Hausfrau = Sozialschmarotzer?

    • (1) 21.10.14 - 08:48
      Finanzminister14

      Hallo

      ich bin gerade zufällig über diesen Artikel gestoplert und musste doch schlucken - 500.000€ (eine halbe Millionen!) kostet eine Hausfrau den Staat und damit die Gesellschaft.

      http://www.deutschlandradiokultur.de/eine-hausfrauenehe-ist-so-teuer-wie-ein-eigenheim.1005.de.html?dram:article_id=159471

      Vetrstehe ich es richtig, dass ich als Hausfrau dann also eine Art 'Sozialschmarotzer' bin?

      Irgendwie erschreckend.

      Was meint ihr?

      LG

      • Ich hab den Artikel nun nur überflogen - und finde ihn sehr plakativ. Natürlich möchte die Autorin zum nachdenken anregen - mir ist der Artikel zu platt.

        Und nein, du bist kein Sozialschmarotzer nur weil du Hausfrau bist.

        (3) 21.10.14 - 09:04

        Ich denke das kommt drauf an. Ich bin zuhause seit 8 Jahren und lebe finanziell unabhängig von meinem Mann. Ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit der Mieten meines Hauses. Im Gegenteil also. Zahle Steuern noch und noch.

        Hausfrau ist nicht gleich Hausfrau wie Du siehst.

      Das Problem ist meiner Meinung nach dann gravierend, wenn

      Eine teure (Hochschul-)ausbildung für die Katz war

      Jobs für Peanuts und ohne Sozialversicherung gemacht und damit für alle Frauen zu niedrige Löhne zementiert werden

      Soziale Hilfen zum Dauerzustand werden, weil nach den Jahren der Arbeitsmarkt verschlossen bleibt

      Später Grundsicherung gezahlt werden muss, weil der Kerl längst das Weite gesucht hat und keine Rente angespart wurde

      Männer faul werden und sich daran gewöhnen, die Allmacht zu haben. Ich zahle, also bin ich.

      alte Rollenbilder zementiert und an die Kinder weitervermittelt werden

      Die "Kosten" sind somit nicht nur finanzieller Art.

      Gruß

      Manavgat

    • (7) 21.10.14 - 10:44

      Naja irgendwie doch schon.

      Das Studium wird staatlich bezahlt, Krankenkasse ist umsonst, steuerliche Erleichterungen sind gegeben, Armut und Notwendigkeit der Grundsicherung sind bei alleinerziehenden Frauen sehr hoch, von Altersarmut bei Hausfrauen ganz zu schweigen...

      Das Ganze unterstützt, davon, dass die feministische Bewegung zwar gleiche Rechte erreicht hat, aber eine klassische Rollenverteilung immer noch in den Köpfen der Leute steckt und gleiche Pflichten bezüglich Job/ Haushalt/ Kindern lange nicht gelten...

      lg

      (8) 21.10.14 - 20:50
      Ja, sehe ich schon so

      Sehe ich schon so.
      Es heisst immer "wir können es und leisten, mein Mann verdient soooooo gut ich habe es garnicht nötig zu arbeiten"
      Tja, wie du siehst ist es aber nicht so.
      Es kommt den Staat billiger nen Harz 4 Empfänger 1-2 Jahre zu finanzieren der dann in den Job zurück findet und weiter Steuern zahlt als eine Hausfrau zu halten.
      Sie bekommt zwar kein Lohn aber kostet den Staat extrem viel Geld.
      Demnach ist eine Hausfrau gesellschaftlich noch ETLICHE Stufen unter jedem Sozialschmarotzer der es mit purer Absicht macht

      • (9) 22.10.14 - 11:10

        -Demnach ist eine Hausfrau gesellschaftlich noch ETLICHE Stufen unter jedem Sozialschmarotzer der es mit purer Absicht macht-

        Ist das dein Ernst?? Hausfrauen leisten Arbeit- die wird nur eben nicht bezahlt. In der Regel bleiben sie zuhause weil sie Kinder versorgen- und übernehmen den Haushalt. Wie lange man das so macht bleibt ja bitteschön den Familien selber überlassen. Wenn der Mann viel arbeitet ist es mitunter sinnvoll wenn Frau die Hausarbeit und Kinderbetreuung übernimmt- damit nicht alle auf ein Burn Out hinarbeiten, weil neben Kindererziehung, Hausarbeit und Berufstätigkeit keine freie Minute bleibt. Wenn man es sich finanziell als Familie leisten kann- warum nicht?

        Wegen der Rente#rofl

        • Du magst jetzt noch lachen wegen des Rentenaspekts. Sie es mal so: Meine SM war immer nur Hausfrau, SV hat gut verdient. Jetzt: SV im Pflegeheim, meiner SM bleiben knapp 800 EUR im Monat. Glaub mir, sie lacht nicht mehr. Und mit 800 EUR steht sie noch gut da. Ob Du auch mal soviel bekommst? Und ob Du Dir für Dein blödes Lachen dann noch etwas wirst kaufen können? Oder willst Du als Rentnerin Deine Kinder anpumpen (was meine SM ständig tut?)

          Mal drüber nahdenken!

          • (11) 27.10.14 - 09:47

            Nein- ich glaube nicht das irgendwer von uns noch nennenswert Rente bekommt. Schon mal gar nicht wenn immer weniger Kinder auf die Welt kommen, weil Hausfrauen als Sozialschmarotzer geächtet werden und sich nicht jeder die Doppelbelastung mit kleinen Kindern antun mag. Vermutlich habe ich mir darüber mehr Gedanken gemacht als Du- wenn du dir einbildest das zwei, drei Jahre zuhause da den großen Unterschied ausmachen.

            Ich selbst sorge privat vor, habe ein Eigenheim und werde einmal ordentlich was erben- also brauchst du dir um mich keine Sorgen machen. Im übrigen gehe ich auch nach 1,5 Jahren mit Baby wieder arbeiten- weil ich möchte. Nicht um der Gesellschaft einen Gefallen zu tun.

            Ich finde diese Hetze gegen Hausfrauen total geschmacklos.

            Im übrigen finde ich du vergreifst dich mir gegenüber ziemlich im Ton.#contra

    Hallo,

    schade das sich dieser Artikel nicht auf Durchschnittswerte sondern auf Höchstwerte stützt und schon alleine deshalb fehlerhaft ist.
    Mal ehrlicht, Akademikerinnen die sich um ihre kleinen Kinder kümmern steigen alle nie wieder in den Beruf ein?
    Jeder Mann mit einer Ehefrau die Hausfrau ist verdient 5000 Euro?
    Jede Witwe kassiert bis zu ihrem Tod 300.000 Euro Witwenrente?
    Wohl kaum!

    Übrigens kosten Kinderkrippen und Ganztagsschulen den Staat auch viel Geld!

    Und nun das für mich Wichtigste. Wir sind ein freies Land. Hier in Deutschland dürfen Mütter selbst entscheiden wann und ob sie arbeiten gehen. Klar spielt auch hier der finanzielle Aspekt eine Rolle.
    Aber wollen wir uns diese Freiheit nehmen lassen?
    Will tatsächlich jede Frau ihre Kinder zur Tagesmutter oder in die Krippe geben?
    Ist tatsächlich jedes Kind glücklich in der Krippe oder bei der Tagesmutter?
    Findet jede Frau tatsächlich nur die Erfüllung im Job?

    Die Autorin fordert die totale Gleichstellung.
    Jede Frau soll, egal ob Kinder oder nicht und wie viele oder alt die Kinder sind, Vollzeit arbeiten gehen. Jedes Kind soll in die Ganztagsbetreuung.
    Super, dann brauchen wir ja nicht mehr nachdenken!

    liebe Grüße
    Gabi

    Es wird auch vergessen dass in dem Land, welches von Frau von der Leyen unser Beispiel bei der Kinderbetreuung sein sollte, also in Frankreich, schon unzählige Jugendliche Antidepressiva schlucken, so toll funktioniert es wenn man paar Monate alte Babys in die Ganztagsbetreuung steckt. Das wird einen Staat noch gewaltig mehr kosten wenn ganze Generationen mit Depressionen kämpfen. Ich habe absichtlich die andere Extreme erwähnt, quasi als natürliche Reaktion auf den Artikel. Bin übrigens keine Hausfrau, aber ich bin der Meinung dass dieser Job auch Respekt verdient.

    • Zum Thema kann ich ein Artikel von Dr Brisch empfehlen: Bindung kommt vor Bildung, im Google zu finden.

      Zwischen kostenintensiver Nur-Hausfrau und depressivem Baby-Ganztagsbetreuungskind gibt es ja noch unzählige andere Modelle, mit denen sowohl das Kind als auch die Gesellschaft glücklich werden kann.

      • Wie ich schon geschrieben habe, ich habe absichtlich die andere Extreme erwähnt. Ich würde gerne wissen, was der genaue Absicht der Journalistin war, diesen unglaublich plakativen Artikel zu verfassen.

        Möchte sie alle, die nicht zu Hause arbeiten ( in meinen Augen ist es auch ein Job, es wird nur nicht bezahlt), gegen die Hausfrauen hetzen? Die meisten Familien können sich nicht leisten dass die Mutter komplett zu Hause bleibt, viele wollen es sich gar nicht. Wenn dieser Artikel vor 30-40 Jahren erschienen wäre, hätte er irgendwie Sinn gemacht. Aber jetzt?

Ich kann Hausfrauen nicht verstehen und ich finde, sie leben auf unserer aller Kosten. Sie bekommen eine billige KV, haben unter Umständen eine teure Hochschulausbildung genossen,....,. Nach meinen Erfahrungen wird dann noch auf arbeitende Mütter runter geguckt und Sprüche geklopft. So nach dem Motto: "warum hast Du Kinder bekommen, wenn sie dann fremdbetreut werden?" *AAAAARRRRRRGGGGHHHHH*

Und wenn sie dann alt sind und die Rente knapp, dann ist das Gejaule groß und wieder dürfen die, die arbeiten gehen, einspringen. Gerecht finde ich das nicht.

Ich finde es erschreckend das ein Artikel reicht um Frauen sich gegenseitig gegeneinander aufzuhetzen :-(:-[

Ich dachte die neue Gleichberechtigung schafft uns mehr Freiheit und Toleranz. Offensichtlich schürt sie aber nur mehr Missgunst denn die freie Meinungsäußerung jeder! Frau und die freie Entscheidung für das eigene Leben gibt es offensichtlich nicht. Zumindest kann man den Eindruck bei einigen Aussagen bekommen.

Meiner Meinung nach ist es jedem selbst überlassen wie er sein Leben gestaltet. Kaum eine ausgebildete Frau wird nachhaltig und bis zu ihrem Ableben ohne Arbeit sein wenn sie Kinder bekommt. Und wenn es einzelne gibt-auch in Ordnung! Glück für die Kinder das Mama dann hoffentlich auch immer da ist

Aber/und ich unterstüze auch jede Frau die es sich wünscht, gewollt oder nicht, arbeiten zu gehen auch mit Kindern. Das ist eine große Aufgabe und erfordert viel Organisation und Kraft und ist genauso ein tolles Vorbild den Kindern gegenüber, wie eine Mama die für! die Kinder zuhause bleibt!

Ich tue beides gern :-) bei meinem Sohn bin ich bis heute zuhause geblieben und mein Mann arbeiten. Nach der Geburt (toi toi toi) bin ganz am Anfang mit dem 2. schwanger, möchte ich so schnell wie möglich arbeiten gehen weil wir dann am und zum Eigenheim hin beide arbeiten müssen! Aber ich bin mir total sicher das beide Kinder sich geliebt und gut aufgehoben fühlen werden, weil beides Vor- und Nachteil hat

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