0 Muttergefühle und es wird immer schlimmer hier.... :(

    • (1) 14.11.14 - 18:21
      ichkannnichtmehr

      Hallo,
      ich schreib mal hier weil ich hier schwarz schreiben kann... bitte verurteilt mich nicht noch mit blöden Sprüchen da mir meine Situation selbst total unangenehm ist und es mir echnt nicht gut geht damit...

      Ich fang mal ganz vorne an.... ich war noch nie ein Mensch der gut mit Kindern konnte... dachte mir aber, gut, die eigenen sind dann vieleicht was anderes, sagten mir auch alle immer.

      Naja, vor etwas über 5 Jahren ist meine Tochter geboren, ich wurde OHNE Kinderwunsch schwanger, das trotz 3 Mon. Spritze, da ich 28 war, dachte ich mir, gut, kannste ja zu stehen, mein damaliger Freund meinte auch er möchte das Kind, wir führten aber eine Fehrnbeziehung.

      So, die Schwangerschaft war schon total (sorry) kacke, ich hab 2 Mon. nur überm Klo gehangen und dann ab dem 5. Mon. übelste Schmerzen durch eine starke Symphyselockerung die immer doller wurde so das ab Mon. 7. die Knochen zu hören waren wie sie aufeinander rieben.

      Naja, dazu kam dann ein Kaiserschnitt bei dem ich 1 Liter Bluit verlor, ne Bluttransfusion brauchte und es mir die ersten Tage wirklich dreckig ging durch arge Kreislaufprobleme.

      Das stillen klappte auch nicht und ich ließ mich zum Abpumpen überreden was natürlich doppelte Arbeit ist, erst Kind füttern, dann nachts danach noch abpumpen, permanente Brustentzündungen mit Starkem Fieber kamen dazu das ich den Scheiß dann nach 6 Wochen auch ließ...

      In all der Zeit nach dem KS wartete das ich endloich dieses Mutterglück verspürte... Muttergefühle kamen... aber nichts, man hätte mir jedes Kind im KH geben können...

      Ich stand von anfang an alleine da mit dem Kind da mein Freund 400km weit weg wohnte und wir trennten uns als die Kleine 10 Mon. alt war.

      Die ersten 2 Jahre waren noch "OK" (gut würde ich anders beschreiben) wir kamen zu 2. klar.... aber auf diese Muttergefühle von denen alle reden, das man für sein Kind sterben würde.... neeeee... im gegenteil, ich bin von meinem eigenen Kind schnell genervt.

      Das alles wurde im laufe der Jahre nicht besser.... ehr im Gegenteil... heute ist mein Kind etwas über 5 und ich wünschte mir fast täglich das sie nicht da ist... dachte mir auch schon das wenn ich vor nen Baum fahre meine Sorgen vorbei sind... ja, ich habe schon oft Selbstmordgedanken gehabt... drann gedacht das Kind weg zu geben... aber man erwartet von mir die perfekte Mutter, meine Mutter, mei neuer Lebensgefährte den ich seit 2 Jahren hab... alle erwarten die tolle Mutter die ihr Kind ja ach so lieben muss... oft wenn keiner da ist heul ich einfach nur weil mir alles zuviel ist und ich über meine eigenen Gedanken nachdenk, darüber wie schlimm soetwas ist.

      Mein Kind ist zudem auch ein echtes Aas, sie droht permanent sie wolle mich schlagen, mir dies oder jenes antun.... ich muss dazu sagen, meine Gedanken ihr gegenüber versuch ich zu unterdrücken, kauf ihr fast alles was sie will um damit fehlende Liebe zu kompensieren, lass ihr ziemlich viel durchgehen um meine Ruhe zu haben, ich weiß das dadurch erst die Probleme entstehen, aber ich habe nicht die Kraft das zu ändern.
      Mein Freund regt sich auch nur auf wenn sie täglich mehrfach so austickt... es nervt, er ist genervt, ich bin genervt und schon streiten wir nur deshalb... somit hab ich da grad doppelten Stress...

      Ich habe schon versucht mit meiner Mutter (die die kleine abgöttisch liebt) oder auch meinem Freund über diese fehlenden Muttergefühle zu reden, da kommt nur "ach quatsch, du liebst dein Kind, die ist halt grad schwierig!" ... jaaa, gut, dann lieb ich mein Kind in deren Augen.... aber das ändert m,ein Problem nicht.... und das ist ja auch das Problem meines Kindes... ich lese ihr jeden abend vor und versuch nett zu sein, merke aber das dabei für mich nur die pure verpflichtung im Vordergrund steht...

      Das geht so nicht weiter... sonst raste ich irgendwann richtig aus...

      ich hatte früher Hobbys.... die machen mir keine Freude mehr, ich habe mein Leben für Tiere aufgeopfert... das interessiert mich alles nicht mehr... ich merk selbst das ich nur noch verbittert bin und es anscheint niemanden mehr recht machen kann... dann kommen wieder diese Gedanken das 34 Jahre Scheißleben ja auch ausreichend sind...

      Ich wünch mir so sehr auch diese Muttergefühle zu haben... eine heile Familie zu sein... aber der Gedanke daran mind. noch 14 Jahre mit diesem Kind was jetzt schon völlig unberechenbar ist, absolut nicht auf mich hört (warum sollte sie auch, die spührt ja das was ich zu verbergen versuch) verbringen zu müssen... das treibt mich in die Verzweigflung...

      Der leibliche Vater nimmt sie 1 x im Jahr für 1-2 wochen und spielt dann Superdad! Mehr interesse am Kind ist nicht da.

      Ich denk jeden Tag drüber nach sie einfach zu ihm zu fahren und zu sagen "da bitte dein Kind", ich mein er ist neu verheiratet hat ne 4 Zimmer Wohnung, sie wünscht sich Kinder und krigt keine.... bitte....

      Äußer ich das meinem Freund gegenüber kommen Sprüche wie " was soll denn son scheiß, wie bist du denn drauf, da überleg ich mir echt ob ich das will mit dir zusammen zu leben"... ja, aber stressen darf das Kind auch nicht...

      Meine Mutter vergöttert das Kind, schiebt ihr alles in den arsch und zeigt ihr noch schön das was ich sage muss nicht gemacht o. beachtet werden in dem sie mir bei jeder Gelegenheit in den Rücken fällt und meine Wünsche und Verbote fürs Kind föllig übergeht.

      Ja was soll ich machen, ich kann so nicht weiter machen... die Kleine rastet täglich aus, bedroht mich das sie mich ja mal schlagen oder treten könne oder dies oder jenes tun können nur weil ich zu irgendwas "nein" sage... wer will sowas?

      Man könnte Sagen dieser Endloskreislauf von Lieblosigkeit... ich kann mich auch nicht drann erinnern das meine Mutter mir je sagte das sie mich lieb hat, wir können uns auch heut nicht wirklich in den Arm nehmen, schütteln uns die Hand wenn ich komm oder geh..... vieleicht vererbt sich Lieblosigkeit...

      ich weiß das ich so nicht weiter machen kann und Hilfe brauch.. nur wo und von wem... geb ich das Kind ab bin ich meine Familie zu 100% auch los weil ich dann ein Monster bin...

      Ich kann einfach nicht mehr und ich möchte in meinem Kind durch mein Verhalten nicht den nächsten Psycho ranzüchten...

      Sorry für diesen Text, ich weiß viele werden mich hassen dafür... aber es ist mal eben das niedergeschrieben was irgendwann mal raus muss weil ich sonst völlig ausraste.. mein Leben ist ja eh schon ein kaputter Dreckshaufen ohne Freude mehr.

      Sorry

      • (2) 14.11.14 - 18:42

        Hallo,

        es tut mir sehr leid, dass es Dir so schlecht geht.
        Es ist schrecklich für Deine Tochter, dass Du sie nicht liebst, aber das weißt Du ja selbst. Sie sollte in einer Umgebung aufwachsen dürfen, in der sie geliebt wird. Würde Deine Mama sie nehmen? Oder Du sprichst wirklich mit dem Vater, ob er die Tochter zu sich nehmen möchte.
        Eine weitere Möglichkeit wäre eine Therapie. Hast Du mal mit jemandem darüber gesprochen? Ich stelle es mir ganz schlimm vor, jeden Tag die Verantwortung für ein Kind zu haben, dass einem lästig ist. Natürlich ist Deine Tochter dann auch kein Sonnenschein. Das hätte mich sehr gewundert, wenn sie jetzt ein ganz liebes, braves Kind wäre. (es gibt doch diesen Spruch: Wenn Du mich nicht liebst, dann sollst Du mich beachten lernen. Der passt hier sehr gut)

        Hol Dir Hilfe, Dir und Deiner Tochter zu liebe.

        Alles Gute

        Hallo, es klingt ganz schrecklich, was du da schreibst. Für dich und dein kind. Hast du dich schon mal bei einem therapeuten vorgestellt? Wenn nein würde ich das an deiner stelle machen und zwar pronto!! Ich weiß gar nicht, wie man so leben kann. Sind denn deine empfindungen zu deinem freund intensiv/beglückend? Hast du ueberhaupt noch freude an irgendwas? Depressionen???!!! Geh bitte unbedingt schnellstens zu einem psychiater. Und ja, dein kind tut mit schrecklich leid. Für dich tut es mir auch leid, aber kinder sind so hilflos :-(....

        >>>bitte verurteilt mich nicht noch mit blöden Sprüchen<<<

        Ich verurteile dich nicht, aber ich verstehe nicht, warum du dir nicht schon lange Hilfe geholt hast. Die Situation scheint schon sehr verfahren.

      • bitte hol dir schnell Hilfe auch beim Jugendamt

        evtl das sie eine zeit lang in eine pflegefamilie kommt damit

        du dich um dich und deine Gefühle kümmern kannst und

        deine Tochter in ein neurales umfeld kommt und dort zur ruhe kommt

        und dann begib dich in eine Therapie und dann kannst du entscheiden ob du sie abgibst

        oder ihr zwei es noch mal zusammen versucht

        und es ist nicht jeder zur perfekten Mutter geboren

        mache werden es bei der Geburt

        andere brauchen da noch ein bisschen Hilfe

        oder andere werde es gar nicht

        aber dann muß man handeln

        Hallo,

        es ist wirklich traurig zu lesen, wie du dein Leben beschreibst.
        Gefühle sind echt und wenn du sagst, du hast keine Gefühle für deine Tochter, dann ist das so. Das sagt man ja nicht aus Spaß.

        Du sagst, du wünscht dir, dass deine Tochter nicht da ist. Jeden Tag.

        Was würdest du sagen, was genau wäre dann besser? Also was genau würde sich am meisten POSITIV verändern?

        Ich weiß, die Therapiekeule ist allgegenwärtig, aber wenn du sagst, in deiner Kindheit fand Lieblosigkeit einen Platz, dann ist da der richtige Punkt um anzusetzen.

        Aufarbeiten.

        Es gibt auch spezielle Therapien für Mütter mit fehlenden Muttergefühlen.
        Ich glaube du kannst das schaffen, denn du machst dir Gedanken und suchst Hilfe. Sonst würdest du uns hier nicht schreiben. Selbstkritik und das Eingestehen, ich versage gerade in meiner Rolle...Das ist schon der Anfang von Mutterliebe.

        Ich denke bei dir ist viel zusammen gekommen...Kindheit, eine schwierige Schwangerschaft, ein Kaiserschnitt, der Distanz zum Kind begünstigen kann, ein schlechter Start mit Baby durch das Stillen und noch das Ende der Beziehung.

        Das ist viel oder? Aber du hast noch nicht aufgegeben.

        An der Erziehung musst du sicher arbeiten, auch deine Mutter und dein Freund. Ihr müsst an einem Stang ziehen und ein Team werden. Eine Familie.

        Suche dir auch dabei Unterstützung.

        Ich nehme dich ernst. Doch ich glaube, dass du es schaffen kannst, wenn du dir Hilfe suchst.

        Ganz viele Grüße,

        Melissa #liebdrueck

      • deine situation hört sich ganz furchtbar an, dafür finde ich dich erstaunlich reflektiert. auf mich machst du nicht den eindruck einer mutter, die ihr kind nicht liebt. im gegenteil, du merkst, dass du ihr oder vielmehr deinem anspruch an die mutterrolle nicht gerecht wirst, du sorgst dich um sie, du denkst über lösungsmöglichkeiten nach. das würde jemand, der gar nichts fühlt, dem alles egal ist, gar nicht machen. ich sehe das als gutes zeichen.

        ihr hattet einen denkbar harten start und auch deine eigene kindheit mit einer als emotionslos empfundenen mutter wird dazu beitragen, dass es nun ist, wie es ist.

        ich würde folgendes vorschlagen: denke weniger darüber nach, was andere (deine familie, insbesondere deine mutter und auch dein partner) von dir halten könnten. das ist jetzt nicht relevant. es geht nun ausschließlich darum, warum du dich fühlst, wie du dich fühlst und dass du einen weg findest, deine lebenssituation zu verbessern. das musst du nicht allein schaffen, dazu ist es m.e. auch zu verfahren. psychotherapeuten haben häufig lange wartelisten, zudem halte ich es erstmal für am wichtigsten, das wohl des kindes auf der sicheren seite zu wissen. wende dich an pro familia oder eine andere familienberatungsstelle, die gibt es von öffentlichen, kirchlichen oder auch privaten trägern. einfach mal "familienberatung" und deine stadt bei google eingeben. dort wirst du kurzfristig hilfe finden und man wird mit dir nach einer lösung für den weiteren verbleib deines kindes suchen. du wirst da nicht entmündigt und man wird dir das kind auch nicht gegen deinen willen komplett entziehen. wenn das geregelt ist, solltest du dir therapeutische hilfe suchen, um dich selbst ins gleichgewicht zu bringen.
        bei dir scheint sich viel schlimmes angestaut zu haben, vielleicht ist deine (selbst empfundene) emotionslosigkeit reiner selbstschutz, wer gar nichts spürt, dem tut immerhin auch nichts weh. du klingst für mich im klinischen sinne depressiv und wenn das so ist, solltest du das dringend behandeln lassen, von selbst verschwindet das nicht.

        du solltest unbedingt wissen: all das heisst nicht, dass du ein monster bist. ich lese aus deinem text nichts bösartiges oder kaltherziges heraus, eher verzweiflung, überforderung und resignation. dagegen kann man etwas tun. alles gute für dich!

        (8) 14.11.14 - 19:36

        Hallo...

        hmmmm also ich kann dir ur erzählen, dass ich weit gehend das erste Lebensjahr meiner Tochter so empfunden habe!

        Sie war immer sauber und satt aber ansonsten hat sie mich nur genervt! Ich wollte damals unbedingt ein Kind und dann war sie da und mein Leben scheiße...Damals habe ich es wirklich so gesehen..

        Hab viel geweint, versucht mich meinem damaligen Partner zu öffnen aber keiner hatte Veratändnis für mich.."alles nur ne Phase "

        Irgendwann wurde bei mir ein handfeste Depression festgestellt, die sich während der Schwangerschaft und Wochenbettzeit eingeschlichen hat...

        Und ehrlich gesagt denke ich, das bei dir etwas Ähnliches schlummert + deine Erfahrungen mit der eigenen Mutter...

        So schlecht wie du dich hier hinstellst bist du nicht....Denn du denkst darüber nach was bei dir vielleicht falsch läuft...
        Schäm dich nicht und hole dir Hilfe beim Facharzt !

        Und ja, wenn du der Meinung bist das beste für deine Tochter wäre es wenn sie beim Papa lebt, rede mit ihm darüber das du Hilfe brauchst...

        Hast du mal an eine stationäre aufnahme in einer Psychologischen Klinik gedacht? Du würdest einfach mal Abstand bekommen und man könnte dir helfen erst mal mit dir selber zu recht zu kommen...Suizidgedanken sind echt schlimm und ich glaube es gäbe nichts schlimmeres als wenn du deine Tochter zurück lässt mit dem Denken sie wäre dran schuld, dass du dir was antust....

        Möchte dir jetzt noch sagen, dass inziwschen alles gut mit meiner Tochter läuft..sie ist fast 6 und wir haben ein gutes Verhältnis..Und ich liebe sie und habe es auch immer getan..Aber manchmal spürt man das nicht...auch wenn man unbedingt will

        Mir fällt auf, dass Du nicht "nur" von Deinem Kind genervt und gestreßt bist, sondern auch sonst Deinen Spaß an Hobbys etc. verloren hast. Ich bin natürlich nur Laie, aber kann das nicht "einfach" eine Depression sein?

        Hol Dir Hilfe und gib zur Not Deine Tochter erst mal zeitweilig ab, bis es Dir besser geht und Du dann entscheiden kannst, wie es weitergehen soll.

        Übrigens, eine Cousine von mir hat nach der Trennung ihre Tochter beim Papa gelassen, weil ein Kind letztlich nicht in ihren Lebensstil paßte. Finde ich besser, als auf Teufel komm raus die perfekte Mutter zu spielen und letztlich kriegt das Kind doch zu spüren, dass es ein Störfaktor ist ...

        such dir dringend hilfe- für dich und für dein kind
        Es hört sich für mich nicht so an als wäre nur die Beziehung zu deinem Kind im Augenblick auf einem Nullpunkt.
        Ich denke du brauchst zum einen für dich eine therapeutische hilfe, die dich aus diesem loch begleiten kann und zum anderen (z.B. übers Jugendamt) Hilfe mit deiner Tochter oder aber für deine Tochter!

        es ist keine schande und auch, wenn du im zuge dieser Gespräche für dich beschließt, daß eine zeitweilige räumliche trennung von deiner tochter das beste für euch beide ist, dann ist das kein weltuntergang

      Kann die Kleinen bei deiner Mutter leben? Ist deine Mutter in der Lage?

      Eine Kollegin von mir wünscht sich sehnlichst ein Kind. Es gibt viele Menschen, die Kinder in Pflege nehmen.

      Leide du und dein KInd nicht, nur weil du nach Außen die Haltung wahren willst. Bitte suche dir Hilfe. Jugendamt klingt so hart. Aber bitte wende dich mit der Bitte um Vertrauen an eine Stelle wie diese oder die Caritas.

      Grüße

      Oje so viele Baustellen

      Es ist nicht dein Kind , daß Du nicht liebst sondern Dein Leben

      Leave it

      Love it
      Or change it

      Ich würde aus der ferne und nicht involviert die Veränderung vorschlagen

      Fang mit dem an daß Dir wichtig ist , daß baue aus , ziehe daraus Energie

      Dann kannst du Dinge angehen die dein Leben momentan so schwierig machen .

      Und denke professionelle Hilfe kann nicht Schaden

      Dir alles Liebe

      Hallo,
      ich verurteile Dich nicht, aber Du solltest Dir dringend Hilfe suchen. Vielleicht wäre erstmal ein Klinikaufenthalt mit Psychotherapie hilfreich, damit Du erstmal zu Dir selbst findest.
      Gleichzeitig könntest Du Dir Unterstützung beim Jugendamt suchen.
      Ich glaube, Deine Tochter spürt Deine Ablehnung ganz deutlich, da helfen auch keine Geschenke.
      Vielleicht schilderst Du erstmal Deinem Arzt in aller Deutlichkeit, wie es Dir geht, auch mit Deinen Selbsttötungsgedanken. Und nein, dann wirst Du nicht gleich weggesperrt, ich hatte diese Problematik selbst schon. Es ist einfach wichtig, dass Ihr so schnell, wie möglich Hilfe bekommt.
      Ich wünsche Dir alles Gute!
      LG Kirsten

      Das Kind reagiert mit Drohungen und Terror, weil es spürt, dass seine Mutter es nicht liebt. Kinder haben dafür sehr feine Antennen.

      Ich habe 3 Lösungsvorschläge:

      1. Du meldest Dich beim Kindsvater und besprichst mit ihm, ob er Eure Tochter weiter aufziehen möchte (mit Liebe und allem drum und dran).

      2. Das Kind wächst bei Deiner Mutter auf (wenn das möglich ist). Das halte ich für die beste Option, weil Deine Tochter Deiner Mutter sicher nahesteht.

      3. Du machst einen Termin beim Jugendamt, um andere Lösungsmöglichkeiten zu finden (Pflegefamilie).

      Am wichtigsten (eindeutig in seiner Dringlichkeit VOR der aktuellen Partnerschaft) ist eine Lösung für die Kleine zu finden. Denn sie wird später die großen psychischen Probleme haben, aufgrund einer völlig lieblosen Mutter-Kind-Beziehung.

      Dein Freund müßte das akzeptieren, sonst ist er nicht der Richtige. Meine Meinung.

      Hallo,

      Ob es dich tröstet, wenn ich dir schreibe, dass ich in demselben Dilemma gesteckt habe, weiß ich nicht. Aber ich schreibe dir, was ich gemacht habe, um da raus zu kommen: ich habe einen langen Brief an eine Praxis für Psychotherapie geschrieben, eine große mit vielen Therapeuten. Ich habe alles aufgeschrieben, wie es mir geht, was ich als Ursache sehe für mein Elendsgefühl und was ich will, sprich, wofür ich Hilfe erbitte. Vier Tage später hatte ich einen Termin. Da war sicher eine Spur Glück dabei...
      Du klingst nach einer "verschleppten" postpartalen Depression. Um aus dem ganzen Gefühlsschlamassel rauszukommen, müsste dir jemand helfen, vielen Fragen auf den Grund zu gehen und "aufzuräumen". Angefangen mit der Aussöhnung mit dem sehr schweren Start, den du und dein kleines Mädchen hattet. Dann die Trennung vom Kindsvater, Ursache, Kummer.... Woher kommt dein Mutterbild, warum denkst du, dass du eine schlechte Mutter bist, warum spürst du nicht die Gefühle, die du glaubst, haben zu müssen? Was für Gefühle spürst du? Wer greift in dein Leben ein, was raubt dir Kraft und Energie, um dich deinem Kind gewachsen zu fühlen. Wie willst du gerne mit deinem Kind leben, etc.

      Wäre es möglich, dass du dir eine sogenannte Mütterkur verordnen lässt, bei der du für einige Zeit von deinem Kind getrennt Zeit finden kannst, durchzuatmen und zu überlegen, was dir zu verändern sinnvoll erscheint? Alternativ ein Urlaub, aber dafür bräuchtest du ein verständnisvolles Umfeld, welches dir eine Auszeit gönnt (deine Familienbeschreibung klingt für mich allerdings eher weniger so...) ich habe das Gefühl, dass deine Mutter und dein Freund dich sehr unter Druck setzen, weil sie nicht mit deinen Äußerungen zurecht kommen. Das ist oft der Fall, wenn jemand so kummerneladen und niedergeschlagen oder auch als launisch wirkt.

      Lieblosigkeit vererbt sich sicher nicht, aber man nimmt in die Beziehung zu seinem eigenen Kind die Verhaltensmuster mit, mit denen man selbst groß geworden ist. Mit dem eigenen Kind hast du die Chance, alles ganz neu anzugehen, dich anders zu verhalten und auch andere Gefühle zuzulassen, als du sie kennst. Das kann positiv oder negativ sein.

      Ich bin selber mit einer egoistischen, narzisstischen und lieblosen Mutter aufgewachsen und hatte eine absolute Abneigung gegen das Muttersein. Ich wusste, das würde ich nie können, eine gute Mutter zu sein. Und wurde ungeplant schwanger. Mein Freund wollte das Kind und ich habe es bekommen.

      Nun habe ich das dritte Kind und erst mit diesem(!) den Mut gefunden, die Mutter zu sein, die ich sein kann und bei der ich das Gefühl habe, dass ich das gar nicht so schlecht mache. Und das für alle drei Kinder. Sechs Jahre Arbeit, um die Mutterrolle anzunehmen liegen hinter mir mit vielen Phasen der Depression, des Auf und Ab...ich hoffe, dass vor allem meine älteste nur wenig von meinem inneren Elend mitbekommen hat.
      Man weiß nie wirklich vorher, was diese tiefgreifende Veränderung des Mutterwerdens im Leben mit einem macht und was aus einem wird!

      Du hast das Wichtigste schon gemacht: Erkannt, dass du so nicht weitermachen kannst und willst! Nun geht es darum, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Ich würde mit der Auszeit anfangen.

      Ich könnte dir noch vieles schreiben, was mir zu deiner familiären Situation einfällt, aber da ich auf Grund von Parallelen meine eigene Geschichte da zu sehr anbringen würde und kein psychologischer Profi bin, empfehle ich dir, wirklich einen Profi zu Rate zu ziehen. Als Überbrückung bis zu einem Termin bei einer Psychologin, die sich gut auf postpartale Depression versteht, kann ich dir die Ehe-Familien- und Lebensberatung des Erzbistums Köln empfehlen, die helfen online sehr.

      Alles erdenkliche Gute dir!

      Katja

      Mich macht es wütend, zu lesen, dass niemand dich mit deinen Gefühlen ernst nimmt und deine Mutter und Freund dir diese absprechen. Du brauchst ganz dringend jemanden, der dir erstmal zuhört und deine Gefühle ernst nimmt. Therapeut wurde ja bereits mehrfach empfohlen.

      Darüber hinaus würde ich persönlich mich von diesen Menschen in deinem Leben stärker distanzieren. Die wollen nicht dich in ihrem Leben haben, sondern anscheinend die Person, die sie in dich hineininterpretieren. Wenn du wirklich dein Kind weggeben solltest, was für mich jetzt erstmal sinnvoll anmutet, dann würde ich es hinnehmen, wenn sich dein Partner und deine Mutter dann von dir lossagen.

      Hallo #liebdrueck

      Es gibt spezielle Therapien für Mütter wie dich! Du bist keineswegs alleine, so ergeht es viel mehr Müttern als du denkst.

      In dieser Therapie wirst du zusammen mit deinem Kind beobachtet (es ist ähnlich wie eine Kur) und es wird versucht dein Kind dir näher zu bringen.

      Ich selbst habe damit zum Glück keine Probleme, ich liebe meinen kleinen abgöttisch, aber spreche doch mal mit deinem Kinderarzt und ggf deinem Hausarzt.

      Du hast zwar schon sehr viele Jahre ungenutzt vergehen lassen, aber es ist mit Sicherheit nicht zu spät.

      LG

      Hallo

      Deine Tochter spürt das Du sie nicht wirklich haben möchtest und darum benimmt Sie sich so.

      Die Kinder spiegeln das Verhalten ihrer Eltern.

      Ich denke das Du durch die schwere Schwangerschaft+Wochembett völlig ausgebrannt warst und deshalb so zu deiner Tochter stehst.

      Ich würde das aufarbeiten und versuchen langsam wieder zu deiner Tochter zu finden.

      Glg

      (21) 15.11.14 - 10:37

      Weißt Du was mir an Deinem Text auffällt....ES GEHT IMMER NUR UM DICH......!

      Und das finde ich ehrlich gesagt zum k.......!

      Die Sachen die Du beschreibst machen 100000 andere Frauen auch durch.....und schaffen das und DU tust Dir permanent selbst leid!

      Unfassbar#sorry

      • (22) 15.11.14 - 10:50

        War klar, dass irgend so ein blöder Kommentar kommen musste!

        Erstens stimmt es nicht, weil sie sich damit auseinander setzt, dass die Situation für das Kind nicht gut ist und zweitens MUSS sie an sich denken, um das Problem zu lösen.

        Aber Hauptsache mal losgekeift, auch wenn man nicht bis zur Türschwelle gedacht hat!

        (23) 15.11.14 - 11:59

        natürlich geht es um sie, sie schildert hier ja nun mal ihre gefühle, um wen sollte es da sonst gehen?

        mag sein, dass es sogar 10000000 frauen schaffen, nicht wenige andere schaffen es aber eben nicht oder nicht auf anhieb. und auch das ist keine schande. es ist gut und richtig, um rat zu fragen, wenn man nicht weiter weiß, niemand muss alles allein können.

        das einzige, was ich hier unfassbar finde, ist dein mangel an empathie. findest du deine antwort hilfreich?

        • (24) 15.11.14 - 13:15

          Empathie- aha...und wo genau ist denn DEINE Empathie dem armen Kind gegenüber?

          Diese Kind lebt seit 5 Jahren mit einer lieblosen Mutter zusammen, die es "Aas" nennt, keinerlei Gefühle ihm gegenüber hat und der das Kind einfach nur eine Last zu sein scheint! Mittlerweile ist es anscheinend dadurch auch noch Verhaltensgestört....das arme Ding!

          Und einer Mutter, die sich erst nach (5!!!!!!!!) Jahren meint Hilfe holen zu müssen (hoffen wir mal, dass sie das auch tut!), weil SIE es nicht mehr aushält bringe ich sicher keine Empathie entgegen!

          MIR TUT DAS KIND LEID und nicht die Mutter!

          • (25) 15.11.14 - 14:14

            meine empathie reicht durchaus für kind UND mutter.

            es gibt dinge im leben, die einen daran hindern, logisch und rational zu handeln, eine depression kann dazu gehören. es ist erfreulich, dass du davon offenbar noch nie betroffen warst und ich wünsche es dir auch nicht, das sollte man keinem wünschen. so eine depression ist häufig ein schleichender prozess, es ist meist nicht so, dass man morgens aufwacht und denkt: "mit mir stimmt etwas nicht, ich brauche sofort ärztliche hilfe, sonst schade ich mir und anderen". das kann ein recht langer prozess mit immer wieder auch guten phasen sein, in denen man denkt, dass man nur ein kleines tief hatte, bevor es einen beim nächsten mal dann noch härter trifft und irgendwann ist man mit pech so tief darin verstrickt, dass man außerstande ist, die situation noch klar zu begreifen und gegenzusteuern. es gibt auch meines wissens nach keine tabelle, in der man ablesen kann, bis zu welchem grad der genervtheit man noch eine gute mutter ist und ab welchem punkt man dann zu einer schlechten wird, sprich: wo endet der normalbereich? wer will sowas bewerten? wenn die TE jetzt (und nicht schon vor fünf jahren) zu dem schluss kommt, dass es so nicht weitergehen kann, ist das immer noch besser als nie. ich kenne aus dem freundeskreis geschichten von müttern, die bis ins hohe alter wirklich schreckliche menschen waren, das eigene verhalten aber niemals reflektiert haben und bis zum schluss davon überzeugt waren, alles richtig gemacht zu haben.

            ich liebe übrigens mein kind von ganzem herzen, denke aber dennoch nicht rund um die uhr freundlich von ihm. und das mit dem "aas" solltest du der mutter hier nicht ankreiden. meine herzensgute und sehr liebevolle oma, die im sauerland lebte, hat das oft zu uns kindern gesagt, damit ist aber kein totes tier gemeint, sondern eher sowas wie "bösewicht" oder "frechdachs".

            es ist sehr hässlich, auf jemanden einzutreten, der sich hilfesuchend hier offenbart hat. die frau weiss ganz offensichtlich, dass sie ihrem kind schadet und will es besser machen. die zeit zurückdrehen kann sie so wenig wie jeder andere, es hilft ihr nicht, ihr die versäumnisse der letzten jahre jetzt auch noch vor die füße zu knallen. damit machst du es nicht nur noch schlimmer, sondern erhöhst für sie womöglich auch die hemmschwelle, sich nochmal jemandem anzuvertrauen.

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