein mann kam nach der arbeit (gleiche stundenzahl, aber eine stunde nach hinten zeitversetzt) nach hause und hat sich aufs sofa gesetzt, während ich das kind ins bett brachte, und fand es dann sehr doof, dass ich wenig bock hatte, mich noch neben ihn zu setzen und mit ihm ein fernsehprogramm seiner wahl zu gucken. das ist unausgeglichen, ungerecht und noch andere dinge, die mit un- anfangen, und es funktionert dauerhaft nicht oder jedenfalls nicht mit mir. daher meine fragen an den TE, ich unterstelle damit nicht, dass es bei ihm ähnlich läuft, aber es macht halt einen unterschied, wenn man das problem erfassen will.

          • Hallo,

            Wenn du Vollzeit arbeitest bist du aber eben NICHT den ganzen Tag bei deinen Kindern, sondern kommst eben raus, hast deinen Job, vermutlich auch Kontakt zu anderen Erwachsenen, Gespräche die sich nicht um Kinder und Haushalt drehen! Eine Bestätigung und Befriedigung etwas geschafft zu haben wie man sie in einem Haushalt mit kleinen Kindern eben eher weniger findet. Darum ging es doch hauptsächlich.

            In seinem Job fühlt man sich in der Regel auch nicht überfordert und wenig gewertschätzt, als Mutter mit zwei Kleinkindern, die vielleicht zahnen, evtl. noch gestillt werden, trotzen, auch mal Mist machen, nicht alleine spielen wollen, sondern Phasen haben, wo jedes kurze absetzen mit anhaltendem Gebrüll quittiert wird (wie gerade wieder bei unserer 14 Monate alten Tochter), nach durchwachten Nächten, nachdem nach dem Frühstück das abends vorher frisch geputzte Esszimmer vollgekrümmelt ist - ja da kann man sich schon mal überfordert fühlen. Wenn dann noch der Mann Heim kommt und meckert weil die Frau nicht gestylt ist und das blaue Hemd nicht gewaschen, ja da kommt man sich vor wie der letzte Depp. Wenn deine Kinder wegen deiner Vollzeitstelle also vermutlich auch einige Stunden am Tag fremdbetreut werden kannst du also schlecht nachvollziehen wie es als nur Mutter mit zwei kleinen Kindern den ganzen Tag ist. Es gibt Frauen die gehen total darin auf, andere eben gar nicht.

            Ich habe 4 Kinder und war schon in beiden Situationen. Bei meinem ersten und bei meinem letzten Kind habe ich wieder gearbeitet. Beim ersten Vollzeit, beim letzten TZ. Und ich kann für mich sagen, das war und ist reine Erholung gegen die Zeit als ich ab dem zweiten Kind bis das 3. Kind 2,5 war nur zu Hause war. Ich bin jetzt, obwohl ich 4 Kinder habe und von beginnender Pubertät über Schulanfänger bis Kleinstkind in der ersten Trotzphase alles dabei ist, viel entspannter als in der Zeit als ich mit Kindergarten- und Kleinkind und Säugling zu Hause war. Ich habe zwar jeden Tag gekocht, aber ansonsten war ich in der Zeit eher ein Zombie als die aktive und nett anzuschauende Frau die ich war und hoffentlich heute wieder bin. Ich saß in einem kleinen Nest, mein damaliger Mann arbeitete viel (später gab er zu wie froh er war dass er arbeiten und das Haus verlassen konnte....), Krippen oder Kindergärten ab 2 gab es nicht oder nur private die unbezahlbar waren (900 Euro im Monat ...). Und dann kam der werte Gatte abends Heim und moserte weil der Tisch noch nicht abgeräumt, oder das Badezimmer nach der abendlichen 3-Spielplatz-dreckige-Kinder-Duschaktion noch nicht geputzt, das Wohnzimmer noch nicht aufgeräumt, oder ich nicht mehr bereit zu Diskussionen über die Entwicklung in Afghanistan war. Da wurde mir vorgeworfen ich sei an nichts mehr interessiert, lebe nur für die Kinder, sei faul und dergleichen mehr ... Wie sollte ich etwas zur politischen Lage beitragen wenn ich tagelang keine Nachrichten mehr gesehen hatte, weil es eben dauerte, 3 Kinder zwischen 0 und 4 ins Bett und zum schlafen zu bringen ...

            Als ich arbeiten war/bin, war das jeweilige Kind in einer Krippe, das bedeutet schonmal dass das Haus den (Vormit)tag über sauber bleibt weil alle in Schule, Kiga, Krippe oder arbeiten sind. Die Kinder haben schon zu Mittag gegessen und geschlafen, so fällt auch z.B. das füttern, bzw. essen unserer Kleinen, die zur Zeit auch da ihren eigenen Kopf hat und uns nerven kostet einmal am Tag weg. Ich kam/komme von meinem Job der zwar anstrengend ist, aber meistens Freude bringt und mir oft positives Feedback und guten Austausch mit den Kollegen beschert nach Hause. Dann habe ich intensive Zeit mit meinen Kindern. Wenn mein Mann nach Hause kommt machen wir gemeinsam Haushalt und zu Bett bringen der Kinder und haben dann Zeit für uns. Das ist etwas ganz anderes als wenn man alleine für Kinder und Haushalt zuständig ist und dann noch zu hören bekommt das man es im Prinzip nie richtig macht und nicht mal Geld verdient.

            Mein zweiter Mann ist zudem zum Glück ganz anders als mein erster und bewundert es eher wenn Frauen mit 2 oder mehr kleinen Kindern zu Hause sind, denn er sagt, er würde verrückt wenn er das ein oder mehrere Jahre machen müsste. In dem ersten Jahr nach Geburt unserer Tochter, als ich noch meistens zu Hause war und nur stundenweise arbeitete, hat er mich deswegen noch mehr unterstützt.

            Ich glaube also nicht dass du Vollzeit arbeiten vergleichen kannst mit Vollzeit Kleinkinder um die Ohren ... Klar könnte man erwarten dass die Frau dem Mann abends etwas gekocht hat, das habe ich wie gesagt auch immer geschafft. Aber wir wissen nicht wie anstrengend die Kinder sind, da gibt es ja riesen Unterschiede wie ich schon bei meinen eigenen kindern sehe, oder wie belastbar die Frau ist, auch das ist bei jedem verschieden ...

            LG, Tina

            • (8) 29.08.14 - 13:51

              Ich kann das sehr wohl vergleichen, denn auch ich war 3,5 Jahre ausschließlich bei meinen Kindern daheim (die in sehr kurzem Abstand hintereinander geboren wurden) und habe es dennoch geschafft, jeden Tag zu kochen, die Wohnung sauber zu halten, die Kinder zu betreuen etc...und ich bin dabei auch NICHT frustriert worden oder unzufrieden...

              Lg

              • (9) 29.08.14 - 14:28

                das ist ja erfreulich für dich, aber überraschenderweise bist du nicht das maß aller dinge, manche menschen empfinden das eben komplett anders.

                Nun, ich habe mich an die Angaben gehalten die du in deiner Antwort gegeben hast und da hast du geschrieben dass du mit 2 Kleinkindern Vollzeit arbeitest. Wenn du aber 3,5 Jahre daheim warst, dann ist mindestens eines deiner Kinder ja gar kein Kleinkind mehr, sondern Kindergartenkind!

                Und ansonsten: schön dass du das so gut hingekriegt hast ohne unzufrieden zu sein. :-) Aber es gibt eben unterschiedliche Situationen, unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Kinder!

                Vielleicht hast du dich in der Hausfrauenrolle einfach (auch) wohlgefühlt, vielleicht kochst du wie ich gerne, vielleicht hast du deinen Job nicht so sehr vermisst, vielleicht hast du einen Mann der dich ein wenig unterstützt hat und es toll fand dass du ein paar Jahre für Kinder und Haushalt da bist. Vielleicht hattest du besonders pflegeleichte Kinder und/oder bist besonders gut belastbar, hast besonders viel Geduld und Elan. Vielleicht haben deine Kinder gut geschlafen oder du kommst mit wenig Schlaf gut aus ... Vielleicht bist du auch jünger als die Frau des TE, wer weiß ... Ich z.B. merke jeden Tag dass ich eben nicht mehr Mitte 20 bin wie beim ersten Kind, sondern Ende 30. Vieles ist mir einfach anstrengender als früher, ich bin schneller müde usw.

                Aber es gibt eben auch Menschen für die Haushalt ein Graus ist, die es hassen zu kochen, es gibt Kinder die ihr Eltern (in dem Fall Mütter) echt fordern und den Tag über kaum Zeit lassen um was vernünftiges im Haushalt zu machen. Es gibt Männer die ihre Frau kein Stück unterstützen wenn sie zu Hause bleibt, es gibt Menschen die nicht sehr belastbar sind, Frauen die erst mit Ende 30 oder später Mutter werden, Frauen die ihren Job und das denken und die Kontakte und Gespräche vermissen, Kinder die nachts und tagsüber einfach nicht oder sehr wenig schlafen, Frauen die nach 2 Stunden Schlaf nicht gut gelaunt aufstehen und die Küche schrubben usw. usf.

                Dazu kommt dass bei der Frau des TE auch Depressionen gut sein könnten, wenn sie so völlig teilnahmslos ist.

                Da dann (und auch noch in schwarz ...) zu schreiben dass man das ja selber toll hinkriegt und als Hausfrau zufrieden war hilft niemandem.

                Ich habe es auch immer hingekriegt, aber ich persönlich war nicht besonders glücklich in der Zeit.

                Dass die Frau des TE es nicht hinkriegt und außerdem offensichtlich fertig ist kann viele Ursachen haben (s.o.) die bei dir oder mir eben anders oder nicht gegeben waren! Natürlich könnte es theoretisch sein dass sie einfach nur faul und unverschämt ist, aber das ist wohl kaum anzunehmen bei dem was der Mann schreibt wie sie vor den Kindern war und was sie da alles gearbeitet und gemacht hat. Da scheinen mehrere Faktoren nicht optimal zu sein und dafür kann die Frau evtl. eben nur bedingt etwas!

                LG

                (11) 29.08.14 - 16:35

                Schön für dich!

          (12) 29.08.14 - 16:29

          Machste super. Kriegst nen Keks.

          (13) 30.08.14 - 00:47

          Ich finde es im Jahr 2014 nicht normal, dass automatisch die Frau kocht. Ich habe meinem Mann bereits in den ersten Wochen des Kennenlernens verklickert, dass ich nur einen heirate, der kochen kann - und promt hat er es gelernt, backen tut er inzwischen auch sehr gut.

          Und nein, ich koche nicht besonders gerne, und MÜSSEN tu ich das schon mal gar nicht, wenn die Kinder in Kita und Hort schon warm gegessen haben.

      (14) 29.08.14 - 12:02

      Hallo!
      Ich bin überrascht über DEinen Beitrag..normalerweise reagiere ich genau wie Du bei diesem Thema,aber ich sehe das hier ganz anders.Habe auch geantwortet.
      Ich möchte damit nur sagen ,wie unterschiedlich man das empfinden kann....;-)
      Wahrscheinlich liegt die "WAhrheit " irgendwo in der Mitte...
      Klar sind zwei kleine KInder kein Spaziergang,aber was ist das schon?? 38,5Stunden Woche in der Altenpflege?? Nein...definitiv nicht!;-)
      Es ist zu bewältigen,man kann sogar mehrere KInder großziehen ohne die komplette Eigenständigkeit am KLeiderhaken im KIndergarten abzugeben!!
      Ich finde es sehr schwer,einen guten Ratschlag auf diesen Beitrag zu geben..
      ES ist nur so schade,zuzusehen ,wie eine kleine Familie den Bach runtergeht...
      Liebe GRüße Iris

      • (15) 29.08.14 - 12:07

        Der Unterschied, den alle unterschätzen, ist der: Nach 38.5 h Altenpflege gehst du nach Hause und bist FERTIG!
        Bei Kindern bist du nie fertig. Das saugt schon. Die einen mehr, die andern weniger.

        lg thyme

        • Bei Kindern ist man nie fertig? Uff. Ich ja schon ab und zu. Da ist Arbeit wirklich eine Wohltat. :-)
          Ich arbeite allerdings auch nicht in der Pflege. Ich weiss aber schon, wie hart das ist.

        (18) 29.08.14 - 12:19

        Nein,glaube mir,ich unterschätze das nicht!;-)
        EIN Kind ist nicht unbedingt wenger anstrengend,drei machen nicht unbedingt wesentlich mehr Arbeit oder kosten mehr Nerven.Also,besser keine KInder?
        Nein ,das wohl mit Sicherheit nicht! I#schockIch habe Freundinnen ,kinderlose,die mir seit Jahren von ihrem anstrengenden Leben mit Vollzeitstelle erzählen....
        Ich halte mich für eine geduldige ,verständnisvolle ZUhörerin,ich glaube sonst würden diese FReundschaften (seit Jahrzehnten!!) nicht mehr existieren!
        WEnn sie dann nach Feierabend da saßen ,noch chic angezogen,und fix und fertig ,ich bekotzt in Schlabberklamotten ,Ringe unter den Augen von der Nacht..(von den KIndern wohlgemerkt!!:-D)...und hab sie dann wieder aufgebaut#freu.
        Ich wollte nicht mit ihnen tauschen ,nicht für den tollsten Urlaub und das tollste Auto!!
        Und bei mir waren es acht KInder!

    Wir haben erst ein Kind, und ich kann mir die ca. 15-20 Stunden, die ich pro Woche arbeite, frei einteilen. Dennoch ist es auch für mich die härteste Zeit meines Lebens. Ich habe auch oft keinen Kopf, was zu lesen (geschweige denn zu schreiben), und auf mich achten tue ich erst seit ca. 2-3 Monaten wieder (schminken etc.). Es ist nun mal so, dass ich ein extrem energiegeladenes Kleinkind habe, das mir hier die Fußleisten rausreißt, wenn es nicht ausgelastet ist, und nachts bis zu zehn Mal wach wird. Da hat man eben keinen Kopf für solche profanen Dinge wie "ein Buch über Kunst lesen" o.ä. ;-)
    Mittlerweile schminke ich mich wieder, aber manchmal brennen mir vom Schlafmangel dermaßen die Augen, dass ich kaum Mascara auftragen kann. Ich bin schlanker als vor der SS, aber nur, weil ich manchmal kaum zum Essen komme. #rofl Und ich ziehe mich nur schick an, weil das die Sachen sind, die in meinem Kleiderschrank oben liegen (so als kleiner Trick von mir :-p ).

    Im Ernst, ich denke, es kommt immer auf das Kind/die Kinder an. Und wer weiß, vielleicht hat der TE zu Hause zwei kleine Energiebündel, und seine Frau bräuchte einfach mal ein paar Stunden zum Auftanken...

So liest jeder etwas anderes.
Ich lese Frust und Sorge, Liebe und Wut, Enttäuschung und Hilfosigkeit.

Im übrigen finde ich die Vorstellung grauenhaft, dass der Mann abends allein sein Essen zubereiten soll um dann essend allein dazusitzen. Hallo Familie... :-(

Wenn die Frau "kein Bock" darauf hat, ihm das Essen zu machen, so klingt das nicht nach: "Lieber XY, machst du dir dein Essen heute bitte selbst warm, ich bin erledigt", sondern vielmehr nach: "Was geht mich dein Zeug an, kümmere dich selbst."

Sowieso wundert mich oftmals, wie die Abendrituale in manchen (oder gar vielen?) Familien wohl aussehen mögen, wenn es schon kein gemeinsames Abendessen mehr gibt.

Ich meine, er sagt, er kommt gegen 19 Uhr heim. Da kann man doch gemeinsam essen? Und das Essen auch gemeinsam zubereiten, wenn einer zu geschafft ist dafür?

Es geht hier also nicht darum, dass der Mann nicht weiss, wie man sich ein Brot schmiert, sondern dass er damit allein dasteht. Wobei "Familie" doch eigentlich etwas anderes meint, als sich nur die Wohnung samt Küche zu teilen...

  • das mit dem gemeinsamen essen sehe ich ganz ähnlich, nur finde ich halt nicht, dass es alleinige aufgabe der frau ist, dem mann das essen hinzustellen (und so las ich das in seinem text, dass da eben kein gedeckter tisch auf ihn wartet). das wäre doch ein punkt, wo man ansetzen könnte: "schatz, ich hab mir überlegt, es wäre schön, wenn wir künftig abends alle gemeinsam essen, was kann ich heute aus dem supermarkt mitbringen?"

    einfach mal machen! ebenso im haushalt. wenn man sieht, dass was zu tun ist, nicht fragen "kann ich dir helfen?" (zumal dieses "helfen" ja impliziert, dass es eigentlich ihre aufgabe ist und man sich freundlicherweise herablässt), sondern sich selbst verantwortlich fühlen. im zweifel hilft für den anfang vielleicht sogar ein haushaltsplan, in den alle anfallenden aufgaben eingetragen und verteilt werden, so hat jeder seine zuständigkeiten. freunde von mir haben kürzlich zu ihrem fünfjährigen sohn zwillinge bekommen und um das chaos im zaum zu halten, arbeiten sie mit projektplänen (wir arbeiten alle in werbeagenturen, vielleicht liegt's daran, dass uns das nicht komisch vorkommt ;-) )

    • (22) 29.08.14 - 12:51

      Wenn er (Vollzeit) arbeitet und sie zu Hause ist, IST der Haushalt nun mal ihre Aufgabe - Kinder hin oder her.

      • (23) 29.08.14 - 12:53

        nö, das sehe ich anders.

        • (24) 29.08.14 - 13:14

          Wenn ich Abends um 19 Uhr von der Arbeit zu meiner Familie nach Hause käme, wäre es natürlich klasse, wenn der Tisch schon gedeckt wäre, damit man noch gemeinsam essen kann. Danach würde ich entweder den Tisch abräumen und den Abwasch machen oder eben meine Kinder ins Bett bringen, so dass ich auch noch ein wenig Zeit mit ihnen verbringen kann. Notfalls könnte man sich diese Aufgaben auch so teilen, dass man gemeinsam die Kinder ins Bett bringt und anschließend noch den Rest erledigt.

          Ich fände es sehr trostlos, wenn ich nach Hause käme und mir meine Partnerin das Gefühl vermitteln würde, dass ich eine unerwünschte Person bin oder ich keine Familie habe.

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