Trennung, weil er nichts im Haushalt macht?

    • (1) 02.11.14 - 17:32
      upup

      Hallo,

      seit knapp 3 Jahren bin ich mit meinem Freund zusammen und seit mitte Juli wohnen wir zusammen und er machts nichts! im haushalt. Wirklich nichts! Wir haben einen Haushaltsplan, der wird aber von ihm ignoriert. Wir arbeiten beide übrigens Vollzeit.

      Müll rausbringen? Nein!
      Badezimmer putzen? Nein!
      Spülen? Nein!

      Alles! mache ich.

      Er hat keine Lust, keine Zeit oder was anderes zu tun.

      Ich habe gedacht, das sich alles erstmal einspielen muss, aber wir wohnen seit Juli zusammen.

      Und mir reichts!

      vg

      (4) 02.11.14 - 17:40

      Erster Schritt: seine Wäsche bleibt ungewaschen, was er nicht wegräumt landet auf seiner Hälfte des Bettes.

      Wenn du die Nerven dafür hast dann stellst du ihm beim nächsten Essen die Pfanne (mit was auch immer drinnen) hin und auf seinen Platz einen ungewaschenen Teller.

      Oder du kochst nur noch für dich. Oder auch: "Schatz, ich hab schon am Heimweg was gegessen!"

      Langfristig musst du dir leider wirklich überlegen ob du das willst!

    • (7) 02.11.14 - 18:21

      Lass ihn doch mal da auflaufen, wo es möglich ist:

      Seine Wäsche kann er selber waschen, eingekauft wird nichts von dem, was er gern hätte, und kochen kann man auch mal demonstrativ nur für sich!

      Die Idee mit der Putzfrau find ich auch nicht schlecht, aber die spült ja nicht und kauft auch nicht ein, so dass nur ein Teil des Problems gelöst wäre.

      Hat Dein Partner die Sachen denn vorher geregelt bekommen?

      LG

      Anja

      (8) 02.11.14 - 18:24

      Er wird sich nie ändern, solange es ja auch so läuft.
      Mach Du auch nichts mehr.

      (9) 02.11.14 - 19:06

      Ich hätte jetzt selbige Ideen gehabt... Ihn auflaufen lassen...

      Wäsche nicht mehr mit waschen. Der wird sich schon umgucken, wenn sein Schrank leer ist. ;-) Und wenn er Dreckwäsche neben das Bett packt, immer wieder unter seine Decke schieben.

      So habe ich meinen Mann dazu bekommen, dass er seine T-Shirts auf links zieht, da sie dann länger schön bleiben... Ich habe sie sonst so gewaschen, wie sie in der Wäsche waren und er hat bemerkt, dass sie nicht so lange "halten". Ach...

      Mein Druckmittel hier ist teilweise, dass ich die Sachen wegwerfe, wenn er das nicht macht. Zieht natürlich nur bei den eigenen Sachen von ihm. Da weiß ich ja nicht wie es bei euch ist. Sprich "ich mach das für dich, aber ich mach das so, wie ICH es will".

      Sowas wie Badezimmer ist natürlich eklig, da will man ja selbst auch reingehen können. Außer jeder hätte sein eigenes Bad (ist bei einer Kollegin so), dann kann man sein Reich sauber halten ihn er muss selbst schauen, muss aber auch seine Leute auf die Toilette lassen.

      Dreckigen Teller hinstellen ist auch eine amüsante Idee. Dumm nur wenn er dann aufsteht und sich einen sauberen aus dem Schrank holt. Andererseits ist da ja irgendwann kein sauberer mehr, den einzig sauberen hast du ja. :-) Muss aber sagen, mein Mann wäre da zu "alten Zeiten" so gewesen, dass er dann einfach EINEN sauber gemacht hätte und fertig.

      Aber wenn das gar nicht wird, auch nicht nach zahlreichen Gesprächen, dann würde ich mir das ehrlich gesagt gut überlegen. Ich hab nur die Erfahrung mit meinem Mann gemacht, dass ich ihn auf diverse Dinge ansprechen muss, er sieht das nicht oder weiß nicht ob er darf, da ich auch durchaus mal meckerig werde, wenn mir das gerade nicht passt. Da fehlt denen glaub ich teilweise echt ein Gen...

      Putzfrau auf seine Kosten kommen lassen weiß ich nicht, ob das was bringt. Ich gehe davon aus, dass ihr getrennte Konten habt, aber wenn er sich weigert zu zahlen, weil "mich stört das ja nicht, warum sollte ich also"...?

      Was mein Mann nicht schlecht findet, wenn ich eine To-Do-Liste mache. Z.B. für eine ganze Woche. Ohne "heute dies, morgen wird das, du hast das zu machen"... So dass er selbst schauen kann, was er gerade machen will, was zeitlich gerade passt und das dann auch abstreichen kann (tut gut zu sehen, wenn es weniger wird). Funktioniert besser als ein Haushaltsplan, so einen mag ich selbst nicht.

      Aber ob du dich nun deswegen trennen sollst oder nicht... Ich denke, das musst du für dich entscheiden. Kommst du damit klar oder geht das einfach gar nicht?

      Viel Erfolg!

      #winke

      (10) 02.11.14 - 19:46

      Solche Sachen wie seine Wäsche nicht waschen, nicht für ihn mitkochen finde ich albern. Hausarbeit besteht nicht nur aus Waschen und Kochen.
      Außerdem birgt so ein Verhalten Konkfliktpotential, was sowieso schon reichlich vorhanden ist und nur unnütz Energie verschwendet.

      Setz dich mit ihm an einen Tisch, rede Tacheles über die Situation seit Juli und dass du das nicht hinnehmen. Alternative wäre die Trennung. Allerdings musst du das ernstmeinen und nicht nur drohen.
      Ich empfinde sein Verhalten als unglaublich dreist und arrogant.

      Es sei denn, du willst die nächsten 40 Jahre lang ausgenutzt werden.

      (11) 02.11.14 - 20:11

      Ehrlich, du überlegst wegen Trennung, weil er nichts im Haushalt macht??? Liebst du ihn wirklich???
      Dann redet doch mal über die Situation und darüber, was ihr daran ändern könntet...So was steht eigentlich an erster Stelle bevor man über eine Trennung nachdenkt...Und nur wegen dem Haushalt...nun ja...Ich denke, wenn ihr ruhig und vernünftig über die Sache redet, findet ihr auch eine Lösung, mit der ihr beide leben könnt...

      • (12) 03.11.14 - 08:33

        Ich würde mal stark vermuten, dass sie bereits mit ihm geredet HAT (Stichwort Haushaltsplan). Und Liebe ist schön und gut, aber um auf Dauer mit jemandem zu leben, muss auch der Alltag klappen.

        Trennung wegen Haushalt ist klar ein blöder Grund wenn man jemanden liebt...aber was ist die Alternative?

        Das Frau einfach ihr restliches Leben die Zähne zusammen beisst und ihm hinterher räumt? Sein bequemes Leben unterstützt und die Frau die Mehrfachbelastung mit Arbeit, Haushalt und später Kinder hat und so weniger Zeit für sich hat? Warum soll man sich als Frau immer unterordnen und es dem Herren bequem machen? Rumgedreht wird einem Mann sowas selten geraten. Und bei vielen Männern ändert sich nix, egal wie viel Mann redet.

        (14) 03.11.14 - 15:13

        "Ehrlich, du überlegst wegen Trennung, weil er nichts im Haushalt macht???"

        tja, wenn man die sache mal umdreht könnte man sich auch fragen, ob er die te überhaupt liebt oder nur eine putzfrau braucht.

        v.

    (15) 03.11.14 - 08:36

    Hi,

    Ich würde dir raten redet miteinander

    Sag ihm das es so nicht geht... Oder mach du mal ne zeit lang nix ;-)

    Ich kenne das nicht so,mein Partner und ich sind 6monate zusammen und wohnen in getrennten Haushalten.... Aber wenn er hier ist macht er auch was, saugt, räumt den Tisch auf, mäht Rasen ect

    Das gehört dazu finde ich gerade wenn man einen gemeinsamen Haushalt führt...

    Lg

    (16) 03.11.14 - 08:51

    Hallo,

    ich wohne mit meinem Freund seit über 2 Jahren zusammen und er bekommt im Haushalt auch nichts auf die Reihe.
    Ich hab's versucht, dass ich seine Sachen liegen lasse, alles auf seinen Platz stelle usw. Aber das ändert meinen Freund nicht. Er muss es selbst ändern wollen, was er aber nicht tut ;-)

    Nach tausenden Gesprächen haben wir uns dann darauf geeinigt, dass er die ganze Miete bezahlt und ich den Haushalt mache. Der Haushalt ist einfach nichts für ihn, es macht ihn wahnsinnig. Mir fällt es leicht bzw. ich bin daran gewöhnt und es ist ok. Er wäscht allerdings seine Wäsche oft selbst (ich weiß ja nicht, wann er welche Klamotten auf der Arbeit braucht) und bringt auch mal den Müll raus.

    Wenn ich irgendwann keine Zeit mehr haben sollte für den Haushalt (wir bekommen demnächst Nachwuchs), dann holen wir uns eine Putzfrau. Es ist meinem Freund lieber Geld auszugeben als es selbst zu machen. Das ist für mich dann auch in Ordnung.

    Ich kann mir mittlerweile vorstellen, dass der Haushalt ein Trennungsgrund sein kann. Mich hat es auch ganz schön auf die Palme gebracht, dass mein Freund so faul ist. Ich bon froh, dass wir eine Lösung gefunden haben. Ich finde zwar, dass eine Putzfrau rausgeschmissenes Geld wär, aber man muss ja Kompromisse machen :-)

    • (17) 03.11.14 - 08:57

      Ich frage mich immer, wie solche Männer aufgewachsen sind? Hat Mutti da alles gemacht und der arme Junge ist beim Auszug ganz geschockt, dass die dreckigen Socken nicht alleine in die Waschmaschine und in den Schrank marschieren? Oder bleibt der Herr dann bei Mama wohnen, bis er mit einem anderen weiblichen Wesen zusammenziehen kann?#kratz

      • (18) 03.11.14 - 09:04

        Nee, er hat sogar vorher alleine gewohnt, aber ganz minimalistisch. Wäsche waschen kann er ja, aber er hat z.B. nie wirklich gekocht, sondern Brot gegessen oder so. Da war nicht viel mit Spülen. Viele Sachen hatte er nicht, die er aufräumen musste und viel Fläche zum Putzen war auch nicht da. Da hat es alles geklappt, dass seine Wohnung ordentlich war.
        Ich denke, dass mein Freund schlichtweg überfordert ist, da er zu Hause nie sooo viel machen musste und in seiner eigenen Wohnung so einfach gelebt hat. Jetzt mit stressigem Job und größerer Wohnung fällt ihm der Haushalt so schwer, dass er es auch nicht mehr schafft sich daran zu gewöhnen.

        • Und ihr bekommt jetzt Nachwuchs? Viel Spaß!

          Nachts aufstehen? Windeln wechseln? Füttern? Anziehen? etc. Wie lange gibst du ihm da Zeit, sich daran zu gewöhnen? Bis das Kind ausgezogen ist? Oder wird eine Amme eingestellt?

          Jetzt ist das vielleicht noch alles lustig für dich. Aber auf lange Sicht würde mich das wahnsinnig machen. Und erst recht mit Kind.

          • (20) 03.11.14 - 10:25

            Eh, entschuldige mal. Das ist mein Leben und ich bin sehr zufrieden damit. Wir haben uns arrangiert, warum soll ich jetzt darauf bestehen, dass mein Freund alles macht, was ich auch mache? Er macht dafür andere Sachen, die ich nicht mache. Außerdem macht er ja auch Dinge im Haushalt, nur eben viel weniger als ich. Wenn ich mal gar keine Zeit hatte, dann hilft er mir sogar freiwillig. Nur grunsätzlich ist es eben meine Aufgabe.
            Ich komme übrigens sehr gut dabei weg, weil ich mein Geld fast nur für mich ausgeben kann und der Haushalt mir eben leicht fällt.

            Es ging hier auch gar nicht um Kinder. Mein Freund will sich um sein Kind kümmern. Er sagt auch jetzt schon, dass er nachts aufstehen will und die ganzen Sachen machen will, die gemacht werden müssen. Da wird er auch nicht drumherum kommen, weil es eben um sein KIND geht und nicht um den Haushalt. Ich habe Verständnis dafür, dass man keine Lust hat sich um den Haushalt zu kümmern, ich habe aber kein Verständnis, wenn man keine Lust hat sich um sein Kind zu kümmern.

    (21) 03.11.14 - 10:27

    Ich finde ihr habt da eine super Lösung gefunden. #winke

(22) 03.11.14 - 10:39

Ich gebe zu, Haushalt ist für mich auch ein rotes Tuch. Ich hasse es zu putzen und bin auch etwas unordentlich #hicks Insofern kann ich deinen Freund verstehen ;-) Trotzdem gehört es nunmal dazu und bis ich mir ne eigene Putzfrau leisten kann, muss ich da wohl durch. Wenn man in einer Partnerschaft lebt, dann finde ich, sollten beide mithelfen und ich würde meinem Freund in den Hintern treten wenn er NICHTS machen würde und alles an mir hängen bleiben würde #aerger

Trotzdem gibt es Dinge die er ungern macht das mache ich dann immer. genauso gibt es Dinge die ich nicht machen möchte, die macht er. Vielleicht gibt es ein oder zwei Sachen die dein Freund übernehmen kann, für die ist dann IMMER er zuständig. Nur er. Die machst du einfach nicht. Und alles andere, damit nervst du ihn nicht, die machst du. So könnte er sich langsam dran gewöhnen. Wenn er es nämlich bisher nicht gewohnt war etwas zu tun, dann ist der arme Mann überfordert wenn man zu viele Ansprüche auf einmal an ihn stellt #rofl

(23) 03.11.14 - 10:49

Huhu #winke

jetzt muss ich doch auch mal was los werden :) Ich bin relativ schnell mit meinem Freund zusammen gezogen, er wohnte schon allein und ich kam aus meinem Elternhaus.

Am Anfang war alles Bombe, Mittwochs Putztag und alles war gut. für die ersten Monate #augen dann blieb alles mir hängen #schwitz

Ich geb Dir nur einen Tipp, rede in ruhe mit Ihm. Mach ihm KEINE vorwürfe. Erklär ihm, dass ihr beide dort wohnt und dreck macht. Wenn Du nicht mehr für ihn kochst etc. machst Du es noch schlimmer und er stellt ganz auf Stur. Männer sind sensibel #schein

Viel Erfolg

(24) 03.11.14 - 11:52

Anscheinend wünschst du dir was den haushalt angeht eine Art "Gleichberechtigung
". Jeder macht immer mal was und man muss nicht drüber diskutieren. Das ist auch völlig in Ordnung. Aber denk nicht, dass du ihn ändern kannst. Wenn es von vornherein nicht funktioniert hat - warum sollte es sich ändern? Anscheinend war es ihm nie wichtig - bzw. war jemand anders zum Putzten da. Und wenn dich diese Macke so sehr stört, dann musst du dir deine eigenen Konsequenzen überlegen.

So einen hatte ich auch mal.

Ich habe dann irgendwann angefangen, seine Sachen einfach zu ignorieren. Hab seine Wäsche nicht mitgewaschen. Seine Teller nicht weggeräumt oder gespült. Nichts von seinen Sachen gebügelt. Seine Bettwäsche nicht gewechselt.
Irgendwann hatte er keine Unterhosen mehr und kein sauberes Besteck/ Geschirr.
Als ich am nächsten Tag nach Hause kam stand er in der Küche und war am spülen (in den Töpfen hatte es schon geschimmelt, war mir egal, ich hab auf der Arbeit gegessen).
Und dann hatte er auch die ganze Bude aufgeräumt. Fand ich erstmal super ....danach folgte der Riesenstreit. 6 Wochen später waren wir getrennt - machte ja keinen Sinn mehr wenn in einer Beziehung nichtmal das funktioniert und der Mann einen als "Hausmädchen" braucht, mam aber keins sein möchte.

(25) 03.11.14 - 13:37

Hallo,

hast Du mit ihm auch darüber gesprochen oder bisher nur den Haushaltsplan erstellt?

Mein Mann und ich arbeiten auch beide. Ich Vollzeit im Büro, er selbständig - leider bleiben ca. 90% der typischen Haushaltsaufgaben an mir hängen.....#heul

Ich habe festgestellt, dass - zumindest mein Mann - nicht sieht, wenn etwas zu tun oder zu putzen ist. Daher habe ich mir angewöhnt, da er zum Teil andere Arbeitszeiten hat als ich, dass ich ihm Zettel schreibe, auf denen ganz konkret steht, was zu tun ist.

Ich darf ihn aber nicht mit zu vielen Dingen überfordern.... :-)
- Spülmaschine ausräumen
- Bett beziehen
- staubsaugen

Auf diesem Wege werden mir wenigstens ein paar Dinge abgenommen. Zu seiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass er sich dafür um das Thema Finanzen, Steuererklärung, Versicherungen etc. kümmert.....das ist ja auch ein undankbares Thema!

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