Kinder von Alkoholikern?

    • (1) 24.11.14 - 19:32
      5756444

      Guten Abend,

      vor ein paar Tagen habe ich hier schon mal geschrieben.

      http://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/4515652-mutter-stirbt-mann-ist-nicht-mehr-er-selbst/29653512
      l
      Aus diesem Grund interessiere ich mich für dieses Thema.

      Ich würde gerne wissen, was es heisst, das Kind eines Alkoholikers zu sein. Was denkt ihr heute darüber? Was denkt ihr über einen Elternteil der sich nicht von einem solchen trennt?

      Vielleicht hat auch jemand einen Partner, der so aufgewachsen ist. Welchen Einfluss hat das auf die Beziehung, spürt ihr die Wunden die euren Liebsten in der Kindheit zugefügt wurden?

      Und wieso ist es so schwer, sich von einem Elternteil zu lösen, wenn dieser quasi die Kindheit verdorben hat?

      Noch nie habe ich mit diesem Thema beschäftigt, aber ich möchte zumindest erahnen können, was mein (Fast) Freund früher durchgemacht hat und wie ich damit umgehen kann.

      • Kinder lieben ihre Eltern. Auch erwachsene Kinder WOLLEN ihre Eltern lieben, ein gutes Verhältnis zu ihnen haben.

        Eltern, die das ihren Kindern aber schwer machen, weil sie trinken, weil sie sie nicht richtig lieben, weil Geschwister die Lieblingskinder waren, weil sie ihre Kinder mit Ohrfeigen erzogen haben oder sonst was, lösen damit einen großen Konflikt in ihren Kindern aus, die schließlich lieben wollen.

        Sich damit abfinden, dass es einfach so ist, Eltern auch nur Menschen mit Fehlern sind, damit klar kommen,d ass die eigene Kindheit die Hölle war - daran arbeitet man ein ganzes Leben.

        Und wenn dann so eine Mutter stirbt kommt eben alles wieder hoch, was man vorher erfolgreich verdrängt hatte. Bei mir ist vor sechs Wochen mein Vater gestorben, das hat auch nochmal mein ganzes schwieriges Verhältnis zu ihm aufgewühlt, obwohl ich vorher schon jahrelang dran gearbeitet hatte und ihm auch vieles verziehen hatte. Trotz aufarbeitung ist vieles nochmal hoch gekommen. Ich bin traurig dass er tot ist - was ja auch wieder Liebe ist - obwohl es oft nicht leicht war, und meistens ziemlich beschissen, sein Kind zu sein.

        • Du hast das sehr schön geschrieben.

          Mir sagte mal eine Psychologin, dass man jemanden lieben und hassen darf. Das eine schließt das andere nicht aus. Und seitdem kann ich mit meinen Gefühlen besser umgehen.

          Ich glaube auch, dass der Tod viele Gedanken und Gefühle weckt. Davor habe ich Angst. So rational man im Nachhinein Situationen betrachtet, der Wunsch das alles gut wird bleibt vorhanden.

          • Danke.

            Der Tod ändert sowieso alles, und man kann sich auch nicht drauf vorbereiten. Natürlich wusste ich dass mein Vater dement ist, ein schwaches Herz hat, einige Herzinfarkte und Schlaganfälle hinter sich hat - und trotzdem überrascht es einen unvorbereitet. Und auch wenn man vorher alles anders geplant hatte, fühlt es sich dann doch so falsch an. Mein vater wollte eine anonyme beisetzung, und vorher war das auch ok - hinterher war es uns allen dann aber doch wichtig, einen Ort zu haben, einen Grabstein, einen Platz wo man hin gehen kann, und auch eine Pfarrerin die ein vater unser spricht war richtig.

            Ich fürchte, man muss das einfach auf sich zukommen lassen - sich aber auch Zeit nehmen danach. Ich bin viel zu schnell wieder arbeiten gegangen und in meinen alltag eingestiegen, dafür bin ich jetzt heftig krank weil mein Körper doch die Notbremse gezogen hat.

      (5) 24.11.14 - 20:31

      Ich hab jetzt deinen Artikel nicht gelesen, weil mein Internet ziemlich schlecht ist. Aber den Thread hier und ich möchte - ganz allgemein drauf antworten.

      Mein Vater ist auch Alkoholiker. Als ich 16 war, machte er eine Therapie und war dann 10-12 Jahre wirklicht trocken. Seither trinkt er heimlich - das ist auch nicht wirklich besser. Ok, im Moment liegt er mit der Diagnose Krebs im Krankenhaus und mir wärs grad lieber, er könnte sich gepflegt ne Flasche Roten hinterkippen anstatt so zu leiden.

      Natürlich bin/war ich auch sauer auf meinen Vater, oft. Natürlich hab ich drunter gelitten, ungern abends oder übers WE Freunde mit heimgebracht, damits nur ja niemand sieht. Natürlich war ich auch sauer auf meine Mutter, weil sies nicht unterbindet - was Quatsch ist.

      Andererseits habe ich mich mit Händen und Füßen gegen die Trennungsgedanken meiner Mutter gewehrt. Ich hab ihr sogar gedroht, bei meinem Vater zu bleiben! Sie hat sich dann nicht getrennt und da hatte ich wohl auch nen Anteil dran. Ich bin froh, dass es so gekommen ist. Denn auch mit einem Alkoholiker kann man ein relativ normales Familienleben führen - ich mein, es gibt auch Väter, die sind so einfach bescheuert (wie der Vater meines Mannes, der völlig herzlos ist), das ist dann auch nicht um so viele Klassen besser. Oder wie heißts so schön: Unter jedem Dach ein Ach! Mein Vater soff hauptsächlich Bier sowie wer anderes Limo oder Wasser. Klar, er war blöder Laune abends, aber Gewalt gabs bei uns nicht. Klar, es war peinlich und es war belastend und was alles noch. Aber er ging immer (bis auf die Therapiezeit natürlich) normal zur Arbeit, war in Vereinen aktiv, wir hatten nach außen hin ein normales Leben. Ich für mich persönlich hätte kein Patchworkkind sein wollen - vieles wär dann auch schwierig gewesen.

      Unser Kleiner vergöttert seinen Opa übrigens. Mein Opa war auch Alkoholiker und den hab ich auch gern gehabt. Für Kinder ist das nicht so schlimm, wenn es nicht direkt in der Familie ist. Ich vergönn beiden den tollen Kontakt und freu mich drüber.

      Also, "nur" weil ein Vater Alkoholiker ist, muss man keine völlig verkorkste Kindheit haben. Klar ist das alles nicht prickelnd, aber es gibt auch viele andere Faktoren, die nicht so der Brüller sind. Aus uns sind jedenfalls völlig normale, verantwortungsbewusste, erfolgreiche Menschen geworden.

      Hallo,

      mein Vater ist Quartalstrinker gewesen. Als Kind habe ich es gehasst. Ganz ehrlich es wär erbärmlich ihn betrunken zu sehen, er war dann "nicht mehr er selbst". Das fand ich total beängstigend und abstoßend.

      Meine Mutter hat ihn schon vor Jahren an die ganz kurze Leine gelegt (Was den Alkohol angeht) seit dem komme ich deutlich besser mit ihm klar.

      Noch heute finde ich betrunkene abstoßend und ich selbst war noch nie betrunken. Nicht mal der klassische Vollrausch im Teenie Alter oder sowas. Ich wollte nie, nie, nie so die Kontrolle über mich verlieren wie mein Vater über sich.

      Wie schon geschrieben haben Kinder lieben ihre Eltern egal wie oder was sie ihnen antun. Es gibt dazu einen sehr schönen Satz: Je schlimmer das Erlebte, je goldener ist die Kutsche in der die Eltern ihre Kinder in deren Träumen abholen.

      LG dore

    • KInder lieben ihre Eltern nun mal. Da lässt sich nicht viel dran rütteln. Zwar bin ich nicht bei Alkoholikern aufgewachsen, jedoch war mein vorletzter Chef extremer Alkoholiker und der hatte auch Kinder.

      Das ist eine schlimme Krankheit. Eine der schlimmsten Süchte überhaupt, die man haben kann. Man darf nie vergessen, dass es auch mal einen Menschen vor dem Alkohol gab und dass der Alkoholiker immer noch dieser Mensch ist, der er einmal war. Das ist einfach nur schlimm.

      Ich bin ein Kind einer alkoholkranken Mutter. Wobei meine Mutter schon seit über 30 Jahren trocken ist. Dennoch erinnere ich mich noch lebhaft an die Zeit.

      Meinst Du Kind/Angehörige eines nassen oder trockenen Alkoholikers?

      Mein Partner kommt aus einer sehr verkorksten Familie. Er und seine Schwestern hatten es nicht leicht (will jetzt nicht näher darauf eingehen).

      Er war das älteste Kind, der im Grunde auch das meiste abbekommen hat. Dadurch konnte er sich von seinen Eltern emotional trennen. Er ist mit 17 Jahren ausgezogen und war von da an auf sich allein gestellt. Er hatte eine gute Ausbildung, dann einen guten Job und einige Jahre später in seinem Hobby seine Berufung gefunden. Er hat also ein gutes Leben.

      Aber die Wunden seiner Kindheit spüre ich häufig. Er ist niemand, der viel über seine Gefühle spricht (obwohl er sonst eine Labertasche ist). Sympathien hegt er nur für wenige Leute. Um sich herum hat er einen harte Schale aufgebaut, um nichts Negatives an sich ran zu lassen bzw. emotionslos und schnell zu verarbeiten.

      Zu seiner Familie hat er keinen Kontakt mehr (selten mal zu seiner fast 100-jährigen Oma). Da ist zuviel vorgefallen, um noch Liebe und Zugehörigkeit zu empfinden. Ich akzeptiere das und verstehe ihn auch, obwohl ich nicht alles weiß. Er muss es mir auch nicht erzählen. Ich habe vielleicht auch Glück, dass er kein gebrochener und depressiver Mann geworden ist. Bei anderen sieht das wahrscheinlich ganz anders aus.

      Als Partner sollte man lernen, mit den Macken des Partners umzugehen und ihm ggf. zu helfen, wenn er Probleme hat. Kann man das nicht (was keine Schande ist) und es zehrt auf lange Sicht an einem, dann muss den Partner aufgeben. Manchmal muss man auch an sich denken. Dann ist ein Beziehungsende vielleicht das beste Mittel.

      Meine Mutter ist Alkoholikerin.

      Trotzdem hat sie immer alles getan um mir eine gute Kindheit zu ermöglichen.

      Das klingt schräg, ist aber so. Sie hat getrunken und war am Wochenende meistens unbrauchbar aber als Kind habe ich es nicht anders gekannt udn einfach so hingenommen.

      Aber sie hat mir beigebraacht dass man niemals aufgeben und sich auch für den miesesten Job nicht zu schade sein darf. Sie hat uns jahrelang mit Putzjobs über Wasser gehalten und das werde ich ihr nicht vergessen.

      Gleichzeitig sind da schon Erinnerungen an unschöne Momente. Ermahnungen in der Schule warum sie nie zum Sprechtag kommt, niemals in Begleitung auf der Klassenweihnachtsfeier zu sein oder beim Sommerfest. Aber das Leben ist kein Ponyhof.

      Und ich musste sehr früh sehr selbständig sein. Keine Unterstützung für irgendwas...nachmittags allein daheim, keine Unterstützung bei Konflikten in der Schule o.ä.

      Sie hat ihr Bestes gegeben in ihrem Rahmen. Was ich leider von ihr übernommen habe ist, eine eingeschränkte Fähigkeit zur rationalen Problemlösung. Ich flüchte eher. Nichts anderes ist so ein Alkoholismus letztendlich ja auch. Und eine gewisse Suchttendenz hab ich ebenfalls.

      Aber Alkoholismus an sich heißt nicht automatisch dass jemand sein Kind nicht liebt, die Familie asozial ist oder die Zustände desolat.

      Meine Mutter war Alkoholikerin, bis sie irgendwann genau deswegen starb.
      Die Mutter meiner Frau war ebenso Alkoholikerin, bis auch sie eben irgendwann daran starb.

      Was hat das fuer Konsequenzen?

      Als Individuen koennten meine Frau und ich kaum unterschiedlicher sein, aber es ist kein Geheimnis, dass eben aufgrund der Vorgeschichte sehr oft Paare mit einem solchen Background zusammenfinden und ausgesprochen gut funktionierende Beziehungen fuehren koennen.
      Den Einfluss, den die jeweilige Vorgeschichte auf uns hatte koennte kaum unterschiedlicher sein. Ich habe eine Mentalitaet entwickelt, die vieles mir nicht mehr so Nahe gehen laesst, meine Frau leidet noch immer sehr unter dem Verlust ihrer Mutter und der Tatsache, wie disfunktional ihre Familie eigentlich war, als sie ein Kind war. Sie liebte ihre Mutter trotzdem und vermisst sie heute sehr, wo sie selbst Mutter ist.

      Ein Problem, das sie hat ist, dass sie nie gelernt hat, wie eine "gute Mutter" funktioniert und dementsprechend jetzt in Angst ist, alles falsch zu machen bei der eigenen Tochter. Zum Glueck bin ich ja noch da... ;-)

      Als meine Mutter starb, war es fuer uns alle eine Erloesung, weil wir wussten, dass meine Mutter es genauso empfand. Sie hatte ihren Lebenswillen verloren...

      An den Gefuehlen aendert das nix. Es wurde hier ja schon gesagt, Kinder moechten ihre Eltern bedingungslos lieben...

      Unsere eigenen Trinkgewohnheiten sind uebrigens ausgesprochen moderat, mehr noch, seit unsere Tochter auf die Welt kam.
      Also aus Alkoholikerkindern werden nicht automatisch auch Alkoholiker. Ich empfinde es eher als das Gegenteil und habe ein sehr entspanntes Verhaeltnis zum Alkohol. Er hat im Alltag schlicht nicht das Gewicht, dass ihm viele andere beimessen. Meine Frau tickt zum Glueck genauso... Eine Sorge weniger. :-)

      Hi,

      Mein Mann und ich haben beide derartige Erfahrungen in der Kindheit gemacht und ich muss sagen, die hat uns ganz schön geprägt. Unsere Lebenswege waren bis wir uns kennen lernten mehr als krass. Und ja, wir haben uns oft darüber unterhalten und führen es definitiv auch auf diese Erlebnisse in der Kindheit zurück.

      Ich persönlich hatte immer ein "Problem" mit Vaterfiguren. Dh. ich kann mit Gleichaltrigen 0 anfangen, habe keinerlei Berührungspunkte ausser das Alter. Vor allem bei Männern ist es sehr auffällig. Außerdem habe ich ein äußerstes Geltungsbedürfnis und massive Verlustängste, die in einer Beziehung echt anstrengend werden können. Denn mein Vater war immer alá "du bist nicht dieses, nicht jenes, aber vor allem nicht gut genug und sowieso nicht geplant/gewollt gewesen".

      Also war es in meinem Lebensweg immer so: ich habe unterbewusst irgendeinen "Papaersatz" gesucht, für den ich bis zur Selbstaufgabe absolut alles getan hätte, um seine Zuneigung zu bekommen. Da sind äußerst schädliche Beziehungen draus entstanden aber ich bin da geblieben, weil ich immer das Gefühl hatte mich ihm beweisen zu müssen.

      Auch mein Freund hatte derartige Erfahrungen aber mit beiden Elternteilen, die sich dann aufs übelste angebrüllt und gestritten haben. Jedes Wochenende. Er hatte in seiner Jugend, ich weiß nicht genau aber ich glaube mit 12/14 hat es bei ihm angefangen, große Probleme mit Alkohol und vor allem Drogen. Er ist heute noch maßlos, auch wenn er clean ist. Außerdem schreit er leider sehr schnell und sehr viel beim streiten, das passt mir überhaupt nicht und erst seit der Geburt unserer Tochter ist es besser geworden. Aber nur, weil ich mich da energisch für eingesetzt habe.

      Was meinen Freund betrifft brauch ich Dir vielleicht nicht erklären was 10 Jährige Drogensucht zur Folge und für Begleiterscheinungen hat, oder?

      Ich habe mich mit 12 von diesem Elternteil gelöst und habe es bis jetzt nicht geändert. Habe zwar darüber nachgedacht und mit meinem Partner darüber gesprochen, aber ich habe es noch nicht übers Herz gebracht weil ich mich dafür noch nicht distanziert genug fühle. Er hat noch Kontakt zu beiden und es wird immer noch bei denen viel getrunken, aber wir distanzieren uns von diesem Verhalten ganz ausdrücklich.

      Aber er liebt die beiden, ganz anders als es bei mir und meinem Erzeuger der Fall ist. Und ich kann es nicht nachvollziehen... Weil ich nicht so bin.

      Ich bin aber kein Mensch von Selbstmitleid und wenn ich ehrlich bin, so denke ich im Alltag nie daran, was mein Erzeuger sich alles geleistet hat. Ich erinnere mich ja zum Glück auch kaum daran (Amnesie). Vielleicht ist das mein Glück.

      Ob ich ihn dafür verantwortlich mache wie mein Lebensweg so verlaufen ist? Ja, vielleicht weil es prägend war, aber die Entscheidungen habe ich alle selbst getroffen. Ich, und nur ich bin für meinen Lebensweg verantwortlich, auch wenn er schlecht ist.

      Hm, wie kann man am besten damit umgehen? Das ist eine gute Frage.
      Mein Lebensgefährte und ich sind ja aufgrund unserer ähnlichen Erfahrungen gewappnet für uns, aber wie das mit Außenstehenden ist, kann ich Dir gar nicht so richtig sagen. Ich persönlich finde reden reden reden und versuchen sich da einzufühlen gut. Versuchen auch die scheinbar absurdesten Gedankengänge nachzuvollziehen und ihm keine Vorwürfe machen. Verständnis, ernst genommen werden und zuhören finde ich äußerst wichtig.

      Hallo!

      Mein Schwiegervater ist vor 5Jahren als Alkoholiker gestorben.

      Unseren Sohn hat er noch kennengelernt, aber unsere Hochzeit und unsere Tochter nicht mehr.

      Er war nicht nur alkoholkrank, sonder auch mit einer posttraumatische Belastungsstörung aufgrund seiner Auslandseinsätze als Soldat behaftet.

      Mein Mann kann gar nicht damit umgehen wenn ich krank bin, sowas gab es in seiner Familie nicht, das die Mutter krank ist!#kratz

      Er kann sehr schlecht damit umgehen, das unser Sohn eine kleine "Heulsuse" ist.

      Er spricht kaum über seine Gefühle.

      Mit seiner Mutter haben wir fast gar keinen Kontakt mehr.

      Ob das alles mit den Krankheiten seines Vaters zu tun haben? Ich weiß es nicht. Aber es hat sicherlich Einfluß genommen.

      Wobei ich glaube, seinen Bruder hat es noch schlimmer getroffen. Mein Mann war der fleißige Vorzeigesohn und der kleine Bruder war einfach für nichts zu gut. Der hat von seinem Vater wenig Anerkennung und kaum gute Worte bekommen.

      Ich möchte das für meine Kinder nicht. Gott sei Dank trinkt mein Mann fast nix, sollte es aber doch mal zu kommen, dann werde ich meine Konsequenzen sofort ziehen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Hi,

      ich konnte mich lange nicht von meiner Mutter lösen, weil ich immer die HOffnung hatte, sie würde endlich zur Mutter werden und sich um mich kümmern. Ich habe durch Therapie gelernt, selbst für mich zu sorgen und somit keine Mutter mehr zu brauchen.

      Ich bewundere meinen Vater, dass er bis zu ihrem Tod zu ihr gehalten hat. Ich glaube sie wäre sonst früher gestorben, weil sie alleine nie klar gekommen wäre.

      Vor meiner Therapie ging es mir schlecht. Jetzt geht es mir super. Ich bin durch meine Kindheit immer reifer gewesen als die anderen.

      Es kommt sicher auch darauf an, welchen Charakter der Alkoholkranke hat. Es gibt die aggressiven die zuschlagen oder die sanftmütigen.

      GEnau kann man nie sagen, welche Auswirkungen es hat, da auch der Charakter deines Freundes eine Rolle spielt.

      Mein Bruder und ich gehen auch sehr unterschiedlich damit um.

      Maren

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