Verletzt weil ich Patentante akzeptieren muss

    • (1) 18.11.14 - 19:40
      taufenov

      Hallo,
      unsere Parterschaft ist schon länger ma Kriseln, wir verletzten uns seit Moanten immer wieder gegenseitig und haben z.Zt. nicht wirklich Vertrauen zum anderen.

      Vor knapp 3 Monaten wurde unsere Tochter geboren, für ihren vater stand von Anfang an fest daß seine Schwester und sein Bruder Paten werden wenn sie getauft wird. ich habe zu beiden eigentlich keine beziehung, weiß so ziemlich nichts speziell über die Schwester, ich höre von ihrem bruder auch eher nur negatives, gesehen hat sei ihre Nicht in den let5zten 11 Wochen auch nicht, sprich auch sie und ich haben uns seit wahrscheinlich inzwischen 4 Monaten nicht gesehen. Ich hbae aus früherer Beziehung schon zwei Kinder und wurde da immer zu Paten überredet zu denen inzwischen leider kein Kontakt mehr besteht...ich wollte das meiner jüngsten ersparen und fühle mich auch total unwohl bei dem Gedanken das ich einer quasi wildfremden Frau am Sonntag mein Kind zum ersten mal in den Arm geben muss und sie dann alsgleich Patin für die nächsten 14 Jahre sein wird. Mein Freund versteht meine Gefühle nicht, ich habe ihm gesagt, daß er damit endgültig unsere beziehung zerstört weil das ein weiterer Brocken ist der mich und unsere Beziehung belastet..ein Brocken der nicht von außen kam wie eine Krankheit oder Arbeitslosigkeit sondern ein Brocken den er mir bewusst zumutet (ich bin bereits wegen einer Erschöpfungsdepression in Behandlung).

      Und nun soll ich die nächsten jahre so tun als ob ich mit dieser Patenschaft einverstanden gewesen wäre...ich weiß gar nicht wie das funktionieren soll und würde am Sonntag am liebsten der taufe gar nicht mehr beiwohnen, ich fühl mich ohnehin nur wie ein lästiges Anhängsel seiner Tochter, das nur zum alltäglichen stillen/wickeln/versorgen gut ist und alles mitmachen muß wies verlangt wird (keine Unterstützung im Wochenbett, jedes We von Anfang an besuche bei Verwandschaft damit der stolze Vater sein Kind herzeigen konnte...).

      Danke fürs Zuhören bzw. lesen.

      • Hi,

        ich würde die Taufe absagen.

        Allein zum Trotz weil ich finde die Paten sollten wohl ausgesucht sein. Red mal mit dem Pfarrer ob er unter diesen Voraussetzungen überhaupt Tauft.

        • (3) 18.11.14 - 20:17

          daran habe ich auch schon gedacht.
          Ich würde damit aber viele Leute vor den Kopf stossen, die nichts für die Situation können. Der Pfarrer weiß ja nichts daß ich die Patin nicht will und ich darf nichts sagen, nicht zuletzt weil vor 2,5 Wochen völlig unerwartet die Schwiegermutter der Patin verstorben ist, aus Pietätsgründne sozusagen. Und ich soll jetzt die nächsten jahre meine Klappe halten damit sie nicht erfährt daß sie von mir nicht als Patentante erwünscht war und nicht zuletzt aus Pietätsgründen letztendlich Patentante geblieben /geworden ist.
          Ich persönlich finde ja daß das eine mit dme anderen nihts zu tun hat und ich so nicht Patentante werden wollen würde, aber was hab ich da schon zu sagen.

          • Hi,

            ich hoffe das kommt jetzt nicht zu hart rüber, aber:

            Du bist doch eine erwachsene Frau. Ich würde mir nicht den Mund verbieten lassen wenn es um so eine Angelegenheit geht! Plötzlicher Sterbefall der Schwiegermutter hin oder her.
            Lass dich bitte nicht so unterbuttern. Versuch nochmal in Ruhe mit deinem Mann zu reden und wenn alles nichts hilft, sag die Taufe ab. Ohne dein Einverständnis geht's nicht.

            Ich wollte mein Kind damals gar nicht taufen, sondern es selbst entscheiden lassen, wenn es als genug ist.
            Meine Schwiegermutter hat dann einfach hinter meinem Rücken die ganze Taufe geplant und ich habe mich gefügt. Denn, man kann ja nicht allen vor den Kopf stoßen.
            Mit 21 hatte ich noch nicht soviel Rückgrat um mich gegen sie zu stellen, auch wenn ich das Gefühl gehasst habe.

            Ich habe mir geschworen, dass ich mich nie wieder so entmündigen lasse, auch wenn es zum Streit führt.

            Alles Gute!#klee

      Hallo, spontan hatte ich beim Lesen die gleiche Eingebung wie mein(e) Vorschreiber(in). Ich würde da ganz klar ein Zeichen setzen. Was für eine Konsequenz könnte es im schlimmsten Fall denn geben? Und sollte sich Dein Freund Deinem Wunsch beugen, wäre es überhaupt möglich, in der Kürze der Zeit einen von Dir gewollten Paten zu benennen? Ich kenne mich da leider überhaupt nicht aus, klar wäre nur, dass ich das so unter diesen Bedingungen nicht machen würde.
      LG Dani

      • (6) 18.11.14 - 20:04

        Ja, dies wäre möglich, ich habe meinem Freund vorgeschlagen, daß neben seinen Geschwistern mein eigentlich einzigster freund (aber auch Vater meiner älteren Tochter von dem ich aber seit nunmehr 9 Jahren getrennt bin) Pate werden könnte, ich mir dies wünschen würde. Da dieser eben aber auch ein Ex von mir ist kann mein freund diesen als Paten nicht akzeptieren..

    M. M. n. hast du dich zu lange nicht gewehrt. Immerhin stand von Anfang an (seit Beginn der Schwangerschaft?) fest, wer Pate werden soll und ihr habt sogar die Taufe schon terminiert. Sowas bespricht man doch beizeiten und als Paar gemeinsam und nicht einer bestimmt und der andere hat sich zu fügen. Außerdem frage ich mich, welches Interesse die Patentante haben kann dieses Amt zu übernehmen, wenn sie sich bisher noch nicht einmal für das Kind interessiert hat.

    Unter den Umständen würde ich die Taufe absagen. Ist ja immer eine Frage der persönlichen, christlichen Überzeugung. Wenn es nicht nur hohles Geschwätz in der Kirche sein soll, dann sollten auch die Paten ihre Verantwortung ernst nehmen. Ansonsten kann man darauf getrost verzichten, finde ich.

    Dein Freund scheint ein egozentrischer Zeitgenosse zu sein, was du allgemein noch über ihn berichtest. Die anstehende Taufe scheint nur ein kleiner Teil eurer Beziehungsprobleme zu sein. Und die würde ich erstmal aus der Welt schaffen. Eine Taufe läuft euch nicht weg.

    • (8) 18.11.14 - 20:12

      Mein freund hat seinen patenwunsch gegen Ende der taufe mir mitgeteilt zund ich ihm, daß er sich bitte jemand anders überlegen soll. Letztendlich hatten wir uns darauf geeinigt (dachte ich zumindest, stellte sich nun als es in media res ging als Trugschluss heraus, daß sein Bruder (zu dem haben wir doch wenigstens etwas kontakt, er kam auch im gegensatz zur Schwester zum geburtstag meines Freundes in ihr Lokal) die Patenschaft allein übernimmt.

      Letztendlich hat mein freund sich nicht getraut das mit seinen geschwistern zu klären und mich darüber aber nicht informiert, entsprechend fiel ich jetzt als es zur konkreten Planung kam, aus allen Wolken. Zusätzlich muß ich diese Patentante akzeptieren, da sie keine eigenen Kinder bekommen ´kann und aus Pietätsgründen weil ihre Schwiegermutter vor drei Wochen unerwartet gestorben ist (es wird entsprechend auch eine Gedenkminute in dne Gottesdienst eingebaut werden). Und ich muß jetzt für die nächsten Jahre meinen Mund halten und aufpassen, daß es nicht mal aus mir herausplatzt daß sie nur wegen ihrem Bruder und aus o.g. gründen patentante wurde. das fällt mir als sehr ehrlciher direkter mensch sehr schwer, ich sehe es als Keil der vion nun an zwischen uns stehen wird und eine vernünftige Beziehung/Annäherung zu den geschwistern eigentlich unmöglich macht.

      • Mir kommt das vor, als wäre nicht der Täufling die Hauptperson sondern die div. familiären Befindlichkeiten Einzelner. Und auf sowas hätte ich entschieden keine Lust. wenn mir jemand so kommt "was sollen denn die Leute denken oder ähnliches", bin ich ganz schnell raus aus der Nummer.

        • (10) 18.11.14 - 20:20

          Nein, es geht um die Befindlichkeiten der Schwester.
          Und ich bin die Böse weil ich die Patenschaft nicht als angebrachtes Mittel sehe um ihr Respekt zu zollen, eine Freude zu machen....ich zumindest würde nicht wollen daß ich nur aus diesen Gründen patentante werde.

          • Eine Patenschaft ist doch nicht dafür da um jemanden eine Freude zu machen? Hab ich was verpasst?
            Gruß ela

            und aus genau dem Grund würde ich verzichten und notfalls warten bis das Kind selbst entscheiden kann. Denn um dieses geht es dabei! Es gibt auch ein Leben ohne Paten und Taufe. So viele Leute sind aus der Kirche ausgetreten und kommen als Paten gar nicht in Frage und denen liegt trotzdem das Wohl des Kindes am Herzen - völlig unabhängig von der christlichen Gesinnung.

            • (13) 18.11.14 - 22:25

              Danke, da hast Du grundsätzlich natürlich recht.
              Nur bin ich selbst - was damals noch wenig verbreitet im katholischen Bayern war - nicht getauft worden und habe darunter eigentlich immer gelitten. Für mich war klar daß wenn ich ma Kinder haben werde sie getauft werden und ich habe mich damals mit meiner ältesten Tochter zusammen taufen lassen.
              Ich bin und war auch shcon als Kind gläubig und mir ist die Taufe wichtig und nicht nur etwas was man halt so tut.

              Da ich selber leider wohl nie Patentante werden werde und mir dies viel bedeuten würde tut mir das umsomehr weh wenn mein Kind Paten hat die bereits Patenkinder haben für die sie schon eigetnlich keine zeit haben (und dies auch so sagen) und jetzt quasi diese Patenschaft für mein Kind quasi nachgeschmissen bekommen. Ich finde es reicht wenn sie Onkel und Tante sind, das sind sie einfach und werden es immer bleiben/sein und können in diesem rahmen anteil am Leben ihrer Nichte haben wenn sie es wollen und können - wenn nicht ist ihnenn niemand böse oder enttäuscht, weder das Kind noch ich, wenn sie aber Paten werden und sie letztendlich keine Beziehung zu dem Kind haben - das finde ich einfach ungut für alle Beteiligten.
              Ich weiß mein Freund meint es auch nur gut mit seiner Wahl, aber ich denke nicht daß seine Vorstellungen realistisch sind.

      Sie kann aus Pietätsgründen wegen der verstorbenen Schwiegermutter keine Kinder bekommen? Echt, sowas gibt es? Hab ich noch nie gehört... Wo macht man das so? Würde mich echt interessieren.

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