Mein Kind wurde angefasst:-(

    • (1) 15.10.14 - 23:51
      ickannesnichtfassen

      Und zwar geht es darum was mein Kind mir heute erzählt hat oder besser das es aus ihr rausgeplatzt ist als wir uns über Sexualität usw unterhalten haben. Wir redeten übers Küssen und was dabei bei einem Mann passieren kann und darauf kam dann von ihr, meinst du wie bei R***y(mein Schwager, ihr Onkel)? Und ich dann total geschockt habe gefragt bitte was? Nach langem einreden auf das Kind ob da noch mehr passiert ist (an ihrem Verhalten habe ich gemerkt das es noch nicht alles war) erzählte sie mir dann anhand von Zeichensprache, weil sie sich so geschämt hat und sich immer noch schämt, das noch mehr vorgefallen ist. Sie streckte die Zunge raus und zeigte auf ihre Mumu, ich dummi habe das erst garnicht gerafft was sie mir damit sagen wollte. Aus lauter verzweiflung, völlig aggressiv und aufgebracht sagte sie dann schluchzend mit Worten was sie gemeint hat. Sie sagte dann das sie ihm mitgeteilt hat das sie das nicht möchte und darauf hin hat er sie gefragt ob er seinen Finger nass machen und an ihre Mumu fassen darf, was sie dann zugelassen hat. Ich bin völlig ausser mir vor Schock/Wut/Hass. Ich habe meine Tochter die gestern 9jahre geworden ist noch nie so aufgelöst und völlig in Panik erlebt. Sie denkt das sie jetzt richtig ärger bekommt und möchte auch mit keinem anderen darüber sprechen. Wir hatten heute unser abschlussgespräch beim Kinderpsychologen(was auf meiner sache beruht) und der meinte das meine Tochter keine Auffälligkeiten zeigt (auf Depression oder zwänge gerichtet) sie sich aber so gibt wie sie denkt das andere es von ihr erwarten. Ich werde morgen früh meine Tochter nehmen und umgehend diese Praxis noch einmal aufsuchen. Meine Tochter muss jetzt wissen das es Leute gibt die hinter ihr stehen und versuchen ihr zu helfen. Sie weigert sich aus Scham allerdings das noch einmal zu erzählen da sie angst hat das er (zu dem kein Kontakt mehr besteht) jetzt sehr viel ärger bekommt. Es kann auch nicht mehr gesagt werden wann das ganze war. Was kann ich denn jetzt noch machen? Wie kann ich sie noch bestärken und ihr begreiflich machen das nicht sie die jenige ist die was falsch gemacht hat? Ich könnte durch drehen. Ich habe meine Tochter noch nie so verängstigt und aufgelöst erlebt. Sie hat am ganzen Körper gezittert, war sehr blass und hatte dolle Bauchschmerzen (sie meinte es fühle sich an als wenn der ganze Bauch zittert?). Es ging gerade Bergauf nachdem ich letzte Woche Donnerstag nach einer 5wöchigen Psychotherapie nach Hause entlassen wurde und jetzt kommt der Hammer. Meine Tochter kann da überhaupt nichts für, aber mir reist es gerade wieder den Boden unter den Füßen weg.
      Entschuldigung für den langen Text, bitte nicht genervt sein, aber ich komme gerade einfach nicht zur Ruhe.

      Diskussion stillgelegt
      • Oh verdammt!

        Schwierig zumal du selber noch nicht wieder gefestigt scheinst.

        Zu aller erst baue keinen Druck auf und zwing sie auf keinen Fall zum Psychologen zu gehen. Versuche dich zu beruhigen und morgen noch mal in aller Ruhe mit ihr zu sprechen.

        Sage ihr in ruhigen Worten das sie nichts dafür kann und sie keine schuld hat. Sie muss sich nicht schämen und du liebst sie! Sag ihr immer wieder das du sie liebst! ( hatte ich mir damals gewünscht)

        Versuche ihr zu erklären das du ihr zur Seite stehst egal was kommen mag und das du es gut finden würdest wenn sie mit dem Psychologen spricht. Zu ihm hat sie vermutlich ein gutes Verhältnis und kann sich ihm zu gegebener zeit öffnen.

        Und dann Polizei! Und zwar unbedingt!

        Klar es möchte keiner das sowas groß Thema wird aber dem Mann muss das Handwerk gelegt werden! Wer weiß wo das noch endet!

        Zu allerletzt möchte ich dir sagen auch dich trifft keine schuld! Auch du kannst nichts dafür!

        Ich wünsche euch alles alles gute! Und viel kraft!

        Lg

        Diskussion stillgelegt
        • (3) 16.10.14 - 00:17
          ichkannesnichtfassen

          Danke für deine antwort.
          Meine Tochter möchte nicht das wir zur Polizei gehen. Deswegen hatte ich zu aller erst vor morgen früh die Praxis noch einmal aufzusuchen und mit denen sprechen und klären zu können wie es jetzt erstmal weiter gehen kann und meine Tochter die Scham verliert und darüber reden kann. Ich weiß das sie die niemals komplett verliert aber sie soll wissen das sie mit mir über alles reden kann und auch soll wenn sie was belastet. Nein über den Berg bin ich noch nicht, bin/war aber auf einem guten Weg. Im mom jedoch hab ich das gefühl das die harte Arbeit an mir in der Klinik völlig umsonst war und jetzt alles wieder wegbricht.

          Diskussion stillgelegt
          • Du solltest auf jedenfall morgen dort hingehen allein wegen dir!

            Die können dich auch wieder auffangen und dir auch erstmal ohne deine Tochter mitzunehmen helfen.

            Vlt ist es sogar besser wenn du erstmal alleine mit jemandem dort sprichst. Die werden dir helfen können besser mit der Situation und auch mit deiner Tochter umzugehen.

            Das sie das alles nicht möchte ist verständlich! Man schämt sich so sehr! Geh mit gutem Beispiel voran.

            Diskussion stillgelegt

      Puh, das ist schon ziemlich hart. Ich kann sowohl dich als auch sie verstehen.

      Ich war selber in ihrer Situation, nur dass ich mich erst mit ca 14 daran erinnert habe.
      Und als es aus mir raus geplatzt ist, fühlte ich mich auch schlecht und wollte nicht, dass es für meinen Onkel Konsequenzen hat. War damals mit meiner Mutter bei einer Organisation, die Kinder in solchen Situationen betreut und hilft.
      Ich hab zum Glück keinen Schaden genommen und denke auch heute noch nicht schlecht von meinem Onkel.
      Obwohl ich meine Kinder auch nicht mit ihm alleine lassen würde, habe aber so gut wie keinen Kontakt zu ihm.
      Das Beste was du tun kannst,ist sie zu unterstützen und ihr zeigen, dass sie keine Schuld trägt. Und der Therapeut ist garantiert auch hilfreich.

      Wünsche euch alles Gute.

      Diskussion stillgelegt
      • (6) 16.10.14 - 00:21
        ichkannesnichtfassen

        Danke. Tut mir leid das du das auch durchmachen musstest. Ja für sie ist es sehr hart. Er war eine wichtige Person in ihrem Leben, bis es zum Bruch kam. Hätte ich gewusst was er mit ihr macht (und genau das mache ich mir gerade zum Vorwurf, das ich das nicht mitbekommen habe) hätte ich schon viel früher den Kontakt abgebrochen.

        Diskussion stillgelegt
        • Du brauchst dir keinen Vorwurf machen. Auch meine Mutter fiel aus allen Wolken als ich es erzählt habe. Hat mir aber sofort geglaubt, worüber ich sehr froh war.
          Ich habe es nie nach außen gezeigt, war so wie immer. Mein Onkel ist nur 10 Jahre älter als ich, war also beim ersten Übergriff selber noch minderjährig und hatte Probleme mit anderen Mädchen . Was keine Entschuldigung ist, aber zumindest eine Erklärung, warum er sich an mich gewendet hat. Ich hab es auch nie der Polizei gemeldet, wollte ich nicht. Ob das richtig oder falsch war/ist, kann ich nicht sagen.

          Sei für sie da und höre ihr zu, wenn sie bereit zum Reden ist.

          Diskussion stillgelegt

    Meine Tochter war in etwa gleich alt wie deine jetzt, als sie ziemlich dasselbe erlebt hat und ich es von ihr auf die ziemlich gleiche Weise spätabends erfahren habe.
    Wie du wollte ich am nächsten Morgen direkt losrennen, direkt agieren. Das Abwarten in der Nacht bis es endlich Morgen wird war schrecklich.
    Dennoch, deine Tochter musst du vor überstürzten Schritten schützen, Fehler in dieser Phase sind für das Opfer gleich noch mal so schlimm, so übergriffig, wie die Tat selber. Kinder sind zum Glück so unheimlich stark, sie können solche Erlebnisse verarbeiten. Aber wichtig ist wirklich, dass dabei nicht noch mehr Porzellan zerschlagen wird.

    Geh du unbedingt sofort zum Psychologen, aber vorerst ohne sie. Gehe auch zur Opferberatungsstelle, Weisser Ring müsste das sein bei euch? Auch ohne sie. Erst wenn du ganz sicher bist, wer die richtige Ansprechperson für dein Kind ist, was das richtige Vorgehen ist, erst dann kann deine Tochter zugezogen werden.

    Wenn es zu einer Anzeige kommt (was unbedingt sein sollte), dann gibt es Möglichkeiten das so zu machen, dass deine Tochter ein einziges Mal aussagt, zb. bei einer sehr erfahrenen und von der Polizei gestellten Psychologin, und ihre Aussage dann auch vor Gericht Gültigkeit hat.

    Im Moment hilft dir das vielleicht wenig, vielleicht gibt es dir aber ein bisschen Hoffnung: meine beiden betroffenen Töchter sind heute junge, selbstbewusste Frauen, mit Abitur, Studium, langjährigen, glücklichen Partnerschaften. Der Missbrauch gehört zu ihrer Lebenserfahrung, war nie ein Tabu in der Familie, hat für sie aber heute nach eigenen Aussagen "kein Gewicht mehr".

    Diskussion stillgelegt

    Ich wäre als allererstes zur Polizei gegangen, so ein Schwein gehört angezeigt, sonst macht er genauso weiter.

    Deiner Tochter musst Du nun ein starker Rückhalt sein, ihr sagen, dass es richtig war, dass sie dir alles erzählt hat und dass der Onkel sich falsch verhalten hat.
    Ich würde an Deiner Stelle erstmal eine Notstelle alleine konatktieren (z.B. http://junoma.de/index.php?id=126 )und erfragen, wie Du Dich ihr gegenüber korrekt verhälst und auch mit dem Psychologen sprechen.

    Diskussion stillgelegt
    • Ja, der Täter gehört angezeigt, aber überstürzt zur Polizei gehen ist in der Situation nicht angezeigt.
      Der Opferschutz muss höchste Priorität haben, deshalb IMMER in so gelagerten Fällen zuerst zur Opferberatung.

      Polizei und Krankenhaus wären dann die allererste Anlaufstelle, wenn das Delikt gerade passiert ist und es allenfalls noch zu sichernde Spuren wie zb. Sperma gäbe.

      Diskussion stillgelegt

Puh, das ist sehr sehr schlimm.
Aber ich finde, die Polizei muss das wissen - es gibt sooooviele Wiederholungstäter, die dann vielleicht noch Schlimmeres mit einem Kind anstellen !!

Vorschlag:
Kann vielleicht eine dritte Person bei der Polizei nachfragen, ob sie für so eine "Vernehmung" eine KinderpsychologIN haben, die ins Haus kommen würde ?
Es gibt sowas. Dann ist der Kerl wenigstens aktenkundig.
Normalerweise ist die Justiz heute schon sehr vorsichtig und rücksichtsvoll in Dingen, die Kinder betreffen.
Stell Dir nur mal vor, an wievielen kleinen Mädelchen der Dreckskerl das vielleicht schon wieder versucht hat ?
Meine Enkelin ist bald 8 Jahre alt und es wäre ihr genauso schrecklich peinlich, darüber zu reden wie Deinem Kind. Ich würde es aber trotzdem versuchen, ihr zu erklären, dass dieser Mann sowas nie wieder tun darf - und dass SIE überhaupt nichts dafür kann.

Wenn Du ohnehin Kontakt zu Psychologen hast, kann dieser vielleicht helfen ?!
Alles Gute.
LG Moni

Diskussion stillgelegt

Du musst das so sehen: Gut, dass du in der Klinik warst und wieder mehr Kraft für das hast, was kommen wird. Gut, dass du hinter deiner Tochter stehst und sie schützen wirst!

Ich würde an deiner Stelle mal bei der Polizei anrufen und fragen, was du machen sollst. Es gibt doch auch so Vereine, Wildwasser habe ich schon einmal gelesen. Alles Gute für euch!

Diskussion stillgelegt

Kann es sein, dass du leicht über reagierst und sich dein "Durchdrehen" auf dein Kind überträgst?

Eigentlich ist doch erst mal an der Geschichte nichts bewiesen.

Gerade weil das ein heikles Thema ist, sollte man mit kühlem Kopf reagieren. Du aber kletterst die Tapete hoch.

Jetzt wirst du sie womöglich solange zu Psychologen schleppen bis du das Ergebnis hast, dass du haben willst.

Ich lese auch nicht heraus, dass du deinen Schwager mal angerufen hast und ihm deine Verdachtsmomente geschildert hast.

Wohin soll das führen?

Kinder erzählen auch mal Geschichten. Vielleicht reagiert sie so, wie sie reagiert, weil ihre Mutter total abdreht.

Wie gesagt, kühler Kopf ist besser als direkt auf 180 aufzudrehen.

Diskussion stillgelegt
  • Ich bitte dich, woher soll ein neun jähriges Mädchen was von oralverkehr wissen und wissen was man mit nassen Fingern in der scheide macht. Mich graust es schon Es nieder zu schreiben.
    wie mag es dieser Mutter gehen und dem Kind dazu!

    Hast du Kinder? Wie würdest du reagieren wenn sie kommen und mehr als aufgelöst von so einem traumatischen Erlebnis erzählen? Gar nicht?
    Ich würde genauso aufgelöst reagieren und dieser Mann könnte von Glück reden seinen Kopf noch auf den Schultern tragen zu dürfen!

    Natürlich muss sie sich bremsen und einen kühlen Kopf bewahren, weil das wohl so gut wie unmöglich ist ist es sehr sehr wichtig das sie sich hilfe holt die sie unterstützen und durch dieses Thema gut durch begleiten.

    Diskussion stillgelegt

    Tut mir leid, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du in irgend einer Art und Weise mit der Thematik vertraut bist.

    Den Schwager anrufen und konfrontieren? Bist du irre? Sorry, anders kann ich das nicht formulieren. #aerger Für so eine Aussage würde dich jeder Staatsanwalt, jeder Polizist, jeder Opferberater wohl gerne einmal kurz schütteln.

    Kühlen Kopf bewahren? Ja soll sie, soweit als möglich. Den Schwager anrufen hätte aber mit kühlem Kopf gleich gar nichts zu tun. Zudem: kannst du dir vorstellen, wie es ist, wenn einem von einem Augenblick auf den andern der Boden komplett unter den Füssen weggerissen wird? Sagst du zu einer Frau die eben von der Polizei erfahren hat, ihr Mann sei tödlich verunfallt, auch sie solle kühlen Kopf bewahren?

    Diskussion stillgelegt
Top Diskussionen anzeigen