Selbstmordzubehör von Ehemann gefunden - was nun???

    • (1) 28.10.14 - 21:04
      Entsetzt

      Hallo,
      als ich beim Aufräumen einen Rucksack in den Schrank meines Mannes stopfte, fand ich eine Tasche mit einem Perfusor drin, dazu Kanüle, Insulin und Kaliumchlorid und Kochsalzlösung. Mein Mann hat eine Depression und schon öfter "gedroht", seine Sachen rauszuholen und sein Leben zu beenden. Da er aber immer auch noch etliche Dinge im Leben hat für die er sich voll ins Zeug legt, ist das wohl eher Ausdruck akut frustrierter Momente.

      Außerdem macht er seit einigen Monaten eine Therapie, nimmt Medikamente und war die letzten Wochen sehr stabil und guter Dinge, hat viel unternommen und Sport gemacht.
      Heute ist er wieder mal eingeknickt und hat sich nur noch selber mies gemacht und von seiner Tasche geredet, die vielleicht doch ne Lösung wäre...

      Ich bin ab Donnerstag eine Woche nicht da und überlege nun, was ich tun soll? Die Sachen selber unauffindbar verstecken und mich dumm stellen, falls er mich beschuldigt? (Er macht da so ein Geheimnis draus, daß ich eigentlich nicht mal sicher sein kann, ob diese Sachen überhaupt existieren, geschweige denn, worum es sich handelt!)
      Alles so lassen und darauf vertrauen, daß er nichts macht, weil er den Kram nur als eine Art "Hasenpfote" braucht? (Er hat das Zeug min. 1,5 Jahre hier zu Hause und es ging ihm schon extrem viel schlechter, ohne daß er Ernst gemacht hätte.)
      Bin mir auch nicht sicher wie gefährlich/ tödlich der Kram ist?!
      Oh Mann, was für eine Sch.....!!!
      Ideen?
      DANKE!

      • (2) 28.10.14 - 21:14

        Deine Story gefällt mir nicht.
        Hast du keine Freunde, mit denen du sprechen kannst?

        Hallo,

        ich würde auch mit dem Therapeuten darüber reden. Das hört sich echt nicht an. Wüsste auch nicht was ich machen soll.
        Dir alles gute

        Ich hätte den Rucksack schon längst verschwinden lassen und ich würde mich schnellstmöglich mit dem Therapeuten deines Mannes in Verbindung setzen.
        Mit diesen Medikamenten kann man sich definitiv umbringen und zwar in relativ kurzer Zeit.

        Euch alles Gute!

      • Wenn du diese Sachen verschwinden lässt, er seinem Leben tatsächlich ein Ende setzen will, dann wird er sich einen anderen Weg suchen dies zu tun.

        Alles Gute!

        (6) 28.10.14 - 22:15

        Du findest "zufällig" eine Tasche, von der du aber seit 1,5 Jahren Kenntnis hast? Wie willst du denn dann so tun, als wüßtest du nichts davon, obwohl er schon selber von der Tasche gesprochen hat? Merkst du diese ganzen Widersprüche? #kratz

        Du bist mit einem selbstmordgefährdeten Menschen zusammen und weißt nicht "ob du auf seine Vernunft vertrauen kannst" ?

        Es tut mir sehr leid, dass ich hier gerade keine Anteilnahme empfinden kann ... aber deine Geschichte hört sich sehr berechenbar an. Irgendwie hab ich das Gefühl, du nimmst deinen Partner selber nicht ernst. Und das hört sich - falls so wahr - echt gefährlich an.

        Wenn man mit so einem labilen Menschen eine Partnerschaft führt, sollte man selber die Möglichkeit einer Therapie in Erwägung ziehen.

      "Tasche mit einem Perfusor drin, dazu Kanüle, Insulin und Kaliumchlorid und Kochsalzlösung. "

      Mal meine Frage: Wie kommt er an das Zeug?????

      Arbeitet dein Mann im Medizinischen Bereich? Arzt? Krankenpfleger?
      Einfach so kommt man an solche Sachen nicht ran, es sei denn man verschafft sich Zutritt. Selbstmord ist schlimm und Depression,nur habe ich Zweifel an der Sache mit den Materialien im Rucksack. Da für muss man einen Zugang legen das geht alleine nicht.

      • Zudem wie kommt man Kaliumchlorid??? Das wird für einschläfern von Tieren benutzt und ist auch als Giftspritze bekannt. Zudem gibt es im KH Verfügung dazu aber nur ein Arzt hat zu Griff und muss dies in einer Liste vermerken,da es meist in einem abschließbaren Schränken aufbewahrt wird.

        • Leider doch, man kann sich alleine einen Zugang legen, zwar etwas umständlich aber durchaus möglich.
          KCL ist kein BTM und muss daher nicht in einem "Tresor" gelagert werden. KCL steht bei den ganz normalen Infusionen.

          LG

          • Mein Chef meinte dass das hochprozentige nicht leicht zubekommen ist. Egal es ist schon schlimm mit dem Selbstmord,der Bruder einer Freundin von mir wurde erst nach einer Woche in seiner Wohnung gefunden. Er lebte mit seiner Technik anstatt mit Menschen zusammen und hat sich nicht auffällig verhalten,keine Wesensänderung und dann mit Mitte zwanzig sein Leben beendet.

            • Das stimmt, egal wie es passiert, es ist immer furchtbar...
              Aber leider reichen auch einige niedriger dosierte Ampullen wenn man sie rasch injiziert.

              • Komme selbst aus einer Praxis und wenn ich so erfahre das sogar freiverkäufliche Mittel zu Vergiftungen führen können mit beabsichtigter Überdosis. Aber wie gesagt Frage ich mich wie kommt man einfach so an einem Perfuser ran? Wir haben einen elektrischen den man so einstellt, wie viel Einheiten vom Medikament bzw. Infusion reinkommt.

                Auch mit dem Zugang,alleine wird es schwer. Der Zugang wird reingeschoben und gleichzeitig muss die Nadel gezogen werden und das Ende leicht reingeschoben werden,damit der Plastikschlauch in der Vene verweilt. Dann läuft das Blut ja raus da die lange Nadel nicht mehr vorhanden ist und man drückt die Vene mit dem Finger leicht ab um den Blutfluss zu stillen. Dann muss der Infusionsschlauch an den Zugang gedreht werden,damit die Infusionsflüssigkeit reinlaufen kann,ein Mensch alleine bekommt es sehr schwer hin,es sei den man nimmt ein Butterfly!

                • Ich bin Krankenschwester und kenne mich da sehr gut aus. Finde jetzt beides nicht großartig kompliziert, weder mit Braunüle noch mit Butterfly. Aber das ist alles eine Sache des Handlings, als Krankenschwester ist man damit vertraut.
                  Wie man jedoch an einen Perfusor kommt ist mir auch etwas suspekt. Bei uns haben sämtliche Geräte eine Seriennummer, sobald das Gerät ausgeliehen wird, trägt man dies in ein Buch ein. Außerdem werden die Gerätschaften regelmäßig überprüft, in der Regel fällt es auf wenn ein medizinisches Gerät plötzlich fehlt.
                  Bei Mitarbeitern wird allerdings auch mal ein Auge zugedrückt wenn man einen Grund angibt, warum man dieses Gerät braucht.
                  Eine andere Möglichkeit wäre dass er es sich irgendwo gekauft hat, heute bekommt man im Internet ja alles zu kaufen, oder die Klinik in der er wahrscheinlich arbeitet hat alte Gerätschaften verkauft oder verschenkt.
                  Alles in Allem ist es auch völlig egal, was er in seinem Rucksack hat ist hoch gefährlich. Wenn man ausreichend Insulin hat, kann man sich auch umbringen, das geht sowohl intravenös oder ganz komplikationslos subkutan....
                  Ich verabschiede mich jetzt aus dem Thread, falls du noch Fragen hast kannst du mir sehr gerne eine Nachricht schicken.
                  Liebe Grüße

                  Wozu müsst ihr hier jetzt lang und breit ausdiskutieren, wie man sich einen Zugang legt? Ich denke, ihr seid vom Fach?

                  Wie schon gesagt wurde, jeder Fixer kann sich einen Druck setzen.

                  Und wer sterben will, kann das jederzeit selbst tun.

                  Unter anderem auch OHNE Zugang.

                  L G

                  White

      Ich weiß nicht, das kann doch jeder Junkie. Kann nicht so schwer sein.

(19) 28.10.14 - 22:54

Hallo,

es tut mir leid für dich/ für ihn. In meiner Familie ist auch ein Selbstmord vorgekommen. Es ist besser, darüber zu reden. Für ihn scheint die Tasche wie ein Rettungsanker zu sein, eine Flucht für etwas, wenn es gar nicht mehr geht.

Ich würde ihm mitteilen, dass es dir damit nicht gut geht. Dass du wahnsinnige Angst um ihn hast und ihn nicht verlieren möchtest. ich würde ihn nicht unter Druck setzen, dass er den Tascheninhalt vernichtet. Jedoch würde ich ihm auch immer wieder deine Ängste vor Augen führen.

Kannst du auch mit seinem Arzt reden? Wie man mit der Tasche umgeht?

Naja
Du weisst von diesem Rucksack seit mehr als einem Jahr. Bislang war es dir kein Bedürfnis, diesen Rucksack zu finden, geschweige denn anzusprechen, warum dein Mann diesen Rucksack als "Rückhalt"/Hintertür benötigt.
Es ging ihm schon wesentlich schlechter als jetzt.
Nun hast du den Rucksack gefunden, erzählst uns, was darin ist, in diesem Thread wird sich daraufhin detailliert darüber unterhalten, wie man sich das Zeug wohl verabreichen soll - ooookay.#gruebel

Ich rate dir nichts. Wenn ein Mensch seinem Leben ein Ende setzen will, macht er das mit oder ohne Behelfsrucksack. Denn Brücken gibt es überall und du wirst deinen Mann jetzt ja nicht einsperren wollen, während du nicht da bist.
Dieser Rucksack ist seit mehr als einem Jahr fester Bestandteil des Eigentums deines Mannes. Mich wundert, warum du ihn erst jetzt in den Händen hältst, wenn ihr doch zusammenlebt. Mich wundert auch, dass der Rucksack scheinbar immer nur ein "irgendwann schnappe ich mir meinen Rucksack und gehe"-Utensil war, nie größeres Thema wurde, scheinbar nie einen sonderlich größeren Stellenwert (für dich) hatte - erst jetzt wo du ihn in den Händen hältst.

Also. Wenn dein Beitrag wahr ist, ich würde an deiner Stelle den Rucksack lassen wo er ist. Vielleicht würde ich dem Mann sagen, dass du weisst, wo der Rucksack ist, ihm aber zumutest, seine eigenen Entscheidungen treffen zu können.

Denn, sicher ist es furchtbar, wenn ein geliebter Mensch selbstbestimmt geht. Er geht aber eben selbstbestimmt. Du lebst seit Jahren mit ihm zusammen und weisst von dieser Problematik in seinem Leben. Du bist Teil von diesem Leben.

Du kannst ihm na klar sagen, dass du nicht WILLST, dass er sich umbringt, aber allein, dass der Rucksack jetzt sichtbar ist, ändert im Prinzip nichts an der Tatsache, dass er "schon immer" da war, oder?

Euch beiden alles Gute

White

  • Falsch, in diesem Thread wollte ich darauf aufmerksam machen wie gefährlich die Sachen aus dem Rucksack sind. Gott behüte, niemand sollte sich jemals so etwas verabreichen geschweige denn irgendwo solche Dinge lagern.

(24) 29.10.14 - 10:00

Wenn dein Beitrag so stimmt dann würde ich mir die Tasche nehmen, meinen Mann packen und ihn einweisen. Akute Selbstgefährdung ist ein Grund ihn auch gegen seinen Willen in die Psych zu bringen! Und mit dieser Tasche bzw dem Inhalt kannst du beweisen das er den Gedanken hat auch wenn er es abstreitet.

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