Meins - Deins - unseres?

    • (1) 20.11.14 - 09:03
      Milchlegendewollsau

      Mein Freund und ich hatten vor 2 Tagen eine sehr hitzige Diskussion, bei der es darum ging, dass auf unserem gemeinsamen Konto nur noch 500 Euro sind, die bis zum Monatsende reichen müssen. Als ich ihm den Kontostand berichtet habe und gesagt habe, dass wir sparen müssen, ist er ausgeflippt. Was hätte ich mir nur alles gekauft, wo sei da Geld hingekommen, dann müsste ich eben aus meinem anderen Konto Geld hinzuschießen etc. Zu Verständnis: er überweist monatlich sein komplettes (sehr kleines) Einkommen auf unser gemeinsames Konto, ich überweise einen Teil meines (sehr hohen) Einkommens auf das gemeinsame Konto. Ich zahle dabei fast doppelt so viel ein wie er, habe aber trotzdem noch Rücklagen, er hingegen nicht. Wir bewohnen ein Haus, das mir gehört, und auch da frustriert ihn, dass ein Teil des gemeinsamen Geldes für MEIN Haus aufgewendet wird - was ihm nicht gehört und wovon er deshalb nichts habe. Er zahlt allerdings ach keine Miete.

      Er ist der Ansicht, dass alles Geld und alles Vermögen (ich habe so einiges, gut angelegt - er hat nichts) uns gemeinsam gehören sollte. Das schließlich alles, was er hat, uns gemeinsam gehören würde. Da er aber nichts hat, ist das schwer zu überprüfen.

      Wir sind seit 4 Jahren zusammen und ich habe alles, was ich besitze, schon erwirtschaftet, bevor ich ihn kennen gelernt habe.

      Ich habe ihm dann auch gesagt, dass aus ihm der Neid spricht und dass ich ihm umgekehrten Fall nie auf den Gedanken käme, dass sein Geld mir gehören würde. Ich sagte ihm auch, dass unser gemeinsames Geld das ist, was auf dem gemeinsamen Konto ist und dass ich ja sowieso schon viel mehr einzahle als er, dass ich uns fast ganz alleine finanziere. Alle großen Ausgaben für das Haus (wie neue Möbel) bezahle ich ja auch alleine - er könnte sie ja auch gar nicht zahlen. Ich habe ihm auch gesagt, dass mein Erspartes weiterhin auch nur mir alleine gehört - und dass sich das nicht ändern wird. Und das er sich doch eher freuen sollte, dass ich unsere gemeinsamen Urlaube fast immer alleine bezahle und auch so für das meiste aufkomme.

      Wer hat Recht in Euren Augen? Muss in einer Partnerschaft alles, was da ist, beiden gemeinsam gehören? ich sehe das nämlich hier nicht ein, da ich das alles schon hatte, bevor ich ihn kennen gelernt habe. Hätten wir es gemeinsam erarbeitet, wäre das etwas anderes, aber so.....

      • Dein Haus, dein Erspartes bleibt auch deins. Er hat allerdings nicht die Möglichkeit irgendwas zu sparen, da sein gesamtes Einkommen EUER Einkommen ist.

        In einer Partnerschaft sollte sich jeder gleichermaßen einbringen. Aber das bedeutet nicht, dass dein Freund sein gesamtes Einkommen opfern muss und du nur einen Teil.

        Wenn du z.B. 20 % von deinem Einkommen für dich behältst, dann sollte er das auch tun dürfen.

        Das ist meine persönliche Meinung dazu.

        VG
        Mateo

            • (5) 21.11.14 - 09:18

              Naja, alleine würde er sich vielleicht gar keine oder günstigere Urlaube leisten. Ich finde, bei Freizeit / Urlauben kann der sooo viel besser verdienende Partner schon großzügig sein und die Kosten übernehmen - bei den Alltags- und Lebenshaltungskosten ist das was anderes.

        (6) 20.11.14 - 13:33

        Richtig, sehe ich auch so!

        Gruss
        agostea

    Du musst gar nichts.

    Allerdings kommst du mir sehr überheblich vor und erniedrigst deinen Freund mit deinen Aussagen.

    Andere Frage: Muss er, weil er nicht so viel Glück hatte wie du, von dir so respektlos behandelt werden?

    Du schreibst, er hat keine Rücklagen. Ja wie soll er die denn auch haben, wenn er sein kleines Einkommen komplett einzahlen muss?

    Zu deiner Frage:

    <<<Muss in einer Partnerschaft alles, was da ist, beiden gemeinsam gehören? >>>

    Dein Gespartes und dein Haus gehört natürlich dir. Alles andere wird zusammengewürfelt (ganz egal, wer, was verdient) und zusammen ausgegeben + gespart.

    Vorausgesetzt du stellst dir deine Zukunft mit ihm vor und möchtest etwas gemeinsam aufbauen, was mich bei deinem Text gerade, eher zweifeln lässt.

    • (8) 20.11.14 - 09:23

      Was hat denn das Einkommen mit Glück zu tun??? #kratz

      • (9) 20.11.14 - 09:34

        Naja, ich gehe davon aus, dass sie sich ihr Haus nicht selbst gekauft hat.

        Ausserdem gehört zu einem hohen Gehalt auch eine Portion Glück. Es gibt Akademiker die weniger verdienen, als andere mit einem niedrigeren Abschluß.

        (12) 20.11.14 - 11:46

        Ist doch völlig egal ob sie das Haus selbst gekauft hat oder nicht, ES IST IHRS, fertig. Und selbst wenn Glück mit dem Verdienst zu tun hätte, ist es ihr Glück und für mich hört sich die PN so an, als wenn sie wenig Probleme hat ihr Geld oder Glück zu teilen, nur er ist unverschämt und fordert und das kann nicht sein :-[

        • (13) 20.11.14 - 11:52

          <<<Ist doch völlig egal ob sie das Haus selbst gekauft hat oder nicht, ES IST IHRS, fertig. Und selbst wenn Glück mit dem Verdienst zu tun hätte, ist es ihr Glück>>>

          Habe ich etwas anderes geschrieben?#kratz

          Zu dem Rest habe ich mich mehrfach geäussert.

(14) 20.11.14 - 09:45
Milchlegendewollsau

Überheblich? Er hat mit dem Streit angefangen, nicht ich.

Wir legen unser Geld erst seit ein paar Monaten zusammen. Er hat auch aus seinem früheren Leben keine Rücklagen - nur Schulden. Und ich habe ihm schon viel, viel Geld gegeben.

  • <<<Was hätte ich mir nur alles gekauft, wo sei da Geld hingekommen, dann müsste ich eben aus meinem anderen Konto Geld hinzuschießen etc. >>>

    Wenn ich das so lese, ist es für mich eine typische Abwehrhaltung. Er ist unsicher und (verständlicherweise) unzufrieden mit dem, was er hat (oder nicht hat).

    Deine Reaktion darauf, finde ich aber falsch. Ganz egal, wer angefangen hat.

    Du schreibst, er hat im Gegensatz zu dir, nur Schulden. Wenn du mal in dich gehst......... verstehst du seine Reaktion dann nicht?

    • (16) 20.11.14 - 10:35
      milchschweinchen

      ich denke sie hat und wird dich auch nicht verstehen, sonst hätte sie gar nicht erst so eine alberne antwort gegeben wie, dass er mit dem streit angefangen hat.denn darum ging es ja null und das hat sie schon nicht verstanden.ihre antwort zeigt aber das ihr aus irgendeinen grund ein gewisses maß verschiedene sichtweisen zu erkenen und zu akzeptieren wie auch feinfühligkeit fehlt.

      auch wenn ich sie bis zu einem gewissen punkt verstehen kann.was sie vorher schon hatte, würde ich auch als meins ansehen.auch würde ich ein gemeinsames konto machen wovon alles abgeht und dennoch meins behalten.ich würde auch mehr bezahlen usw.....auch hätte ich ein problem damit wenn mein partner noch nie wirklich selber was erwirtschaftet hat und nur schulden hatte, sowieso schlechter mit geld umgehen kann....aaaaaber...ich habe ihn mir ja dann freiwillig ausgesucht und wusste alles...man hat kein recht ihm alles geben zu lassen und selber hat man zur freien verfügung genug und wenn man mal gut gelaunt ist, bekommt der ärmere etwas vom kuchen ab.das das nicht funktioniert sollte jedem klar sein.man selber würde das umgekehrt auch nicht wollen.

      auch würde ich niemals meinen partner als machtspielchen vorwerfen, dass ich ja viel mehr bezahle.das weiss der andere wohl gut genug...und es ist abwertend.sowas macht man nicht.so tief könnte ich gar nicht sinken....
      er überweist seinen ganzen lohn und erzählt dann hier auch noch so dreist, dass er ja selber nichts spart....ja, wie soll er denn?

      sie ist im ganzen überheblich und merkt es nicht.jeder andere wäre schon längst weg...

      hier haben sich schon andere beschwert aber da konnte man noch gefühle rauslesen, etwas liebevolles...aber bei ihr = null

Um es mal so auszudrücken, ich habe auch noch Geld welches mir gehört. Und zwar nur mir. Das hatte ich schon vor meiner Ehe. Wir sind jetzt seit 11 Jahren verheiratet.
Genauso wie nur mir ein Haus gehört. Das hatte ich auch schon vor unserer Ehe.

Nun bin ich schon seit Jahren zuhause wegen/ mit den Kindern. Meist. Mann arbeitet und das Geld gehört natürlich uns :-))
Hätte mein Mann noch Geld von vor der Ehe wäre es natürlich auch seins.

Wieso sollte Dein erwirtschaftetes Geld ihm gehören? #zitter
Ich find das unverschämt von ihm, er sollte dankbar sein, dass Du nicht auch so ein kleines Einkommen hast und auch noch so viel bezahlst.

Es ist sein Problem, wenn er damit nicht klar kommt und es ist unschön für Dich und Eure Beziehung, dass er ganz offensichtlich nicht damit klar kommt :-(

  • (20) 20.11.14 - 09:50
    Milchlegendewollsau

    Es ist wirklich unschön, da ich manchmal Angst habe, dass er auch wegen des bequemen Lebens in dem schönen Haus mit mir zusammen ist.

    Auch finde ich, sollte er mir gönnen, was ich habe, denn ich habe alles hart erarbeitet. Und wir haben den gleichen Lebensstandard. Es ist nicht so, dass ich mir alles Mögliche kaufe oder alleine essen gehe. Alles, was ich bekomme, bekommt er auch.

    • Du hältst ihn aus, du finanzierst ihn mit, er ist finanziell von dir abhängig - so wie viele Frauen abhängig sind von ihrem Mann.

      Entweder du lebst damit (und verharrst weiter in deiner emotionalen Abhängigkeit) oder suchst dir einen ebenbürtigen Partner. In meinen Augen ist die zweite Möglichkeit wohl die Beste für dich. Aber das ist nur meine Meinung. Ich als Frau könnte jedenfalls nicht mit einem Mann leben, der nicht mind. auf Augenhöhe mit mir ist.

      • (22) 20.11.14 - 10:18
        Milchlegendewollsau

        Danke für Deine Antwort, die konträr zu den meisten anderen Antworten her ausfällt.

        Mir wäre es auch lieber, wir wären finanziell auf Augenhöhe.

        Warum hältst Du mich für emotional abhängig? Weil ich das alles mitmache?

        • Verdient er denn wirklich SO wenig? Vielleicht kannst du ihn dabei unterstützen mal mehr aus seinen leben zu machen als geringverdiener zu sein.... Umschulung, Weiterbildung, Ausbildung oder was auch immer.

          Ich persönlich finde es schwierig wenn in einer Beziehung ein derartiges ungleich Gewicht besteht.

          Seinen unmut kann ich auch verstehen, wenn du bspw 60 % deines Gehaltes zum Haushaltsgeld gibst und er 100%

          Andererseits kann ich auch nachvollziehen das du nicht alles alleine Finanzieren willst, er wohnt ja schon "umsonst"

          • (24) 20.11.14 - 10:28
            Milchlegendewollsau

            Schön, dass Du beide Seiten verstehst.

            Er verdient weniger als 1000 EUR. Eine Umschulung macht er tatsächlich gerade. Nur wird ihm das zusätzliche Geld, das er dann verdient, kaum in der Tasche bleiben, weil er zwei Kinder hat, an die er Unterhalt zahlen muss und weil er eine Privatinsolvenz anmelden wird.

        Im übrigen. Du schreibst es sind nur noch 500 euro da. Heute ist der 20.

        Wenn ihr zu zweit so ein "gutes" leben führt dann ist das schön, passt aber wohl allerdings nicht zu dem Einkommen deines Freundes. Er kann es sich grundsätzlich wohl nicht erlauben so zu leben.

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