Fernbeziehung in Nahbeziehung umändern? Wer zieht zu wem?

    • (1) 28.10.14 - 14:30

      Ich bin hin und her gerissen? Soll ich meine 1,5 jährige Fernbeziehung beenden und in die Schweiz ziehen oder doch noch warten?

      Wie würdet ihr entscheiden wenn ihr in Österreich einen gutbezahlten Job habt, der meist Spaß macht und im Falle von Kindern (geplant in den nächsten 3-5 Jahren) 2,5 Jahre Karenz bekommt? Schatzi hat in der Schweiz einen ebenfalls guten Job, die Aussicht auf eine Beteiligung in den nächsten 1-2 Jahren (Chance dafür ca. 75 %). Beide sind wir sehr verwurzelt in unserer Heimat. Sollte ich in die Schweiz ziehen und dort Kinder bekommen müsste ich nach 4 Monaten wieder arbeiten gehen was ich mir eigentlich garnicht vorstellen kann.

      Ich weiß, dass alles ist jetzt noch weit hin, aber ich hätte gern mal die Meinung von Außenstehenden gehört wer zu wem ziehen sollte um zu sehen ob die Beziehung auch als Nahverhältnis funktioniert.
      Falls noch Fragen offen sind – bitte melden!

      LG CS

      • was sagt denn Schatzi zu Deinen Plaenen/Gedanken?

        • bis jetzt kann er sich noch nicht wirklich damit anfreunden alles hinter sich zu lassen und in Österreich neu durchzustarten, jedoch weiß er auch, dass einer von uns beiden seine Zelte abbrechen werden muss wenn die Beziehung Zukunft haben soll.

          • Meine ganz ehrliche Antwort...

            Zieht beide an einen anderen Ort und fangt gemeinsam von vorne an!

            Das ist nicht als Witz gemeint.

            In der jetzigen Kombination und der Einstellung, die da jeweils vorliegt, wird es sonst unweigerlich zu Spannungen kommen, weil einer von euch fuer den anderen alles aufgegeben hat.
            Damit werden dann Erwartungen seitens des Umziehenden verbunden, waehrend der Daheimgebliebene gar nicht versteht, dass sich die Situation so massiv veraendert.

            Solange einer den "Heimvorteil" hat, wird es sehr sehr schwierig das Umzusetzen...

      Ich würde diese Entscheidung u.A. davon abhängig machen, wer im "neuen" Land schneller einen vergleichbaren Job findet.

      Zur Not könnte man eine Liste mit Vor- und Nachteilen erstellen und sehen, welche Wertigkeit die einzelnen Posten haben.

      Natürlich ist das A und O die Kommunikation zwischen euch beiden.

      Alles Gute,

      tajeetah

    Würdest du denn jetzt umziehen wollen?

    Es klingt bei euch beiden so, als hättet ihr besser eine Beziehung in eurem Umfeld begonnen (wegen der Verwurzelung mit der Heimat), aber das ist ja nun zu spät. :-)

    Ich denke, ich würde erst einmal bleiben wo ich bin. Du hast einen gut bezahlten Job, dein geliebtes Umfeld, die Aussicht auf mehr Sicherheit, wenn Kinder da sind. Und die Kinder sollen erst in 3-5 Jahren kommen - wer weiss genau, dass die Liebe zu dem Schweizer dann noch besteht?

    Das soll jetzt nicht böse klingen, ich meine nur, nachher hast du alles aufgegeben, um dann in der Schweiz zu stehen und nichts mehr von dem zu haben, was dir wichtig war?

    Daher würde ich die Beziehung weiter führen, mich immer weiter in die Heimat des anderen einbringen (und das können ruhig beide tun, damit immer offen bleibt, wer nun zu wem zieht), dort Kontakte knüpfen, anfangen, mich "heimisch" zu fühlen, kleine Wurzeln aus zu treiben - um dann in ein paar Jahren noch mal drauf zu schauen: Will ich umziehen? Zu IHM? Oder will er zu mir ziehen? Wollen wir immer noch eine gemeinsame Zukunft?
    In ein paar Jahren ist auch klar, ob er die Beteiligung bekommt oder nicht, ob er beruflich in Österreich neu durchstarten könnte oder nicht. All das eben, was gerade jetzt noch eher offen ist.

    L G

    White

    • Hallo, also, es ist ein bisschen schwierig die Situation, und scheint auch als ob ihr beide nicht richtig zusammen leben wollt, eure Leben so wie es ist gefällt euch sehr gut. Ich würde vorschlagen: sucht ihr beide einen neuen Job woanders und der erste, der ein Job hat, dann zieht der andere mit. So haben Freunde von mir gemacht und jetzt sind beine in America und leben dort und haben eine wunderschöne Tochter.

Ich stand vor einer ähnlichen Entscheidung vor ca. 2 Jahren. Zwar innerhalb Deutschland aber doch 600 km weiter. Bin dann nach 1 Jahr Fernbeziehung zu ihm gezogen. Allerdings kommen wir ursprünglich aus der gleichen Stadt somit haben wir beide unsere Wurzeln hier. Damals haben mir viele gesagt "du kannst doch nicht nach 1 Jahr Beziehung hier alles aufgeben, tollen Job, tolle Firma, Freunde, Familie, etc.!"
Für mich war aber klar, für mich ist es viel einfacher bei Ihm einen Job zu finden (er war gerade dabei seinen Doktor zu machen) und ich WILL einfach nicht mehr länger ohne ihn sein. Die Fernbeziehung fand ich wirklich emotional sehr anstrengend. Also gab es für mich gar nicht mehr so viel zu überlegen. Ich bin an sich ein sehr positiver Mensch und dachte mir auch - selbst WENN es nicht funktioniert ist das nicht mein Untergang.

Dann komm ich zurück und bau mir was neues auf!

Das Schicksal hat uns dann einen Streich gespielt und ca. 4 Wochen nachdem ich zu ihm gezogen bin, hat er erfahren, dass sein Vertrag nicht verlängert wird (obwohl er davor die Zusage schon hatte). Also sind wir nach einem halben Jahr zusammen wieder in unsere Heimatstadt gezogen. Ich hab sofort wieder einen Job bei meinem alten Arbeitgeber bekommen, er hat hier auch einen tollen Job gefunden und nun planen wir Hochzeit und Kind.

Du siehst also, manchmal kommt es komplett anders als du denkst! Ich bin absolut der Meinung, dass es sich lohnt auch mal ins kalte Wasser zu springen. Und für nichts im Leben gibt's eine Garantie.

Nach welchen Kriterien ihr natürlich entscheidet, wer zu wem zieht, dass müsst ihr selbst wissen. Das is von außen ziemlich schwierig zu sagen.

Wer von euch hätte das größere Heimweh - das find ich fast noch ne sehr wichtige Frage.

Ich wünsch euch viel Glück und Kraft und was auch immer ;-) die für euch richtige Entscheidung zu treffen.

LG

Ich denke es kommt darauf an, wie "sicher" Ihr euch seid und wer gewillt ist, sein bisheriges Leben inkl. Job quasi "aufzugeben".

Mein jetziger Mann und ich sind inzwischen 10 Jahre zusammen und von denen haben wir auch zwei Jahre eine Fernbeziehung geführt. Klar ist es nicht ganz zu vergleichen, da wir beide damals 20/21 Jahre alt waren und noch recht flexibel. Jedoch habe ich es damals danach entschieden, wer die besseren Jobchance hat schnell einen Job zu finden. Jedoch kam nachher alles anders als geplant. Die Jobsuche war zur Finanzkrise sehr aussichtslos und ich bin einfach studieren gegangen um bei meinem Schatz zu sein :-) somit habe ich mich beruflich noch einmal weitergebildet und konnte somit bei ihm einen super Job bekommen. Zwar war das Studium finanziell sehr hart, aber wir haben es geschafft :-)

Nun sind wir verheiratet und seit 10 Wochen glückliche Eltern :-)

Ich kann dir nur einige Sachen mit auf den Weg geben, jedoch leider keine Entscheidung für dich.;
Wenn er wirklich der "Richtige" ist, dann zieht so schnell es geht zusammen, denn auf Dauer macht eine Fernbeziehung wirklich krank! Man sollte sein Leben leben und nicht immer auf Sicherheit spielen, denn so geht einem viel verloren. Da ihr beide gute Jobs habt, müsst ihr wohl eine Münze werfen ;-) mein Mann und ich haben inzwischen die Abmachung, es wird dahin gezogen, wo einer von uns das "meiste" verdient. Momentan ist es zum Glück in derselben Stadt, aber wer weiß wo es einen noch hinzieht? Ich wohne momentan 800KM von meiner Familie Weg, da ist es mir egal wo ich wohne ;-)

Top Diskussionen anzeigen