mit den eltern frieden schliessen?

    • (1) 24.09.14 - 14:05
      %cone%

      Hallo an alle,

      seit einiger Zeit beschäftigt mich das Verhältnis zu meiner Familie wieder.

      Kurz zu den Randfakten: vor einigen Jahren brach der Kontakt ab.
      Grund war, dass mein Mann und ich etwas ungeplant schwanger wurden.
      Zu der Zeit waren wir im Hausbau, das Thema Hochzeit und Kinder wollten wir danach angehen.
      Wir haben uns nach der ersten Überraschung sehr darüber gefreut, aber meine Eltern machten ein Fass auf.
      Sie seien schockiert - muss man bei einer Ü-30igerin, die schon einige Jahre mit ihrem Freund zusammen ist, schockiert sein?

      In jedem Fall hagelte es Feuer aus allen Rohren.

      Wir sollen noch vor der Geburt heiraten, es sei eine kurze Sache, ein schnelles Mittagessen und fertig.
      Wir wollten das Ganze nicht so hektisch im Schnelldurchgang feiern und wollten nach der Geburt heiraten und schön im Spätsommer mit allen Beteiligten eine tolle Hochzeit feiern.
      Die Antwort meiner Eltern: das sei alles nur unnötige Schau, wir brauchen eine große Hochzeit nicht, da wir ja schon ein Kind erwarten, ich soll mir einen Hosenanzug kaufen und standesamtlich heiraten, fertig, das reicht.

      Unsere Beziehung wurde angezweifelt, mit teilweise ziemlich frechen Bemerkungen.
      Mein Freund war plötzlich nicht mehr gut genug.
      Hier und da und überhaupt hat er dies und das und jenes falsch gemacht oder gesagt oder sonstwas.
      Hier hat jemand was gesagt, da hat jemand was behauptet. Ob es wahr ist, bezweifle ich. Als ich meinen Eltern sagte, dass ich bei demjenigen mal anrufen werde, ruderte mein Vater sofort hektisch zurück, nein nein, da soll ich nicht anrufen.

      Über seine Eltern wurde gemeckert, warum sie meine Eltern nicht mal angerufen haben, um "das Problem zu lösen"?
      Mein Mann darf das Haus meiner Eltern nicht mehr betreten.

      Es gab nur freche Mails hin und her. Wie Ohrfeigen.

      Wir wollten mal zu ihnen fahren, um zu reden und standen vor verschlossener Tür.

      Unser Kind kam auf die Welt, sie kamen uns kurz im Klinikum besuchen.
      Danach hagelte es auch wieder nur Vorwürfe an meinen Mann, wo und wie er sich falsch verhalten hat, alles an den Haaren herbeigezogen.

      Dann stand der Termin zur Hochzeit fest, sie kamen nicht.
      Meine Mutter sagte mir, dass es meinem Vater ums Prinzip ginge.
      Mein Vater beschimpfte am Telefon meinen Mann hinter seinem Rücken als A*sch.

      Da brachen wir den Kontakt ab, nachdem wir mit den beiden mehrfach reden wollten und nur mit Vorwürfen abgeblockt worden sind.

      Wir haben geheiratet, inzwischen unser zweites Kind.

      Nach der Geburt unseres 2. Kindes haben wir auch meinen Eltern eine Geburtsanzeige (Karte) gesendet, da wir sie natürlich auch informieren wollten.
      Erst kam nur eine stocksteife e-mail, von wegen "Gratuliere!" und wir sollen bitte eine Kontonummer nennen, wohin sie einen Betrag überweisen wollten.
      Da schob ich schon wieder einen Zahn, da unser älteres Kind mit keinem Wort erwähnt worden ist.

      Auf die Mail haben wir uns dann nur kurz gemeldet, danke für die Glückwünsche, den Kindern geht es gut, MFG.

      Aber nun hatte ich vor kurzem Geburtstag.
      Von meinen Eltern kam ein Umschlag, darin ein kleines Geschenk und auch eine Kleinigkeit an unser älteres Kind. Und eine Karte mit Glückwünschen, darin auch Grüße an meinen Mann.

      Nun bin ich komplett neben der Spur.

      Mein Mann sieht es als ein Friedensangebot und ich soll vielleicht eine kurze Mail oder einen Brief zurückschreiben. Vielleicht mit ein paar Fotos der Kinder.

      Bitte versteht mich nicht falsch, es kann nun schwierig werden, Euch das Ganze zu erklären:

      Auf der einen Schulter sitzt ein Engelchen, dass sich freut, da ich mir oft Gedanken gemacht habe, ob es den beiden gut geht, ob alles okay ist, usw.

      Aber auf der anderen Schulter wütet ein keifendes Teufelchen, das mich an die ganzen Meckereien, Vorwürfe, das Hintenrum-Gerede, die Gemeinheiten erinnert.

      Ich bin hier ehrlich, ich weiß echt nicht, wie ich den beiden begegnen soll.
      Ich kann diese ganzen Gemeinheiten, die Miesmacherei, auch die Rumlügerei und die Tatsache, dass mein Mann so schlechtgemacht wurde, nicht ganz vergessen.

      Dauernd diese unausgesprochenen Erwartungen, die man so oder so nicht erfüllen kann.

      Es wurde mir von einer Freundin geraten, mit meinen Eltern Frieden zu schliessen, da sie sich sowieso nicht mehr ändern.
      Und ich soll nicht mit Vorwürfen anfangen, da sofort so oder so wieder Gegenfeuer kommt. Sie sehen sich im Recht, sie haben keine Schuld, etc.

      Aber ich kann hier auch keinen auf Friede-Freude-Eierkuchen machen und so tun, als wäre nichts gewesen. Und ich will hier auch nicht das Theaterstück Kaffee & Kuchen mit den Großeltern spielen.

      Und ich habe auch keine Lust, mit ihnen über Nachbars Schrankwand, und XY's dicken Hintern, und AB's gescheiterte Ehe zu reden. Das sind solche Nonsens Themen, die für mich null Sinn machen.

      Bei uns wurde nie miteinander geredet, sondern immer nur übereinander.
      Waren wir dort, wurde z.B. eine halbe Stunde über irgendeine bescheuerte Fritteuse geredet, die nur einen Löffel Öl braucht, und die Freundin meiner Mutter hat so ein Teil. Solches Blabla halt.
      Und drei Tage später rief meine Mutter an und textete mich zu, was mein Vater nach unserem Besuch alles behauptet hat.

      Ich mache dies falsch und ich mache jenes falsch, Und das findet er nicht gut. Und das war nicht okay. Und mein Mann hätte dies gemacht und mein Mann macht dies falsch.

      Warum kann man das nicht mal direkt ansprechen, wenn einen was stört? Warum muss man Zeit totschlagen, indem man über Fritteusen redet, statt dass man mal einfach sagt, ob und was einen stört?

      Das sind einfach diese Punkte, die mich nerven.

      Habt Ihr einen Rat, wie ich die Sache am geschicktesten angehen kann?
      Kurze e-mail mit ein paar Fotos im Anhang und etwas Blabla?

      Und wenn wir wieder Kontakt hätten und sie wieder mit ihrem Gemecker, ihren Einmischereien, ihrem Hintenrumgerede etc anfangen - macht es Sinn, ihnen Grenzen aufzeigen?

      Mann, ich weiß es nicht. Ich habe keinen Plan.

      Hat hier jemand die Erfahrung gemacht und ist seinen Eltern nach Jahren der Funkstille wieder begegnet? Und kann mir Ratschläge geben?

      Danke für Eure Hilfe.
      Ich kriege sonst wirklich viel auf die Reihe und weiß oft Rat, aber hier bin ich gerade überfragt.
      Bitte entschuldigt das lange wirre Geschreibsel.

      Danke und LG.

      • Hallo,

        das einzige, was ich deinem Posting entnehme ist, dass deine Eltern euch gegenüber sehr übergriffig sind euch scheinbar bis ins kleinste Detail euer Leben vorschreiben wollen.
        Geht es dann nicht so wie die Herrschaften es möchten (wie könnt ihr euch in eurem Alter nur ein Kind anschaffen;-)), ist die Reaktion entsprechend.

        Also ehrlich, einmal sauer auf sein (erwachsenes)Kind zu sein ist die eine Sache. Aber nicht zur Hochzeit der eigenen Tochter zu kommen eine ganz andere. Außerdem scheinen sie keinen Wert auf ihre Enkelkinder zu legen.
        Einen konkreten nachvollziehbaren Grund, warum sie nach der Bekanntgabe der Schwangerschaft deinen Mann so madig gemacht haben, kann ich aus deinem Posting nicht herauslesen.

        Kann sein, dass ich mich jetzt ziemlich weit aus dem Fenster lehne, aber ich würde keinen Kontakt suchen. Dein Vater zieht nach jedem Besuch von euch nur hinter eurem Rücken über euch her. In eurer Anwesenheit wird nur über Banalitäten geredet statt diese schreckliche Sache in einem ruhigen Gespräch zwischen Eltern und Kindern aus der Welt zu schaffen.
        Kann es sein, dass zwischen euch nie so die richtige Nähe war? In meinen Augen haben deine Eltern auch kein wirkliches Interesse, irgendetwas an eurem Verhältnis zu ändern.
        Ich interpretiere für mich, dass du für immer die ungehorsame Tochter bleiben wirst, die nicht nach ihrer Pfeife tanzt und das lassen sie dich jedes Mal spüren.

        Ich sehe es so, wenn ihr jetzt wieder hinfahrt, hat dein Vater hinterher etwas zum tratschen und du wirst merken, dass es ein Fehler war.

        Alles Gute

        Nici

        • (3) 24.09.14 - 15:15

          Hallo Nici,

          danke Dir für Deine Antwort.

          Sie kamen nicht zur Hochzeit, weil es meinem Vater "ums Prinzip" ging.
          Er wollte damals, dass wir sofort und noch vor der Geburt heiraten.

          Mein Mann wurde unter Druck gesetzt, dass er das "müsste", weil er sonst sein eigenes Kind "adoptieren" muss. Die Dame vom Standesamt hat mich später lachend allen Ernstes gefragt, ob es in dem Dorf, in dem meine Eltern wohnen, Strom und fließend Wasser gibt.

          Und sie hatten dann noch als Behauptung, dass wir ja sowieso bestimmt schon allen Leuten erzählt hätten, "wie böse" sie doch sind und deswegen möchten sie dort nicht auf die Feier kommen.

          Meine Frage ist halt nur, dass ich im Moment diesen "Ball" in den Händen halte, in Form einer Geburtstagskarte und einem Geschenk.

          Wie spiele ich diesen am geschicktesten zurück?

          Einen belanglosen Brief schreiben, mit Danke und Bitte und es geht uns gut?
          Und ansonsten erst einmal den Kontakt auf Distanz halten, halt mal zu Weihnachten oder Geburtstagen eine Karte?

          Denn würde ich mich nicht melden, gäbe ich ihnen damit Kanonenfutter, und sie hätten Argumente gegen uns. Den Gefallen möchte ich ihnen eigentlich nicht tun.

          LG

          • (4) 25.09.14 - 00:47

            Hallo

            Denn würde ich mich nicht melden, gäbe ich ihnen damit Kanonenfutter, und sie hätten Argumente gegen uns. Den Gefallen möchte ich ihnen eigentlich nicht tun.

            Damit hast du dir schon eigentlich selbst geantwortet.
            Bedanke dich für die Karte und das Geschenk. Gerne auch per Mail und das wars! Keine weiteren Kontakt versuche von eurer Seite. Wenn sie wirklich wollen hast du den Ball zurück gegeben und siehst dann schon was passiert. ( so würde ich es machen )

            Deine Eltern fuhren sich auf wie die Axt im Wald und das wird sich nicht ändern. Hut ab vor deinem Mann das er immer noch guten Willens ist.

            Lg und alles gute

      (5) 24.09.14 - 15:11

      Hallo,

      ich kenne so ein Verhalten von meinen Eltern.

      Wenn es dir ein Bedürfnis ist, bedanke dich in schriftlicher Form für das Geschenk, aber lass alles andere gut sein, es wird sowieso nichts bringen.

      Ich selbst habe keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern (meine Entscheidung) und das letzte Mal als es zu einem "Gespräch" kam, hagelte es wieder nur Vorwürfe, mein Mann wäre das Allerletzte und ich sowieso unmöglich und kann nichts richtig #bla

      Kannst mir auch gern eine PN schreiben, wenn du möchtest.

      LG

      (6) 24.09.14 - 15:27

      Ichnhabe ja auch den falschen Mann geheiratet. Und mit so JEMANDEN habe ich auch noch VIER!!! Kinder.
      Es war lange Funkstille. Als dass erste Kind geboren wurde hatte ich eine Karte geschickt. Mutter und Kind wohlauf.
      Nach dem zweiten Kind dachte ich, es müsste doch wohl wieder Kontakt sein. Sch!iesslich sind es die Eltern.
      Als das vierte Kind knapp ein Jahr alt war habe ich meine Mutter besucht. Nach zwei Tagen bin ich gefahren.
      Seitdem sah sie mich und Kinder so 1-2 mal im Jahr bei meiner Schwester. Reden? Ach warum denn. Es ist doch alles OK.

      Ja! Es ist wirklich alles OK. ICH habe keinen Kontakt mehr und seitdem geht es mir gut. Nächstes Jahr wird mein Vater 80. Mal schauen ob wir erwünscht sind. Wenn nicht kann ich hervorragend damit leben!

      Grenz dich ab.
      Schreib einen Brief, Gedanke dich und gut ist es. Ihr werdet kein vernünftiges Verhältnis hinbekommen. Auch nicht den Kindern zuliebe.

    • Schreibe einen Brief, worin du dich für die Geschenke bedankst und stecke ein paar Fotos rein. Das reicht.

      Deine Eltern müssen mit euch Frieden schließen und sich bei euch allen entschuldigen, und nicht umgekehrt. Sie müssen die ersten Schritte machen, nicht ihr.

      (8) 24.09.14 - 16:18

      Hallo,

      an deiner Stelle würde ich eine Dankes karte zurückschicken und ansonsten auf Distanz bleiben. Du ruinierst dir bloß deine Nerven und deine kostbare Zeit, die du mit irgendwelchen blabla verschwendest.

      LG Ella

      (9) 24.09.14 - 16:35

      Ich bin/war in einer ähnlichen Situation wie du und würde, wie hier auch schon mehrfach geraten, einfach einen kurzen Brief schrieben, mich für das Geschenk bedanken und ein paar Fotos der Kinder beilegen. Ansonsten würde ich gar nichts weiter machen.

      Ihr habt es lange genug versucht, aber deine Eltern haben es trotzdem nicht eingesehen und auch von einer Entschuldigung ihrerseits kann ich nirgendwo etwas lesen.

      Sie werden sich nicht ändern und auch euer Verhältnis wies sich nicht ändern.

      Ich kann nur sagen, den Kontakt so klein wie möglich zu halten, umso besser geht es dir und deiner kleinen Familie.

      Was ich erstaunlich finde, während des Hausbaus und auch vorher war dein Mann der perfekte Schwiegersohn und plötzlich nicht mehr? Oder gab es auch schon vorher Schwierigkeiten zwischen ihnen?
      Sind deine Eltern so religiös, von wegen vor der Ehe keine Kinder? Oder worum ging es ihnen?

      LG

      • (10) 25.09.14 - 10:43

        Hallo und danke.

        Ich bin inzwischen auch soweit, dass ich denke, ein kurzer Brief zurück mit "Danke und es geht uns gut" sowie ein paar Bilder der Kinder genügt erst einmal.
        Wir haben hier im Moment genügend andere Baustellen, beruflich, die Kinder haben Vorrang, und wir haben als Paar wenig Zeit für uns.
        Diese kostbaren Momente möchte ich mir nicht durch unnötige Zergeleien mit meinen Eltern ruinieren.

        "Was ich erstaunlich finde, während des Hausbaus und auch vorher war dein Mann der perfekte Schwiegersohn und plötzlich nicht mehr? Oder gab es auch schon vorher Schwierigkeiten zwischen ihnen?"

        Schwierigkeiten nicht direkt, aber manchmal wurde doch immer wieder an Kleinkram rumkritisiert.
        Er sei so ruhig. (Mein Exfreund redete im Vergleich viel und wurde als Dauerquatscher und Maulwerker bezeichnet. Mein Mann ist nun der eher ruhigere Mensch, aber das passt ihnen auch wieder nicht).
        Er würde dauernd nur an die Arbeit denken. (Wehe, er wäre ein einfacher Arbeiter oder faul)
        usw.

        "Sind deine Eltern so religiös, von wegen vor der Ehe keine Kinder? Oder worum ging es ihnen?"

        Nein, religiös auf keinen Fall. Mein Vater hat mit der Kirche nichts am Hut.
        Es ging nur ums Prinzip.
        Wir haben mehrfach betont, dass wir heiraten werden, wenn das Haus fertig ist und das Baby da ist. Aber wir möchten es nicht so überstürzt und hektisch machen.
        Auch möchten wir unsere Freunde dabeihaben, möchten im Spätsommer heiraten und nicht schnell-schnell im engsten Familienkreis im regnerischen Winter heiraten.

        Es ging nur ums Prinzip: sie schrien "sitz!" und als wir nicht wie erwartet "sitz!" machten, waren sie eingeschnappt.

        Und dass mein Mann damals nicht sofort damit reagiert hat, dass er mich heiraten wird.

        Er sagte mir später, dass er an diesem Tag von der Reaktion meiner Eltern dermaßen verunsichert war, dass er dafür einfach keinen Kopf hatte.
        Hier bin ich ehrlich - wäre es umgekehrt und meine Schwiegereltern würden mich versteinert anschauen und so reagieren, wüsste ich auch nicht, ob und wie ich reagieren soll und würde es auch bevorzugen, mich an diesem Tag eher bedeckt zu halten.

        Naja, so ist es.

    (11) 24.09.14 - 16:43

    Hallo,

    ich sehe das irgendwie anders als meine Vorschreiber und zwar genauso wie Dein Mann.

    Deine Eltern haben den 1. Schritt gemacht und ein Friedensangebot geschickt.

    ICH würde das als Chance sehen sich wieder anzunähern und würde einfach mal anrufen und ein Treffen vorschlagen, erst mal ohne Kinder.

    Dort würde ich die alten Geschichten ruhen lassen aber Regeln für die Zukunft definieren.

    Klappt das nicht, kannst Du den Kontakt immer noch wieder abbrechen und dann brauchst Du ja auch keinen 3. Versuch starten.

    Mal ganz ehrlich... wie viele Eltern hast Du?

    Selbstverständlich muss man sich nicht alles gefallen lassen - ich bin die letzte die das tut- und ich vertrete auch nicht die Meinung dass Blut dicker ist, als Wasser. Aber eine 2. Chance verdient doch jeder, oder nicht?

    Gruß K.

    P.S.: vllt. gehst Du mal in Dich und denkst darüber nach was es mit Dir und Deinen Gefühlen anstellen würde, wenn Du jetzt vom Tod Deiner Eltern erfahren würdest (ja ich weiß, klingt jetzt theatralisch, mein ich aber gar nicht so). Denk einfach mal darüber nach und wenn Dich das total kalt lassen würde, dann lass das mit dem Kontakt. Berührt es Dich aber, solltest Du vllt. handeln.

    Das Leben ist doch echt zu kurz um dauerhaft "wütend" zu sein :-)

    • Finde ich jetzt etwas schwierig die Aussage mit dem Tod und du hast nur ein paar Eltern.

      Ich sehe es so ja man hat nur ein mal Eltern aber ist das ein freifahrtschein sich alles erlauben zu können?

      Nein in meinem Augen nicht! Auch Eltern müssen ihre Kinder respektieren! Im Kleinkindforum ständig Thema man muss als Eltern die Bedürfnisse des Kindes akzeptieren. Als erwachsenes Kind genau so.

      Der Tod tja was soll ich sage ich bin Halbwaise und das schon sehr lange! Der Tod der Eltern oder eines Elternteils verklärt sehr viel. Und wenn die Beziehung zu den Eltern noch so schlecht ist oder garnicht vorhanden, wenn der Tod der Eltern einen kalt lässt dann hat man nen echtes Problem und in meinem Augen nicht mit den Eltern sondern mit der eigenen Menschlichkeit.

      Ja jeder hat ne zweite Chance verdient aber die Te und ihr Mann haben wohl schon einiges versucht. Also nochmal ne Chance geben? Kann klappen in dem Fall wohl aber eher nicht.

      M.m

      Lg

      • Schade, dass Du meine Antwort auf diesen einen Satz reduzierst.

        Ich habe der TE eigentlich viel mehr geschrieben.

        Der Grund warum ich überhaupt zur 2. Chance geraten habe, liegt darin dass die Eltern der TE den 1. Schritt gemacht haben, das klingt für mich wie ein Friedensangebot und ich lese im Beitrag der TE nichts darüber, dass das schon einmal vorkam...

        Gruß K.

        • Tut mir leid das es so rüber kam als würde ich deinen Beitrag nur auf diesen einen Satz reduzieren. Das war nicht meine Absicht.

          Ich finde das wie gesagt nur etwas schwierig als Argument.

          Ich habe in dem Beitrag der te irgendwo mitten drin ein oder zwei mal gelesen das sie mehrfach reden wollten aber vor verschlossener Tür standen bzw alles abgeblockt wurde.

          Und ihr Mann darf das Haus ihrer Eltern nicht betreten das finde ich schon ganz schön hart und ich könnte das nicht einfach unter den Teppich kehren.

          Oder meintest du das bisher noch kein Versuch von seitens der Eltern kam sondern bisher nur von der Seite der te?

          Lg

    (15) 25.09.14 - 08:31

    Hallo,

    auch ich habe keinen Kontakt zu meinen Eltern. Angefangen mit Kinkerlitzchen, geendet in einer riesigen hinterhältigen Front gegen mich. Aussprachen? Waren weder gewünscht, noch waren sie, wenn widerwillig zugestimmt, zielführend.

    Meine Eltern sind falsch, manipulativ, ich würde das schon als krankhaft bezeichnen. Meine Familie besteht aus einem wackeligen Gebilde, welches einzustürzen droht, sobald ich in der Nähe bin...

    Das nur am Rande.

    Jahrelang verpasste man mir Ohrfeigen, Arschtritte, redete hinter meinem Rücken, sagte mir offen das meine Befindlichkeiten keinen interessieren, man log und verheimlichte.....

    Was tat ich also?

    Es ist ja Familie
    Ein letzter Versuch
    Das muss doch irgendwie zu regeln sein
    Darüber kann man doch reden, sich aussprechen....

    Immer dann wenn ich einen Schritt auf alle zuging, obwohl man mich vorher quasi verbal krankenhausreif schlug, und ich dachte: "Hey, DAS kann jetzt ein Anfang werden"....ging diese Scheisse von vorne los und dann war wieder niemand bereit, über diese Geschichten zu reden sie zu klären, mich zu ERklären warum das alles passiert.

    Ergo: Kontaktabbruch meinerseits, komplette Funkstille...

    Was alles passierte passt auf keine Kuhhaut, nur soviel: Schrieb ich dies hier, könnte man das gewinnbringend an diverse Privatsender verkaufen...

    Nachdem ich mir also Jahrelang für "Ich bin so ein netter Mensch und halte unentwegt die andere Wange hin" weiterhin Watschen einfing, habe ich einfach NULL Komma NULL Antrieb dies weiterhin zu tun.

    Selbsterhaltungstrieb so zu sagen.

    Käme also meine gesammelte Familie wie die Familie der TE bei mir an und schrieben mir Briefe, als wäre NIX, würde ich aber sowas von die Füße still halten.

    Und ich kann dir auch sagen warum: Weil in meinem (und scheinbar ebenso dem der TE) Fall niemals eine Aussprache stattfand.

    Dabei geht es viel weniger um Schuldzuweisungen, als um ehrliches Aufarbeiten von dem was da so komplett fehl lief. Hält man mich (die TE) aber nun für so blöde schon WIEDER nachzugeben und zu sagen "ach komm, iss ja Familie", tut mir leid, aber da hört irgendwann der Spaß auf.

    Meine Eltern (und vielleicht auch die der TE) sehe keine Fehler in ihrem Verhalten, ergo werden die einen Teufel tun sich für die Zukunft zu ändern. Versprächen sie dies, würde ich aus Erfahrung sehr skeptisch sein.

    <<<Mal ganz ehrlich... wie viele Eltern hast Du?>>>

    Und das von mir soeben zitierte, sorry, bei allem Respekt und nicht persönlich dich angreifend, aber: Das ist der letzte Schmonz.

    Eltern, Familie, sucht man sich in der Regel nicht aus, ebenso wird man selbst höchstpersönlich erwählt...

    • (16) 25.09.14 - 08:46

      Hallo Thea,

      ich lese aus den Beschreibungen der TE nicht, dass sie auch nur annähernd so schlecht von ihren Eltern behandelt wurde wie Du das hier von Dir beschreibst.

      Ganz im Gegenteil, ich lese eher, dass immer alles in Ordnung war (nicht eitel Sonnenschein, aber eben "normal"), bis die TE ungeplant schwanger wurde und ihre Eltern scheinbar ein großes Problem damit hatten, dass sie ihre Familienplanung nicht traditionell in Angriff nahm und diese Schuld haben sie dem damals noch LG der TE zugeschoben.

      Ich entschuldige das Verhalten nicht, kann es aber verstehen. Gerade die älteren Generationen sind doch oft noch sehr streng erzogen worden und da kann man nun mal auch nicht so einfach aus seiner Haut. (auch wenn man es können sollte)

      Ich habe im übrigen auch betont, dass sie keine 3. Chance geben braucht und auch, dass ich NICHT der Meinung bin, Blut sei grundsätzlich dicker als Wasser - damit meinte ich, dass ich nicht die Meinung vertrete, dass Familie immer über alles gehen muss!

      Der Kernpunkt für mich in den Schilderungen der TE ist, dass ihre Eltern auf sie zugekommen sind und darin auch das 1. Kind und den Ehemann mit einbezogen haben.
      Das macht für mich schon einen gravierenden Unterschied zu Deiner Geschichte.

      Ich denke die Schilderungen der TE haben einen wunden Punkt bei Dir getroffen und darum reagierst Du so emotional, das ist verständlich, aber halt so gar nicht objektiv.

      Gruß K.

      • (17) 25.09.14 - 08:51

        Oh Gott, ich wollte gar nicht so sehr emotional und subjektiv wirken. Habe aber vielleicht doch zu sehr auf mich projeziert.

        Was allerdings einen wirklich wunden Punkt bei mir traf, sind diese Lügengeschichten, dieses "übereinandergerede" und schlecht machen anderer (ob nun innerhalb oder außerhalb der Familie)

        Damit komme ich schlecht klar und vielleicht gehe ich daher auch so fix an die Decke...

        LG

        (20) 25.09.14 - 11:03

        Hallo Thea, hallo Kruemelschn,

        danke für Eure langen Nachrichten und die Zeit.

        Es ist leider bei mir auch nicht das erste Mal, dass ich solche Probleme mit meinen Eltern habe.

        Es gab schon öfters solchen Krach.

        Einmal auch schon Funkstille, die über 5 Jahre dauerte.

        Damals war auch mein damaliger Freund der Grund.

        Sie kannten ihn nicht einmal, aber schürten ein Gerücht nach dem anderen über ihn.
        Er sei ein Idiot, die Eltern wurden niedergemacht, weil sie in einer Mietwohnung lebten.
        Er wurde nur noch runtergemacht, da er eine sehr teure Weiterbildung machte und aufgrunddessen mit 27 noch bei seinen Eltern wohnte (dort aber Kostgeld abgegeben hat).

        Er würde mich nicht lieben, sondern wolle mich nur f****n, sei nur auf das Haus meiner Eltern geil, der will doch nichts von mir, der hat sicherlich zehn andere am laufen, usw.

        Es wurde so hingestellt, als sei ich nicht liebenswert, sondern dass jeder Freund, den ich hatte, entweder nur Sex möchte oder nur aufs Geld aus ist.

        Mein Vater brüllte hinter verschlossenen Türen herum, dass der Typ mich ja nur durchb*mst, aber so, dass ich es hören kann.

        Bei mir zuhause durfte er nicht anrufen, war nicht erwünscht, soll sich bloß nicht blicken lassen.

        Diese Streitereien und das Rumgehacke belastete mich sehr, es gab lautstarke Auseinandersetzungen und Streitereien und als ich studierte griff ich (obwohl es garantiert nicht okay war) zur Notlüge und sagte meinen Eltern, dass wir nicht mehr zusammen seien.
        Ich hatte meine eigene Wohnung, konnte telefonieren solange ich wollte und niemand kontrollierte mich.
        Ich wollte einfach nur meine Ruhe.

        Natürlich kam es dann raus und wir brachen den Kontakt ab.
        mein Vater schrieb mir noch ordentliche Briefe, in denen er mich fragte, ob mich mein Macker nun hörig gef***t hätte.

        Die Jahre vergingen, in der Zwischenzeit haben mein damaliger Freund und ich uns auch getrennt (aufgrund der Berufe, jeder bekam einen Job und wir waren dadurch wieder 300km getrennt. Nochmal Fernbeziehung wollten wir nicht, also haben wir uns im Guten getrennt).

        Nach den Jahren kam meine Mutter dann auf mich zu, und ich versuchte es.
        Aber schon nach wenigen Tagen ging die Hackerei wieder los.

        Damals habe ich das gemacht. Und ich hatte mal eine Turtelei mit dem, da hat sich der Papa ja so geärgert. Und warum ich mit dem einen Freund nun Schluss gemacht hätte - die achsogroße Liebe kann es ja doch nicht gewesen sein.
        Und nur wegen der Entfernung, nein, nein, da muss mehr dahinter stecken.
        Sag es doch, gell, der hat Dich ein paar mal betrogen!
        Oder umgekehrt, ich bin ja auch so schlimm, da hält es ja sowieso keiner aus.

        Und es kamen weitere Zickigkeiten.
        Andere sind ja schon verheiratet, haben Kinder.
        Ob ich eine alte Jungfer bleiben will.
        Ich hätte ein langweiliges Leben.
        Irgendjemand hätte auch schon gesagt, ich sehe langweilig aus.

        Und natürlich die ganzen blöden Nullthemen wie Nachbars Couch, Nachbarins kläffender Hund, XYs dicker Hintern, usw.
        Und immer hinterher diese Anrufe "Papa hat gesagt, dass...!"

        Und dann lernte ich meinen Mann kennen.
        Es lief soweit gut, bis ich dann eben schwanger wurde.

        Den Rest kennt Ihr ja.

        Deswegen ist es für mich im Moment so schwierig.
        Vielleicht wäre es einfacher, wenn es nicht schon immer in der Vergangenheit diese Reibereien und Meckereien gegeben hätte.

        Ich beneide wirklich die Familien, die zusammenhalten und füreinander da sind.
        Wo man Probleme miteinander beredet, auch wenn es mal unangenehm wird.
        Aber dann ist es vom Tisch.
        bei uns werden sogar noch 20 Jahre alte Sachen aufgewärmt und älter.

        Als ich 17 war habe ich mal mit einem Kerl geturtelt, der halt "nur" Hilfskraft war.
        Mein Gott, jeder war mal jung, aber jeder macht Erfahrungen.

        Es war nur Geturtel, aber mein Vater schwört heute noch Stein und Bein, dass ich damals mit ihm in die Kiste gesprungen bin.
        Es gab Streit und Schreierei ohne Ende, als der Kerl bei uns zuhause angerufen hat.

        Und reibt es mir auch heute noch immer wieder unter die Nase.

        Mal ehrlich, was bringt es denn?
        Was oder wem nützt es denn?
        Keinem.
        Mich interessiert es nicht, ich weiß nicht einmal ob der Typ immer noch da arbeitet oder am Südpol Pinguine studiert oder ob er überhaupt noch lebt.
        Und ich denke, umgekehrt geht es ihm genauso.

        Es interessiert kein Schwein, aber meine Eltern reiten lieber darauf rum.
        Hauptsache, man kann einen Streit vom Zaun brechen.

        Ich weiß, es sind die Eltern, aber ich kann eigentlich schon Gift darauf nehmen, dass es nach einiger Zeit wieder mit den Meckereien losgeht.
        Ich will das eigentlich alles nicht mehr.

        Denke daher, dass ein Anstandsbrief mit einem Dankeschön angemessen ist, und gut ist.

        Danke in jedem Fall für Eure Zeit und die Ratschläge.

        LG

        • (21) 25.09.14 - 11:33

          So hört sich das natürlich ganz anders an, da würde ich dann auch keine Chance mehr geben.

          Ich dachte wirklich, das hat nur angefangen weil Du eben nicht traditionsgemäß Deine Familienplanung angegangen bist.

          Also, ich revidiere meine Aussage und behaupte das Gegenteil: ignorier die Karte und lass es beim Kontaktabbruch!

          Auf so eine Familie kann man gut und gerne verzichten.

          VG K.

(22) 24.09.14 - 16:53

"mit den eltern frieden schliessen?"

Klare Antwort von mir: Nein.

Da müsste bei mir, nach all diesen Beschimpfungen, Streits, nicht zur Hochzeit kommen, etc, schon mehr kommen, wie ein Glückwunschbrief und ein Geschenk zu meinem Geburtstag!!

Ich glaube nach dem ganzen was bei euch los war, würde ich vielleicht irgendwann wieder mit meinen Eltern reden, aber das Verhältnis wären sowas von abgekühlt, dass sie es nicht wieder gut machen könnten.

Nicht zur Hochzeit der eigenen Tochter kommen, wegen einem Enkelkind, welches vor der Hochzeit geboren wurde #kratz

Kann ich nicht verstehen.
Den Mann der eigenen Tochter schlecht machen #kratz
Auch dies ist für mich nicht nachvollziehbar, sorry.

(23) 24.09.14 - 18:35

Ich würde auch deinem Mann recht geben und es als Friedensangebot sehen. Ich kann mir auch vorstellen, dass es ihnen nicht leicht gefallen ist, diesen Schritt zu machen, schliesslich muss erst die Einsicht reifen, dass man vielleicht nicht korrekt gehandelt hat. An deiner Stelle würde ich Ihnen wahrscheinlich eine Chance geben.

Alles Gute, thyme

(24) 24.09.14 - 19:21

Ich sehe das wie Krulmelchen.
Jeder macht Fehler und schâmt sich dafür. Schön das sie auf Dich zugekommen sind. Lass Vergangenheit ruhen und mach auch Du einen Schritt zu Ihnen und vielleicht entsteht jetzt was schönes dabei. Sauer sein bringt nix. Für Euch und Deine Kinder! Viel Glück.

(25) 25.09.14 - 02:31

Ich finde das ganz schlimm, was du mit deinen Eltern erlebt hast. Sie haben dir was geschickt, das muss aber für dich nicht heißen, dass du über alle Geschehnise in der Vergangenheit das Mäntelchen des Vergessens legen musst.
Ich würde mich neutral bedanken, mehr nicht.

"Es wurde mir von einer Freundin geraten, mit meinen Eltern Frieden zu schliessen, da sie sich sowieso nicht mehr ändern."
Gerade DAS wäre kein Grund für mich, Frieden zu schließen. Wenn sie sich nicht ändern, was hast du denn zu erwarten? Immer wieder Druck, Vorwürfe?

Ich würde mich relativ bedeckt halten, wenn sie wirklich wieder Kontakt wollen, muss da schon mehr kommen als so ein halbgares Geschenk.

Top Diskussionen anzeigen