Meine Fehlentscheidung - ist es noch zu retten?

    • (1) 17.12.14 - 15:49

      Hallo zusammen,

      Mein Text war eindeutig zu lang. Da ich mein alter Beitrag nicht bearbeiten lässt - hier die hoffentlich bessere Version.
      Ich habe meinen Mann vor 11 KJahren kennengelernt. Kaltherzig entschieden dies wäre die Beziehung, die zu einer Familie führen würde. Ich erhoffte er sei der Partner, mit dem ich eine Familie stämmen würde. Meine Schwächen durch seine Stärken ausgleichen würde, meine Stärken würden seine Schwächen ausgleichen - so die Prämisse. Ein bisschen verliebt war ich auch.

      Nach 1,5 Jahren war küste er mich nicht merh und wollte nicht geküsst werden. Der Sex blieb mies (bin einfach ehrlich) er wollte nicht "dazu lernen". Dann kam hinzu, dass er nach 3 Minuten fertig war. Seine Freizeit gestaltete er zunehmend ohne mich. Bis heute werden jegliche Familienaktivitäten oder Paaraktivitäten durch meine Initiative ins Leben gerufen. Wenn eine akute (schlechte) Situation auftrat war er für mich da.

      Trotzallem kauften wir ein Haus zusammen, Heirateten und haben 3 Kinder. Ich habe immer wieder die "Misstände" angesprochen. Er hatte keine Erklärung. Ich hatte Hoffnung.

      Nun scheine ich an einem Punkt in meinem Leben angekommen zu sein in denen ich keine Hoffnung mehr habe. Ich habe die gesamte Situation offen mit ihm besprochen.
      Er sagt er liebt mich. Jedoch verstehe ich nicht - und meine auch, dass wenn man einen Partner so liebt "wie es sich gehört" (also mein Ideal - man möchte mit ihm Zeit verbringen, man begehrt ihn, man möchte dass er glücklich ist) - auch wenn es immer Phaen gibt in denen es weniger ideal läuft - dass man anders handelt. Eventuell liebt er mich, aber als "Familie". Wenn er an mich denkt, denkt er an Familie. Reicht das für ein Leben aus?

      Ja, ich habe mich selber in diese Situation gebracht. ICh sehe meine Fehler klar und deutlich (bin nicht glücklich darüber). Lässt sich sowas "reparieren"? Ich weiß eines ganz sicher: Ich will auf keinen Fall, dass meine Kinder olche Partnerschaften haben. Es ist keine Gewalt im Spiel, auch keine Suchtmittel, er terrorisiert mich nicht, er verspielt kein Geld. Er ist in Kriesensituationen da. Ansonsten aber, sind ich und meine Kinder alleine.

      Dankeschön

      P.S. ICh bin keinem Forumsschreiber böse - jeder hat eine Meinung und ich schreibe hier so dass wildfremde Menschen antworten können. Nur Beleidigungen wären uncool.

      Änderungen zum Beitrag:

      http://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/4526426-ist-das-partnerchaftliche-liebe-was-tun/29750631

      Wenn falsch, ADMIN bitte verschieben. Danke!

      • (2) 17.12.14 - 15:52

        MIST! Sorry beim reinkopieren hat es wieder doppelte Zeilen genommen!!!! HILFE?

        SORRY!!!!!!!

        (3) 17.12.14 - 16:02

        #rofl

        dein alter text war viel besser zu lesen

        Ich versuche mal "allgemein" zu antworten denn ein offensichtliches Problem liefert dein mann ja nicht oder?

        Für mich liest sich das als ob DU unglücklich wärst und krampfhaft einen grund an deinem mann suchst das er schuld daran sein sollte. Steh doch einfach dazu und gib offen zu was dich bedrückt und unglücklich macht. Manchmal weiß man auch gar nicht genau was einen so unzufrieden macht.

        Vllt tut dir mal ein we alleine ganz gut. Nicht unbedingt um dein Problem zu lösen sondern einfach abstand gewinnen, runter kommen, entspannen. Und dann heim zu deinem mann und die sache mal von außen betrachten.

        Möchtest du dein Leben mit ihm verbringen? Was hat sich bei dir geändert, was müsste anders sein damit es dir wieder gut geht?

          (7) 17.12.14 - 19:12

          ER liebt dich nicht......

          Hat sich denn deine Liebe zu ihm entwickelt, denn.....,
          ----
          Ich habe meinen Mann vor 11 KJahren kennengelernt. Kaltherzig entschieden dies wäre die Beziehung, die zu einer Familie führen würde. Ich erhoffte er sei der Partner, mit dem ich eine Familie stämmen würde. Meine Schwächen durch seine Stärken ausgleichen würde, meine Stärken würden seine Schwächen ausgleichen - so die Prämisse. Ein bisschen verliebt war ich auch.....
          -----

          dass was du oben schreibst klingt nach reinem Pragmatismus. Liebe kann sich mit den Jahren einstellen und wachsen. Ist das so bei dir? Oder erwartest du von ihm eine "Leistung", die du ihm selbst nur halbherzig entgegen bringen kannst?

          • (8) 17.12.14 - 19:44

            Ich habe mich immer bemüht das zu geben, was ich dachte zu einer Beziehung zu gehören was ich auch gerne geben wollte. Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit, etliche Versuche gemeinsames zu machen (im Rahmen des Möglichen). Ich habe immer Ablehnung oder Gleichgültigkeit erfahren. Er entschied sich lieber das zu machen was er wollte. Ich habe das Gefühl, dass meine Zuneigung mit jeder Ablehnung zurückgegangen ist.

        (9) 17.12.14 - 20:16

        Liebst du ihn denn?
        Zeigst du ihm das?

(11) 17.12.14 - 17:24

Hallo,

die Uhr lässt sich nicht zurückdrehen. Vermutlich hättest du damals versuchen können etwas zu ändern. Aber dann wärst du Gefahr gelaufen verlassen zu werden. Das damals ist aber egal. Du lebst im Jetzt. Du musst an dem Jetzt etwas ändern.

Du klingst so, als hättest du ihm nie gesagt, dass dich etwas stört bzw was dich denn genau stört. Aus seiner Sicht gibt es keine Probleme. Wieso denn auch? Er weiß ja von nichts. Und er liebt dich bestimmt auch auf seine Art und Weise. Aber er zeigt es dir eben auch so, wie er es gewohnt ist. Und lieben kann man sehr verschieden. Genauso wie man es dem Partner verschieden zeigen kann.

Nun bist du an dem Punkt, an dem du dich in deiner Situation nicht mehr wohl fühlst und etwas ändern möchtest.
Du kannst jetzt z.B.. zu einer Paarberatungsstelle gehen (gibt es je nach Ort eher von Diakonie/Caritas und/oder von ProFamilia) und dort mit einer entsprechenden Person alleine (!) deine Situation besprechen. Ihr hättet dann auch die Möglichkeit dort eine gemeinsame Paarberatung zu beginnen.

Was du aber im Hinterkopf behalten solltest: Es kann sein, dass er sich nicht ändern möchte. Es kann sein, dass er sich nicht ändern möchte, weil er die Problematik nicht sieht. Dann müsstest du dich entscheiden: bleiben und weiter so leben oder trennen .

Du hast es gemerkt, dass dich was stört und du willst was ändern. Also pack es an!

lg

(12) 17.12.14 - 18:11

Was mir in deinem Text fehlt ist das berühmte:

ABER da ist noch der andere Mann...

Oder habe ich es überlesen?

K

(14) 17.12.14 - 18:59

Ja, ich habe mich selber in diese Situation gebracht. ICh sehe meine Fehler klar und deutlich (bin nicht glücklich darüber). Lässt sich sowas "reparieren
----

Hmmm....... Grundsätzlich bin ich ein Freund von Paartherapien, wenn die Kommunikation zum Erliegen gekommen ist oder etwas belebt werden soll, was einmal da war.

Du bist aber bewusst und sehenden Auges in dein Unglücklichsein gerannt. Dein Mann war nie anders, dennoch hast du 4 Schwangerschaften angestrebt aus denen 3 Kinder hervorgegangen sind (und das Jüngste istja gerade mal 16 Monate alt). Das nenne ich Kopf in den Sand stecken auf höchstem Level.

Bei euch ist m. E. nichts zu beleben, denn das hieße, dein Mann müsste von Grund auf umgekrempelt werden....angefangen beim Sex bis zu den Freizeitaktiviäten etc. Das finde ich ein wenig viel verlangt. Du hast jahrelang mitgezogen....SS, Haus gekauft etc. und dein Mann konnte vermutlich den Ernst der Lage nicht erfassen, denn niemand treibt seine Zukunftspläne derart zielstrebig voran, wenn die Basis so in Schieflage ist.

Ich würde mich trennen, denn einen anderen, neuen Mann nach deinen Wünschen wird vermutlich eine Paarberatung auch nicht aus ihm basteln können. Aus einem Arbeitspferd macht man nicht mal eben ein Rennpferd.

(15) 17.12.14 - 18:59

Hast Du einen anderen kennengelernt?

(17) 17.12.14 - 19:04

Ich versuche mal eine Kurzanalyse:

1. Du hast dir einen Mann gesucht zum Familie gründen, weniger aus Liebe vielmehr aus logischen Erwägungen Fazit: Du bist eher Kopf -als Gefühlsmensch
2. Er war der Geber du bist der Nehmer bei Euch (das ist schwierig). Das kann nur halten wenn beide in der Lage sind viele Kompromisse zu leben
3. Ihr habt keine gemeinsamen Aktivitäten.....auch schwierig aber das würde Liebe ausgleichen. Das ist auch nicht so doll also müsstet ihr Euch in Zukunft einige gemeinsame Dinge aufbauen ( Tanzen, Gartenarbeit; Sport; Zusammen Kochen usw)
4. Schreibe doch mal Auf : Was möchte ich , Was nicht ; Was macht mir Freude? Er macht das auch und dann vergleicht ihr das
5. Schenkt euch doch einfach mal etwas......die Reaktion des Anderen ist wichtig!

Kreativität ist nötig und Kommunikation!
Vile Erfolg

(18) 17.12.14 - 20:46

Hallo!

Ich habe jetzt beide Texte gelesen, und ehrlich gesagt denke ich, dass ihr euch BEIDE nicht liebt.

Du wolltest einen Familienversorger, bei dem Du ein paar Schmetterlinge im Bauch hattest, hast ihn zum Heiraten quasi genötigt, und schwupps gleich noch Haus und Kinderdazu. Und jetzt hast Du den Versorger, und merkst, dass er von Anfang an wenig Gefühle für Dich hatte - und Du wohl auch nicht.

Du bist ja auch schon am Anfang der Beziehung nicht mit zum Fußball, und schreibst, dass Du alles tust von dem Du denkst, dass es von Dir in Deiner Rolle als Ehefrau erwartet werden würde. Nicht aus Liebe, sondern weil Du meinst, dass es so sein sollte.

Er ist ebenso ein Kopfmensch wie Du, der in Dir wohl die passende Frau an seiner Seite gesehen hat, aber große Gefühle waren wohl von ihm aus ebenso wenig dabei wie von Dir. Nur grenzt er sich eben noch mehr ab zu Hause und pflegt intensiver seine Hobbies.

Du musst selber wissen, was Du willst. Eine Eheberatung wird wenig bringen, denn da bei euch nie so wirklich Liebe da war, nur anfängliche Verliebtheit die schnell vorbei war, wird da auch nichts Wiederzubeleben sein. Es war eine Kopfentscheidung von euch Beiden, das lässt sich nicht in eine Herzenssache ändern. Natürlich wäre es möglich dass ihr beide mehr Rücksicht aufeinander nehmt, aber Liebe wird ja nun trotzdem nicht draus.

Eine Trennung ist nie einfach, erst recht nicht mit drei kleinen Kindern, und das Haus wird ggf. auch nur mit Verlust zu verkaufen sein. Unterhalt deckt auch nicht die vollen Kosten, und Alleinerziehend sein ist auch nochmal ne ganze Nummer anstrengender. Dafür hast Du dabei die Option, doch mal zu erfahren was Liebe ist. Musst Du echt ganz alleine selber entscheiden.

Meine Mutter ist so ein Kopfmensch wie Du, auch die hat aus verstandesgründen geheiratet, sich aus verstandesgründen getrennt, und ist auch aus verstandesgründen mit ihrem Lebensgefährten zusammen. Sie mag ihn, aber große Romantik oder Gefühle sind da auch weniger dabei. Es gibt eben solche und solche Menschen, da kann man nichts dran ändern.

(20) 17.12.14 - 21:29
So ist das halt,

wenn man Torschlusspanik hat und sich vom Erstbesten dick machen lässt.

(22) 17.12.14 - 21:55

Danke an alle Antwortenden - auch im anderen Thread!

Sorry für doppeltes verwirrendes Posting.

(23) 18.12.14 - 09:02

Hört sich für mich eindeutig nach Vernunftehe an. Sie kriegt Kinder, Haus, Garten und Hund + Witwenrente. Und er dafür die die Wäsche gewaschen, Essen gekocht, ein sauberes Heim und ab und zu ein Nümmerchen zum Druckabbau.

Tausende Paare lebten einst so und heutzutage ist es wohl manchmal nicht anders. Dieses vermeintlich lieblose mit- bzw. nebeneinander herleben. Das muss ja nicht zwangsläufig was total Schlechtes sein.

Wenn man sich klaren Kopfes und kalten Herzens für eine solche Vernunftehe entscheidet, dann ist doch für alle Beteiligten gesorgt.

Für mich persönlich jedoch wäre das nix. Letzten Endes verbittert man in einer solchen Ehe, denke ich. Man sieht es den Menschen an, ob sie sich geliebt, begehrt und umsorgt wissen. Sie haben eine ganz andere Ausstrahlung.

Mein Beitrag ist nicht wirklich hilfreich, merke ich gerade. Drückt aber meine Meinung aus.

Vielleicht sollte man sich trennen? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass mein erster Mann mich aus genau den oben genannten Gründen kalten Herzens geheiratet hat. Als ich dahinter kam, ging es mir wir damals Diana. Nur eine Trennung machte mich wieder froh. Und heute weiß ich, was es heißt, geliebt und begehrt zu werden.

(24) 18.12.14 - 12:09

Hallo,

mich würde deine Situation auch bedrücken. Allerdings glaube ich, dass bei vielen Beziehungen oder Ehen nach einigen Jahren eine gewisse Unzufriedenheit aufkommen kann.

Daher halte ich die Rahmenbedingungen bei euch für gut und solide. Er sorgt finanziell für dich und die Kinder und du kümmerst dich, dass es im Haushalt und bei den Kindern gut läuft. Manchmal ist das schon mehr als das, was andere Paare hinkriegen.

Dein Mann ist sachlich und hat vermutlich nie gelernt Gefühle auszudrücken und sich sexuell zu entwickeln. Mangels Erfahrung vor eurer Beziehung? Über Sex wird selten ehrlich gesprochen. Er kann sich anscheinend nicht dabei entspannen, Berührungen von dir nicht zulassen und nicht auf deinen Körper eingehen. Du sprichst an, was dir fehlt. Allerdings kommt es nicht bei ihm an. Jede kritische Äußerungen über Unzufriedenheit beim Sex ist leider (in den Augen des Partners) abwertend. Es kann besser werden. In kleinen Schritten. Er muss lernen, sich dir gegenüber zu öffnen. Ihr solltet mehr körperliche Nähe austauschen. Auch ohne Küssen. Harmlos nebeneinander sitzen und kuscheln oder er nimmt dich in den Arm. Vermutlich nicht einfach, aber du schaffst es, wenn du eine gewisse Leichtigkeit dabei ausstrahlst.

Manche Männer machen sich nicht viel aus der Gesellschaft mit Kindern. Vielleicht hat dein Mann Angst, sich nicht richtig zu verhalten oder er fühlt sich unwohl mit der Unbeschwertheit, die Kinder herauslassen. Geht er aber sonst herzlich mit ihnen um, dann versuch gemeinsame Aktivitäten zu finden, die euch allen Spaß machen. Schwimmen oder spazieren gehen ist weniger anstrengend als Gesellschaftsspiele mit kleinen Kindern. Aber das weißt du sicherlich.:-)

Wenn er dich nicht lieben würde, dann wäre sein Verhalten vermutlich anders. Er ist für dich da. Er zeigt keine großen Gefühlsregungen. Gut, dass du es angesprochen hast. Letztendlich liegt die Entscheidung bei dir, was du willst.

Ich wünsche dir alles Gute,

rabe0510

(25) 18.12.14 - 14:24

eigentlich hast du doch in deinem post schon alles gesagt.

setz dich mit ihm zusammen und sag ihm genau das, was du hier geschrieben hast.

unverblümt und ungefiltert.

sag ihm auch dass du die schuld auch im wesentlichen bei dir siehst.

macht eine offene beziehung draus in der er und du die chance habt jemanden zu finden, der für eure gefühlswelt der optimale partner ist.

wegen der kinder würde ich euer ehegebilde nun nicht sofort über den haufen werfen, denn du hast unter deinem mann ja nichts auszustehen. er ist für dich da...naja er will wohl ab und zu sex...aber das kannst du ihm mit diesem offenen gespräch sicher leicht abgewöhnen.

wenn dann geklärt ist, dass ihr eben sexuell und als liebespaar nicht funktioniert und jeder das für sich auch einsieht, habt ihr die möglichkeit, eure familie vielleicht zu halten und euch dann auch gegenseitig freiräume für jemanden fürs herz zu schaffen wo eben auch der sex stimmt und ihr euch geliebt und geborgen fühlt.

wenn dieser versuch scheitert könnt ihr euch ja immer noch trennen....

das wird m.E. eh passieren sobald eure kinder eigene wege gehen.

viel erfolg

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