Ich weiß nicht mehr, wer ich bin.

    • (1) 15.11.14 - 17:32
      inneed

      Ich möchte vorweg schieben, dass ich am Montag bei einem Psychologen anrufen werde, bei dem ich ggf. einen baldigen Termin bekomme und die übliche Wartezeit eventuell, und das hoffe ich, umgehen kann. Es ist allerhöchste Zeit und wie es bei so vielen Menschen vorkommt, habe ich diesen Anruf viel zu lange vor mir hergeschoben. Zum Großteil wohl aus dem Gedanken heraus, dass mein Problem mit mir selbst nicht wichtig genug ist, dass ich als erwachsener Mensch doch wohl in der Lage sein müsste, das Leben zu genießen und mir nicht selbst im Weg zu stehen.

      Doch ich tue es. Ich stehe mir im Weg und ich komme aus der Spirale von Frust und Traurigkeit, Wut über mich selbst und meine Unzulänglichkeiten nicht heraus. Es ist wohl, was ich befürchte, eine Depression. Eine Depression von der ich nie dachte, dass sie mich erwischen könnte.

      Daran hat niemand Schuld- ich hoffe, auch ich nicht. Ich hoffe, dass sowas nunmal einfach passiert und ich dieses Situation mit Hilfe eines Fachmannes verstehen und überwinden kann.

      Ich bin unglücklich in mir selbst. Jahrelang redete ich mir ein, mich selbst zu mögen und auch hübsch zu finden. Es gibt objektiv nichts in meinem Leben, was ich austauschen oder wegdenken möchte- außer mich selbst.

      Seit über sieben Jahren bin ich mit meinem Mann zusammen, seit drei mit ihm verheiratet und seit 2 Jahren ist diese Beziehung mit einem gesunden, fröhlichen und intelligenten Kind gesegnet. Wir wohnen in einer hübschen Wohnung und kommen gut über die Runden, auch wenn ein Urlaub noch nicht drin ist. Es geht uns gut, auch wenn man immer sagt, dass es besser sein könnte- wer denkt das nicht von seinen Verhältnissen. Dies oder das zusätzlich wäre immer nett. Es fehlt uns an nichts. Mein Mann ist ein Geschenk, vielleicht ein zu großes und ich schaffe es nicht mehr ihm die Frau zu sein, die seine wunderbare Persönlichkeit verdient. Im Gegenteil, ich vergraule ihn wohl irgendwann, obwohl ich das gar nicht will. Ich kann es nicht abstellen. Manchmal fühle ich mich, wie ein Hamster im Laufrad, der nicht mehr rennen will, aber trotz aller erfolgreicher Konditionierung den Sprung nach links nicht schafft.

      Unsere Tochter ist ein tolles Kind. Fröhlich, wissbegierig, verständnisvoll und intelligent. Von Natur aus ein guter Mensch.
      Ich bin egozentrisch, auch wenn es falsch ist, und schreibe mir den Großteil der bisher wohl recht gut gelungenen Erziehung auf die eigene Fahne, denn durch die viele Arbeit meines Mannes, ihres Papas, war ich bis heute immer diejenige, die 24h/7Tage die Woche da war- bis auf wenige Ausnahmen. Der Start war schwer, aber ich liebe sie so sehr, dass ich mir nichts mehr wünsche, als dass sie mich ebenso liebt. Es ist nicht richtig zu denken, dass sie mich bitte mehr lieben möchte als ihren Papa, aber jede Selbstinstruktion diesen Gedanken abzustellen, schlägt fehl. Aber Denken und Realität liegen selten nah beieinander und so denke ich oft zu wissen, dass es nicht so ist.

      Ich bin stets selbst für mein Tun verantwortlich- ich weiß. Und wenn man etwas ändern will, muss man es eben anders machen- habe ich immer gesagt und meinte, auch 100% dahinter zustehen. Aber es gelingt mir nicht. Jeden Abend auf´s Neue dreht sich in mir der Kreis der Ängste "Du bist keine gute Mutter. Eine gute Mutter weiß, was ihr Kind braucht. Sie weiß, warum ihr Kind macht was es tut und kann entsprechend gegensteuern. Eine gute Mutter schreit nicht, sie verzweifelt nicht, weil sich ihr Kind anders verhält als es soll und sonst ist. Eine gute Mutter weint nicht, weil sie nach 2 Stunden Terror noch nicht weiß, warum ihr Kind nicht einschlafen will, hinauszögert trotz aller Müdigkeit. Eine gute Mutter..." ...bin ich irgendwie nicht, obwohl das manche denken. Ich bin nicht die Mutter, die ich gern wäre.

      Ich bin auch nicht die Frau, die ich gern wäre. Mein Lachen ist weniger geworden, meine Liebe zu mir, sofern je reell gesehen wirklich vorhanden, ist auf ein kleines etwas geschrumpft. Ich suche Anerkennung, doch sage mir auch, ist sie echt, wenn ich danach fragen muss? Ich bin noch immer nicht mit dem Studium fertig. Andere in meinem Alter hätten schon die dritte Ausbildung gemeistert und ihren Stand im Berufsleben gefunden. Damit konnte ich bis vor einiger Zeit gut umgehen, aber mittlerweile nicht mehr.

      Es gibt Tage wie heute, an denen ich unter der Dusche stehe, mir das warme Wasser über den Kopf und den Körper laufen lasse und in Gedanken einen Abschiedsbrief an meine Tochter schreibe, denn irgendwie wäre es doch besser, sie erinnert sich kaum an mich und hat später all die Dinge, die ich schon seit vor ihrer Geburt für sie anfertige, als dass sie irgendwann feststellt, ich war die schlechte Mutter, mit der sie nunmal leben muss. Genauso für meinen Mann. Lieber eine tote und noch geliebte Frau als irgendwann mit einer (Ex)Frau zu leben, die man lieber nie kennengelernt hätte.

      Wenn ich meine eigene Gedankenwelt von außen betrachte, würde ich wohl Dinge sagen, wie "Mein Gott, nun stell dich nicht so an. Du bist nicht der Nabel der Welt", "Hör auf rumzujammern und genieße das schöne Leben, welches du hast", "Deine Sorgen möchte ich haben. Wenn du wegen sowas rumheulst, geht es dir echt zu gut".
      Ich würde mit mir hart ins Gericht gehen- und verlieren, denn irgendwie sind diese Vorwürfe nicht unbegründet, aber die Spirale dreht sich weiter- ihren Anfang habe ich verloren....

      Mir ist zum Weinen, denn jede Minute, die vergeht, macht mir Bange, wieder in eine Situation zu kommen, die ich mal wieder nicht auf die Reihe kriege... Die Spirale dreht sich weiter.

      Meine Erwartung am Ende dieser Gedankenkotze: Viele werden schreiben, was sie denken, das ist super und gut so. Ehrlichkeit ist mir im Prinzip am Liebsten, doch kein Vorwurf, der da kommen mag ist mir neu und ich habe ihn mir mit Sicherheit auch schon selbst gemacht. Ich erwarte alles und nichts, aber nachdem ich auf so vielen Seiten niemanden fand, musste es einfach irgendwo hin. Nun liegt es auf dem Tisch und zappelt. Bitte erschlägt jemand den Fisch...

      • Warum sollten Dich hier Vorwürfe erwarten? Im Gegenteil! Du hast erkannt, dass Du Hilfe brauchst! Das ist der allerwichtigste Schritt bei so etwas. Viele Menschen erkennen das gar nicht.

        Du bist mit Dir selbst am Ende und willst etwas ändern und das ist gut so!

        Allerdings würde ich, wenn Du meine Freundin wärst, Dich in die Klinik bringen, dass die Dich stationär aufnehmen. Denke Du brauchts sofort und schnell Hilfe und kannst nicht ein halbes Jahr auf einen Psychologentermin warten.

        Und zu Deinen Abschiedsbriefgedanken....Dein Kind würde denken: "Ich war ihr egal, sonst hätte sie sich Hilfe geholt und wäre bei mir geblieben!" Möhtest Du das? Bestimmt nicht!

        Du hast den ersten großen Schritt getan...alles Gute für Dich!

        • (3) 18.11.14 - 10:32

          Das klingt ganz fürchterlich, auch wenn ich selbst in ganz fiesen Stunden schon dachte, dass ich reif für die Klapsmühle bin. Aber ich bin davon überzeugt, dass ich diese Zeit überbrücken kann. Vor allem jetzt, da es einen Lichtblick gibt, der mir Sicherheit verschafft.

          Ich bin, wie auch immer man das umschreiben mag, nicht SO suizidgefährdet, dass man mich nicht allein lassen kann. Es sind einfach viele Momente, wie soll ich das beschreiben... Es ist schwierig, aber ich schaffe das. Hier sind so viele, die mir Mut machen, obwohl sie mich nicht kennen, nichts von mir wissen... Und doch habe sie ein gutes Wort für mich übrig- das ein oder andere, welches mir in der Seele hängen bleibt und das baut mich auf.

          Bitte Sorge dich nicht um mich, ich schaffe das....

      (4) 15.11.14 - 18:29

      Hallo,
      das du dir schon mal vor nimmst, einen Termin zu machen finde ich richtig gut, denn den brauchst du unbedingt!
      Zum Thema "schlechte Mutter" . Auch ich habe Phasen , da denke ich darüber nach ob ich wirklich eine gute Mutter bin und meinem Kind gerecht werde. Glaube mir, das hat jede Mutter!! Manchmal haben wir nun mal Tage wo wir an unsere Grenzen kommen , das ist ganz normal.

      Als ich das gelesen habe, das du an einem Abschiedsbrief denkst, ist es mir kalt den Rücken runter gelaufen. Ich selber habe eine Mama mit schweren Depressionen gehabt , die sich nicht nur einmal das Leben nehmen wollte. Ich habe in meiner Kindheit / Jugend sehr darunter gelitten. Du tust damit niemanden einen Gefallen und schon garnicht deinem Kind! Bitte sag dem Therapeuten das ein Termin eilt und er dir ein Notfall Termin geben soll.

      Ich wünsche dir alles Gute und eine schnelle Genesung!

      • (5) 16.11.14 - 10:16

        Ich weiß, dass es normal ist, schlecht über seine eigene Rolle als Mutter zu denken- zumindest ab und an. Ich denke das jedoch recht häufig und das erschreckt mich.

        Als ich schon nach kurzer Zeit mit unserem, damals Baby, merkte, dass etwas nicht stimmt, habe ich versucht eine MKK zu beantragen, doch ich sah es als einen Wink des Schicksals, dass die Dame aus der Beratungsstelle auch nach einem halben Jahr es noch nicht geschafft hatte, den fertigen Antrag auch nur einzureichen. Nach einem dreiviertel Jahr gab ich es auf und verschob es. Nach wie vor glaube ich, dass eine Mutter Kind Kur gut für uns wäre- und sei es nur dazu, zu spüren, dass alles gut läuft und all meine Sorgen unbegründet sind; die Entscheidung aus dem Herzen, ein Kind zu bekommen, nicht falsch war und ich nicht allein bin mit dieser fast täglichen Verzweiflung über die eigenen Fähigkeiten.

        Die Telefonnummer für den Psychologen bekam ich von meinem Gynäkologen, das Vorgespräch sollte ich seiner Meinung nach wohl innerhalb der nächsten, maximal 4, Wochen bekommen. Darauf baue ich einfach.

        Natürlich hast du Recht- mit einem Suizid tut man der Welt keinen Gefallen, aber es gibt Momente, in denen nur der Gedanke daran beruhigt, denn er bietet in gewisser Weise eine Art Ausweg. Im Moment würde ich diesen Schritt nicht gehen, doch bevor es soweit kommt, gehe ich lieber- wenn auch mit Furcht behaftet- den Weg zu einem Fachmann. Ich will leben.

        Dein Zuspruch tut gut und eines ist sicher- ich möchte meine Tochter nicht leiden lassen- jedenfalls nicht, wie du vielleicht leiden musstest. Ganz sicher.

        Vielen Dank

    Hallo inneed,

    wenn ich deinen Beitrag richtig verstehe, stehst du zu hause mit so gut wie allem allein da. Du kümmerst dich um den Haushalt. Versorgst und erziehst eure Tochter usw. .
    Du bist 24 Stunden an sieben Tage in der Woche für alles zuständig. Ich frage mich wo bleibst DU dabei? Wo bleiben deine Intressen und wo bleibt die Zeit um dich auszuruhen und zu erholen?

    Du hast einen Vollzeitjob und niemand unterstützt dich.

    Du hast geschrieben das bei euch im Grunde genommen alles passt. Ich möchte es auf dem Punkt bringen und sage "Du lebst in einem Goldenen Käfig".

    Du hast hier ein sehr guten Vergleich angeführt. Der Hamster im Laufrad. Versuch dich einmal in die Lage des Hamsters zu versetzen und stell dir vor das du der Hamster wärst. Jetzt ist der Hamster wie du in seinem Laufrad und weil er überfordert ist seine Aufgaben zu erfüllen schafft er weder den Sprung nach rechts noch nach links. Er muss einfach rennen damit alles wie gewohnt am laufen bleibt. Es ist auch niemand da der wirklich sieht wie es dem Hamster geht. Niemand kommt auf die Idee den Hamster zu unterstützen, ihn einmal eine Pause zu gönnen.

    Was meist du wie lange es der Hamster unter diesen Bedingungen schafft alles am laufen zu halten?

    Ähnlich geht es dir. Nach dem was du geschrieben hast gehe ich davon aus, das du eine sehr gute Mutter und Ehefrau bist. Es scheint aber niemand zu erkennen das auch du Zeit für dich brauchst und dich erholen musst. Ich glaube auch das dein Mann sehr viel arbeitet. Er sollte aber trotz allem versuchen dich zu entlasten. Auch wenn es euch durch seine Arbeit gut geht, ist in meinen Augen der Preis dafür zu hoch. Er muss einen Mittelweg zwischen Famile und Arbeit finden. Findet er ihn nicht, wird er irgendwann feststellen das er eigentlich keine Famile mehr hat.

    Versuch nicht nur die Schuld bei dir zu zusuchen. Ihre seid eine Famile und somit sollte er auch um dein Wohlergehen bemüht sein.

    Deine Gedanken:"Lieber eine Mutter/ eine Ehefrau die..... " machen deutlich das du an deinen Grenzen angekommen bist. Ich denke auch wenn du diese Gedanken hattest oder hast weißt du doch im Inneren das dieser Weg keine Lösung ist oder sein sollte. Damit würdest du zerstören was du eigentlich schützen möchtest.

    Hast du die Möglichkeit mit deinem Mann über diese Probleme zu reden oder hast du wenigstens jemand dem du dich anvertrauenkannst?

    Es ist auch gut wenn du am Montag bei einem Psychologen anrufen möchtest. Sollte es dort nicht möglich sein zeitnah einen Termin zu bekommen ruf einfach bei einer Beratungsstelle an. Dort bekommt man meist schneller Termine.

    PS: Das was ich hier geschrieben habe ist meine ehrliche Meinung und ich habe es nicht geschrieben weil ich vielleicht denke das du so etwas lesen möchtets.

    Du kannst mich auch gern über VK anschreiben.

    Freundliche Grüße und viel Kraft

    blaue-rose

    • (7) 16.11.14 - 10:30

      Ich bin erstaunt, wie gut du im Analysieren bist. Vielleicht wird mir dieser Beitrag in wieder sehr schlechten Stunden über Wasser helfen. Zumindest, bis Hilfe naht.

      Mit vielen Dingen hast du Recht. Mein Mann versorgt uns und diese Rolle ist auch anstrengend, weil ich weiß, dass er gern mehr von unserer Tochter und uns als Familie hätte. Ich versuche ihm den Rücken frei zu halten und weigere mich innerlich und äußerlich, ihm meine "Arbeit" abzugeben. Es stört mich, wenn er statt ich, die Wäsche aufhängt- das ist meine Aufgabe und ich fühle mich dann so, als wäre ich selbst in der reinen Hausfrauenrolle nicht gut genug. Ich habe dann ein schlechtes Gewissen, weil ich lieber über einer Häkelarbeit saß, statt etwas, vielleicht wichtigeres zu tun. Das mag kleinlich und dumm klingen, aber so ist es nun mal. Seltsam oder...

      Dein Beitrag gab mir gestern Abend unter Tränen, und leider auch im Beisein unserer Tochter, den Anstoß, ihm auf die Frage "Was willst du denn?" die Antwort "Eigentlich will ich gar nichts mehr" zu geben. Er fragte, wie er mir helfen könne. Und statt Wünsche zu äußern, war ich ehrlich zu uns allen und sagte, dass ich keine Hilfe bräuchte, wenn ich das wüsste. Ich sei krank und das täte einfach weh. Es täte weh, das seit Monaten zu wissen und einfach nichts zu finden, dass mich wieder gesund macht. Er fragte nach dem Psychologenanruf und sagte, dass er Montagmorgen da bliebe und mit mir zusammen dort anrufe. Ich habe Angst vor diesen Minuten, weil ich partout nicht weiß, was ich sagen soll. Aber wir werden gemeinsam anrufen und ich glaube, dass er den Ernst der Lage erkannt hat.

      "Wir bekommen das wieder hin"- und dieses wir, wenn ich es auch nicht ganz annehmen kann, meint er auch so. Das tat gut und ich denke, wenn du dem Hamster das Leckerli nicht hingehalten hättest, wäre ich gestern Abend nicht so ehrlich zu ihm gewesen, wie ich es war.

      Warum unsere Tochter leider dabei war- ich will nicht, dass sie mich tröstet. Das ist nicht ihr Job! Aber ich konnte es nicht verhindern und wenn ich es genau betrachte, habe ich dieses Ankuscheln und Streicheln genossen- aber es ist nicht richtig, sie ist das Kind und soll es sein dürfen. Doch hätte ich gewartet, bis sie schläft, wäre die Situation eine andere gewesen und wahrscheinlich wäre ich auch zu mir selbst nicht so ehrlich gewesen. Ich kann es nicht ändern und ich hoffe, dass es meiner Tochter nicht schadet, was da für uns, wegen mir, als Familie auf uns zukommt. Sie soll eine unbeschwerte Kindheit haben dürfen, denn sie verdient sie. Sie ist wunderbar.

      Ich danke dir sehr, auch für dein Angebot eines schriftlichen Kontaktes, doch es ist mir, verzeih, lieber, wenn niemand weiß, wer ich bin. Vielleicht später... ich behalte es im Hinterkopf.

      Die Erkenntnis tat weh, aber sowas wird wohl in Zukunft noch oft passieren, aber ich bin nicht mehr allein- es hilft nicht, macht es aber in gewisser Weise erträglicher.

      Danke

      • Hallo inneed,

        bin ich denn wirklich so gut im Analysieren ? Ich denke wer sich ein wenig mit dem Thema auseinander setzt kann in und auch zwischen deinen Zeilen sehr viel erkennen.

        Ich weiß, das es nicht einfach ist sich einzugestehen das man Hilfe benötigt und es noch viel schwerer ist diese Hilfe und Unterstützung auch anzunehmen. Es spricht auch nichts dagegen wenn dein Mann ab und zu die Wäsche aufhängt.

        Du stellst sehr hohe Anforderungen an dich. Ich denke das es oft zu hohe Anforderungen sind. Ich habe mich schon nach deinem ersten Beitrag gefragt ob es vielleicht etwas in der Vergangenheit gibt was dich zu diesem Verhalten bewegt.

        Darf ich dich fragen wie du deine Kindheit und Jugend einschätzt? War es ehr eine Kindheit und Jugend wie du sie auch deiner Tochter wünschen würdest, oder gab es etwas was mit Abstand betrachtet nicht okay war. ( Beantworte diese Fragen aber nur wenn sie für okay sind)

        Ich finde es auch sehr gut das dein Mann von " WIR " gesprochen hat. In eine Ehe sollte es auch bei Problemen wir heißen. Ich denke auch das ihr es gemeinsam schafft eure Probleme zu überwinden.

        Es ist auch verständlich, das du vor dem Anruf beim Psychologen Angst hast. Du musst dann ja offen eingestehen das du Hilfe benötigst. Das Eingestehen ist immer noch etwas was dir große Schwierigkeiten bereitet. Ich würde es auch gut finden wenn dein Mann es einrichten könnte dich das erste Mal zum Psychologen zu begleiten.

        Das eure Tochter gestern Abend bei dem Gespräch dabei war ist auch weiter nicht schlimm. Ich denke sie weiß schon längst wie es dir geht. Sie hat dich getröstet was auch völlig okay ist. Mit dem Trösten hat sie dir eigendlich das wieder gegeben was du mit ihr machst wenn du siehst das sie traurig ist. Ich glaube nicht das es eurer Tochter geschadet hat.

        Es ist auch für mich okay wenn du unerkannt bleiben möchtest. Das Angebot halte ich aber weiter aufrecht und versicher dir das alls unter uns bleibt wenn du es später annehmen möchtet.

        Freundlich Grüße blaue-rose

Hallo

Ich habe deinen beitrag gelesen. Du bist sehr verzweifelt und weisst nicht weiter. Der einzige der dir helfen kann ist gott. Ich kann dir nur dringend raten auf die knie zu gehen und aufrichtig zu beten. Du wirst merken es wird dir helfen.

Alles gute

  • Hallo

    Ganz schlechter Rat! >>Der einzige der dir helfen kann ist gott. >>

    Die TE ist hochgradig depressiv und - Deine Gläubigkeit in allen Ehren - Gott allein wird ihr da nicht raushelfen!
    Bitte vorsichtig sein mit solchen Ratschlägen. Natürlich kann sie beten, aber was sie am dringendsten braucht ist ein Psychologe um nicht zu sagen Psychiater.

    LG
    Dani

    • Also wenn du denkst das ein psychiater mächtiger ist als gott und eher helfen kann dann weiss ich auch nicht. Gott ist der einzige der in solchen Fällen helfen kann

      • Ah ja #augen

        Dann hilft Gott auch den ganzen Krebskranken besser als irgendein Arzt, oder???
        Du weisst schon, dass solche Tips wie Deiner sehr gefährlich sind, oder?

        • Gott könnte viel mehr Menschen helfen als nur krebskranken. Aber wir menschen neigen dazu nur an das zu glauben was wir sehen/hören/schmecken/fühlen. Würden diese kranken Menschen sich aufrichtig an gott wenden würde er ihnen helfen. Aber wir Menschen sind dumm. Wir rennen zu Ärzten zu psychiatern zu psychologen ind Therapeuten in der Hoffnung das uns irgendjemand hilft.

          Und warum ist mein ratschlag gefährlich? Nur weil heutzutage kaum noch jemand an gott glaubt und das alles hier nicht lesen/hören will?!

          Ich will hier niemanden bekehren oder sonst was. Alle werden noch früh genug erfahren ob es gott gibt oder nicht

          Ich wünsche der TE das sie aus ihrem tief wieder raus kommt und wieder glücklich mit ihrer familie sein kann.

          • >>Ich wünsche der TE das sie aus ihrem tief wieder raus kommt und wieder glücklich mit ihrer familie sein kann.>>

            Das ist der einzige vernünftige Satz in Deinem ganzen Text.
            Und gefährlich sind solche Aussagen wie Deine aus dem Grund, weil Menschen, die sehr verzweifelt sind, sich an jeden Strohhalm klammern. Und wenns dann nicht funktioniert, sind sie näher am Suizid als vorher.
            Glaub mir, Gott kann keine Krankheiten heilen, und eine Depression ist eine Krankheit.
            Ebenso ein Tumor und viele andere Dinge. Gott ALLEINE hilft einem da nicht weiter!

            By the way: Warum bist Du um diese Zeit am Sonntag Morgen nicht in der Kirche?

            • Du hast einfach absolut keine Ahnung was du da redest! Gott kann Krankheiten heilen und ja er kann einem alleine helfen. Ob du das glaubst oder nicht ist dir überlassen. Ein Therapeut hat nicht die macht einem menschen zu helfen. Gott schon. Er hat uns erschaffen er kann alles an uns ändern. Wenn du das nicht glaubst ist das dein Pech ganz einfach. Wir werden alle irgendwann vor dem allmächtigen stehen und dann wirst du deine Worte rechtfertigen müssen.

              Und auf deinen unnötigen spruch warum ich am sonntag morgen nicht in der kirche bin darauf gehe ich erst gar nicht ein.

              Schönen Tag noch

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