mit den eltern frieden schliessen?

    • (1) 24.09.14 - 14:05
      %cone%

      Hallo an alle,

      seit einiger Zeit beschäftigt mich das Verhältnis zu meiner Familie wieder.

      Kurz zu den Randfakten: vor einigen Jahren brach der Kontakt ab.
      Grund war, dass mein Mann und ich etwas ungeplant schwanger wurden.
      Zu der Zeit waren wir im Hausbau, das Thema Hochzeit und Kinder wollten wir danach angehen.
      Wir haben uns nach der ersten Überraschung sehr darüber gefreut, aber meine Eltern machten ein Fass auf.
      Sie seien schockiert - muss man bei einer Ü-30igerin, die schon einige Jahre mit ihrem Freund zusammen ist, schockiert sein?

      In jedem Fall hagelte es Feuer aus allen Rohren.

      Wir sollen noch vor der Geburt heiraten, es sei eine kurze Sache, ein schnelles Mittagessen und fertig.
      Wir wollten das Ganze nicht so hektisch im Schnelldurchgang feiern und wollten nach der Geburt heiraten und schön im Spätsommer mit allen Beteiligten eine tolle Hochzeit feiern.
      Die Antwort meiner Eltern: das sei alles nur unnötige Schau, wir brauchen eine große Hochzeit nicht, da wir ja schon ein Kind erwarten, ich soll mir einen Hosenanzug kaufen und standesamtlich heiraten, fertig, das reicht.

      Unsere Beziehung wurde angezweifelt, mit teilweise ziemlich frechen Bemerkungen.
      Mein Freund war plötzlich nicht mehr gut genug.
      Hier und da und überhaupt hat er dies und das und jenes falsch gemacht oder gesagt oder sonstwas.
      Hier hat jemand was gesagt, da hat jemand was behauptet. Ob es wahr ist, bezweifle ich. Als ich meinen Eltern sagte, dass ich bei demjenigen mal anrufen werde, ruderte mein Vater sofort hektisch zurück, nein nein, da soll ich nicht anrufen.

      Über seine Eltern wurde gemeckert, warum sie meine Eltern nicht mal angerufen haben, um "das Problem zu lösen"?
      Mein Mann darf das Haus meiner Eltern nicht mehr betreten.

      Es gab nur freche Mails hin und her. Wie Ohrfeigen.

      Wir wollten mal zu ihnen fahren, um zu reden und standen vor verschlossener Tür.

      Unser Kind kam auf die Welt, sie kamen uns kurz im Klinikum besuchen.
      Danach hagelte es auch wieder nur Vorwürfe an meinen Mann, wo und wie er sich falsch verhalten hat, alles an den Haaren herbeigezogen.

      Dann stand der Termin zur Hochzeit fest, sie kamen nicht.
      Meine Mutter sagte mir, dass es meinem Vater ums Prinzip ginge.
      Mein Vater beschimpfte am Telefon meinen Mann hinter seinem Rücken als A*sch.

      Da brachen wir den Kontakt ab, nachdem wir mit den beiden mehrfach reden wollten und nur mit Vorwürfen abgeblockt worden sind.

      Wir haben geheiratet, inzwischen unser zweites Kind.

      Nach der Geburt unseres 2. Kindes haben wir auch meinen Eltern eine Geburtsanzeige (Karte) gesendet, da wir sie natürlich auch informieren wollten.
      Erst kam nur eine stocksteife e-mail, von wegen "Gratuliere!" und wir sollen bitte eine Kontonummer nennen, wohin sie einen Betrag überweisen wollten.
      Da schob ich schon wieder einen Zahn, da unser älteres Kind mit keinem Wort erwähnt worden ist.

      Auf die Mail haben wir uns dann nur kurz gemeldet, danke für die Glückwünsche, den Kindern geht es gut, MFG.

      Aber nun hatte ich vor kurzem Geburtstag.
      Von meinen Eltern kam ein Umschlag, darin ein kleines Geschenk und auch eine Kleinigkeit an unser älteres Kind. Und eine Karte mit Glückwünschen, darin auch Grüße an meinen Mann.

      Nun bin ich komplett neben der Spur.

      Mein Mann sieht es als ein Friedensangebot und ich soll vielleicht eine kurze Mail oder einen Brief zurückschreiben. Vielleicht mit ein paar Fotos der Kinder.

      Bitte versteht mich nicht falsch, es kann nun schwierig werden, Euch das Ganze zu erklären:

      Auf der einen Schulter sitzt ein Engelchen, dass sich freut, da ich mir oft Gedanken gemacht habe, ob es den beiden gut geht, ob alles okay ist, usw.

      Aber auf der anderen Schulter wütet ein keifendes Teufelchen, das mich an die ganzen Meckereien, Vorwürfe, das Hintenrum-Gerede, die Gemeinheiten erinnert.

      Ich bin hier ehrlich, ich weiß echt nicht, wie ich den beiden begegnen soll.
      Ich kann diese ganzen Gemeinheiten, die Miesmacherei, auch die Rumlügerei und die Tatsache, dass mein Mann so schlechtgemacht wurde, nicht ganz vergessen.

      Dauernd diese unausgesprochenen Erwartungen, die man so oder so nicht erfüllen kann.

      Es wurde mir von einer Freundin geraten, mit meinen Eltern Frieden zu schliessen, da sie sich sowieso nicht mehr ändern.
      Und ich soll nicht mit Vorwürfen anfangen, da sofort so oder so wieder Gegenfeuer kommt. Sie sehen sich im Recht, sie haben keine Schuld, etc.

      Aber ich kann hier auch keinen auf Friede-Freude-Eierkuchen machen und so tun, als wäre nichts gewesen. Und ich will hier auch nicht das Theaterstück Kaffee & Kuchen mit den Großeltern spielen.

      Und ich habe auch keine Lust, mit ihnen über Nachbars Schrankwand, und XY's dicken Hintern, und AB's gescheiterte Ehe zu reden. Das sind solche Nonsens Themen, die für mich null Sinn machen.

      Bei uns wurde nie miteinander geredet, sondern immer nur übereinander.
      Waren wir dort, wurde z.B. eine halbe Stunde über irgendeine bescheuerte Fritteuse geredet, die nur einen Löffel Öl braucht, und die Freundin meiner Mutter hat so ein Teil. Solches Blabla halt.
      Und drei Tage später rief meine Mutter an und textete mich zu, was mein Vater nach unserem Besuch alles behauptet hat.

      Ich mache dies falsch und ich mache jenes falsch, Und das findet er nicht gut. Und das war nicht okay. Und mein Mann hätte dies gemacht und mein Mann macht dies falsch.

      Warum kann man das nicht mal direkt ansprechen, wenn einen was stört? Warum muss man Zeit totschlagen, indem man über Fritteusen redet, statt dass man mal einfach sagt, ob und was einen stört?

      Das sind einfach diese Punkte, die mich nerven.

      Habt Ihr einen Rat, wie ich die Sache am geschicktesten angehen kann?
      Kurze e-mail mit ein paar Fotos im Anhang und etwas Blabla?

      Und wenn wir wieder Kontakt hätten und sie wieder mit ihrem Gemecker, ihren Einmischereien, ihrem Hintenrumgerede etc anfangen - macht es Sinn, ihnen Grenzen aufzeigen?

      Mann, ich weiß es nicht. Ich habe keinen Plan.

      Hat hier jemand die Erfahrung gemacht und ist seinen Eltern nach Jahren der Funkstille wieder begegnet? Und kann mir Ratschläge geben?

      Danke für Eure Hilfe.
      Ich kriege sonst wirklich viel auf die Reihe und weiß oft Rat, aber hier bin ich gerade überfragt.
      Bitte entschuldigt das lange wirre Geschreibsel.

      Danke und LG.

      • Hallo,

        das einzige, was ich deinem Posting entnehme ist, dass deine Eltern euch gegenüber sehr übergriffig sind euch scheinbar bis ins kleinste Detail euer Leben vorschreiben wollen.
        Geht es dann nicht so wie die Herrschaften es möchten (wie könnt ihr euch in eurem Alter nur ein Kind anschaffen;-)), ist die Reaktion entsprechend.

        Also ehrlich, einmal sauer auf sein (erwachsenes)Kind zu sein ist die eine Sache. Aber nicht zur Hochzeit der eigenen Tochter zu kommen eine ganz andere. Außerdem scheinen sie keinen Wert auf ihre Enkelkinder zu legen.
        Einen konkreten nachvollziehbaren Grund, warum sie nach der Bekanntgabe der Schwangerschaft deinen Mann so madig gemacht haben, kann ich aus deinem Posting nicht herauslesen.

        Kann sein, dass ich mich jetzt ziemlich weit aus dem Fenster lehne, aber ich würde keinen Kontakt suchen. Dein Vater zieht nach jedem Besuch von euch nur hinter eurem Rücken über euch her. In eurer Anwesenheit wird nur über Banalitäten geredet statt diese schreckliche Sache in einem ruhigen Gespräch zwischen Eltern und Kindern aus der Welt zu schaffen.
        Kann es sein, dass zwischen euch nie so die richtige Nähe war? In meinen Augen haben deine Eltern auch kein wirkliches Interesse, irgendetwas an eurem Verhältnis zu ändern.
        Ich interpretiere für mich, dass du für immer die ungehorsame Tochter bleiben wirst, die nicht nach ihrer Pfeife tanzt und das lassen sie dich jedes Mal spüren.

        Ich sehe es so, wenn ihr jetzt wieder hinfahrt, hat dein Vater hinterher etwas zum tratschen und du wirst merken, dass es ein Fehler war.

        Alles Gute

        Nici

        • (3) 24.09.14 - 15:15

          Hallo Nici,

          danke Dir für Deine Antwort.

          Sie kamen nicht zur Hochzeit, weil es meinem Vater "ums Prinzip" ging.
          Er wollte damals, dass wir sofort und noch vor der Geburt heiraten.

          Mein Mann wurde unter Druck gesetzt, dass er das "müsste", weil er sonst sein eigenes Kind "adoptieren" muss. Die Dame vom Standesamt hat mich später lachend allen Ernstes gefragt, ob es in dem Dorf, in dem meine Eltern wohnen, Strom und fließend Wasser gibt.

          Und sie hatten dann noch als Behauptung, dass wir ja sowieso bestimmt schon allen Leuten erzählt hätten, "wie böse" sie doch sind und deswegen möchten sie dort nicht auf die Feier kommen.

          Meine Frage ist halt nur, dass ich im Moment diesen "Ball" in den Händen halte, in Form einer Geburtstagskarte und einem Geschenk.

          Wie spiele ich diesen am geschicktesten zurück?

          Einen belanglosen Brief schreiben, mit Danke und Bitte und es geht uns gut?
          Und ansonsten erst einmal den Kontakt auf Distanz halten, halt mal zu Weihnachten oder Geburtstagen eine Karte?

          Denn würde ich mich nicht melden, gäbe ich ihnen damit Kanonenfutter, und sie hätten Argumente gegen uns. Den Gefallen möchte ich ihnen eigentlich nicht tun.

          LG

          • Hallo

            Denn würde ich mich nicht melden, gäbe ich ihnen damit Kanonenfutter, und sie hätten Argumente gegen uns. Den Gefallen möchte ich ihnen eigentlich nicht tun.

            Damit hast du dir schon eigentlich selbst geantwortet.
            Bedanke dich für die Karte und das Geschenk. Gerne auch per Mail und das wars! Keine weiteren Kontakt versuche von eurer Seite. Wenn sie wirklich wollen hast du den Ball zurück gegeben und siehst dann schon was passiert. ( so würde ich es machen )

            Deine Eltern fuhren sich auf wie die Axt im Wald und das wird sich nicht ändern. Hut ab vor deinem Mann das er immer noch guten Willens ist.

            Lg und alles gute

      Hallo,

      ich kenne so ein Verhalten von meinen Eltern.

      Wenn es dir ein Bedürfnis ist, bedanke dich in schriftlicher Form für das Geschenk, aber lass alles andere gut sein, es wird sowieso nichts bringen.

      Ich selbst habe keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern (meine Entscheidung) und das letzte Mal als es zu einem "Gespräch" kam, hagelte es wieder nur Vorwürfe, mein Mann wäre das Allerletzte und ich sowieso unmöglich und kann nichts richtig #bla

      Kannst mir auch gern eine PN schreiben, wenn du möchtest.

      LG

      Ichnhabe ja auch den falschen Mann geheiratet. Und mit so JEMANDEN habe ich auch noch VIER!!! Kinder.
      Es war lange Funkstille. Als dass erste Kind geboren wurde hatte ich eine Karte geschickt. Mutter und Kind wohlauf.
      Nach dem zweiten Kind dachte ich, es müsste doch wohl wieder Kontakt sein. Sch!iesslich sind es die Eltern.
      Als das vierte Kind knapp ein Jahr alt war habe ich meine Mutter besucht. Nach zwei Tagen bin ich gefahren.
      Seitdem sah sie mich und Kinder so 1-2 mal im Jahr bei meiner Schwester. Reden? Ach warum denn. Es ist doch alles OK.

      Ja! Es ist wirklich alles OK. ICH habe keinen Kontakt mehr und seitdem geht es mir gut. Nächstes Jahr wird mein Vater 80. Mal schauen ob wir erwünscht sind. Wenn nicht kann ich hervorragend damit leben!

      Grenz dich ab.
      Schreib einen Brief, Gedanke dich und gut ist es. Ihr werdet kein vernünftiges Verhältnis hinbekommen. Auch nicht den Kindern zuliebe.

    • Schreibe einen Brief, worin du dich für die Geschenke bedankst und stecke ein paar Fotos rein. Das reicht.

      Deine Eltern müssen mit euch Frieden schließen und sich bei euch allen entschuldigen, und nicht umgekehrt. Sie müssen die ersten Schritte machen, nicht ihr.

      Hallo,

      an deiner Stelle würde ich eine Dankes karte zurückschicken und ansonsten auf Distanz bleiben. Du ruinierst dir bloß deine Nerven und deine kostbare Zeit, die du mit irgendwelchen blabla verschwendest.

      LG Ella

      (9) 24.09.14 - 16:35

      Ich bin/war in einer ähnlichen Situation wie du und würde, wie hier auch schon mehrfach geraten, einfach einen kurzen Brief schrieben, mich für das Geschenk bedanken und ein paar Fotos der Kinder beilegen. Ansonsten würde ich gar nichts weiter machen.

      Ihr habt es lange genug versucht, aber deine Eltern haben es trotzdem nicht eingesehen und auch von einer Entschuldigung ihrerseits kann ich nirgendwo etwas lesen.

      Sie werden sich nicht ändern und auch euer Verhältnis wies sich nicht ändern.

      Ich kann nur sagen, den Kontakt so klein wie möglich zu halten, umso besser geht es dir und deiner kleinen Familie.

      Was ich erstaunlich finde, während des Hausbaus und auch vorher war dein Mann der perfekte Schwiegersohn und plötzlich nicht mehr? Oder gab es auch schon vorher Schwierigkeiten zwischen ihnen?
      Sind deine Eltern so religiös, von wegen vor der Ehe keine Kinder? Oder worum ging es ihnen?

      LG

      • (10) 25.09.14 - 10:43

        Hallo und danke.

        Ich bin inzwischen auch soweit, dass ich denke, ein kurzer Brief zurück mit "Danke und es geht uns gut" sowie ein paar Bilder der Kinder genügt erst einmal.
        Wir haben hier im Moment genügend andere Baustellen, beruflich, die Kinder haben Vorrang, und wir haben als Paar wenig Zeit für uns.
        Diese kostbaren Momente möchte ich mir nicht durch unnötige Zergeleien mit meinen Eltern ruinieren.

        "Was ich erstaunlich finde, während des Hausbaus und auch vorher war dein Mann der perfekte Schwiegersohn und plötzlich nicht mehr? Oder gab es auch schon vorher Schwierigkeiten zwischen ihnen?"

        Schwierigkeiten nicht direkt, aber manchmal wurde doch immer wieder an Kleinkram rumkritisiert.
        Er sei so ruhig. (Mein Exfreund redete im Vergleich viel und wurde als Dauerquatscher und Maulwerker bezeichnet. Mein Mann ist nun der eher ruhigere Mensch, aber das passt ihnen auch wieder nicht).
        Er würde dauernd nur an die Arbeit denken. (Wehe, er wäre ein einfacher Arbeiter oder faul)
        usw.

        "Sind deine Eltern so religiös, von wegen vor der Ehe keine Kinder? Oder worum ging es ihnen?"

        Nein, religiös auf keinen Fall. Mein Vater hat mit der Kirche nichts am Hut.
        Es ging nur ums Prinzip.
        Wir haben mehrfach betont, dass wir heiraten werden, wenn das Haus fertig ist und das Baby da ist. Aber wir möchten es nicht so überstürzt und hektisch machen.
        Auch möchten wir unsere Freunde dabeihaben, möchten im Spätsommer heiraten und nicht schnell-schnell im engsten Familienkreis im regnerischen Winter heiraten.

        Es ging nur ums Prinzip: sie schrien "sitz!" und als wir nicht wie erwartet "sitz!" machten, waren sie eingeschnappt.

        Und dass mein Mann damals nicht sofort damit reagiert hat, dass er mich heiraten wird.

        Er sagte mir später, dass er an diesem Tag von der Reaktion meiner Eltern dermaßen verunsichert war, dass er dafür einfach keinen Kopf hatte.
        Hier bin ich ehrlich - wäre es umgekehrt und meine Schwiegereltern würden mich versteinert anschauen und so reagieren, wüsste ich auch nicht, ob und wie ich reagieren soll und würde es auch bevorzugen, mich an diesem Tag eher bedeckt zu halten.

        Naja, so ist es.

    Hallo,

    ich sehe das irgendwie anders als meine Vorschreiber und zwar genauso wie Dein Mann.

    Deine Eltern haben den 1. Schritt gemacht und ein Friedensangebot geschickt.

    ICH würde das als Chance sehen sich wieder anzunähern und würde einfach mal anrufen und ein Treffen vorschlagen, erst mal ohne Kinder.

    Dort würde ich die alten Geschichten ruhen lassen aber Regeln für die Zukunft definieren.

    Klappt das nicht, kannst Du den Kontakt immer noch wieder abbrechen und dann brauchst Du ja auch keinen 3. Versuch starten.

    Mal ganz ehrlich... wie viele Eltern hast Du?

    Selbstverständlich muss man sich nicht alles gefallen lassen - ich bin die letzte die das tut- und ich vertrete auch nicht die Meinung dass Blut dicker ist, als Wasser. Aber eine 2. Chance verdient doch jeder, oder nicht?

    Gruß K.

    P.S.: vllt. gehst Du mal in Dich und denkst darüber nach was es mit Dir und Deinen Gefühlen anstellen würde, wenn Du jetzt vom Tod Deiner Eltern erfahren würdest (ja ich weiß, klingt jetzt theatralisch, mein ich aber gar nicht so). Denk einfach mal darüber nach und wenn Dich das total kalt lassen würde, dann lass das mit dem Kontakt. Berührt es Dich aber, solltest Du vllt. handeln.

    Das Leben ist doch echt zu kurz um dauerhaft "wütend" zu sein :-)

    • Finde ich jetzt etwas schwierig die Aussage mit dem Tod und du hast nur ein paar Eltern.

      Ich sehe es so ja man hat nur ein mal Eltern aber ist das ein freifahrtschein sich alles erlauben zu können?

      Nein in meinem Augen nicht! Auch Eltern müssen ihre Kinder respektieren! Im Kleinkindforum ständig Thema man muss als Eltern die Bedürfnisse des Kindes akzeptieren. Als erwachsenes Kind genau so.

      Der Tod tja was soll ich sage ich bin Halbwaise und das schon sehr lange! Der Tod der Eltern oder eines Elternteils verklärt sehr viel. Und wenn die Beziehung zu den Eltern noch so schlecht ist oder garnicht vorhanden, wenn der Tod der Eltern einen kalt lässt dann hat man nen echtes Problem und in meinem Augen nicht mit den Eltern sondern mit der eigenen Menschlichkeit.

      Ja jeder hat ne zweite Chance verdient aber die Te und ihr Mann haben wohl schon einiges versucht. Also nochmal ne Chance geben? Kann klappen in dem Fall wohl aber eher nicht.

      M.m

      Lg

      • Schade, dass Du meine Antwort auf diesen einen Satz reduzierst.

        Ich habe der TE eigentlich viel mehr geschrieben.

        Der Grund warum ich überhaupt zur 2. Chance geraten habe, liegt darin dass die Eltern der TE den 1. Schritt gemacht haben, das klingt für mich wie ein Friedensangebot und ich lese im Beitrag der TE nichts darüber, dass das schon einmal vorkam...

        Gruß K.

        • Tut mir leid das es so rüber kam als würde ich deinen Beitrag nur auf diesen einen Satz reduzieren. Das war nicht meine Absicht.

          Ich finde das wie gesagt nur etwas schwierig als Argument.

          Ich habe in dem Beitrag der te irgendwo mitten drin ein oder zwei mal gelesen das sie mehrfach reden wollten aber vor verschlossener Tür standen bzw alles abgeblockt wurde.

          Und ihr Mann darf das Haus ihrer Eltern nicht betreten das finde ich schon ganz schön hart und ich könnte das nicht einfach unter den Teppich kehren.

          Oder meintest du das bisher noch kein Versuch von seitens der Eltern kam sondern bisher nur von der Seite der te?

          Lg

    Hallo,

    auch ich habe keinen Kontakt zu meinen Eltern. Angefangen mit Kinkerlitzchen, geendet in einer riesigen hinterhältigen Front gegen mich. Aussprachen? Waren weder gewünscht, noch waren sie, wenn widerwillig zugestimmt, zielführend.

    Meine Eltern sind falsch, manipulativ, ich würde das schon als krankhaft bezeichnen. Meine Familie besteht aus einem wackeligen Gebilde, welches einzustürzen droht, sobald ich in der Nähe bin...

    Das nur am Rande.

    Jahrelang verpasste man mir Ohrfeigen, Arschtritte, redete hinter meinem Rücken, sagte mir offen das meine Befindlichkeiten keinen interessieren, man log und verheimlichte.....

    Was tat ich also?

    Es ist ja Familie
    Ein letzter Versuch
    Das muss doch irgendwie zu regeln sein
    Darüber kann man doch reden, sich aussprechen....

    Immer dann wenn ich einen Schritt auf alle zuging, obwohl man mich vorher quasi verbal krankenhausreif schlug, und ich dachte: "Hey, DAS kann jetzt ein Anfang werden"....ging diese Scheisse von vorne los und dann war wieder niemand bereit, über diese Geschichten zu reden sie zu klären, mich zu ERklären warum das alles passiert.

    Ergo: Kontaktabbruch meinerseits, komplette Funkstille...

    Was alles passierte passt auf keine Kuhhaut, nur soviel: Schrieb ich dies hier, könnte man das gewinnbringend an diverse Privatsender verkaufen...

    Nachdem ich mir also Jahrelang für "Ich bin so ein netter Mensch und halte unentwegt die andere Wange hin" weiterhin Watschen einfing, habe ich einfach NULL Komma NULL Antrieb dies weiterhin zu tun.

    Selbsterhaltungstrieb so zu sagen.

    Käme also meine gesammelte Familie wie die Familie der TE bei mir an und schrieben mir Briefe, als wäre NIX, würde ich aber sowas von die Füße still halten.

    Und ich kann dir auch sagen warum: Weil in meinem (und scheinbar ebenso dem der TE) Fall niemals eine Aussprache stattfand.

    Dabei geht es viel weniger um Schuldzuweisungen, als um ehrliches Aufarbeiten von dem was da so komplett fehl lief. Hält man mich (die TE) aber nun für so blöde schon WIEDER nachzugeben und zu sagen "ach komm, iss ja Familie", tut mir leid, aber da hört irgendwann der Spaß auf.

    Meine Eltern (und vielleicht auch die der TE) sehe keine Fehler in ihrem Verhalten, ergo werden die einen Teufel tun sich für die Zukunft zu ändern. Versprächen sie dies, würde ich aus Erfahrung sehr skeptisch sein.

    <<<Mal ganz ehrlich... wie viele Eltern hast Du?>>>

    Und das von mir soeben zitierte, sorry, bei allem Respekt und nicht persönlich dich angreifend, aber: Das ist der letzte Schmonz.

    Eltern, Familie, sucht man sich in der Regel nicht aus, ebenso wird man selbst höchstpersönlich erwählt...

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