Spaß ist sekudär?

    • (1) 28.11.14 - 12:16

      Zitat einer alten Dame: "Ich bin 49 Jahre verheiratet weil es meine große Liebe ist und
      war! Wir stehen zueinander bis zum Tod! Falls mein Mann mal irgendwelche Affären/
      Gespiellinnen hatte, so ist es mir äußerlich egal.Ich biete sicher nicht den Spaß, den sich so mancher Mann wünscht ,aber ich stehe wie "ein Fels in der Brandung"und ich bin wie ein Ofen der beständig Wärme gibt.
      Jetzt wo er krank ist und meine Hilfe braucht sagt er oft: " Ich habe früher nicht geahnt wie tief und unzerstörbar deine Liebe ist und ich bin beschämt daß ich früher
      dachte, daß Spaß und Abwechslung der Sinn der Liebe ist"!
      Nie waren wir uns näher wie heute!!"

      Schreibt mal eure Meinungen dazu!

      • Hallo,

        sie hatten eine unterschiedliche Vorstellung vom Sinn der Liebe und haben es trotzdem 49 Jahre miteinander ausgehalten.
        Ob das für beide jetzt so befriedigend war sei mal dahin gestellt.

        Ich würde mich allerdings an ihrer Stelle fragen, ob er für sie das Gleiche tun würde, wenn sie einmal krank ist. Denn einen Kranken/Gebrechlichen zu pflegen hat mit Spaß und Abwechslung sehr wenig zu tun.

        "Nie waren wir uns näher wie heute!!"
        Nun ja, er ist wahrscheinlich auf sie angewiesen, was auch eine gewisse Form von Nähe erzeugen kann.
        Aber wer weiß....

        LG

        Nici

        • Ich denke aber auch er vermittelt etwas darüber das Frauen anders lieben als Männer.

          Und die Frage die du dir stellst ist genau das was diese Frau nicht tut. Sie fragt nicht, sondern sie liebt. Du versuchst sofort die Gegenwerte zu ermitteln. Und ist die Frage nicht legitim sich zu Fragen ist Spaß und Abwechslung tatsächlich der Sinn des Lebens? oder ist Spass und Abwechslung die Belohnung für etwas.

          Das Problem unserer Gesellschaft ist das sie fragt was kostet es, was bekomme ich dafür. Liebe ist gleichbedeutend mit Gegenwert.

          Wenn man aber ehrlich ist, ist Liebe dann nicht vielmehr eine Sehnsucht die in einem Wert nicht auszudrücken ist? Und je selbstloser ich dieser Sehnsucht folge um so näher kann ich diesem Ideal kommen. Ich weiß, jetzt wird es philosopisch.

          BlueH6

      (7) 28.11.14 - 12:59

      Hi,

      typischer Fall von einer älteren Frau die Emanzipation höchstens mal irgendwo gelesen hat.

      LIEBE wäre es wenn ER das gleiche für SIE gemacht hätte!

      Eigentlich traurig aber anscheinend ist es ihr nicht bewusst, dass sie sich jahrelang hat ausbeuten lassen und noch immer lässt.

      Fazit: Schön das die beiden jetzt glücklich sind! Funktioniert aber nur wenn "Mann" ein dummes oder seeeehr altmodisches Frauchen findet.

      LG

      (8) 28.11.14 - 13:10

      Hallo,

      mich schüttelts. Eine Abhängigkeit löst die andere ab. Erst sie, jetzt er.

      Liebe ist das keine.

      LG
      Karin

      (9) 28.11.14 - 13:33

      Liebe ist keine mathematische Größe, jeder definiert den Begriff für sich selbst, und wenn die beiden jeweils mit der Einstellung des anderen klarkommen, ist alles gut.

      Meine Meinung?

      Aus meinem Blickwinkel handelt es sich hier um die Wandlung vom Saulus zum Paulus die in dieser Geschichte verpackt ist. Aber spielt der Mann tatsächlich das Visier hoch?
      Oder sucht er sich erneut den für ihn parktischsten Standpunkt um das best mögliche zu erreichen. Erst galoppiert er durchs leben und scheint wenig Rücksicht auf seine Frau genommen zu haben, und jetzt wo er sie braucht lobt und motiviert er sie durch Reue und Selbsterkenntnis.

      Und sie, das Schaf... steht zu ihrem Glauben und zu ihrem alttraditionellen Gedanken und glaubt am Ende habe sich alles gefügt.

      Heute würde Urbia sagen: Stell ihm die Koffer vor die Tür, schmeiss den Kerl raus...
      und zu ihr: Geh in eine Therapie und arbeite an deinem Selbstwertgefühl.

      Das erstaunliche an der Geschichte ist das man nicht den Eindruck gewinnt das hier jemand traurig ist über das wie es gelaufen ist. Hier ist ein Menge Selbstbetrug im Spiel und ich denke das muss auch so sein. Denn wer möchte mit dem Wissen leben man sei betrogen worden. Da suche ich doch gerne die Position die mir erlaubt zu sehen das vieles richtig gewesen ist. Ich denke das ist die Weisheit des Alters. In den Tagen als er über die Stränge schlug wird sie demütig akzeptiert haben das der Mann die Leitfigur der Familie ist und an sich alle zu orientieren haben.

      Vielleicht heute undenkbar, aber so war es damals.

      Was aber hier auch geschildert wird ist der Glaube an sich selbst und seine Unverrückbarkeit. Unsere Altvorderen hatten ein anderes Standing und schöpften Kraft aus der Religion und waren nicht so fixiert auf guten Sex und Konsum wie wir es heute sind. Kaputt Neu war nicht, man hielt zusammen und warf nicht gleich alles weg wenn mal der Segen schief hing.

      Alles hat sein Zeit und alles war zu seiner Zeit wertvoll und wichtig. Und jede Zeit sagte der Jungend nach sie nicht mehr so wie es damals war, und niemand möchte die Zeit seiner Eltern leben, so spießig und verstaubt. Aber wir sollten und immer wieder vorhalten das wir Kinder waren, Eltern sind, und verständnisvolle Grosseltern mit einer Botschaft werden.

      Nehmen wir die beiden doch einfach für uns als Mahnung. Wir wissen nicht was am Ende unseres Weges steht. Aber wir können viel dafür tun das es sich zum Guten fügt. Und wenn sich unser jeder Kreis schließt und man mit solch guten Gefühl abtritt, wieviel hat man dann falsch gemacht? Meines Erachtens nach nicht besonders viel.

      BlueH6

      • Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag! Die Dame ist eine sehr gute Freundin von mir und sie ist für mich eine Bereicherung, durch ihre Sicht der Dinge und ihre Altersweisheit. Respekt nötigt mir auch ab mit welcher Disziplin und Entschlossenheit sie
        sich und ihrem Leben begegnet!

    (12) 28.11.14 - 18:03

    Hallo

    damit kann ich nichts anfangen, bzw. darüber würde ich mich nicht definieren.
    "Äußerlich egal"wenn der Partner fremdgeht? Hier macht sich jemand dauerhaft etwas vor oder ist zum aushalten geboren.
    Sie macht sich klein, ein weniger oberflächlicher Mann hätte vielleicht auch mit ihr Spaß haben können.Das Ganze auf "Spaß haben" zu reduzieren, damit macht man es sich auch recht einfach.
    Warum sich nicht sein Leben zurechtbiegen, wenn es sie glücklich macht.

    L.G.

    (13) 28.11.14 - 18:17

    Da hat eine Frau offensichtlich viel eingesteckt in ihrem Eheleben und jetzt darf sie den alten Sack auch noch pflegen, und er entdeckt - oh Wunder- wie tief die Liebe doch ist.

    Schön, dass wir heute in anderen Zeiten leben. Ich habe vor fast 40 Jahren geheiratet, aber so eine "Dulder-Ehe" hätte ich niemals hingenommen.

    • (14) 29.11.14 - 18:12

      Sie hatte, in jungen Jahre auch mal eine Affäre, mit einem südtiroler Skilehrer! Sie sagt
      übrigens daß sie ein schönes Leben hatte!
      Aber bedenke bitte ,beide haben sich mit 18 kennengelernt und damit keine große
      Erfahrung gehabt.....O-Ton: Unsere Liebe ist in den Jahrzehnten gewachsen"!
      Das schmeisst man nicht so Einfach weg!

(15) 28.11.14 - 18:44

Hallo!

Fuer eine gewisse Generation vollkommen normal. Es blieb der Frau damals wohl nicht anderes uebrig und jetzt zuzugeben, dass sie nicht viel vom Leben gehabt hat, ist nicht einfach...

LG

(16) 28.11.14 - 19:08

Ich finde es schön, dass sie für sich ihre Ehe positiv sieht. Und für sich eine positive Bilanz zieht.

Es gibt auch verbitterte alte Drachen, die lamentieren, dass die heutige Jugend ja keinen Zusammenhalt hat, keine Ahnung hat und überhaupt nicht zu schätzen weiß was man früher ja so ausgehalten hat etc. Und ständig nur jammern, dass die Ehe und die brave Ehefrau nicht mehr geschätzt werden, und die Jugend usw usf.

Was ich mir da auch mitnehmen würde: dass man nicht immer gleich die Flinte ins Korn werfen sollte.

Auch wenn man dabei aufpassen sollte, dass man nicht zu sehr auf Durchhalten spielt und dabei manche Grenzen übersieht.

LG

(17) 28.11.14 - 19:19

Sie stammt aus einer Generation, wo der Sinn im Leben einer Frau darin bestand für einen Mann zu sorgen. Der Liebesbegriff der beiden stammt aus einer anderen Zeit.

Ich würde mir über so ein Zitat mehr Gedanken machen, wenn der nicht von einer 70 jährigen, sondern von einer 20 oder 30 jährigen wäre.

Meine Meinung? Bescheuert.

Er hat sie Jahre lang betrogen und belogen, während sie sich ums Haus vermutlich vorhandene Kinder gekümmert hat. Als Dank darf sie den untreuen alten Bock auch noch pflegen bis sie selber umfällt.

Ein typische Fall von einer Frau, die aufopferungsvoll aus einem merkwürdigen Pflichtverständnis heraus ihr Leben komplett an sich selbst vorbei gelebt hat und ihre eigene Bedürfnisse weder wahrnehmen noch ausleben durfte.

(19) 29.11.14 - 14:51

Oh je. Hier wieder alle Leute, die alles mies machen. So viele Schlechtdenker und Pessimisten...Mir grauts...#schrei

Ich bin anderer Meinung. Sie sagt: "Falls mein Mann mal irgendwelche Affären/
Gespiellinnen hatte, so ist es mir äußerlich egal.Ich biete sicher nicht den Spaß, den sich so mancher Mann wünscht ,aber ich stehe wie "ein Fels in der Brandung"und ich bin wie ein Ofen der beständig Wärme gibt."

Wo steht denn, dass der Mann sie die ganzen Jahre über betrogen und schlecht behandelt hat? Es gibt durchaus Menschen, die Liebe und Sex trennen können und wenn ich in sage mal 40/50 Jahren Ehe "fremdgehe" (weiß man ja gar nicht, welche Vereinbarung sie getroffen hatten), muss das nicht heißen, dass ich meinen Mann nicht liebe. Ich kann ihn trotzdem lieben, mir aber was "zum Spielen" suchen, was nichts mit Liebe zu tun hat. Ach und dann? Ja, dann ist es so rum wieder Emanzipation #klatsch ...

Sorry, aber es dichten hier wieder alle was dazu und lesen nicht den reinen Beitrag. Es heißt gleich wieder, der Mann ist das Arschloch! Ab auf den Scheiterhaufen mit ihm und das ist typisch Urbia und hat auch NIX mit Emanzipation zu tun! #sorry

#contra#contra

  • Danke für deine Antwort! Die Dame ist übrigens hellwach und steht mitten im Leben.Ich hätte vielleicht sagen sollen

    daß sie , in jungen Jahren auch mal eine Affäre hatte.
    Trotzdem sagt sie daß sie, für sich , ein schönes Leben hatte und du hast Recht, der
    Sex ist für sie kein Indikator für echte Liebe!#winke

    (21) 29.11.14 - 19:14

    Hallo,

    #sorry wenn ich jemanden liebe, suche ich mir nichts zum "Spielen".

    Das ist respektlos dem Partner gegenüber und in meinen Augen völlig inakzeptabel.

    GLG

(23) 29.11.14 - 15:21

Das kann man ja wunderbar hochhalten. Meins ist es nicht und ich fürchte, es war immer Optionslogik. Eine Frau mit wirklichen Alternativen, die geht.

Gruß

Manavgat

(24) 29.11.14 - 19:12

Hallo,

was ich dabei denke?

Er hatte seinen Spaß, wird jetzt auch noch gepflegt, ist im Alter nicht alleine.

Die Frau hat immer zurückgesteckt, hat sich aufgearbeitet, akzeptiert, dass der Gatte sich ausgelebt hat und wird am Ende vielleicht einsam sein, weil er vor ihr stirbt.

Ganz traurig für die Frau!

Und nicht meine Vorstellung von Liebe oder einer glücklichen Beziehung #sorry

GLG

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