Komme nicht damit klar, nicht studiert zu haben

    • (1) 14.10.14 - 11:51
      esistmalegal

      Hallo,

      ich möchte gern anonym schreiben.

      In letzter Zeit merke ich immer mehr, dass ich nciht damit klar komme, nicht studiert zu haben. Ich habe das Gymnasium 2 Jahre vor dem Abitur abgebrochen. Meine Noten waren, bis auf Mathe, durchschnittlich. In Mathe war ich schon seit der 8. Klasse sehr schlecht. Ich wäre aber nicht sitzen geblieben und hätte das mit anderen Fächern ausgleichen können.

      Damals war ich 17 und dachte mir: mache ich halt eine Ausbildung. Das Geld lockte auch und ein eigenes Auto. In der Berufsschule war ich dann richtig gut. Habe nach einem Jahr nochmal abbrechen wollen und hatte auch eine neue Ausbildungsstelle bei einer Bundesbehörde gefunden. Übernahme recht sicher. Aber die habe ich schnell wieder abgebrochen und meine Ausbildung fortgesetzt. Ich kam da einfach nicht klar. Langer Fahrtweg, Berufsschule weit weg, ich kannte niemanden usw.

      Dann lief erstmal alles super. Ausbildung, Job. Leider war ich zwischendrin mal arbeitslos. Aber auch das habe ich überwunden und dann war ich einige Jahre beim gleichen Chef. Verhältnismäßig gutes Geld verdient, wohnte zu Hause, hatte ein großes Auto, ging jeden Samstag in die Stadt bummeln.

      Dann kam das erste Kind, ich ging halbtags arbeiten. Dann schnell das zweite Kind und dann konnte ich aus gesundheitlichen Gründen zunächst nach der Elternzeit nicht wieder arbeiten. Nun bin ich seit 3.5 Jahren zu Hause. Bekomme zwar noch ALG I. Aber das läuft ja auch irgendwann aus.

      Ich komme mir schlecht vor. Ich lerne immer mehr Leute kennen, auch im Kindergarten, die studiert haben. Oder sogar promoviert. Ich könnte heulen. Ich sehe mich inzwischen total am Abgrund. Ich habe inzwischen auch einige Bewerbungen geschrieben. Aber (sicher auch wegen der kleinen Kinder - die Lücke im Lebenslauf habe ich mit Elternzeit kaschiert) nur Absagen bisher bekommen.

      Ich habe Angst, dass ich nie wieder im Büro was finde. Und nur noch putzen gehen kann. Dabei habe ich fünf Jahre Ausbildung hinter mir.

      Aber Bürostellen halbtags vormittags (anders geht es nicht), gibt es quasi nicht. Und wenn, kommen darauf sicher hunderte von Bewerbungen.

      Inzwischen denke ich über Umschulung nach. Altenpflege. Da würde man immer einen Job finden. Evtl. auch kombinierbar mit Kindern/Schichtdienst beim Mann. Aber ich bin nicht so belastbar, habe es jetzt schon mit dem Rücken und dem Nacken oft ganz schlimm. Und reich wird man damit auch nicht. Ich mag sehr gerne alte Leute und komme gut mit ihnen klar. Aber mit schlechten Bedingungen in einem Heim würde ich auch nicht klar kommen.

      Wobei ich denke, dass ich die 1jährige Ausbildung neben den Kindern von der Theorie hier locker schaffen würde. Habe ja schon 5 Jahre Ausbildung hinter mir (im juristichen Bereich).

      Immer wenn ich Leute kennenlerene, speziell Frauen, die studiert haben, bin ich traurig. Ich könnte heulen, dass ich im Vergleich zu ihnen ein Nichts bin. Dabei weiß ich noch nicht mal, was ich gerne studiert hätten. Apothekerin wollte ich früher immer werden. Aber Naturwissenschaften lagen mir in der Schule ja gar nicht so sehr. Grundschullehramt vielleicht oder evtl. sogar Jura.

      Aber nun ist es zu spät. Abitur und studieren mit kleinen Kindern und ohne Betreuung für ist, ist reine Utopie.

      Ich komme nicht damit klar, immer eine "kleine Tippse" zu bleiben. Das geldliche ist natürlich auch Thema.

      Andere können sich schicke Dinge leisten. Häuser, Urlaube, neue Autos. Teure Klamotten usw. Eben weil sie studiert haben.

      Mein Mann ist Fabrikarbeiter. Da sind keine großen Sprünge drin. Wenngleich er noch einigermaßen verdient im Vergleich zu anderen Fabriken.

      Aber das war´s dann quasi mit Anfang 30. Ich habe einfach nur Zukunftsangst und ich schäme mich teilweise sogar. Wobei es schließlich andere Leute gibt, die mit Sicherheit gar nicht oder weniger ausgebildet sind als ich.

      Wenn andere Mütter mich im Kindergarten fragen, was ich arbeite, schäme ich mich zu sagen, dass ich Hausfrau bin zur Zeit. Wobei man sich ja eigentlich nicht dafür schämen braucht und ich im Gegensatz zu ihnen vom Zeitfaktor und vom Streßfaktor her ja Vorteile habe. Ich kann länger schlafen, morgens in Ruhe den Haushalt machen und kann am Nachmittag für die Kinder da sein.

      Aber das geldliche und die Anerkennung fehlen. Vielleicht kann mich ja hier jemand verstehen. Wenn ich bei meinem Mann damit anfange, wird er wütend und sagt, dass er nicht mehr als arbeiten kann und dass er eben nur ein Arbeiter ist. Dann hätte ich mir einen reichen Mann suchen sollen. :-(

      • Mache einen Termin bei der Arbeitsagentur zur Weiterbildungs -bzw. Studiumberatung.

        Die können dir Möglichkeiten aufzeigen und dich unterstützen.

        Wenn du Anfang 30 bist, hast du noch über 30 Jahre zu arbeiten. Und in dieser Zeit kannst du noch einiges machen..... auch mit Kindern.

        • Ich befürchte, dort wird sie nicht weiterkommen. Die Berufsberatung berät nur bis zum vollendeten 25. Lebensjahr.

          Möglicherweise kann im Rahmen der Arbeitsvermittlung eine bestimmte Fort- oder Weiterbildung empfohlen werden, aber ob die Möglichkeit einer Kostenübernahme besteht ist unklar. Das ist aus der Ferne nicht zu sagen.

          Kommt denn ein Studium noch immer in Frage? Abhängig von Wohnort und Studienrichtung ist nicht zwingend Abitur Voraussetzung. Ich würde mich vor Ort beraten lassen, wie es mit der Hochschulzugangsberechtigung ausschaut.

          Ich habe auch ohne Abitur studiert. Ich musste lediglich eine Prüfung ablegen.

          http://www.studieren-ohne-abitur.de/web/

          Natürlich sollte man sich erstmal darüber klar werden, was man eigentlich machen will.

          VG, Goldie

          • Sie hat viele Möglichkeiten.

            Weiterbildungen, Abi nachholen, Studium ohne Abi, Fernstudium, Hochschulstudium etc. pp.

            Die Agentur für Arbeit kann ihr Adressen und Auskunft über Unterstützung, oder Bafög geben. Online kann sie natürlich auch Info`s einholen.

            Allerdings habe ich immer lieber einen persönlichen Ansprechpartner, an den ich mich wenden und Fragen stellen kann. Das kann sie machen, wie sie will.

            <<<Die Berufsberatung berät nur bis zum vollendeten 25. Lebensjahr.>>>

            Wie kommst du darauf?

            • Ich habe dort einige Jahre gearbeitet. "Damals" war das so. Bei uns vor Ort ist es noch heute so, wie mein Mann neulich am eigenen Leib erfahren hat. Darum soll es aber nicht gehen.

              Davon darf man aber offensichtlich keine allgemeingültigen Rückschlüsse ziehen, denn im Onlineauftritt steht, dass auch Kunden beraten werden, die sich beruflich neu orientieren wollen:

              http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Ausbildung/Berufsberatung/index.htm

              Versuchen würde ich es, aber nicht alle Hoffnungen darauf setzen. Vielleicht bin ich auch nur deshalb so pessismistisch, weil ich voreingenommen bin und unsere örtliche Agentur ein chaotischer Sauhaufen ohne Fachwissen ist. Sorry.

              • Ich weiß was du meinst.

                Aber von einem Berater würde ich es generell nicht abhängig machen, sondern mir mehrere Meinungen einholen.

                Auch nicht unbedingt NUR von der Agentur für Arbeit.

                • Mir wollen und wollen spontan keine anderen Anlaufstellen einfallen, die nicht fachspezifisch beraten, d.h. wenn man noch nicht weiß, wohin die Reise eigentlich gehen soll.

                  • Zu wissen was genau sie will, ist natürlich Vorassetzung um zu sehen, wer sie dahingehend beraten kann.

                    Die Agentur ist ja auch mehr für Allgemeines bzw. speziell für Ihre Angebote.

      (9) 14.10.14 - 12:28

      Ich sehe bei dir nicht, das der zug schon abgefahren ist. Heutzutage gibt es viele hochschulen die fernstudium anbieten. Wenn du eh zuhause bist, dann hast du jetzt die gelegenheit zu studieren. der anspruch ist meist geringer als im präsensstudium, kannst dir deine lernzeiten einteilen und ab 30 bist du auch nicht zu alt. Oft brauchst du dafür kein abi, sofern du ausbildung hast und berufserfahrung.

      Also google mal gründlich und los gehts mit deinem studium!

      Hallo,

      Du bemitleidest dich ein wenig zu viel, nimm's mir nicht über das meine ich nicht böse, aber es tut dir nicht gut.

      Ja, manchmal geht es mir auch so weil ich vieles versaut habe in meinem Leben,aber es nützt nichts.
      Die Gedanken an "was hätte werden können" haben mich bloß schwer depressiv gemacht und habe ich hinter mir.
      Das was JETZT ist zählt und was ich daraus machen kann...
      Ich werde selbst auch nochmal umschulen müssen, mein Kleinster wird grad in der Kita eingewöhnt.
      Danach werde ich mir neue Möglichkeiten und Perspektiven überlegen was möglich ist,schwer arbeiten geht bei mir ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr.

      Es ist nie zu spät was aus sich zu machen.
      Ich hab an der Abendschule damals viele kennengelernt zwischen 20 und 40 Jahren die von Hauptschule bis Abi alles nachgeholt haben und jetzt noch viel aus sich machen.
      Die Tagesmutter meiner Schwester damals hat mit Mitte 30 nochmal angefangen zu studieren, es ist alles nur eine Frage der Organisation.
      Nur eben vom jammern wird es nicht besser ;-)

      Achja...allerdings macht mich das "nur" Hausfrau sein auch mürbe im Kopf und ich muss regelmäßig aufpassen nicht im Selbstmitleid zu versumpfen.
      Ich bin zwar mit 3 Kindern und einen davon Autist völlig ausgelastet, aber es fordert eben geistig nicht und das schlägt sich absolut auf die Stimmung aus.
      Daher verstehe ich das schon... Nur such dir konkrete neue Ziele und verfolge diese.
      Ich schätze dein Mann empfindet derzeit dein Gerede einfach als Druck auf ihm, meinem geht es manchmal auch so, obwohl er recht gut verdient.

      LG

      Ich kann Dich verstehen, allerdings habe ich auch ein wenig den Verdacht, dass es nichts mit einem fehlenden Studienabschluss zu tun hat, dass Du ein geringes Selbstwertgefühl hast.

      Dir fehlt offensichtlich Anerkennung, Du schreibst es ja auch selbst. Engagiere Dich in einem Verein, arbeite ehrenamtlich, mach Kurse, vielleicht eine Weiterbildung, such Dir einen Minijob- egal was, aber komm unter Menschen und tue etwas dafür, dass es Dir besser geht.

      Lass Dich beraten wie es beruflich weitergehen kann. Denke intensiv darüber nach, was Dir Freude machen würde und prüfe dann, ob und wie dieses Ziel zu realisieren ist.

      Alles Gute!

      Also, ich kann dich in einem trösten. Ich habe studiert, und bin dennoch momentan nur ein Tipse, weil ich in meinem Bereich einfach nichts finde. Geisteswissenschaften sind nicht immer so einfach #augen

      Hallo,

      es ist nie zu spät für einen neuen Weg! *sing* ;-)

      Nein, im Ernst, lass Dich doch mal beraten.
      Eine Weiterbildung ist oft sinnvoll.

      Mein Mann hat zuerst "nur" einen handwerklichen Beruf gelernt, dann hat er seinen Gesellen gemacht, dann den Meister.
      Aber es hat ihm (mit Ende 20) auch nicht mehr wirklich genügt.

      Also hat er erst den Betriebswirt gemacht + Abi nachgeholt, und dann mit einer Fernakademie seinen Diplomkaufmann gemacht.

      Während dieser Zeit hat er im Rettungsdienst gearbeitet und dann noch einige Jahre in seinem erlernten Beruf, um finanziell unabhängig zu sein.

      Es war ein hartes Stück Arbeit, aber er bereut es heute keinen Millimeter.

      Du kannst Dich ja mal schlau machen, wie es steht in puncto "Abitur nachholen".
      Und dann vielleicht auch ein Fernstudium dranhängen?

      Und bitte: vergleiche Dich nicht zu viel mit anderen und ziehe Dich selber nicht so stark runter.

      LG

      Mein Mann hat auch "nur" einen 10. Klasse-Abschluss und eine Ausbildung. Da er sich aber schon immer für die EDV interessiert hat, hat er sich ständig selbst weitergebildet und irgendwann in seiner Firma diesen Bereich übernommen. Mit Anfang 30 hat er sich jedes Wochenende noch einmal auf die Schulbank gesetzt - neben einem Fulltime-Job, 4 Jahre lang. Hat neben dem zusätzlichen Berufsabschluss auch noch Fach-Abi gemacht.

      In dieser Schule gab es noch viele andere, die in der EDV oder auch im BWL-Bereich einen Abschluss nachgeholt haben - alles Leute Ende 20 bis Anfang 40.

      Sowas könnte es doch auch bei dir geben. Informiere dich in Berufsschulen oder beim Arbeitsamt. Manchmal gibt es sogar finanzielle Unterstützung.

      Was Altenpflege anbetrifft: Da solltest du dich richtig informieren. Es gibt den normalen Altenpfleger und Altenpflegehelfer. Da gibt es große Unterschiede im Berufsbild, entsprechend auch große Unterschiede bei Berufschancen und Geld. Meine Schwester hat in deinem Alter (als Alleinerziehende) auch noch einer weitere Schule absolviert, damit sie in der Pflegedienstleitung arbeiten kann. Das heißt nicht nur körperliche Arbeit, sondern vor allem auch eine leitende Position mit viel Büroarbeit. So kann also auch gehen.

      (15) 14.10.14 - 13:25

      Hallo,

      Ich habe studiert- aber die gleichen Probleme wie du. Ich bin mit meiner beruflichen Situation sehr unzufrieden, aber ich war froh Monate nach Ende des Studiums überhaupt eine Stelle gefunden zu haben. Eigentlich bin ich für die komplett überqualifiziert, aber eine andere Stelle zu finden ist nicht einfach. Ich habe hier Familie und bin mittlerweile auch Mutter- besonders flexibel bin ich daher nicht. #schwitz Oft hab ich Komplexe, weil ich trotz Studiums beruflich nicht viel erreicht habe. Mir ist dann vor anderen unangenehm was ich genau beruflich mache und ich antworte darauf ausweichend und wage. Ich habe auch ein schlechtes Gewissen meinen Eltern gegenüber, weil die mein Studium finanziert haben.

      Ein Studium ist heute längst keine Garantie mehr für Erfolg ich bin kein Einzelfall. Du weißt nicht ob alle Akademiker die du beneidest wirklich ein besseres Leben führen. Oft ist das auch mehr Schein als Sein. Jura kann ich übrigens wirklich nicht empfehlen-bin Juristin

      Dir alles Gute#winke

      (16) 14.10.14 - 13:53

      Hi,
      Du bist halt ein Abbrecher.

      Mehrer Ausbildungen angefangen, endlich mal fertig geworden, bißchen gearbeitet dann Kinder und Mann.

      Am Studium hindert Dich das fehlende Abitur. Kann man nachholen, jetzt als Hausfrau mit Abendschule.

      Mit Rückenprobleme in die Altenpflege, kann man vergessen, haste ja schon gemerkt.

      Wenn Deine Bewerbung aber in dem Tenor ist, wie Dein Thread: Ich bin ganz klein, und habe nichts, und ich habe viele falsche Entscheidungen getroffen und nicht mal einen reichen Mann. Dann kommt da auch nichts bei raus.

      Geh mal zum Arbeitsamt, daß Du mal ein Bewerbertraining bekommst. Dann erstellst Du eine Initiativbewerbung die ansprechend ist und die schickste im Umkreis von 25 km, an jeden Betrieb mit mehr als 6 Mitarbeiter.

      Irgendwann haste mal einen 450 € Job, der Dich mal wieder auf Trab bringt, und dann weiter sehen, bis zur Teilzeit.

      Hausfrau ist ein anstrengender unterbezahlter Job. Mit einer 3 Zimmer Wohnung evtl. nicht, aber mit Haus und Garten, bräuchte man eigentlich keine Arbeit. Aber es befriedigt einen, mich jedenfalls, nicht.

      Mir fehlt kein Studium, aber ich hätte keine Kinder mehr zu bekommen.

      Gruß

      Hallo

      Vielleicht ist nicht nur der Bildungsabschluss, der dir fehlt. Es klingt so eine allgemeine Unzufriedenheit durch. Über das, was nicht erreicht wurde beim Blick auf das, was andere haben (wobei auch dort sicher nicht alles bar bezahlt wurde).

      Auch wenn ich im allgemeinen unser Bildungswesen nicht für das Beste halte, im Bereich der Erwachsenenbildung gibt es ein breites und auch bezahlbares Angebot.

      Es stimmt, ab einem bestimmten Alter tut man sich schwerer. Aber zu spät ist es noch nicht.

      Tue deinem Mann nicht dahingehend weh wie wenig zufrieden du bist. Das ist ungerecht. Sondern versuche, deine Bildung zu verbessern. Möglicherweise löst das ja auch bei ihm einen Impuls aus.

      Alles Gute
      oz

      du könntest immer noch studieren. Ich habe selbst einige Komilitonen jenseits der 40. Immerhin musst du noch einige Zeit arbeiten, da kannst du noch einige Jahre investieren und dann glücklich und zufrieden in deinem Traumjob arbeiten.

      Du bist noch jung, Du kannst noch einiges nachholen, warum schiebst Du Dich selbst auf's Abstellgleis?

      BTW meine Schwester hat vor über 10 Jahre ihr Biologiestudium abgeschlossen und hat bis heute nicht in ihrem Beruf Fuß fassen können.
      Es ist nicht alles Gold, was glänzt!

      Als ich das Studium begonnen habe, hiess es, dass es wichtig und richtig sei, dass es Perspektiven gibt, das es sich lohnt. Als ich es abgeschlossen habe, war die Weltwirtschaftskrise.

      So viel zu dem Thema.

      Ich arbeite auch nicht in meinem gelernten Beruf.

      Seit Oktober nehme ich es aber in die Hand. Ich bilde mich weiter, um im 2015 wieder mit Portfolio mich zu bewerben und gleichzeitig werde ich mich für ein Medizinstudium anmelden. Was ich letztendlich im Herbst 2015 machen werde, weiss ich jetzt noch nicht, bin aber von beidem überzeugt, inklusive vieler Vorgespräche, Praktika und jetzt Vorbereitungen.

      Eine Bekannte hat mit 27 Jahren jetzt angefangen Jura zu studieren. Einige Tiermediziner, die ich kenne, haben das auch mit Ende 20 gemacht.

      Du hast noch alle Möglichkeiten vor dir.

      Wichtig ist einfach, dass du dich bewusst entscheidest, anstatt es vor dich herzuschieben. Für das eine oder das andere oder was ganz anderes. Einfach, weil du dann damit zufriedener lebst.

      Plane deine Zukunft, deine Ideen, was du machen möchtest, was du machen kannst, gib' deiner Zukunft eine Form. Es wird nicht alles funktionieren, aber es gibt dir mehr Perspektiven.

      (21) 14.10.14 - 18:52

      Hmn, also wir haben auch schon ohne Kinderbetreuung studiert und gearbeitet und wenn mein Mann nicht noch nebenbei promoviert hätte, wäre das gar nicht mal so stressig gewesen. Und da du vom Kindergarten schreibst, hast du ja offenbar eine Kinderbetreuung. Und dein Mann hat nur eine 40h Woche, oder? Sofern du deine Kurse auf den Abend legst und ans Wochenende, ist auch ein Studium drin. Ansonsten gibt es natürlich noch das Fernstudium und du kannst deine Zeit noch viel freier einteilen. Auch das gibt es in Teilzeit und du hast ewig Zeit, bis du alle Module fertig haben musst. Bei einem Präzenzstudium musst du halt darauf achten, dass die Studien- und Prüfungsordnungen familienfreundlich gestaltet sind.

      Wieso hältst du das für utopisch? Und wie lange hast du denn gearbeitet? 3 Jahre Berufserfahrung reichen doch in den allermeisten Fachhochschulen aus, um ohne Hochschulreife studieren zu dürfen. Du musst dann auch kein Abitur nachholen!

      (22) 14.10.14 - 22:07

      Ich bin auch anfang 30, hab studiert, sogar mit sehr gut abgeschlossen, wollte promovieren... hab aber keine Finanzierung/Job dafür gefunden
      Tja, jetzt arbeite ich 20 Std im Einzelhandel... kein schlechter Job, macht mir auch Spaß... aber, dafür hab ich eigentlich nicht studiert und die Bezahlung ist auch nicht die beste

      Will sagen: Häng dich nicht an einem Studium auf, auch sowas kann schief gehen (und, leider bin ich nicht die Einzige der es so oder ähnlich ging, hätte nie gedacht das es soviele arbeitslose Promovierte gibt...) Überleg dir was du werden willst und arbeite daran! Es gibt, auch mit Kindern soviele Möglichkeiten sich weiterzubilden, voranzukommen
      Einfach ist und wird das nicht, aber wenn du ein Ziel hast, für das es sich lohnt, schaffst du es!

      (23) 15.10.14 - 05:19

      Schuldige, aber: Du solltest aufhören, Ausreden zu suchen. Zwischen 'ich bin Hausfrau' und 'ich habe einen Doktortitel' liegt jede Menge Platz, um einen finanziell und persönlich befriedigenden Job zu finden. Wobei ein Doktortitel definitiv kein Garant für einen solchen ist.

      Du müsstest halt Deine Wohlfühlzone 'nur Vormittags, keine körperliche Belastung und die Arbeitsbedingungen müssen nett sein' verlassen. Meine Schwester hat das - gänzlich unstudiert, Alleinerziehend mit Kleinkind - gemacht und ihren sicheren Halbtagsjob um die Ecke im ÖD gekündigt um einen stressigen Vollzeit-Job mit 120km Fahrtweg in der Privatwirtschaft anzunehmen. Sie hat die Zähne zusammen gebissen, es durchgezogen, viel viel Geld in die Kinderbetreuung gesteckt und verdient jetzt mehr als ich (studiert).

      Grüsse
      BiDi

      (24) 15.10.14 - 23:23

      Mir stellt sich die Frage, warum willst du studieren? Weil DU es willst, oder weil du der Meinung bist, dann ein höheres Ansehen zu haben? Bei letzterem brauchst du gar nicht darüber nachdenken, solltest eher zusehen, dass du wieder *für dich* Anerkennung an dich gewinnst.

      Mir war es immer egal, was andere Mütter im Kiga über mich denken, ich muss mich nicht messen, ich muss nichts besseres sein. Ich hätte studieren können, wollte aber nicht, ich habe Abitur gemacht und dann im Einzelhandel gelernt, dort bin ich auch heute noch tätig. Was andere, vor allem für mich fremde nicht wichtige Menschen davon halten, ist mir egal.

      Mein Mann (frisch getrennt) hat studiert, aber unsere gemeinsamen Bekannten (Freunde sind es für mich, für ihn nicht), rufen mich an, wenn es um Unternehmungen geht, weil ich mich nicht über meinen Studiengang profiliere, mich aufführe, als wäre ich etwas besseres, weil man mit mir *Pferde stehlen* kann, er kann nur über seine Arbeit reden, einfach mal zusammen sitzen und reden, über Gott und die Welt geht nicht.

      Ich habe nix dagegen, wenn jemand studiert hat (mein bester Freund hat auch studiert), aber es gibt keinen Garant dafür, dass man damit besser ankommt.
      Wenn du studieren möchtest, ist mit 30 noch alle Zeit, aber nicht um sich aufwerten zu können, denn das wird dich nicht glücklicher machen und dir auch nicht weiter helfen, denn für mich klingt es so, als ginge es dir nur um dein Ansehen.

      LG

      (25) 16.10.14 - 01:36

      Du steckst in einer ganz ganz blöden Falle.

      Du bekommst selber nicht viel auf die Reihe. Wie viel Ausbildungen hast du nach der abgebrochenen Schule auch abgebrochen?

      Du kannst wegen dem und dem nicht in deinem ursprünglichen Job arbeiten und obendrein hast dir den falschen Mann angelacht. Dein Mann arbeitet vermutlich ziemlich hart und nicht gerade ein Traumjob so ne Fabrikarbeit. Du bist zuhause.

      Du wünschst dir diverse materielle Dinge die nicht drin sind. Such dir nen Job egal was dann gehen mache Sachen.

      Du wünschst dir Anerkennung von meiner Seite hast du die! Ich würde verblöden nur zuhause.

      Warum machst du dich denn eigentlich wirklich schlechter als du bist? Warum verlässt du nicht deine Jammer Komfort wohlfühlzone und tust was?

      Ich habe auch kein Abi! Wollt ich nicht. Ich habe gegen Widerstand meiner Eltern meinen Traumberuf erlernt und habe da sehr viel erreicht! Ich bin mit eine der besten auf meinem Spezialgebiet. Nö vor mir stehen oft die Frau dr und auch Prof aber ich hab da kein Problem mit. Ich bin gut in dem was ich mache und die in dem was sie machen.

      Such dir was was du wirklich machen willst und dann los! Du bist zu Jung zum jammern!

      Grüße

      Ps Ein enger Freund fängt gerade noch mal von vorne an. Ex Bänker keine Lust mehr auf die Heuchelei Nu wird er Grundschullehrer. Erstsemester Student mit 37.

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