Immer und immer wieder enttäuscht von meinem Mann

    • (1) 12.12.14 - 15:02

      Hallo Ihr Lieben,

      ich bin mit meinem Mann 5,5 Jahre verheiratet. Wir sind 11 Jahre zusammen und haben zwei wunderbare Kinder (7 und 2,5 Jahre).

      Im Januar 2014 hat sich mein Mann von mir getrennt, hat sich dann auch gleich ne kinderlose Frau gesucht und hat ein "lustiges" Partyleben geführt.
      Irgendwann ist ihm dann aufgefallen, daß ihm doch was fehlt und dann ging es eine Weile hin und her und dann hat er sich (angeblich) für uns als Familie entschieden.

      Mein Problem:
      Er geht nach der Arbeit des öfteren spontan mit Kollegen noch was Trinken. Das heißt dann aber für mich, daß er sich dann aber auch nicht mehr meldet. Ich habe keine Ahnung, wann er nach Hause kommt, Telefon ist auch gerne mal aus etc. Meistens ist er dann so gegen 3 Uhr stockbesoffen zuhause. #gruebel
      Auch angekündigte Verabredungen laufen immer nach dem Schema ab und vor 3 Uhr ist er eigentlich nie zuhause... Und immer hackedicht.
      Gestern abend war angekündigt, daß er mit den anderen Abteilungsleitern nen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinken geht... Letzte Meldung von ihm um 17:50 Uhr - nach Hause gekommen ist er gar nicht und hat sich dann um 8:15 Uhr gemeldet, daß er auf Arbeit ist. :-[

      Er lässt mich einfach immer alleine und ist so eine Aktion an nem Freitag, dann ist der Samstag eigentlich auch schon durch... Da pennt er dann und ist von den Kindern genervt.
      Wenn er nachts hackedicht nach Hause kommt, dann kann ich mich meistens noch beschimpfen lassen, warum ich so oft angerufen habe. Er geht da aus Prinzip nicht mehr ran. Ich will ihn nur einsperren und es fallen auch böse Worte. :-(

      Aber ich sitze die ganze Nacht zuhause und weiß nicht, wo er ist. Ich kann deswegen nicht schlafen... Und ich kümmer mich um die Kinder...

      Ist sein Verhalten normal (er sagt mir ja immer, daß meine Vorstellungen nicht normal seien. Er ist doch nicht mein Kind, was sich melden muß wenn es später wird!)??
      Was soll ich nur tun?? #gruebel

      Liebe Grüße
      Louise (völlig übermüdet und knülle)

      • Ist er auch vor Januar 2014 nachts weggeblieben? Könnte es sein, dass er dann zu der anderen Frau geht? Das geht mir jetzt spontan durch den Kopf.

        Selbst wenn es nicht so wäre, ist es ein Unding, nachts regelmäßig wegzubleiben, ohne das Du weißt, wo er ist. Das hat nichts mit Kind sein zu tun oder nicht, sondern ist eine ganz normale Verhaltensweise, damit sich der Partner keine Sorgen machen muss, Bei seiner Vorgeschichte finde ich es doppelt so hart, wenn er Dir mit seiner nächtlichen Abwesenheit ohne Möglichkeit zum Kontakt und ohne zu wissen, wo er ist, zeigen will, dass Du ihm piepschnurzegal bist. Denn so wirkt es.

        Was Du tun sollst? Mir fallen Gespräche, Paartherapie oder Trennung ein. In dieser Reihenfolge.

          • Ja, genau das Gefühl habe ich leider auch aktuell...

            Er lebt sein Leben und weiß, daß es dann einen Tag Stress gibt und dann hab ich mich wieder "beruhigt".

            Ich habe das Gefühl, daß es eben immer noch "Ihn" gibt und dann eben "Uns" (Kinder & ich). Und wenn er Lust hat, dann nimmt er an "Uns" teil, wenn aber nicht, dann muß ich damit eben auch leben... #aerger

            • Es kommt mir so vor, als wüsste er um deine Angst, allein zu sein. Und darum kann er machen, was er will und dich so schlecht behandeln.
              Du willst dich nicht trennen. Dann lös dich dennoch von ihm. Mach dir ein schönes Leben mit den Kindern, geniess deine Zeit mit ihnen. Wenn er dabei ist, gut, wenn nicht, macht dir das nichts aus.

              Ich finde bedenklich, wenn du sagst, er sei dann jedes Mal hackedicht. Liegt da vielleicht eine Suchtproblematik vor?

              Wie reagiert er, wenn du sein Verhalten kritisierst, an einem Tag, an dem er da ist und alles hübsch ist? Wie begründet er seine regelmäßigen Ausbrüche aus eurem Alltag?

              • Ja, das mit der inneren Trennung hatte ich schon mal überlegt. Ist aber auch nicht so einfach, wenn man dann sieht, wie die Kinder mit ihm umgehen und man sich doch eigentlich nur den Mann zurücksehnt, den es bis zum Januar noch gab...

                In meinen Augen liegt eine Suchtproblematik vor... Und damit gehe ich auch ganz offen um... Aber leider sind jegliche Versuche, Hilfe zu holen, bisher fehlgeschlagen...

                Er begründet es gar nicht... Für ihn ist das total normal... Und mein Verhalten einengend, einsperrend blabla...
                Immerhin kommt er doch jetzt sogar nach Hause (es gab Nächte, da ist er dann irgendwo eingepennt).

                • Ich tippe darauf, dass DU Hilfe suchst, und er keinen Grund dafür sieht?

                  Tu euch das nicht an. Auch, wenn es für die Kinder schmerzhaft ist, es wird ihnen gerade ein sehr ungesundes Männerbild vermittelt. = Saufen, kommen und gehen wie er will, die Frau anmotzen, die Kinder auch - nicht schön, nein. Und die Frau hält still und schaut zu, leidet.

                  Liese, das ist nicht gut und das weisst du auch.

                  Mach dich unabhängig. Zeig deinen Kindern, dass es auch anders geht.

                  Alles Liebe

                  White (muss jetzt weg)

      Warum hast du ihn zurückgenommen? Was hat der Arsch (sorry) für Vorzüge, dass du dir das Negative von ihm antust?

      • Naja, er ist mein Ehemann, ich liebe ihn und er ist der Vater meiner Kinder...
        Das ist für mich Grund genug...

        "Naja, er ist mein Ehemann, ich liebe ihn und er ist der Vater meiner Kinder..."

        Ehemann: die Bedeutung scheint er nicht (mehr) zu kennen und hat wohl alles vergessen, was er mit der Heirat versprochen hat.

        Liebe: Liebe reicht doch nicht aus, um bei einem Menschen zu bleiben. Aber wenn du es erträgst, kaputt zu sein, dann nur zu.

        Vater der Kinder: auch die haben bestimmt ein schöneres Leben ohne ihn (damit meine ich jetzt nicht Kontaktverbot).

        Er hat meiner Meinung nach den Respekt dir gegenüber verloren und ich glaube kaum, das er zurückkommt. Du hast ihn nach seinem Fehler zurückgenommen und nun kann er machen, was er will.

        Für ihn wohl ein tolles Leben.

        • Ja, wahrscheinlich hast Du recht... :-(

          • (15) 12.12.14 - 18:53

            Hey:-)
            Ich sag Dir was: meine Eltern waren beide Alkoholiker. Meine Mutter hat sich zu Hause betrunken, jahrelang. Mein Vater auch zu Hause, aber auch draußen. Er kam hackedicht zurück. Heute habe ich 3 Kinder. Und ich verurteile meine Eltern dafür, was sie uns angetan haben. Mein Vater sieht es bis heute nicht. Ich habe keinen Kontakt mehr. Meine Mutter hat einen Entzug gemacht. Sie wollte es so. Es hat geklappt. Trotzdem: je älter ich werde, umso klarer wird mir, was das alles angerichtet hat.
            Nimm Deine Kinder und geh.
            Er kann nachkommen, wenn er durch ist mit dem Thema. Vorher nicht. Tu das den Kindern nicht an.

            LG

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