Das ist doch keine Liebe .... Ich weiß nicht mehr weiter ....

    • (1) 16.10.14 - 14:48

      Hallo zusammen,

      mein Mann und ich sind seit nunmehr 4 Jahren zusammen 2,5 davon Verheiratet. Kinder haben wir keine, jedoch 2 Hunde und ein großes Haus. Eigentlich könnte alles so perfekt sein, ist es aber nicht.

      Am Anfang unserer Beziehung war mein Mann arbeitslos, ich dachte mir ok das kann jedem mal passieren und hab dann mit ihm nach freien passenden Stellen geschaut. Im Nachhinein denke ich mir, war wohl ich diejenige die mehr Zeit und Energie in seine Jobsuche investiert hat als er. Er bekam dann auch recht schnell eine neue Anstellung war aber in dieser Firma sehr unglücklich. Es folgten mehrere Stellenwechseln, zwischendurch immer wieder Arbeitslos. Ich muss dazu sagen das ich bei meiner Stelle auch nicht immer glücklich bin aber wer kann das schon von seiner Arbeit jeden Tag behaupten.

      Im Grund waren wir aber Glücklich. Klar belastete die Situation mit der ständigen Angst (welche aber nur ich hatte) um seinen Arbeitsplatz die Beziehung aber wir waren glücklich miteinander.

      Im August 2011 hielt ich einen positiven Schwangerschafstest in der Hand und freute mich wirklich sehr dass es so rasch geklappt hat. Leider musste ich es in der 6. Woche wieder gehen lassen. Ich war am Boden zerstört und weinte sehr viel. Gab mir die Schuld für die Fehlgeburt. Und genau zu diesem Zeitpunkt passierte es glaub ich. Mein Mann war nicht für mich da. Zumindest nicht in der Art und Weise wie ich es mir erhofft hatte. Er sagte nur zu mir, mach dich nicht verrückt es hat alles seinen Grund. Klar auf der einen Seite und vom heutigen Standpunkt her muss ich ihm Recht geben. Aber in dem Moment war das für mich die schlimmste Strafe, dass mein Partner nicht die gleiche Art der Trauer empfand wie ich.

      Im Mai 2012 heirateten wir. Es war eine schöne Hochzeit in einer wirklich tollen Location mit all unseren Freunden und Verwandten. Eine Hochzeitsreise konnten wir uns nicht leisten, wobei das für uns beide auch nicht weiters schlimm war. Die Hochzeit wurde zum größten Teil von meinen Eltern finanziert.

      Mein Mann hatte inzwischen wieder eine neue Arbeit in der er endlich auch mal glücklich war, leider war die Bezahlung unterirdisch. Da ich aber aufgrund meiner Ausbildung einen sehr guten Job habe, hat das erstmal nichts so ins Gewicht geschlagen.

      Im Dezember 2012 erhielten wir ein tolles Angebot für ein Haus. Nach langem überlegen und mit dem Rückhalt meiner Familie beschlossen wir zu kaufen.

      Im Nachhinein der größte Fehler meines Lebens.

      Mein Mann kümmerte sich weder um Termine mit Banken noch um Handwerker noch sonst etwas. Er teilte mir lediglich mit, dass ich mit diesen ja eh besser Verhandeln kann. So bliebt das alles an mir hängen.

      Da wir das Haus komplett renovierten musste natürlich dementsprechender Einsatz gezeigt werden. Leider blieb der von Seiten meines Mannes aus. Und so kam es das ich zusammen mit meinen Eltern, Bruder und Bekannten auf der Baustelle rumhüpfte und anfing zu renovieren.

      Daraufhin verlor mein Mann betriebsbedingt seine Arbeitsstelle. Und verfiel in einen kompletten Trott. Er hatte zu nichts mehr Lust. Kam morgens nicht mehr aus dem Bett, kümmerte sich nicht mehr um die Hunde, von Haushalt und anderen Dingen will ich gar nicht mehr sprechend. Das im August 2013. Seither fährt er diese Schiene weiter. Er hat zwar inzwischen wieder einen Job der ihm Spaß macht nur leider ist er derzeit aufgrund eines unverschuldeten Unfalls seit 13 Wochen Krankenstand.

      Ich arbeite täglich 10 Stunden, bin Pendler, dass heißt ich komme nach gut 14 Stunden nach Hause. Das Bild was mich da erwartet ist jeden Tag das selbe. Mein Mann hängt auf der Couch rum, meistens in den Sachen in denen er auch geschlafen hat, hat sein Headset auf und spielt an seiner Konsole. Der Haushalt wird von ihm natürlich nicht beachtet und die Hunde sitzen draußen im Zwinger. Wenn ich glück hab bemerkt er mich wenn ich nach Hause komme und ich bekomm ein knappes „Hallo“ zu hören. Und nach ca. 10 Minuten frägt er dann was es denn zu Abend essen gibt.

      Ich weiß nicht mehr weiter. Ich bin wirklich ausgebrannt. Ich komme mir vor als ob alles nur noch zusammen hält weil ich mich um alles alleine kümmere. Am liebsten würde ich einfach gehen, aber so einfach ist das alles leider auch nicht. Die finanzielle Situation nagt an mir, aufgrund des Krankengeldbezuges hab ich zusätzlich noch am Wochenende einen Nebenjob angenommen. Ich arbeite als Kellnerin, was meinen Mann vor lauter Eifersucht zum ausrasten bringt.

      Meinem Hobby dem Hundesport kann ich kaum mehr nachkommen weil mir einfach die Zeit und auch die Kraft fehlt.

      Ich denke diese Ehe mit diesem Mann war einfach ein Fehler. Ich kann seine Berührungen auch nicht mehr ertragen, habe dann instinktiv das Bedürfnis einfach abzuhauen.

      Danke an alle die diesen viel zu langen Text durchgelesen haben. Danke fürs zuhören. #winke

      • (2) 16.10.14 - 14:56

        #zitter
        "Ich denke diese Ehe mit diesem Mann war einfach ein Fehler. "
        ich würde gerne etwas aufmunterndes schreiben, aber leider klingt das so, wie du das schreibst, sehr danach, als ob das ein grosser fehler war.
        nimm dir eine/n gute/n anwalt/in und schau zu, dass du für diesen faulpelz nicht noch dein halbes vermögen und lebenslänglich unterhalt zahlen musst. und schmeiss ihn dann raus. sei froh, dass ihr noch keine kinder habt.

        lass die wunden heilen und such dir dann einen mann mit etwas mehr eigenantrieb.
        grüsse, ks

        • (3) 16.10.14 - 15:02

          Ich kann einfach nicht Verstehen wie ich so dumm sein konnte #gruebel

          Haha Vermögen hab ich nicht mehr seit wir das Haus haben. Ich investiere quasi jeden Cent da rein. Und mein werter GG geht nicht mal einkaufen, denn er ist ja mit Nutella und Toast zufrieden und wenn ich gerne was anderes essen will darf ich das gerne kaufen #aerger

          In meiner Ehe läuft etwas gewaltig schief. Das hab ich leider inzwischen auch begriffen. #heul

          • (4) 16.10.14 - 15:45

            hör sofort aus, da rein zu investieren. mach möglichst bald eine offizielle trennung und löse erst das problem. du wirst vermutlich nicht drum rum kommen, entweder das haus zu verkaufen und ihm die hälfte des geldes in seinen popo zu schieben oder ihn auszuzahlen. schön für ihn, er saniert sich auf deine kosten. sieh es als (teures) lehrgeld an und schau, dass du so bald wie möglich da rauskommst.
            alles gute, ks

      (5) 16.10.14 - 15:01

      hallo,

      erst mal #liebdrueck

      Liest sich so, dass Du die Macherin bist und er sich schön ausruhen kann. Er fühlt sich für nix verantwortlich.

      Dass Du am Ende deiner Kraft bist, ist mehr als nachvollziehbar.

      Hast Du dem Guten mal ordentlich Bescheid gegeben, dass es so nicht weitergeht?

      Gruß

      • (6) 16.10.14 - 15:04

        Hallo :-)

        ich habs auf jede erdenkliche Art und Weise probiert. Hab das Gespräch mit ihm gesucht, hab ihn angeschrieen, hab vor Wut geheult und letzten endes waren wir bei der Caritas, wobei sich letzteres dann mangels interesse von ihm im Sande verlaufen hat.

        Es interessiert ihn einfach nicht. Warum auch er lebt ja wie im Hotel Mama bei mir.

        • (7) 16.10.14 - 15:20

          Ja, schön erkannt: Du bist Hotel Mama.

          Daraus würde ich Konsequenzen ziehen. Zügig sogar.

          (8) 16.10.14 - 15:24

          "Warum auch er lebt ja wie im Hotel Mama bei mir. "
          Und das ist einer der springenden Punkte.

          Würdest du ihm jetzt kommen mit "ich will mich trennen" käme von ihm höchstwahrscheinlich ein "wieso denn? ist doch alles gut!"

          Im Ernst: das musst du dir doch nicht antun. Du bist 14 Stunden des Tages außer Haus und zuhause erwartet dich ein gammeliger Mann, ein verdreckter Haushalt und zwei unausgelastete Hunde. Dazu wahrscheinlich ein Haufen Schudlen und ein leerer Kühlschrank.

          Mach, das du da weg kommst. Du lebst besser, billiger und ausgeglichener ohne diesen Parasiten.

          Fang lieber noch mal bei "Null" an - auch wenn es weh tut. Mit diesem Schmarotzer befindest du dich in einer Abwärtsspirale...

          Alles Gute dir! #liebdrueck

          • (9) 16.10.14 - 15:34

            Hallo Nina_1981

            Du triffst die Sache ziemlich genau.

            Ich hatte genau diesen Satz bereits mal geäußert und die Reaktion darauf war einfach nur vernichtend.

            Ich hab um ein Gespräch gebeten und gesagt das ich unglücklich bin, mich nicht mehr für respektiert erachte usw. und dass ich denke das es gut wäre wenn wir uns eine Auszeit nehmen um zu sehen was uns noch am anderen hält.

            Seine Reaktion war kurz und knapp. Er sagte "ok wenn es das ist was du willst, kannst du die Scheidung einreichen. Auf so einen Zirkuss hab ich keine Lust." Dann hat er sich umgedreht und ist in ein andere Zimmer verschwunden zum Fern sehen.

            Ich war sprachlos ....

            • (10) 16.10.14 - 15:36

              Hallo Doux,
              naja, da hat er dir ja ziemlich deutlich gesagt, wieviel Wert er auf ein Zusammenleben und eine Zukunft mit dir legt.

              Sowas würde ich mir ehrlich gesagt nicht ein zweites Mal anhören. Der einzige, der bei einer Trennung verliert, ist er.

              Also überleg nicht lange und erfüll ihm seinen "Wunsch".

    von deiner Seite aus besteht keine Liebe mehr, der Zug ist abgefahren. Du hast dir gewünscht, dass dein Mann mehr macht, es aber nicht geschafft, ihn dazu zu bringen. Nu ist der Ofen aus.

    Sage es deinem Mann genau so, in aller Ruhe, sage ihm, was du hier aufgeschrieben hast, gib ihm die Möglichkeit, das ganze erstmal zu verdauen. Wenn dann von seiner Seite nichts kommt in Richtung weiterer Vorgehensweise, dann kannst du alleine loslegen.
    Alles Gute

    (12) 16.10.14 - 15:27

    #winke

    Es tut gut zu merken, dass ich die Situation schon richtig einschätze.

    Das mit den Koffern packen und gehen ist so eine Sache. Da wir ja verheiratet sind ist das Haus ja während der Ehe erwirtschaftet worden, sprich wenn ich das Haus behalten wöllte müsste ich ihn sogar auszahlen, das bedeutet das alles was bisher an Raten gezahlt wurde an ihn zurück geht. Quasi die Hälfte.

    Das widerstrebt mir ziemlich, denn sämtliches Eigenkapital und auch jegliche Anstrengung was zu tun kam in diesem Fall nicht von ihm. Und ich seh es eigentlich nicht ein das ich mein Zuhause aufgebe.

    • (13) 16.10.14 - 15:40

      "Und ich sehe es eigentlich nicht ein das ich mein Zuhause aufgebe."

      Denk mal über die Alternative nach....

      Klar, der junge Mann reibt sich die Hände und freut sich über den unverhofften Geldsegen. Nur viel wird er davon nicht haben. Wer dauernd arbeitslos ist, der bringt die Kohle ziemlich schnell um die Ecke...

      Lieber ein Ende mit (auch finanziellem) Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende (wie er bei dir auf der Couch sitzt).

      • (14) 16.10.14 - 15:46

        Leider ist der "junge Mann" gar nicht mehr so jung, das regt mich am meisten auf. Von einem mittzwanziger könnte man so ein Verhalten vlt. noch als jung und dumm ansehen. Aber so ....

        Ich werde vermutlich bald mal das Gespräch mit meinen Eltern suchen und schauen wie man die Situation regeln kann.

        Auch im Freundes und Bekanntenkreis bekommt jeder mit wie ich mich krumm und bucklig mach für ihn. Und ich denke gesellschaftlich wäre die Trennung für mich nicht unbedingt von Nachteil.

        • (15) 16.10.14 - 15:49

          "Von einem mittzwanziger könnte man so ein Verhalten vlt. noch als jung und dumm ansehen"
          naja, ich würde mir auch keinen mittzwanziger mit solchem verhalten zulegen. das wird dann meistens auch nicht besser…

    (16) 16.10.14 - 15:45

    Hallo Doux,

    lass dich mal drücken#liebdrueck
    Alles hat Grenzen und es gibt immer einen Ausweg.

    Bist du in Deutschland, habt ihr eine Zugewinngemeinschaft?
    Alles was Du mit in die Ehe gebracht hast gehört dir auch wenn es jetzt ins Haus geflossen ist (läßt sich ja anhand der Bankdaten belegen), auch Geld das dir deine Eltern eventuell zugeschossen haben zum Hauskauf (sieh es als Erbvorschuß das fällt nicht unter Zugewinn). Auf wen ist das Haus eingetragen, steht ihr beide im Grundbuch?

    Liebe Grüße Panda

    • (17) 16.10.14 - 15:48

      Hallo Petra :-D

      Ja ist ganz normale Zugewinngemeinschaft. Das man das unter "Erbvorschuss" laufen lassen kann wusste ich nicht. Fakt ist von seiner Seite aus war kein Eigenkapital da.

      Klar wir stehen beide im Grundbuch, sonst wäre die Sache ziemlich einfach.

      • (18) 16.10.14 - 15:51

        wenn deine eltern eine grössere menge geld gegeben haben, läuft das glaube ich automatisch unter erbvorschuss. es kann auch mündlich so ausgemacht worden sein.

        sprich mit deinen eltern, klar, aber vor allem: such dir einen anwalt, unbedingt, und reich so schnell wie möglich die trennung ein.

        • Sehe ich auch so, besprich dich mit deinen Eltern, frag mal bei einem Anwalt wie man am besten an die Sache rangehen kann. Je mehr Zeit ins Land zieht umso mehr leiden deine Nerven.

(20) 16.10.14 - 16:00

Puh - das klingt heftig.

Die Sache mit der Fehlgeburt - Männer trauern anders und das ist auch gut so. Mein Mann hat mir damals halt gegeben - nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte er anders reagiert. Du sagst, heute siehst du das auch so. Hadt du ihm das auch msl gesagt? Dass du ihn heute verstehen kannst?
Das mit dem renovieren - auch das sehe ich zwigespalten. Es gibt Menschen, die da wirklich überhaupt keinen Draht zu haben. Hattet ijr da vorher drüber gesprochen?

Dass er sich so hängen lässt jetzt geht gar nicht - was sagt er denn dazu? Wie lange ist er noch krank? Ich würde ihm mal sehr deutlich sagen, wss sache ist - wenn möglich aber ohne Vorwürfe. Und ihm ein Ultimatum setzen. So kann das ja nicht weiter gehen.

Ich steh immer ziemlich slleine mit meiner Meinung - aber ich finde Fernseher und Spielkonsolen sind ein Beziehungskiller.

  • (21) 16.10.14 - 16:09

    Hallo Landkind,

    das ich ihn verstehen kann hab ich anders gemeint. Ich kann ihn dahingehend verstehen das es vlt. besser so war. Ich hab die FG sehr gut verarbeitet. Und denk relativ selten daran. Aber ich denke einfach damals hat sich ein großer Teil von mir ihm gegenüber verabschiedet.

    Ja über die Renovierung haben wir zu beginn gesprochen, er hatte ja solch einen Tatendrang, doch als er auf der Baustelle ankam war dieser leider verflogen.

    Er wird vermutlich erst im Januar an der Wiedereingliederung teilnehmen. Für den Unfall und dafür das er im Krankenstand ist kann er nichts. Ich mach ihm diesbezüglich auch keinen Vorwurf.

    Das er aber trotzdem seinen Ars.... nicht hochbekommt und bis mittags 14 Uhr im Bett liegt dafür könnte ich ihn ..... :-[

    • (22) 16.10.14 - 16:18

      Wie Krank ist in diesem Fall Krank? Er schafft es ja auf alle Fälle vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer#kratz

      Ist er stark körperlich eingeschränkt?
      Ist er tatsächlich so Krank dass er zb nicht das Abendessen vorbereiten könnte oder mal Staubsaugen oder Gassigehen.

      So wie ich das jetzt lese ist er auch gesund unmotiviert und sorry Stinkefaul#klatsch
      War er schon immer so und erst jetzt gehen dir die Augen auf oder war am Anfang tatsächlich anders?

      • (23) 16.10.14 - 16:22

        Er hatte einen Fahrradunfall (er fährt Downhill) und eine darauf folgende Ellenbogen OP. Der arm ist zu 95 % wieder beweglich und schmerzen hatte er bereits 2 Wochen nach der OP nicht mehr. Er ist also nicht "krank"!

        Im Nachhinein denke ich war er schon immer so, aber ich habs halt net gemerkt oder wollte es nicht merken. In der anfangs kleinen Wohnung ist das auch alles noch nicht so sehr aufgefallen. Ein Haus macht einfach mehr arbeit und wenn dann nicht beide zusammen helfen fällt sowas schneller auf!

Top Diskussionen anzeigen